Neueste Meldungen.
sich
Wand. Die Katastrophe scheint eingctreten zu sein, als die Verunglückten noch bei ihrem Mittagsschlafe waren, von welchem sic nun nicht mehr erwachen sollten. Genau läßt sich die Zahl der Verschütteten noch nicht feststellen. Keiner weiß anzugeben, wie viel Leute sich im Augenblick des Einsturzes im Bau befunden hatten, da der einzige von den Stncka» turern, der durch den Zufall, daß er sich im Keller befand, gerettet wurde, in der Aufregung selbst nicht genau sagen konnte, wie viele seiner Mitarbeiter verschüttet waren. Durch die Baupolizei wurde festgestellt, daß noch zehn Verputzer und Stuckaturer vermißt werden. Es spielten sich da auf den abgesperrten Straßen ganz wehmütige Szenen ab; Frauen und Kinder forschten beklommenen Herzens nach ihren in dem Bau beschäftigt gewesenen Angehörigen, über deren Schicksal sie gern Gewißheit gehabt hätten. Die Namen der Verschütteten sind, soweit wir feftstellen konnten, die Stuckaturer Albertz, Vater und Sohn, Zander, Vater und Sohn, Joseph Lebons, Wilh. Wilms und der Handlanger Dott, die bei der Firma H. Grünewald in Ehrenfeld beschäftigt waren; ferner der Stuckaturer Heinen (der Bruder wurde gerettet), ferner der Stuckaturer Bodenbach, der auf dem Kleinen Griechenmarkt wohnende erste Polier und Schachtmeister Geuz und der Stuckaturer Vogel, der Vater des unter den Trümmern hervorgezogenen zwölfjährigen Knaben. Unsägliches Weh hat dieser entsetzliche Unglücksfall wieder über zahlreiche- Familien gebracht. Der Sohn eines der Verunglückten, der in Aachen seiner Militärpflicht genügt hat, kehrte heute früh nach überstandener Dienstzeit als Reservist ins Elternhaus zurück und hoffte, die Seinen froh und munter wiederzusehen; statt dessen wird ihm die erschütternde Nachricht vom plötzlichen jähen Tode seines Vaters zuteil. Wem die Schuld an dem sehr beklagenswerten Unglück beizumeffen ist, wird die Untersuchung ja ergeben. Der Architekt, der den Ban aufführen sollte, halte, wie wir erfahren, die Ausführung desselben dem in Sülz wohnenden Maurermeister Peter Bus Übertragen. Durch die Baupolizei wurden in dcffen Bureau im Laufe des Nachmittags die Baupläne und Zeichnungen in Beschlag genommen. Nach dem Urteil verschiedener Sachverständiger, die am Nachmittag und am Abend die Unglücksstätte besichtigten, dürfte doch bei der Aufführung des Baues nicht die erforderliche Vorsicht und Gewissenhaftigkeit gewaltet haben. So scheint es, als ob an der rechten Giebelwand des eingestürzten Hauses eine nur etwa einen halben oder ganzen Ziegelstein dicke Mauer in loser Anlehung an eine bereits vorhandene ältere Mauer aufgebaut, mit dieser letzteren aber nicht kröpft worden ist. Auf diesem als Stützmauer dienenden Mauerwerk scheinen nun die eisernen Träger, die in der ganzen Breite des Baues durchgeführt waren, keinen Halt mehr gehabt zu haben. Sie sind ausgewichen und haben die linke Giebelmauer zum großen Teil ausgedrückt und dadurch den Zusammenbruch des ganzen Bauwerks herbeigeführt. Wie wir noch erfahren, war der Bauherr, Herr Hartmann, bis gegen 1 Uhr noch in dem Bau, um das schon vollständig unter Dach befindliche Gebäude zu besichtigen. Hätte er nur noch kurze Zeit in demselben verweilt, so wäre er wahrscheinlich auch ein Opfer der Katastrophe geworden. Heute vormittag soll die gerichtliche Besichtigung der Unglücksstätte durch mehrere vereidete Sachverständige und die Ver- I reter der Gerichtsbehörden stattfindcn. Dr. Klein und Oberarzt Dr. ! Dreesmann weilten bis zum späten abend noch auf der Unglücksstätte, um erforderlichen Falles sofort ärztliche Hilfe leisten zu können. Die an die stehengebliebenen Wände anstoßenden Hinterbauten der Breitestraße und Richmondstraße wurden aus Sicherheitsrücksichten geräumt.
