Ausgabe 
3.4.1900 Erstes Blatt
 
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Mitglieder des Parlaments und andere Würdenträger bei­wohnen. Der Handelsminister nbergiebt dem Präsidenten rnit einer Ansprache die Ausstellung, der Präsident ant­wortet und erklärt die Ausstellung für eröffnet. Nach Besichtigung der Palais fährt der Präsident in einem Dampfer vom Pont d'Jena zum Pont Alexander HL, weiht die Zarenbrücke ein und kehrt dann im Wagen zum Elysee zurück.

- Bei den gestrigen Verhandlungen im Senat er­klärte ein Senator, daß während der letzten Monate 5 00 Soldaten der Garnison Arras wegen der s ch l e ch - len Gesundheitsvorkehrungen erkrankt und 13 gestorben seien. Der Kriegsminister antwortete, eine Untersuchung sei eingeleitet, oie Kost verbessert worden, und weitere Maßregeln würden, wenn notwendig, getroffen werden.

Bern, 30. März. Der Ständerat genehmigte ebenfalls wie der Nationalrat einstimmig die nötigen Kredite für die Beendigung der Studien zur Neubewaffnung der Ar- tUlerie. Im Spätherbst soll der Bundesversammlung eine Vorlage über die Einführung eines Schnellfeuerge­schützes unterbreitet werden, später eine solche über die Ein­führung von Feldhaubitzen.

Rom, 31. März. Deputierten kämmer. Um 10 Uhr vormittags wird die Sitzung eröffnet. Die Tri­bünen und der Saal sind überfüllt. Der Vizepräsident Palberti erklärt, der Präsident habe ihn beauftragt, dem Hause seine Demission mitzuteilen, und bemerkt, auch das ganze Bureau demissioniere. Giolitti erklärt, er halte es als Patriot für seine Pflicht, dringend zur Eintracht auf­zufordern (Lärm rechts, Widerspruch links), damit das Par­lament seine Arbeiten wieder aufnehmen könne. Die letzte traurige Periode zeige, daß es unmöglich sei, das Land zu regieren ohue die Führerschaft des Fortschritts und der Freiheit. (Beifall.) Der erste Schritt zur Versöhnung be­stehe darin, daß man allen Mitgliedern des zurückgetretenen Bureaus ehrerbietigen Gruß entbiete. (Lebhafter Beifall.) Ministerpräsident Pelloux schlägt vor, die Wahl des neuen Büreaus Montag vorzunehmen, womit sich der Radikale Sacchi namens seiner Partei einverstanden erklärt. Sacchi fügt hinzu, die äußerste Linke habe mit ihrer bisherigen Haltung eine schmerzliche Pflicht erfüllt, da sie überzeugt sei, daß die Beruhigung der Gemüter nur möglich sei, wenn die Freiheit aller gesichert sei. (Beifall.) Ter Vorschlag -es Ministerpräsidenten wird angenommen.

Sofia, 1. April. Zu den Gerüchten, die in jüngster Zeit auftauchen, gehört auch das von der Absicht des Fürsten Ferdinand, um die Hand einer russischen Großfürstin sich zu bewerben. Als die Auserkorene gilt die Großfürstin Helena, Tochter des Großfürsten Wladimir, die ehemalige Braut des Prinzen Max von Baden, der sich vor einigen Tagen mit der Prinzessin Marie Luise von Cumberland verlobt hat.

Petersburg, 30. März. Wie verlautet, sollen die hiesigen Putilow'schen Werke sowie die Alexandrowski-Stahl- gießerei von der Regierung den Auftrag zur Anfertigung der neuen, in der russischen Armee einzuführenden Schnell­feuer-Feldgeschütze nach dem Modell Engelhardt erhalten haben. General Engelhardt ist Präses des Artillerie- Komitees. Die Werke von Creuzot hatten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihr Modell zur Annahme zu bringen und sich die Bestellung zu sichern.

Males und ProvinMes.

