Mo andere bisher wegen Feuersgefahr ausbeschlossen I waren. Das Bogenlicht ermöglicht es, auch die Abend- I oder Nachtstunden zur Arbeit im Freien zu benutzen, und I dies kann in der Landwirtschaft zu einer vorteilhafteren Arbeitsteilung führen. Die Industrie wird I es mit Freuden begrüßen, daß ihre billige elektrisch Kraft I zur Verfügung gestellt wird. Hauptsächlich die Klein-Industrie wird Vorteile daraus ziehen: denn für sie war I es immer schwierig und kostspielig, für ihre Betriebe Kraft- I Maschinen zn beschaffen. Der bequeme Elektro-Motor, der I durch seine Eigenschaften allen anderen Kraftmaschinen | überlegen ist, wird ihr hochwillkommen sein. Wenn man I bedenkt, daß die Industrie nur da blühen kann, wo ihr I der Anschluß an eine billige Kraftquelle, wie es in den I Städten die Elektrizitäts- und Gaswerke sind, geboten ist, I so kann man annehmen, daß durch das neue Elektrizitätswerk in ganz Ober Hessen, auch auf dem Lande, diel Industrie einen neuen Aufschwung erleben wird. I
Für die Landwirtschaft ist es ferner von Be-I deutung, daß das elektrische Pflüaen in großem 1 Maßstabe vorgenommen werden soll. Daß man elek- I irisch nicht nur billiger, sondern auch besser drischt als I bei Benutzung von Lokomobilen, ist bekannt. Der durch I aus gleichmäßige Gang der Elektro-Motoreir erzielt eine größere Druschleistung. Ein weiterer Vorzug des elektri- I scheu Dreschens besteht in der Gefahrlosigkeit und Einfach heit dieses Betriebes, bei dem das Bedienungspersonal I wesentlich reduziert wird. Ferner ist die Möglichkeit bei I dem leichten und bequemen elektrischen Antriebe zu jeder Zeit, ohne weitere Vorbereitungen dreschen zu können, für I den Landwirt von großer Bedeutung. I
Auch eine Anzahl elektrischer Bahnen sind im Anschluß an das Oberhessische Elektrizitätswerk geplant. Es ist für diese wichtig, daß bei einem Betriebe I der Bahnen durch das Oberhessische Elektrizitätswerk, die eigentlichen Kraftstationen in Wegfall kommen. Das I hat zur Folge, daß die Anlagekosten dieser Bahnen wesent- I sich verbilligt werden, wodurch sich die Rentabilität derselben erhöht. Die Vorteile, ivelche den Gemeinden selbst I aus einem Anschlüsse an dieses Werk entstehen, sind I mannigfacher Art. Die Gemeinden erhalten vor allem eine zeitgemäße und elegante Beleuchtung, die billiger ist I als die vorhandene Petroleumbcleuchtung. Sobald sie als I Großabnehmer dem Werk gegenüber anftreten, erhalten I sie ans jede Stromabnahme einen besonderen Rabatt. Es I ist ihnen also ein Nutzen am Koiisuni gewahrt, genau so, I als ob sie ein eigenes Werk besäßen, ohne daß sie das I Risiko und die nicht unbeträchtlichen Anlagekostcn eines I solchen zn tragen haben. Ferner ist ihnen eine Beteiligung am Reingewinn des gesamten Unternehmens gesichert, ine I prozentual nach der Konsumbeteiligung verteilt wird. Ten I Gemeinden ist außerdem von feiten ihrer vorgesetzten Be- I Hörden jede Unterstützung und jeder Rat sicher, sodaß alle I diesbezüglichen Angelegenheiten durch letztere geregelt werden. Die Verträge, die im Ministerium ausgearbeitet I wurden und von diesem empfohlen werden, ermöglichen I unter den kulantesten Bedingungen einen Anschluß an I das Werk. ... ... I
Bei Ausführung des Werkes werden alle Fortschritte I und Neuerungen der Industrie Verwendung finden. Auch I auf die Zukunft ist Bedacht genommen, sodaß die Seg- I innigen späterer Erfindungen so weit als möglich den Ve- I tciligten zukommen werden. „ , ,
Die gegenwärtig stattfindenden Konsnmerheb- I u n g e n haben den Zweck, das Interesse, das die Ortsange^ I hörigen (tuen einzelnen Gemeinden an dem Unternehmen I haben, zahlenmäßig festzustellen. Es gilt ferner die Annahmen, die bei Ausstellung des Projektes gemacht wurden, I zu prüfen. Die verteilten Anmeldeformulare sind unver- I bindlich, es verpflichtet sich also niemand bei Unterzeichn nung derselben. Die endgiltigen Erhebungen und Anmeldungen finden später statt, wobei alsdann die Kosten der Installation nach feststehenden, von den vorgesetzten I Behörden besonders genehmigten Tarifen, von vornherein I angegeben werden. Dadurch daß sämtliche Tarife und I Preise kreisamtlich geprüft und genehmigt werden müssen, ist eine jede Uebertcuerung der Interessenten ausgeschlossen und die Garantie gegeben, daß die jedesmaligen Kosten dem t hat sächlichen Aufwande entsprechen.