Kiel, 29. September. Sämtliche bei der Kata- strophe auf dem Kreuzer „Wacht" verletzten Leute
Patienten gegenüber zu 2y2 Monaten Gefängnis verurteilt.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 29. September. Das Kaiserpaar befand gestern vormittag und nachmittag auf der Jagd in Rominten. Die Kaiserin stattete vormittags der dortigen Kinderbewahr-Anstalt einen Besuch ab und unternahm nach der Frühstückstafcl bei herrlichem Welter eine längere Spazierfahrt.
Kirche und Schule.
Bremen, 28. September. Die45. Versammlung der Philologen und Schulmänner faßte gestern nach einem Vortrag des Professors Dr. Kehrbach (Berlin) über die Veröffentlichungen der Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte einstimmig eine Resolution, in welcher die hohe Bedeutung der im großen Stile betriebenen und von Professor Kehrbach gegründeten und geleiteten wissenschaftlichen Unternehmungen der Gesellschaft anerkannt und der Rcichs- regierung und dem Reichstag Dank ausgesprochen wurde für ihre that- kräftige Förderung der Bestrebungen der Gesellschaft. — Zum Schluß der Sitzung lief bei der Versammlung die folgende telegraphische Antwort auf das an den Kaiser gesandte Huldigungstelegramm ein:
„Se. Majestät der Kaiser und König lassen für den freundlichen Gruß der 45. Versammlung deutscher' Philologen und Schulmänner danken. Auf Allerhöchsten Befehl v. Lukanus, Geh. Kabinettsrat."
Der Hauseinsturz in Köln.
Köln, 28. September.
In der Wolfstraße stürzte, wie wir schon kurz mit- teilten, gestern nachmittag gegen 1% Uhr plötzlich ein neu aufgeführter, vier Stockwerke hoher Hinterbau ein. Das Gebäude war für die Firma Hartmann und Starck zu Magazinzwecken errichtet worden; es befand sich schon unter Dach und Fach und unterlag eben den inneren Verputz- 2C. Arbeiten. Die im Innern des Gebäudes thätigen Stuckaturer, Schutzdeckenarbeiter und Handlanger — der vorläufigen Feststellung nach 13 an der Zahl — hatten nach der Mittagspause soeben ihre Arbeit wieder ausgenommen, als ganz unvermutet der Einsturz aus bisher unaufgeklärten Ursachen erfolgte. Das etwa 15 Meter tiefe Haus fiel in wenigen Augenblicken vollständig in sich zusammen und begrub sämtliche, meist in den oberen Stockwerken thätigen Arbeiter bis auf einen, den Stuckaturer Johann Heiden, der im Keller beschäftigt war und sich mit knapper Not durch das Fenster retten konnte, unter den aus Steinen, Balken und schweren Eisenträgern gemischten Trümmern. Es wurde sofort die städtische Berufswehr und die Polizeibehörde benachrichtigt. Erstere entsandte schleunigst einen Wagen mit Rettungsmannschaften, dem in den nächsten Minuten zwei weitere Wagen folgten. Sofort begannen die Rettungsarbeiten, die bei dem geradezu entsetzlichen Durcheinander von meterhoch aufgetürmten Schuttmassen, Balken, Eisenteilen und Steinen eine überaus schwierige Aufgabe darstellten, die um so verantwortungsvoller war, als mit Rücksicht auf die unter den Trümmern noch etwa lebenden Personen die Gefahr von Nachstürzen sorgfältig vermieden werden mußte. Nach etwa anderthalbstündiger Thätigkeit stieß man nun zunächst auf zwei Leichen; es waren die Schutzdeckenarbeiter Christ und Vogel. Der letztere soll Vater von sechs Kindern sein. Sein 12 jähriger Sohn hatte ihm das Essen auf den Bau gebracht und war vom dritten Stockwerk aus mit in die Tiefe gestürzt. Schon gegen 4 Uhr zeigte es sich jedoch, daß das Kind lebte, denn es gab auf Anrufe Antwort und konnte sich außerdem durch Klopfen bemerkbar machen. Man setzte nun an der Stelle, wo der Knabe verschüttet war, mit verdoppeltem Eifer die Aufräumungsarbeiten fort und gegen 43/4 Uhr gelang es denn auch, das Kind hervorzuziehen. Es war beim Sturze durch Balken, die sich über den Knaben legten, ein Dach bildeten und die nachstürzenden Schuttmassen auffingen, in einen Hohlraum geraten und so gereitet worden. Seine Arme und der Oberkörper waren allerdings zum Teil mit verschüttet, doch anscheinend so, daß das Kind schwerere Verletzungen nicht erlitten hatte. Als es hervorgeholt wurde, zeigte es nur einige blutende