Position an, aber deren Gewehrfeuer war so furchtbar, daß jene wie eine gebrochene Welle zurückwallten, ganze Reihen Toter und Sterbender zurücklassend. Wieder griffen die Buren an, und wieder wurden sie zurückgefegt, wobei die Haufen der Toten wuchsen. Die Kavallerie machte flußaufwärts eine Attake, doch das Kommando von Ermelo gab ein so mörderisches Feuer ab, daß die Engländer zwei Bat- terieen im Stich lassen mußten. Jetzt hatte eine allgemeine Flucht der Engländer nach ihrem Lager begonnen, doch sandten sie noch ein starkes Schrapnellfeuer nach der Bul- werbrücke, um die Eroberung der im Stich gelassenen Geschütze zu verhindern. Die Buren eroberten jedoch zehn Geschütze, dreizehn Munitionswagen und siebenhundert Gefangene. Letztere kamen bereits in Prätoria an. Die Engländer verloren allein zweihundert Tote, die Buren dreißig Tote und Verwundete. Die französischen Obersten de Ville- bois, Mareul und der deutsche Offizier Braun, welche bei den Buren die Schlacht beobachteten, erklärten, daß keine europäische Macht Besseres hätte leisten können als die Buren. Die Burengenerale Botha und Trichart waren stets an den gefährlichsten Punkten zugegen. Elf Ambulanzen arbeiteten an der Bergung der britischen Toten. Das Resultat war eine vernichtende britische Niederlage. Die Engländer erbaten und erhielten einen eintägigen Waffenstillstand, um die Toten zu begraben. „Daily News" meldet aus Chieveley vom 17. Dezember: „Je mehr von der Schlacht bekannt wird, desto verhängnisvoller erscheint sie." Der „Standard" meldet aus Durban vom 18. Dezember: „763 Verwundete aus der Tugela-Schlacht trafen hier ein. Nach einer Meldung der „Daily News" ist ein Leutnant Buller unter den Gefangenen, vermutlich ein Sohn des Generals Buller."
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Von einer deutschen Dame, die viele Jahre in den englischen Kolonien Südafrikas gelebt hat und jetzt nördlich von Pietermaritzburg — also in nächster Nähe des Kriegsschauplatzes — auf dem Lande wohnt, erhalten die „Hamburger Nachrichten" einen aus Natal, 23. November, datierten Brief, in dem es u. A. heißt: „Als der unglückliche Krieg losbrach, nachdem seine Wolke Monate lang drohend am Himmel gestanden hatte, und die Buren lange damit gezögert halten, diese sich entladen zu lassen, sprachen die hiesigen englischen Blätter von ihren Gegnern beständig als „Red. Indiana“ (Rote Indianer), „an uncivilized race“ eine „unzivilisierte Rasse" und was der thörichten Ausdrücke mehr waren. Im Laufe der Zeit hat sich nun aber manches ereignet, was auf die Humanität und Zivilisation, mit welcher englischerseits dieser Krieg geführt wird, sonderbare Streiflichter wirst. Da war z. B. die Art des Empfanges der gefangenen Buren in Maritzburg! Ein unanständiges, lautes Gejohle begleitete die Gefangenen vom Bahnhof aus durch die Straßen der Stadt, selbst den Schwarzen wurde nicht gewehrt, ihre Witze mit ihnen zu machen. Die Kriegsgefangenen, unter ihnen Major Schiel, mußten eine Nacht im Zuchthaus zu Maritzburg verbringen, ehe man sie nach Durban beförderte, wo dasselbe unwürdige Schauspiel sich wiederholte, um sie von dort nach Simons-Town und auf das Kriegsschiff „Penelope" zu bringen! Diesem Ereignis gegenüber steht der Empfang der englischen Gefangenen in Prätoria, von dem einer der mitgefangenen englischen gefangenen Offiziere selber schrieb, daß er nicht ruhiger und würdiger hätte sein können und „it was conducted in a funeral like way“ (er wurde wie ein Leichenzug geführt), die vorübergehenden Transvaaler nahmen ihre Hüte ab."