** Die Enthullungsfeier des Kriegerdenkmals, findet wie bekannt, am 10. Mai, dem Gedenktage des Frankfurter Friedens, statt. Nach dem Programm-Entwurf beginnt die Feier vormittags 8 Uhr mit Choralmusik vom Turm der Stadtkirche. Um 9</2 Uhr vormittags versammeln sich die Teilnehmer an der Enthüllungsfeier auf dem Marktplatz. Die Aufstellung der spalierbildenden Schulen und Vereine erfolgt auf den zu bestimmenden Plätzen und Straßen. Vormittags 965 Uhr wird der Großherzog am Bahnhof empfangen, es folgt eine Wagenfahrt durch die Liebig- und Fraukfurterstraße nach dem Denkmalsplatz; bei Eintreffen Sr. Königlichen Hoheit spielen die Militärmusikkapellen »Heil unserem Fürsten, Heil!-. Vormittags 10y4 Uhr beginnt die Feier mit einem Vortrage der vereinigten Männer­gesangvereine, darauf folgt die Festansprache. Nach der­selben bittet der Vorsitzende Se. Königliche Hoheit um die Genehmigung der Enthüllung des Denkmals. Auf ein gegebenes Zeichen fällt die Hülle des Denkmals unter Leitung des Künstlers Habich. In diesem Augenblick setzen alle Glocken der Stadt mit ihrem Geläute ein, und die befohlenen Truppenteile präsentieren das Gewehr. Der Vorsitzende des Denkmals-Ausschusses übergibt das Denkmal der Stadt Gießen; Oberbürgermeister Gnauth übernimmt es mit einer kurzen Ansprache. Es folgt die Niederlegung der Blumenspenden der Deputationen. Inzwischen haben die an der Enthüllungsfeier teilnehmenden Veteranen-Vereine und Schulen sich gruppiert, und der Vorbeimarsch an der Großherzoglichen Estrade und dem Denkmal beginnt. Der Zug marschiert durch die Wallthorftraße ab und löst sich auf dem Brandplatz auf. Der Großherzog nebst Gefolge hält einen Rundgang um das Denkmal. Die Allerhöchsten Herrschaften besteigen die Wagen zu einer Rundfahrt durch die Stadt. Hiermit endigt die eigentliche Enthüllungsfeier. Nach derselben findet um 12 Uhr mittags eine Parade unter Teilnahme der hier anwesenden Veteranei, auf Oswalds Garten statt. Nachmittags 1 Uhr: Festtafeln. Nach- mitags 3 Uhr: Festbankett in Stein's Saalbau unter Mit­wirkung der Militärkapellen; 3i/2 Uhr Eintreffen des Groß­herzogs; Abfahrt durch die Südanlage nach dem Bahnhof. 6 Uhr: Schluß des Banketts. Bei eintretender Dunkel­heit: Beleuchtung des Denkmals und des Marktplatzes- Militär-Konzert auf dem Marktplatze.

** Ehrenpromotion. Die hiesige medizinische Fakultät hat, wie man uns mitteilt, auf Antrag des Dekans, Ge­heimen Medizinalrats Professor Dr. Loehlein, dem Dr. med. Christoph Temmink, Arzt und Inhaber

einer orthopädischen Heilanstalt zu Münster in Westfalen, das Ehrendoktor-Diplom verliehen. Diese Auszeichnung ist dem Dr. Temmink zu teil geworden, wie es in der Uebersetzung der betreffenden Stelle des Diploms heißt, auf Grund seiner Leistungen auf orthopädischem Gebiete, insbesondere in Würdigung der vielen glücklichen Heil­erfolge, die er bei der Behandlung der mannigfaltigen krüppelhaften Leiden und Gebrechen nach seiner eigenen Methode erzielt hat.

" Das Musterungsgeschaft hat heute begonnen. In aller Frühe rückten die künftigen VaterlaudSverteidiger zu Fuß und auf geschmückten Wagen hier ein.

