Ausgabe 
31.3.1899 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

4.

Markt 21. - Fei

schuster v. Mohrenheim, dem englischen Botschafter und Staatssekretär Hay über die Samoa-Frage stattgefunden. Doch soll sie bisher der Lösung nicht näher gebracht worden sein.

London, 29. März. Der deutsche Botschafts - Attache Baron Eckard Ist ein und Gemahlin in London gaben Cecil Rhodes ein glänzendes Diner, wobei Fürst Pückler, der Erste Botschaftssekretär, der österreichische Botschafter, Minister Arthur Balfour, Chamberlain und Gemahlin uns andere hervorragende Persönlichkeiten vertreten waren. Bei dem Konzert nach dem Diner gehörte auch Professor Schweninger zu den Gästen. Die Besprechungen betrafen vorzugsweise die afrikanische Nord-Südbahn, doch gelangt darüber nichts in die Oeffentlichkeit. Rhodes sagte einem privaten deutschen Teilnehmer gesprächsweise, die englische Afrikapolitik beruhe auf dem politischen Zusammengehen mit Deutschland.

Belgrad, 29. März. Entgegen anderweiten Meldungen wird offiziös versichert, daß das Ober-Kommando der serbischen Armee in Belgrad verbleibt. Von einer Verlegung des Ober-Kommandos nach einer andern Stadt könne keine Rede sein.

§§ Fauerbach bei Nidda, 28. März. Gestern mittag brach in dem der hiesigen Gemeinde gehörigen Walddistrikt Zipfen Feuer aus. Das dürre Gras bot dem Element reichlich Nahrung, so daß bald eine größere Fläche von dem Feuer ergriffen war. Zum Glück waren einige Per­sonen in der Nähe, und ihrem thatkräftigem Eingreifen ist es zu danken, daß nicht ein größerer Schaden entstanden ist. Im ganzen sind 1 bis 1 x/2 Morgen junge Fichten­pflanzen vernichtet worden. Möge dies allen, welche bei gegenwärtiger trockener Witterung den Wald betreten, zur Vorsicht und Warnung dienen.

§§ Kaulstoß (Kreis Schotten), 27. März. Der kürzlich verunglückte Gastwirt Johann Hergert mußte infolge seiner schweren Verletzungen in die Klinik nach Gießen verbracht werden.

Lauterbach, 23. März. Die Abrechnung über das vom 25.27. Juni v. Js. hier abgehaltene 25. Turnfest des Gaues Hessen ist jetzt erfolgt. Sie weist einen Fehl­betrag von 221,53 Mk. auf, so daß 20 pCt. des seinerzeit gezeichneten Garantiefonds in Anspruch genommen werden mußten. Der ungünstige Abschluß ist dem an dem Haupt­festtag (26.) eingetretenen starken Regenwetter, sowie dem Mangel einer geräumigen Turnhalle, welche die Festgäste während des Regens hätte aufnehmen können, zuzuschreiben.

§§ Freiensteinau, 29. März. Heute morgen wurde dem hiesigen Kaufmann Scheuermann ein roher Schabernack zugefügt. Sein neu erbautes B i e n e n h a u s mit 33 Bienen­stöcken stand nämlich in Hellen Flammen und brannte gänzlich nieder, es wurde sogar ein angrenzender kleiner Stall noch von dem Feuer ergriffen. Der Schaden wird auf 1400 Mk berechnet.

§§ Stockhausen (Kreis Lauterbach), 29. März. Heute mittag gegen 11 Uhr brach in der Hofraite des Bäckers Kimpel Feuer aus, welches infolge starken Windes sehr : rasch um sich griff. Die herbeigeeilten hiesigen und be­nachbarten Feuerwehren waren nicht imstande, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, bis nachmittags gegen 7 Uhr konnte dem Feuer zupi erstenmale etwas Halt ge­boten werden. Der entstandene Schaden läßt sich bis jetzt, wo unser Berichterstatter dies schreibt, noch nicht feststellen. Es sollen, oberflächlich gerechnet, 22 Hofraiten mit 50 bis 55 Gebäuden abgebrannt sein. Ueber die Ursache der Entstehung des Feuers ist bis jetzt noch nichts bekannt geworden. Die meisten Abgebrannten sind versichert.