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London, 27. Dezember. Nachrichten aus Kaptown zufolge mehren sich die Beweise von einer weitverbreiteten aufrührerischen Bewegung in der Kapkolonie. Drei Mitglieder des Kapparlaments sind hierin verwickelt. Einer derselben überreichte vor 200 Personen eine Fahne des Oranje-Freistaates feierlich einem Burenkommandanten und sprach dabei die Hoffnung aus, der Kommandant möge sie zu Ruhm und Sieg tragen. Von dem anderen Kap- parlamentsmitglied wird berichtet, daß es sich für die Buren ausgesprochen habe. Der Sohn und die Tochter des Dritten hat man mit den Farben des Oranjestaates geschmückt beobachtet. Aehnliches wird auch von einer Anzahl von Farmern in der Kapkolonie gemeldet.
— Wie aus Chieveley dem „Daily Telegr." berichtet wird, schlugen die Buren unweit der Station Pieters eine neue Brücke über den Tugela. Von hier ging auch eine starke Truppenabteilung ab, welche die Landoranaberg- Hügelkette weiter östlich befestigt. — Der „Central News" zufolge ist eine wichtige strategischeAktion vor Ankunft des Generals Roberts nicht zu erwarten. General Roberts wird den ursprünglichen Feldzugsplan wieder aufnehmen und die Divisionen Gatacre, French und Warren vereinigen, um dann gemeinsam auf Bloemfontein vorzurücken. Kimberley und Mafeking müßten sich selbst überlassen bleiben, während Buller nur die Streitkräfte des Feindes südlich des Tugela zu beobachten haben werde. — Laut Meldungen aus Prätoria ist der nunmehr gänzlich wiederhergestellte General Joubert am 18. ds. Mts. im Hauptquartier der Buren eingetroffen. Nach lebhafter Begrüßung seitens der feindlichen Truppen hielt der General eine Ansprache an dieselben. — Wie aus Kapstadt gemeldet wird, haben die deutschen Behörden in Damaraland Anwerbungen seitens der Buren in deutschem Gebiet untersagt. Auch Zugtiere dürfen die Grenze nicht überschreiten.
Brüssel, 28. Dezember. In den Kreisen der Transvaal- gesandlschaft werden alle Meldungen über Fried ens- verhandlungcn nach wie vor in das Reich leerer Kombinationen verwiesen. Man glaubt hier, daß bis Ende Januar ein Stillstand der Operationen eintreten wird. Die Buren werden sich auf die Fortsetzung der Belagerung von Ladysmith und Kimberley beschränken.
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Telegramme deS „Gleheuer Anzeiger".
London, 28. Dezember. Die „Evenning News" erfahren aus Kapstadt vom 21. Dezember: Die Behörden entdeckten einen Komplott, welches bezweckte, während der Feiertage einen Koup zu Gunsten der Buren in Kapstadt auszuführen. Ermutigt wurden die Verschwörer angeblich hierzu durch die Thatsache, daß Kapstadt um diese Zeit leer stehe und eine starke militärische Bewachung daselbst fehle. Es handelte sich nicht darum, sich der Stadt zu bemächtigen, sondern die Magazine zu zerstören und sich hochgestellter Persönlichkeiten zu bemächtigen. — Der Berichterstatter der „Central News" meldet aus Sterkström: Die politische Lage in den östlichen Bezirken der Kapkolonie ist nunmehr ganz kritisch geworden. In einer Ausdehnung von 200 Meilen befindet sich das Land durchweg in der Vorbereitung zum Aufruhr. Uebrigens ist auch in den südlichen Bezirken ein Aufstand nicht unwahrscheinlich. Es sei dringend notwendig, die Division Gatacre schleunigst und bedeutend zu verstärken, besonders mit Artillerie. Sehr ernst lauten die Meldungen von der ausgebrochenen Pferdeseuche in dem Korps Gatacres und in de Aar. Unter den Maultieren aus Amerika herrscht außerdem die Rotzkrankheit. 26 Tiere wurden getötet und 78 aus dem Gesamtbestande von 1100 Tieren isoliert.
