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lag, sich Aufklärung schaffen ließ. Zu diesem Material ge- ! hörten ein auf einem Müllhaufen in dem Hofe Hoffmanns l gefundener Darm, sowie ein angebrannter Strumpf und ' zwei Hemdenknöpfe, die aus dem Besitz Winters stammen j könnten. Ferner hat Oberlehrer PrätoriuS, der einige l Hauser von Hoffmann entfernt wohnt, am Mordtage, wie er glaubt, aus der Gegend des Hoffmann'schen HaufeS Hilferufe gehört. Schließlich ist ein an den früheren Gesellen Hoffmanns, Wöhlke, gerichteter Brief in den Besitz der Behörde gelangt, der Wöhlke veranlaßt hat, schleunigst seine Stellung auswärts aufzugeben und dann von Ort zu Ort zu ziehen. Wöhlke begiebt sich übrigens freiwillig auf Der- anlaffung Hoffmanns von Marienburg hierher. Inzwischen find die Ermittelungen auf allen Feldern der Umgegend erneut und mit größtem Eifer wieder ausgenommen worden. Da während der letzten Nacht in verschiedenen Straßen von Könitz starke antisemitische Ausschreitungen vorgekommen sind, ist eine Kompagnie Infanterie in Könitz eingerückt.
* Chabarowsk, 30. Mai. Ein Militärzug mit der 3. Batterie der 2. Artillerie-Brigade ist infolge mangelhafter Schienenbefestigung entgleist. 8 Artilleristen wurden schwer, mehrere leicht verletzt.
♦ Loudon, 30. Mai. Heute nachmittag brach im Queen Viktoria-Diertel ein heftiges Feuer aus. Zahlreiche große Läden befinden sich in dieser Stadtgegend; es herrscht die Befürchtung, daß das ganze Stadtviertel eingeäschert werden könnte. Mehrere Feuerwehren wurden zur Bekämpfung des Brandes requiriert. Der Schaden beträgt schon jetzt mehrere hunderttausend Pfund Sterling.
* Ein Duell um den Grafen Leo Tolstoi. In Wirtz al len fand zwischen zwei bekannten Persönlichkeiten der Stadt ein Duell mit ziemlich tragischem Ausgange statt. U. hat eine lebensgefährliche Wunde in der Brust davongetragen, während sein Gegner Eh. minder schwer verletzt ist. Beide Duellanten waren eng befreundet und gerieten eines Tages in ihrer Unterhaltung auf Tolstois letzten Roman „Auferstehung" zu sprechen. Während einer der Herren das Werk des genialen Schriftstellers über alles Lob erhaben hinftcllte, übte der andere eine höchst abfällige Kritik, sowohl über den Roman als auch über Leo Tolstoi als Philosoph und Schriftsteller. Trotz aller Versöhnungs- Versuche guter Freunde konnte der Streit nur durch die Waffe ausgetragen werden. Der Zustand des Herrn U. soll hoffnungslos sein.
Markus Bauer
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Vermischte».
