die Forstverwaltung stehe durchaus nicht auf dem Standpunkt, daß der Oberförster mitten in den Wald gehöre; er solle nicht vom Verkehr mit Andersdenkenden und Interessenten abgeschlossen sein, er solle nicht zu einseitiger Auffassung seiner Dienstpflichten und Lebensanschauungen kommen. Sein Wunsch sei, Rücksichten den lokalen Interessen entgegenzubringen, und dies erfordere Bewegungsfreiheit des Beamten, Nichtüberlastung und vor altem eine nicht schematische Ablrncklung des Dienstes. Ein allmählicher stoßweiser Aufbau der Organisation sei nicht möglich. Die von Mg. Köhler-Langsdorf gewünschte Revision der Forst- Gesetzgebung werde bei den Gemeindeverwaltungen leicht Opposition erregen. Er müsse sich sein Urteil in dieser Frage Vorbehalten. Durch die Forststatistik sei nachgewiesen, daß mit der Verkleinerung der Lokalforstbezirke überall das gleiche Ergebnis höherer Erträgnisse erzielt worden sei.
Abg. B r u n n e r ist von den Ausführungen im großen Und ganzen befriedigt, glaubt aber, daß man sich erst mit der Bevölkerung ins Benehmen setzen müsse.
Abg. Joutz ist der Ansicht, daß der Bauer von der Waldeskultur mindestens soviel verstehe, wie ein akademisch gebildeter Forstbeamter. Man habe die Gemeindeverwaltungen viel zu wenig bei den Forstverwaltungen mitreden lassen. Er begreife nicht, wie man bedauern könne, daß die Gemeindewälder nicht Staatseigentum seien. Interessant sei es ihm, zu hören, wie sich der Reaierungsvertreter die Pflege des einzelnen Baumes denke; der Ertrag hänge vor allem von der Bodenbeschaffenheit ab. Weiter spricht Redner u. a. über die Begünstigung des Studiums auf der Universität.
Finanzminister K ü ch l e r sieht sich mißverstanden; daß er die Gemeindwaldungen einschränken wolle, davon habe er kein Wort gesagt. Der Ansicht, daß man um Forstverwaltung zu verstehen, eigentlich Forstoerwaltung nicht gelernt haben müsse, stelle er seine Auffassung entgegen, daß die Träger der Ueberzeugung, daß sie alles verstünden,, auf Grund angeborener Gaben, die gefährlichsten Experimenteure seien. Die Auffassung, die Erträgnisse hingen vom Boden ab, sei irrig; die gleiche Fläche vermöge unter gleicher Bedingung bei richtiger Wirtschaftung den dreifachen Ertrag zu liefern. Eine Tendenz der Vorlage, die Regierung wolle Leute anstellen, die studiert und ihr Examen gemacht hätten, liege fern, umsomehr als eine Anstellung aus solchen Gründen die Lust zum Ergreifen, eines derartigen Berufes erwecken müßte.
Abg. Weidner spricht lebhaft für die Vorlage und glaubt, daß 'außer dem Abg. Schröder— und dieser nur bedingungsweise — sachliche Gründe gegen die Vorlage nicht geltend gemacht worden seien. Heute beklage man schon viel, daß man den Wünschen der Regierung in den 40 er Jahren, die Waldeskultur intensiver zu gestalten, Widerspruch entgegen getragen und sich die schönsten Einnahmen entzogen habe.
Mg. Horn will lieber Oberförster als Forstassisten-- ten, kann Aber aus finanziellen Gründen nicht zustimmen.
Abg. Ulrich hat Gründe gegen die Vorlage nicht gehört. Die Schmerzen der Landbevölkerung wolle er beseitigen helfen, aber der Kampf gegen die Oberförster dürfe kein Kampf gegen die Organisation an sich sein. Eine Belastung der Steuerzahler sehe er nicht durch die Annahme, sondern die Ablehnung der Vorlage herbeigeführt. Die notwendigen Ausgaben würden sich reich bezahlt machen.
Abg. Erk kann die Dringlichkeit der Sache nicht anerkennen und wünscht weitere Aeußerungen der Fachleute.
Mg. G u t f l e i s ch stimmt für die Regierungs-Vorlage. i
Abg. Bähr kann ein Bedürfnis für die Stellen-Ver- mehrung nicht anerkennen.
Abg. S ch m e e l: Man könne in Erwägung des pro et contra der Regierung folgen; der Umstand, daß es sich um produktive Ausgaben handle, müsse entscheidend sein.