Abschürfungen am Gesicht und am Hinterkopf, die dem Vernehmen nach für wenig bedenklich gehalten werden. Der wunderbar errettete Knabe wurde ins Bürgerhospital gebracht. Inzwischen waren auch der Regierungspräsident Frhr. von Richthofen, Polizeipräsident Weegmann, Staatsanwalt v. Brewer, Polizeibaurat Rückert und Geistliche auf der Unglücksstätte erschienen. Als gegen 5 Uhr der Knabe geborgen war, horchte man an verschiedenen Stellen der Trümmer, ob sich noch etwa Lebende darunter befänden; da jedoch auf wiederholte Anrufe und auf mehrfaches Klopfen keine Antwort erfolgte, so mußte leider angenommen werden, daß die unter den Gesteinsmassen liegenden Arbeiter samt und sonders tot seien. Man stellte nun für eine kurze Zeit die Arbeiten ein, um den Leuten eine Erholung zu gönnen, und setzte dann bei Fackelschein und elektrischem Licht das mühevolle Werk der Aufräumung fort. Unter den Trümmern müssen nach der Angabe des geretteten Arbeiters noch zehn Personen liegen, so daß das schreckliche Unglück allem Anscheine nach nicht weniger als 12 Opfer gefordert hat! lieber die Ursache der Katastrophe läßt sich, der „Köln. Zig." zufolge, bis jetzt nichts sagen. Von dem Gebäude steht lediglich noch die Hinterwand und die linke Seitenwand; die vordere Mauer ist ganz, die rechte Seitenmauer zu Dreivierteln eingestürzt, ebenso der ganze Jnnen- bau. — Dieser erschütternde Unglücksfall ist der dritte Hauseinsturz in Köln innerhalb anderthalb Jahren.
Ueber die Aufräumungsarbeiten berichtet die „K. Z." noch weiter:
Den ganzen Abend und die Nacht hindurch wurden teils bei strömendem Regen die Aufräumungsarbciten fortgesetzt. Außer der Berufswehr beteiligten sich auch die beiden Kompagnien der Reservewehr an denselben, die mit außerordentlicher Vorsicht geleitet werden mußten, da die rechte Giebelwand sowie die Rückenwand und das noch stehengebliebene Mauerwerk des Lichtschachtes in großer Gefahr waren, einzu- stürzen. Brandinspektor Gerhartz und Abteilungsführer Gärtner von der Reservewehr und Brandmeister Krätschel von der Berufswehr wechselten sich gegenseitig in der Leitung der Bergungsarbeiten ab, an welchen auch ungefähr fünfzig Zimmerleute teilnahmen, die sich angesichts des traurigen Unglücksfallcs auf die Aufforderung des Obermeisters der Zimmermeister- Jnnung, bei der Abräumung mitzuhelfen, gern bereit erklärten. Diese Ceute arbeiteten in mehreren Schichten von 8 Uhr abends an bis zum Morgen und erhielten mehrfach zu ihrer Stärkung Kaffee und Butterbrote. Die Hoffnung, daß irgend einer der unter der Last der Trümmer Begrabenen noch lebend zutage gefördert werden könnte, schwand im Laufe des Abends immer mehr. Unter Fackelbeleuchtung und beim Schein Dottyscher Petroleumlampen und elektrischer Bogenlampen wurden mit vieler Mühe die wie Streichhölzer gebrochenen schweren Balken, Teile von Zlnunerböden, vollständig trnmmgeboqene D-Eisen bie Dachtrümmer und Schuttmassen sorgfältig abgetragen, um jede Erschütterung zu vermeiden. Aber der gewaltige Trümmerhaufen ver- ringerte sich nur ganz allmählich, trotzdem unausgesetzt geschafft wurde Dies ist erklärlich, wenn man bedenkt, daß das gesamte Material des ganzen inneren Baues, das aus fünf Stockwerken und zwei übereinander gelegenen Kellern bestand, in den untersten Keller zusammengebrochen ist. Das Unglück hätte aber leicht noch schlimmer werden können. Um die Mittagsstunde pflegte ein zur Linken des eingestürzten Hinterhauses wohnender Herr mit seiner Familie nachmittags um die Zeit des Un- glückssalles in seinem Gartenhause den Kaffee zu nehmen. Wegen ungünstiger Witterung war dies gestern unterblieben. Das Gartenhaus wurde durch die ausweichende Giebelmauer, die auf dasselbe stürzte, vollständig zertrümmert. In verschiedenen Stockwerken hängen noch die Kleidungsstücke der verunglückten Stuckaturer und Verputzer an der
। ftnb wiederhergestellt und bis auf den Signalmaat Schmidt aus dem Lazarett entlassen. Sie haben einen drei-
I wöchentlichen Urlaub in die Heimat erhalten. Die Enl- I lassung des Signalmaat Schmidt steht bevor.