♦ Berlin, 30. Mai. Thörichte Gerüchte über einen I angeblichen Attentatsversuch gegen das Kaiser- | paar wurden heute vormittag verbreitet auS Anlaß der I Festnahme eines geistesgestörten jungen Menschen Namens 1 kourbert, der sich bei der Fahrt unseres Kaiserpaares vom I Schloß nach dem Potsdamer Bahnhof durch eine in hohem I Maße unschickliche Geberde gegen den Kaiser bemerkbar gemacht I hatte. Von einem Attentatsversuch kann bei diesem Vor- I gatifl keine Rede sein. Bon Augenzeugen wird der Vor- I gang wie folgt berichtet: Das Kaiserpaar hatte wenige I Minuten vor 10 Uhr vormittags das Schloß in offener | Equipage verlassen, um sich nach Potsdam zu der Feier I des Eintritts des Kronprinzen in das 1. Garde-Regiment z. F zu begeben. Als das kaiserliche Gespann auf der I Südseite der Linden an dem Gebäude des Kultusministeriums vorbeifuhr, sprang plötzlich aus der hier auf dem Bürgersteig harrenden Menschenmenge ein Mann hervor und wandte sich wenige Schritte vom kaiserlichen Wagen entfernt mit einer häßlichen Geberde und Verbeugung gegen den letzteren. Der Mann wurde sofort von einem Polizeibeamten des 3. Polizeireviers festgenommen und nach der Wache gebracht, wo es sich herausstellte, daß man es mit einem Geistesgestörten zu thun hatte, der wirre Redensarten über die Verworfenheit Berlins führte. Bei der Vernehmung ergab sich weiter, daß Courbert gar nicht wußte, daß im gleichen Moment, wo er durch sein Betragen die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich richtete, der Kaiser vorbeigefahren war. Der ganze Vorfall spielte sich rein zufällig zur gleichen Zeit ab. Nach den polizeilicher- seitS vorgenommenen Feststellungen über die Persönlichkeit ßourbertS, ist derselbe 27 Jahre alt und vor einigen | Zähren in Kyritz als Lehrer thätig gewesen. Infolge feine» 1 lSderlichen Lebenswandels verlor C. sein Amt und sank immer tiefer. Dies und die vor Jahren an ihm bemerkte Seistesgestörtheit machte ihn zu jeder anderen regelmäßigen Berufsarbeit unfähig.
* Ein „litterarisches VarietL" in Berlin. Aus Berlin eitl) geschrieben: Der Plan der Gründung eines littera- nschen Tingeltangels — etwa nach Muster des verflossenen pariser „ohat noir“ — hat jetzt Aussicht auf Verwirklichung. Unter dem Namen „Buntes Theater zum rasenden züngling" wird sich mit Beginn der nächsten Saison in len Räumen des „Kaiserkellers" in der Friedrichstraße ein Sariete aufthun, dessen Organisator und geistiger Leiter rmst v. Wolzogen ist. Ihm zur Seite steht als artistischer Beirat der Schriftsteller und Dramaturg Dr. Walter Harlan. Der für die Aufführungen eingerichtete Saal soll außer der Keinen Bühne nicht mehr als 300 Zuschauerplätze enthalten und das Entree kein Platz unter 3 Mk betragen. Der Beginn der Vorstellungen ist auf »/210 Uhr festgesetzt. Im Gegensatz zu der primitiven Einrichtung des chat noir wird die Sitzgelegenheit in bequemen Fauteuils bestehen, von denen einzelne besonders bevorzugte die Namen von modernen Dichtern oder litt'erarischen Persönlichkeiten, die sich um das lene Unternehmen verdient gemacht haben, führen werden, ilaßer dem Vortrage von kleinen Liedern und Couplets Men Dramoletts, Pantomimen, Marionettenspiele rc. zur iillfführung kommen. Die Zote ist prinzipiell ausgeschlossen, nd der litterarische Charakter des Unternehmens wird in »er Zusammenstellung deS Programms und in der Art der Darstellung streng gewahrt bleiben. Die notwendige finanzielle Grundlage für die Realisierung des Wolzogen'schen Projekts ist bereits geschaffen, und so wird Berlin voraussichtlich in der nächsten Saison um eine originelle weltstädtische SehenS- vilrdigkeit reicher fein.
» quw Kouitzer Morde wird gemeldet: Die Verhaftung mb die bald darauf folgende Enthaftung des Schlächtermisters Hoffmann hat zur Beruhigung der erregten Ge- Hüter hier keineswegs beigetragen. Hoffmann ist außerordentlich beliebt, ein strenggläubiger Alt-Lutheraner, der in kittem Hause religiöse Conventikel abhält, und gilt für ab- ohit ehrlich und zuverlässig. Für seine Sistierung und die lerchzeitiae Haussuchung in seiner Wohnung war die Er- lanung bestimmend, daß nur auf diesem Wege hinsichtlich des mannigfach belastenden Materials, das gegen ihn vor
Gingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel I übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
. (Gedanken zur Schulreform.)
