Ausgabe 
30.12.1899 Erstes Blatt
 
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besseren Bühnen gemacht.

nach Möglichkeit zu unterstützen.

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Eine englische Kritik der Burenstrategie.

DieArmy und Navy Gazette" schreibt heute:

Die Burenerfolge der militärischen Geschicklichkeit von Aus - I l ändern zuzuschreiben, stellt unsere Offiziere in ein Licht, das sie nicht verdienen. Wenn Deutsche, frisch vom Paradeplatze, fähig sind, chre Methoden den Bedingungen der südafrikanischen Kriegführung mit solchem Geschicke anzupassen, daß sie europäische Wissenschaft in ein Burengewand stecken, so erteilen sie englischen Offizieren, welche über | die ganze Welt hin gefochten haben, die derbste Lektion, denn nur in Transvaal haben wir schwere Niederlagen erlitten. Zum Glück thun sie nichts derartiges. Das einzige Gefecht, in welchem sich eine Spur höchsten militärischen Wissens findet, war der Kampf am Tugela, wo die Buren sich ein ausgezeichnetes Zeugnis in der Strategie ausgestellt. Bei Nicholsons Neek, Stormberg und am Modderfiuß verdankte der Feind seinen Erfolg ausschließlich der eigenen Gewandtheit. Mit leichten Variationen wurden in jedem Falle dieselben Taktiken von Sadowa oder Sedan angewandt und diese waren auf den Schlachtfeldern Süd­afrikas bereits eingebürgert. Zweifellos giebt es viele deutsche Offiziere bei den Buren, aber sie sind Schüler der südafrikanischen Kriegskunst und nicht Lehrer.

Daß die Strategie und die Taktik der Buren bewunderungs­wert gewesen, ist von allen Seiten anerkannt; daß sie das Ergebnis fremder Leitung, ist fraglich.

Zweifellos ist es besser, zuzugestehen, daß wir uns in unserer Schätzung der Kampffähigkeit des Buren getäuscht, als ihm auch nur ein Jota des ihm zukommenden Lobes als Soldat vorzuenthalten. In seiner eigenen besonderen Art Der Kriegführung ist er unüber­troffen, und diese ist es, nicht aber die Regeln wissenschaftlicher

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Handbücher oder des Paradeplatzes, welche unsere Generäle vor den Kopf gestoßen hat. Der Bur ist ein geborener Soldat, das Produkt einer mehr denn ein Jahrhundert alten, ununterbrochenen Kriegsführung wider die Eingeborenen. Seine Theorie mag ganz falsch sein, aber da er ein fähiger Schüler in der Schule praktischer Erfahrung ist, so stört ihn das wenig. Er adoptiert seine Methoden in so be- wunderungswürdiger Weise den Umständen, daß es thatsächlichem Genie gleichwertig ist. Viele dieser Methoden sind den Kaffern, manche den Basutos, andere den Hottentotten entlehnt, manche das Ergebnis der Natur des Landes, aber da wir von ihnen allen in einem früheren I Kriege bereits die Folgen kennen gelernt und unter ihnen gelitten, hätte I man erwarten dürfen, daß eine Wiederholung desien unmöglich wäre. ,

In demselben Militärorgan finden wir folgende Kri- I tiken der letzten Niederlagen und ihrer Urheber:

