tabtbi
Aus der Zeit für die Zeit.
Vor 90 Jahren, am 31. Mai 1809, starb zu Wien hn gefeierte Tonkünstler und Schöpfer der modernen In- stmrnenlalmusik FranzJofephHaydn. Als Sohn eines umen Wagners und fröhlichen Harfenspielers bildete er W unter Mühen und Entbehrungen durch eigene Kraft aus. Lmeißig Jahre lang wirkte er als Kapellmeister des Fürsten Merhazy. Nach dem Tode des Fürsten ging er nach London, hoe man ihn mit Ehrenbezeugungen überschüttete. Als hoher öochziger schrieb Haydn sein u»sterbliches Meisterwerk: „Die Schöpfung" und „Die Jahreszeiten". Haydn wurde am 31.1. März 1732 zu Nohrei a. d. Leitha geboren.
Vermischtes.
* Wetzlar, 28. Mai. Auf^mehrseitigen Wunsch gebe» I wir das in der letzten Stadtverordneten-Sitzung verlesene I Schreiben unseres Herrn Landtagsabgeordneten, Sr. Durch- I faucht des Prinzen Hermann zu Solms-Braunfels, nachstehend in seinem vollen Inhalte wieder. Es lautet wie I folgt: Euer Hochwohlgeboren teile ich ergebenst mit, daß I mir, nachdem ich vor einiger Zeit Veranlassung genommen I hatte, bei dem Herrn Kricgsminister wegen Wiedererlangung I einer Garnison für die Stadt Wetzlar vorstellig zu werden, mit Bezug auf die von der Stadtvertretung beschlossene I Jmmediat-Eingabe seitens des Herrn Ministers nunmehr I der Bescheid zugegangen ist, es könne dem Wunsche der I Stadt Wetzlar zurzeit nicht entsprochen werden. Soweit I infolge der letzten Heeresvorlage neue Garnisonen in Be- I tracht gekommen waren, ist darüber von der Heeresver- I waltung, bevor die Jmmediat-Eingabe beschlossen wurde, I bereits verfügt gewesen. Aus dem Schreiben des Herrn | Kriegsministers habe ich entnommen, daß es bei dieser I Sachlage wenig opportum sein würde, im gegenwärtigen I Zeitpunkte die Allerhöchste Stelle mit der Jmmediat-Eingabe I zu befassen. Sobald sich hierzu unter veränderter und günstigerer Sachlage eine Gelegenheit ergiebt, bin ich, wie I Sie wissen, bereit, davon ungesäumt Gebrauch zu machen. I Mit bestem Gruße Ihr ergebenster Hermann, Prinz I zu Solms. Wetzl, Anz.
* Kassel, 28. Mai. Der Wortlaut der vom Oberpräsidenten Grafen Zedlitz nach New-York telegraphierten Antwort auf die Begrüßung der deutschen Sänger Amerikas ist folgender: „Viertausend um ihren Kaiser, den erhabenen Förderer des deutschen Männergesanges, versammelte Sänger entbieten herzlichen Dank und Gruß den Sangesbrüdern in New-York. Ob Oceane uns trennen, ob unser Fuß I steht in der alten oder neuen Welt, allezeit eins: Im Liede I stark, deutsch bis ins Mark".
* Köln, 28. Mai. Die „Kölnische Volksztg." schreibt I freudig bewegt: Der Kölner Männergesangverein I hat den Kaiserpreis errungen. Diese gestern nachmittag aus Kassel hier eingelaufene Drahtmeldung verbreitete sich I alsbald durch die ganze Stadt und rief allenthalben lebhafte I Freude hervor. Nicht nur, daß der in weiten Kreisen der Bürgerschaft überaus lebendige Kölner Lokalpatriotismus hierdurch eine angenehme Befriedigung erfährt, der Kölner I Männergesangverein erfreut sich thatsächlich in seiner Dater- I stadt einer solchen Wertschätzung und Beliebtheit, daß die Mitbürger an seinem jüngsten hervorragenden Erfolge den I innigsten und herzlichsten Anteil nehmen, und feine zahl- I reichen Sangesbrüder in Köln werden ihn gewiß als die ersten neidlos beglückwünschen. Bei der auf Montag abend I 7/, Uhr festgesetzten Ankunft der preisgekrönten Sänger ist denn auch schon ein festlicher Empfang am hiesigen I Hauptbahnhofe geplant, von wo er in geordnetem Festzuge I unter Mitwirkung von vier Musikkorps nach dem Gürzenich I geleitet werden soll. Alle Kölner Vereine sind eingeladen, mit ihren Fahnen sich zu beteiligen, und im Gürzenich soll I dann der Kölner Männergesangverein in Rede und Lied I gebührend gefeiert werden. Jedem aktiven Mitgliede des Vereins soll am Bahnhofe durch Ehrenjungfrauen ein Lorbeer- I kranz überreicht werden. Zahlreiche Herrschaften haben I ihre Equipagen zur Verfügung gestellt, um die Sänger bet dem Festzuge aufzunehmen. Der Kölner Neiterverein hat I sich angeboten, als Vorreiter an die Spitze des Festzuges I sich zu setzen. — Der Text des Preisliedes von Professor I Reinhold Becker für den Gesangswettstreit erscheint am I 1. Juni bei Julius Schubert (Felix Siegel) in Leipzig;
o.tiinnt. _, .
