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8.9.1900 Erstes Blatt
 
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betreffend: Städtisches Elektrizitätswerk.

Um die Abgabe von Elekiriz'tät für den Bedarf der Stadtgeblete- b!« zam 1. April 1901 bewirken ju können, ist es icht schon -NordeUich die Verteilung elektrischer Energie in diesem Gebiet festzustellen. Da» «Bet wird im Gleichstrom-Dreileitersystem 2 mal 220 Volt ausgesührt. Die Stärke der «eitooge« «nd die Führung derselbe« wird ,o den Straften entsprechend dem voranssrchtlrche« Bedarfe an elektrischer Energie für die einzelnen Bezirke bestimmt. Wird dabei auch Spielraum für einen über den Rahmen der ersten Anmeldungen hinansgehenden Verbrauch vor- gefehen, so können durch nachträgliche Anmeldungen deu Abnehmern Schwierigkeiten und besondere Kosten er­wachsen. Es wird deshalb dringend gebeten, deu voraus fichtlicheu Bedarf an elektrischer Energie bis zum 1. Oktober dS. Js. auf deu dafür in dem Büreau des städtischen Elektrizitätswerkes (Neumühle) und bei der Grohherzog- lichen Bürgermeisterei unentgeltlich zur Verfügung stehen­den Formularen anznmelderr.

Die Bedingungen für den Bezu i eltkirrscher Energie sind ebenoaselosi erhältlich Die Aufforderung zur Stellung definitiver Anträge auf Anschluß erfolgt dann später. Zur Erläuterung sei bemerkt, daß jedes Grundstück in der Regel nur einen Anschluß an die elektrische Leitung erhält, daß aber die verschiedenen Gebäude eines Grundstückes oder die verschiedenen Stockwerke eines Gebäudes durch besonderen, mietweise überlaffenen, Zähler in ihrem Verbrauche kontrolliert werden können.

Bei der Anmeldung ist getrennt anzugeben der voraussichtliche Be- darf an elektrischer Energie: .

a) für Beleuchtungszwecke durch Bezeichnung der Art, Stärke und Zahl der Lampen,

b) für elektrische Motoren nach Pferdestärken des Elektrometers, c) für sonstige Zwecke unter Beschreibung der Verwendung, die beiden letzten Angaben mit Zufügung der Tageszeiten und Stunden, in welchen der Betrieb voll und beschränkt stattfindet.

Jede gewünschte weitere Auskunft erteilt der Betriebsleiter des städtischen Elektrizitätswerkes, Herr Mulert, auf der Neumühle in den Stunden von 1112 Uhr vormittag» und 56 Uhr nachmittags.

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