Abg. Schönberger ist in seiner Ueberzeugung bestärkt worden, daß die Angelegenheit weiterer Klärung bedürfe; ihm gäbe besonders die Arst und Weise, wie die Regierung mit der Vorlage gekommen sei, zu Bedenken- Anlaß. Das Einzelstudium des Baumes könne nicht die erwarteten Erfolge haben.
Abg. Schröder kann nach den ihm gewordenen Aufklärungen e's nicht verantworten, gegen die Vorlage zu stimmen.
Abg. I o u tz verteidigt sich gegen verschiedene Angriffe der Vorredner; er könne den ihm zugemuteten Glauben an die Fachleute nicht haben.
Es ist namentliche Abstimmung beantragt. Die Vorlage der Regierung, 10 neue Oberförstereien zu bewilligen, wird mit 20 gegen 17 Stimmen angenommen. Hierauf werden auch die angeforderten 180187 Mk. (darunter 11200 Mk. für 4 neue Oberförsterstellen) für Lokal- forstverwaltung und Forstschutz genehmigt. — An Verwaltungskosten der direkten Steuern und indirekten Auflagen werden 53 951 Mk. mehr für das kommende Finanzjahr bewilligt. Darunter stecken auch die Mittel zur Einleitung der Neuorganisation des Kassenwesens.
Zu Kap. 115, Kosten des Katasters, bittet Abg. Wolf, die Regierung möchte im Interesse der Erhaltung unserer Kataster und Fortführung der Grundbücher eine Vorlage betr. Anstellung von Bezirksgeometern an das Haus gelangen lassen.
Finanzminister Küchler teilt mit, daß eine solche Vorlage bereits in Bearbeitung sei.
Zu Kap. 125, Vikariats-, Aushilfe- und Reisekosten ic. wird die Ermächtigung erteilt, aus diesem Fonds Kosten, die durch den Besuch der Pariser Weltausstellung von Beamten des Finanzministeriums entstehen, in Höhe von 2500 Mk. zu bestreiten. Auf eine Anfrage des Äbg. Schröder, ob dieser Betrag ausreiche, bejaht dies Ministerialrat von Biegeleben, da für die übrigen Ressorts besondere Forderungen eingestellt seien.
Auch die übrigen Kapitel aus der Rubrik Ministerium der Finanzen, finden ihre Erledigung nach den Anträgen des Ausschusses.
Zur dauernden Erinnerung an die in Mainz im Juni d. I. stattfindende 500 jährige Geburtstagsfeier des Erfinders der Buchdruckerkunst soll dort ein Gutenberg- Museum gegründet werden. Es wird um einen Staatszuschuß von 25 000 Mk. ersucht
Abg. Köhler-Langsdorf bittet die Vorlage ein
stimmig anzunehmen und wünscht, daß sich der Landtag in corpore an der Feier beteilige.
Die Forderung wird einstimmig bewilligt.
Danach wird noch die Regierungsvorlage, die etatsmäßigen Stellen bei der Main-Neckarbahn und der Nebenbahn Weinheim—Fürth nach den Anträgen des Ausschusses genehmigt, und hierauf der Landtag bis wahrscheinlich gegen Ende Mai vertagt.
Lokales and Ursvinsirües.
(«norryme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grnndsätzlich nicht ausgenommen.)
Gießen, 2. April 1900.
* * Kirchliche Dteustnachrichte«. Der Großherzog hat am 24. März den Pfarrverwaltern Adolf Vogel zu Gernsheim, Dekanat Eberftadt, Johann Heinz zu Klein-Umstadt, Dekanat Groß Umstadt, Ludwig Krauß zu Schöllenbach- Bullau, Dekanat Erbach und Friedrich Kunkel zu Fürth, DekanatErbach,dieevangelischenPfarrstellendaselbstübertragen.
* * Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Distrikts- einnehmer der Distriktseinnehmerei Laubach, Rendanten Heinrich Daniel Rausch aus Anlaß seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Pfandmeifter Friedrich Küster in Mainz aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens» Philipps des Großmütigen verliehen.
* • Auszeichnungen. Der Großherzog hat nachbemerkten Pflegerinnen des Alice-Frauenvereins für Krankenpflege das Dienstauszeichnungskreuz für Krankenpflege (in Gold) für eine 20jährige Dienstzeit Allergnädigft verliehen: der Fräulein Emilie Engel zu Offenbach, der Fräulein Emma Fuchs zu Alzey.
