Ausgabe 
29.8.1899 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

>v°S SenoA :1 bet9ebl,*t. bMaufh?M*« tief, *L 6otn Stau utt« @u if i«te W S-»L »!»LtzZ Inti £rt'tla« anbete lbt® «utor fe, f*« i"

_unb ionftatiert, b«6 ** »orben ^tnommen. ffr

!1 ®r N- seine jellagten habe w fi* 8 Aussagen gebildet. I,c geheimen Beweise einer biographischem Taille de v, aus enen sollte, dem sog.

fremden Mitär- - Dreyfus arretiert,

er Auftritt. Jeder- aell erklärt hat, von tbi§ keinen Gebrauch baß Oberst Maurrl zenübergestellt werden, ernehmung ausgesagt, '.x habe aber nicht ge- chtern mitgeteilt habe. I Labori fragt den düng aufrecht erhalte, packet befunven habe, sie gelesen. Ich er- die Stücke nicht nur intaren begleitet hat. ie, er verwahre sich be feinen Druck aui;

e geschwiegen. Ma Gelächter.» Mchr vielen, « W btt ul, M sogleich zu ver- i sei. Jetzt sage er, lautet einen Brief ge- 2 Befürchtung mitteilt, den General Mercier, Er habe doch die Er- ür gefälscht erkannten n sei. General Mercier in der biographischen tatter: Es detras die :t: Major FreyMer r Lüge ertappt worden. )cr Robin-Granate sei anb h-i- 18M d-« ,16 bie P-mMd M zityMer erraibert. iiell Su|>ati be Clm j utltcrwerfeni« *; Wßd,nti

M.

I egen b«je bet

|M.// wird '°t'' rreuzzei E ^srssor fei"'1 es ®"L en*

wÄti ®* I y;

rind Polach, welcher zum Nachfolger des Chefs des General- stabes der Armee, Grafen v. Schlieffen, ausersehen ist, soll der Kommandeur der 1. Garde-Jnfanterie-Division, General­leutnant Freiherr v. Bülow, in Aussicht genommen sein. Weitere Veränderungen werden im militärischen Gefolge des Kaisers eintreten. Der dienstthuende General-Adjutant und Kommandant des Hauptquartiers, General der In­fanterie v. Plessen, soll kommandierender General des 14. Armeekorps in Karlsruhe, und sein Nachfolger der Kommandeur der 2. Garde-Jnfanterie-Division, General­leutnant und Generaladjutant v. Kessel werden.

Frankfurt a. M., 26. August. DieFranks. Ztg." meldet aus Paris: Die Konfrontation des Hauptmanns Frey- stätter mit dem Obersten Maurel und dem General Mercier vor dem Kriegsgericht in Rennes macht in der Presie einen überwältigenden Eindruck. DieDroits de L'Homme" fordern die sofortige Einleitung des Straf­verfahrens gegen Mercier.

Kiel, 26. August. Heute wurden drei Sekretäre der kaiserlichen Werft von Strolchen überfallen. Einer der Ueberfallenen wurde erstochen, die andern beiden durch Messerstiche schwer verletzt.

Ausland.

Wien, 27. August. DemNeuen Wiener°Tageblatt" zufolge ist Oberst Schneider hier eingetroffen, um seinen vorgesetzten Behörden, dem Minister des Aeußern und dem Kriegsminister eingehend über die mit seiner Person in gewaltsame Verbindung gebrachten Vorgänge in Paris und über die Schritte, welche er zur Wahrung seines persönlichen Standpunktes unternommen, zu berichten und Instruktionen für sein weiteres Verhalten einzuholen.

Neichenberg, 27. August. Gestern abend fanden hier große Straßen-Demonstrationen gegen den § 14 statt.

Paris, 27. August. Es bestätigt sich, daß gegen die Blätter Soir, Jntransigeant und Libre Parole ein gericht­liches Verfahren eingeleitet ist, weil jedes diejer Blätter durch Aufrufe an seine Leser Straßen-Tumulte hervor­gerufen hat.

Paris, 27. August. Gerüchtweise verlautet, daß bei der Haussuchung, welche bei Sebastian Faure vorgenommen worden ist, eine Liste der Aktionäre des Anarchisten­blattesJournal de Peuple" aufgefunden worden fei, an deren Spitze die Namen Baron Rothschild und Josef Reinach vorkommen sollen.

