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alledem empfing er der Sympathiebeweise viele: die Witten- I berger Universität sandte zum Brautgeschenk einen silbernen Becher, der Wittenberger Magistrat zwanzig Gulden, Bier I und Wein u. s. w Das nunmehr verlassene Klostergebäude gab die Wohnung des jungen Paares ab, später verlieh Kurfürst Johann der Beständige dem großen Reformator das Gebäude als freies Eigentum, wie auch Luther in der Folge noch andere Besitztümer dazu erwarb oder erhielt, so daß er in seinen späteren Lebensjahren mindestens nicht mit Nahrungssorgen zu kämpfen hatte. Am Anfang seiner I Ehe sah es freilich dürftig genug bei ihm aus. Das Gehalt des großen Mannes war nur klein, für seine Schriften und Vorlesungen nahm er kein Honorar, und auch sein Predigeramt in Wittenberg übte er umsonst aus. Dazu kam seine Generosität, seine Gastlichkeit, sein wohlthätiger I Sinn, seine Uneigennützigkeit in jeder Lage des Lebens, so I konnte es nicht ausbleiben, daß er einmal sogar in Schulden geriet und um acht Gulden, die er für einen Freund auf- I bringen sollte, in Verlegenheit war. Später wurde auch er, dank übler Erfahrungen, etwas vorsichtiger: „Böse Buben haben mich witzig gemacht; einem Fische ist nirgends I bester denn im Wasser und einem Diebe als am Galgen; I man soll Fremden geben, aber zuvor sein Haus versorgen, I sagt die Schrift."
In Katharina hatte er eine ehrliche, tüchtige Hausfrau gefunden, und er führte ein glückliches Leben mit ihr. Man sagt ihr gern eine Neigung zum Herrschen nach, aber Luther hielt strenge auf seine Autorität als Mann. Er nennt sie | „ein fromm, getreu Weib, auf das sich eines Mannes Herz verlassen kann," und nur scherzweise redet er sie in manchen Briefen mit Beziehung auf ihre männliche Natur als „Herr Käthe" oder „Lieber Herr Kath" an. Jedenfalls war sie gerade die Frau, die er brauchen konnte, „um Frankreich, noch um Venedig dazu, wollt' er seine Käthe nit hergeben", „ich habe meine Käthe lieb, ja, ich habe sie lieber denn mich selber, das ist gewißlich war; ich wollt' lieber sterben, denn daß sie und die Kinderlein sterben sollten". Noch in seinem Testamente rühmt er ihre Treue und Liebe. Nach des Reformators Tode (18. Februar 1546) lebte sic noch sechs Jahre, vom Kurfürsten und dem König von Dänemark unterstützt, anfangs in Wittenberg, später in Magdeburg und Braunschweig. Sie starb in Torgau am 20. Dezember 1552. Ihr Bild ist so innig mit dem Luthers verwebt, daß man ihn kaum mehr ohne seine treue, sorgsame Gefährtin denken kann. Von ihr gilt, wie von wenig anderen Frauen großer Männer, das Dichterwort:
„Ein Schatten einer Größe fiel auf sie So groß, daß er Unsterblichkeit ihr lieh!"
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Lokales und MsvinMes.
Gießen, den 29. Januar 1899.
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sichtige nicht, seine maritimen Streitkräfte rn den samoanischen Gewässern zu verstärken, so ist es zutreffend daß eme solche Absicht nicht besteht, aber nicht nur hier. Die drer Protektoratsmächte haben sich dahin verständigt, von der Absendung I weiterer Kriegsschiffe nach der Südsee Abstand zu nehrn^ da erfahrungsgemäß die Ankunft großmachtlrcher Kriegsschiffe in den samoanischen Gewässern auf die Eingeborenen mehr eine aufreizende als eine beruhigende Wirkung ausubt und die zur Zeit dort anwesenden Kriegsschiffe zum Schutze der Ausländer völlig ausreichen."
