fiirterin, Fräulein Elisabeth Schmidt, einer Novize, aber einer hochbegabten. Die junge Dame verfügt über einen wohlgebildeten Sopran, der zumal in der Höhe Kraft und bestrickenden Glanz besitzt. Ihre Vortragsweise ist ungemem sympathisch und temperamentvoll, wird jeder Stimmung ge- recht, ohne jemals den guten Geschmack vermissen zu lassen. Herr Chr. Gerh. Eckel, ebenfalls aus Frankfurt, der fast in letzter Minute den schwierigen Klavierpart übernahm, ist xns kein Fremder mehr. Auch er ist ein junger Künstler, aber mehr den Jahren als den Leistungen nach, die voll auf der Höhe stehen; sowohl als Solist wie als Begleiter hat er seine vorgeschrittene Technik und seinen gereiften Geschmack bewiesen. Wir wollen nicht schließen, ohne des Dirigenten deS Vereins, Herrn Leopold Geller, zu gedenken und ihm ein besonderes „Bravo- zuzurufen. DaS Programm war nicht nur mit Geschick gewählt, sondern alle darin gestellten Aufgaben in hingehendster Weise vorbereitet und mit Geschick und Verve geleitet.
*• Zitherkonzert. Am Sonntag veranstaltete der „Gießener Zitherklub WohlthätigkeitSverein" ein Zither-Konzert in Wetzlar im Schützengarten zu Gunsten bedürftiger Gießener und Wetzlarer Kinder. Das Konzert war infolge des guten Zwecks sehr gut besucht, der Saal ganz gefüllt. Die Besucher wurden durch das sehr reichhaltige und gut ausgeführte Programm sehr zufrieden gestellt und applaudierten bei 5 Stücken, daneben dem Rödigerschen Marsch „Ein Hoch dem Gießener Zither- Ilrrb", sodaß sie mehrmals wiederholt werden mußten. Die Spieler leisteten unter ihrem Dirigenten R. Rüdiger wirklich Vorzügliches. Der Verein erzielte einen bedeutenden Ueberschuß, sodaß er einen größeren Betrag an den Verein Fraternitas abführen konnte. Die Gießener Bürgerschaft sei darauf aufmerksam gemacht, daß der Verein nächstens wieder eine Weihnachtsbescheerung für eine größere Anzahl hiesiger Kinder veranstalten wird, die schon des guten Zwecks halber allgemeine Unterstützung verdient.
R. Probatum est. In der vergangenen Woche hatte ein hiesiger Wirt das Vergnügen, einem der in letzter Zeit häufig hier auftretenden „Laternenkünstler" das wohlverdiente Honorar auszuzahlen. Nach Schluß seiner Wirtschaft wollte er sich zur Ruhe begeben, als er bemerkte, daß Jemand an der vor seiner Wirtschaft stehenden Laterne emporkletterte. Schnell entschlossen, ergriff er eine Hundepeitsche und im nächsten Augenblicke war die dunkle Thal geschehen. Da bis jetzt keine Beleidigungsklage bei dem Wirte eingelaufen ist, scheint der Prügelknabe mit der Devise „dankend erhalten" in richtiger Erkenntnis seiner selbst sich zufrieden zu geben.
** Die Gehalte der Realschuldirektoreu. Auf einen Antrag des Bbg. Schmeel, der im wesentlichen dahin ging, daß kein Realschuldirektor schlechter gestellt ist als ein ihm im Dienftalter gleichstehender akademisch gebildeter Lehrer, antwortete die Großh. Regierung, daß eine Vorlage wegen Regelung der Besolduugsvcrhältniffe der Realschuldirektoren, durch die der Antrag des Abg. Schmeel seine Erledigung finden dürfte, ausgearbeitet ist und in Bälde dem Präsidium der Zweiten Kammer zugestellt werden wird. Der erste Ausschuß beantragte, den Antrag des Abg. Schmeel vorerst für erledigt zu erklären.
k. Heuchelheim, 2. Dezember. Vom 1. d. M. ab ist im hiesigen Ortsbestellbezirk im Anschluß an den Zug, der 330 nachmittags von Gießen hier eingeht, werktäglich eine dritte Bestellung eingeführt worden. Mit dieser neuen Einrichtung wird hier einem allgemeinen Bedürfnis entsprochen, da seither alle Postsendungen, die mit dem erwähnten Zuge hier eingingen und nicht abgeholt wurden, bis zur zweiten Bestellung um 7 Uhr abends auf der Poftagentur bleiben mußten. Dieses Entgegenkommen von Seiten der Postverwaltung kann von den Einwohnern unseres industriell immer mehr aufblüheuden Ortes nur dankbar anerkannt werden.