Paris, 29. September. Die Kommission des Staatsgerichtshofes ermächtigte die Advokaten DöroulSde's I und der Nationalisten die Dossiers zu prüfen. In dem- I selben fanden die Advokaten keinen Beweis dafür, daß I die Angeklagten irgendwelche Gemeinschaft mit I den beschuldigten Royalisten und Antisemiten I gehabt haben.
I Sofia, 29. September. Der Fürst von Bulgarien, I welcher in Rustschuk eingetroffen ist, fand bei seiner Nück- I kehr bereits eine Ministerkrisis vor. Der Minister- I Präsident und der Minister des Innern haben ihre Demission I gegeben. Sämtliche Minister sind nach Rustschuk abgereist, I wo sie eine Unterredung mit dem Fürsten haben werden. I Haag, 29. September. Ein Telegramm aus Atjeh I (Batavia) meldet, daß die holländischen Truppen I nach einem Treffen mit den Eingeborenen dieselben in I die Flucht geschlagen und ihre Anführer gefangen I genommen haben.
Lille, 29. September. Der hiesige Generalrat hat eine I Adresse an den Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau ge- I richtet, um ihn. und das Kabinett für die energische I Verteidigung der Republik zu beglückwünschen.
Die Minister-Krisis in Oesterreich.
Wien, 29. September. Eine definitive Entscheid I düng in der Angelegenheit der Ministerkrisi- ist noch immer nicht erfolgt. Das „Fremdenblatt"
I bestätigt jedoch, daß die Ernennung eines neutralen Beamten- I Ministeriums beschlossen ist. — Heute werden vom Kaiser eine I Reihe weiterer politischer Persönlichkeiten, darunter die Ob- I männer der deutschen Volkspartei und Fortschrittspartei, | Dr. Pergett, Dr. von Hochenburger sowie der Bürgermeister I Dr. Lueger in Audienz empfangen.
I , Wien, 29. September. Gestern abend hieß es, die I Bildung eines Beamten-Ministeriums Gautsch I s.ei noch keineswegs endgültig entschieden. Nach I einer anderen Meldung soll die Mission Gautsch bereits I gescheitert sein. Es sei auch die Berufung des Grafen I Clary zum Minister-Präsidenten möglich.
Die Arbeiterbewegung in Crenzot.
Paris, 29. September. Die Lage in Creuzot beunruhigt die hiesigen politischen Kreise immer mehr. Ein langwieriger Riesen-Ausstand von über 1OOOO Arbeitern erscheint unabwendbar. Die „Liberte" erzählt, die Frauen der Arbeiter betrieben besonders heftig den Strike. Auch I hört man von der Absicht sprechen, in einer gewaltigen I Karawane nach Paris zu ziehen. Die Regierung beorderte weitere Truppen in die Strike-Gegend.
Creuzot, 29. September. Die aus ständigen Ar- beiter werden von sozialistischen Rednern aufgefordert, nach Paris zu marschieren. Der Plan findet bei den Arbeitern Anklang, da mehrere Pariser Vereine sich bereit erklärt haben, dieselben thatkräftig zu unterstützen.
