Ausgabe 
30.3.1899 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Periode müsse nun für die Kolonie beginnen. Die erste sei die der Militärherrschaft gewesen, in der zweiten seien die administrativen Verhältnisse der Kolonie geordnet worden, die dritte solle vor allem der Förderung von Handel, Ge­werbe, Plantagenbau, der wirtschaftlichen Ausnützung der Kolonie gelten.

Unter dem Deutschtum der Vereinigten Staaten regt sich doch hie und da der Widerstand gegen­über der Hetze, deren Gegenstand die alte Heimat der amerikanischen Deutschen ist. Am Montag abend fand in Chicago eine große deutsche Versammlung im Auditorium- Theater statt. Dabei wurden Beschlußanträge angenommen, welche die Versuche englischer und amerikanischer Blätter verurteilen, Deutschland ungünstige Vorurteile hervorzurufen und Amerika in ein gegen Deutschland gerichtetes Bündnis mit England hineinzuziehen.

Krefeld, 27. März. In langen Verhandlungen ist es der sozialen Kommission der Stadtverordneten-Versammlung gelungen, über einen Vermittelungsvorschlag eine Einigkeit unter den Vertretern der drei Arbeitsverbände zu erzielen. Die Arbeiterabordnungen haben versprochen, den Vorschlag den verschiedenen Arbeiterschaften zur Annahme zu empfehlen. Heute treten deshalb die Arbeiter der einzelnen Fabriken zur Beratung zusammen. Die Fabrikanten, denen die soziale Kommission die am Samstag gefaßten Beschlüsie noch gestern mitgeteilt hat, sind heute mittag zur Beratung zusammengetreten. Die soziale Kommission hat die Beschlüsse öffentlich noch nicht bekannt gemacht, auch ist heute der üb­liche Sitzungsbericht nicht erschienen, doch sind die Einigungs­vorschläge durch Beschlüsse bekannt geworden, die der Haupt­vorstand des niederrheinischen Verbandes christlicher Textil­arbeiter, der gestern in Kempen getagt hat, auf Grund der Mitteilungen der Vertreter des christlichen Verbandes über den Verlauf und das Ergebnis der Verhandlungen vom Samstag gefaßt hat. Wie nicht anders zu erwarten war, bildet die Fabrikantenlohnliste die Grundlage der Einigung. In dieser Liste waren, wie das auch früher der Fall war, noch Zuschläge bis zu 10 Pfg. das Meter für tadellose Arbeit vorgesehen. Die Gewährung dieser Zuschläge war ganz in das Ermessen des Fabrikanten gestellt, doch erhielten in den verschiedenen Fabriken die meisten Arbeiter, oft bis zu 80 Prozent, diese Zuschläge regelmäßig ausbezahlt. Dieser Zuschlag soll nun als beim Gewerbegericht einklagbarer Lohn gelten. Der Beschluß des Hauptvorstandes des christlichen Verbandes hat folgenden Wortlaut:Der am 26. März 1899 versammelte Centralvorstand des Niederrheinischen Verbandes christlicher Textilarbeiter erklärt einstimmig: a. daß er voll­ständig einverstanden ist mit dem Vermittelungsvorschlage der sozialen Kommission, die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn die Fabrikanten den in ihrer Lohnliste vorgesehenen Zusatz bis zu 10 Pfg. für tadellose Arbeit derart in klag­baren Lohn (Ergänzungslohn) verwandeln, daß er unter allen Umständen, ohne Rücksicht auf die Beschaffenheit der Arbeit, gezahlt werden muß, unbeschadet des Rechtes der Fabrikanten für schlechte Arbeit Abzüge eintreten zu lassen; b. er nimmt mit Befriedigung davon Kenntnis, daß die Fabrikanten Deußen, Jacobiny, Peltzer Gebr. und Pollems und Lingenberg den vollen Ergänzungslohn von 10 Pfg. bezahlen, und weist ihre dort beschäftigten Verbandskollegen an, in diesen Betrieben sofort die Arbeit wieder aufzunehmen, sobald die Fabrikantenvereinigung den Vermittelungsvorschlag der sozialen Kommission angenommen haben wird; c. er weist die in den anderen Betrieben beschäftigten Verbands­kollegen an, inbetreff der Ergänzungslöhne ihrer Betriebe mit der sozialen Kommission und ihren Firmen weiter zu verhandeln und nach Bekanntgabe des Ergebnisses dieser Verhandlungen ebenfalls sofort die Arbeit aufzunehmen." Aus diesem Beschluß geht hervor, daß die Höhe, des Zu­schlages für die einzelnen Sammetgewebe für jede Fabrik zwischen den Fabrikanten und den Webern gesondert fest­gesetzt werden soll. Das ist ein Standpunkt, den die Fabrikanten von vornherein als richtig anerkannt haben, da die Verschiedenheit der Stühle und der technischen Ein­richtungen in den Fabriken eine für alle Betriebe gleich­mäßige Festsetzung dieses Zuschlages vom Standpunkt der Gerechtigkeit nicht zuläßt. Aus den Beschlüssen geht hervor, daß die Fabrikanten von ihrem von vornherein eingenommenen Standpunkt nicht abzuweichen brauchen. Da die Zuschläge auch früher gezahlt worden sind und auch weiter gezahlt werden sollten, so können die Fabrikanten auf deren Um­wandlung in einklagbaren Lohn um so eher eingehen, als ihnen das Recht, für schlechte Arbeit Abzüge eintreten zu lassen, nicht genommen wird. Es ist deshalb auch zu er­warten, daß die Fabrikanten sich mit den Vorschlägen der sozialen Kommission einverstanden erklären werden. Geschieht dies, so ist der Ausstand gebrochen, da die christlichen Arbeiter die Arbeit dann sofort wieder aufnehmen werden. Die übrigen Arbeiter, die allerdings die große Mehrheit bilden, werden dann jedenfalls nachfolgen.

