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Erbauung des Turmes gewesen, manche Schwierigkeit hätte sich dem Bau entgegengestellt, namentlich habe der Transport des Materials viel Mühe und Arbeit verursacht. Es wäre nicht möglich gewesen, den Turm in verhältnißmäßig kurzer Zeit zu vollenden, hätten nicht edle Stifter durch Schenkung von Baumaterial aller Art den Bau gefördert. Er dankte den Meistern und Arbeitern für ihre Mitarbeit, ferner dem Turmbaukomitee, insbesondere den Herren Georgi, Zurbuch und Kühn.
„Rage du stolzer Bau Hoch in des Aethers Blau Winke zur trauten Rast Wandrern nach Müh und Last. Lad' sie zur Umschau ein Weit in das Land hinein, Daß sie in Jubel nur Preisen dich, o Natur!"
Nach diesen Worten übergab Herr Meyer den Bau dem Vorsitzenden des Baukomitees, Herrn Kommerzienrat Georgi mit der Bitte, denselben in seine Fürsorge zu nehmen, als ein Werk der Erholung für Jung und Alt und ein Zeichen des Gemeinsinns für spätere Generationen.
Herr Kommerzienrat Georgi warf hierauf einen kurzen Rückblick auf die Entstehung des Baues. Die im Jahre 1882 gelegentlich eines auf dem Dünsberge abgehaltenen größeren Festes mit Begeisterung aufgenommene Idee, an dieser Stelle ein Aussichtsturm zu errichten, konnte so rasch nicht verwirklicht werden; das Geld sei zwar zu einem ansehnlichen Teil zusammengekommen, doch war die staatliche Genehmigung zur Errichtung des Turmes nicht zu erlangen. Dank der Unterstützung der verschiedenen Touristen-Vereine und der Fürsprache des Herrn Forstmeister Baumann er- folgte endlich die Genehmigung; das Werk konnte mit allen Kräften gefördert werden. Aber die vorhandenen Mittel hätten nicht ausgereicht, hätten nicht die Bewohner der Städte Wetzlar und Gießen, die Vereine u. s. w. größere Gaben beigesteuert, wäre dem Komitee nicht von Gönnern und Freunden der Sache der größte Teil des Baumaterials -ur Verfügung gestellt worden. Ob aus den vorhandenen Mitteln die Baukosten gedeckt werden könnten, sei noch fraglich, er hoffe aber, daß das etwa noch fehlende zusammengebracht werde. Aber mit der Fertigstellung des Vaues sei es allein nicht gethan, derselbe bedürfe auch be8 Schutzes. Er habe Herrn Forstmeister Baumann gebeten, den Turm in seinen Schutz zu nehmen, er übergebe hiermit demselben den Turm, unter Wiederholung dieser Bitte. — Herr Forstmeister Baumann versprach hierauf, den Wunsch des Herrn Georgi zu erfüllen und den Turm in dauernde Obhut der Forstverwaltung zu nehmen. Ausdauer und Bürgersinn, besonders der Stadt Gießen und ihrer Vertretung, verdanke man das Werk. Wir alle seien umschlungen von einem Bande, auf dem geschrieben stehe: Liebe zum Walde, und wir alle hätten darin einen Bundesgenossen in Sr. Majestät dem Kaiser, dem hohen Waldbeschützer. Er bitte die Versammlung mit ihm einzustimmen in den Ruf: Seine Majestät der Kaiser, er lebe hoch! — Der Vorsitzende des Frankfurter Taunusklubs, Herr Kitte l, gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß heute der König unseres heimatlichen Berglandes mit einem Aussichtsturm gekrönt werden konnte, an einem so schönen, den Blick in die Landschaft eröffnenden Tage, der uns fast vergessen lasse, daß wir an der Pforte des Winters stehen. Er freue sich ferner, daß die Stadt Gießen, bekannt als Leuchte der Wissenschaft, eine solch' herrliche Umgebung habe und eine neue Hochwart deutschen Landes errichten half, zu der der Frankfurter Verein sein kleines Scherflein beitragen konnte. Herr Kittelsprach sich ferner lobend über die Thätigkeit des Baukomitos aus, betonte, daß das Wandern in den deutschen Bergen die Liebe zum Vaterland hebe, und brachte mit dem Wunsche, daß der Himmel dem schönen Lande immer Frieden schenken möge, ein Hoch auf das deutsche Vaterland ans. — Der hierauf von Herrn Kommerzienrat Georgi an die Versammlung gerichteten Einladung zur Besichtigung des Turmes wurde allseits Folge geleistet. Die Besucher waren entzückt von dem Bau, der inneren Einrichtung des Turmes und der ihnen von der Zinne desselben gebotenen Aussicht in die herrliche Umgebung. — Dank der Fürsorge des Komitees war auch für leibliche Genüsse hinreichend gesorgt; es gab Speise und Trank in vorzüglicher Beschaffenheit, und wer das Bedürfnis fühlte, seiner geistigen Regung Ausdruck zu verleihen, dem stand Herr Fritz Kühn, der unermüdliche Freund und Förderer des Turmbaus, mit hübschen Postkarten zu Diensten.
