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Schnlßrntze Nr. 7.
erfolgreicher Arbeit, welche in einer verhältnismäßig kurzen Spanne Zeit geleistet werden mußte, um die genannten beiden Gesellschaften, von denen die Hamburg Amerika Linie gegenwärtig den Anspruch erheben kann, die größte Rhederei der Welt zu sein, während der Lloyd an zweiter Stelle steht, zu ihrer jetzigen Höhe zu erheben.
Vor uns liegt eine bis zum Jahre 1886 zurückreichende Zusammenstellung verschiedener, den Jahresberichten des Lloyd und der Hamburg Amerika Linie und anderen Veröffentlichungen entnommenen Ziffern, aus denen wir nachstehend einige besonders charakteristische Daten herausgreifen wollen.
Wir beginnen mit dem Nächstliegenden: der Zahl und der Größe der Schiffe. Die Flotte des Lloyd umfaßte im Jahre 1886 30 Seedampfschiffe; am 31. Dezember 1898 zählte sie (einschließlich 10 im Bau begriffener Dampfer) deren 58, während bei der Hamburg-Amerika Linie die
durch das Studium unserer sozialen Verhältnisse, zum Teil durch die allgemeine Unzufriedenheit, die unser Zeitalter charakterisiert. Mit Vorliebe werden die Nachtseiten des menschlichen Lebens und Herzens aufgesucht und geschildert. Das Wort „heiter ist 'die Kunst" scheint nicht mehr Giltigkeit zu haben, die Kunst scheint nicht mehr da zu sein, des Menschen Herz zu erfreuen, sondern es zu erschüttern und ihm ein mahnendes „Mene tekel" zuzurufen.
Die Litteratur ist eben ein Spiegel der Zeit, und unsere Zeit ist ernst.
Auch Rudelli folgt diesem Zuge und insofern ist er ein moderner Dichter, nicht aber immer in der Wahl seiner Stoffe-. Zweimal betritt er das Gebiet des historischen Romans, wenn wir anders die Schilderung psychologischer Vorgänge in Menschen vergangener Jahrhunderte so nennen dürfen. Unmodern ist er für viele auch in der Bekundung einer tiefen christlichen Religiosität, die sich durch seine vier Bücher hindurchzieht Seine Anschauungen, die sich übrigens nirgends vordrängen, sind aber jedenfalls eines gründlichen Nachdenkens wert. Von diesem Punkt abgesehen, sind den Arbeiten Rudellis eine plastische Charakterzeichnung und ganz vortreffliche Naturschilderung gemeinsam. Im übrigen sind sie keineswegs — um einen vulgären Vergleich zu gebrauchen — über einen Leisten geschlagen, sondern verschieden sowohl in der Wahl als auch besonders m der Behandlung der Stoffe. Die Sprache, überall gleich edel, zeigt teilweise eine etwas bedenkliche Neigung zum Senti-
unseren Lesern ebenfalls im Bilde vorführen, ist einer der populärsten Militärs; er machte sich einen Namen im Feldzuge in Tonkin und galt allgemein als zukünftiger Generalstabschef. Der Grund seiner Entlastung, die durch Beschluß des Ministerrats erfolgte, ist in einem Tagesbefehl zu suchen, den Oberst Bertrand vom 10. Infanterie-Regiment am 8. Juli erhielt und in welchem de Negrier sagte, die
Gratisbeilagen: Gießener Familieublätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde.
de Nögrier.
Generale des obersten Kriegsrates würden handeln, wenn die Angriffe gewisser Blätter gegen das Heer nicht aufhören würden. Verschiedene französische Blätter erblicken in dem Vorgehen Negriers ein Pronunciamento und verlangen strenge Untersuchung. Man sieht, die „Affaire" zieht immer weitere Kreise.
Zahl der Seedampfer in dem gleichen Zeiträume von 22 auf 75 (einschließlich 14 im Bau begriffener) gestiegen ist. Der gesamte Brutto Tonnengehalt der Seeschiffe hat sich beim Lloyd von 93,387 Reg.-Tons auf rund 330,000 Reg.- Tons, mithin um 257 Prozent, bei der Hamburg-Amerika Linie von 60,531 Reg.-Tons auf rund 397,154 Reg.-Tons, mithin um 556 Prozent erhöht. Diese Ziffern liefern zugleich einen interessanten Beleg dafür, in welchem Maße die Größe der Schiffsgefäße zugenommen hat.