Ausland.

Wien, 27. März. Aus Böhmen schreibt man: Die Tschechen werden nun doch im böhmischen Landtage große nationale und politische Fragen aufrollen. Abq. Herold kündigte nämlich in einer Versammlung an,daß die tschechische Frage in ihrer ganzen Kraft und Bedeutung noch m dieser Session des Landtags zur Verhandlung gelangen werde und zwar in einer des Landtags des König­reichs würdigen Form". Es kann also im Landtage doch noch zu bedeutsamen politischen Auftritten kommen! Die Tschechen zeigen leider eine weit größere nationale Opfer­willigkeit, als die doch zumeist viel reicheren Deutschen, und es stirbt kein vermögenderer tschechischerPariot", der nicht eine größere Summe tschechisch-nationalen Zwecken hinter­ließe. So starb dieser Tage der Bürgermeister der Stadt Proßnitz in Mähren, Karl Vojacek, welcher 100000 Gulden tschechisch-nationalen Zwecken, darunter 46000 Gulden dem

tschechischen Schulverein allein, vermachte. Der letztgenante Tschechisierungsverein hat in den letzten zwei Jahren gegen 200000 Gulden geerbt, welche Summen er natürlich wieder zur Bekämpfung des Deutschtums verwendet. Ein neuer­liches Beispiel für den langsamen, aber stetigen Rückgang der internationalen Sozialdemokratie in Böhmen boten die Sonntag in Prag vorgenommenen Wahlen in den Gehilfen- ausschnß des Handelsgreminms, wobei die Liste der tschechisch­nationalen Sozialdemokratie mit erdrückender Mehrheit gegen die der internationalen Sozialdemokratie durchdrang. Die Ersteren erhielten 353, die letzteren bloß 49 Stimmen. Da nun sowohl die tschechisch-nationale, als auch die deutsch­nationale Arbeiterbewegung in Böhmen tagtäglich an Boden gewinnt, so dürfte die internationale Sozialdemokratie ihre Rolle in Böhmen wohl bald ausgespielt haben.

Wien, 28. März. Wie verlautet, beabsichtigt die Marine-Verwaltung von den Delegationen ebenfalls einen größeren Kredit für Marinezwecke zu verlangen. Nach Meldung tschechischer Blätter hatte der deutsche Bot­schafter bei seinem letzten Empfangsabend eine längere Unter­redung mit dem Finanzminister Dr. Kaizl.

Wien, 28. März. Wie von informierter Seite ver­sichert wird, haben die zwischen Koloman Szell und den österreichischen Ministern derzeit stattgefundenen Konferenzen über den Ausgleich nur einen formellen Cha­rakter. Die definitiven Verhandlungen sind für einen spä­teren Zeitpunkt Vorbehalten. Szell kehrt heute nach Buda­pest zurück.