Aus dem Vertrag, der mit Einwilligung der Hessischen I I Regierung mit der Hessischen Domanialverwaltung über Errichtung des Oberhessischen Elektrizita Swerkes abgeschlossen und seitens der Regierung den Gemeinden zur
I Annahme empfohlen wurde, heben wir folgendes hervor:
1. Die Domanialverwaltung ist befugt, sich am gesamten Unternehmen bis zu einein Viertel in Aknen zu beteiligen. . . . rr
2. Diese Befugnis geht auf die Provinz Oberhessen, | deren Kreise oder Gemeinden über, soweit die Do- nianialverwaltung keinen Gebrauchs von derselben
3. Der Domanialverwaltung steht das Ankaufsrecht nach Ablauf Von 20 oder 50 Jahren freu
4. Dieses Ankaufsrecht steht auch der Provinz Oberhessen, deren Kreise und Gemeinden zu, sofern die Domanialverwaltung von ihrem Recht keinen Gebrauch, macht. .
5. Nach 70 Jahren geht das Elektrizitatstverk mit allem Zubehör kostenlos an die Hessische Regierung über.
n7Äh«ns dkl Kroßh^udklslimmkr Frieders für die Kreise Friedberg, Büdingen und Schotten,
am Donnerstag dem 26 Juli 1900.
(Auszug aus dem S'.tzuugSprotokoll.) ,
Anwesend: Fertsch, Bindewald, Langsvors
(Friedberg,, Sprengel (Bad Ranheun)i, 3»« P -
Küchel (Butzbach), Martin, (Vilbel),
Schäfer (Büdingen), Engel K r o mm (Sitten .olS I Sekretär: Rechtsanwalt nnd Notar ^.t a hl- •
Metzelt (Nieder-Erlenbach), Hanner (Büdmgen).
1. Das Protokoll der vorigen Sitzung wrrd verlesen I nut) genhmigt und die neuen Einlaufe zur .
Versammlung gebracht. Dar ^rMnde refe^ ftrne über die Arbeiten des Bureaus Fit dir letzten ivitzung
I und über die Sitzung des Bezirkseisenbahnrats in
fiurt a. M. voni 31. Mui I. I. Bei dicher Gelegenheit regt I Joutz (Butzbach) an, energisch vorstellig zu werden, daß | der Zug Nr. 43 wieder in Butzbach anhalt.
2. lieber die Anfrage der Generaldirektion der Sachs. Staatsbahnen wegen Tarifierung von Gruben hä l zern referiert Cloos (Nidda). Die Kammer schließt sich seinen Ausführungen an und beschließt, zu beantrageni: der Position Spezialtarif III unter Holz Nr. 6 folgende Fassung zu geben: , „
Hölzer von der Art, wie sie in Gruben Verwendung finden, folgende: Schwellen, Stangen, Schwartenbretter, Schwartenpfähle, Stamm- und Stempelhölzer bis zu acht Meter Länge, sowie dünne Brettchen bis zu 1.50 Meter Länge.
3 Der Entwurf eines neuen hessischen Han- delskammeraesetzes wird durchberaten. Die Kammer erklärt sich int großen und ganzen mit dem Entwurf einverstanden und beantragt an einzelnen Stellen Aender- ungen. , , . „
4. Zum Antrag Sprengel (Bad-Nauheim) auf C r - Weiterung der Befugnisse des S t e u e r a m t e s Bad- Nauheim beschließt die Kammer, Großh. Ministerium zu ersuchen, das Steueramt Bad-Nauheim zur Erledigung der m!t Begleitschein I eingehenden Güter zu ermächtigen.