Mainz, 29. Mai. Der ..Landes-Pferdezucht- vci ein im Großherzogtum Hessen" hielt gestern nachmittag in Dem Kasino „zum Gutenberg" unter dem Vorsitz des 5tran von Westerweller seine diesjährige Generalversamm- ab. Von seilen der Großherzoglichen Regierung | mchnten als Vertreter der Versammlung bei die Herren Ministerialrat Braun und Provinzialdirektor Freiherr von tarn, ferner als Vertreter der oberen landwirtschaftlichen Morde Herr Generalsekretär Dr. Müller. Herr Ritt- Mier Naegels erstattete hierauf den Jahresbericht des Acrains. Bezüglich der Körungen wird bemerkt, daß das ZiMem der Körungen im ganzen Lande festen Fuß gefaßt hab?' und sicherlich alljährlich bessere Früchte tragen werde. Der Bericht betont indessen, daß in den letzten Jahren Die Pieadezucht einen wesentlichen Aufschwung erfahren habe. Die Einführung Oldenburger und Belgischer Pferde habe sch alljährlich gut bewährt, im abgelaufenen Jahre sind ciioci 30000 Mk. zum Ankauf von Pferden verwendet worden, Nlcche unter den Bestellern versteigert worden seien. Die Einnahmen und Ausgaben des Vereins haben sich tm ab- qdmifenen Jahre auf 6324.66 Mk. belaufen, zur Hebung dcr Pferdezucht seien 9549.19 Mk. verausgabt worden. Dir Mitgliederzahl des Vereins habe im vorigen Jahre 16317 betragen, jetzt aber bereits 1750; dadurch fei nun bec Verein der größte Deutschlands geworden. Herr Land- Mmeister v. Millich berichtet nunmehr über die Stuten- löhinqen und konstatiert derselbe u. a. die nicht unmter- (fiüinte Thatsache, daß die Aufzucht der Arbeitspferde gegen- ibec der Wagenpferde einen ungemein großen Aufschwung mommen habe. Bezüglich der Prämiierung von Fohlen Milde eine Abänderung in den seitherigen Bestimmungen dchin gehend getroffen, daß, für den Fall ein Fohlen verlaust werde, der Käufer nur dann Anrecht an den Zuchter- preiis habe, wenn das Fohlen ein halbes Jahr lang IN dem dtNtz des Käufers gewesen und wenn der Käufer auch schon so Hange Mitglied des Vereins gewesen ist. Herr Ritt- m i'ter Naegels berichtete nunmehr über neue Bestimmungen sj,c die Stutenkörung. Herr v. Westerweller stellte auf linimb seiner Nachforschungen über die vor 100 Jahren m hchen stattgehabte Pferdezucht den Antrag, an die Großh. lUatöregierung das Ersuchen zu richten, die Frage wegen
Errichtung eines Pferdegestüts zu Neu-Ulrichstein in h-roägung zu ziehen. An diesen Antrag knüpfte sich nun limt längere Debatte, an welcher sich auch die Herren Dinisterialrat Braun und Provinzialdirektor v. Gagern be» billigten. Das Resultat der Beratung war, daß eine Korn- uiijfion gewählt wurde, welche noch einmal eingehend diesen in trag einer Prüfung unterziehen soll. Es folgte nun zum Schluß ml interessanter Vortrag des Herrn Oberroßarzt Höhnke- tarmftabt über das Auge des Pferdes vom anatomischen St andpunkt mit Demonstrationen, wobei die in Eis befinb- Wen gefrorenen Augen eines Pferdes den Anwesenden ge- jtta)t wurden. M. Anz.