Bei Besprechung des Cauerschen Buchs: „Wie dient I das Gymnasium dem Leben?" stellt in einem Referats das ich las, der Recensent den Satz auf, ein rein abstrakter und ideal gerichteter Unterricht, „der den Geist schult, lau-, I tert und erhebt", sei mehr als ein anderer geeignet, Männer zu bilden, die sich in alle Lagen zu schicken und überall die besten Dienste zu leisten vermöchten. Der Reeensent scheint hiernach den Gymnasial-Unterricht geeig- I neter zu halten, tüchtige Männer heranzubilden, als den | Unterricht der Realschulen. Wie hiermit viele Fachleute I schwerlich einverstanden fein werden, zeigt ein Blick in das, Leben der Gegenwart. So haben sich die Marine-Offiziere glänzend bewährt. Unter den übrigen Offizieren beklagen heute viele Abiturienten, daß sie mehrere Jahre ihrer Jugend zwecklos „versessen" haben, wenngleich anerkannt! wird, daß nach den bestehenden Bestimmungen das ab-? gelegte Abiturienten-Examen den etwaigen Uebertritt zu einer anderen Berufsart erleichtert, daher ein Gefühl der Sicherheit giebt. Wenn jetzt die Abiturienten unter dem Offizieren vorpatentiert werden sollen, so ist damit allerdings ein direkter Nachteil für sie beseitigt, keineswegs aber ein Vorteil vor anderen Offizieren gewährt. Nach, wie vor werden zu den besten und interessantesten Kommandos nicht Abiturienten ausgewählt werden, sondern! Offiziere, die gewandt sind in den lebenden Sprachen und in naturwissenschaftlichen Kenntnissen. Es dürfte auch das nicht einmal ohne weiteres zugegeben sein, daß der Gymnasial-Unterricht allerorts idealer gerichtet ist, als der j Realschul-Unterricht gerichtet sein kann. Ich erinnere mich ; lebhaft, wie uns Primaner zwar ein besonders gottbegna- ! deter Lehrer für die Schönheiten des Horaz zu begeistern wußte, ein weniger angenehmer Lehrer aber die Homer- ■ stunden zu Stunden der höchsten Langelveile machte, während gerade an der Jordan'sck)en Uebersetzung mancher von uns noch die richtige Erhebung fand — auch eine Erhebung am klassischen Altertum. „Geisteserhebung" und „Geistesläuterung" dürfte meines Erachtens das Real-Gymnasium ebenso gut geben können wie das humanistische — „Geistesschulung" sogar besser. Allerdings meine ich, daß für den gebildeten Mann soviel Kenntnis lateinischer und griechischer Worte wünschenswert ist, als vorausgesetzt werden muß, um zur Ethyrnologie der irn Leben gebräuchlichsten Begriffe (inkl. philosophischer Begriffe) befähigt zu sein — und das mag nicht zu erreichen sein ohne eine gewisse Kenntnis der Sprachen. Der Unterricht in diesen alten. Sprachen könnte aber vielleicht schon abschließen, wenn das heutige Pensum der Untersekunda erledigt ist. Ob das technisch angängig ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, möchte es! aber unnehmen, da schon heute die Reife für Obersekunda privilegiert ist. In den drei oberen Klassen möchten wohl viele lieber anstatt des Unterrichts in den alten Sprachen solchen in lebenden Sprachen sehen, sowie eine Vertiefung der naturwissenschaftlichen Kenntnisse, denen heute die Gymnasien ganz ungenügend Rechnung | tragen. Ich selbst habe erst vor kurzem zufällig begriffen, wie ein Atmosphärendruck, wie eine Pferdekraft berechnet werden. Auf den Gymnasien lernte man das früher wenigstens nicht, und doch ist es zur Bildung unumgänglich erforderlich zu wissen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Ist man erst über 20 Lebensjahre hinaus und vom Gymnasium fort, finden sich schwer Zeit und Lust, neuere Sprachen und Naturwissenschaften zu I treiben. Ich möchte den idealen Gesichtspunkt mit den
