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linke Bein wurde zwischen Knie und Knöchel total abgefahren und am Kopf hat er sehr bedenkliche Verletzungen. — Der größte Teil des Zugs ging über ihn; wie er unter die Lokomotive kam, ist noch nicht aufgeklärt; er gab an, noch rasch über die Schienen gewollt zu haben. Das Unglück geschah auf freier Chaussee am Waldende nach der Stadt. Sch. ist verheiratet und hat fünf Kinder. Er wurde sofort im Stadt-Krankenhaus verbunden, nachdem der anhängende Teil des Beines amputiert war. — Im Seitengebäude eines Hauses in der unteren Bismarckstraße brach heute nachmittag 4 Uhr ein kleines Schadenfeuer aus, das aber sehr rasch gelöscht wurde, sodaß die Feuerwehr wieder abrücken konnte, ohne eingreifen zu müssen.
T. Offenbach a. M., 26. August. Für den diesjährigen deutschen landwirtschaftlichenGenossenschaftstag am 12. bis 14. September zu Breslau werden im Blatte des Allgemeinen Verbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften, der „Genossenschaftspresse" zu Offenbach wichtige Ergänzungen der Tagesordnung und Anträge veröffentlicht. — Die Produktiv-, Molkerei-, Bau-, Kornhaus rc. -Genossenschaften, überhaupt alle Genossenschaften, die mit größerem Anlagekapital, mit eigenen Gebäuden und Maschinen arbeiten müssen, finden seit jeher die größte Schwierigkeit für Gründung und Kreditbeschaffung darin, daß das Genossenschaftsgesetz es in keiner Weise gestattet, durch Bindung der Mitglieder auf mehrere Jahre eine stabile Arbeits- und Kapitalbeteiligung zu sichern. Zu dieser wichtigen Frage referiert der Direktor des westpreußischen Molkereiverbandes Gutsbesitzer P lehn-Gruppe, der zu dem Schluffe kommt, daß alle Versuche, die Produktivgenossenschaften durch besondere Statutbestimmungen vor den Schädigungen zu bewahren, die ihnen durch den plötzlichen Massen-Austritt von Mitgliedern zugefügt werden könnten, von den Gerichten zurückgewiesen worden seien, und daher, da die Schädigungen besonders für Molkereigenossenschaften sich in vielen Fällen verderblich gezeigt haben, nichts übrig bleibe, als eine darauf bezügliche Aenderung des Genossenschaftsgesetzes vom 1. Mai 1889 anzustreben, lieber die genossenschaftliche Organisation des Spiritusabsatzes, die im letzten Jahr für das ganze Reich zu stände gekommen ist, wird der bekannte Vorsitzende des Vereins für Spiritusindustrie Herr von Graß-Klanin, Mitglied des Herrenhauses, einen Vortrag halten. Oekonomie- rat Johannßen-Hannover spricht über den genossenschaftlichen Eierabsatz, mit dem in Nordwestdeutschland, namentlich in den entlegenen Bezirken der Lüneburger Haide, neuerdings glänzende Erfolge erzielt wurden, und empfiehlt die genossenschaftliche Organisation des Eierabsatzes allgemein mit Nachdruck zu fördern. Wo nicht andere Organisationen (Geflügelzuchtvereine rc.) den gemeinsamen Eierabsatz übernehmen wollten und nicht besondere Genossenschaften für diesen Zweck gegründet würden, erscheinen ihm die Molkereigenossenschaften als besonders berufen, den Eierabsatz ihrer Mitglieder auszuführen. Eine innige Fühlung, eventuell geschäftliche Centralisation der Verkaufsorganisationen innerhalb größerer Gebiete sei empfehlenswert. Für die wichtige Frage der Anlage von Mündel- und Stiftungsgeldern bei den ländlichen Spar- und Darlehnskassen ist in Landgerichtsrat Dr. Meise!-Darmstadt ein hervorragend sachverständiger Berichterstatter gewonnen worden. — Im ganzen sind jetzt 18 Verhandlungsgegenstände für die Tagesordnung angemeldet worden.
