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Du
Äetzt schlug Margarete die Augen auf.
„Liebste!" murmelte er, und sie lächelte selig. „Kannst mir verzeihen ?" fragte er.
„Und Du mir?" entgegnete sie erglühend.
Er richtete sich beglückt auf und zog sie an sich-
„Verrücktes Volk!" brummte der Kapitän und dampfte' daher wie ein Kriegsschiff, das eben in See stechen will. „Sag mir bloß eins, Margarete," schrie er die Glückstrunkene Plötzlich an, „hat's geholfen oder nicht?"
„Es giebt kein besseres Mittel!" sagte sie voller lieber* zeugung und sah den Geliebten dabei an, worauf sich Kapitän befriedigt umdrehte und im Weggehen weiterpaD. Gleich darauf begegnete er seinem Bruder, dem Kommerzienrat, und wie der sich über die schönen Rauchringe freute, )ie der Seebär, ab und zu stehen bleibend, in die Luft bues, knurrte der Kapitän:
„Gut, daß Du Ringe gern hast! Da um die Ecke werden, wenn ich nicht ganz auf den Kopf gefallen bin, glaube ich, eben ein paar gewechselt . . . mhm."
[ so hoch zu nehmen, insbesondere da die Besitzer ihren Wohn- fltz nicht wechseln können. Gerechtigkeit müsse man hier in erster Linie walten lassen mit Rücksicht auf die Nachbarstaaten Baden, Bayern und Württemberg. — Abg. He id e n- reich will zwischen Fideikommiß und landwirtschaftlichen Erbgütern einen Unterschied gemacht haben. Man müsse den letzteren das vom Staat garantierte Recht, sich nach Möglichkeit auszudehnen, nicht durch eine hohe Belastung ^malern. — Abg. Ulrich hält es für richtig, daß diese rfioelkommisie gegenüber den Bauerngütern so hoch wie nur Möglich ZU besteuern seien. - Abg. Joutz ist der Ansicht, daß man der Ersten Kammer gegenüber eine bestimmte IE"ug nehme, weil diese Herren nicht gewohnt seien, Rücksicht auf die Beschlüsse der Zweiten Kammer zu nehmen.
Bei der nun folgenden Abstimmung wird der Antrag David mit 29 gegen 15 Stimmen angenommen. Der An- , "ag Brunner war hierdurch gegenstandslos geworden. f - k, O i^S^ng wird um r/z2Uhr abgebrochen. Morgen früh 9 Uhr Fortsetzung der Beratung.
„So haben Sie sie erst dazu genötigt?"
„Und ob! Wenn ich den Erfolg freilich geahnt hätte, wäre es mir nicht im Traum eingefallen, hier den Wunderdoktor zu spielen! Ein Kapitel hätte ich sicher schon weiter u)en können in diesem verfluchten Zola hier, der uns die Welt nnt Gewalt zu einem Schweinestall machen will!"
"cn auch nicht Margaretens Lektüre?"
„Ra, hören Sie mal, Herr Rittmeister, der Tabak ist
. 'u.r, ich beinah zu stark!" entgegnete darauf Onkel Heinrich und wollte ihr von neuem die Schläfe reiben. Aber mit frohem Ungestüm hatte der Rittmeister ihn beiseite gedrängt und kniete vor dem lieblichen Mädchen, die schöne weiße Hand, der das Unkraut der Havanna endlich entglitten war, mit Küssen bedeckend.
Lokales «ad PrsvinMes.
„ . +* fceffWt LandwirtschastSrat. Mit Bezug auf den 4' Ausschusses der 2. Kammer der Landstände Ä ®,rnMU”9/lnel Lundwirtschaftskammer für I das Großherzogtum Hessen erfahren wir, daß der hessische I ^"dwirtschaftsrat durchaus nicht die unbedingt ablehnende Stellung dieser Frage gegenüber einnimmt, wie sie in dem Bericht des genannten Kammer-Ausschusses zum Ausdruck I I Egalen ist. Der Landwirtschaftsrat hat sich vielmehr für die Zweckmäßigkeit einer festeren selbstständigeren und I weltergreifenderen Organisation ausgesprochen, und sich s Q
nur deshalb dem Antrag des ^b9eorbnrte^%^Uer
TÄT des hessischen Bauernstandes gegenüber Mehnend verhalten, weil er sowohl den dort vorgeschlaqenen I Weg als auch die Zeit der Ausführung für eine derartiae I Neu-Organisation für ungeeignet hielt. Seit längerer 3e?t I namentlich aber augenblicklich bestehen hierübe/wiederum Verhandlungen im Landwirtschaftsrat in Verbindung mst d^ landw Promnzial-Vereinen. Welche Ergebnisse di eftlbm haben werden ist zur Zeit noch nicht zu ersehen Wn ^“einpr ^-hfA bal eme Neu-Organisation nicht zu einer schädlichen Storung der gerade in neuerer Qpit fn I te^äCr"n“bütfe3en4re'^ tokFenben ,anbrt’- D°r-ins-Thäkig-
W. Aus der Wetterau, 28. Juni. Endlich ist wieder de." Elementen eingetreten, und die Sonne lacht I Mündlich über den Fluren. Die heftigen Gewitter sind den»®e«aXgTi? ^tstandm
Deutsches Reich.