Berlin, 28. Januar. Das „Berliner Tageblatt meldet aus Paris: In parlamentarischen Kreisen zirkulierten gestern nachmittag Gerüchte, es herrschten tm Ministerium Uneinigkeiten darüber, ob dte Regierung I gegenüber dem Anträge, welcher darauf abzielt, der KriMinal- kammer die Urteilsfällung abzunehmen, eine freundliche oder ablehnende Stellung einnehmen soll. Es scheint jetzt sicher, daß der Rapport der gegen den Kassationshof ««geleiteten I Enquete einen Tadel gegen die Räte Bard und Dumas enthält. Angeblich sind Dupuy und Lebret bereit, dem Drängen der Rechten und Nationalisten nachzugeben, und die Kammer für inkompetent zu erklären. Andere Mitglieder des Kabinetts sollen entschieden gegen eine solche Maßregel fein. Der Senat zeigt sich der Maßregel absolut feindlich. In der Kammer wollen angeblich Barthou und Miüerand sie bekämpfen. Millerand will die Illegalität der Parteilichkeit der gegen den Kassationshof geführten Enquete dar- thun. Auch die Mitglieder der beiden andern Kammern des Kassationshofes sollen entschlossen sein, Schritte zur Wahrung der Autorität der Kriminalkammer zu thun.
— Koloniales. In einer Zuschrift an die „Köln. I Ztg." aus Viktoria (Kamerun) vom 2. Dezember v. I. heißt es über den Feldzug nördlich von Jaunde I unter Führung des Hauptmanns v. Kamptz: Die Truppenstärke beträgt 375 Mann, welche zunächst gegen den Häuptling des Wute-Stammes, einen Bruder des Ngila, dessen Land Hauptmann Morgen vor sechs oder sieben Jahren erforschte, und mit dem er gute Beziehungen herstellte, marschieren sollen, um die Sklavenjagden zu unterdrücken. Es heißt, daß der Sultan von Tibati dem Ngila tributpflichtig sei und diesem gegen die deutsche Schutztruppe bei- steheu wollte. Alles läßt daher auf einen hartnäckigen Feldzug schließen, zumal da die Feinde gut bewaffnet und beritten sind. Mit diesem Feldzug erfüllt das Reich «ne Pflicht, die es durch die Brüsseler Antisklavereiakte übernommen hat. Kenner der Gegend behaupten, bleibendes könne nur erzielt werden, wenn eine dauernde Streitmacht ständig in jener Gegend gehalten werde. Nachdem in der Zuschrift sodann die Vortrefflichkeit der Schutztruppe hervor- gehoben und betont wird, daß für deutsches Kapital k«n I Grund zur Beängstigung vorliege, heißt es zum Schluß:
Wird in der Gegend von Tibati wirklich fester Fuß gefaßt, so ist die Möglichkeit vorhanden, dem von amtlicher Seite geplanten Zuge zur Erforschung der Tschadgegend I Folge zu geben.
Frankfurt a. M., 29. Januar. Ludwig Fuldas „Herostrat" wurde Samstag avend in Anwesenheit des Dichters unter großem Beifall aufgeführt. Das Publikum tief feinen Lands- I mann anhaltend heraus.
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28. Januar. Graf Soderini, der bekannte Vertrauensmann des Vatikans, erklärte, die Einladung zur I Teilnahme an der Abrüstungs-Konferenz fei bereits eingetroffen. Der Papst werde einen geeigneten Vertreter demnächst auserwählen. Wie weiter verlautet, s« die Einladung deshalb erfolgt, weil der Papst wichtige Zugeständnisse in der polnischen Kirchenfrage gemacht habe.
Rom 28. Januar. Der Gouverneur von Ertthrea, Martini, beabsichtigt, von feinem Posten zurückzutreten, um sich der parlamentarischen Thätigkeit zu widmen.
Paris, 28. Januar. In der Kammer wollte gestern der Abgeordnete Castelin die Regierung über die Dreyfus- Affaire interpellieren. Der Antrag wurde indessen von allen Bänken mit Protest ausgenommen. Ministerpräsident Dupuy forderte die Vertagung auf einen Monat. Castelin zog aber unter allgemeinem Gelächter feine Interpellation zuruck. , m .