Wenn es sich darum handelt, die Leistungsfähigkeit des einer Rhederei zur Verfügung stehenden Schiffmaterials in Ziffern auszudrücken, so kommt außer Zahl und Größe der Schiffe auch ihr Alter sehr wesentlich in Betracht; nenn bei den schnellen Fortschritten, deren sich die Schiffsbaukunst, wie die Technik überhaupt, rühmen darf, läßt das Alter eines Schiffes einen Schluß auf die Qualität desselben insofern zu, als man annehmen kann, daß das jüngere Schiff infolge der Nutzbarmachung der neuesten Errungenschaften der Technik zugleich das zweckentsprechendere und leistungsfähigere sein wird. Ueber das Alter der Schiffe beider Gesellschaften liegen uns allerdings nur auf die Gegenwart bezügliche Daten vor. Es beträgt, wenn man nicht die Zahl der Schiffe, sondern rationeller Weise ihren Tonnengehalt zu Grunde legt, beim Lloyd rund 7 Jahre, bei der Hamburg-Amerika Linie sogar nur 5 Jahre.
Zieht man in Betracht, daß im allgemeinen die durchschnittliche Lebensdauer eines Schiffes auf rund 25 Jahre angenommen wird — das Flottengesetz von 1898 setzt die Lebensdauer für Linienschiffe auf 25 Jahre fest — so er- giebt sich aus den erwähnten Zahlen ohne weiteres die Schlußfolgerung, daß ein Dampfer nur ganz ausnahmsweise so lange im Dienste einer der beiden Gesellschaften verbleibt, bis er zum Abbruch reif ist. Die Regel ist vielmehr, daß er nach Verlauf einer verhältnismäßig kurzen Reihe von Jahren an eine andere Rhederei verkauft wird, die weniger hohe Anforderungen an ihr Schiffsmaterial zu stellen genötigt ist, und daher auch für Dampfer von älterem Typus noch nutzbringende Verwendung hat.
In der That hat denn auch die Hamburg-Amerika- Linie in den seit 1886 vergangenen 13 Jahren 32 Dampfer mit 103 330 Reg.-Tons (also erheblich mehr, als sie 1886 überhaupt besaß), der Norddeutsche Lloyd 26 Dampfer mit 76499 Reg.-Tons durch Verkauf abgestoßen. Dazu kommen beim Lloyd noch vier durch Unfälle verloren gegangene Dampfer (die Passagierdampfer „Oder", „Eider", „Elbe" und „Salier"), während die Hamburg-Amerika-Linie einen westindischen Frachtdampfer, die „Colonia", durch Strandung eingebüßt hat. Von dem gesamten, im Jahre 1888 vorhandenen Bestände an Schiffen befanden sich Anfang dieses Jahres bei der Hamburg-Amerika-Linie nur noch drei kleine Frachtdampfer, beim Lloyd noch zwei in der nordamerikanischen und der ostasiatischen Fahrt beschäftigte Dampfer in Betrieb. Abgesehen von diesem winzigen Restbestande ist
Zur Lage in Frankreich.
Wir haben schon berichtet, daß der Kriegsminister Gallifet den General Pellieux zum Kommandeur der 54. Infanterie-Brigade nach dem kleinen Ort Quimper versetzt hat, weil die Umtriebe des bisherigen Kommandanten von Paris als die Sicherheit derStadt gefährdend angesehen wurden. An Pellieux Stelle ist nun General Dalstein zum Kom-
Adreffe für Depeschen: Jtajttger tUftcs.
Fernsprecher Nr. 51.
r, V Dalftein.
Mandanten von Paris ernannt. General Dalstein, dessen Bild wir nachstehend bringen, war bisher Kommandeur in Maubeuge. Mit den Umtrieben der Nationalisten in Zusammenhang. steht die Enthebung des Generals de Negrier von seinen Aemtern eines Heeresinspektors und Mitglieds des obersten Kriegsrates. General de Negrier, den wir
mentalen, besonders in den beiden ersten Erzählungen. In den letzten Romanen befreit sich der Verfasser schon mehr davon und zeigt, daß er auch kräftige Worte zu reden versteht, die einem wie ein frischer Lufthauch entgegenwehen. Sein Büchtenau in „Miserere Domine“ und Herbert Brockweiler in seinem jüngsten Werk sind kernige, kernig redende Gestalten. Wir sehen an der letztgenannten Figur, daß der Verfasser auch über die Gabe launiger Schilderung verfügt, und hoffen, ihm auf diesem Gebiete noch öfter zu begegnen. Schließlich ist noch des Verfassers ziemlich sichere Beherrschung des Dialektes, namentlich des Berliner und des niedersächsischen Platt lobend zu erwähnen.