heugraSernte von den städtischen PallaSwiesen bei Darmstadt statt. Für rund 133 Morgen wurden 7456,50 Mk. erlöst, also im Durchschnitt etwa 56 Mk. für den Morgen. — Das vom Wiesbadener und Mainzer Feuerbe- fiattungSverein erlaffene Ausschreiben für Pläne zum Bau eines Krematoriums und eines Kolumbariums auf dem Niinzer Friedhof scheint sehr beachtet zu werden. Deutsche und ausländische Architekten haben bis jetzt schon an dreihundert Programme zum Preisausschreiben verlangt. — Der Schadenersatz aus der staatlichen Brandkaffe beläuft sich für die beiden großen Brände des letzten JahreS in bet Zementfabrik Weisenau und in der Vohsen'schen Oel- fabrif in Mainz auf 172 063 Mk. und 79 769 Mk. — Ein Alldeutscher VerbandStag findet in der ersten Woche des Juni in Mainz statt, zu dem bis jetzt folgende Redner gemeldet find: Professor Dr. Samaffa über „Unser Verhältnis zu Oesterreich und die Lage des Deutschtums in Oesterreich." Otto Ammon-Karlsruhe über: „Die niederdeutsch-südafrikanische Frage." Reichstagsabg. Dr. Lehr hält die Weiherede bei der Huldigung am Niederwalddenk- ma(, außerdem werden noch sprechen: ReichSrat Wolf-Wien, der Dichter Pol de Mont-Antwerpen. Die Versammlung wird geleitet von dem Reichstagsabg. Profeffor Dr. Hasse- Leipzig, als Stellvertreter wird Reichstagsabg. Graf Arnim- MuSkau eintreten. — Die letzte Sitzung der Heilsarmee in Mainz wurde von sieben Schutzleuten und 2 Polizei-Bezirksvorstehern überwacht. Durch dieses starke Polizeiaufgebot wurden zwar Tumulte verhindert, große Heiterkeit herrschte aber trotzdem bei der Salbaderei der Leutnantinnen.
Neueste Meldungen.
Darmstadt, 31. Mai. (Teleph.-Meld. des „Gieß. Anz." I40 mittags). Hessischer Landtag. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer der Stände wurde der Gesetzentwurf, betreffend die Erhöhung der Gehälter der V^olkSschullehrer, nach der Skala Backes, die eine Mehrforderung von 277 000 Mk. über die Regierungsvorlage verlangt und zu der sämtliche Parteiführer befür- wartend gesprochen hatten, einstimmig angenommen. Der Staatsminister und der Finanzminister erklärten, daß sie trotzdem unter keinen Umständen wegen der Finanzlage des Landes über den von der Regierung geforderten Betrag von 700000 Mk. hinausgehen könnten und der Antrag Backes die Genehmigung der Regierung keineswegs finden könnte.
Ferner wurde noch der Gesetzentwurf, betreffend die Witwen- und Waisenkaffe der Volksschullehrer, sowie der Gesetzentwurf, betreffend die Legitimation durch nachfolgende Ehe, durch das Haus einstimmig genehmigt. — Fortsetzung Freitagvormittag 9 Uhr u. a. auch über Entschädigung vom Gericht unschuldig Verurteilter.
XX Berlin, 31. Mai. Wie aus Wien gemeldet wird, wird Kaiser Wilhelm am 18. August auf einen Tag nach Wien kommen, nm dem Kaiser Franz Joseph zu dessen 70jährigem Geburtstage seine persönlichen Glück- wünsche darzubringen. Kaiser Franz Joseph wird für diesen einen Tag seinen Aufenthalt in Ischl unterbrechen und nach Wien kommen.
Berlin, 31. Mai. Auf Befehl des Kaisers sollen, ähnlich wie im Spätherbst des Jahres 1890, in der Woche, nach dem Pfingstfest Sachverständigen-Erörterungen über die Reform des höheren Unterrichtswesensi stattfinden. Der Kaiser dürfte wenigstens an den ent-, scheinenden Tagen die Verhandlungen selbst leiten.