Unfete Generale auf dem Kriegsschauplätze haben mit der ein- I zigen Ausnahme des Generals French alle Fehler gemacht, einige I davon sehr ernste. Die Niederlage von Colenso war eine überaus ernste I und was noch weit schlimmer ist, sie war charakterisiert, wenn nicht voll- I ständig verschuldet durch militärische Unfähigkeit unsererseits. Der Ernst der Niederlage (das Wort ist ein häßliches, trifft aber hier zu) wird durch 1100 Tote und Verwundete und den Verlust von 12 Ka­nonen illustriert. Die moralischen Folgen werden zahlreich und weit- I reichend sein und, was das Schlimmste ist, sie werden niemals ganz I verwischt werden können, selbst wenn wir sofortige oder schließliche Erfolge I unserer Waffen erwarten. Der Angrisfsplan Buller's (den man I endgiltig noch nicht kritisieren kann) erscheint auf den ersten Blick ganz I außergewöhnlich unüberlegt; er führte gegen einen in starker Stellung befindlichen Feind zwei Brigaden, welche zwei englische Meilen I von einander entfernt, eine der schwierigsten der Militärwissenschaft be- I kannten Bewegungen ausführen sollten, nämlich den Uebergang über I einen schnellfließenden Fluß, unter schwerem Feuer, noch ehe der eigentliche Angriff begonnen. Es ist richtig, daß General Buller I eine Brigade zur Unterstützung jedes dieser Vorstöße bereit hielt, I und daß er einen Teil seiner vierten Brigade und seine gesamten berittenen Truppen zum Schutze seiner rechten Flanke zu ver- I brauchen gezwungen war. Aber General Lyttleton's Brigade scheint I ganz unthätig zugesehen zu haben, während die übrigen zwei Brigaden I einzeln geschlagen wurden. Da General Buller mindestens einige I 20000 Mann bei sich hatte, ist es kaum abzusehen, wie er dieselben in zweckloserer Weise zersplittern konnte. Die Abwesenheit jeder I ernsten Rekognoszierung ist besonders zu tadeln, so zum Beispiel, daß die Truppen nicht einmal wußten, daß der Feind den Fluß unter­halb Colensos gedämmt und dadurch die zu durchwatende Bridle Drift unpassierbar gemacht hatte (es stellt sich jetzt heraus, daß die I Avantgarde Harts gar nicht über den Fluß hinüber kam, sondern die Leute sofort umkehrten, als die vordersten im Wasser verschwanden und ertranken). Das Vorgehen Oberst Longs bis zum Flußufer ohne Plänkler, und ohne das Terrain irgendwie ausgekundschaftet zu haben, beweist eine vollständige Abwesenheit der allergewöhnlichsten Vorsicht auf Seiten der kommandierenden Offiziere. Lord Methuens Stellung ist höchst besorgniserregend, ob seine Ver­bindunglinie sicher, ist überaus zweifelhaft. Mafeking ist fast hoff­nungslos; Kimberley kann kaum noch widerstehen."

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Berlin, 28. Dezember. ImBerliner Tageblatt" wird ein Aufruf des deutschen Freikorps in Trans­vaal veröffentlicht, in welchem um möglichst rasche Hilfe gebeten wird, um die schon vor dem Krieg durch die lang­anhaltende Krisis in vielen Familien bestandene Erwerbs­losigkeit und das dadurch hervorgerufene Elend mildern zu können.

Paris, 28. Dezember. Der Kriegsminister Galliffet hat den Hauptmann Demange dazu bestimmt, sich dem General­stab der Buren anzuschließen, um auf deren Seite die Kriegsereignisse in Südafrika zu verfolgen.

London, 28. Dezember. DieTimes" berichten aus Laurentzv Marques, deutsche Schiffe ständen in dem Verdacht, Kriegskontrebande einzuschmuggeln. Der Korrespondent dieses Blattes fordert daher die englischen Behörden auf, nicht nur die Güterlisten einer Revision zu unterziehen, sondern auch sämtliche Gepäckstücke dieser Dampfer öffnen zu lassen, um sich zu überzeugen, daß keine Waffen oder sonstige Kriegskontrebande darin enthalten sind.

London, 28. Dezember.Daily News" erfahren aus Kapstadt, daß Buller nach Kapstadt zurückkehren werde, um sich dort mit der 5. Division General Warren zu ver­einigen und sich dann zur Unterstützung des Generals Methuen nach dem Modderriver zu begeben. Andererseits.verlautet, daß General Warren sich in Pietermaritzburg aufhalte, um sich von hier weiter nach Chieveley zu begeben, wohin auch der größte Teil seiner Division von Kaptown aus marschiere.

Emer Reutermeldung aus Ladysmith zufolge haben die Buren während der Weihnachtsfeiertage nur ein I schwaches Bombardement auf die Stadt veranstaltet, welches keine weiteren Folge hatte.

Wie aus Chieveley berichtet wird, eröffneten die Buren nach eintägiger Ruhe am 26. Dezember wieder das Feuer. Sie kamen am Südufer des Tugela mit der englischen Reiterei ins Gefecht, welches noch fortdauert.