Paris, 27. August. Alle Morgenblätter kommentieren die gestrigen sensationellen Vorgänge vor dem Kriegsgericht. Die revisionistische Presse fordert einstimmig die sofortige Verhaftung des Generals Mercier und des Obersten Maurel, da das Verbrechen, welches beide begangen haben, nunmehr keinem Zweifel unterliegt. Man erwartet bereits eine solche Maßregel von Seiten des Vor- -sitzenden des Kriegsgerichts. Da dieser aber eine solche nicht angewandt hat, so fordert man sie jetzt vom Justiz­minister.

Rennes, 27. August. Aus Antibes wird die Verhaftung eines 39jährigen Mannes namens Tri ff au d gemeldet, dessen Signalement auf das des Attentäters Laboris paßt. Derselbe hatte einen Revolver und Patronen bei sich und kam aus Rennes.

Rennes, 27. August. Die Verteidiger Dreyfus erklärten einem Journalisten, sie seien nicht im geringsten in Verlegenheit, um eine Revision des jetzigen Prozesses als notwendig zu fordern. Der Grund dafür sei vorhanden in der Thatsache, daß das Kriegsgericht das Urteil des Kassationshofes unbeachtet gelassen hat.

Rennes, 25. August. Die Planmäßigkeit, womit die -Generalität in nach Aufgabe und Person genau verteilten Rollen bei jederDreyfus günstigen Zeugenaussage vortritt, um, die moralische Führung der Verhandlung über­nehmend, dieselbe durch Verdächtigung des Zeugen zu ver­nichten, zeigte sich auch heute wiederum in dem Auftreten des Generals Gonse gegen Gobert, den Schriftkundigen der Bank von Frankreich, der schon 1894 das Bordereau als nicht von Dreyfus geschrieben erklärt hatte. Gonse verdächtigte den Zeugen der Unwahrheit seiner Aussage durch die Behauptung, daß Dreyfus 1894 mit der Bank von Frankreich zu thun gehabt habe und dadurch dem Zeugen bekannt gewesen sei. Gegenüber dem entschiedenen Widerspruche Dreyfus blieb Gonse den Beweis für seine Verdächtigung einfach schuldig. Dann folgte Bertillon. Kennzeichnete gestern Kampfesstimmung die Verhandlung, so stand der heutige Tag durch die Ausführungen Bertillons unter dem Zeichen methodischen Blödsinns, der unter dem Scheine der Wissenschaftlichkeit vorgetragen wurde. Bertillon bot dem Gerichte zum besseren Verständnis seiner grapho­logischen Ausführungen an, seine Sache bei Nacht mit Licht­bildern vorzutragen. Der Vorsitzende winkte jedoch schleunigst ab. Aus den Gesichtern der Richter war nicht zu lesen, was sie zum Schluß über Bertillon und den von ihm ge­lieferten Bordereaubeweis dachten; im Saale meinten einige Dreyfusards, daß Henry und Genossen solche Kunststücke, bie Schrift eines andern wiederzugeben, schon früher und sogar viel einfacher fertiggebracht hätten. Die Generäle haben sich bekanntlich als Bekenner des Dogmas Bertillons erklärt, deshalb hat die Verteidigung den Kampf dagegen durch Ladung ihrer Schriftkundigen aufnehmen müssen. Sie werden in der nächsten Woche sprechen. Traurig ist, daß der Humbug Bertillons überhaupt ernst genommen werden muß. Er spiegelt sich in der Persönlichkeit Bertillons selbst wieder; sein Blick, der Kopf, die Sprache und die Bewegungen lassen deutlich den Typus des geistig verrannten Fanatikers erkennen. Bezeichnend für die Stellung des Regierungs­kommissars ist, daß Bertillons Ausführung dessen Zustimmung gefunden. Seine Mitteilung, daß du Paty nicht kommen werde, bringt die Verhandlungen um das interessanteste

Kapitel, nämlich um die Gegenüberstellung du Patys mit Mercier, Boisdreffre und Gonse, und sie erschwert jedenfalls auch die Klärung, wenn auch du Paty kommissarisch ver­nommen werden sollte. Man berechnet, daß das Zeugen­verhör noch bis zum 2. September währen und daß etwa am 5. September das Urteil erfolgen werde. Köln. Ztg.