Der hessische Provinzialausschutz des deutsche« FlottenvereinS.
Seitens des Provinz-Ausschusses des Deutschen Flotten- Bercins ist uns der nachstehende Vortrag zur Verfügung gestellt worden, den seinerzeit Prof. Busley in München über die dentsche Flotte und deren Entwicklung gehalten hat. Gerade in der Jetztzeit, in der Aller Blicke sich nach Außen richten, dürste dieser Vortrag geeignet erscheinen, das Interesse für unsere Deutsche Kriegsflotte und den Deutschen Flotten-Verein zu wecken und zu heben:
»Offenkundig und klar sind auf den Ehrenblättern der Geschichte die Heldenthaten verzeichnet, die unsere Armee auf den Schlachtfeldern vollbracht hat. Erst seit neuerer Zeit aber, seitdem man versuchte, den Einfluß der Seemacht auf die Geschicke der Staaten zu erforschen und ßefizulegen, hat man auch der Marine die ihr gebührende Aufmerksamkeit zuzuwenden begonnen. Und doch hätten wir früher schon unser Augenmerk auf sie lenken sollen, gemahnt durch die Geschichte aller Ltlker, aus der ich nur drei Beispiele herausgreifen will, an denen ich machweisen werde, wie eng verknüpft die Machtstellung einer Nation mit d»rren Seemacht ist. Beim Ausbruch des ersten punischen Krieges war Karthago die Beherrscherin der Meere. Wäre Hannibal nicht zu seinem Marsche über die Alpen gezwungen gewesen der ihm einen großen Teil seiner besten Truppen kostete, wäre sein Bruder Hasdrubal, der ihm zu Äilfe eilte, nicht von den zu Schiffe ihn überholenden römischen Heer- !«Haren auf seinem weiten Landwege angegriffen worden, die Römer
Hütten nie die stolze Macht der Karthager gebrochen. Im 16. Jahrhundert war Spanien zu Reichtum und Macht gelangt infolge seines großen Kolonialbesitzes. Philipp II. rüstete damals die berühmte Armada aus, eine Flotte von 130 größeren und 30 kleineren Schiffen, gegen die England den Kampf um die Weltherrschaft nicht aufnehmen konnte. Als Spanien durch Stürme und ungeschickte Führung des Admirals Sidonia den größeren Teil der Flotte verloren hatte, war auch seine Macht gebrochen. Spaniens Seemacht hat sich von diesem Schlage seitdem nie mehr erholt, und damit war auch seine Rolle ausg-spielt. Blicken wir auf die allerneueste Zeit, auf den Kampf der konföderierten Staaten Amerikas gegen die nordamerikanische Union, so müssen wir uns gestehen, daß das treffliche Heer der Konföderierten, von der Flotte der Union blockiert und von aller Lebensmittelzufuhr abgeschnitten, lediglich durch Hunger zur Ergebung gezwungen wurde. Die Preise der Lebensmittel stiegen zu einer solch fabelhaften Höhe an, daß die Soldaten gerade noch das Leben fristen, aber keine Strapazen mehr aus- hallen konnten. Nun betrug aber dort die zu blockierende Strecke 4400 Kilometer, eine Strecke, die von Memel die Meeresküste entlang durch den K>nal über Frankreich und Spanien bis nach Sizilien reichen würde. Es würde uns in Deutschland, wenn unsere Küsten blockiert würden, nicht bester gehen. Wie damals in Amerika die Leute auf den Kolo- nieen in Alabama, so würden in nicht gar langer Zeit die Bewohner des bayerischen Gebirges ebenso Hunger leiden, wie die Fabrikarbeiter in den norddeutschen Industriestädten.