eeliaenftabt, 28. Mai. D-r diesjährig- V-rbands- tta der Erwerbs- und Wir t, ch astsg-n osjen- kften der Provinzen Starkenburg und Oberhesien wurde U im „Frankfurter Hof" unter dem Vorsitze des Herrn Monbdbirettord Bernharbt-Darmstabt abgehalten. Herr Suuaermeister Nover begrüßte bie stattliche Versammlung «imns ber Stabt unb Herr Rub. Neubauer sen namens; 1,5 Nohstoffvereins ber Schuhmacher, ber mit bem Verbands- Itqe sein 25jähriges Jubiläum verknüpfte. Nach bem von henm Rub. Neubauer jun. verlesenen Protokoll über die ntftrine Versammlung umfaßt der Verband gegenwärtig Mü'Mitglieder und hatte bisher einen Gesammtumsatz von 20 Millionen Mark. Die Dividenden schwankten zwischen 4Va und 9 Prozent. Der Jubelverein erzielte bei einem AmnNlmsatze von 1131000 Mark einen Reingewinn von 15000 Rkark und brachte durchschnittlich 6 Prozent Dividende iut Verteilung. Dem Berichte der Verbandsleitung über das letzte Verbandsjahr folgten die Mitteilungen der einzelnen Mi’gicrten. Die Anlehnung des Verbandsstatuts an bas Bürgerliche Gesetzbuch wurde beschlosien. Herr Derbands- anuialt Crüger-Berlin referierte sodann über die Bürgschaft m4 dem Handels-Gesetzbuch und dem Bürgerlichen Gesetz- bucL über die Verpfändungen, freiwillige Gerichtsbarkeit und Genossenschaften, und erntete reichen Beifall. Die Wiinibung einer Ruhegehaltskasse fanb warme Befürwortung. 3111 Entsenbimg von Delegierten zum allgemeinen deutschen GkiMssenschaftstage in Berlin wurden durch das Loos die feine Alsfeld, Neu-Isenburg II und Lampertheim bestimmt. Bei der Verbandsleitung tritt für das nächste Jahr fein feoualwechsel ein. Für den nächsten Verbandstag wurde Pia'igstadt gewählt. An die Verhandlungen reihte sich gegen 3 Ulhr ein frohes Festmahl, durch zahlreiche Toaste und Äluksprüche, sowie durch das Tafelkonzert des Musikvereins
bk ’• Th.
wellamation bl51 unbergerstrch a9’ 91 Gesuch t *9 einfS Kellnz ^-Teilung verschj^ ^’nigung der W \ delegierten. t Landeslehrerverein-
zu den 80-- :r Lehrerinnen lm Bewilligung eh ; bes 25jährigen & Gesuch desselben bet Wasserleitung. <■ Berbandsschießenz per. 15. Einrichtur meindebezirk der St 11 des Gewerbegerichl- ch des Heinrich Ber ' Benutzung von W in der Lahn. 17. s lubnis zum Wirtschch 8. Gesuch des PW von Branntwein übei ‘ • 19. Desgl. des K
Wie uns mitgeteilt nü, ein großes Gemälde toi e Stummen des Sennl , woraus wir D1 ichen wollen.
Irenen Sonntag abend füll auf Madung dn \W\\: g „ßiouaty1
W WMril1 n MgmSgemick n.‘ trage aus -er M'-' ector rsröhlich t" it ssrau nach der Ir uuf die einzelnen' sen, Men wir r itnesse aller Zuh' sich des Dankes u ,en Darbietungen - für das nötige A- ienenen feinen st - t( ist, leie wir *- iSchst °-ch MR bem SüJbejitnj»
chtigen und 11 rmen M. »Jffi Än-«'
gswsft« KL-S LM ßirtfN sSr’n
rür U an V egrlei
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold*.
Berlin, 30. Mai. Die Kanal-Kommission des Abgeordnetenhauses ist auf den 9. Juni einberufen worden. In dieser Sitzung wird der Bericht verlesen und festgestellt werden. Die zweite Beratung im Plenum durste Mitte Juni stattfinden.
Berlin, 30. Mai. Der Pastor O h l 1 g von der lutherischen Gemeinde in Elberfeld ist vom Kaiser zum.Hof- prediger bei der hiesigen Domgemeinde berufen worden.