Loudon, 27. August. Wie verlautet, wird die englische Regierung nur dann in Verhandlungen wegen Tausch der Philippinen gegen den westindisch-englischen Jnselbesitz eintreten, wenn die Washingtoner Negierung ein diesbezüg­liches direktes Ansuchen an England stellt.

Warschau, 27. August. Der hiesige allgemeine Arbeiterstreik ist infolge energischer Maßregeln der Polizei, welche über 5000 Arbeiter abgeschoben hat, nach dreiwöchentlicher Dauer beendet.____________________________

Lokales und MooinMes.

Gießen, 28. August 1899.

** Eharaktererteilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 19. August dem Museums-Inspektor Dr. Friedrich Back zu Darmstadt den Charakter als Professor zu erteilen.

** Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, am 26. August den Philipp Schneider zu Heppenheim zum Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Heppenheim zu ernennen.

* Die Aufnahme neuer Mitglieder in da8 evangelische Prediger-Seminar zu Friedberg, sowie der Beginn des Winter- Semesters 1899/1900 sollen Samstag den 14. Oktober, vormittags 11 Uhr, im Festsaale der Aula stattsinden. Die Kandidaten, welche neu eintreten wollen, haben sich zeitig genug bei der Großherzogl. Direktion des Prediger- Seminars schriftlich anzumeldcn, dabei ihre Befähigung zur Aufnahme, einschließlich der Erledigung ihrer Militärpflicht, statutengemäß nachzuweisen, sich vor der Aufnahme persön­lich vorzustellen und am oben bezeichneten Tage einzufinden. Die Entlassungsfeier zu Schluß des Sommer-Semesters findet Mittwoch den 30. August d. I., vormittags 11 Uhr, in der Burgkirche zu Friedberg statt.

** Der gestrige Sonntag stand im Zeichen der Kirch­weihfeste. In Lollar, Klein-Linden, Heuchelheim, Großen- Buseck, Alten-Buseck, Rödgen, Garbenheim u. s. w. wurde zum Kirmcstanz aufgespielt und viel Bier getrunken, denn das Wetter war danach. Die Mehrzahl der Kirmes- besucher aus Gießen dürfte nach Heuchelheim, Klein Linden und Lollar gewandert sein, indes gingen auch die beiden Buseck und Rödgen nicht leer aus, wie man an den auf der Fuldaer Linie eintreffenden dichtbesetzten Zügen ersehen konnte.

** Polizeibericht. Verhaftet wurde am Samstag dem 26. d. Mts. ein hier Sandgasse 26 wohnender, schon längere Zeit beschäftigungsloser Mensch wegen eines im Bahnhofsgebäude Hünfeld und Hersfeld begangenen Ein­bruchsdiebstahls. In der Wohnung desselben fand man neben vollständigem Diebshandwerkszcug Waffen und Munition, sowie verschiedene andere Gegenstände, die offen­bar ebenfalls von Diebstählen herrühren. Kolporteur Joseph Hermann aus Rohrbach in Bayern, der für eine hiesige Buchhandlung in hiesiger Stadt Abonnenten sammelte, machte sich der Urkundenfälschung und des Betruges dadurch schuldig, daß er Bestellscheine mit fingierten Unterschriften ausfertigte und hierdurch Geld­beträge von der betreffenden Buchhandlung erschwindelte. Der Betrüger entzog sich der Verhaftung durch schleunigste Flucht. Gestern nacht entgleiste an dem hier 12 Ühr 8 Minuten von Koblenz eintreffenden Personenzuge kurz vor dem hiesigen Bahnhofe (Gemarkung Klein-Linden) ein Personenwagen. Personen wurden nicht verletzt, der Wagen jedoch stark beschädigt.

Offenbach, 26. August. Die Maschinen- und Schmirgel' fabrik von Friedrich Schm al tz ist gestern abend vollständig niedergebrannt. Der Schaden wird etwa Mk. 300,000 betragen. Der Betrieb kann teilweise in anderweitig zur Verfügung gestellten Räumen aufrecht erhalten werden.