** Aus dem Gerichtsdieust. Durch Entschließung des Ministeriums der Justiz wurden beauftragt mit Wahr­nehmung der Dienstverrichtungen 1. eines Amtsrichters a) bei dem Amtsgericht Darmstadt I der Gerichtsaffeffor Dr. Güngerich in Büdingen, b) bei dem Amtsgericht Darmstadt II der Gerichtsassessor Dr. Jäger in Groß- Umstadt, c) bei dem Amtsgericht Höchst der Gerichtsassessor Bickelhaupt in Darmstadt, d) bei dem Amtsgericht Rein­heim der Gerichtsaffeffor Maser in Darmstadt, e) bei dem Amtsgericht Butzbach der Gerichtsaffeffor Hamburger in Mainz, t) bei dem Amtsgericht Herbstein der Gerichtsaffeffor Dr. Pusch in Gießen, g) bei dem Amtsgericht Lauterbach der Gerichtsaffeffor Wolz in Lauterbach, h) bei dem Amts­gericht Mainz der Gerichtsaffeffor Hausmann in Mainz; 2. eines Staatsanwalts bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg der Gerichtsaffeffor Dr. Maurer in Darm­stadt; 3. eines Amtsanwalts a) bei dem Amtsgericht Darm­stadt I der Gerichtsassessor Dähn in Darmstadt, b) in Fürth der Gerichtsaffeffor Gros in Mainz, c) in Groß- Umstadt der Gerichtsaffeffor Dr. Hof in Gießen, d) in Büdingen der Gerichtsaffeffor Keil in Fürth.

** Unser Artikel über das neue Element Lirpatimo« hat großes Aufsehen erregt und uns zahlreiche Anfragen nach der Bezugsquelle des wertvollen Pulvers eingetragen. Wie wir hören, hat ein hiesiger Einwohner sogar schon an das Bureau von K. L. Asch & Co. geschrieben, um sich ev. das Privileg des Verkaufs zu sichern. Ferner teilt uns einer unserer Leser mit, daß er ein Telegramm an Professor Dr. Lirpa in Bukarrest sandte, um ihm zu seiner groß­artigen Entdeckung zu beglückwünschen und ihm gleichzeitig zu seinem Geburtstage am 1. April zu gratulieren. Man lese die Namen Lirpa und K. L. Asch und man wird uns glauben, wenn wir unseren Lesern die Versicher­ung geben, daß sie vorläufig gut thun werden, sich noch mit Kohlen und BriquettS zu begnügen.

Friedberg, 30. März. In dem Großh. Schul­lehrerseminar dahier fand heute nachmittag die Entlassung von 28 Abiturienten statt. Schon längst vor der angesetzten Stunde füllte sich die sehr ge­räumige Turnhalle, in der die Entlassung stattfand, bis aus den letzten Platz. Das Publikum rekrutierte sich aus den Angehörigen der zu entlassenden Seminaristen, Lehrern, hauptsächlich aus nächster Nähe Friedbergs, und aus einer größeren Anzahl Damen und Herren aus Friedberg. Herr Seminarmusitlehrer Schmidt erntete für seine trefflichen Leistungen reichen Beifall.

Ossenheim, 1. April. Der im 82. Lebensjahr- stehende Gemeinde rechne r Maul hat die, 30 Jahre von ihm verwalteten Kassen, seines hohen Alters wegen abgegeben. Infolgedessen wurden die seither vereinigten Gemeindekassen von Ossenheim und Bauernheim getrennt, und für jede Gemeinde ein besonderer Rechner bestellt. In einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte aus beiden, eine Pfarrei bildenden Gemeinden, der auch der Kreisrat, Geh. Regierungsrat Dr. Braden und Baurat Scheitzel von Friedberg beiwohnten, wurde beschlossen, ein neues Pfarrhaus zu erbauen, und die alte Pfarr- hosraite zu versteigern. Der Neubau wird etwa 22 000Mk. erfordern.

Von per mittleren Nidda, 1. April. Die Influenza dauert in einzelnen Orten bei uns diesmal viel länger als in früheren Jahren. Die Sterblichkeit ist immer noch groß. In Niederflorstadt starb ein in den fünfziger Jahren stehendes an Influenza erkranktes Ehepaar in voriger Nacht gemeinsam.

