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4.7.1900 Drittes Blatt
 
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Nr. 153

Drittes Blatt

190«

Mittwoch dm 4 Juli

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Heß. Bslk-kunde" «^chtt. 4 ka! deigelegt.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger

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Gießen, 3. Juli 1900.

Unlauteres Gefchäftsgebahreu. Schon in Nr. 148 unseres Blattes wiesen wir unter der RubrikSport, Spiel, Jagd" aus den Gutscheinschwindel im Fahr- radhandel hin. Gestern erließ des hiesige Kreisamt im amtlichen Teil unseres Blattes eine Warnung vor dem Schwindel, der unter dem Namen des Hydra-, Gella-, Schneeball- oder Lawinensystems Verbreitung zu finden sucht und geeignet ist, das Publikum in empfindlicher Weise zu schädigen.

Wär' der Gedank' nicht so verwünscht gescheit, Man wär' versucht, ihn herzlich dumm zu nennen." Beim flüchtigen Anblick der Offerte scheint sie garnicht unvorteilhaft- sieht man aber die Sache genauer an, so muß man sagen, daß man in frechster Weise von dem Grundsatz ausgegangen ist:Die Dummen werden nicht alle." Und wer nun nach der ausführlichen Bekanntmachung des KreiSamts noch seine Kräfte in den Dienst eines solchen Geschäfts und eines so endlosen, schwindlerischen Gebahrens stellt, kann wohl kaum Anspruch machen, sich künftighin Wetter zu denSchlauen" zu rechnen.

** Jahresfest der Universität. Von betei­ligter Seite ging uns noch folgender ausführliche Bericht über die Nachfeier in Steins Garten zu:

Es ist allmählich zur stehenden Regel geworden, daß Jupiter Pluvius alljährlich! am 1. Juli während des in Steins Garten zur Feier des Stiftungsfestes der Univer­sitätstattfindenden Gartenfestes seinen unzeitgemäßen Gruß entbietet. Auch, diesmal konnte er es sich nicht versagen, den Spielverderber zu spielen. Dennoch vermochte er der Stimmung, die unter dem reichen Damenflor und unter der fröhlichen Studentenschaft herrschte, keinerlei Abbruch zu thun. Sobald der Regen ein wenig ausgehört hatte, entwickelte sich sogar auf dem allerdings recht feucht und wenig ebenen Tanzplan, den man im Freien aufgeschlagen hatte, ein reges Treiben. Nach den herrlichen Tanzweisen, die unsere Militärkapelle zu Gehör brachte, wiegte sich All und Juüg im leichten Walzerschcitt. Auch an den Tischen, wo die einzelnen Korporationen Platz genommen hatten, herrschte ein munteres Leben und Treiben, und wahrscheinlich hat der Nässe der Außenwelt eine innere Anfeuchtung seitens der Studenten entsprochen. Am Abend fand um halb neun Uhr nach althergebrachter Sitte der Fe st ko mm er s statt. Das Präsidium führte diesmal der Rektor Prof. Dr. Netto persönlich; den Vorrang hatte der Verband wissenschaftlicher Vereine. Die Begrüßungs­rede hielt der Vertreter des mathematischen Vereins, Herr Kabel. Er wies die Studentenschcht darauf hin, daß das Aufblühen unserer Hochschule nur möglich» gewesen'sei unter dem Schutze des Weltfriedens, dessen Erhalter unser deutscher Kaiser sei. Der Redner zeigte, wie gerade die akademische Jugend Anhänglichkeit und Treue zu Kaiser und Landesfürst bewiesen habe, wie gerade die Studenten­schaft kaiserliche Worte und Befehle zu würdigen wisse, wie gerade die akademische Jugend überzeugt sei von oer Wahrheit des Kaiserwortes:Deutschlands Zukunft liegt auf dem Wasser" und die kulturellen Aufgaben kenne, die Deutschland jetzt in China zu erfüllen habe. Die Rede eridete mit einem begeistert aufgenom/menen Hoch auf Kaiser und Großherzog. Der zahlreich! erschienenen Gäste gedachte in schwungvollen Worten der Vertreter der juristi­schen Fakultät, Herr Wilhelm. Den Glanzpunkt des Abends bildete, dem Zweck der Feier entsprechend, die Rede auf die Universität, die der Vertreter derAdelphia", Herr Käser hielt. Redner gab ein klares Bild von dem ständigen Blühen und Wachsen unserer Alma mater. So­dann gab er id.em Wunsche Ausdruck, daß auch fernerhin unserer Hochschule die köstlichste Perle deutscher Universi­täten, die akademische Lehrfreiheit erhalten bleiben möge, daß man aber andererseits auch der. Studentenschaft ihr l-eiligstes Recht unangetastet lasse, das Recht der aka- oenlischen Lernfreiheit. Sodann wies Redner hin auf die höchste Aufgabe einer jeden studentischen Korporation, ihre Mitglieder heranzubilden zu tüchtigen Söhnen der Ludo- viciana, und pries das gute Einvernehmen, das seither zwischen Professoren und Studenten bestanden habe. Zum Schlüsse ermahnte der Redner mit packenden Worten die Gießener Studentenschaft zur Eintracht und Einigkeit und endete mit einem Salamander auf das Blühen, Wachsen And Gedeihen der Alma mater Ludoviciana. Hierauf er- ariff Prof. Dr. Netto das Wort, um der Studentenschaft seiner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß die Stu- Lierenden unserer Hochschule hehre und erhabene Ideale -hätten, für die sie fkfy erwärmten, für die sie sich be­geisterten, für die sie kämpften und sttitten. Sein Glas