Wien, 30. Mai. Die gefammte Presse konstatiert, daß die Ausgleichskrisis ihren Höhepunkt erreicht hat. Aus keiner Seite ist Geneigtheit zu Konzessionen vorhanden. Infolgedessen dürfte heute von allerhöchster Seite die Ent- scheidung fallen. Allgemein erhält sich die Ansicht, daß die Demission beider Kabinette angenommen werden wird.
Brüssel, 30. Mai. Gestern abend fand hier die große antiklerikale Kundgebung gegen die Wahl-Vorlage statt, welche ruhig verlief. Nach Beendigung des Umzuges zogen einige hundert Mann mit sozialistischen Abgeordneten an der Spitze vor das Ministerium und wollten die Pouzei- Absperrungen durchbrechen. Bei dieser Gelegenheit wurden die Abgeordneten van der Velde und Fournemant verhaftet.
Paris, 30. Mai. Im Gegensatz zu der Ruhe im Saale des Kassationshofes hatte der Schwurgerichtssaal das Aussehen einer Volksversammlung. Im Verlaufe der gestrigen Sitzung wurden außer Deroulsde noch Hubert, die Generale Roget und Florentin sowie andere Militär- Personen vernommen. Während Habert nur die Ausführungen Dsroulsdes wiedergab, schilderten Roget und Florentin die Vorgänge auf dem Kasernenhofe. Um 6 Uhr wurde die Verhandlung auf heute vertagt.
Paris, 30. Mai. Der erste Tag der Dreysus- Revisiyn vor dem Kasfationshofe ist in aller Ruhe verlaufen. Der Berichterstatter Ballot-Beauprs fetzte feinen Rapport fort, der gestern zumeist die Meinungs-Aeußerungen anderer, wie diejenigen Mornards und juristischer Autoritäten umfaßte. Er berührte die Voruntersuchung Dupaty de Llam's und dessen Bericht an den Kriegsminister über Dreyfus. Seine persönliche Meinung, die bekanntlich revisionsfreundlich ist, wird Beauprö erst heute entwickeln. Nach Schluß der gestrigen Verhandlung wurde Frau Hadamard, I die Schwiegermutter von Dreyfus, von Nationalisten insultiert, als sie in den Wagen stieg. Sie erwiderte die Zurufe der Menge mit den Worten: Hoch das Gesetz.
I Madrid, 30. Mai. Das Begräbnis C a st e l a r s fand gestern abend unter Beteiligung der Minister, Generale, Behörden und
I Korporationen aus allen Teilen Spaniens statt. Der Andrang I war ein ungeheurer, indessen wurde dieOrdnung vollkommen aufrecht erhalten. Kränze und Blumen füllten ganze Wagen. Alle Geschäfte waren geschlossen, viele Häuser schwarz drapiert, die Flaggen auf Halbmast. Die Königin-Regentin wohnte dem Begräbnis bet. Der Vorbeimarsch dauerte mehrere
I Stunden.
Darmstadt, 30. Mai. ^Telephon-Meldung.) Nach einer soeben von Geh. Staatsrat v. Krug abgegebenen Erklärung I hat die Großh. Regierung die Einführung einer Licenz- I steuer für die Gastwirte zurückgezogen, dagegen eine Er- I Höhung der Stempelsteuer und der Erbschafts- I steuer in Aussicht genommen. — Bei der nunmehr stattfindenden Beratung des Einkommensteuergesetzes wurde I ein Antrag des Abgeordneten Osann, die Prinzen und I Prinzessinnen des Großherzoglichen Hauses zur Einkommen- I steuer heranzuziehen, gegen 6 Stimmen angenommen.
H. Main,, 30. Mai. Auf Grund eines Artikels in I Nr. 121 des „Mainzer Journals" wurde das Disziplinar- I Verfahren gegen Landgerichtsdirektor Küchler wieder auf- I genommen. _______________________________
I >T _ » .. _ 7,. Notiz, dMB d. bekannten Kuren geg. Angst,
NerVOSen Zwangägedanken, Schlaflosigk, Asthma, Hen- I erreg., Magen- u. Darmträgh., Schwächeruet.,
I def^STeSauch in d. Jahre v. April bis Oktin Auerbach, ! I Hessen stattfinden. Prosp. üb. Eigenart il Wirkung frei
I 2535 Dr. Borcherdt.