DemSunday Special" wird aus Südafrika ge­meldet, daß sich Cecil Rhodes auf alle Eventualitäten vorbereite. Ein Luftballon stände bereit, in welchem die führenden Männer in Kimberley nötigenfalls die Stadt ver-

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Kokales und Provinzielles.

Gießen, 29. Dezember 1899.

** Vieh- und Krämermärkte pro 1900 finden in Gießen statt: -4- 9. Januar, -j-30. Januar, -j-13. und 14. Februar, 6. und 7. März, 27. und 28. März, 10. und 11. April, 24. und 25. April, 8. und 9. Mai, 22. und 23. Mai, 13. Juni, 26. und 27. Juni, 17. und 18. Juli, 7. und 8. August, 28. und 29. August, 18. und 19. September, 23. und 24. Oktober, 6. und 7. November, 27. und 28. No­vember und + 11. Dezember. Die Märkte mit + be­zeichnet sind nur Biehmärkte, während die übrigen Vieh­märkte mit einem Krämermarkt verbunden sind. Die Vieh­märkte finden bekanntlich nur statt, wenn die Maul- und Klauenseuche kein Hindernis bietet.

Stadttheater. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, sind die Eintrittspreise für die am NeujahrStage, nachmittags 4Uhr, stattfindende Aufführung vonMadame Sans Gene" folgendermaßen festgesetzt: Loge 1.50 Mk., Sperrsitz 1 Mk., 1. Parkett und Estrade 75Pfg., 2. Parkett 50 Pfg., Gallerie 30 Pfg. Abonnementbillets haben zu dieser Vorstellung keine Giltigkeit. Dagegen findet am Neujahrstage die Abendvorstellung im Abonnement bei gewöhnlichen Preisen statt. Gegeben wirdDer G o ld- Onkel", große Posse mit Gesang in 6 Bildern von Emu Pohl. Die von vielen Seiten gewünschte Wiederholung i vonZaza" ist nunmehr auf Dienstag den 2. Januar 1900 j festgesetzt. Als nächste Novität geht am Mittwoch dem 3. Januar Moser und Trothas dreiaktiges LustspielAuf Strafurlaub" in Szene, worauf wir schon heute auf» _____Auf Straf urlaub" hat vom I Berliner Königl. Schauspielhause aus, wo es zuerst auf-

Telegramme desGießener Anzeiger".

Loudon, 29. Dezember. Nach Meldungen aus M a s e r u sind die Basutos infolge des Sieges der Buren bei Colenso im Begriff, sich gegen die Engländer auf­zulehnen. Nach einer Meldung aus Prätoria vom 19. Dezember wurde dort ein feierlicher Gottesdienst für den großen Sieg über die Engländer ab­gehalten. Der Geistliche dankte Gott für den großen Sieg und sprach warme Gebete für die toten und verwundeten Feinde. Er ermahnte das Volk, sich nicht einem finsteren Rassenhasse hinzugeben, sondern um baldigen Frieden zwischen beiden großen

Nationen zu bitten.

Die LiverpoolerDaily Post" berichtet, Lord Salisbury werde nach Beendigung des Krieges sein Amt als Premierminister niederlegen.

Wien, 29. Dezember. Einer römischen Privatmeldung zufolge wird der Papst dem Kaiser Franz Josef durch einen besonderen Gesandten ein Schreiben überreichen lassen, in welchem der Papst den Kaiser bittet, durch seine per- I merksam machen mochten, sönliche Intervention bei der Königin Viktoria die Be- | Berliner König!. Schau- - ... r.,

strebungen des Papstes zur Beilegung des Krieges! geführt wurde, schnell mit Erfolg seinen Weg über sämtlich

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und man kann schon stark mit der Eventualität einer Ein­schließung Bullers nach berühmten Mustern (White, Me­thuen) rechnen. Die folgende, heute erst bekannt gegebene Meldung eines fünf Tage zurückliegenden Vorfalles ist jedenfalls überholt.

