Ernst Ludwig.
Teilnahme.
sind 18 Mitglied der deutschen Turnerschaft.
»♦ Vom Feldberg. Am DienSlag nachmittag um 3 Uhr fand auf dem Feldberg erbteilungshalber die Versteigerung des Anwesens der Johann Georg Ungeheuer'schen Erben (altes FeldberghauS) öffentlich an den Mcistbieten- den statt. Der Zuschlag erfolgte auf ein Angebot von 100 000 Mk. feilens deS Herrn Karl Matthias Bienewald
r Die Offiziere sind durch einen Armeebefehl angewiesen, vom 2. August bis zum 13. September für den .......... . . ° .
Smoa von Sachsen-Koburg und Gotha Trauer anzu- Die 18 Turnkreise sind m 2i8Turngaue emgeteüt. 1899
fanden 16 Gau-Turnwartsversammlungen, 380 Gauturntage, 188 Gauturnfeste, 157 Gauturnfahrten, 864 Gau- Vorturnerstunden, 11 Kreisturntage, 8 Kreisturnfeste und 2 Kreisturnfahrten statt. Fast überall jft eine erhebliche Zunahme des turnerischen Lebens festzustellen gewesen, so stieg z. B. die Gesamt-Mitgliederzahl um 21 757 Mann. Von den im Ausland bestehenden deutschen Turnvereinen
Da aus das Objekt seinerzeit ein Angebot von 260000 Mk. erging, ist anzunehmen, daß genannte Behörde ihre Zu- 1 stimmung zu dem Angebot nicht erteilen wird und es zu einer I nochmaligen Ausschreibung der Liegenschaft kommen wird.
Friedberg, 1. August. Die Psarrstelle zu Södel im Kreise Friedberg wird im letzten Verordnungsblatt für die I Evang. Kirche zur Neubesetzung ausgeschrieben. Meldungen sind zu richten an den Grafen Leiningen-Wester- burg. — Die „Hess. LandeSztg." bemerkt hierzu: Jener „Patron" ist derselbe Standesherr, 'der als seiner Wurde verlustig vom Gericht der Standesherren im vorigen Jahre den bürgerlichen Gerichten (der Gießener Strafkammer) überwiesen, und von diesen wegen Ehebruchs zu einer längeren Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Gegenwärtig | wird er steckbrieflich verfolgt, weil er sich der Vollziehung der Strafe entzogen hat. Dieser Herr hat also einen Geistlichen für eine Pfarrstelle vorzuschlagen. Vielleicht kann der Borgeschlagene dann der Staatsanwaltschaft angeben, wo sein Patron zu sinden ist.
Homburg, 31. Juli. Als Tag der Grundsteinlegung für das Reichs'LimeS-Museum auf der Saalburg ist nunmehr der 11. August bestimmt. Mit Rücksicht auf die ernste Zeitlage verbiete sich eine rauschende Feierlichkeit; es sollen keine Zutrittskarten ausgegeben werden, sondern nur die Nächstbeteiligten eingeladen werden. Dies seien die Behörden, die Vertreter der Wissenschaft, in deren Interesse die Errichtung dieses Museums erfolgt, endlich diejenigen, welche durch Ueberweisung von Fundstücken oder durch Geldbeiträge das Werk gefördert haben. Wenn die Feier in gewisie vom Hergebrachten abweichende Formen gekleidet werde, so geschehe dies, um die besondere Bedeutung des unternommenen wiffenschastlichen Werkes ins Licht zu rücken und der deutschen Wissenschaft eine Huldigung darzubringen. Die archäologische Wissenschaft hat durch jahrelange, vom Deutschen Reiche und seinem Kaiser lebhaft unterstützte Arbeit die römischen Altertümer unseres Vaterlandes und insbesondere die Baureste der Saalburg zu neuem Leben erweckt, sodaß wir jetzt imstande sind, einen Zeitraum von mehr als anderthalb Jahrtausenden zu überspringen und uns von dem wirtschaftlichen Leben unserer Vorfahren und ihrer römischen Lehrmeister eine fast ebenso genaue Vorstellung wie von der Gegenwart zu machen. Diesen Triumph der Wissenschaft soll die Saalburgfeier am 11. August, abends 6 Uhr in ernster und eindringlicher Weise allegorisch zum Ausdruck bringen. Daneben wird der Tag ein Erinnerungstag an Kaiser Friedrich fein, dem zu Ehren die Saalburg bekanntlich rekonstruiert wird (vgl. kaiserliche Kabinettsordre, datiert Wiesbaden, 18. Oktober 1897); und auch des ersten deutschen Kaisers wird man in Dankbarkeit gedenken, der im August 1868 zum erstenmale auf der Saalburg weilte und das große wissenschaftliche Werk in Angriff nahm, dessen Krönung durch den Enkel nunmehr
Besonders glänzend steht m dieser Beziehung der Mittelrheinkreis da mit 196 Plätzen und 105 Turnhallen.
