Ausgabe 
2.12.1900 Viertes Blatt
 
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Dr. Wespe.

Lustspiel von R o d e r i ch Benedtx.

Herr William Büller entfesselte auch an seinem zweiten Gastspielabend jene unvergleichliche behagliche Heiter- « - ble nur die stoische Ruhe, die stets sich geichbleibende Gelassenheit seines nimmermüden Humors hervorzubringen vermag. Des guten alten Benedix nachgerade arg aus­getrockneterDr. Wespe" ging in Szene, und das Publikum wnter^ielt sich sichtlich auf das allerbeste. Der heiteren Kombinationen des Zufalls, der mehr absichrlichen als un­absichtlichen Verwechselungen und Verwickelungen, der Komik D rr $Mfränfifd)en, das nur zu oft ins Ungeschickte und possenhaft Uebertriebene übergeht, ist in diesem Spiele kein Ende. Es steckt viel harmloses Behagen, viel Gutmütigkeit und noch mehr wohlmeinende Beschränktheit darin. Die Unwahrheit der sich daraus ergebenden Situationen und Gestalten wird durch einen Zusatz von hausbackener Nüchtern-

T ""chrer und erfreulicher. Dennoch werden alle mese Mangel von dem theatralischen Geschick des Autors hnfbpJen>xC-r Tabe' l.bicht zu fesseln, gut zu unterhalten, über« «orXc16 bCm flr°&ercn Publikum mehr gilt, als dichterische

Anedix hat sich den deutschen Dichter WeSpe wohl ^ünal nn Mann gedacht. Herr Büller ist kein

Karikl.n? eincn darzustellen, so muß eine

Karikatur ^nd so entsteht eine doppelte

Cf? ft X' nnrf Ct ist es durch und durch.

Wesen LF ?^rlmg, der von jedem weiblichen Wesen, das mit ihm spricht, glaubt, es habe sich in ihn verliebtSie l.ebt mich", jagt er dann jedesmal ttium Phierend, rresig, riesig!" Zuletzt bekommt er einen alten vertrockneten Blaustrumpf Büller erscheint als

^CZpe hCtn)a -tn ber eines Handlungsreisenden unb setzt ihm eine gehörige Portion Beschränktheit auf Dadurch gewinnt die ganze Posse ein Winziges an Wahr- hett. Daß diesem eingebildeten Gecken zuletzt von allen

®r=be"9en, bie -r gemacht zu hab-7glaubt nur d°° lächerliche Theudelinde bleibt, wirkt auf diese Weise viel me^,r la C1 als gerechte Strafe. Büller hat

natürlich auch diese Rolle mit einer Ueberfülle wirkunas- vollster Nüancen ausgestattet, die fortwährendes Gelächter hervorriefen und ihm einen Beifall eintrugen, der wirklich rlesig war, rie-sig, so riesig, daß das Publikum nach

jedem Akte ihm zuzurufen schien:Mach' daß Du raus kommst", aber ,n anderem, angenehmerem Sinne, als wie er diese Worte seinem Factotum Adam gegenüber gebraucht. Und er kam regelmäßig heraus, nämlich vor die Rampe, und mußte sich immer aufs neue für die herzlichen Bei­fallsspenden bedanken."

Als das Faktotum Adam war Herr Kirchner nicht übel. Es gehört immerhin etwas dazu, so dumm aus zusehen, als man zu schönen nölig hat. Und um seiner Mäßigung willen verfehlte er seinen Zweck nicht. Eine niedliche Geschichte von Friedrich Haase sei hier eingeschaltet. Als Haase 1849 zum erstenmale im kgl. Schauspielhause zu Berlin austrat, gab er den Adam. Am Schlüsse des 2. Aktes hat Adam auf einem Stuhle beim Vorlesen ein­zuschlafen. Haase ruckle aber aus Verlegenheit oder Un­kenntnis mit den Größenverhältnissen der Bühne weit von der Vorleserin fort. Endlich schlief er, und dec Vorhang fällt. Haase öffnet die Augen und sieht sich vor dem Vor­hang, im Angesicht des über dieseNüance" höchlichst er­freuten und belustigten Publikums. Schleunigst flüchtete der Künstler, um sofort vom Intendanten v. Küstner, einem Landsmanne des Herrn Liebicher, mit folgenden Worten empfangen zu werden:Hären Se, Herr Hoose, solche Schmierenkniffe muß ich mer auf der keniglichen Biene denn doch scheenstenS verbeeden haben. Solche Kinkerlitzchen kennen Se auf dem Stadttheater zu Nai-Ruppin anfange, nich aber auf dem Hoftheater zu Perlin."