Darmstadt, 1. April. Wie ein Privattelegramm der Darmst.-Ztg." aus Kiel meldet, ist der Groß Herzog gestern morgen 11 Uhr dort wohlbehalten eingetroffen und wurde anf dem Bahnhofe von dem Prinzen und der Prin­zess in Heinrich empfangen. Das 50jährige Dienst- Jubiläum eines aktiven Soldaten, des Feldwebels der Garde-Unteroffiziers-Kompagnie Heinrich Kesting ist heute hier gefeiert worden. Einer besonderen Auszeichnung durfte sich K. schon am Mittwoch seitens des Groß- herzogs erfreuen, der vor seiner Abreise nach Kiel dem Feldwebel seiner Garde-UnteroffizierS-Kompagnie einen silbernen Pokal eigenhändig als Geschenk überreichte. K. wurde am 5. Februar 1829 in Eimebrod im früher hessischen Kreis Vöhl geboren und trat durch das Los be­stimmt am 1. April 1850 in das 1. Großh. Hess. Infanterie- Regiment (115) ein. Er hat bei diesem Regiment, bei den 117ern und bei dem früheren 1. Jäger-Bataillon gestanden, den Posten als Feldwebel der Garde-Unteroffiziers-Kompagnie bekleidet er seit dem 1. März 1873. Das Eiserne Kreuz, das hessische Militär-Verdienstkreuz und noch eine Reihe anderer Auszeichnungen, 14 an der Zahl, sind ihm im Laufe der langen Dienstzeit zuteil geworden. Vor der Zivilkammer III des hiesigen Landgerichts fand am Donnerstag in der Klagesache des Großh. Beigeord­neten Wolf von Offenbach gegen den dortigen Verein Großes Kolleg- Schlußverhandlung statt. Der Termin dauerte von nachmittags 3*/4 bis abends 8 Uhr, worauf die Urteilsverkündigung auf den 5. April vertagt wurde. Der Vorsitzende des Gerichtshofes hatte nach der Zeugen­aufnahme vergeblich einen Vergleich angestrebt.

Darmstadt, 2. April. 10 Ühr 05 Minuten. Telephon­meldung. Der Großherzog hat am 30. März den außer­ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät und

Oberarzt der chirurgischen Klinik der Landes-Universa Dr. Peter Poppert zum ordentlichen Professor in medizinischen Fakultät und zum Direktor der chirurmsck', Klinik der Landes-Universität mit Wirkung vom 1 '

1900 ab ernannt.

)( Mainz, 1. April. Zur Gutenbergfeier f welche die Anmeldungen zur Teilnahme fortgesetzt in' u- geahnt zahlreicher Weise einlaufen, hegte man seither h-, noch sehr ernste Bedenken, ob sich der geplante Festzua > der gedachten großartigen Weise ausführen lasse, und zw» waren es Bedenken rein finanzieller Natur, ind^ nach einer bescheidenen Schätzung der Zug in der geplant»-? Weise ohne die Kostüme der einzelnen Mitwirkenden ein«-. Betrag von wenigstens 100 000 Mk. erfordert. Diese finat, zielten Sorgen sind in den letzten zwei Tagen Q^tf/tvunber Ein öffentlicher Ausruf an die Bürgerschaft, wie auch vate Vorstellungen bei der haute finance waren üon ^ön." sten Erfolg, sodaß man schon nach dem ersten Tag in leitenden Kreisen aller finanziellen Sorgen üb erhoben war. Von der hiesigen Eisenbahndirektion sind alle Vorkehr, ungen getroffen, um sofort nach Bewilligung der durch den preußischen Landtag und die hessischen Kammer, hüt den großen Erweiterungsbauten von dem hiesige, Zentalbahnhof nach der Station Bischofsheim beginnt- zu können. Von der Bahnverwaltung wird das größn Gewicht darauf gelegt, zunächst den Main ru über, brücken und eine Anschlußlinie von Biebrich. Curve Kastel nach Bischofsheim zu schassen. Htz zur Vollendung der ganzen Erweiterungsanlagen hoff, man auf diese Art wenigstens für die vom Niederrher nach dem Süden gehenden Güter einen Weg zu schasset ohne den hiesigen Zentralbahnhof passieren zu müsset indem man die auf der linken Seite rheinaufwärts torn wenden Güter in Coblenz auf das rechte Ufer überleitet und sie von hier aus über Rüdesheim-Kastell in die new Teilstrecke Kostheim-Bischossheim einmünden läßt. 7a Teil der Erweiterungsanlagen, deren man zu der eben av. gedeuteten Verkehrserweiterung unbedingt benötigt ist, dir Strecke Kostheim-Bischofsheim, hofft man schon im Herbste kommenden Jahres fertiggestellt zu haben.