Möchten diese meine Ausführungen dazu beige tragen haben, zu beweisen, daß ein an Meeresküsten liegendes starkes Reich der Flotte nicht entbehren kann wenn es nicht auf Sitz und Stimme im Rate der Völker verzichten will. Die Frage, wie diese Flotte beschaffen sein muß, können rotr getrost den Männern überlassen, die die Verantwortung übernommen haben, dem Vaterlande gegenüber, dessen Herrlichkeit und Größe uns Allen am Herzen liegt. Auch die kleineren Staaten, die ost die Zinsen ihrer Schulden nicht bezahlen können, sind bestrebt, auf der See ihre Macht zu vermehren.
In wenig unterrichteten Kreisen weist man auf die hohen Kosten hin, die in den letzten Jahrzehnten unsere Flotte verursacht habe. Aber Denen sei es gesagt, daß bis Anfang der siebziger Jahre auf unseren Werften nur hölzerne Segelschiffe und nur in ganz geringem Maße eiserne Dampfer gebaut wurden. Erst als General v. Stosch den Gedanken ausgesprochen, „deutsche Schiffe müssen auf deutschen Werften, von deutschen Ingenieuren mit deutschem Material erbaut werden", erst bann ist es mit unserem Schiffbau besser geworden. Unsere älteren Fachleute waren alle vorher in England und haben dort gelernt; unser Nachwuchs hat dies nicht mehr nötig; wir sind jetzt unseren Lehrmeistern ebenbürtig geworden. Und das danken wir unserer Marine. Dem Umstand, daß immer weitergebaut wurde, haben wir die schönen Erfolge zu verdanken, daß wir jetzt in Deutschland selbsterbaute Schiffe haben, d>e die schnellsten der Welt sind, und daß die Welt mit Staunen und mit Neid auf unsere Schiffe schaut, ja daß unsere Werften viel für das Ausland arbeiten. Für die Millionen, die wir auf unsere Marine verwendet haben, bekommen wir eine große Anzahl von anderen Millionen durch den Schiffbau wieder herein. Unsere Industrie hat durch den Schiffbau einen mächtigen Aufschwung genommen. Die Erzeugnisse unserer Hüttenwerke werden zum weitaus größten Teile für den Bau der Schiffe im Lande selbst verwendet, und so werden die für die Schiffe gewährten Summen dem Lande selbst wieder zugesührt. Auch veredelt werden die Erzeugnisse unserer Hüttenwerke zur Herstellung der Panzerplatten und Hartgüsse u. a. m., und auch diesen Erfolg haben wir der Marine zu verdanken. Mit dem Schiffbau ist heute der Dampfmaschinenbau eng verbunden, und die Marine hat die deutschen Dampfmaschinenbauer zuerst förmlich gezwungen, vieltausenpferdekräftige Schiffsmaschinen in Bau zu nehmen, so daß wir heute die allergrößten Schiffsmaschinen, die überhaupt auf allen Meeren in Betrieb sind, in Deutschland konstruiert und erbaut haben. Alle Welt erkennt heute die Vortrefflichkeit der deutschen Dampfmaschinen an. Ferner ist für die Elektrotechnik der Bau unserer Kriegsschiffe von Bedeutung gewesen. Die Schuckertschen Scheinwerfer und die Beleuchtung der Schiffe, die elektromotorischen Hilfsmaschinen, die mit Rücksicht auf die Gesundheit der Mannschaft zur Vermeidung der mit Dampfmaschinen verbundenen hohen Temperaturen der Schiffsräume immer mehr in Verwendung kommen, da sie im Kriegsfälle nicht das Leben der Mannschaften gefährden, wie zerschossene Dampfrohre, also die Schiffe sicherer, reiner und gesünder machen, alle diese Einrichtungen förderten mächtig die Forschungen und Errungenschaften auf dem elektrotechnischen Gebiete. Wenn ein Ingenieur heute einen großen Dampfer besichtigt, so werden ihm außer den maschinellen Anlagen wohl auch noch in die Augen fallen: die Wasch- und Badeeinrichtungen, die Heizungs- und