Paris, 28. Januar. Die gesamte Presse bespricht den I gestrigen Ausgang des Prozesses Henry-Reinach, und ist in zwei Lager geteilt. Die Anti-Revisiontsten sind der Ansicht, es sei unnütz gewesen, daß Reinach einen Prozeß herbeigeführt habe.
Brüssel, 28 Januar. Die Zahl der Gegner des Einzel-Wahlsystems mehren sich von Tag zu Tag. I Dieselben sind jetzt in allen Lagern zu finden. Eine große Anzahl Klerikaler sind für eine allgemeine gleichmäßige I Vertretung, die Progressisten und Liberalen verlangen gleich-
Reichspostamt hat folgende Bestimmungen erlassen: Anbringung solcher Vorrichtungen, die weder mit Den Apparaten und Zubehörteilen dauernd in Verbindung gebracht werden, noch den Betrieb beeinflussen, ist ohne weiteres gestattet. Dagegen sind Vorrichtungen, durch deren An. wendung die äußere Substanz der Apparate und der Zubehörteile beschädigt oder die innere Konstruktion der Apparate und ihre Schaltungsweise verändert wird, nicht zu- lässig. Zur Anbringung von Autophoren, Hörringen, Mundschützern und sonstigen Vorrichtungen ähnlicher Art bedarf es der Genehmigung der Ober-Postdirektton. Dte Genehmigung wird ausdrücklich als jederzeit widerruflich erteilt. Die Beschaffung und Unterhaltung der zuletzt bezeichneten Hilfsvorrichtungen ist Sache der Fernsprech-Abon- nenten; dagegen hat die Anbringung im allgemeinen durch Angestellte der Reichs-Poftverwaltung zu erfolgen. Nur bei einfacheren Vorrichtungen, die keine fachkundige Behandlung erfordern und Apparatbeschädigungen Nicht befürchten lassen, z. B. bei lose anzuhängenden Mundschützern, kann die Anbringung den Teilnehmern überlassen werden. Ueber Anträge auf Zulassung von besonderen, ans dem Schreibtische u. s. w. befindlichen festen oder beweglichen Gestellen, an welche die gewöhnlichen Wandapparate befestigt werden sollen, entscheiden die Ober-Postdirektionen. Die bei einer derartigen Anbringung dev<Fernsprechgehäuse i erforderlichen Materialien und Apparatteile einschließlich der Schnüre werden von der Postverwaltung beschafft und erhalten. Für die hierdurch entstehenden Kosten wird für die Dauer der Ueberlaffung jeder derartigen Einrichtung eine fortlaufende besondere Jahresvergütung von 5 Mark erhoben. Schließlich werden den Teilnehmern auf Wunsch von der Postverwaltung auch Kopffernhörer geliefert. Für die Hergabe und Unterhaltung eines Kopffernhohrers ha der Teilnehmer eine besondere Jahresgebühr von 5 Mark
zu entrichten." _____________
-1- Lich, 27. Januar. In der Blüte seiner Jahre wurde heute morgen nach kurzem Kranksein der prakt. Arzt Dr Seipp vom Tod abgerufen; Plötzlich und unerwartet ward seinem Leben und Wirken ein Ziel gesetzt und damit manchem ein treuer Freund und Berater m gesunden unv kranken Tagen entrissen. Recht zu würdigen weiß nur derjenige den Verlust, dem er als Arzt mit reichern Wissen und seltenem Geschick nahe gestanden hat. Friede ferner Asche.
-1- Lich, 28. Januar. Dank den vereinigten Be- ftrebunqen des Turn- und Cäcilienvereins und Mannet- quartettd fand gestern abend eine der Bedeutung von Kaiser. Geburtstag würdige Feier in der Turnhalle statt. Nach einem Marsch aus der „Regimentstochter", ben bet hiesige Musikverein recht gefällig zu Gehör brachte, sang der durch feine korrekten gesanglichen Aufführungen in bet Gegend bekannte Cäcilia-Verein das schöne Chorlied: „Dn möcht ich diese Lieder weihen", worauf Herr Hrch. Schmiv. eine kurze Ansprache hielt, die mit einem begeistert auf genommenen Hoch auf Se. Majestät Kaiser Wilhelm I i schloß. Im weiteren Verlauf des Programms gelangtet iroei gut gelungene Einakter zur Aufführung, die Pauset wurden durch finnige Chorlieder und launige Couplets au? aefüllt Dann folgte das unvermeidliche Tänzchen.