Ä mS Mähte zum Nachteil seiner Mitarbeiter; 2 ein stadt- U,fl"hto- Munter Bettler wegen wiederholten Bettelns und Be-
Wrciunq des Publikums; 3 zwei Knaben vonKassel, we che ■ft von ihren Eltern heimlich entfernt und das notige Lstgeld aus der Kaffe ihrer Eltern entnommen hatten, fincr derselben bediente sich hierbei eines falschen Namens.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische ®emeilbe.
Mittwoch den 31. Mai. .
Nachmittags um 4Vs Uhr unb abends um 8 Uhr: Eelegeaheit zmr heil. Beichte.
Donnerstag den 1. Juni.
FrohnleichnamSfest.
Vormittags von GVs Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beuvt.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Mesie;
vor und in derselben Austeilung der heil. Cvmmumon;
w um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt.
um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2V, Uhr: Fest-Andacht mit Segen.
Urrkehr, Kand- und Volkswirtschaft.
«ieke«. 51. Mai. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kosteten: Butter per Md . ^ 0^b-O.9b Hühnereier oer St 0—0 A, 2 St. 9—11 Enteneier 2 St. 11—12 Ganse« der per St. 16-11 Käse 1 St. 5-8 Käsematte per St. 5 A, Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 32 Tauben per Paar S 0 80-1.00, Hühn7r per St. X 1.10-1.40, Hahnen per Huck u 1 50_2.00 Enten per St. X 2.t O—2.50, Ganse per Pfund
xo 00-0.00,'DctfenfleUd) per !Pfb. Schwan»
per Md. 62-64 Sibwemefle:Ick> per Pfd. 60-72 Schweim- H ÄÄTo-’oi UW &
^oÄUaut^er St. Äödn per Str. X 8.50-0X0, TOild'®Mer'tbter1 »larftieit von 7 Uhr morgen- bis l Uhr noch- mittags. Wahrend der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden.
•tfttlWtie, 27. Mai. Frachtpreise. Weizen X 16,30-00,00/ tsrn X 15,16-00.00, Gerste X 14,00-00,00, H«ler^ l4M W.OO, Erbsen X 00,00-00,00, Linsen X 00£0-W°, Mck«, ^OO^OO' ßdn X 00.00, Kartoffeln X 4 40—0.00, Samen X 00,00—00,00-
er lautet:
Der Choral von Leuthen.
Gesiegt hat Friedrichs kleine Schar. Rasch über Berg I und Thal.
Von bannen zog das Kaiserheer im Abendsonnenstrahl;
Die Preußen steh'n auf Leuthens Feld, das heiß noch von der Schlacht;
Des Tages Schreckenswerke rings urnschleiert mild die Nacht. I Doch dunkel ist's hier unten nur, am Himmel Licht an Licht, I Die aold'nen Sterne zieh'n herauf, wie Sand am Meer, I so dicht;
Sie strahlen so besonders heut', so festlich hehr ihr Lauf, I Es ist, als wollten sagen sie: Ihr Sieger blicket auf!
Und nicht umsonst. Der Preuße fühlt's; es war ein • großer Tag.
Drum still im ganzen Lager ist's, nicht Jubel noch Gelag, So still, so ernst die Krieger all, kein Lachen und kein Spott.— Auf einmal tönt es durch die Nacht: „Nun danket alle Gott!"
Der Alte, dem's mit Macht entquoll, singt's fort; doch nicht allein, Kam'raden um ihn her im Kreis, gleich stimmen sie mit ein. Die Nachbarn treten zu, es wächst lawinengleich der Chor, | Und voller, immer voller steigt der Lobgesang empor.
Und stärker noch, und lauter noch, es schwillt der Strom zum Meer;
Am Ende wie aus einem Mund singt rings das ganze Heer; i Im Echo donnernd widerhallt's das aufgeweckte Thal, Wie hundert Orgeln braust hinan zum Himmel der Choral.
Hermann Besser.
Temperatur der Lahn und Luft
I yach Reaumur gemessen am 30. Mat, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags Wasser 12V,«, W 13-
Rüdsamen'sche Badeanstalt.
Krieskasten.
H.J. 6t MajeM der Kaiser steht als OderfUdherr antzer I Rang. Se. König!. Hoheit der Großherzog bekleidet in der Armee j den Rang eine» DivifionS-KommandeurS (Generalleutnants).