Aos der Zett Mr die Zett.

Vor 120 Jahren, am 29. August 1779, wurde zu Westerlösa in Ostgotland der Chemiker Berzelius geboren. Seine Verdienste um die Wissenschaft sind von höchster Be­deutung. Die Gestaltung der anorganischen Chemie beruht größtenteils auf seinen Entdeckungen. Berzelius galt bei Lebzeiten als die erste Autorität auf dem Gebiete der Chemie und verdient wohl auch noch heute diese Anerkennung. Er starb am 7. August 1848 in Stockholm.

Schiffsnachrichten

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten

LooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 24. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnellpostdampfer Saale, Capitän I. Mirow, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 2 Uhr morgens wohlbehalten in New- york angekommen.

Bremen, 24. August, sVer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Crefeld, Cavitän C. ö Borell, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. _________________

Temperatur der Lahn und Lust

nach Reaumur gemessen am 28. August, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags:

Wasser 17°, Luft 21°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Verkehr, $aw>- mrd Volkswirtschaft.

tiMerä, 26 Aug. Fruchtpreise. Weizen X150015,50. Korn X 14,00-00,00, Gerste ^00,00 -00,00, Hefer^l 12,25-12,50, Lrbsm X 00,00-00,00, Linse« X 00,0000,00, Wicken X 00,00, Lew X 00,00, Kartoffeln X 5,000/ 0, Sam«, X 20/0OD,00.

Neueste Meldungen.

Depeschen deS Bureaufcetolb*.

Berlin, 28. August. Der Kaiser hat aus Anlaß der diesjährigen großen Berliner Kunstausstellung die große goldene Medaille für Kunst dem Maler Professor Josef Scheurenberg in Charlottenburg und dem Kupferstecher Professor Hans Meyer zu Berlin sowie die kleine goldene Medaille für Kunst u. a. dem Maler v. Kossak in Berlin verliehen.

Berlin, 28. August. Im königlichen Schauspielhause begann gestern mit einer Aufführung vonEgmont" die Berliner Goethe-Feier. Heute wird Iphigenie, morgen Faust gegeben. Die Goethe-Feier der freireligiösen Ge­meinde fand unter zahlreicher Beteiligung gestern vor­mittag statt. DerSozialist" hat aus Anlaß der 150. Wieder­kehr von Goethes Geburtstag eine Festnummer zum 28. August herausgegeben. Außerdem haben sich die Anarchisten die Verbreitung von Goethe-Bildnissen unter der Arbeiterschaft an diesem Tage angelegen sein lassen. Heute veranstalten die Sozialdemokraten Berlins eine Goethefeier. Daneben wird die freie Volksbühne fünf Volks-Vorstellungen von GoethesFaust" im Lessingtheater geben. Eine Reihe litterarischer Vereinigungen, welche auf sozialdemokratischem Boden stehen, veranstalten besondere Goethe-Feiern. Auch in den Vororten fanden verschiedene Fest-Versammlungen mit Vorträgen über Goethe statt.

Briiffel, 28. August. Anläßlich der bevorstehenden neuerlichen Ankunft des Herzogs von Orleans sind feind­liche Kundgebungen in Vorbereitung. Die Bevölkerung ist entschlossen, hier keine Umtriebe mehr zu dulden.

Graslitz, 28. August. Die gesamte Stadtvertretung legte ihr Mandat wegen Konfliktes mit den politischen Be­hörden nieder. Die Erregung der Bevölkerung ist groß. Tagsüber durchzogen Militär-Patrouillen die Straßen. Indes verlief der Tag ruhig.

Paris, 28. August. Hier verlautet mit Bestimmtheit, daß die Verhaftung Merciers beschlossen sei.

Paris, 28. August. Die Aerzte erklärten einem Jour­nalisten gegenüber, daß Dupaty unmöglich nach Rennes geschafft werden könnte. Dupaty soll hierüber sehr betrübt sein, da er, wie die Aerzte sagen, sehr interessante Ent- hüllunge.n machen könne.