Loudon, 28. Dezember. Das Kriegs amt veröffent- licht ein Telegramm aus Transvaal vom 26. Dezember, worin gemeldet wird, Lord Methuen habe festgestellt, daß die Zahl der Buren sich täglich vergrößere. Ein Kundschafter-Ritt, an dem sich Lord Methuen beteiligte, mißlang, da die Buren eine heftige Kanonade und Gewehrfeuer auf die Kundschafter eröffneten.
Loudon, 28. Dezember. Wie verlautet, soll Lord Kitcheuer vom englischen Kabinett beauftragt sein, gegebenenfalls einen Vermittelungsversuch mit Transvaal einzuleiten.
Loudon, 28. Dezember. Die Zahl der nach Kapstadt sich begebenden Truppen beträgt 11500 Mann Infanterie und 1300 Mann Kavallerie. Die Artillerie wird mit 48 Kanonen ausrücken. Diese Verstärkungen werden am 17. Januar in Südafrika eintreffen und befinden sich an Bord von 17 Transportschiffen.
Deutsches Keich.
Berlin, 27. Dezember. Das Kaiserpaar unternahm gestern vormittag einen längeren Spaziergang. Zur Mittagstafel war der Chef des Generalstabs Graf Schlieffen geladen. Am Nachmittag unternahm das Kaiserpaar mit den vier ältesten Prinzen eine Schlittenpartie. Heute morgen hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets v. Lucanus. Zur heutigen Mittagstafel war u. a. der bisherige Militärattachee in Paris, Oberstleutnant Frhr. v. Süßkind, geladen.
— Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Telegraphenwegegesetz vom 18. Dezember, die Fern sprechgebührenordnung, und das Gesetz, betreffend einige Aenderungen der Bestimmungen über das Post- wesen vom 20. Dezember.— Der „Reichsanzeiger" meldet: Vom 1. April 1899 bis Schluß November gelangten im Deutschen Reiche folgenbe Einnahmen an Zöllen, gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern, sowie anderer Einnahmen zur Anschreibung: Zölle: Mk. 329,808,757, gegen das Vorjahr weniger Mk. 11,312,903, Tabaksteuern: Mk. 7,462,591, weniger Mk. 96,443, Zuckersteuer und Zuschlag: Mk. 75,112,935, mehr Mk. 4,441,213, Salzsteuer : Mk. 32,256,268, mehr Mk. 834,955, Maischbottich- und Branntweinmaterialsteuer: Mk. 506,734, weniger Mk. 3,092,361, Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag: Mk. 93,171,303, mehr Mk. 9,201,411, Brennsteuer Mk. 1,340,320, weniger Mk. 1,355,519, Brausteuer Mk. 21,263,415, mehr Mk. 873,698, Uebergangsabgabe von Bier Mk. 2,717,389, mehr Mk. 142,675, Stempelsteuer : a. für Wertpapiere Mk. 12,387,463, weniger Mk. 867,284, b. Kauf und sonstige Anschaffungsgeschäfte Mk, 10,141,992, mehr Mk. 1,961,889, Wechselstempelsteuer Mk. 7,865,747, mehr Mk. 597,165, Post- und Telegraphenverwaltung Mk. 243,258,670, mehr Mk. 16,684,585, Reichs - Eisenbahnverwaltung Mk. 58,887,000, mehr Mk. 4,783,000.
— Die Ernennung des Freiherrn v. Maltzan Gültz zum Oberpräsidenten von Pommern ist am 24. d. M. vom Kaiser vollzogen worden.
— Korvettenkapitän Scyeibel, welcher vom Admiralstab der Marine beauftragt war, den Ausschiffungen der nach dem südafrikanischen Kriegsschauplätze entsendeten englischen Truppen beizuwohnen, hat jetzt nach Beendigung seiner Mission das Kommando über den kleinen, auf der ostafrikanischen Station befindlichen Kreuzer „Windsor" übernommen.