Vermischtes.
* Wiesbaden, 25. August. Das finanzielle Ergebnis des Turnfestes läßt sich noch nicht feststellen, soviel aber steht fest: der Garantiefonds braucht nicht herzuhalten. Der Umsatz war 120 000 Mk. Es ist aber genau festgestellt worden, was der Durst während der jüngsten sonnenbeschienenen Festtage zwischen den Bretterwänden des Festplatzes an Flüssigkeiten vertilgt hat. Es wurden getrunken: 14647 ganze und 758 halbe Flaschen Wein, 387 ganze Flaschen Champagner, 2554.4 Liter Schoppen-Wein, 6306 ganze und 1996 halbe Krüge Kronthaler Wasser, 52 Flaschen Turnerlimonade, 116 Flaschen Brauselimonade, 1017 Flaschen Sodawasser, 26 Flaschen Aepfelwein-Cham- pagner und 77 872 Liter Bier. Diese verschiedenen Getränke, in einen Bottich geschüttet, geben zusammen ungefähr das beträchtliche Maß von 103761 Liter Flüssigkeit!
* Leipzig, 28. August. Für die Errichtung eines Goethe-Denkmals in Leipzig hat der Rat der Stadt Leipzig einen Beitrag von 10,000 Mk. bewilligt.
* Die Volta Ausstellung in Como, die vor einigen Wochen durch eine gewaltige Feuersbrunst zerstört wurde, ist am 20. August ohne Sang und Klang wieder eröffnet worden. Die Gebäude der internationalen Elektrizitäts- Ausstellung und der Seidenindustrie-Ausstellung sind fast vollständig wieder hergestellt, und nichts erinnert mehr an das Vernichtungswerk des Feuers, das vor kurzem hier gewütet hat.
* Für das Goethedenkmal in Straßburg sind bisher rund 93 000 Mk. eingegangen, während der Kostenaufwand auf 120000 Mk. veranschlagt ist. Der Denkmals-Ausschuß ersucht daher alle Verehrerinnen und Verehrer unseres Dichters, die Vereine und Ausschüsse, welche zum 150. Geburtstage Goethes eine Gedenkfeier veranstalteten, auch des Straßburger Denkmals, das dem jungen Goethe gilt, zu gedenken und durch Gewährung und Sammlung von Spenden dazu beizutragen, daß mit der Ausführung des Denkmals bald begonnen werden kann.
* Aufbewahrung deutscher Geheimakten. Wie deutsche Geheimakten aufbewahrt werden, ist jetzt zur Zeit des Dreyfus - Prozesses ein recht interessantes Thema. Im Reichsmarineamt zu Berlin beispielsweise befindet sich neben einem Bureauzimmer ein einfenstriges Zimmer, das lediglich der Aufbewahrung von Geheimpapieren dient. In diesem Zimmer sind der Fußboden, die Wände und die Decken durch Eisen- und Stahlplatten gegen Einbruch und
Feuer gesichert, ebenso die Thür, die dreifach verschlossen wird. Das einzige Fenster hat ein starkes Gitter und wird im Innern noch durch Panzerplatten gesichert. Das Zimmer hat ungefähr 20 Geviertmeter Bodenfläche. Die Geheimakten liegen in drei großen Schränken, die stärker sind als die stärksten Geldschränke und in der Höhe etwa 2, in der Breite P/2 und in der Tiefe 1 Meter messen. Diese Schränke kann niemals eine einzige Person öffnen, weil dazu mehrere Schlüssel gehören, die sich stets bei verschiedenen Personen befinden. Zwei Schränke stehen an den mit einem Oelanstrich versehenen Wänden, einer zwei Meter von dem Fenster entfernt. Einen Tisch oder einen Stuhl enthält das Zimmer nicht. Nachts wird es von einem besonderen Wächter beaufsichtigt, der eine Kontrolluhr zu stellen hat.