der Genuß verdorbenen Fleisches die Katastrophe herbei- geführt habe, später hat es sich jedoch herausgestellt, daß die Köchin, um einen Pudding zu machen, Arsenik statt Wein genommen hat, indem sie die Flaschen verwechselte.
• Eine Königin als praktischer Arzt. Nach der Mitteilung einer ärztlichen Zeitschrift hat die Königin M aria Amalia von Portugal ihre medizinischen Studien beendet und wird demnächst ihr Diplom als praktischer Arzt erwerben, vorausgesetzt, daß — sie ihr Examen besteht. Außerdem wird die angehende Aerztin während des Besuches des Königs auf der Pariser Weltausstellung im Monat August noch die RegierungSgeschäste ihre« Landes zu besorgen haben.
♦ lieber das Bergungliick auf dem Tschingelgletscher wird Nachstehendes bekannt: Der italienische Student Poca- tera, der in Bern studiert, traf in WildcrSwil bei Interlaken ein und wünschte einige HochgebirgStouren zu unternehmen. Er wollte eine Tour nach der Mutthornhütte (2041 Meter) ausführen; als Führer nahm er den achtzehnjährigen R. Wyß mit, der die Tour schon öfters gemacht. Der Vater von Wyß ist Bergführer; schon mit 14 Jahren hatte der Sohn den Vater als Träger auf die Jungfrau bekleidet. Der Vater nahm den Sohn bei schweren Bergtouren, die er mit Fremden machte, gerne I mit. Der Tschingelgletscher, den der junge Führer und der I Italiener zu überschreiten hatten, gilt im Frühling als un- I gefährlich, da gewaltige Schneebrücken über die Gletscherspalten führen. Der junge Wyß und der italienische Tourist hatten die Mutthornhütte glücklich erreicht. Beim Abstieg verschwand der voranschreitende Wyß var den Augen des I Italieners; die Schneebrücke, die er betreten hatte, war | cingestürzt und Wyß in die Gletscherspalte gefallen. Mau I vermutet, er sei aus dem nicht richtig gebundenen Seil gc- I schlüpft. Er glitt etwa 25 Meter tief in die Spalte I hinunter, lebte noch und konnte sich mit dem Italiener ver- I ständigen. „Ich habe nichts gebrochen, ich bin nur einge- I klemmt", rief er aus der Tiefe. DaS Seil war zu kurz, I um ihn herauszuziehen. Der Italiener eilte ins Thal hinab, I um Hilfe zu holen. Unterwegs stieß er auf eine andere I Partei, die aus zwei Führern und einem Touristen bestand. I Sie traf um 6 Uhr an der UnglückSstelle ein. Einer der I Führer ließ sich an einem Seil hinab und stärkte den noch I lebenden Wyß mit Speise und Kognak. Es wurden vielfache Bemühungen gemacht, den Eingesunkenen zu befreien, I allein die EiSwände faßten ihn wie ein Schraubstock. Ein I kurzstieliges Beil war nicht zur Hand. Während sich die I Retter abmllhten, erfror der junge Mann in der Gletscher- I spalte. Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, die Leiche aus I dem Eisgrabe herauSzuschaffen.
* Lemberg, 31. Juli. In daS Stationsgebäude I in C helwek wurde von unbekannten Personen eine I Dynamitbombe geschleudert. Der Stationsvorsteher I erlitt Verletzungen, das Gebäude ist stark beschädigt.
