Ausgabe 
31.12.1899 Viertes Blatt
 
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kleinen Landwirten mit großem Vorteil angewandt, wie derGieß. Anzeiger" wiederholt im vergangenen Sommer aus der Welterau melden konnte.

Damit aber nicht genug! Eine neue Kraft: die Elektrizität, tritt auf den Plan und wird neue Probleme lösen, und damit kommen wir von der Rück» und Umschau zur Vorschau.

Selbst der kleinste Bauer muß zu der Einsicht kommen, daß da- 20. Jahrhundert auch auf dem Gebiete der Landwirtschaft neue Aufgaben stellt. Soviel siebt man schon in den kleinsten Dörfern ein, daß ganz anders gewirtschaftet werden muß, als früher. Der Bauer hat mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen, als die Gene­ration vor ihm; er muß die Kunst lernen, auf derselben Fläche daS Doppelte, ja Dreifache zu erzeugen, was fein Vater und Großvater heroorbrachten.

Die soziale Bewegung greift auch in die ländlichen Verhältnisse ein. DaS Gesinde verlangt mehr, eS muß ihm auch mehr geboten werden, sonst zieht es in die Städte. Infolge der stärkeren Pro­duktion ist ein größeres Betriebskapital erforderlich, das bei den Kreditgenossenschaften erhältlich ist, wenn der Darlehnsnehmer etwas

taugt. Höhere Intelligenz wird unentbehrlich, wir müsien mehr lernen, alS unsere Väter und Großväter gelernt hatten.

Auf der anderen Sette ist gewiß, daß in denjenigen Ländern, wo eine blühende Landwirtschaft herrscht, wohlgeordnete Zustände vorhanden sind und daß daS alte Sprichwort:Hat der Bauer Geld, so hat's die ganze Welt!" noch heute ein Wahrwort ist und bleiben wird für alle Zeiten. Darum werden die Regierungen es auch niemals an Interesse und Fürsorge für die Landwirtschaft fehlen lasten, wie wir in Hessen sehen und dankbar anerkennen müssen. Unseren BerusSgenossen aber wollen wir an der Schwelle des neuen Jahres und des neuen Jahrhunderts Glück, Heil und Segen wünschen.

_____Quod bonum, felix, faustumque eit!

Heer und Marine.

Das Amtsblatt des bayerischen Kriegsministeriums veröffentlicht eine Verordnung, betreffend die Uniformierung -er bayerischen Armee. Darin wird u. a- der hellgraue Mantel für die Offiziere eingeführt. Die bisherigen dunkelgrauen Offiziersmäntel dürfen bis

zum 1. Januar 1905 aufgetragen werden. Ferner wird für die Offiziere, Sanitätsoffiziere rc. ein aus grauem, wasserdichtem Lama-, Loden- oder Paletotstoff zu fertigender Umhang mit Kapuze als Dienfi­bekleidungsstück eingeführt. Ein solcher Umhang tritt ferner zur Be­kleidung der Radfahrer-Mannschaften als außeretatsmäßiges Bekleidungs­stück hinzu.

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Flur 1 Nr. 756 144 qm Hofraite auf der Mäusburg

erbverteilungshalber freiwillig meistbietend versteigert werden.

1 Gießen, 27. Dezember 1899.

Großh. Ortsgericht Gießen.

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Im Monat Dezember l. Js. werden bei der unterzeichneten Kaffe außer an den feststehenden Tagen Mittwochs und Samstags auch «och jeden Dienstag und Donnerstag Geschäftstage abgehalten. Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Bücher die Zinsen in Empfang zu nehmen oder zuschreiben zu lasten. Zinsen, welche bis Ende Dezember nicht in Empfang genommen sind, werden den Einlegern gut geschrieben und vom 1. Januar 1900 an verzinst. Es brauchen hiernach im Monat Dezember alle diejenigen Einleger bei der Kaste nicht zu er. scheinen, welche nur Zinsen beischretben lasten wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen.

Gießen, am 29. November 1899.

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