* Goethe über die deutsche Einheit. Ein paar Jahre vor feinem Tode, im Jahre 1828, hat Goethe zu feinem treuen Schüler Eckermann sich gesprächsweise über die Zukunft Deutschlands geäußert. Es ist merkwürdig, wie klar Goethe schon damals die wichtigsten Faktoren unserer heutigen Kultur vor Augen sah und wie er eine kulturelle Dezentralisation Deutschlands forderte, wie sie uns heute als die sicherste und einzig denkbare Basis unseres geistigen Lebens erscheint. Es ist vielleicht angebracht, einen Teil dieses interessanten Gespräches heute einmal wieder sich ins Gedächtnis zu rufen. „Mir ist nicht bange", so hören wir Goethe sprechen, „daß Deutschland nicht eins werde, unsere guten Chausseen und künftigen Eisenbahnen werden schon das Ihrige thun. Vor allem aber sei es eins in Liebe untereinander, und immer sei es eins, daß der deutsche Thaler und Groschen im ganzen Reiche gleichen Wert habe; eins, daß mein Reisekoffer durch alle 36 Staaten ungeöffnet passieren könne. Es sei eins, daß der städtische Reisepaß eines weimarischen Bürgers von den Grenzbeamten eines großen Nachbarstaates nicht für unzulänglich gehalten werde, als der Paß eines Ausländers. Es fei von Inland und Ausland unter deutschen Staaten überall keine Rede mehr. Deutschland sei ferner eins in Maßgewicht, in Handel und Wandel und hundert ähnlichen Dingen, die ich nicht alle nennen kann und mag. „Wenn man aber denkt, die Einheit Deutschlands bestehe darin, daß das große Reich eine einzige große Residenz habe und daß diese eine große Residenz wie zum Wohl der Entwicklung einzelner großer Talente, so auch zum Wohl der großen Masse des Volkes gereiche, so ist man im Irrtum. — Man hat einen Staat wohl einem lebendigen Körper mit vielen Gliedern verglichen, und so ließe sich wohl die Residenz eines Staates dem Herzen vergleichen, von welchem aus Leben und Wohlsein in die einzelnen nahen und fernen Glieder strömt. Sind aber die Glieder sehr ferne vom Herzen, so wird das zu- strömende Leben schwach und immer schwächer empfunden werden.--Wodurch ist Deutschland groß, als durch
eine bewundernswürdige Volkskultur, die alle Teile des Reichs gleichmäßig durchdrungen hat? Sind es aber nicht die einzelnen Fürstensitze, von denen sie ausgeht und die ihre Träger und Pfleger sind? Gesetzt, wir hätten in Deutschland seit Jahrhunderten nur die beiden Residenzstädte Wien und Berlin, oder gar nur eine, da möchte ich sehen, wie es um die deutsche Kultur stände, ja auch um einen überall verbreiteten Wohlstand, der mit der Kultur Hand in Hand geht." Goethe führt den Nachweis für diese Behauptungen dann ausführlich; wir wissen, daß die Zeit ihm recht gegeben hat. Auch der letzte Satz dieses Gesprächs ist auch noch für unsere Zeit zutreffend: „Frankfurt, Bremen, Hamburg, Lübeck sind groß und glänzend, ihre Wirkungen auf den Wohlstand von Deutschland gar nicht zu berechnen; würden sie aber wohl bleiben was sie sind, wenn sie ihre eigene Souveränetät verlieren und irgend einem großen deutschen Reiche als Provinzialstädte einverleibt werden sollten? Ich habe Ursache, daran zu zweifeln." — So sah Goethe die deutsche Einheit im Geiste, wie wir sie besitzen — Goethe, dem gar manche noch immer nicht gnädig verziehen haben, daß er nicht deutsch gefühlt!