♦* Dank für die Lie besgaben. Von der Bürgermeisterei wird uns ein an Herrn Oberst v. Dewitz gerichtetes Schreiben mitgeteilt, worin vor dem Scheiden aus Deutschland namens der ehemaligen Angehörigen des Regiments „Kaiser Wilhelm" Sergeant Schmidt der ihnen „so wohlgesinnten Einwohnerschaft Gießens ein herzliches Lebewohl" zuruft und damit den Dank verbindet für die ihnen überwiesenen Geldspenden wie für die C i g a r r e n s e n d u n g des Herrn Klingspor. — Wir erwidern den Gruß von Herzen mit dem erneuten Wunsch „auf glückliches Wiedersehen" !
** Besitzwechsel. Die Hofraite der Güngerich- schen Erben, Franksurterstraße 63, ging für 50000 Mark in den Besitz des Kalkbrenners Haas über.
** Abendzug Wetzlar - Dutenhofen- Gießen. Der schon lange erwünschte Abendzug zwischen Wetzlar-Dutenhofen-Gießen ist nun doch von der Eisenbahnbehörde, allerdings vorerst nur zwei Monate probeweise für die Sonntage eingerichtet. Der Zug verläßt Wetzlar 9 Uhr 17 Min., trifft etwa 8 Minuten später in Dutenhofen ein, wo er hält, um Passagiere aufzunehmen, und ist nach halb 10 Uhr in Gießen. Damit ist zur Rückfahrt von Wetzlar und Dutenhofen aus, wenigstens für den Sonntag, den Ausflüglern zwischen 7 Uhr 21 Min. abends und 12 Uhr nachts eine Gelegenheit gegeben, zu guter Zeit heimzukommen.
** Deutsche Turnerschaft. Die StandeSerhebung der deutschen Turnerschaft vom 1. Januar 1900 ist jetzt abgeschlossen und hat wiederum bemerkenswerte Fortschritte des Turnwesens ergeben. An 5609 Orten Deutschlands und Deutsch Oesterreichs bestehen 6483 Vereine mit 648 269 Mitgliedern, wozu noch in 815 Abteilungen 24115 tur« neude Frauen und Mädchen kommen. 310 374 sind praktische Turner. Die meisten Turner hat Leipzig, nämlich 9299. Zöglinge giebt es 93 890, Vorturner 32 437. 900 Vereine besitzen eigene Turnplätze, 524 auch Turnhalle.
vollzogen wird.
Wiesbaden, 31. Juli. Em bedeutender Diebstahl ist heute vormittag in dem Kurhaus-Restaurant verübt worden. Ein Büffetfräulein hatte die Unvorsichtigkeit begangen, eine Kassette mit der gestrigen Tageseinnahme von angeblich 1500 bis 1800 Mk. unbewacht aus dem Büffet stehen zu lasten. Obwohl sich das Fräulein nur ganz kurze Zeit entfernte, nahm ein Langfinger doch die Gelegenheit wahr, die Kassette zu stehlen. Die letztere wurde später in der Wäschekammer gesunden; sie war erbrochen, und bis auf das Kupfergeld entleert. Der Verdacht, den Diebstahl verübt zu haben, lenkte sich auf einen Hausburschen, der auch vermißt, aber alsbald in der Stadt ermittelt, und festgenommen wurde. Von dem Gelde soll jedoch nichts bei ihm gefunden worden sein; vermutlich hat er es irgendwo versteckt.
Vermischtes.
* Karlsruhe, 1. August. In dem Walde zwischen Krumbach und Engelbrand wurden heute früh zwei kleine Mädchen im Alter von 7 und 9 Jahren erdrosselt aufgefunden. Das eine ist ein Kind des SchremermeisterS Merkle, das andere gehört der Witwe Schnürle aus Krumbach bei Pforzheim. Vermutlich liegt Lustmord vor.
♦ Kopenhagen, 30. Juli. Ein verhängnisvoller Irrtum, der den Tod einer ganzen Familie verursacht hat, wurde dieser Tage bei einem Gutsbesitzer in der Nähe von Aarhus in Jütland begangen. Der Gutsbesitzer hatte feine Freunde zu einem Diner eingeladen. Nach der Mahlzeit erkrankte die ganze aus 15 Personen bestehende Gesellschaft, und die Aerzte konstatierten eine Vergiftung. Trotz der schnellen Hilfe verschlimmerte sich der Zustand der Kranken, und am folgenden Tage starben sieben Personen, darunter der Wirt, seine Frau, Schwester, Tochter und Stiefmutter. Erst meinten die Aerzte, daß
Meratur.