* * Stadttheater. „Der Probekandidat", Schauspiel von Max Dreyer. Durch die vielen Aus- führungen, welche Dreyers Probekandidat im Laufe des Winters an den meisten Bühnen erlebt hat, war auch in unsere Stadt soviel Kunde von dem Werk gedrungen, daß man seiner Darstellung an der hiesigen Bühne mit einiger Spannung entgegensah, und da eine zweite Aufführung nock) in dieser Saison, wie jedermann wußte, unmöglich war, so war es kein Wunder, daß man am Freitagabend das Theater in erfreulicher Weise gefüllt sah. Was zunächst das Schauspiel selbst betrifft, so ist man sich von Anfang an darüber klar gewesen, daß es kein dramatisches Kunstwerk ist, bei welchem doch Ursprung und Quelle des Wohlgefallens, das es erregen soll, in ihm selber liegen muß, nicht aber in einer Beziehung, durch welche es auf etwas außerhalb in der wirklichen Welt hindeutet, sei dies nun eine geistige, sittliche oder soziale Bewegung des Zeitalters, in welchem der Künstler lebt. Max Dreyers Probekandidat ist ein Tendenzstück mit allen Mängeln eines solchen, es richtet sich gegen die Knechtung einer wissenschaftlichen Ueberzeugung durch eine beschränkte Orthodoxie und es verherrlicht den Mut des Mannes, welcher von seinem wissenschaftlichen Glauben nicht abläßt, selbst auf die Gefahr materieller Nachteile. Der Held des Stückes ist ein Probekandidat — in Hessen Lehramts-Accessist genannt^, der den naturwissenschaftlichen Unterricht in der Oberprima eines (mecklenburgischen?) Gymnasiums anvertraut erhält und seine Schüler mit der Darwinistischen Lehre bekannt macht. Auf Befehl des Direktors soll er diese Lehre vor versammelter Klasse als Irrlehre bezeichnen, er willigt auch zunächst, durch häusliche Verhältnisse gedrängt, ein, läßt sich aber im Verlaufe der betreffenden Lektion von seiner wissenschaftlichen Ueberzeugung wieder fortreifen. Die Folge ist seine Entlassung von der Schule. Da das Schauspiel im Anfänge der nächsten Saison ohne Zweifel sofort wieder auf dem Spielplane erscheinen wird, so verzichten wir auf eine genauere Angabe des Inhalts, der überhaupt nicht groß und bei dem Ueberwiegen der Tendenz auch nicht spannend ist. In der Titelrolle debütierte Herr Marlitz vom Frankfurter Schauspielhause. Wir hatten es da mit einem jugendlichen Künstler zu thun, der gewiß zu guten Hoffnungen berechtigt, dem aber vorläufig die Bühnengewandtheit noch sehr fehlt. Was wir an diesem Abend an ihm schätzen lernten, das war seine tadellose Aussprache, das erste Erfordernis eines Schauspielers. Die nötige Gewandtheit aus der Bühne läßt sich nur durch Uebung erwerben, und an dieser wird es Herrn Marlitz in diesem Sommer nicht fehlen, da er von der Direktion für ihre Nachsaison sowie für die Sommersaison in Bad Neuenahr engagiert ist. Die Besetzung der übrigen Rollen mag der Direktion bei dem gegen Anfang des Winters stark zusammengeschmolzenen Mitgliederbestand nicht geringes Kopfzerbrechen gemacht haben. Aber trotzdem mancher eine Rolle hatte übernehmen müssen, für die er von Hause aus wenig disponiert schien — der jugendliche Liebhaber, Herr Kirchhoff, spielte z. B. die Rolle des bejahrten Präpositus, und der Komiker, Herr Direktor Helm, die Charakterrolle des Oberlehrer Stürmer —, so waren doch alle Mitwirkenden sehr gut in ihren Rollen zu Hause und leisteten durchweg vortreffliches. Der Beifall am Schluß wäre jedenfalls noch zehnmal lebhafter gewesen, wenn der Hilfslehrer Benefeld seine an den Probekandidaten gerichteten Worte: „Gehe nach Preußen u. s. w." lebhafter mit mehr erhobener Stimme gesprochen, der Probekandidat etwas begeisterter geantwortet hätte und — der Vorhang nicht gar so saumselig gefallen wäre.