Grünberg, 27. Januar. Wie aus anderen Gegend- berichtet wird, sv sind auch hierorts die Holrpreise, » I sonders diejenigen für Bau-, Gruben- und Werkholz, den letzten Jahren bedeutend in die Höhe gegangen, w auf den jetzt allenthalben stattfindenden Versteigerungen Brennholz werden verhältnismäßig hohe Preise erzielt, t Gleich infolge der beiden letzten gelinden Winter viel Brennmaterial gespart wurde, finden sich zu den » steigernngen stets zahlreiche Kausiiebhaber em. Buch' sch-itholz wurde in unsrem S.adtwald nut 6,50 Mk. W 7 50 Mk., Buchenprügel mit durchschnittlich 5 Mk. Meter bezahlt. Tannenscheiter kosteten 5 bis 5,o0 1 ®ei den bis jetzt in den Solms-Laubach scheu Waldung stattgehabten Versteigerungen hielten sich die Preis!1
I nähernd in derselben Hohe. - Auch m diesem Frilhl«?
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^Amerika. Die Lage auf den .ver
schlimmert sich für die Amerikaner. Aus Manila wird ge- meldet, daß am 22. ds. Mts. di- Philippinische Republik ausgerusen worden ist, und daß die Machte hiervon benachrichtigt werden sollen. Das Amtsblatt „Republika teilt mit, M der Kongreß in Malolos die Verfassung ge- nehmigt und ein Vertrauensvotum für «gumaldo angenommen hab-, er hab- letzteren ermächtigt, den Amerikanern den Krieg zu erklären, wenn immer er es für ratsam halte. Eine große Versammlung von Frauen m Cavite beschloß, an Agumaldo -ine Petition zu richten, worin st- iHv1 ersuchen, Waffen zur Verteidigung der Unabhängigkeit tragen zu dürfen Patcrno, ein Freund Agmnaldos, bat denselben um einen h-rworragend-n Platz in der Schlachtlmte gegen die Amerikaner. Ein Zwischenfall hat Oel tns Feuer gegossen. Eine amerikanische Schildwache tötete in der Nacht vom 20. zum 21. einen Hauptmann der Filipino-Artillerie. Am 21 ds. Mts. nachts versuchten darauf fünf Philippiner in die amerkanischen Linien einzudringen, um den Tod des Hauptmanns zu rächen; die amertkanyche Schildwache tötete einen nut einem Revolver bewaffneten; die anderen wurden verhaftet. Dieses Vorkommnis hat die Erregung der Bevölkerung noch erhöht. - Das Kabinett der Filipinos Ijat am 22 ds. Mts bet Aguinalbo auf Freilassung ber spEiche" Civilgesangenen anläßlich der Verkündigung der R-Publ, bestauben. Eine entsprechenbe Verfügung ist unterzeichnet
Ausland.
Budapest, 28. Januar. Jrn Stande jder Krisis ist gestern ein wichtiger Wendepunkt eingetreten. Die oppositionellen Vertrauensmänner ließen durch die Dissidenten- führer dem Ministerpräsidenten mitteilen, die Opposition sei bereit, dem Kabinett Banffy das Budget-Provisorium und ein halbjähriges ober auch ganzjähriges Ausgleichs-Provisorium, ja sogar den definitiven Ausgleich tu ber Fassung Koloman Szell, ferner das Ausgleichs-Provisorium mit Kroatien, das Rekrutengesetz und die Verlängerung des Wahlgesetzes zu votieren, ferner die Obstruktion einzustellen, die Präsidentenwahl im Abgeordnetenhause zuzulassen und einen der Regierung beliebigen Präsidenten anzunehnien. Bedingung ist, daß Garantieen geboten werden, daß das künftige Kabinett den Beschwerden der Opposition namentlich betreffend Vexation der Wähler aus politischen Rücksichten und in Bezug auf Wahlmißbräuche abhelfe. Szell erklärte sich zur Erteilung solcher Garantieen nicht für
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Jerusalem; durch Sch nkung der Dormition de la Samte Vidrge habe der Kaiser auch ben Bek nnern be« katholischen Glauben« sein großes Wohlwollen bewiesen und einen noch engeren Zusammenschluß ber Katholiken und Protestanten des Deuttchen Rech« heibeigesührt. Die Orientreise werde be- btutiame politische und kommerzielle Vorteile im Gefolge haben. Wenn ber im Ausland lebende Deutsche in die Heirat zurückkomme, werde er immer von neuem von dem außer ordentl'chen, stetigen Aufschwünge auf allen Gebieten freudig Überrascht; der Deutsche wiffe, daß diese« bem Kaiser zu I danken sei.
