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10.4.1900 Drittes Blatt
 
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Dienstag den 10 AprÜ

Drittes Blatt

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ZZczngspreis vierteljährl. Mk. 2,20 mouotlich 75 Pfg. mit vringcrlohn; durch dir Abholestellen »ierteljährl. Mk. 1,90 monatlich 65 Pfg.

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Alle Anzeigen-vermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ZeilenpreiS: lokal 12 Psg., auswärts 20 Pfg.

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M Meßmer Anzeiger

Heneral-Mnzeiger

Anrts- und Anzeigeblntt für bat Ttveis Gieren.

zu Leun.

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Lebensalter und den Leistungen von 150 Mk. bis zu 1700 Mk. jährlich. Nach einer ununterbrochenen und zufriedenstellenden zehnjährigen Beschäftigung und vollendetem 30. Lebensjahre ist die Möglichkeit einer dekretmäßigen un­widerruflichen Anstellung mit dem Ansprüche auf Ruhegehalt gegeben. Gesuche um Annahme als Schreibhilfe sind unter Beischluß einer selbstverfaßten und selbstgeschriebenen Dar­stellung des Lebenslaufes und von Zeugnissen über den Schulbesuch, den Leumund und die etwaige seitherige Be­schäftigung bis spätestens den 15. Mai dss. IS. bei dem Sekretariat des Großh. Ministeriums der Justiz einzureichen. Besondere Wünsche, auf der Gerichtsschreiberei eines be­stimmten Amtsgerichts beschäftigt zu werden, sollen, soweit

il s. f. Die großen Holzschnitt-Illustrationen dieser Num­mer sind nach Werken von Joh. Engel, I. Anderotti und §>. Krause ausgeführt. Außerdem birgt das .Heft in seinen Prospekt- und Beilagenbogen eine Fülle kleinerer Beiträge mit Illustrationen, so daß man auch diese neueste Nummer der Zeitschrift als wertvoll bezeichnen kann..

Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische Volkskunde._____________

Redaktion, Expedition und Druckerei:

Schulflraße Ar. 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«, Fernsprecher Nr. 51.

Der PofidampferAragonia" der »Red <Sttr Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm em 6. April wohlbehelten in Phil«, delphia «gekommen.

* Zum Schutze der nützliche» Vögel. Auf Anregung I des Vorstandes des Tierschutzvereins für das Großherzog- | tum Hesien werden soeben die Bürgermeistereien unserer I Landgemeinden durch die Verwaltungsbehörde darauf auf- I merksam gemacht, in ihrer Gemeinde auf ortsübliche Weise I bekannt zu machen, das Beschneiden der Hecken nicht I mehr wie üblich im Frühjahr, sondern in der Zeit vom 1. August bis 1. März vorzunehmen.