-ar. Klein-Linden, 1. Dezember. Heute beging die hiesige Hebamme Jung ihr 25 jähriges Jubiläum. Der Zufall fügte es, daß sic gerade in diesen Tagen das 1000. Kind zur Welt gebracht hat. Der Jubilarin gingen zahlreiche Glückwünsche und Geschenke von hiesigen Einwohnern zu. — Der 72 jährige Bahnarbeiter Adolph von hier, der am Güterschuppen beschäftigt ist, wurde vorgestern von einem Wagen derart gedrückt, daß er am ganzen Körper geschwollen ist; so sind ihm beide Augen sv verschwollen, oaß er nichts sieht.
i« der „Ewigen Liebe" spielte, ein immer gern gesehener Gast. Bilder von ihm finden seine Freunde und Freundinnen m den Schaufenstern der Herren Challier und FreeS ausgestellt.
Konzertverein.
Gießen, 3. Dezember.
‘Stern zweiten Konzert in dieser Saison, das gestern im großen Saal des Gesellschaftsvercins abgehalten wurde, war wohl von allen Seiten mit großer Spannung entqeqen- gesehen worden, denn auf dem Programm befanden sich Tonschöpfungen, deren Aufführung in einer Stadt von ^er Große Gießens schon eine musikalische Großthat bedeutet.
Leider hatte sich in Folge widriger Verhältnisse noch ?urz vor der Aufführung eine Programmänderung nötig gemacht, und ominöfe rote Zettel verkündeten dem erstaunten Publikum, daß die ursprünglich geplante Tannhäuser-Ouvertüre durch Schuberts Ouvertüre zu „Rosamunde" ersetzt worden sei. Wir bedauern diese Aenderung um so mehr, als kürzlich schon die Meininger Hofkapelle, welche die Tannhäuser-Ouvertüre gleichfalls zu spielen be' «bsichtigt hatte, mit Rücksicht auf das gestrige Konzert -ihr Programm geändert hatte, und unser Publikum sich eventuell darauf gefaßt machen muß, in diesem Jahr auf diesen erhabenen Genuß ganz zu verzichten, wenn cs Herrn Universitätsmusikdirektor Trautmann nicht mög
** Großen-Linden, 1. Dezember. Die hiesige Einwohnerzahl betrug vor 5 Jahren 1560 und jetzt am 1. Dezember 1741, demnach mehr 181.
-o- Garbenteich, 3. Dezember. Eine erhebende Feier versammelte gestern die Mitglieder der hiesigen Gemeinde in unserem altehrwürdigen Gotteshause. Zahlreich waren die Gäste aus den benachbarten Ortschaften herbeigeströmt. Galt es doch, die E i n w e i h u n g unserer gründlich renovierten Kirche würdig zu begehen. Nachdem Pfarrer Schlosser-Gießen die Weiherede gehalten und das Weihegebet gesprochen hatte, ertönten die hehren Klänge der neuerbauten Orgel, ein Werk der bereits rühmlichst bekannten Orgelbauanstalt von Förster und Nikolaus in Lich. Trotz des verhältnismäßig kleinen Raumes, den das Werk cinnimmt, vereinigt es doch alle Vorzüge einer auf der modernen Höhe stehenden Technik in sich, besonders sei erwähnt die Reinheit und Schönheit des Tons; jedenfalls ist es nach dem Urteil .der Sachverständigen ein in jeder Beziehung mustergiltiges Werk. Alsdann bestieg Pfarrer Sommer lad - Watzenborn die Kanzel zur Festpredigt, in der er in tiefempfundenen, zu Herzen gehenden Worten an die hehre Bedeutung des Advents erinnerte. Mehrstimmiger Gesang der Schulkinder trug zur Verschönerung der Feier wesentlich bei. Jedenfalls war die Feier in allem wohlgelungen und würdig.