Prag, 28. März. Narodni Listy bezweifeln, daß der Kardinal Schönborn die ihm von der preußischen Regie­rung zugedachte Rolle als deutscher Vertrauensmann beim künftigen päpstlichen Konklave acceptieren wird.

Lemberg, 28. März. Die von der Staatsanwaltschaft infolge eines hinterlassenen Briefes des Direktors Krzy- zanowski, worin die Leitung der galizischen Kreditbank verschiedener Veruntreuungen beschuldigt wurde, eingeleitete Untersuchung wurde eingestellt.

Lemberg, 28. März. Blättermeldungen zufolge soll die Technische Hochschule wegen eines Konfliktes zwischen Studenten und Rektor geschlossen werden.

Brünn, 28. März. Die große Spinnfabrik von Wilhelm Landesmann in Priesnitz ist total nieder- gebrannt. Zwei junge Arbeiter, welche auf dem Werk­boden schliefen, sind dabei verbrannt.

Nom, 28. März. Der italienische Botschafter in Wien, Graf Nigra, hat neuerdings sein dringendes Entlassungsgesuch eingereicht.

Dünkirchen, 28.' März. Der Marineminister Lockroy wird auf seiner Inspektionsreise von den Direktoren des Kriegs- und Marine-Ministeriums, von Abgeordneten und Senatoren, sowie wahrscheinlich auch von dem Generalstabs­chef der Marine begleitet sein. Von hier aus wird sich Lockroy an Bord des Kreuzers Jassini nach Havre und Prest einschiffen. Er dürfte auch die neu befestigte Insel Quessant besuchen.

Brüffel, 28. März. WiePetit bleu" meldet, hat sich der Tsung-li-Aamen bereit erklärt, an Belgien einen Teil der Stadt Hankan sowie ein größeres Gebiet am blauen Flusse abzutreten. Die Unterzeichnung des dies­bezüglichen Vertrages soll bevorstehen.

Loudon, 28. März.Daily Chronicle" berichtet aus Washington, in Amerika herrsche große Unzufriedenheit über den Botschafter White in Berlin, da er die Samoa- Angelegenheit zu sehr vom deutschen Standpunkte betrachte. Die weiteren Verhandlungen würden in Washington geführt werden.

London, 28. März. DieBulgarin" ist in Plymouth eingetroffen. Der Bürgermeister von Plymouth und Ver­treter verschiedener Körperschaften empfingen den Kapitän Schmidt und überreichten ihm eine künstlerisch ausgeführte Glückwunsch-Adresse.

Petersburg, 28. März. Der französische Botschafter gab gestern ein Diner zu 44 Gedecken zu Ehren des neu ernannten österreichischen Botschafters, Baron Aehrenthal. Nach dem Diner fand ein Empfang statt.

Vermischtes.

* Das von der bekannten Schriftstellerin Marlitt mit ihren Romanen erworbene Vermögen von etwa 80,000 Mk. ist, nachdem es durch Erbschaft an einen Neffen der Schrift­stellerin übergegangen war, binnen wenigen Jahren zer­stoben. Der betreffende Neffe nämlich, der in München ein Agentnrengeschäft betrieben hatte, wurde vor einigen Tagen wegen betrügerischen Bankerotts zu mehrmonatiger Gefängnisstrafe verurteilt.

* Was wird aus 1000 Schulknaben? Diese recht in­teressante Frage hat ein Statistiker für die Schüler von Harrowschool (England) näher untersucht. Er ist, nach­dem er einen Zeitraum von 40 Jahren als Naturforschungs­periode ansetzte, zu folgenden Resultaten gekommen: 197 Juristen, 3 Arzte, 2 berühmte Sportsmen, 2 Selbstmörder, 17 starben in Indien, 3 auf der Jagd, 2 beim Ballspiel, 1 stürzte vom Matterhorn ab, 22 wurden Kaufleute, 1 von diesen wurde Bürgermeister von London, 9 ererbten die Pairswürde, 23 hatten genug Geld, um überhaupt nichts lernen zu müssen; ferner sind 103 Schullehrer, 27 Land­wirte, 95 Beamte in der Armee, 7 Soldaten, 92 Geistliche, 11 diplomatische Angestellte, 33 Effektenmakler, 19 Jour­nalisten, 23 Maler, 19 Schauspieler, 2 Musiker geworden. Die Nachforschung über die in die Volksschule Elon 1858 eingetretenen Schüler wir entnehmen diese Angaben dem 25. Hefte von Spemanns Wochenschrift «Mutter Erde" weist fast dieselben Zahlen auf; es widmeten sich einige Schüler mehr der Politik und die Zahl der Unglücks­fälle ist geringer.