leerte der Rektor auf die Ideale unserer Studentenschaft. Noch manches schöne Wort wurde geredet, noch manches Glases Inhalt verschwand, ehe man in früher Morgen­stunde den Heimweg antrat, ein jeder mit dem Bewußtsein, das Stiftungsfest der Alma mater als echter Musensohn recht feucht-fröhlich» gefeiert zu haben.

*' Das Regierungsblatt Nr. 48 vom 29. Juni hat zum Inhalt: 1. Bekanntmachung, die Gebühren der GerichtS- diener betreffend. 2. Bekanntmachung, die dienstliche Bezeichnung des Sekretariatsgehilsen bei der Großh. Zentral­stelle für die Gewerbe betreffend. 3. Bekanntmachung, die Ausführung des Gesetzes über den Urkundenstempel vom 12. August 1899, hier den Eingabestempel, betreffend.

Bad-Nauheim, 2. Juli. Donnerstag, 5. Juli, nachm. von 4l/z bis 6y2 und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: Der Büreaukrat. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Freitag, 6. Juli, nachm. von 4i/3 bis 7 und abends von 8 bis 10 Uhr aus der Terrasse Konzert der Kapelle des Badischen Leib-Grenadier-Regiments aus Karlsruhe unter Leitung des Kgl. Musikdirektors Boettge. Bei gutem Wetter spielt die Kurkapelle nachm. von 4 bis 6 Uhr am Teich. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: Gasparone. Operette in 3 Akten von F. Zell und R. Genoe. Musik von Karl Millöcker. Samstag, 7. Juli, nachm. von 4i/3 bis 61/, und abends von 8 bis 10 Uhr Konzert der Kurkapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale italienisches Konzert von Professor Alfredo Cairati und Dr. Arturi Rossi aus Mailand. Vorläufige Anzeige: Sonntag, 8. Juli aus der Terrasse Konzert der Cornet ä Piston-Virtuosin Fräulein Sophie Branden und der Kurkapelle.

(!) Gedern, 1. Juli. Der hiesige Verschönerungs- verein hat größere schöngelegene Plätze mit Fichten be­pflanzt und Wege angelegt. An Ruhebänken fehlt es selbst­verständlich auch nicht. Außerdem wurde eine Allee nach dem großen See begonnen und schon zur Hälfte bepflanzt. Innerhalb unseres Ortes wurde von der Gemeinde ein Holzplatz erworben, der jetzt ein Ziergärtchen und dadurch ein Schmuck unseres Ortes geworden ist.