Der Maler Honau und der Kaufmann Wellstein fanden in den Herren di Balthyni und Marlitz geeignete Vertreter. Herr di Balthyni schien freilich seine Aufgabe ernster zu nehmen als sie ist; die Rolle hätte durch kleine Äußerlichkeiten mehr in den Rahmen der Posse gespannt werden können. Aber schließlich kann man auch feiner Auffassung eine gewisse Berechtigung nicht ab­sprechen. Herr Liebscher wußte mit dem unglückseligen Herrn von Zündorf, dem machtlosen Vater verzogener Töchter, nichts Rechtes anzufangen. Don den Damen war Frau Helm als die übermajorenne, Trauerspiele schreibende Theudelinde eine echte Possensigur. Für die für Frauen­emanzipation in unverständigster Weife schwärmende Elisa­beth wußte Frl. Schoelermann nicht die rechten Töne zu finden. Frl. Sch. ist zu ernsthaft, man könnte sagen: zu gut für solchen platten Unsinn. Dazu gehört eine ganz gehörige Portion flacher Launenhaftigkeit, und die muß die Darstellerin wohl selbst haben, um sie von der Bühne aus dem Publikum glaubhaft erscheinen zu lassen. Frl. Wohl-

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brück schien eine ihr durchaus paffende kleine Ausgabe^' gefallen zu sein. P. IF.

Eine Klimax. Der in Frankfurt a. M köenbe Geh. Kommerzienrat Emil Ladenburg, der von in dem R fe eines ebenso kunstsinnigen Menschen wie tüfy tigen Kaufmannes stand, ist ein leidenschaftlicher Verehra der Musik und war als Cellist keiner der gewöhnlichen Dilettanten. Seine Gastfreundschaft ließ er mit Vorliebe den Frankfurt besuchenden Künstlern zuteil werden. So tarn es, daß einst Johannes Brahms als Gast in seinem House wohnte, zugleich mit dem Berliner Fritz Mendelssohn, der mit dem berühmten Verfahren zwar nicht die hohe Gcmaliläi teilt, aber immerhin ein guter Geiger ist. Die Drei säße» bei einem opulenten Mahle, und, damit die angeregte UM- Haltung auch gut im Fluß bliebe, ließ eS der Hausherr, der über einen erlesenen Keller verfügt, an edler FlüsW nicht fehlen.Auf diese Flasche bin ich stolz, Herr Doktor," wandte Ladenburg die Rede an Brahms, indem er beffen füllte,das ist der Brahms unter meinen ®einen" Brahms nippte, setzte das INlas hin und erwiderte: schlechter Tropfen, aber lassen Sie, bitte, jetzt einmal den Beethoven antreten!"

Eia Gedicht des Kaisers Friedrich. DiePos. teilen ein Gedicht mit, das Kaiser Friedrich von lt,nfm Krankenlager aus telegraphisch an seine Gemahlin rWdt' als sie am 9. April 1888 nach Posen eilte, um der über' schwemmten Stadt die Teilnahme des Kaisers zu bekund Das Telegramm lautet wörtlich:

Selbst im Leid des Trosts begehrend, Eilst Du, fremdem Leide wehrend, Treues Vorbild der Ergebung, Bringst Du Trost und Mut, Belebung. Wo Du weilst, ist Hoffnung nah, , L Sei gegrüßt, Viktoria. Friedrich-

* War Goethe kurzsichtig? Den Streit um die M- sichtigkeit Goethe's entscheidet dieJugend" wie folgt-'

Die Weimarer Brillen.

Ob Goethe kurz- oder weitsichtig war, Sucht man mit Elfer zu ergründen. Lest seine Werke, und sie weiden klar Und besser als zwei Brillen künden, Daß Goethe immer wunderbar Weitsichtig bi» zum Ende war.

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