Lüftungsanlagen, sowie die berühmten Lindeschen Eismaschinen und Kaltluftanlagen. Damit haben wir aber noch immer nicht die unendliche Reihe der Gewerbe erschöpft, die zusammenwirken, um den engen Raum der Schiffe wohnlich zu machen; ich spreche hier nicht von den Feenpalästen der Pastagierdampfer, sondern von den bescheidenen Kammern der Kriegsschiffe, die aber doch den Scharfsinn in Anspruch nehmen, um die praktischste Art zu finden, den engen Raum auszunützen. Alle hierzu mithelfenden Jndustrieen werden in hohem Maße gefördert durch den Ausbau unserer Marine. Kann man doch von jedem großen stolzen Dampfer getrost behaupten, er sei im wahren Sinne des Wortes eine Industrieausstellung seines Herkunftslandes. Um gleich hier dem Vorwurfe zu begegnen, als ob wir hier im Süden Deutschlands feinen Vorteil aus dem Bau der Schiffe hätten, so kann ich auf Gründ einer nur flüchtigen Durchsicht der Lieferantenlisten konstatieren, daß nicht weniger als 94 Firmen in 48 Städten speziell Süddeutschlands beschäftigt werden. So viel ist nachgewiesen, Tausende von Familien über ganz Deutschland zerstreut verdienen alles zum Unterhalte nötige Geld durch den Bau der Kriegsschiffe; gut geleitete Marinebauten bringen dem gangen Heimatlande Nutzen.
(Schluß folgt)
Gingesandt.
' Gießen, 30. Oktober 1899.
Auf die vor einigen Tagen in einem Eingesandt im „Gießener Anzeiger" vorgeschlagene Vereinigung der Gießener vaterländischen Vereine zur Ermöglichung des Erscheinens des Ocfterreichtschen Reichsratsabgeordneten K. H. Wolf, erlaube ich mir die Mitteilung, daß in absehbarer Zeit nicht daran zu denken ist, daß Wolf hier erscheint Wolf hat auf meine in diesem Sinne gestern in Mainz an ihn gerichtete Anfrage dahin sich geäußert, daß sein Erscheinen vollkommen ausgeschlossen sei, und mich gebeten, gleichzeitig zu erklären, die politische Konstellation erzwinge seine Anwesenheit in Wien und er sei so überlastet mit Arbeit und unabkömmlich, daß an ein Erscheinen nicht zu denken sei. Nur mit den größten Schwierigkeiten habe er in Mainz erscheinen können. — Ich bemerke dazu, daß Wolf am Samstag noch der Reichsratssitzung in Wien beiwohnte, bann in der Nacht nach Mainz fuhr, wo er gestern Sonntag nachmittag um 1 Uhr erst ankam; und heute Montag ist wieder Reichsratssitzung. E. Pr.
Neueste Weisungen.
Depeschen deö Bureau „Herold*.
Berlin, 30. Oktober. Gestern morgen nahm das Kaiserpaar an dem Gottesdienst in den Communs teil. Nachmittags um 5 Uhr begab sich der Kaiser nach Liebenberg zur Jagd.
Berlin, 30. Oktober. Prinz Friedrich August von Sachsen ist am Samstag aus einer Schnitzeljagd )ei Großenhain schwer gestürzt. Der Prinz zog sich )ei dem Sturze eine Gehirnerschütterung und einen leichten Schüdelbruch zu. Sein Befinden war gestern befriedigend. Von heute ab werden Bulletins ausgegeben.
München, 30. Oktober. Wie wir vernehmen, steht 9iet em großer Skandalprozeß wegen Verbrechen $ timende Leben bevor, welcher bis in Die höheren Kreise hinaufreicht. In der Angelegenheit wurde dieser Tage bereits ein Kommerzienrat unb ein Buchdruckereibesitzer verhaftet.
‘Rom, 30. Oktober. Die „Italic hält allen Demissionen gegenüber ihre Mitteilung über die Unterschlagung von Dokumenten aus dem Archiv des Generalstabes aufrecht. Die Dokumente hätten sich auf die östliche Alpengrenze bezogen.
Paris, 30.Oktober. Die „Agence Havas" dementiert die englische Meldung, nach welcher die Bank von Frankreich England einen bedeutenden Vorschuß ae = währt hat.