* lieber „amtliche Kontrole der Fernsprechgespräche" lesen wir in dem Bielefelder „Wächter": Vor dem Schöffengericht in Bielefeld kam kürzlich in einer Beleidigungsklage eine sämtliche Fernsprechteilnehmer interessierende Frage in der Verhandlung vor. Der Angeklagte hatte bei Zurückweisung eines seiner Ansicht nach vorliegenden Uebergriffs des dicnst- thuenden Telephonbeamten diesen beleidigt. Der Beamte hatte in die Unterhaltung des Angeklagten mit einem anderen Teilnehmer sich hineingemischt und dadurch das Gespräch unterbrochen und zwar durch einen Zuruf, aus dem hervorging, daß er das Gespräch belauscht halte. Als sich der Angeklagte dies verbat, behauptete der Beamte, es sei sein Recht, das Gespräch zu kontrolieren. Darauf hatte sich der Angeklagte zu einer beleidigenden Aeußerung, die Gegenstand der vom Oberpostdirektor als Vorgesetzten erhobenen Anklage war, hinreißen lassen. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht blieb der beleidigte Beamte, der als Zeuge auftrat, auf eine dahingehende Frage des Verteidigers dabei, daß es fein Recht fei, das Gespräch, nicht blos ob es begonnen oder beendet fei, sondern auch den Inhalt des Gesprächs zu kontrolieren und anznhören. Er konnte freilich nicht angeben, Kraft welcher Bestimmung dies Recht ihm zustände, jedenfalls hätte er das Recht. Sowohl der Verteidiger, als der Angeklagte waren der Ansicht — und wahrscheinlich wird diese von sämtlichen Fernsprech- Teilnehmern geteilt —, daß einem Beamten unmöglich dies erwähnte Recht zustehen könne und dürfe. Bei der Wichtigkeit, die die Entscheidung dieser Frage für jeden Geschäftsmann, besonders für Banken und Börsenleute besitzt, denen an der Geheimhaltung mancher Nachrichten doch sehr gelegen ist, hat der angeklagte Fernsprechteilnehmer den Beschwerdeweg gegen den betreffenden Beamten eingeschlagen, weniger um eine Bestrafung des letzteren, falls er feine Befugnisse überschritten hat, herbeizuführen, als vielmehr vor allem im Prinzip durch eine Entscheidung der oberen Behörden festzustellen, ob einem Telephonbeamten das Recht
zusteht, 1) das ganze Gespräch zweier Teilnehmer zu kon- trolleren und zu belauschen; 2) sich beliebig in eine Unter« Haltung zwischen zwei Teilnehmern hineinzumischen und diese zu unterbrechen.
, Gesunden ist endlich die immer und immer wieder gesuchte Lösung des schwierigen Problems, die Zähne, diesen wichtigsten Faktor der Gesundheit und Schönheit, mit Sicheret gegen alle schädlichen Einflüsse zu schützen und dauernd gesund und schön zu erhalten. Kosmin Mundwasser heißt diese epochemachende Erfindung, die berufen ist, eine völlige Umwälzung auf dem Gebiete der Mund- und Zahn- pflege hervorzurufen. Kosmin-Mundwasser muß von jetzt ab nach dem einstimmigen Urteil von Fachmännern und Autoritäten unbedingt als das Beste für Mund und Zähne angesehen werden, weil es in sich Wirkung, erfrischenden Wohlgeschmack und Billigkeit vereinigt. Flacon Mark 1,50, mehrere Monate ausreichend. Käuflich in Drogerien, Parfümerien bei den Coiffeuren und auch in Apotheken.
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Heft 12 des zweiten Jahrganges von Deutsche Kunst und Dekoration, Verlag von Alexander Kock, Darmstadt — Preis: jährlich 12 Hefte Mk. 20, Etnzelhefte Mk. 2 —, erfchtm soeben *lü Niederländisches Sonderheft. Dasselbe enthält: Jan Toorop. Modernes Holländisches Kunstgewerbe von Theo Molkenboer-Amsterdam. Vlämische Kunstausstellung in Krefeld (Kaiser Wilhelm-Museum, von Ltli Crous Krefeld. Germanischer Stil und Deutsche Kunst, von Dr. Ludwig Wilser Heidelberg. (Fortsetzung). Daneben Atelier- Nachrichten, Kleine Mitteilungen. Als farbige Beilage: Jan Toorop, Plakat: „Arbeid vor de Drouw". Außerdem eine ganze Reihe Vollbilder und Illustrationen im Texte. Die vornehme und reichhaltige Kunstzeitschrift zu empfehlen, ist eine Aufgabe, der wir uns jederzeit mit Freuden unterziehen.