Paris, 28. August. Die Blätter melden aus Wien, daß außer der Audienz beim Feldzeugmeister Beck, Oberst Schneider auch Instruktionen vom Minister des Innern, sowie vom Kriegsminister über etwaige neue Zwischenfälle in der Dreyfus-Angelegenheit empfangen habe.

Paris, 28. August. Innerhalb der Regierung sollen Meinungs-Verschiedenheiten über das Vorgehen gegen GuLrin bestehen. Waldeck-Rousseau und Gallifet seien dafür, die Antisemitenburg stürmen zu lassen, die andern dagegen.

Paris, 28. August. Die vom Figaro eröffnete Samm­lung für die Hinterbliebenen des in Afrika ermordeten Obersten Klobb hat bereits 6000 Franks ergeben.

Paris, 28. August. Für die heutige Kriegsgerichts­sitzung in Rennes werden sensationelle Anträge der Ver­teidiger Dreyfus erwartet. Es heißt, daß die Vor­ladung sämtlicher Mitglieder des Kriegsgerichts von 1894 verlangt werden wird.

London, 28. August. DemDaily"-Telegraph wird aus Kopenhagen gemeldet, das Zarenpaar werde gleich nach dem Besuch in Kopenhagen die Reise nach England antreten.

Loudon, 28. August.Daily Mail" berichtet aus New- Aork, Mac Kinley habe in Bezug auf die kubanische Republik eine Erklärung abgegeben, der zufolge die allge­meinen Wahlen auf Kuba nach der Volkszählung im Jahre 1900 vollzogen werden sollen.

Loudon, 28. August.Daily Mail" meldet aus New- Aork: Die letzten Nachrichten von Cap Haitien besagen, der General Tacho habe an der Spitze von 400 Mann einen Sieg über die Regierungstruppen davongetragen. 150 reguläre Soldaten wurden getötet. Zwei Feldgeschütze fielen in die Hände der Aufständischen.

Oporto, 28. August. In dem hiesigen Gefängnis wurde ein Pest fall kontastiert.

Konstantinopel, 28. August. Mit Rücksicht auf die ein» getroffenen offiziellen Meldungen, daß in dem Distrikt Astrachan 40 Pesterkrankungen vorgekommen sind, von denen 30 rötlich verliefen, ordnete die Sanitäts-Behörde die strengste Untersuchung für diejenigen Provenienzen an: welche aus dem Asow'schen und asiatischen Küstengebiet nach dem Schwarzen Meere kommen.__________________

Ein Waschtag ohne Kochen der Wäschea% der Meinung der meisten Hausfrauen, welche ihre Wäsche schonen und doch die denkbar größte Reinheit dabei erzielen wollen, ein Ding der Unmöglichkeit.

Dies ist ein eingewurzelter Irrtum, denn mit einer wirklich vorzüglichen aus den besten Rohprodukten hergestellten Waschseife mit sehr hohem Fettgehalte ist der RetnigungSprozeß nicht nur ein viel schnellerer und wirkmmrr sondern das lästige Kochen und Brühen kommt ganz in Wcgfall.

Diese Vorzüge vereinigt allein die weltberühmte Sunlightseife die in keinem Haushalte fehlen sollte.

Sunlizht-Seife ist überall zum Preise von 25 Pfg., in ge» fälligem Karton verpackt, zu haben.6211

Milch leichter verdaulich.

Oft können Kinder und Kranke die nahrhafte Milch nicht ver­tragen, weil sie im Magm gerinnt. Diese werden es mit Freuden erfahren, daß, wenn Milch mit ein wenig Mondamin gekocht wird, dieselbe bedeutend leichter verdaulich und selbst schwachen Magen zuträglich wird. Säuglingen ist nur Milch zu geben, aber nach Durchbruch der Zähne, wenn Zusatz zur Milch erwünscht wird, ist Mondamin in hohem Grade dazu geeignet. Mit Milch gekocht, bietet Mondamin eine wirklich nahrhafte Kost, welche alle Bestand­teile zum Ausbau des Körpers besitzt. Die alleinigen Fabrikanten für Mondamin sind Brown & Polson, welche einen mehr denn 40jährigen Wel'.ruf b-sltzcn Es ist erhältlich in Paketen L 60, 30 u. 15 Pfg.