— Der Reichstagsabgeordnete Dr. Paasche ist nach viermonatiger Abwesenheit von seiner Studienreise nach Nordamerika, Kuba und Westindien zurückgekehrt.
— Der „Lokal-Anzeiger" ist in der Sage, den wesentlichen Inhalt des zwischen Deutschland und England abgeschloffenen gehet menVertrages mitteilen zu können, welcher, wie der Gewährsmann des „LokaOAnz." schreibt, abgeschlossen wurde, um zu verhindern, daß Frankreich, Rußland oder andere Mächte gegen die Besitzergreifung der Delagoabucht durch die Engländer Einspruch erheben. Im kommenden Frühjahr findet in Portugal der gleiche „Ausverkauf" in Kolonien statt, den Spanien in diesem Jahre so erfolgreich in Szene gesetzt hat. Der afrikanische Besitz mit rund zwei Millionen Quadrat-Kilometern und dreizehn Millionen Einwohnern soll an England fallen, der asiatische mit 20000 Quadratkilometern und beinahe einer Million Einwohner an Deutschland. Es handelt sich um folgende fünf Gebiete: Timor, Goa, Damao, Macao Und Diu. Außer diesen Besitzungen in Asien soll auch noch in Afrika
das Land nördlich des Zambesi an Deutschland abgetreten werden, mit Ausnahme eines Streifens von drei Meilen, den sich Cecil Rhodes für seine Eisenbahn ausbedungen hat Der von Deutschland zu zahlende Preis beläuft sich auf 25 Millionen Mark.
Berlin, 27. Dezember. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Rom: In vatikanischen Kreisen ist man der Ansicht, daß der Papst zu Ehren des heiligen Jahres den Versuch machen werde, den Transvaalkrieg beizulegen. Zu diesem Zwecke werde der Papst an die Vermittelung der katholischen Mächte, besonders Oesterreichs appellieren- und Oesterreich sei auch bereit auf den Wunsch des Papstes einzugehen. Diese Nachricht bedarf noch der Bestätigung.
Auslsnd.
Wien, 27. Dezember. Der Kaiser hat heute vormittag den Ministerpräsidenten Wittek in längerer Audienz empfangen.
Wien, 27. Dezember. Der ungarische Ministerpräsident Szell ist, begleitet vom Finanzminister und dem ungarischen Landesverteidigungsminister, Hierselbst eingetroffen.
Wien, 27. Dezember. Von angeblich kompetenter Seite erhält das „N. Wiener Tgbl." die Mitteilung, daß beide Söhne des Fürsten Bismarck die bevorstehende Herausgabe des dritten Bandes der „Gedanken und Erinnerungen" ihres Vaters inhibiert hätten. Der Grund des Verbotes liege darin, daß der dritte Band die Entlassung des Alt-Reichskanzlers, sowie seinen Konflikt mit Kaiser Wilhelm behandelt, und die Söhne Bismarcks offenbar diese Publikation vermeiden möchten.
Prag, 27. Dezember. „Narodni Listy" zufolge soll das Kabinett Wittek im Januar bereits durch ein reichsparlamentarisches Ministerium ersetzt werden. Letzterem wird die Ausgabe zufallen, einer parlamentarischen Regierung die Wege zu ebnen.
Graz, 27. Dezember. Der General der Kavallerie Freiherr v. Ramberg ist an Herzlähmung gestorben.
London, 27. Dezember. In England zeigt man jetzt die größte Angst vor Rußland, daß es die jetzige schwierige Lage Englands benutze, um in Ostasien vorzugehen. Mit Bezug darauf wird der „Times" aus Odeffa gemeldet: Obgleich die strenge Kälte in ganz Südrußland andauert, gehen doch noch fortwährend vom Schwarzen Meere^nach den asiatischen Besitzungen Rußlands im fernen Osten Verstärkungen ab. Seit letztem Donnerstag gingen 1000 Mann mit dem Kreuzer „EpatennoSlaw" von hier ab, außerdem eine große Anzahl von Militärärzten, Kranken- toärterinnen und anderem Personal zur Errichtung eines Feldhospitals. — Zittre, stolzes Albion!