Farbige Häuser. DerKunstwart (Verlag Georg I D. W. Callwey, München) schreibt: DieBausaison" steht vor der Thür, noch aberist es Zeit" - erheben wir also wieder einmal den Ruf nach farbigen Häusern. Es I ist doch eigentlich unfaßbar dumm: wir haben nicht allein I die Freuds an der Farbe wieder gelernt, und geben ihr in I allen Jnnenräumen nach, nein, wirriskieren" auch an allem Sch muck werk der Außenseiten schon wieder eine Farbenmunterkeit, aber an den breiten Mauerflächen da bleiben wir ganz bescheiden gerechnet in neun von zehn Fällen bei dem nüchternsten und ödestenSteingrau" des ungefärbten Verputzes. Da hilft nichts, wir müsien uns selber zitieren:Wer einmal ein altes Dorf, eine alte Stadt gesehen hat, deren Häuser kecklich gelb, grün, blau, rot oder sonstwie angestrichen und dann ein wenig ver- | waschen, verbleicht oder verschimmelt waren, der ermnert sich der köstlichen malerischen Heiterkeit, die dadurch erstand. Eine Thatsache, die unsre Maler laut Zeugnis ihrer Bilder auch sehr wohl kennen. Weshalb also streichen wir unsre Häuser nicht farbig? Es giebt keine einfachere und keine billigere Art, einen schlichten Bau freundlich, wohlgefällig und sogar wirklich schön zu machen, als ein gut gestimmter farbiger Anstrich, zu dem dann wieder Dach, Thüren, Fenster, Balkon, Laube, Zaun usw. in anderen fröhlichen Farben stehen können. Man braucht sogar mit dem Stimmen" nicht gar ängstlich zu sein: Sonne und Regen freuen sich so sehr, wenn sie mal was anders alsStein­farbe" zu sehen kriegen, daß sie bereitwillig nachbessern. Ist noch ein wenig Grün, sind gar Bäume oder Wasser dabei, so beginnt all baß sofort mit den neuen Farben ein Gesellschaftsspiel, dem zuzusehen ein Gaudium ist." Es ist viel besser, daß wir die Außenwände ganz färben, als daß wir sie etwa mit buntem Relief- oder Linienwerk or­namental oder figürlich aufschmücken, es ist viel besser, weil es mehr aufs Große geht, und weil das richtige I Verzieren eine viel schwierigere Sache ist, als man gewöhnlich I denkt. Das «Verzieren" gerät sehr leicht entweder roh oder, noch häufiger, kleinlich. Verzierungen werden auch durch Wind und Wetter meist schlechter, farbige Mauern dagegen meist malerischer, wie angedeutet. Also noch ein­mal: farbige Putzflächen her! Wir werden den Ruf nach farbigen Häusern so lange wiederholen, bis er gehört wird. Alle unsre alten deutschen Putzhäuser hatten Farbe. Müssen wir die künstlerische Gescheitheit wieder erst auf dem Mode-

I wege von England beziehen?_____________ -___________

Auszug «SS den KircheubScher» der KM Gichrn.

Evangelisch e Gemeinde. (Betraute.

Matthäusgemeinde. ,

Den 31. März. Dr. Karl Leopold Albert Vogler, prakt. Arzt zic Ems und Luise Auguste Amalie Klingspor, Tochter deS Zrgarrenfabrr« kanten Karl Klingspor zu Gießen

«arkusgemernde.

Den 4 April. Georg Christian Schmincke, Kaufmann zu Gießen und Rarie Hillgardt, Tochter deS Metzgermeister- August Hrllgardt zu

LukaSgemeinde.

Den 3 April. Karl Leopold Bornheimer, Eisenbahnbureauassistem m Straßburg und Johanna Marie Luise Pauline Lenz, Tochter deS verstorbenen BechnungSrats Gottfried Lenz zu Straßburg.

Den 4. April. Johannes tzembuch, HüfSbremser zu Gießen und Karoline Lenz,? Tochter des »erstorbenen Taglohners Philipp Lenz

Meratur.

Berlin-Paris, vierzehn Tage am Seinestrand, eine zeitgemäße Reiseplauderei von Conrad Alberti ver­öffentlicht die neueste (16.) Nummer derModernen Kunst" (Richard Bong, Berlin 57. Preis eines Heftes 60 Pfg.) Der Verfasser giebt damit allen, welche die be­ginnende Weltausstellung besuchen wollen, einen Reise­führer. Auch der übrige Inhalt des Heftes nimmt aus die Weltausstellung Bezug; eine Illustration giebt einen Ueberblick über das gesamte Ausstellungsfeld; wir finden die künstlerisch ausgestattete Eintrittskarte in demselben abgebildet, ferner eine Szene aus dem Pariser quartier latin und ähnliche auf die Ausstellung bezügliche anziehende Abbildungen. Damit ist der Reichtum dieses Heftes noch nicht erschöpft; in Wort oder Bild werden noch eine ganze Reihe anderer Themen behandelt; z. B.:Wiens Theater und ihre Leiter",Anton von Werner in seinem Atelier"

geboren den 9. Februar. . ....

Denselben. Dem Sffeuhobler Heinrich Herzberger eine Tochter, 3o6anÄ: -in- T-chi-r, -in.,

geboren den 12. R-r,

Markusgemeinde.