* * Zn den April geschickt, wenn auch unberücksichtigt, hat gestern der Detaillistenverein die Ladenbesitzer unserer Stadt, sowie die von auswärts erschienenen Käufer. Gegen das in einem Inserat empfohlene Offenhalten der Läden bis 7 Uhr abends schritt nämlich die Polizei so entschieden ein, daß bereits um y24 Uhr kein Laden mehr offen war. Die Läden dürfen, wie wir hier mitteilen wollen, nur an den zwei Sonntagen vor Pfingsten und an den drei Sonntagen vor Weihnachten bis 7 Uhr abends offen gehalten werden.
* • Gießener Volksbad. Im März wurden insgesamt 6563 Bäder abgegeben gegen 6243 im Februar 1900 und gegen 6414 im März 1899 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 226 Bäder gegen 240 im Februar 1900 und 221 im März 1899. — Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt:
Schwimmbad 3523 Männer, darunter 645 zu 10 Pf.
599 Frauen, „ 215 „ 10
Wannenbäder 1. Klaffe 218 Männer, 46 Frauen, „ 2. „ 609 „ 282 „
Dampf- und Heißluftbäder, sowie Maffage zusammen 154 Männer, 11 Frauen,
Brausebäder zusammen 1131.
Die Personenwage wurde von 160 Personen benützt, das Bad von 19 Personen besichtigt.
• • Polizeibericht. Daß es bei der Tanzmusik auf Bier- kellern nicht immer ganz harmlos abgeht, beweist wieder ein gestriger Fall. Eine Fabrikarbeiterin, die mit einem Tagelöhner tanzte, wurde mit diesem plötzlich uneinig, es gab einen Wortwechsel, und bald sausten Stockhiebe hinüber ujib herüber, so daß die Fabrikarbeiterin zwei blutende Wunden am Kopfe davon trug und Anzeige bei der Polizei erstattete.
* * Eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen
L W. und Frankfurt a. M. Aus Münster wird berichtet, daß der westfälische Provinzial-Landtag in Betreff einer Boll, spurbahn Münster-Frankfurt a. M. den preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten zu bitten beschloffen hat, zwischen dem nördlichen Teile der Provinz Westfalen, begrenzt durch die Interessentenkreise Bochum, Dortmund, Hamm, Münster, und den Häfen des Dortmund-Ems-Kanals einerseits, der Ruhr-Siegbahn und oberen Ruhrthalbahn anderseits durch Einlegung von neuen Vollbahn Verbindungsstrecken in nordsüdlicher Richtung neue Verbindungen für den Güter- und Personenverkehr zu schaffen, sowie auch durch Herstellung einer besseren Vollbahn-Verbindung mit Frankfurt durch die Linien Weidenau-Haiger und Wetzlar-Butzbach einem DerkehrSbedürfnisse entsprechen zu wollen. — Die erste Linie wäre nötig, um die Ecke bei Betzdorf zu vermeiden. Die zweite Linie jedoch erscheint uns über, flüssig. Der kleine Umweg über Gießen wäre so außer ordentlich gering, daß eine direkte Verbindungsstrecke Butz. bach-Wetzlar sich unseres Erachtens erübrigt. Der ganze Verkehr könnte sehr wohl über Gießen geleitet werden. Unsere Handelskammer wird sich hoffentlich dieser Sache in genügender Weise annehmen.
♦’ Landeskirche. Im Jahre 1898 betrug im Groß- Herzogtum Hessen die Zahl der von der evangelischen Landeskirche (formell) Getrennten: Altlutheraner 911 (1891: 986), Darbysten und Baptisten 361 (375), Methodisten 13 (120), andere Sektierer 543 (868), Freiprotestanten 650< (3105), zusammen 5434 (5454). Im selben Jahre sind zur evangelischen Landeskirche übergetreten: von der katholischen Kirche 100, (113), von anderen christlichen Konfessionen 30 (49), Sonstige 8 (24), zusammen 138 (186); aus der evangelischen Landeskirche ausgetreten: zur katholischen Kirche 13 (12), zu anderen christlichen Ronfeffwne* 26 (24), ohne Uebertritt 1 (2), zusammen 40 (35).