Im Augenblick der Einschiffung des deutsch-chinesischen ErpeditionS- korps in Bremerhaven legt uns der bekannte Kriegskartograph Prof. Paul Langhans eine Spezialkarte zum Verfolg der bevorstehenden Operationen der deutschen Truppen auf chinesischem Boden vor. Während desselben Verfaffers weitverbreitete „Politisch-militärische Karte von Ostasien" ein Bild des gefamten ostasiatischen Kriegs- theaters entwirft, hat die vorliegende neue Karte des Kriegsschauplatzes der deutschen Truppen in China den ausgesprochenen Zweck, den Verfolg des Vorgehens der deutschen Truvpen im Einzelnere zu ermöglichen. Die Karte zeigt das gesamte engere deutsche Interessengebiet Chinas und die gegebenen drei Anmarschlimen der deutsche« Truppen auf Peking (von Schanhaikuan, Taku und Kiautschou aus) m einem so großen Maßftabe wie überhaupt keme andere deutsche Karte. Alle bisher von den Deutschen gelieferten Gefechte sind etngetrag^, den Weg der Borerhorden laffen die geplünderten und ntebergebrannten
Universität und Hochschule.
Die Leipziger Burschenschaften Arminia, DreSdenfia und «ermania sind aufgelöst worden, liebet die Suspendierung, die vielfach Aufsehen erregt, wird folgendes berichtet: Ein langer Aktiver der „Arminia" war in einer der ersten Gastwirtschaften Leipzigs, die besonders lebhaft von Studenten besucht wird, aus irgend einem Anlasse von einer größeren Anzahl von zum größtem Teil m sehr hohen Semestern stehenden, keiner Korporation angehörenden Studenten gemeinschaftlich arg verhauen worden, und einer der Th ä ter, ein cand. med. und besonders altes Semester, hatte geglaubt, sich der Teilnahme an dieser Großthat anderen Leuten gegenüber rühmen zu müssen. Eine ihm von feiten des Mißhandelten zugegangene Säbels forderung lehnte er ab und die Folge mar, daß er vom D. C. in Verruf erklärt wurde. Der cand. med. zeigte dies der Universitätsbehörde an, worauf die Suspension des D. C. verfügt wurde. Wie verlautet, werden sich demnächst andere Burschenschaften mit anderen Namen und Farben aufthun. , r
— Man schreibt aus Freiburg i. B.. Zum Wintersemester 1900/1901 verlassen nachstehende Lehrkräfte unsere Universität: Dr Zehnder geht als Professor der Physik nach München, Dr. Kalbfleisch geht als o. Professor der Philologie nach Rostock und Dr. Schmezer als Direktor der Landwirtschaftlichen Winterschule nach Tauberbischofsheim. Neu treten in den Lehrkörper ein: Dr. Gattermann-Heidelberg als o. Professor der Chemie, Dr. Schlegel vom hiesigen hygienischen Jnftftut als a.-o. Profeffor der Threrhyglene Dr. Königsberger-Heidelberg als Privatdozent der. Physik und Dr. Wahl als Prioatdozent der Geschichte. — Prof. ». Eck an der Technischen Hochschule in Stuttgart wurde in den Ruhestand versetzt. An der Berliner Universität ist der bisherige Pnvatdozent der romanischen Phllologie, Dr. Oskar Schutz-Gora, zum a.-o. Profeffor befördert worden, ferner nach der „Tägl. Rundschau" der Pnvatdorent in der philosophischen Fakultät, Dr. Georg Simmel, zum a.-o. Professor in derselben Fakultät — Auf den neuen Lehrstuhl der Technischen Hochschule in Charlottenburg wurde Regierungsbaumeister Siegmund Müller als o. Professor berufen — Der Privatdozent in der theologischen Fakultät der Universität Leipzig, Dr. Otto Seesemann, hat einen Ruf an die Universität Dorpat erhalten, dem er voraussichtlich Folge leisten wird. — Der Privatdozent Dr. v. Rege lein in Königsberg geht als freiwilliger Krankenpfleger nach China. — Der Prinzregent hat der auf den o. Profeffor Dr. Emanuel Ullmann zum Rektor der Universität München für das Studienjahr 1900/1901 die Allerh. Bestätigung erteilt. Ferner hat der Regent die Wahl der o. Professoren Dr. Andreas Schmid, Dr. August Ritter v. Bechmann, Dr. Georg v. Mayr, Dr. Franz Ritter v. Winckel, Dr. Ernst Kuhn und Dr. Hugo Seeliger als Senatoren für die Jahre 1900/1901 und 1901/1902 genehmigt. Nach Maßgabe des Titels II § 18 der Sers faffungsurkunde wurde der Privatdozent Dr. Kurt Heinke zum o. Professor der Elektrotechnik ernannt.