Berlin,28. Januar. Der Tuberkulvsen-Kvngr etz, I welcher vom Deutschen Centralkomite zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke für die Tage vom 24. bis 27. Mai 1899 nach Berlin einberufen wird, bezweckt, bie Tuberkulose als Volkskrankheit, ihre Gefahren und die Mittel, sie zu bekämpfen, ben weitesten Kreisen vor Augen zu führen. Da ber Kongreß rein praktische Ziele verfolgt, wirb von den Referenten in möglichster Kürze und Präzision dasjenige vorgeführt werden, was gegenwärtig in Theorie I und Praxis als feststehend anzusehen ist ober boch wenigstens durch die Diskussion soweit gefördert werden dürfte, daß eine praktische Entscheidung gewonnen werden kann. Das mit den Vorbereitungen betraute OrganisationskonM, an dessen Spitze ber Herzog von Ratibor unb Geheimrat v. Leyden stehen, hat für bie Verhanblungen fünf Abteilungen, 1) Ausbreitung, 2) Aetiologie, 3) Prophylaxe, 4) Therapie, 5) Heilstättenwesen, in Aussicht genommen. Mitglieb bes Kongresses kann jeber werben, ber Interesse an ber Bekämpfung ber Tuberkulose als Volkskrankhett nimmt unb eine Mitgliebskarte zum Preise von 20 Mk. beim Bureau bes Organisationskomitos, Berlin W., Wilhelms- Platz 2, löst. Die Regierungen, Gemeinden, Fakultäten, Aerzte- fammetn, Berufsgenossenschaften, Versicherungsanstatten, Heilstättenvereine und sonstige Korporationen, bie sich an ber Schwinbsuchtsbekämpfung beteiligen, werben von ber Ab- | hGltung bes Kongresses verstänbigt unb ersucht werben, Delegierte als Mitglieder zu entsenden. Den Regierungen des Auslandes wird gleichfalls entsprechende Mitteilung zugehen. Nähere Auskunft erteilt ber Generalsekretär bes Kongresses, Stabarzt Dr. Pannwitz, Berlin W., Wilhelms- Platz 2.
Berlin, 28. Januar. Zur Samoa-Angelegenhett erfährt ber „Hamb. Korr." anscheinenb offiziös aus Berlin: „Die angeblich neueste Phase in ber Samoa-Angelegenhett, über bie Melbungen bes „Reuterschen Bureaus" aus Washington berichten, scheint nur in ber aufgeregten Phantasie gewisser Politiker zu bestehen. Hier ist von einer Forberung bes amerikanischen Botschafters bezüglich ber Abberufung bes beutschen Generalkonsuls in Apia, Dr. Rose, wegen angeblicher Beschimpfung bes Oberrichters Chambers nicht bas minbefte bekannt. Die amerikanische Regierung dürfte auch noch nicht in der Lage sein, Anträge dieser Art zu begründen, da bei der Entfernung und der mangelhaften telegraphischen Verbindung mit Samoa eine authentische Feststellung der Vorgänge bei der Königswahl in allen Einzelheiten noch geraume Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Was die Meldung der „Morning Post" betrifft, Deutschland habe in Washington die Versicherung abgegeben, es beab