5. Bezüglich der Anfrage der Preußischen und Hessischen Eisenbahnoirektion Mainz wegen Frachtermäßigung für frisches Stein - uiid Kernobst spricht sich die Kammer einstimmig im Interesse der einheimi- schen Obstproduzenten und Obstweinproduzenten für eine Verbilligung der Fracht aus.
6. Der Antrag mehrerer Interessenten der Holzbranche auf Ermäßigung der neuerdings erhöhten Mieten fürHolzlagerplätze wird einstimmig angenommen und soll in diesem Sinne an die Königliche Etsenbahn- direktion Frankfurt berichtet werden. .
7. Das Material über gesundheitliche Schadi- guiig in der Hausindustrie der Cigarrenbranche, das durch Umfrage bei den Interessenten des Bezirks gesammelt worden ist, soll Großh. Ministerium übermittelt werden, ohne daß die Kammer zu den Gutachten Stellung nimmt.
8. Der Antrag Metzelt an die Oberpostdirektion aus Erweiterung des Postamtes III Vilbel in ein Postamt 11 wird einstimmig angenommen.
9. Zur Bekämpfung des unlauteren IBcttbe^ werbsim Kleinhandel mit Stearin-, Paraffin- und K o m - Positionskerzen beabsichtigt der Bundesrat eine Verordnung zu erlassen, wonach nur Packungen in bcftimmteu Einzelheiten des Gewichts und mit Angabe der (^ewichts- mengen zulässig sind. Die Kammer spricht sich einstimmig für den vorgelegten Entwurf aus.
10 Küchel (Butzbachs beantragt: Die Handelskammer wolle sich für Einführung eines Zolles aus ge mahlene Erdfarben in Höhe von M. 4. aud- sprechen. Die Kammer beschließt, den Antrag in der nächsten Sitzung zu beraten und bis dahin Materia. bei den Konsumenten der Erdfarben zu sammelw
11. Bezüglich des Antrags Küchel (Butzbach) auf Einreihung der zum Postamt Butzbach gehörigen Pos agentureu in den Nachbarortsverkehr beschließt die Kammer demnächst nach. Erhebungen im Bezirk eine p^u^pielle Em gäbe wegen anderweitiger Regelung an ine Oberpost
^Antrag Kiefer (Großkarben) soll an die König!. Eisenbahndincktion Frankfurt a. das Ersuch" gerichtet werden, für Frankfurt a. M.-Grotzkarbcn Sonn
s°dann neue Anträge ent- gegen. (I o u tz - (Butzbach) auf baldige Inbetriebsetzung der Grube Melbach, - Küchel andere Regelung des Schnellznqsverkehr^) Interessenten bekannt baß
sich die Haniburg - A merika - L i n i c erboten hat für einen regelmäßigen Auskunftsdienst durch Zusendung ihrer Fahrpläne, Fahrpreise usw. an die Kammer besorgt zu sein. Die Drucksachen sind bei der Kammer eingetroffen und können in den Bureaustunden emge.sehen werden.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 1. August 1900.
*• Versovalnachrichten (Ernannt wurde am 25. 3uli der Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Herbstem Wil- htlm Wiegand zumKanzleidiener bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg mit Wirkung v°" Tage Di st. antrittS seines NachsolgerS an, und am 28. Juli der Futz aendarm Konrad S i-ler in Osthosen zum «mtSg-r.chtS- diener "ei dem Amtsgericht Herbstein mit W.rkung vom Tage.seineS Dlenstantr^ttS der Vorarbeiten zu
dem diesiäbriaen Jugendfest versammelten sich auf Einladung de" HauvtleüerS die Zugführer gestern abend noch emmal im Philosophenwald, um die notwendigen Instruktionen eutg-g-nzunehm-n und sich über di- Lage ihrer Sp,-lplätz- au Ort und Stelle zu orientieren. Bon allgemeinem In tercsse dürfte es sein, daß noch einmal daraus hwgewiesen wurde, daß der Zug präzis 2% Uhr an der Bürger- mciftcrci abmarschiert, und daß sich die Schüler der vier untersten Klassen, wenn sie im Walde angelangt sin ,
rt au ihr- Spi-lplätz- r°sp. auf den Br-z-IP'atz fc. geben. Für di- Elt-rn di-s-r Kl-m-n en»si-h» -« sich, stets in der Näh- der Kinder zu bl-Ib-n, damit sich keines derselben in dem Gedränge 6
3.« »«»'"»L'S.» 3 * i der emstündigen Pause etwa drei .