Lager in Chieveley, 22. Dezember. Kundschafter be- richten, daß eine große Anzahl von Buren sich süd­lich vom Tugela befinden. Eine englische Abteilung j unter Lord Dundeald rückte sofort zum Angriff gegen sie j aus. Die Buren zogen sich jedoch, als sie die englischen Truppen sahen, auf die andere Seite des Flusses zurück. 500 Stück Vieh wurden von den Engländern er­beutet.

In der Schlacht bei Colenso sollen nach Ermittelungen auf burischer Seite 700 Mann gefangen und bereits in Prätoria angekommen sei. Die englischen amtlichen Berichte geben nur 221 Mann als vermißt an, also 479 zu wenig. Der Gesamtverlust der Engländer wäre demnach nicht auf 1107, sondern auf 1586 Mann zu beziffern.

Die französischen Obersten de Ville.'bois, Mareul und der deutsche Offizier Braun, welche bei den Buren die Schlacht beobachteten, erklären, daß keine europäische Armee besseres hätte leisten können als die Buren. Die Burengenerale Botha und Trichart waren stets an den gefährlichsten Punkten zugegen. Elf Ambulanzen arbeiteten an der Bergung der britischen Toten. Das Resultat war eine vernichtende britische Niederlage. Die Engländer erbaten und erhielten I einen eintägigen Waffenstillstand, um die Toten zu be- I graben.DailyNews" meldet aus Chieveley vom ^.De­zember:Je mehr von der Schlacht bekannt wird, desto verhängnisvoller erscheint sie." DerStandard" meldet I aus Durban vom 18. Dezember: 763 Verwundete aus der I Tugela-Schlacht trafen hier ein. Nach einer Meldung der Daily News" ist ein Leutnant Buller unter den Ge­fangenen, vermutlich ein Sohn des Generals Buller.

Aus der Kapkolouie

liegt uns folgende Nachricht vor:

Sterkstrom, 22. Dezember. Es verlautet, daß am Donnerstag auf einem Rekognoszierungsmarsch auf Dord­recht die Brabanter Reiter, die berittenen Schützen und eine Abteilung der Kap Polizei unter Oberst Montmorency eine 130 Mann starke Abteilung Aufständischer an der Zweigbahn nach Jndwc zersprengt hätten. Die Auf­ständischen seien geflohen und hätten das Lager mit der Ausrüstung, den Wagen und Gewehren zurückgelassen. Von den Engländern sei keiner verletzt worden.

Nach späteren Meldungen waren indes blos 30 Buren beteiligt und es wurden nur ein Wagen und eine Anzahl Gewehre erbeutet. So schrumpfen die englischen Errungen­schaften, bei Lichte besehen, stets auf nichts zusammen. Gestern wurde bekanntlich gemeldet, 150 Mann englische! Polizeitruppen hätten Dordrecht besetzt und der Feind sei zurückgegangen. Entweder ist diese Nachricht falsch oder es handelt sich wieder um ein Manöver der Buren und eine Falle für die Engländer. Jedenfalls sind die Buren in der dortigen Gegend so stark, daß sie nicht im entferntesten genötigt sind, vor einer Hand voll Polizeitruppen zurück­zuweichen, und dies umsoweniger, als die holländische Be­völkerung von Dordrecht und Umgebung mit ihnen sym­pathisiert und zum Teil zu ihnen übergegangen ist.

Bon weit größerem Belang ist die Meldung der Lon­donerEvening News" aus Kapstadt, nach welcher die Polizei ein

Bureukomplott

entdeckt hat, welches bezweckte, während des Weihnachts­festes die militärischen Magazine in Kapstadt zu zerstören und wichtige Persönlichkeiten festzunehmen. Schon gestern waren ähnliche Meldungen zu verzeichnen, welche erkennen lassen, daß die Erhebung der ganzen Kapkolouie nur noch eine Frage kürzester Frist sein kann. In England ist man sich der dort drohenden Gefahr, welche die britische Hegemonie in Südafrika auf das aller- ernsteste bedroht, wohl bewußt, und wir halten es daher für glaubhaft, daß Lord Roberts den Kriegsplan dahin abgeändert hat, daß zunächst alle verfügbaren Streitkräfte nach dem Centralkriegsschauplatz geworfen werden sollen.