--Mllendorf a. d. Lda., 1. Dezember. In der vorletzten Nacht ist in dem Laden des Kaufmanns Braun- warth ein Einbruch verübt worden. Der Einbrecher scheint es nur auf Geld abgesehen zu haben; er öffnete einen nicht fest verschlossenen Fensterladen, stieg durch das Fenster in den Verkaufsraum und leerte die Ladenkasse. Die Beute bestand in einigen Mark Kleingeld. In der vorhergehenden, dem Markttage nachfolgenden Nacht r.'or au verschiedenen Wohnungen eine Person beobachtet rden, die sich an verschlossenen Thüren zu schaffen . achte. Man bringt das jetzt mit dem Einbruch in Zusammenhang und glaubt dem Dieb auf der Spur zu sein.
Fe. Vilbel, 2. Dezember. Mit dem Bau der elektrischen Zentrale hier wird im nächsten Frühjahr begonnen werden. Das nötige Gelände ist bereits angekauft. Dem „Elektrizitätswerk Vilbel" sind bis jetzt 52 Orte aus Hessen und dem Landkreise Hanau beigetreten.
x Darmstadt, 2. Dezember. In Gegenwart der Vertreter der obersten Schulbehörde wurde gestern vormittag der Turn kur sus der Volksschullehrer geschlossen. Bei dem Abturnen wurden Geräte-, Ordnungs- uttd Stabübungen vorgeführt und einige recht schöne Aufmärsche mit Musikbegleitung bezw. Gesang aufgeführt. Hieran schloß sich noch die Vorführung von Volksschulklassen im Turnen, wobei einige Kursusteilnehmer die Hebungen befehlen mußten. Nach einer Ansprache des Ministerialrats Dr. Eisenhuth, der die Teilnehmer zur Pflege und Förderung des Turnens aufforderte, wurden dieselben nach ihren Wirkungsorten entlassen.
D a r m st a d t, 2. Dezember. Der Großherzog empfing am 1. Dezember u. a. den Hauptmann Heuer, Kompagniechef im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, den Eisenbahnsekretär Groe- ninger von Giefien, den Oberamtsrichter Röm Held von Nidda, den Kreisarzt i. P. Obermedizinalrat Dr. Lorenz von Friedberg, den Obersteuerinspektor und Regierungsrat R ö m h e l d von Offenbach und den Oekonomie- rat Hoffmann von Hofgüll bei Lich.
Bingen, 30. November. Eine förmliche Schlacht lieferten sich, so lesen wir im „M. Tagbl.", Kestern abend ca. 30 Techniker und Baugewerkschüler. Das Endresultat waren fünf zum Teil sehr stark verletzte junge Leute; mehrere Aerzte hatten längere Zeit zu thun, um den Besiegten Hilfe angedeihen zu lassen. Das Schlachtfeld bedeckten zahlreiche zerbrochene Stöcke, Hüte rc. sowie reichliche Blutlachen. Die Untersuchung ist in schärfstem Tempo im Gange.
Bingen, 30. November. Gestern nachmittag wurden die beiden Mörder Grieser und Arnet, ohne daß sie einander nochmal- sahen, geschloffen nach Mainz in das Untersuchungsgefängnis transportiert. Der eigentliche Mörder, Grieser, em schmächtiger, kleiner Mensch, hat ein richtiges Verbrechergesicht, während der andere, der Arnet, einen ziemlich harmlosen Eindruck macht. Als man den Grieser in den Zug führte, schallten die Rufe „Mörder" hinter ihm her. — Gestern abend wurde noch der 43jährige Gärtner Wilhelm Schröder, der ebenfalls unter dem Verdachte steht, von dem Morde Kenntnis zu haben, festge nommen. Das corpus delicti, die abgebrochene Mistgabel, wurde heute vormittag nach Mainz gesandt.
Fc. F r a n k f u r t a. M., 2. Dezember. Am 26. Novem-
lich sein sollte, das Versäumte im nächsten Orchester- Konzert nachzuholen.
Beethovens „E r o i c a", die das Konzert eröffnete, stellt an Dirigent und Orchester große Anforderungen, und wir müssen das gestrige gute Gelingen der Aufführung um so mehr anerkennen, als dieselbe stets das Hinzuziehen fremder, teils auswärtiger Kräfte nötig macht. Wer die „Eroica" in den Symphonie-Konzerten größerer Städte gehört hat, wird hie und da den Streicherchor vielleicht wirkungsvoller gefunden haben als im hiesigen gestrigen Konzerte, dürfte aber im übrigen mit der gestrigen Ausführung durch unsere verstärkte Regimentskapelle wohl zufrieden gewesen sein, denn die Auffassung seitens des geschätzten Dirigenten zeugte von tiefem Eindringen in den Geist des gewaltigsten aller Tonschöpfer, und die Präzision der Einsätze war überall eine vorzügliche; auch die Nuancierung ließ deutlich erkennen, daß Herr Musikdirektor Trautmann auf genaueste Befolgung der rythmischen und dynamischen Vorschriften großen Wert gelegt hatte. Dirigent und Orchester können mit Befriedigung auf die gestrige Aufführung des genialen Werkes zurückblicken.