A Michelnau, 1. Juli. Heute beging der hiesige Kriegerverein seine Fahnenweihe. 14 Vereine waren von nah und fern gekommen, herzlich willkommen geheißen von den Bewohnern, die ihr stilles Dorf in einer Weife ge­schmückt hatten, wie man es kaum erwartete. Das traurige Regenweiter ließ nach, als eben der Festzug mit Ehren­reitern, Ehrenjungsrauen und zahlreichen Teilnehmern sich ausstellte. Auf dem Festplatz angekommen, begrüßte nach Vortrag eines Liedes durch den Gesangverein Michelnau Herr Pipp, Vorsitzender des Kriegervereins, die Gäste; mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog schloß er. Die Festrede hielt Psr. Werner aus Nidda. Nachdem er die Ausgabe der Kriegervereine näher dahin bestimmt hatte, daß sie den abgegangenen Soldaten einen Halt geben und die militärischen Traditionen bewahren helfen und eine Brücke bilden sollten vom Heer zum Volk, bezeichnete er die Fahne als das Heiligtum der Krieger, das sie allezeit hochzuhalten und dem sie treu zu bleiben hätten. Auf die neue Fahne selbst eingehend, wies er aus das Bild der Germania, das sie trage, als eine Mahnung, dem Vaterland und dem Kaiser treu zu sein; ferner aus baä hessische Wappen, das zur Treue gegen den LandeSsürsten mahne; endlich auf den Wahlspruch:Deutschlands Ehre, Ruhm und Thaten haltet fest, ihr Kameraden", als eine Mahnung, den kamerad- chaftlichen Sinn allezeit zu bewahren. Ein Hoch aufs Vaterland schloß die Rede. Hierauf übergab Frl. Alt mit einer poetischen Ansprache die Fahne dem Träger, Hrn. Koch, )er sie allezeit in Ehren zu tragen versprach. Vom schönsten Wetter begünstigt, entwickelte sich dann ein rechtes Volksfest.

Kunst und Wissenschaft.

»Datterich in München . Aus München wird unterm 28. Juni geschrieben: Es war ein guter Gedanke unseres rührigen Aka­demisch-dramatischen Vereins, im Gegensätze zu den neuerdings so er- olgreichen Bearbeitern graziös tändelnder, dem modernen Schablonen­lustspiel gehend verwandter Mantel- und Degenkomödien ein paar Werke auszugraben, die tieferen Neigungen der Gegenwart entsprechen. Wie er vor wenigen Monaten dieMandragola" Macchiavell's brachte, das kecke Bühnenspiel jener Zeit der Gewaltmenschen, die nun einmal im Lieben, Hassen und Handeln das Ideal der jüngsten Generation ge­worden ist, so bot er heute in demDatterich" des Darmstädters Ernst Elias Niebergall (f 1843) ein lustiges Stück aus der Biedermeierzeit, die nach der Meinung neuester Litterarhistoriker Gerhart Hauptmann die Anregung zu seinemCollegen Crampton" gab und in hren Augen den früh an den Folgen der Trunksucht gestorbenen Ver- asser zum genialen Vorläufer des modernen Bühnennaturalismus er­hebt. Das war nun freilich viel zu viel gesagt; irgend eine konsequente

Durchführung der naturalistischen Technik läßt sich dieser sehr lose i" neun Bildern skizzierten Posse, die sich mit den grotesken Schwindeleien eines rotweingierigen Lumpen beschäftigt, keineswegs nachrühmen, dafür spielen Jntriguen von gröbster Unwahrscheinlichkeit und karikierende Uebertreibungen verschiedenster Art eine zu große Nolle darin, auch fehlt jede Entwickelung des Hauptcharaktcrs. Daneben überrascht allerdings in manchen Einzelheiten eine feine Verwertung des hessischen Dialekts für unmittelbare, frischlebendige Wirklichkeitsschilderung, wie sie unsere Naturalisten systematisch betreiben. Die zugunsten der Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller veranstaltete Aufführung war stimmungsvoll inszeniert, und hatte einen guten Erfolg.