Darmstadt, 29. März.Die Streichhölzerfabrik I brennt!" Dieser Schreckensruf versetzte gestern abend I 8 Uhr die ganze Einwohnerschaft des Taunusviertels in I die größte Aufregung, und in der That loderten in dem Erdgeschoß der Fabrik bereits hohe Flammen empor, sodaß I jedermann das letzte Stündlein dieses in der letzten Zeit I vielbesprochenen Etablissements für gekommen hielt. Doch I es nahte rasch Hilfe. Beherzte Männer aus der Nachbar- I fdjaft drangen rasch in die Fabrik ein und ihrer energischen I Thätigkeit gelang es, des Feuers in kurzer Zeit Herr zu werden, sodaß die mittlerweile alarmierte Feuerwehr gar I nt$t m Thätigkeit kam. Wäre das Feuer richtig zum Aus­bruch gekommen, dann wären alle Rettungsversuche selbst­verständlich vergebens gewesen, und wer weiß, ob die nächste |

I die Frau Prinzessin winkte beschwichtigend zu ihren Kleine» I hinauf und eilte ihrer Loge zu. Die Kgl. Hoheiten wohnten I der Vorstellung bis zum Schluffe bei.

e* Polizeibericht. Auf Oswaldsgarten entstand gestern I nachmittag zwischen einem betrunkenen Zuschauer und einem Budenbesitzer Streit, welcher mit einem blutigen Kopfe I der einen Partei endete. Den Bewohnern der angrenzenden Häuser dieses Tummelplatzes werden derartige ärgerliche Szenen öfter geboten. Ein betrunkener zugereister I Bierbrauer wählte als Erholungs- und Schlafftätte die Ostanlage, verursachte dadurch einen großen Auflauf von Menschen und erregte bei denselben allgemeines Aergernis. Derselbe wurde verhaftet. Ein zugereister Metzger­geselle, welcher bei den hiesigen Meistern umschaute, be- nutzte die Gelegenheit, in einem Laden auf der Mäusburg I gleichzeitig in einem unbewachten Augenblicke ein Stück Schinken zu entwenden. Dem Scharfblick des Meisters entging dieses jedoch nicht, und soll denn auch die verdiente Strafe auf dem Fuße gefolgt sein. Derselbe wurde verhaftet.

t* Zur Beseitigung der Animir-Kueipen schreibt die T.R. Emen überaus beachtenswerten Schritt, um dem Kellne- rinnen-Unwesen zu steuern und die Animier-Kneipen möglichst zu beseitigen, hat das großherzoglich hessische Ministerium gethan. Es hat die Verordnung erlassen, daß I einem Wirte, der seinen Kellnerinnen keinen Lohn zahle und

1 sie infolge dessen nur auf Trinkgelder und andere Einnahme­quellen Hinweise, die Konzession entzogen werden solle. Das Ministerium nimmt, und zwar mit allem Recht, an, daß solche Wirtschaften nur dazu dienten, um die Völlerei zu fördern und die Unsittlichkeit zu unterstützen. Weiter hat dann das hessische Ministerium noch die Verordnung erlassen, I daß auch dann solchen Wirten, wie die bezeichneten, die I Konzession entzogen werden könne, wenn nachgewiesen sei, I daß der Inhaber einer Wirtschaft keine Kenntnis von den Vorfällen in seiner Wirtschaft habe, da er für das verant­wortlich sei, was bei ihm vorgehe.

x Grünberg, 29. März. Bekanntlich wird auf dem Lande I beständig und mit Recht über den Mangel an den zum Betrieb der Landwirtschaft nötigen Arbeitern, wie I Knechten, Taglöhnern rc. geklagt. Die jungen Leuten ziehen es vielfach vor, in den Jndustriegegenden, in Westfalen und den Rheinlanden lohnenden Verdienst zu suchen. Aber auch die wenigen in unserer Gegend befindlichen Fabriken, Eisen- I steingruben, Bauxitwerke rc. könnten weit mehr Arbeiter I beschäftigen, als dies jetzt der Fall ist. Trotz der für die hiesigen Verhältnisse ziemlich hohen Löhne hält es schwer, das zum erfolgreichen Betrieb nötige Arbeiterpersonal zu I erhalten.