beftnbWn Arbeit^ ^lnuhme zahl-
reicljcr au^länbifd^rr3Wtlimtetten ^irbnuCft |au« OberWcifcnbcrg, vorbehaltlich der Genehmigung der kn"i»°m stattfinken T« P^apst'hat nact). der ftonfenn» | Obervormundlchast-b-hörd- sür di- mindttjährig-n^Kind-r. mit den Kardinalen beschlossen, die Leichenfeier nach Art derjenigen von König Viktor Emanuel II. abzuhalten Rach ber Thronbesteigung und dem Schwur auf die Verfassung wird der Vatikan den bekannten Protest gegen die Usurpation Roms wiederholen. — Das Parlament wurde für den 6. ds. einberufen, um Mitteilungen und Vorschläge der Regierung sowie der Präsidien der beiden Kammern entgegenzuneymen. — Gestern wurde Her Attentäter B r e s e i in das Mailänder Untersuchungsgefängnis überführt. Er ist in einer unterirdischen Zelle untergebracht. In Jvrea wurde ein Anarchist verhaftet, der sich als ein Komplize Brescis bekannte und die Aussage machte, daß er und Bresci aus- aelost worden seien, entweder die Königin oder den König zu töten. Wäre die Königin, die anfänglich nicht disponiert war, nach dem Feste gekommen, so wäre sie das Opfer gewesen. — Die Verhaftungen von Sozialisten und Anarchisten dauern fort. In Mailand sind über aO Personen verhaftet worden. Die meisten davon sind Anarchisten. In P r a t o wurden ebenfalls zahlreiche Sozialisten
^Brüssel, 1. August. In Antwerpen sind die meisten Diamantschleifer ausständig infolge um bewilligter Lohnerhöhung. — Kaut „Cote Libre vereinbarten neuerdings sämtliche belgische Hüttenwerke ein gemeinsames Verkaufsbüreau für Belgien und 6etI C h^ar^l eroi, 1. August. In 19 im Eharleroi-Becken zerstreuten Fabriken legten die Glas arbeit e rdieAr- beit nieder. 11 Fabriken wurden geschlossen. )täQ)stenv werden voraussichtlich noch mehrere Glashütten geschlossen werden. Die Zahl der Ausständigen besagt ungefähr 10 000. Sie verlangen Entlassung der nicht im Syndikate
verhaftet. t o _
Belgrad, 1. August. Die Trauung dev Königs Alexander erfolgt am nächsten Sonntag vormittags 11 Uhr. , ,,r,
Konstantinopel, 1. August. Das telegraphische Ersuchen des deutsck)en Kaisers wegen der 'baldigen V e r - wirklichung der Bagdad-Bahn beantwortete der Sultan damit, daß es ebenfalls fein dringender Wunsch fei. Es beständen aber noch Differenzen mit der Gesellschaft. Er hoffe jedoch- daß nach der Rückkehr des deutschen Botschafters ein Einvernehmen über die Frage erzielt werden wird.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 2. August 1900.
•* Anläßlich des Ablebens deS Herzogs von Sachs en- KoburgundGothahat Herr Oberbürgermeister G n a u t h an den Großherzog die nachstehende Beileidsdepefche gerichtet:
Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog von Hessen.
Kobnrg.
Der schwere Verlust, welcher Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin und die Ihr Nahestehenden betroffen, hat auch in dem seinem Fürstenhause treu verbundenen Gießen allseitige herzliche Teilnahme erweckt. Namens der Stadt bitte ich Eure Königliche Hoheit, den Ausdruck solcher Gesinnung genehmigen und Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin übermitteln zu wollen.
Gnauth.
Daraus ging folgende Antwort ein: Oberbürgermeister Gnauth.
Im Namen der Großherzogin spreche ich der Stadt Gießen den wärmsten Dank aus für ihre aufrichtige