Auch die beiden anderen Orchesterwerke, welche das gestrige Programm zierten, wurden in sehr befriedigender Weise zu Gehör gebracht. Die Tanzweisen der Balletsuite von Rameau sind zwar keine schwere musikalische Kost, bilden aber in der interessanten Bearbeitung von Felix Mottl eine überall gern gehörte Unterhaltungsnummer^
Die OuvertürezuRysamunde, die den Schluß
ber nachts ertappte in der Ludwigsstraße ein Postschaff^ einen Mann, der die Vorplatzthür mittels NachsHüM geöffnet, und einem Dienstmädchen einen größeren betrag gestohlen hatte. Der Einbrecher wurde verhafte Es war der bei der Staatsbahn angestellte gotbnwtiu Heizer Philipp Schäfer. Ter Mann hat eine Kellneri, geheiratet, und die Bedürfnisse der „Animierdame" über stiegen sein Einkommen. — Eine dritte Schnellzugs Verbindung Frankfurt-Wien soll demnächstge schaffen werden.
•* Kleine Mitteilungen aus Heffeu und deu Nachbarstaats. Provinzialpfaeroikar Schneider aus Opladen ist j, die Synode Braunfels versetzt und dem Pfarrer $ltr in Dillheim zur Unterstützung beigegeben worden.- Auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise entstand in kc, Geschäft der Firma D. Gans u. Co. in Offenbachs, Erkerbrand, wodurch ein Ausstellungspavillon zerstört wuff- — In Diez wurden seitens der Staatsbehörde 6000Eli Karpfenbrut in die Lahn (im Hafenbassin) eingesetzt. & selben kamen in 12 Fässern, aus Seewiese in Bayern ui waren sämtlich noch lebend. — Der in den sechziger Jahn stehende Landwirt Friedrich Lotz in Aßlar hat sein« Leben ein Ende gemacht. Lotz war gegen 7 Uhr mit br ausgesprochenen Absicht aus seinem Hause fortgrgange-, eine Kolbenmiete zuzuschaufeln. Schon kurze M ui seinem Weggang wurde er in einem sogenannten „foty der Dill zwischen dem Orte und der Hütte tot aufgestM Rock, Kappe und Schaufel lagen am Dillufer. War in Unglücklichen zu seiner That veranlaßt hat, ist nicht btlann — In Butzbach ist ein Lehrlingsheim am Sonntag dem Gebäude der Turnhalle eröffnet worden. _______
Universität und Hochschule.
— Wie aus Würzburg berichtet wird, sind in der medlzinl'chn Fakultät der dortigen Universität in diesem Semester 77 Studimü' weniger immatrikuliert, wie überhaupt die Minderfrequenz in den lrp-i Jahren auf diese Fakultät entfällt. Ober-Medizinalrat Dr. Trashri aus München war vor kurzem in Würzburg, um das Juliusspital gehend zu inspizieren; über das Resultat wird Stillschweigen bdraiv. Hoffentlich bringt diese Informationsreise Verbefferungen für das $ stitut, wovon allein ein Aufblühen der medizinischen Fakultät wieder f erwarten ist. — Man schreibt aus München: Dr. Sinzheimrr am Worms wurde als Privatdozent der Nationalökonomie, der Prüfte. Schindele als Privatdozent der Philosophie an der hiesigen UniverM zugelaffen. — An der technischen Hochschule in Hannover hat sich, wir mitgetetlt wird, Dr. E. Laves als Privatdozent für physiologische uni ' Nahrungsmittelchemie habilitiert. — Aus Breslau wird gemeldet Der Leiter des königl. Staatsarchivs Hierselbst, Geheimer Archiora! Prof. Dr. Eolmar Grünhagen hat sich, in Rücksicht auf sein Aller (72 Jahre), entschlossen, zum 1. April von der Leiiun- tu StoM archtvs zurückzutreten.