Gl W ** -l-ibas (irnte u°d ff iiiO ^Feinste (*« W la. Frankstrte, la. neue Hell

I frist eingelrofh

A. & G. Wa Markl2-^TeI

Hottrsdirnst m der Synagoge.

Samstag den 1. und Sonntag den 2. April 1899: Passahfest.

. ... Tag. Borabend 630 Uhr, morgens 8 Uhr, nachmiiu ' 4 Uhr, abends 7<° Uhr.

«. Tag. Borabend 7« Uhr, morgens 8« Uhr VrtW nachmittags 4 Uhr, Festesausgang 7*° Uhr.

Gottesdienst der israelitischen KeligionsgesellM

Samstag den 1. und Sonntag den 2. April 1899: Passahfest.

7. Tag. Vorabend 6«o Uhr, morgens 8*> Uhr, nac mittag 38o Uhr.

8. Tag. Vorabend 7<o Uhr, morgens 8 Uhr, n^ai,: 3,J Uhr, Festesausgang 7<° Uhr.

Wochengottesdienst morgens 6S° Uhr, abendS 1* llhr.

Males und Provinzielles.

Gießen, den 30. März 1899.

** Dienstuachrichteu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 29. März den Obereinnehmer der Obernehmerei und des Rentamts Mainz, Geheimen Finanzrat Ludwig Römheld, auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. Mai l. I. ab in den Ruhestand zu versetzen, und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen; den Rentamtmann des Rent­amts Gießen, Johannes Dexheimer, mit Wirkung vom 1. Mai l. I. ab zum Obereinnehmer der Obereinnehmerei und des Rentamts Mainz zu ernennen.

* Y. Aus dem Osterprogramm der drei heffischeu Schul­lehrer-Seminare ergiebt sich folgende statistische Uebersicht: Bei Beginn des nun abgeschlossenen Schuljahres 1898/99 stellte sich die Schülerzahl der drei Anstalten wie folgt: Alzey 114, Bensheim 97, Friedberg 95. Davon waren in Alzey 88 Schüler evangelisch, 25 katholisch, 1 israelitisch. Bensheim und Friedberg war besucht von 63 bezw. 89 Evangelischen und 34 bezw. 6 Katholiken, sodaß die Gesamtzahl der Evangelischen 240, die der Katho- liken 65 und die der Seminaristen überhaupt 306 betrug; darunter waren 44 Lehrersöhne. Auf Präparandenanstalten stnd 208 Schüler vorgebildet gewesen. Ungleich verteilt sind die Lehrkräfte der Anstalten, denn während in Alzey und Bensheim neben dem Direktor je sieben Lehrer wirken, besitzt Friedberg neben dem Direktor acht und eine halbe Lehrkraft; letztere setzt sich mit 11 Unterrichtsstunden aus dem Religionsunterricht eines Professors vom Prediger­seminar und dem des katholischen Geistlichen zusammen.

** Hessischer Landes-Lehrerverein. Die Vertreter- und Hauptversammlung des hessischen Landes- Lehrervereins und die Hauptversammlung des Unterstützungsvereins provisorisch angestellter Lehrer in Erkrankungsfällen soll Dienstag den 23. und Mittwoch den 24. Mai in Steins Garten dahier ab­gehalten werden. Neben geschäftlichen Mitteilungen und I Beschlüssen, sowie von den Bezirksvereinen eingebrachten I Anträgen stehen die Vorträge: 1. Die pädagogische Wirk­samkeit und Bedeutung von Gustav Dinter: Referent: Lehrer Zieprecht dahier. 2. Wie stellen wir uns zur Einführung des Handfertigkeitsunterrichts in den Schulplan der Knabenschulen und des Haushaltungsunter» I richts in den Schulplan der Mädchenschulen? Re- I streuten: Lehrer K. Schmidt und Oberlehrer Fuhr-

** Turnerisches. Wie wir erfahren, veranstaltet der I Turnverein am Karfreitag einen Turngang nach I L'ch^ ^Der Abmarsch findet um 1 Uhr vorn Ludwigsplatze I