Landwirtschaftliches.
D. Daueruheim, 24. August. Kaum ist die Getreideernte unter Dach gebracht, so hat man auch schon mit der Grummet- ernte begonnen, die fast durchgängig gut auszufallen scheint. Man wendet auch bet dem Grummetgras Mähmaschinen an, die sehr sauber arbeiten. DaS warme, trockene Wetter fördert das Trocknen deS Grummetgrases außerordentlich und es wird Futter von hervorragender Güte erzielt, denn es besitzt einen köstlichen Geruch und sieht noch fast ganz grün auS, obgleich eS gedörrt ist. Die AuSfaat von Gründüngungspflanzen: Erbsen und Wicken ist bis jetzt unmöglich gewesen, weil bei der andauernden Trockenheit die Stoppeläcker vielfach nicht gestürzt werden können und well der Same der Gründüngungspflanzen bei dieser Trockenheit auch nicht zum Keimen kommen würde. Endlich ist die Aussaat jetzt, in der letzten August- woche, als zu spät nicht mehr zu empfehlen. WaS wir btS jetzt von Gründüngungspflanzen sahen, sieht sehr bescheiden aus; die Pflänzchen nehmen eine bläuliche Farbe an, ein Zeichen dafür, daß sic kümmern. Da wir diesen Nachsommer und Herbst retck mit Futter gesegnet werden, also auf Futter von Gründüngungspflanzen nicht angewiesen sind, raten wir diese nicht auszustrllen und dafür mineralischen Dünger anzuwenden. — In Bezug auf die Fruchtpreise wäre zu bemerken, daß der hiesige Domänenpächter 16 Mk. für Gerste erzielt hat, die nun allerdings von hervorragender Schönheit ist und als Brauergerste verwendet wird. Das Beispiel lehrt, daß der Bauer stets daS Feinste zu erzeugen suchen soll, es wird am besten bezahlt. Die übrigen Fruchtpreise haben etwas nachgegeben, dagegen halten sich die Schweinepreise in hiesiger Gegend recht fest, denn das Paar guter Milchferkel im Alter von 6 bis 7 Wochen wird mit 30 biS 34 Mk. bezahlt. — Durch das anhaltend warme Wetter hat das Reifen des ObsteS große Fortschritte gemacht, die Aepfel fangen an zu fallen und geschickte Hausfrauen wissen aus den Schalen einen trefflichen Gelee zu bereiten. Man kann aber auch schon einen recht gesunden, wohlschmeckenden Haustrunk daraus Herstellen, welcher bet der Kartoffelernte und den Herbstarbetten gute Dienste leistet. Da in Oberheffen noch viel zu wenig in dieser Beziehung geschieht, soll hier noch einmal besonders darauf hingewiesen werden. Apfelwein, der fich ein Jahr lang, oder noch länger halten soll, macht man bekanntlich erst im Oktober von spätreifendem Obste, zur jetzigen Zett handelt es fich ledtglich um einen Haustrunk und um Verwertung von Obst, das sonst mißachtet wird und zwecklos zugrunde geht.
SS Freiensteinau, 24. August. Der heute hier abgehaltene Vtehmarkt war mit Rindvieh nicht, dagegen mit Schweinen gut befahren. DaS Paar Läufer kostete 60 biS 70 Mk., bessere Qualität 80 bis 85 Mk. Sommerferkel kosteten das Paar 20 bis 30 Mk. und gute Ware 30 bts 40 Mk. Zuchtschweine und fette Schweine waren nicht aufgetrieben. Die Preise für letztere find ziemlich in die Höhe gegangen, denn vor einigen Tagen kostete das Pfund Schlachtgewicht noch 48 bis 51 Pfg. und jetzt wird es schon verkauft zu 53 bis 56 Pfg.
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