Havre, 27. Dezember. Auf der hiesigen Schiffswerft wird mit fieberhafter Thätigkeit gearbeitet, lieber 1200 Arbeiter sind augenblicklich damit beschäftigt, eine ganze Reihe von Torpedobooten und Torpedoboot-Zerstörern herzustellen. Auf der Werft des mittelländischen Meeres wird mit derselben Schnelligkeit gearbeitet. Mehrere Kreuzer und Panzerschiffe sind fertiggestellt. Auch die Kanonengießerei von Schneider in Creuzot hat bedeutende Bestellungen von Marine-Geschützen erhalten.
Konstantinopel, 27. Dezember. Wie die „Post" nach zuverlässigen Informationen bestätigen kann, hat der von Konstantinopel nach Marseille geflohene Schwager des Sultans Mahmud Pascha sich in der Angelegenheit der Bagdad-Bahn im Interesse der das deutsche Projekt bekämpfenden Rechnitzer-Gruppe gegen den Willen des Sultans zu einem tadelswerten Verhalten bestimmen lassen. Als er sein Spiel vereitelt und die Hoffnung auf den ihm von der Rechnitzer-Gruppe in Aussicht gestellten materiellen Gewinn zu Wasser werden sah, setzte er seine Flucht ins Werk, um auf diese Weise das ihm durch den Mißerfolg in Sachen Rechnitzer entgangene Geld vom Sultan zu erpressen. Die „Poft" kann weiter die Meldung, daß der Sultan seinem Schwager für den Fall der Rückkehr nach Konstantinopel 50000 türkische Pfund in Aussicht stellen ließ, als völlig unbegründet zurückwcisen. Von politischen Bestrebungen und von jungtürkischen Reformgedanken könne nicht die Rede sein._____________________________________________________
Lokales und UroviiyieUes.
Gießen, 28. Dezember 1899.
Ausverkauft waren bereits heute vormittag an den hiesigen Postschaltern die neuen Jahrhundert- Postkarten, mit deren Verkauf erst heute früh begonnen wurde. Die ersten fünf Millionen Stück sind nach Verhältnis des Geschäftsumfanges den einzelnen Postanstalten des Reiches zugeteilt worden.
Wetterbericht. Hoher Druck bedeckt die Osthälfte des Erdteils. Dagegen steht der Westen unter der Herrschaft eines ausgedehnten Depressionsgebietes. Innerhalb desselben sind zunächst die Barometerstände sehr unregelmäßig verteilt. Centren niederen Druckes liegen an der schottischen Nordküste sowie über dem Kanal und dem angrenzenden französischen Küstenstriche. Ein sekundäres Minimum befindet sich über dem tyrrhenischen Meer. Das Wetter ist vorübergehend trüb und nebelig, im Laufe des Tages trat jedoch vielfach Aufklärung ein. An der Nordseeküste und Central-Frankreich fiel Schnee, im Mittelmeer- Gebiet Regen.
Voraussichtliche Witterung: Meist trübes Wetter mit zeit- weisen Schneefällen._______________________________________________________
Universität und Hochschule.
— Verschiedenes» Der Bibliothekar Dr. Hortzschansky von Göttingen wurde an die Marburger Bibliothek versetzt. — Vor zwei Jahren wurde der philosophischen Fakultät der Bonner Universität die Berechtigung erteilt, beim Examen den Kandidaten die an technischen und landwirtschaftlichen Hochschulen in Preußen zugebrachten Semester anzurechnen. Jetzt ist auch genehmigt worden, daß die an nichtpreußischen, deutschen Universitäten gehörten Semester zur Anrechnung gelangen. — Der Direktor der kaiserlichen Medaillen-, Münzen- und Antikensammlungen in Wien Dr. Fr. Kenner wurde in den Ruhestand versetzt. An seine Stelle tritt der bisherige Kustos der Antikensammlung Prof. Dr. Robert v. Schneider.