Werfen wir nun einen Blick auf die oben genannten Bücher im einzelnen.
„Unsere lieben kleinen Lämmer" ist ein feines Stimmungsbild aus der Kinderstube mit liebevoller Zeichnung der einzelnen kindlichen Charaktere. Man freut sich an der Beobachtungsgabe des Verfassers, der die kleinen Mäuler so lebenswahr plaudern läßt. Und wie tief ergreifend ist die Schilderung von dem Scheiden eines der kleinen Lieblinge aus dem Kreise der Geschwister. Das Leid der Elternherzen, die machtlos den Verlust ihres Kindes dulden müssen, liest der Leser nicht nur, er empfindet es mit. Durch die Behandlung der Kindersprache im Dialekt der gebildeteren hessischen Stände hat der Verfasser versucht, dem Büchlein ein wenig Lokalfarbe zu verleihen. ,
Ganz anders ist das zweite Merkchen, das Rudelli in.
Pit. 177 Zweites Blatt
Die beiden größten Schiffahrtsgesellschaften der Welt.
An der mächtig aufstrebenden Entwickelung, welche die deutsche Schiffahrt zur Freude eines jeden Patrioten in neuerer Zeit aufzuweisen hat, sind die beiden größten deutschen Rhedereigesellschasten, die Hamburg-Amerika Linie und der Norddeutsche Lloyd, in erster Linie beteiligt. Wenn auch der Aufschwung, welchen diese beiden Rhedereien genommen haben, und, wie wir hoffen dürfen, noch weiter nehmen werden, so augenfällig in die Erscheinung tritt, daß es eines Nachweises für denjenigen, der die Entwickelung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse aufmerksam verfolgt, kaum noch bedarf, so ist es doch interessant, an der Hand der Statistik Vergangenheit und Gegenwart zu vergleichen und in Ziffern einander gegenüber zu stellen. Wir gewinnen dadurch zugleich eine Anschauung von dem Maße
3tt|ngsyreU vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pf^ mit Bringerloh».
Bei Postbezug R Mark 50 Pfz vierteljährlich
Geb. 2,50 Mk.
3. „Miserere Domine“. 1899. 248 S. 8°. Geh. 4 Mk. Geb. 5 Mk.
4. „Auf brauner dürrer Heide". 1899. 360 S. 8°. Durch unsere moderne Litteratur geht unverkennbar starker Zug zum Tragischen, wohl bedingt zum Teil
W. Wudelli.
Roch vor zwei Jahren kannte niemand den Namen, den wir an die Spitze unseres Artikels gestellt haben. Seitdem ist er durch vier Bücher weiteren Kreisen vorteilhaft bekannt geworden. In diesen Büchern bethätigt sich ein Talent, das so vielseitig und so beachtenswert ist, daß es sich verlohnt, ein wenig bei ihm zu verweilen.
Was für uns Gießener das Interesse erhöht, ist der Umstand, daß sich hinter dem Pseudonym „W. Rudelli" einer unserer Mitbürger verbirgt, der schon seit langen Jahren in unserer Stadt seinen Wohnsitz hat. Es ist Herr Rudolf Wolff, der früher den Mitgliedern des oberhessischen Geschichtsvereins auch als Vorstandsmitglied und als eifriger Mitarbeiter bei den vom Verein veranstalteten Ausgrabungen bekannt geworden ist.
Rudelli hat in der kurzen Zeit seit 1897 folgende Bücher bei Albert Falkenroth in Bonn erscheinen lassen:
1. „Unsere lieben kleinen Lämmer". Eine Erzählung. 1897. 80 S. 80. Geh. 1 Mk. Geb. 1,80 Mk.
2. „Lieb ohn' Lied". 1898. 120 S. 8°. Geh. 1,60 Mk.
Sonntag den 30. Juli
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