Creuzot, 30. Oktober. Der Kabinettschef Waldeck- Rousseau weigerte sich, in dem neuerlichen Konflikt des Arbeiter-Syndikats und der Hütten-Verwaltung ein- zuschreiten wegen der Ursache des Zerwürfnisses bei der Wiederaufnahme der Arbeit.
Kiew, 30. Oktober. In Nikolska bei Kiew wurde eine Falschmünze rbande von der Polizei auf gehoben, welche Rubelscheine fabrizierte. Eine große Anzahl Falsifikate wurde beschlagnahmt.
Vom Kriegsschauplatz.
London, 30. Oktober. Nach einer hier eingelaufenen amtlichen Meldung sollen die Buren bei Glencoe 500 To dte und Verwundete gehabt haben.
London, 30. Oktober. Wie gerüchtweise verlautet, hat General White fein Lager bei Ladysmith abgebrochen und ist auf dem Wege nach Modder Sprint, während die Buren auf allen Seiten sich ihm in Uebermacht gegenüberstellen. Im Kriegsamt wird der Rückzug des Generals White nach der Küste vollständig gebilligt, da es das einzige Mittel ist, um einer schweren, unvermeidlichen Niederlage zu entgehen.
London, 30. Oktober. Nach einem gestern aus Durban eingelaufenen Telegramm sind die Suren näher an Ladysmith herangerückt und haben auf einem Hügel, ber von Labysmith 2y2 englische Meilen in der Richtung uach Elandslaagte zu entfernt ist, Aufstellung genommen unb zwei schwere Geschütze dort aufgefahren. Ein Angriff wird stündlich erwartet. Die Einwohnerschaft ist ruhig.
Loudon, 30. Oktober. Ein Telegramm aus Maseking vom 24. ds. besagt, daß die Buren sich der Wasserwerke bemächtigt und die Wasserzufuhr abgeschnitten haben, doch sind die Wasserbehälter gefüllt. Die Stadt sieht in Flammen. Das Anerbieten des deutschen Vereins vom Roten Kreuz, eine Sanitäts- Abteilung zu entsenden, ist von Transvaal angenommen worden. Die Verluste der Buren bei Elands- laagte betrugen 36 Tote und 64 Verwundete und bei Rietsontein 80 Tote und 150 Verwundete. Eine große englische Streitmacht rückte am Samstag auf Lady- swith ab, um die Buren, welche eine starke Stellung bei Dewaals Farrn inne haben, daraus zu verdrängen, doch mißlang ber Angriff sowohl am Vormittag als aud) am Nachmittag unb bie Truppen bezogen ein Biwack. Bei Tagesanbruch zogen sich bie Suren auf Riet- fontein zurück.
London, 30. Oktober. Die letzten Meldungen aus Ladysmith berichten, daß die Stadt von den Suren vollständig umzingelt ist. Dieselben haben Geschütze aufgefahren und große Erdwälle aufgeworfen. General French verhinderte die Suren, die Eisenbahnstation Pieter zu besetzen. Die Stärke der Suren im Verein mit den Oranjetruppen wird auf 18000 Mann geschätzt. Die Lage der Stadt giebt jedoch keinen Anlaß zu Beunruhigung.
London, 30.Oktober. Aus de Aar wird der „Times" gemeldet: Es sind Lebensrnittel für 9 Monate vorhanden. Son den Buren wurde ein Kanonenschuß auf die Stadt abgegeben, wobei eine Granate auf das Dach des Hospitals fiel. Es wurde jedoch niemand verwundet. Das Feuer der Suren dauert fort. Die Lage der Stadt ist nicht besorgniserregend, bie Verluste unbebeutenb. Dies wird wahrscheinlich das letzte Telegramm sein, welches abgehen konnte.
Darmstadt, 30. Oktober, ll30 Vorm. (Tel.) Der Zentrumsabgeordnete und Schriftführer der Zweiten Stände- Kammer, Freiherr von Köht-Wanscheid ist gestern einem Schlaganfall erlegen.
Darmstadt, 30. Oktober, lOio Borm. (Tel.) Der russische Minister des Auswärtigen, Graf Murawjew, ist gestern von Paris hier angekommen und im „Hotel zur Traube" abgestiegen. Er nahm an der Marschalltafel im alten Palais teil Nachmittags fuhr derselbe nach Schloß Wolfsgarten.
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