Der hundertste Geburtstag Karl Wittes, des wissenschaftlichen Wunderkindes, von dem seinerzeit viel Redens war, weil er in den Jahren, wo andere Kin­der noch mit den vier Spezies und der Rechtschreibung zu kämpfen haben, schon als Student die Universität bezog, war am 1. Juli. Ueber dem Wunderkinde Karl Witte ist oft Karl Witte der Forscher vergessen worden, obgleich! er auf zwei Gebieten, in seiner Fachwissenschaft, der Juris­prudenz und in der von ihm frei gewählten Litteratur- Wissenschaft sich wohl bewährt hat. Wittes Erziehung, man kann wohl auch sagen, seine Züchtung zum frühen Viel­wisser ist das Werk seines Vaters, des Lochauer Pfarrers. Witte, der Vater, ließ schon bei den ersten Sprechversuchen seines Kindes weder Verstöße gegen die Wortbildung, noch solche gegen den Satzbau ungerügt. Beim Umherzieheu in Wald und Feld und beim Schalten im Hause wurde das Kind belehrt, aus jegliches zu achten und seine Wahrneihms- ungen und Beobachtungen in Worte zu kleiden. Mit vier Jahren konnte Witte lesen. Das Schreiben lernte er ohne Unterweisung, indem er d.ie Druckschrift nachahmte. Er erlernte in wenigen Jahren der Reihe nach Französisch, Italienisch, Lateinisch, Englisch Griechisch. Nebenher ging der Unterricht im Rechnen und in der Mathematik, in der Geschichte, der Erdkunde und Naturkunde. Im Herbst 1809 Karl Witte war neun Jahre alt meinte der Vater, sein Sohn habe genug gelernt, um die Univer> sität beziehen zu können. Seine Annahme war- treffend. Auf Grund einer Prüfung Karl Wittes beschei­nigte der Rektor der Thomasschule in Leipzig, daß der Knabe die wissenschaftliche Reife der Universität habe. Im Januar 1810 wurde Karl Witte, neuneinhalb Jahre alt, bei der Universität Leipzig als Student der Philosophie ordnungsmäßig eingeschrieben. Er siedelte aber alsbald nach Göttingen über, weil König Jerome die Gewährung' eines Stipendiums davon abhängig machte, daß das Wun­derkind in Göttingen studierte. Der Vater bezog mit dem Sohne die Georgia Augusta. Karl Witte hörte Vorlesungen' über Geschichte, Philologie, Naturgeschichte, Mathematik und Physik. 1813 veröffentlichte Witte eine Untersuchung zur höheren Mathematik. Im Jahre darauf, in seinem 14. Lebensjahre, verlieh ihm die philosophische Fakultät der Universität Gießen den Ehren- Doktortitel. 1816 erwarb er in Heidelberg ordnungs­mäßig das Diplom eines Doktors der Rechte. Die nächste Absicht Karl Wittes war, sich bei der Berliner Universität als Privatdozent der Rechte niederzulassen. Die Verwirk­lichung dieses Planes scheiterte aber. Man warf dem Vater vor, daß er aus des Sohnes Begabung ohne Rücksicht auf dessen gesundheitsmäßige Entwickelung Kapital schlage, die Studentenschaft störte Wittes öffentliche Disputation. Der Vorgang veranlaßte den König Friedrich Wilhelm III. dazu, Witte ein Stipendium zu einer Reise nach Italien zu ge­währen. Die vierjährige italienische Reise war in zwei­facher Weise für Witte bedeutend. Er reifte in Italien aus. Als er mit 21 Jahren wieder deutschen Boden betrat, hatte er alles, was an das Wunderkind erinnerte, abgc> streift. Er stand jetzt mit seinen Altersgenossen in Reih und Glied. Mit Unterstützung der Regierung habilitierte er sich 1821 in Breslau für römisches Recht, und fortan ging seine Lebensbahn in den gewöhnlichen Wegen. 1823 wurde Witte außerordentlicher und 1826 ordentlicher Pro­fessor. Gewöhnlich war Wittes Weg auch in dem Sinne, daß er als Rechtsforscher wohl Anerkennung fand, daß sein Schaffen über oas Mittelmaß des von juristischen Ge­lehrten Geleisteten nicht hinaus ging. Witte starb am 6. März 1883 zu Halle, wo er seit 1835 als ordentlicher Professor des römischen Rechts gewirkt hatte.

Arbeiterbewegung.

Mainz, 1. Juli. Gestern abend fand eine Sitzung der Bau­kommission, der Gasdeputation und der Hafen- und Lagerhaus.kommis- sion statt, um über die Regulierung der Löhne der städtischen Arbeiter zu beraten. Die Verhandlungen, die von ö Uhr abends bis gegen zehn Uhr bauerten, endeten damit, daß die vereinigten Kommissionen die denselben im Entwurf vorgelegten Arbeitsordnungen und Besoldungs- normen für sämtliche, in den fraglichen Betrieben beschäftigten Arbeiter annahmen. Im Laufe der nächsten Woche finden nun weitere Sitzungen der Reinigungsdeputation, der WafferversorgungSdeputation rc. statt, um auch zur Regulierung der Löhne der in diesen Ressorts beschäftigten Arbeiter zu schreiten, und wird alsdann kommenden Freitag eine Sitzung der Stadtverordneten abgehalten werden, in der im Plenum über die Arbeitsordnung und die Besoldungsnormen der städtischen Arbeiter defi­nitiv Beschluß gefaßt werden soll.