^^werbung der Karolinen wird offiziös mitgeteilt: Nachdem zu dem Abkommen vom 12 Feb- d. Js. über den Verkauf der Karolinen und sonstigen verbliebenen Südsee-Jnseln an Deutschland Deutschs N 'hre Zustimmung gegeben und in Deutschland Bundesrat und Reichstag die zur Ausfübruna °rf°rd°rlich°„ Mttt-l bewilligt haben ° w,rd 'dem Vernehmen3 nach die Ratifikation des Abkommens nunmehr möglichst beschleunigt. Hierdurch wird auch die Aussicht eröffnet, daß d'e gleichzeitig zwischen Deutschland und Spanien Über die ^. chselseitige meistbegünstigte Behandlung der Wareneinfuhr getroffene Vereinbarung, die vom Bundesrat und Reichstag angenommen worden ist, noch zu Anfang Juli d. I. in beiden Landern m Kraft treten wird. ' B
in W fc,ner Qual" greift schließlich noch
^anz anderen Dingen, als einer unheimlich langes dicken und schwarzen Tabaksrolle, und so saß denn auch Margarete alsbald neben dem Onkel und übte sich zu ihrem eigenen inneren Entsetzen in der gräßlichen Kunst, zu der Ff f° leichtsinnig den Anfang gemacht. Aber
hia ame--n "Een nicht weichen, sehr zum Grimme des alten Kapitäns, der allerdings auch die Züge Maraa- rethens lange nicht kräftig genug fand.
Stöhnend zog sie eine größere Wolke des scharfen Rauches in die zarte Kehle, verfiel aber gleich darauf in £m_cn f.° eutsetzlichen Husten, daß Onkel Heinrich erklärte das Dings wäre doch wohl für sie zu schwer, und er wolle gleich eine leichtere Sorte holen. e
©ie junge Dame, die wirklich schon etwas wie Linderuna M verspüren glaubte, rauchte nach dem Hustenanfall schüchtern weiter und blätterte dabei in beni Raman herum'den der störet al?Sckri ^7 T'. Iic6 darin auch nicht hna h'j Schritte vom Hause her erschallten. Sicher war
r?fe' ber u"l emer neuen Sorte von „Giftnudeln" Dann aber erschrak sie plötzlich bis ins Mark L spöttischsten Änsa'Z- stimme sagte m
FriiuiN ’* ciclIei*t um etwas Feuer bitten, gnädiges
«es
n- butgegnete sie gemeffen und reichte ihm die
g«ne dem ouartU rLg^L"^
„Ich war eigentlich gekommen, mich nach Ihrem Befinden zu erkundigen. Wer indes bei einer so guttnUgarre
gerade diese Position wieder den Beweis liefere, daß der arme Mann zur Steuer herangezogen werde, während der Reiche, der im Besitz von Räumen und des Musikinstruments sei, frei ausgehe. Dieser Tarif sei für die kommenden Landtagswahlen für seine Partei ein vortreffliches Aqitations- mittel. — Abg. Weidner beantragt, den letzten Satz zu fireichen und auch die Tanzbelustigungen ohne bezahlte Musik mit dem gleichen Stempelsatz zu belegen. Bei der Abstimmung wird der Ausschußantrag abgelehnt und der
Widner mit großer Majorität angenommen.