* Besitzwechsel. Das Haus des Herrn Valentin an der Rodheirnerstraße (Wirtschaftzum Bieberthal") wurde für 36,500 Mk. an Herrn Brauereibesitzer Bichl er, das I Horn'sche Haus in der Braudgasse (Wirtschaftzum Taunus" für 31,000 Mk. an Herrn Sippot aus Wetzlar I verkauft. K I

** Benoit Ahlers Affentheater und Zirkus ist auf Oswalds harten eingetroffen und beginnt mit seinen Vorstellungen am Montag den 3. April (zweiten Osterfeiertag), an welchem I Sage Zwei Vorstellungen stattfinden. Das Nähere erfahren unsere geschätzten Leser aus der in vorliegender Nummer I enthaltenen Anzeige. Der .Kasseler Stadtanzeiger" bc- ÄdTV'J28- März über die am letzten Sonntag

- ^te Vorstellung: Eine hohe Ehre ward am Sonntag nachmittag 4Uhr Herrn Direktor Benoit Ahlers in der angesetzten vorletzten Abschiedsvorstellung dadurch zuteil, daß noch einmal die: kleinen Prinzen Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen, die Prinzen Friedrich Siqis- I munb und Friedrich Carl in Begleitung ihres Erziehers der I ^"2 beiwohnten. Gleichzeitig erschienen aber auch d'e Prinzeß Viktoria Margarete und der kleine Prinz Friedrich Leopold nebst Begleitung. Mitten wahrend der Vorstellung traf unerwartet auch Ihre Kal I Äot S'i-drich L°°p°ld7o?xr°Zn

mit Gefolge ein und hierbei entwickelte sich eine reuenbe SMe. Als nämlich bie hohe Frau mit Gefolge I durch den Geschäftsführer bes Herrn Ahlers zu ber be- treffenben Loge geführt mürbe, in welcher bie kleinen Kgl Hoheiten Platz genommen hatten, rief beim Anblick seiner hohen Mama der kleine Prinz Friedrich Carl von ber Loge herunter mit laut jubelnber Stimme unb klatschenden Händ­chen:Hier Mama! Hier Mama!" - Ihre Kgl. Hoheit I

"L s-

i 30.®W-

& bit Mh»

Sutmach, __Eeltrrswe !*;SS

glr8tr8rdn S Prior« A-ttsorltt fr ^krrr

1 %'r4 bis 3( i Stete*'

ÄUebuee# 29. März. Frachtmarkt. Rocher M 13,86, weißer Weizen X 00.00, Korn X 10.70, «erste * Ha er X 7.36.

Zirka 101 Dickwv

Psliniflttt flöhe Stofen unb

fitye unb fpäte Sorten. : aagnum bonum, abjU£

Hardthof dri NHK

1 mili Sellerswei i»fOT fagtr

Wil« w rni

Nachbarschaft bei dem Regen brennender -iündbii,... sich unzweifelhaft darüber -rgasien haben würde unv«« davongekommen wäre. ~

Aeueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold*.

Königsberg, 30. März. Jrn Prozeß Rosenga' begannen gestern nachmittag die Plaidoyers. Die Schu^ frage ist so formuliert, ob die Angeklagte schuldig iM(l Riese zum Morde angestiftet, ober ihm Beihilfe geleit ober ihn nach ber That begünstigt zu haben. In dr^ einhalbstündiger Rede führte der Staatsanwalt aus, M an der Voraussetzung, Riese habe den Gutsbesitzer W gart erschossen, festgehalten werden müffe, und beantrag das Schuldig. Sollte das Verdikt der Geschworenen ar nichtschuldig lauten, so würde das zweifellos ein groB/1 Irrtum sein. Nach dreiviertelstündiger Pause begann P dann Justizrat Sello sein Plaidoyer. Um 3 Uhr morgc^ erfolgte der Freispruch der angeklagten Frau Rosenga^ nachdem die Geschworenen die drei gestellten Schuldflage verneint hatten. , !

Wien, 30, März. DemWiener Tageblatt" zuM .