* Eine überflüssige Preisansschreibung. Aus Kassel wird derFrkf. Ztg." berichtet: Vom Ortsausschuß für den

C.Röbrl

mn

K-t

Wit

Ans,

;/£S

'>1

. ;V:>. ,5- $

10, Schm

12

KL'LÄL

Schellfis

), ß. M

M ck H fr iji

Ziehung vom 14. bis 1 WWW fauuMW.'. Tlt. 100001 815000, 15000 ufa. & lch-rlo und Lifte 25 W. n I» lange Vorrat Bich. I Kiefcn, Neuenbäue 11.

4 üiiniiierarb'',len- :jtoütnanfd)M^fln8aul

□log«" !onSn <? e-.td^then üUt b<

»"JSI **" -

16,1 tot 8dU»u*l

2nWr Prompt ur

0. Rübsa

Wettstreit deutscher Männergesangvereine «ar ein bewerb für Erlangung eines künstlerischen Plakats aus geschrieben worden. Von den 20 eingegangenen Arbeiter- War der Preis dem Entwürfe des Lehrers an hiesiax, königl. Kunstakademie Adolf Wagner e i n st i m m i g zuerkaiwi worden. Zur Vervielfältigung gelangt der preisgekrönte Entwurf indes nicht, w-ft der Kaiser den Entwurf des Malers Doepler jun.-Berlin zur Ausführung bestimmte.

* Zum letzten Andree-Gerücht. Am 27. ist ein Brie-' des g er s Lj a lin bei derNowoje Wremja" eingetroffen in dem Ljalin angiebt, daß die bekannte Nachricht der Tungusen ihm thatsächlich erzählt worden sei. Die Tun gusen wollten ihn sogar zu der betreffenden Stelle begleiten unter der Bedingung, daß er nichts der Behörde verraten solle, da sie Scherereien befürchteten. Drei Leichen, die nicht russisch gekleidet waren und besondere Zeugschnhk trugen, waren zu sehen; nebenbei lagen ein umgeftür^ Ballon und geflochtene mit Stoff überzogene Gepäckschch und außerdem Instrumente, die, wie die Tungusen Al­muten, zum Einfangen wilder Tiere dienen sollten. sagt: Ich wollte sofort dorthin die 200 Werft auf schuhen zurücklegen, hatte aber leider keinen Proviant keine Dokumente, und es war gefährlich, allein vorzugehen. Ich beschloß deshalb nach Kraßnojarsk zu gehen, um hr Gouverneur von Jenisseisk um Unterstützung zu bitten Vorher schrieb ich an den Redakteur desSibirski", Hew Preismann, mit der Bitte, mir das Feld vorzubereiten Allerdings habe ich nicht erwartet, daß mein Privatbrw in der Zeitung veröffentlicht werde. Bei meiner flnlunn in Knassnojarsk fuhr ich sofort zum Gouverneur, der abn leider nicht anwesend war. Ich erfuhr aber, daß da- Andr'egerücht bereits bekannt sei. Ich fuhr darauf naj Tomsk, wo die ZeitungJenissei" bereits das ©mit über Andree gemeldet hatte. Ich beabsichtigte darauf, M für eigene Rechnung auf die Suche zu begeben. Falls i<t wirklich etwas Bemerkenwertes finde, werde ich sofort bie Universität Tomsk in Kenntniß setzen. Ich kann nur r voraus nicht bestimmen, ob es sich thalsächlich um Ack-r handelt. Während meiner Vorbereitungen hat der Gouvernrn von Jenisseisk depeschiert, daß der Gouverneur von Tom-:', das Gerücht über Andree als erlogen bezeichnet, die Nai richt sei als grober Spaß aufzunehmen, da Ljalin feint Glaubwürdigkeit verdiene. Der Herr Gouverneur fern- mich nicht. Ich wohne bereits 11 Jahre in Tomsk ur.t bin persönlich vom dortigen Gouverneur gekannt uni geschätzt, wie auch von vielen Bewohnern von Toms! Angesichts dessen, daß die genannte Depesche offizieller Charakter trägt, aber ursprünglich einen Privatbrief al; Basis hatte, kann man sie kaum als letztes Wort betrachten Schade, daß die Zeit vergeht, die bequem für Schneeschuh lauf war. Ich wollte auf eigene Gefahr und eigenes Risiko dorthin gehen, zum Unglück aber ist meine Absicht mißlungen A. Ljalin."