Friedberg, 1. April. Seit vergangenem Montag sind die organisierten Weißbinder, Maler und Lackierer in den Streik getreten, da die Meister die geforderte Lohnerhöhung abschlugen. — Herr Faatz feierte heute mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit. — In der letzten Sitzung der Handels-Kammer wurde be schlossen, als Staatszuschuß für 1901/02 statt 2000 Mk., 2600 Mk. zu beanspruchen, ferner in Uebereinstimmung mit der Handelskammer Gießen beim Großh. Ministerium der Justiz zu beantrageu, bei allen Amtsgerichten Kaufleute zur Revision der Handelsregister zu bestellen und die Handelsregister alljährlich einer Revision unterziehen zu lassen. An die Oberpostdirektion soll das Ersuchen gerichtet werden, für den Telephonanschluß mit sämtlichen Postämter» und Agenturen Oberhessens, sowie mit Magdeburg und den bayerischen großen Orten insbesondere Aschaffenburg, sowie für die Errichtung von Fernsprechämtern in Dübel und Großkarben besorgt zu sein. Auf Antrag Engel (Schotten» wegen gleichmäßiger Regelung der Sonntagsruhe in Oder- Hessen soll zunächst die Handelskammer Gießen ersucht werden, gemeinsame Schritte mit der diesseitigen Handelskammer zwecks Erzielung einer strengen, einheitlichen Hanv- habung der Sonntagsruhe zu unternehmens *>tc Verkehrsinspektion Gießen soll ersucht werden, Den Zug 514 abends 9^ ab Nidda nach Gießen mü entsprechendem Gegenzug nicht nur an Sonntagen, Montagen und Donnerstagen, sondern täglich verkehren zu lasten. Die Handelskammer Gießen soll um Unterstützung dies Ersuchens gebeten werden.
§ Friedberg, 1. April. Am kommenden Freitag feiert die hiesige Blindenanstalt ihr 50jähriges Bestehen. Seit dem Eröffnungstag hat das segensreiche Institut gegen 300 Personen für ihren Fähigkeiten entsprechende Berufe vorbereitet und ausgebildet. — Unser landwirtschaftlicher Bezirksverein hat einen erheblichen Geldbetrag für Prämiirung von Rindvieh gelegentlich des Butz" bacher Marktes am 5. d. Mts. ausgesetzt.
A Holzmühl (Kreis Lauterbach, 1. April. Bei der hie» stattgehabten Wahl eines Beigeordneten wurde Hern Johannes Rasch II. gewählt. Noch am Wahltage hatten zwei Herren öffentlich bekannt gegeben, daß sie, im Fal» man sie wählen würde, die Wahl nicht annehmen würden
v Freiensteinau, 1. April. Auch bei uns find Dt Holzpreise gegen früher gestiegen. Die Holzv steigerung im hiesigen Gemeindewald brachte der . einen Erlös von beinahe 15000 Mk.; eine solche Sum wurde noch nie erzielt. , ri .
= Bleichenbach, 1. April. Bekanntlich bestanden v unserer Gemeinde bis zum Jahre 1836 zwei Religion, gemeinschaften. Am nächsten Dienstag werden es - Jahre, daß die lutherische Gemeinde, die nur ai£ 26 Seelen damals bestand, den Grundstem zu einem «rrchiea legte, das später, etwa nach 50 Jahren, wieder abgenst und durch ein geräumiges Gotteshaus ersetzt wurde. XM* graf Philipp Reinhard zu Hanau schenkte den Lutheraner
Aha'
fleu Arbeite
iqqQ 6 atbe* g auf das
laWV,.i, h
1
8* I“*’ Ml S>'
K
Kolonie
' Qm Mat unh zwar auf «9* Q0 31. M
ft M Mü
in dir städtische LrrdachlS btt zchrrrr bti M iß. Ml, W Mitglieder zäU, Leckst von n® Geschäftsbücher d schlagnahmt wvr wetttuS. - Dr fcdUtwM m SMlM burch den Allg gart 4300 3Ji vttfamntlung i suchen, bei bi stchtigung des G «Schädigung vc bei WerSzulag! lassen. - JnW Sprachverein Z Gießen einen s „Deutsche frunih
Du Geschäft Lank für da« Jas deninächß zur 2ui ■ir jede» Ye Pfandbriefe ei selben bnritMgst Verfügung.
Man wolle sich btlr.LmWn letibtn.
Mtlbl
Möir Hui
' rÄv8
■Wä
Der Geschi Bank für dae demnächst zur jedem Besi br|efe ein Exe ratfrilligst eugnng.
Jf« woue ( 1 ,ie betr. BanU; 1 wenden.
Berlin V, i u Pomn