England nnb Transvaal.
London, 29. September. Wie die Blätter melden, ist bis gestern abend noch keine Antwort von Transvaal hier ein getroffen. Der englische
1 Kabmettsrat wird sich heute nachmittag 1 Uhr versammeln. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß Transvaal aufgefordert werden wird, beide Konventionen Englands anzunehmen, d. h. England wird neuerdings neue Forde- rungen in Bezug auf die Oberherrschaft stellen. Der einzige Punkt, in welchem England nachzugeben bereit ist, wäre die fünfjährige Ansässigkeit zur Erlangung des Wahlrechtes.
Loudon, 29. September. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt, daß ein Engländer namens Robertson mJohannesburg unter dem Verdacht der Spionage verhaftet worden ist.
London, 29. September. Der Präsident des Unterhauses kehrte gestern abend nach London zurück. Man glaubt, daß die „St. James Gazette" heute abend die Clnberufung des Parlamentes veröffentlichen wird.
London, 29. September. „Daily Telegraph" meldet aus Sanea, alle englischen Truppen, welche sich augen- dlicklkch auf Creta befinden, haben sich nach Südafrika eingeschifft.
London, 29. September. „Daily Telegraph" meldet aus Kapstadt: Die Ministerial-Partei des Parlaments von Kapstadt hat eine Adresse an die Königin Viktoria gerichtet, worin sie um Erhaltung des Friedens bittet.
London, 29. September. Nach hier eingelaufenen Meldungen werfen die Buren augenblicklich Festungswälle auf, welche die Gegend jenseits von Coles verteidigen sollen.
London, 29. September. Mac Leane, Mitglied des Parlaments und der Regierungs-Partei, richtete einen Brief an den Morning Leader, worin er gegen die Politik des Krieges scharf Stellung nimmt.
Loudon, 29. September. In militärischen Kreisen wird die allgemeine Mobilmachung erwartet. Die heutige Kabinettssitzung wird die Beschlüsse der Truppensendungen besiegeln, wobei vorläufig für die britische Macht in Südafrika 52 000 Mann für ausreichend gehalten werden. Der Einfall der Burentruppen in Natal wird jeden Augenblick erwartet. In der Verhaftung eines Engländers wegen Hochverrats wird eine Provokation erblickt.
Für die vom Hochwasser Beschädigten ginnen weiter bei uns ein: Von E. B. 3 JL. Ungenannt 3 T 3 UH, ». 1 UÄ, F. N. 3UL, H. I. 1UL, K. E 3UL Summ- 17 Ut Insgesamt 461.80 Ut
Weitere Gaben nimmt gerne entgegen
Die Expedition beS „Gietzener Anzeiger".
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag den 1. Oktober. 18. nach Trinitatis. Gottesdienst.
In der Stadttirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer vr. Grein.
Nächsten Sonntag, den 8. Oktober, findet Beichte und heil- Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde statt. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der JohanneSttrche.
Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler.
Nächsten Sonntag, den 8. Oktober, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. ,j
?Pfarrer Euler wohnt von heute an Alicestraße 13.
Wir sehen uns veranlaßt, daran zu erinnern, daß der Trauung in der Kirche auch ein einmaliges kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und richten deshalb an unsere Gemeindeglieder die Bitte, etwaige Trauungen spätestens eine Woche vorher bei dem zuständigen Pfarrer anzumelden, damit das Aufgebot noch rechtzeitig erlassen werden kann.
Pfarrer Dr. Grein wohnt jetzt Bahnhofstraße 42.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 80. September.
Nachmittags um 4Vi Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 1. Oktober. Rosenkranzfest.
Vormittags von 6Va Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;
vor und in deffelben Austeilung der heil. Communion; Vormittags um 8 Uhr: die zweite heil. Messe;
„ um 9Va Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2*/i Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen.
Im Monat Oktober ist täglich Rosenkranzandacht mit Segen, und zwar an den Sonntagen in der Nachmittagsandacht, an den Werktagen des Abends um 6'/2 Uhr.
WMWA Die Barmherzigen Schwestern
wohnen von nun an nicht mehr Liebigstraße 29, sondern Liebig- stratze 22, im früheren Pfarrhause, neben der Kirche.