A Main-, 29 März. Mit Rücksicht auf die von chiedenen Seiten fortgesetzt gemachten Anstrengungen ländlichen Abgeordneten für die Weinsteuervorlaae winnen, hat bas sich seinerzeit gebildete Weinsteuer ?^? komttee auf ben 5. beS kom^-nben Monats eine Veri ' lang hierher einberufen, in welcher über bie bisherig tation berichtet unb bie noch eventuell notwendig erschein^ ! Schntte zur Abwehr ber Weinsteuer beschlossen werden d Mehrere Abgeordnete haben zu der Versammlung ch, -' scheinen zugesagt. Die projektierten deutschen Nat^' festspiele scheinen in allen Turnerkreisen gleich wenig £ pathisch ausgenommen zu werden; denn wie in Mir,, deutschen Turnverbänden hat sich auch der am verflnfi, Sonntag in dem nahen Gonsenheim abgehaltene Tur des Gaues Rheinhessen entschieden gegen die Beteilig'' ben Nattonalfestspielen ausgesprochen. Es wurde vo?,^ Turntag eine Resolution in diesem Sinne gefaßt nj..* Delegierten zum deutschen in Naumburg tagenden W* beauftragt, ihr Votum gegen bie Beteiligung an ben 'n- j nalfestspielen abzugeben.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 303 Jahren, am 31. März 1596, wurde »s. Haye ber tiefe Denker Deskartes (Cartesius) *r Von bem Selbstbewußtsein unb Denken ausgehend, sch' ' er auf bie Existenz der denkenden Substanz bet (sogito ergo sum ich denke, also bin ich) unb aus h ' Vorhandensein der Vorstellung eines absolut vollkWMi g Wesens in ber menschlichen Seele folgert er die ®rr- e'.ues solchen Wesens (Gottes), ohne welches bie Sorfttr-' nicht möglich wäre. Er starb am 11. Februar M < Stockholm.

Vor 169 Jahren, am 1. April 1730, wurde ber Jbyllenbichter Salomon Geßner geboren. Ihr lernte in Berlin ben Buchhandel und machte sich zM . könnt durch seinLied eines Schweizers an fein bewaffn Mädchen". Seinen Idyllen fehlt indes Einfachheit Natürlichkeit; doch ist die Sprache schön, naiv und eis artig. Hagedorn schätzt Geßner hoch, begeistert von i:i waren Diderot und Rousseau. Der Dichter starb :

2. März 1778 in seiner Vaterstadt.

Mteratur, Wissenschaft und Kunst.

k"ebe Osterfest steht vor der Thür unb alle Cbv'1 pusten sich, es fröhlich zu begehen. In vielen Gegenden brrfit p Ostern die schöne Sitte, sich gegmseitta durch klein, Gaben der i'ir« zu erfreuen und da möchten wir die Gelegenheit nicht oorüberg'ti tttssen, unsere verehr!. Leser auf ein nettes Büchlein aufmntitm i "'k^^rklch gerade für die Bewohner unserer Stabt in btfonbu- solch ein Gelegenhettsgeschenk dgnet. 2Bir tndnen r i DOrAi*£^t Verlage der Rtcker'schen %xx^ain\)\uncih^:

erschienenen Gedichte von Johanne«- L-in, Pre^ V M. bv Pd i^ennt wohl das jetzt LOjährige Neltchen Lein von uns ÄleßulU nicht/ Gewiß nur wenige werden es fein, die nicht schon von i: gehört hätten. Jeden, der ihre Gedichte liest, muß eS mit Bewunt/ ung erfüllen, daß eine Frau aus dem Volke, die einer besseren mldung und jeder Anleitung entbehrte, so tief empfundene und lic: Gedanken in fo formvollendeter und inniger Weise zum ÄuSbrn: bringen konnte Wie wir wissen, lebt leider die hochb,tagte M: dichterin in recht ärmlichen Verhältnissen und schon deshalb m$4:a wir wünschen, daß das Büchlein recht viele Käufer findet, btt teri zugleich- mit dazu beitragen, der Dichterin ihren Lebensabend etr, >! schöner zu gestalten.

Schellfii

Mit, itbtnbt fiartrt i iottlltn Wlroffen.

Nipin Lersandl nad rtz! I Rclonialnxmn» und M

Schellfi : Utjfen heute ein bei