— Abg. M 0 l t h a n hält die Sätze für viel zu hoch, da sie von dem kleinen Wirt nicht getragen werden können. Er beantragt Herabsetzung des Konzessionsstempels auf die
T ,9* Kramer bezeichnet das Zustandekommen des Tanfs als em Angstprodukt des Hauses, dem stets die Gefährdung der Steuerreform vorschwebe. Auch er ist der I daß das Wirtsgewerbe Lasten genug habe, und man mache die Etablierung neuer Wirtschaften noch schwieriger. Er ist ebenfalls für Reduzierung der Sätze. — Geheimer Staatsrat Krug v. Nidda weist auf die Nachbarländer Baden und Bayern hin, wo die gleichen Stempelsätze ein- gefuhrt feien. — Der Ausschußantrag empfiehlt Annahme der Regierungsvorlage und beschließt das Haus gegen b Stimmen demgemäß. a a I
Zu 5. Genehmigungen beantragt Abg. Schönberger Streichung der Ziffer 1 des Tarifs. Derselbe begründet semen Antrag. — Abg. Köhler-Darmstadt hält die Sätze I Tur außerordentlich minimale und ersucht das Haus, die- selben anzunehmen, was gegen 8 Stimmen geschieht. Ebenso werden 6 bis 19 genehmigt. - Zu Position 35 Familien- Fideikommisse und landwirtschaftliche Erbgüter ist festgesetzt, x Q?On Jcbem angefangenen 100 Mark für Anmeldung und Annahme je 50 Pfennig und für die landesherrliche Genehmigung 2 Mk. Stempelsteuer erhoben werden soll. — in ^antragt statt dessen, für jede 100 Mark
10 Proz. Stempelgebühr zu setzen, während Abg. Brunner rm Interesse der bäuerlichen Erbgüter 5 Prozent für oe=
Justizminister Di11mar gibt der Kammer zu bedenken, daß durch die verschiedenen Rechtsmanipulationen die Fideikommisse schon sehr verteuert würden. — Abg ^LlVnVid^ findet den Antrag David viel zu weit- Snbr?nb landwirtschaftlichen Erbgüter seien
uu i nutzbringend für den Staat anerkannt und dürften blne noch höhere Besteuerung geschädigt werden. Die Regierungsvorlage treffe das Richtige, und er werde SL™ ^bg. von Köth will über den 3e" "?b b" Berechtigung der Fideikommisse nicht streiten, halt aber im übrigen den Antrag David für annehmbar und wird demselben zustimmen. — Abg. Ojann will ebenfalls über die Berechtigung der Fidei- kommißguter heute nicht streiten, glaubt aber nicht, daß durch erneu erhöhten Stempel das gewünschte Ziel, die Verminderung derselben, erreicht werde. Er glaubt ferner M die Erste Kammer auf eine weitere Erhöhung des : Stempelsatzes Nicht eingehen werde. Er hält den Antrag | Sruimer für acceptabel und wird für denselben stimmen. — Abg. David verwahrt sich gegen den Vorwurf der Re-
Cr 8« »eit gegangen sei. Nach anderen Staaten habe man mcht zu fragen, und auch das Votum der Ersten Kammer lasse ihn kalt. Die Hauptsache sei, daß könn?//^b^ der Fideikommisse nicht außer Landes gehen Kamm?r> ^icht der Regierung und der
E« k^altung des Bauernstandes hinzuarbeiten.
E,.^statistisch festgestellt^ daß sei dem Jahre 1868 im Deutschen Reich über 2 Millionen Bauerngüter durch Ein- I verleibung m Fideikommisse verschwunden seien. Dieses be- I fordere die Unkultur. Wenn die Erste Kammer durch Ab- I feincd. binen Konflikt heraufbeschwören wolle, dann möge sie es verantworten. Das Volk werde I bann diesen Standpunkt zu beurteilen wissen. — Geh. Staats- rat von Krug halt es für sehr bedenklich, den Stempelfatz |
Landwirte versichert Vieh, ^rürf>fp o t Mobiliar, Ihr habt es nicht zu bereuen - Heu kommt jetzt unter Dach, manches bat mnhTft nassen Woche viel an seiner Güte eingebüßt L Kleeäcker Rüben und Kartoffeln war fer MsgL^ von unbezahlbarem Werte, es steht tounberfS9 Setbern. Selbst bie Halmfrüchte ha^n gegen'd-7 '
SJegen gut ausgehalten, man sieht nur Wenig Sagte 4- Bingenheim (Wetterau), 27. Juni
Schaden nahm heute der Landwirt Fr Schwab indem er trotz eines älteren Bruchleidens sich ohne ml bem Heuablaben bezw. Gabeln Überanstrengte unu/fe solchergestalt innere Verletzungen des Leibes -mo» 7«"' noch am Abend in die Klinik nach Gießen verbrack! mu6te. Schwab hat eine starke Familie, bie Co7me77' Tagen erst wteber Zuwachs erhielt. ’"tl
ftartc Settüre — Pardon — einer so starken Zigarre eme so gute Lektüre treibt, dem muß es ja ausqeteftbne 9Et,enm?Ä" ®ie' ich gestört habe!» * ,n, ' stöhnte sie und biß bie Zähne zusammen Er
sollte durchaus nicht triumphieren. 61
aber ‘^r ium Serfrringen, als er ginn-
t?br bint Sh LS’*6 tt06t? 3°schl°ssen. Auf einmal wurd! ihr bunt und schwarz vor den Augen, die Bäume im Barke sttnf um " ?U taniCn - ein leH'er AusMei unFfie Traume6^rFan$C£e7rtoieberfe6t,e' -
miP üon bcn verrückten Albernheiten, die sich
wie die ansteckenden Krankheiten verbreiten!" hörte sie den SSÄÄ!" — - -»
..Sie wußte nicht weshalb, aber bie Stimme des sfiitt, meifter« that ihr Wohl wie nie, und sie hatte den Onkel wartetet f°nnen' a[S et if>m «oller Entrüstung auf.