Anspruch nehmen. Nach Beendigung d^ Spiele sinde
sehr Ottern mtt da,llr Sorge nagen
L' L' s-7. 2 -i 7»
Anbruck der Nacht beendet sein. Hoffentlich zeigt der ' 2 «ugust ein freundliches Gesicht uno macht ki "Fr ud d°r Kruder u,ch. ,'u Wasser. - Wi° in früheren ^nh”,n (0 haben -S auch bei dem dieS,ahrigen Jugendf-ste Mitglieder de« hiesigen Kausmännifch-n Vereins in zuvor-
die folgenden Kommandograde bis zum Oberstleutnant I und wurde am 2. November 1890 mit feiner Ernennung I zum Oberst und Kommandeur des 1. Infanterie-Regiments I nach Neapel versetzt. Dort hat er vier Jahre lang seinen I Hof gehalten und seit dem Oktober 1892 als Generalmajor I die Brigade Como befehligt. Neapel verließ er erst 1894 I mit fei neu (Ernennung zum Generalleutnant; als solcher I kommandierte er seit Oktober 1894 die in Florenz liegende I Division.
Seitdem ist der Prinz als Kommandeur des 10. Armee- 1 korps nach Neapel übergesiedelt, von wo er nach Rom I zurückkehrt, um das Erbe seiner Väter anzutreten, das I nach dem berühmten Wort Umbertos: Roma mtangibilc I von Rom als der Hauptstadt Italiens unzertrennlich ist. Leibeserben sind, wie schon erwähnt, dem jungen Paare I das jetzt den Thron besteigt, bisher nicht beschieden worden. Viktor Emanuel I. regierte von 1802—1821, Viktor Emanuel II. als König von Sardinien von 1849—1861 und als I König von Italien von 1861—1878. I
Generalfeldmarschall Graf von Blumenthal beging am 30. Juli den Tag, der ihm die Vollendung I seines 90. Lebensjahres brachte, thalsächlich im allerengsten I Familienkreise und in völliger Abgeschiedenheit. Selbst die Kapellen des Hallenser Füsilier-Regiments Nr. 36 und des Anh. Ins.-Regiments Nr. 93, die dem Jubilar im Auftrag ihrer Regimenter Ständchen bringen sollten, mußten unver- I richteter Dinge wieder in ihre Garnisonen zurückkehren. Der greise Generalfeldmarschall fühlte sich nicht wohl und I wünschte deshalb, daß die Morgenmusiken unterbleiben möchten. Unter den zahlreichen Glückwunschschreiben, die dem Jubilar überreicht wurden, befand sich auch ein I Schreiben des Kaisers, das folgenden Wortlaut hatte:
Mein lieber Generalfeldmarschall! Bewegten Herzens spreche Ich 1 Ihnen zu dem Tage, an dem Sie Gottes Güte ein Maß der Gnade I vollenden läßt, wie es nur wenigen beschieden ist, Meine wärmsten Glück- und Segenswünsche aus. Mit welcher Befriedigung dürfen Sie auf Ihre lange, ruhmvolle Laufbahn zurückblicken! In voller Manneskraft war es Ihnen vergönnt, eine Zeit zu durchleben, in der ihr König mehr denn je der Männer bedurfte, und Ihre reichen Gaben zum Wohl des Vaterlandes einzusetzen. Das Vertrauen Ihres Königs, durch das Sie in drei großen Kriegen an hervorragend-verantwortungsvolle Stelle I berufen wurden, haben Sie glänzend gerechtfertigt, und dann in langer I aufopferungsvoller Friedensarbeit Ihre unschätzbaren Erfahrungen der I Armee nutzbar gemacht. Mit besonderer Freude und Genugthuung erinnere Ich Mich hierbei der ZAt, tn der es Mir vor 17 Jahren ver- I gönnt war, in Ihrem Stab an den lehrreichen Manöver» des 4. Armee- I korps vor Meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater teilzunehmen. I Hohe Anerkennungen sind Ihnen zu teil geworden und legen in beredter Sprache davon Zeugnis ab, was Sie meinen Vorfahren gewesen sind; I Mir aber ist es ein aufrichtig empfundenes Bedürfnis, Sie von neuem I meiner unwandelbaren Dankbarkeit zu versichern. Sie wollen den Tag I in stiller, ländlicher Zurückgezogenheit begehen, und hat es Mich mit herzlicher Freude erfüllt, Ihre Gesundheit so weit gekräftigt zu wissen, daß Sie sich den Anstrengungen einer Reise aussetzen durften. Möchten Sie völlige Erholung finden und der allmächtige Gott Sie Mir und I dem Vaterland noch lange erhalten als leuchtendes Beispiel für das jetzige I Geschlecht. Das ist der aufrichtige Wunsch JhreS stets wohlasfektionierten I König« Wilhelm.