London, 31. Mai. Nach einem Telegramm der Lloyds Marine-Agentur aus New-York ist der Dampfer Austria der Hamburg-Amerika-Linie, von Shanghai kommend, gestrandet. Man erwartet jedoch, daß er wieder flott werden wird.
Paris, 31. Mai. Nach Meldungen aus Tanger hat der Sultan zur Niederwerfung der Revolte und um ein Exempel zu statuieren, 3 2 Häuptlinge, die in der Provinz Loul gemeutert hatten, köpfen lassen. Ihre Köpfe wurden in Marakesch ausgestellt.
Paris, 31. Mai. Wie verlautet, wird der neue Kriegsminister feinen der Offiziere, die den Ge-» n er al st ab Galliffets bildeten, beibehalten.
Paris, 31. Mai. Die neueste Taktik der Nationalisten zum Sturz des Kabinetts Waldeck-Rousseau besteht darin, daß die Affaire Tomps zum vierten Male Gegenstand einer Interpellation zu machen, um aus diese Weise den neuen Kriegsminister General Andre zu veranlassen, sich, über die Treyfus-Angelegen- heit zu äußern. Waldeck-Rousseau soll entschlossen sein, die Beantwortung dieser Interpellation zu verweigern und keine Debatte über die Demission Galliffets zuzulassen.
Peking, 31. Mai. Das deutsche Kanonenboot Iltis hat bereits gestern Tsingtau verlassen, um sich I n ach Taku zu begeben. Da diese Seereise um die Halbinsel Shantungnur etwa 800 Kilometer beträgt, so kann der Iltis seinen Bestimmungsort noch vor dem Ablaufe dieses Monats erreichen. Auch das zweite kleine Kanonenboot der Ostasiatischen Linie, der Jaguar, wird in den nächsten Tagen beordert werden, wenn die Situation es o^h ang^h ai, 31. Mai. Das Bureau „Dalziel" mel-, bet: Die chinesische Regierung erließ em Edikt, worin sie | die Boxer mit der Todesstrafe bedroht.
Forderungen der Gegenwart in Einklang bringen. Die bloße sogen, humanistische Bildung allein genügt keineswegs mehr für die heute Heranwachsende deutsche Generation, von der Verständnis für Lage der Verhältnisse auch außerhalb Deutschlands verlangt werden wird, und die dazu vorbereitet werden muß. T-ie Entwickelung Deutschlands ist es im letzten Grunde, die die Schulreform herbeiführen wird. ________________________________________
Arlreiterdewegunz.
Halle a. e«, 31. Mai. Den Angestellten der Straßenbahn wurde die nachgesuchte Lohnerhöhung von 2,50 auf 3 Mk , ebenso wie die Vergütung von 40 Pfg. für jede Ueberstunde bewilligt. Die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft übernahm die Gründung einer Pensionskaffe für die Straßenbahn-Angestellten.
Budapest, 30. Mit. In der Maschinenfabrik der ungarischen Staatsbahn ist ein Arbeiterstreik infolge von Lohnd!fftrenzen ausgebrochen. Uebrr 2000 Mann sind ausständig.,
Handel und Uerkehr. Uslkswirtschäst.
eUfctu, 81. Mai. Marktbericht. Auf oem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. A 0 90-1.10, Hühnerenr per St. 5-6 H, 2 St. 10-11 Enteneier 2 St. 12—14 4, Gänse» eiet per St. 10-11 Käse 1 St. 5—7 Käsematte 2 St. 5—6 A, Erbsen per Liter 19 Linsen per Liter so Tauben per Paar
A v.83—1.20, Hühner per St. A 1.20-1.80, Hahnen per Stuck A 1 30—1.80, Enten per St. A 2.00—2.50, Gänse per Pfund A o.oo—o.oc, Ochsenffeisch ver Pfd. 68—74 4, Kuh- und Rindsteisk r-er Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 50—70 Schweine»
fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—66 4, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bi« 5.00 A, Weißkraut perSt. 00—00, Zwiebeln per Etr. A 8.00—9 00, Milch per Liter 16 H.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemeffen am 31. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr mittags: Waff:r 14°, Luft 11°.
Rübsamen'sche Badeanstalt