Den 1. April. Konrad Roth, Arbeiter, verheiratet, 61 Jahre alt, ^at6 Den 4!' Aprtt. Marie Susanne Elisabethe Fourier, geb. Güler, Ehestau des Bahnarbeiters August Fourier.

Den 6. April. Friedrich Müller, Kaufmann, verhe,ratet, 55 Jahre alt, starb den 4. April. .

Johannesgemelnde.

Den 24. März. Barbara Heiß, Privatin, 83 Jahre alt, starb den 22. März^ $ il. Amalie Cellarius, geb. Fröhling, Wittwe deS Kirchenrats, Pfarrer i. P Karl Cellarius, 78 Jahre alt, starb den 31. März.

Getaufte.

Markusgemeinde.

Den 1. April. Dem Fabrikanten Emil Horst ein Sohn, Karl Ewald, geboten den 23. Februar.

LukaSgemernde.

Den 1. April. Dem Taglöhner Friedrich Wilhelm Schupp eine Tochter, Elisabeth Marie, geboren den tzbruar.

Denselben. Dem Taglöhner Hemnch Häuser eine Tochter, Mane,

gestellt werde». , r . 4 . .

Der Auftrieb muß um 9 Uhr vormittags beendet sein; .

n triefet Stunde beginnt bann erst bet Abtrieb bes Wehes angängig, Betücksichittgnng frnben

Bekanntmachung.

Betr. Abhaltung der Viehmärkte. |

Der Viehmarkt in Gießen am und 11^ April d. J svttd unter den bereits bekannt gemachten Beschränkungen, welche nachstehend nochmals folgen, 9eft.attc^ . f

8 1. Alles zu den Vrehmarkten in Gießen auf | getriebene Klauenvieh (Rindvieh rmd

Markteingang kreisveterinararztlich untersucht und nur zu gelassen, wenn es seucheufrei befunden worden ist.

8 2 Die Gastställe und Stalle von Viehhändlern in Gießen, Heuchelheim und Wieseck werden der veterinär- ärztlichen Aufsicht unterstellt. .

8 3. Vieh, welches an den Markttagen und an den vier vorhergehenden Tagen in den Bezirk der Gemar­kungen Gießen, Wieseck und Heuchelheim eingebracht und daselbst eingestellt wird, muß an dem ersten Standort mindestens sieben Tage lang verbleiben und darf ihn1 inner­halb der nächsten 14 Tage nach Ablauf der siebentägigen Quarantäne nur verlassen, wenn es nach dem Zeugnis des Großherzoglicheu K^reisveterinärarztes keine seuchen- verdächtiaen Erscheinungen gezeigt hat. Von dieser Qua­rantänepflicht ist das Vieh nur dann befreit, wenn es auf den Markt gebracht und der tierärztlichen Unter­suchung dmselbst unterworfen wird. Alle Tiere, die vom vierten Tage vor dem Markt bis zum letzten Markttag ein­gestellt werden, sind sofort vom Eigentümer oder Be­gleiter der Tiere der Ortspolizeibehörde, und von dieser dem Großherzoglichen Kreisveterinäramt anzumelden; in gleicher Weise ist der Besitzer des Stalles zur Anmeldung verpflichtet und verantwortlich.

8 4. Das Handeln auf Straßen und Platzen der Stadt Meßen, der Orte Wieseck und Heuchelheim ist verboten.

8 5 Vieh aus Gemarkungen, in welchen die Seuche herrscht darf nicht aufgetrieben werden und wird Nicht zugelaften. ndiungen werden auf Grund des § 328 des Reichsstrafgesetzbuchs und § 66 Abs. 4 des Reichs-Vieh- seuchengesetzes bestraft.

Gießen, den 2. April 1900.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

Astraler und MovmMrs.