Bremerhaven, an Bord Meiner Yacht „Hohenzollern", den 29. Juli 1900.
Die Kaiserin Friedrich übersandte mit den herzlichsten Glückwünschen ein wertvolles Bronze-Neliefbild weiland Kaiser Friedrichs. Glückwunschschreiben gingen u. a. noch ein von dem Großherzog von Sachsen-Weimar, dem Groß- I Herzog von Hessen und dem Prinzregent Luitpold von Bayern. In Quellendorf hatten sich neben der Familie des GcneralleutnanS z. D. Ritter und Edler v. Oettingen alle übrigen Familienglieder: der Generalleutnant v. Blumenthal mit Gemahlin aus Hannover, Oberstleutnant v. Blumen- thal ans Kassel, Frau v. Möllendors-Krampffa und deren Sohn um den Feldmarschall versammelt, lieber den Familienkreis hinaus aber gedachten wohl ungezählte Kameraden, I Freunde und Verehrer des bewährten Feldherrn und ausgezeichneten Mannes an seinem gesegneten Altersjubiläum. Waren doch am Geburtstag des GeneralseldmarschaNs Grasen von Blumenthal säst auf den Tag genau 73 Jahre verflossen seit seinem Eintritt in das Heer, mit dem er noch heute, insonderheit als Ches des Reitenden Feldjügerkorps, in unmittelbarer Fühlung steht. Im Juli 1877 beging Graf von Blumenthal das 50jährige Dienstjubiläum und empfing dazu aus der Hand Kaiser Wilhelms I. den Schwarzen Adlerorden. Unvergessen bleibt feine militärische Wirksamkeit bei allen, denen er dienstlich nahe stand, und deren viele ihn mit besonderer Dankbarkeit verehren. Seit zehn Jahren betrauert der hochbetagte Generalfeldmarschall den Heimgang feiner Gattin, seitdem um so mehr getragen von der Liebe und Dankbarkeit seiner Kinder, Schwieger- und Enkelkinder.
Da» ßtplnnk WkrMche MktriMIsmrk in Mklimch.
Die Aktiengesellschaft Elektrizitätswerke (vorm. O. L. Kummei u. Ko.) in Dresden beabsichtigt in möglicWer Nähe des BelehnnngSfeldeS der staatlichen Kohlengrube „Ludwigshoffniing" ein Elektrizitätswerk zu errichten, das die Bezeichnung O d e r h e s s ische Ele ktrizi t ät s- werke erhalten und die Aufgabe erfüllen soll, die Provinz Ober^sseu in möglichst weitem Umfange mit elektrischer Energie zu versorgen. Zu diesem Zwecke hat die Hessische Regierung mit dieser Gesellschaft einen Pacht und KohleulieseruugS Vertrag abgeschlossen, in dem der Gesellschaft das Gelände zur Errichtung der Centrale zur Verfügung gestellt wird und worin ferner der Preis für die zu entnehmenden Braunkohlen festgelegt wurde. Die Kohleulieferuug selbst verbleibt in staatlichen Händen.
Das Mert soll einen Aktionsradius von 30 Kilometer besitzen; alle Gemeinden innerhalb dieses Kreises können an das Merk augeschlosscn werden. Als äußere Grenzen wären demnach: Gießen, Grünberg, Sckwtten, Gedern, Büdingen, Vilbel und Usingen anzuseheu. ES werden etwa 200 Gemeinden umfaßt. Die Gesellscl>aft behält sich vor, bei Abnahme von Kraft für landwirtschaft liche Interessenten, besonders güuftige. Anerbieten zu "^Melclw Vorteile der ganzen Provinz aus diesem Werke erwachsen ist nicht schwer zu sagen. Die allgemeinen Kox ^ le des elektrischeu Lichtes sind genügend bekannt. Elek irische Lampen können überall angebracht werden, auch da