Ubmann STZ”“ h°utzutage, würden sie eine solche Frin TUtte" ®ertJa9£lt; denn bie raucht schließlich L« wenn s darauf ankommt! Natürlich ein
^yunge. . . . Vor allem aber: das Mittel hilft. Daraus können Sie Blausäure trinken, eine halbe^Tonne voll' B weg'fin^ "-'wach', ob bie Zahnschmerzen hip{ffi,,'^5-n^rnCrlCn klang es hoch verwundert und so normen fU Rittmeisters Sfimme noch nie v/r- 6. . ^s denn sonst? Denken Sie, ich auäle das
stengel?" mCmem Vergnügen mit dem schwarzen Glimm-
-m- Darmstadt, 28. Juni. Die Staatsrpni-^,, mcht blos bemüht, die Einkünfte zu erhöhen^ bie Ausgaben zu ermäßigen, was ja am Ende nnt ? Staatssäckel die gleiche Wirkung ausübt. Zu diesem 3^ sollen einige kleinere Distriktseinnehmereien aufaeboben - die Orte, welche diesen Einnehmereien zugehörten nn > umliegenden, in passender Weise verteilt werden h^en werden auch einige Distriktseinnehmenie«S gehoben werden und von anderen werden Orte bi? ! einen Bezirk unbequem liegen, abgetrennt und anderen getedt, aber wie dies wird, weiß man noch nicht hpn ba^ Ä^rall Sparsamkeit walten soll, doch oh hff^rICnft äUr. f^ab!9In. unb das Interesse der Zahln^ Pflichtigen zu beeinträchtigen.
I ft △ Mainz, 28. Ium. Gegen die geplante Fahrra- I mCUfCr ^?nb ^bstern abend hier eine sehr zahlreich beiufi- Versammlung von Radfahrern von hier und bet UmqeJr fiatt, m welcher folgende Resolution gefaßt wurde heute hier tagende Versammlung von Radfahrern von Mairn ^r^1969^ -^hebt einstimmig Protest gegen die von tu
I Hessischen Regierung geplante Fahrradsteuer. Die &r knimlung erwarte mit Sicherheit, daß die hohe Kamer die Fahrradsteuer nicht als eine Luxussteuer, sondern eh
I ei”e. verkehrsfeindliche Steuer betrachtet und dieselbe idrn aKem deswegen unbedingt ablehnt." - Während der w
I Salondampfer „Borussia" noch von seiner ersten^.: I blCc m Aparatur liegt, hat heute morgen hier ein iroeit-r gro^r Dampfer der Köln-Düsseldorfer Gesellschaft, di:
I Ätsche Kaiser" einen Unfall erlitten, der unterllm= standen auch eine längere Außerdienststellung des Schüsc- m°?en kann. AIS der mit Passagieren zahlml besetzte Dampfer eben die Landungsbrücke verlassen batic unh auf der Mitte des Stromes zur Durchfahrt durch d-e Straßenbrücke drehte, versagte die Maschine, sodaß man
I Anker werfen mußte. Die Passagiere und deren Gepäck wurden m der Mitte des Rheins von einem zweiren- Dampfer ausgenommen und erlitten außer einer halbstündigen Verspätung weiter keinen Schaden.
Bovschriften bei Lösung bet ftettfnr11n lu C & Familienkarien mÄ veikarim
toeXn für alle Festlichkeiten. Die Beikar.e«
Manien der Inhaber ausgestellt uni» nicht M Familienoberhaupts. Diese f ÄI«” alle Mitglieder ein und des
Hausstandes ausgegeben. Ausgeschlossen über 18 Jahre. Zu mt i os können noch weitere Beikarten ja
tonn hpm Besitzer von Beikarten wollen sich
^ütrag ihres Namens vergewtffern.
aus dem Festplatz keine uw ^^.^^^inandersetzung finden. Als «inder unter standen. sämtliche schulpflichtigen Kinder ver-
Alle Karten sind sichtbar zu tragen.