Sonst sind noch folgende Nachrichten zu verzeichnen: London, 27. Dezember. Aus Kapstadt wird ge­meldet: Die deutschen Behörden in Damaraland ge­statten weder Mannschaften noch Pferden für die Krieg­führenden die Grenze zu überschreiten. Die Neutralität wird streng beobachtet. (Mgdb. Ztg.)

Austsud.

Wien, 28. Dezember. Der Kaiser empfing heute vor­mittag den ungarischen Ministerpräsidenten Szell in Audienz. Alsdann hatte der Letztere eine Konferenz mit dem Minister­präsidenten v. Wittek wegen Festsetzung jener Daten, auf Grund welcher der Kaiser die Quote bestimmen wird.

Wien, 28. Dezember. DieNeue Freie Presse" be­merkt zu dem bevorstehenden Besuche des Königs von Serbien, daß derselbe lediglich ein Akt der Höflichkeit sei, an welchem Rußland durchaus keinen Anstoß zu nehmen brauche.

Wien, 28. Dezember. In der heutigen Delegations­sitzung brachten die Jungczechen eine Interpellation an den Grafen Goluchowski, betreffend die Aus­weisung österreichischer Staatsbürger aus Preußen ein. Alsdann hielt der Jungczechc Gregr eine längere Rede gegen die Budgetvorlage, in welcher er den Dreibund als schädlich für Oesterreich erklärte. Schließlich wurde das Budget­provisorium angenommen.

Loudon, 28. Dezember. DerTimes" wird aus Wien gemeldet, die von Rußland an der afghanischen Grenze vor­genommenen Truppenverschiebungen trügen keinen feind­seligen Charakter, sondern würden zur Wahrung russischer Interessen für jede Eventualität ausgeführt.

Konstantinopel,28. Dezember. Zehn junge Türken, darunter der Sohn des Staatsrats Ismael Kemal Bey, welcher Urheber der Sympathieadresse an die Engländer war, beabsichtigten, sich nach Südafrika einzuschiffen, um an der Seite der Engländer zu kämpfen. Die­selben wurden aber verhaftet.

Konstantinopel, 28. Dezember. Die -russische Botschaft betreibt mit großer Energie die von russischer Seite gestellte Forderung wegen Gewährung einer Konzession zum Bau einer Eisenbahn Batum-Trapezunt.

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Belgrad, 29. Dezember. Die serbische Rote Kreuz- Gesellschaft hatte in England angefragt, ob ihre Hilfe erwünscht sei, jedoch einen ablehnenden Be­scheid erhalten. Den Buren wurden 2000 Francs Unter» stützung gesandt.

Deutsches Keich.

Berlin, 27. Dezember. Der Kaiser hörte heute morgen die Vorträge des Kriegsministers v. Goßler und des Chefs des Militärkabinetts v. Hahnke und empfing um 1 Uhr den österreichisch - ungarischen Militärattachee, Major Grafen Stingkh.

Wie derReichsanzeiger" meldet, wurde dem Ministerialdirektor im Kultusministerium, vr. Kuegler, der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat mit dem Prä­dikat Exzellenz verliehen.

Die dem Bundesrate zugegangenen Entwürfe einer Seemannsordnung, eines Gesetzes, betr. die Verpflichtung deutscher Kauffahrteischiffe zur Mitnahme heim­zuschaffender Seeleute, eines Gesetzes, betr. die Stellen­vermittelung für Schiffsleute, und eines Gesetzes, betr. Abänderung seerechtlicher Vorschriften des Handelsgesetz­buches, nebst Begründung, sind in der heutigen Nummer desReichsanzeigers" abgedruckt.

Der General der Kavallerie, Graf v. Lehndorff, Generaladjutant Kaiser Wilhelms L, hat sich in Königs­berg i. Pr. einer Operation unterziehen müssen. Es wurde ihm in der dortigen Klinik das rechte Bein abge­nommen.

Köln a. Rh., 28. Dezember. Außer den Krupp'schen Werken sind nunmehr auch den Akkumulatorenwerken Gott­fried in Hagen und Kalk englischerseits Kriegs - bestellnngen zugegangen. Bei letzterem Werke handelt es sich um 40 Tonnen Bleikugeln, zu deren schleunigster Herstellung das Werk die angestrengteste Thätigkeit ent­wickelt.

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