** Aus Rheinhessen, 1. April. In dem durch feinen ausgedehnten Gemüsebau bekannten Vororte Finthen bei Mainz streiken seit Freitag der Beigeordnete und sämtliche Gemeinderäte wegen einer unbedeutenden Meinungsverschiedenheit mit demBürgerme ist er. Der jetzige Bürgermeister von Finthen war noch vor zwr Jahren wohlbestalter Ortspolizeidiener.

Vermischtes.

* Köln, 1. April. In her in der Nähe von Rup Pichteroth gelegenen, außer Betrieb gesetzten Pulvermühle Paulinenthal- flog durch noch nicht aufgeklärte Ur fachen das frühere Trockenhaus in die Luft; zwei ii der Nähe weilende Kinder wurden getötet, ein brüte« rötlich verletzt.

* Verwahrung gegen anonyme Insinuationen. Gewisses Aufsehen erregt folgende öffentliche Bekanntmnchur« des Gymnasialdirektors Prof. Dr. Ballin in Dessau hier:Auf die mir ohne Unterschrift zugestellte schwere Anklage gegen einen mir unterstellten Kollegen erwidere ich hiermit ein für alle Mal, daß ich anonyme Zuschriften jeder Art unberücksichtigt lasse, und nur, wenn der be treffende Einsender persönlich für seine Behauptung eintritt, meine Pflicht thun werde."

* Chemnitz, 1. April. Das Schwurgericht verurteilte die hochangesehene Kaufmannsgattin Ruf, eine ehr­malige Solotänzerin vom Münchener Hoftheater, wegen schwerer Kuppelei und gewerbsmäßiger Unzucht, be­gangen an ihrer eigenen Tochter, zu zwei Jahren Zucht Haus und Stellung unter Polizeiaufsicht.

* Wien, 1. April. Infolge der anhaltend heftiger Regengüsse wird aus allen Landesteilen Hochwasser gemeldet. Die Donau und ihre Nebenflüffe find im ro piden Steigen begriffen.

* Graz, 1. April. In einem Stollen der Alpin Montan-Gesellschaft fand eine Dynamit-ExPlosionfiaU wodurch zwei Arbeiter getötet und drei schwer verwunde wurden.

«Cherburg, 1. April. Ein furchtbares Un glück ereignete sich gestern an Bord des Torpedoboote! 228, welches eine Probefahrt unternahm. Ein Dawp! rohr platzte, der Dampf drang in den Heizraum und vw wundete 5 Heizer schwer. Einer derselben stürzte sich i" olge der entsetzlichen Schmerzen ins Meer und ertrank.

Kunst und Missenschast.

In Berlin ist der bekannte Verlagsbuchhändler Dr. Pau Parey gestorben.

In Wien starb «m 31. März der berühmte Ohrenarzt ur Universitäts-Professor Gruber. r_

DeS österreichischen Dichters Franz Keim MM» Die Spinnerin am Kreuz" (Bühnenverlag Arnim Wechsur in Leipzig, Bücherverlag von Karl Graeser in Wien) erzielte r Fürstlichen Theater zu Gera einen vollen, durchschlagenden Erfot und wird nun hoffentlich seinen Weg über die brutschen Bühnt nehmen.

Universität und Hochschule.

Ernanntr Zum Profeffor der Zoologie an der Forstakat^v in Eberswalde als Nachfolger des verstorbenen Geheimrats yvotm vr..Altum der Prof Dr. Eckstein. Der Privatdozent an ber u versität Wien, Dr. Johann v. Boltelini, zum a.-o. profeffor österreichischen Geschichte an der Universität Innsbruck, der wW ' direktor und Privatdozent Dr. M. Mayr in Innsbruck, zum a/0 v_' efsor für neuere Geschichte an der gleichen Universität. <

an der Universität in Freiburg in der Schweiz, Dr. Ignaz » T bahr-Lyskowski, zum a. o. Profeffor des römischen Rechtes

der Universität Lemberg.

Berufen: Auf die a. o. Professur an der Tübinger tvangen V theologischen Fakultät, die seither Prosisfor Dr. H-gler inne^a.. der Titularprofessor Sic. Dr. Karl Holl in Berlin Holl ist 9'^* Tübinger. Der Privatdozent Josef Marguart an der Unwer c» in Tübingen als Direktorialassistent an das Ethnographische Reirt»

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