* Ein berühmtes Tintenfaß. Wenn auch bie einfity« vollen unserer westlichen Nachbarn schon länger btwufjt waren, daß der Verlust von Elsaß-Lothringen ver­schmerzt werden müsse, so scheinen jetzt auch die Rachebündlei zur Erkenntnis zu kommen, daß der Ruf nach und nach verhallen müsse und es politisch klüger ist, sich mit uns aus guten Fuß zu stellen, als gelegentlich über uns herzufallen, was ihnen wiederum übel bekommen dürfte. Der am 10. Mai 18<1 abgeschlossene Friede in Frankfurt a. M. dürfte wohl auf Jahr Hunderte die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland festgestellt haben. Da wir uns gerne jener großen Zeil erinnern, mag es hier am Platze fein, in weiteren Kreisen die Mitteilung zur Kenntnis zu bringen, daß die Feder, wo­mit jener Friede unterzeichnet wurde, sich im Besitze ter ! Familie der Fürsten Bismarck befindet. Das dabei ver wendete Tintenfaß strotzt aber nicht von Gold und Silbei, wie man sich vielleicht denken könnte; es stellt dasselbe einen einfachen, hohlen Eichenstumpf aus Bronce dar, in ben en Glas gesetzt ist. Als allegorische Beigabe lehnt sich um ben Stumpf herum die Ausrüstung eines Infanteristen, aW- Gewehr und Bajonett und Tornister mit gerolltem Mauks der Deckel ist eine Pickelhaube. Jedenfalls soll diese gäbe bedeuten, daß dieser Frieden durch die Kraft und bei Mut des deutschen Wehrmannes errungen und diktiert wort-" ist und jeder Angriff auf das Land der Eichen d*enlfl kräftig abgewiesen wird, wie es im Jahre 1870/71 geffyJfB ist. Das Ganze ruht auf einem ovalen Holzsockel m't J auf Metall eingravierten Widmung:Aus diesem faß wurde am 10. Mai 1871 der Friede zwischen reich und Deutschland von Bismarck und Favre unterzeM Auf Wunsch des Magistrates der Stadt Frankfurt dasselbe bei Gelegenheit der Jubiläumsfeier am 10- * 1895 dem Kaiser Wilhelm II. zur Benutzung überlall - was gleichfalls auf dem Metall des Sockels vermerk 1 Das Tintenfaß ist Eigentum des Fahrräder-, Nähmäichm und Motorwagen-Fabrikanten Wilhelm Opel in Rust heim a. M.

Meratur, Wissenschaft und Kunss

Die Ehrungen WallotS durch die Dresdener Kiü'M schalt sind noch nrchi beendet. Nachdem die Kunstakademie Fackelzug und Kommers, der Archttektenverein und die Kunflgev n schäft durch Adressen ihrer Entrüstung über die bekannten vo I im Reichstage Ausdruck verliehen haben, hat der Verein ou ' Künstler soeben b-schlossen, kommenden Montag dem Meister $ ein eigenartiges Fest eine Sympathiekundgebung vornehm»« zu bereiten. Eine für diesen Zweck von den Dresdener Rühm und Hartmann Macleau modellierte Kolossaloüste » wird den Festfaal schmücken. Dem Bankett werden ein Prc>8 in Dresden lebenden Schriftstellers Karl Gjellerup, künwe. Vorträge und eine Festrede Kornelius GurltttS, ,DaS Vt <n Kritik", vorangehen.

Toulouse-Lautrec, der bekannte getfiretche Pariser Zeichve» ist plötzlich in Wahnsinn verfallen.