* Für Schreibkundige. Nach einer Bekanntmachung dss Sekretariats des Großherzgl. Ministeriums der Justiz kann infolge der bevorstehenden Anlegung der neuen Grund- bischer und des hierdurch vermehrten Bedarfs un Hilfs­kräften für die Gerichtsschreibereien eine größere «»zahl von Schreibgehilfen, und von solchen Personen, die sich als Schreibgehilfen ausbilden wollen, gegen Entgelt Aeschäftigung bei den Gerichtsschreibereien der Großherzogl. Amtsgerichte finden. Die Vergütungen steigen nach dem

tom Marktplatz. r , .

Am Dienstag. 10. I. Mts, erfolgt bet Austrieb zuvi Markte sowohl entlang der Oftseite, wie der Westseite be« Schlachthauses. , . _ .

Zugleich bringen wir zur Kenntnis, daß der für Mittwoch, 11. l. MtS., vorgesehene Biehmarkt aus Anlaß btt an demselben Tage stattfindenden Pferdemarktes Nicht auf dem Viehmarktplatze selbst, sondern auf dem südwestlich an demselben angrenzenden städtischen Gelände abgehalten wird. Der Auftrieb erfolgt an diesem Tage auf dem ent­lang dem Marktplatze östlich des Schlachthauses führenden .Schleichwege.

Zugleich weisen wir nochmals auf die nachstehenden, von Großh. Kreisamte festgesetzten Beschränkungen, die für tit Heiden Viehmärkte maßgebend sind, mit dem Anfügen hin, daß dieselben strengstens durchgeführt und Zuwider­handlungen zur Anzeige gebracht werden.

Gießen, den 6. April 1900.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Muhl.

Humoristisches.

* Jung Deutschlands Politik. Ein Leserin teilt.uvS folgendes kleine Vorkommnis auS ihrer Kinderstube mit: Der Hefac siebenjährige Walter Gottfried hatte sich den Finger verletzt. Weinmd zeigt er denselben seinem Vater. Dies« sagt:Warte, mein. Sohn, ich hole Dir schnell ein englisches Pflaster." -Nein," ruft der Kleine entrüstet,kein englische« Pflaster, ich will ein Buren-

Beim Examen. Professor der Anatomie:Ja, wenn Sie die Eingeweide nicht tm Kopfe haben, tonnen Sie kein Examen ^h^ umschrieben....Laß mich doch die Zeitung ruhig lesen! Du bist ja die reinste . . ." -Was bin jd)?" nun ich meinte Du wärest die Gattin eines berühmten, verstorbenen, griechischen Philosophen!" , , .

* Kaseruenhosblüte. Korporal.Kameele will ich Euch nicht schimpfen aber ich komme mir hier vor, w'.e n Admiral einer Flotte vonSchiffen der Wüüe"!"_________________

Ein unentbehrliches Toilettewittel dürfte die Patent- Mvrrholin-Seife werden," schreibt ein bekannter Mediziner. In ähnlicher Weise äußsrten sich s. Z. viele angesehene Aerzte, und daß diese Prophezeihung C' sich bewahrheitet hat, ist der beste Beweis für bxe Vor­züglichkeit dieser selbst für die zarteste Haut der Frauen und Kinder unübertroffenen Totletteseife. Ueberall, auch ________________in den Apotheken, erhältlich. 123

Pflege die Haut!

Dieses Gebot der Gesundheitslehre wird rationell und mit wunder­barem Erfolge zur Ausführung gebracht, wenn man berm Waschen sich der besten, der mildesten und fettreichsten Serfe bedient, nämlich voer ng,8 berühmter Eulen-Seife. Mit Doering's Eulen-Sei e sich em edes waschen, das die Haut schon und geschme.d.g

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Bekanntmachung.

Betr.: Die Viehmärkte zu Gießen.

Die für Dienstag den 10. und Mittwoch den 11. April l. IS. bestimmten Biehmärkte nehmen an beiden Tagen vormittags 7 Uhr ihren Anfang.

Bor 7 Uhr darf Vieh nicht auS den Stallungen ge­bracht und innerhalb der Stadt aus den Straßen nicht auf-