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Mvon Elten & Keussen, Handlung KriWi. Eine^Herknles-Arbeit der Gleichgiltigkeit. 2)«l Laisaez-aller ist den modernen Menschen so in Fleisch und Blut Über gegangen, daß sie sogar der Erhaltung der Gesundheit, dieses kostbaren Gutes oft eine beschämend geringe Aufmerksamkeit widmen. „Bei meinet kräftigen Konstitution ?" wird oft lachend erwidert, wenn von Freundet feite darauf aufmerksam gemacht wird, daß man eine Erkältung, einen Bronchialkatarrh nicht zu leicht nehmen möge „Das geht von selbst wieder vorüber I" hiermit ist für den Kraftmaier die Sache abgethan Aber, siehe da, auf einmal schleicht der robuste Prahler müde, gebüeli einher, ein hohler Husten quält ihn, die KirchhofSrosen beginnen aur seinen Wangen zu blühen — die Lungenschwindsucht, diese schreckiichl Krankheit, hat ihn heimgesucht. Die Tuberkelbazillen verrichten von la: zu Tag intensiver ihre unheimliche Mtnierarbeit und bald sink/ der tot dem so kräftige Mann in den Staub. Dieser betrübende wän aber in vielen Fällen vermieden worden, wenn man rechtzeiäa die btt Lungenschwindsucht in der Regel vorangehenden Erkrankungen ««'■ Luftröhrenkatarrh, Kehlkopfleiden Atemnot, Lungenspitzen MÜivnen, Husten, Brustbeklemmungen, Heiserkeit, Bluthusten rc. die nW »ul- meiksamkeit geschenkt, und gegen diese ein wirksames Mittel angea»». hätte. Als ein solches rationelles Mittel hat sich der „rusfische terich" in tausenden von Fällen ausgezeichnet bewährt. Wer nih:m über den praktischen Gebrauch erfahren will, verlange von Herrn Mp Weivemann, Liebenburg a. H. die hierüber verfaßte Broschtn Dieselbe ist leicht verständlich geschrieben, wird gratis versandt unb fld spricht den weitgehendsten Anforderungen, die man an ein derarsi^ Buch stellen kann. Um den Patienten den Bezug dieser Pstanzen i wirklich echter Form zu ermöglichen, versendet Herr Ernst WeidemM den Knöterich. Thee in Packeten A 1 Mark. Jedes Packet trägt i»1 Schutzmarke mit den Buchstaben 6. W, sodaß sich Jeder vor wcrtiolffl Nachahmungen schützen kann, und «olle man jedes Packet ohne w Namen E Weidemann zurückweisen. Um im Publikum Vertrauen si erwecken, haben sich auch Nachahmer gefunden, welche die Weidemann lp Broschüre teilweise abgedruckt haben (I) und damit ihren MiF1* russischen Knöterich in den Handel bringen wollen."
des Konzertes bildete, hätte an geeigneterer 'Stellt einen größeren Erfolg gehabt als gestern. Wii keinen Augenblick, die gestrige Wiedergabe, bei bet v" kostbare Melodik des Werkes in schönster Weise zur 0WW kam, voll und ganz anzuerkennen, müssen aber t^tzdrv' bedauern, daß das gestrige Konzert, das so glorreim gönnen, nicht durch ein imposanteres Werk abgeschlof^ werden konnte. Wir sprechen nochmals die Hoffnung ciur daß dem Konzertverein die Tannhäuser-Ouvertüre nu nicht mehr lange vorenthalten bleiben möge.
Den solistischen Teil hatte gestern die Altistin Fräul^ Therese Behr aus Berlin übernommen, und wir richten gern, daß diese ausgezeichnete Künstlerin sich Gießen einen Erfolg errungen hat, wie bisher nur ivew Sängerinnen. Das klangvolle Organ der Dame, welG- in allen Registern, namentlich aber in dem dnrt- Pianissimo der Mittellage von wunderbarer Wirkung 'l verfehlte, wie überall, so auch hier, seine Wirkung NVV- Die Schönheiten der verschiedenen Liederkompositionen^ Brahms, Strauß, Pschaikowsky, Weingartner und mann, deren Wiedergabe durch eine vorzügliche aussprache noch wesentlich gehoben wurde, machten der Interpretation durch die geschätzte Künstlerin waltigen Eindruck und entfesselten Beifallsstürme, wie sie hier nur selten erleben; Fräulein Behr war liebenswürdig, zwei Zugaben zu spenden, von u „ namentlich Mozarts entzückendes „Schlafe mein Prru^ mit wahrer Begeisterung ausgenommen wurde. *■
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