n deutschen Freundes, it und fo sehen wir ! betätigen, indem er lst einer ieibsterdn^err 00 Fuß laTtyn Dich, h verfitze mit Genug- i zähen Holzes hinauf- : den wenigen Stämmen im Rande des Abhanges tfchleppten. Das war . „Nur nicht ängstlich-, Zlasche Bier aus einer s hervorholte, „als ich ; man mir wie gewöhn- ilt und behauptete, dir t arbeiten-nun sehen getroffen, also Prost!" Wergehen, und dann •tüonnene Holz in bei Die Schächte zu ver- 6 bi8 8 Fuß lantz und 3 W das Stüä be- zrrden ste aus Ochsen- nmungsort übergeführt. Rüäpassage vermittelst ;e ich mit Hinblick auf Fahrgelegenheit freund- he kletternd wieder zu >ges hatte ich doppelt innen ju leinen, di- » ind »ar herzlich W; ■iit balle. Mein tlewe» afdjtean btmfpM* blöde * "nb . a!8 ich ih°>d'- ^ - Mick über biebl*"b! umwanbt« unb meine» «öln. B-lW
itrirrünAfi
99.
M Ananth. Hrrr
>SSÄ «Öi f«1' M ®Cmerf«1 *tn. 8 ^öi so- °bi6 nKeWUtUNS. F ’jäö
(“nläff'9,ft ber ein'« Ölung ’ß’j ®M b«
Zes GestÄ ""lchein- eiligez Av«sperst hlN und wil^'^en. einer ^u. - 'ch mi^Z einige nieder und ?,tlnein ^chdring^ ® iS* »WMä
JUerE l», 6°"91 r-lbetgta, der U°.°'
Dabei ist 4 5*®. taten 4 ? ®” taroö^tn j S ®an beijpiels, n^etchnen. . <vx "seinem Erstaunen Die Spuren traten ^-Uerlauf und «'ge Einkerbungen stwor ene Stamm einer '"echam, daß ich mch iuabzuschwingen hatte. ) ®it der Routine des ste dann dem Lauf dell Wen von Fels zu 6 lautlos und still ge. lich das Klingen von 'n' sowie die komman-
Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele und Sch mall. — Entschuldigt die Herren Beigeordneten Grüneberg und Wolff, die Herren Stadtverordneten Helfrich, Keller, Kirch, Krumm und Wallenfels.
Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt Herr Oberbürgermeister Gnaut h mit, daß die im Auftrage der Großh. Oberrechnungskammer stattgehabte Visitation der Kassenführung des Herrn Stadtrechner Döpfer auch diesmal ein durchaus befriedigendes Ergebnis gehabt habe.
Das Gesuch des Vereins zur Züchtung reiner Hunderassen wegen Anbringung eines Reklameschildes in der Bahnhofstraße, sowie um Abgabe von Fahnen und Master anläßlich der Hundeausstellung wird nachträglich genehmigt.
Dem Gesuch der H. Leib Witwe um Erlaubnis zur Legung einer Acetylengasleitung zur Beleuchtung der offenen Wirtschaft am Philosophenwald wird unter den von der Oberförsterei festgestellten Bedingungen auf Widerruf genehmigt.
Gegen die Einfriedigung des vom landwirtschaftlichen Institut als Versuchsfeld überlassenen Geländes am alten Anneröder Weg mit einer Hecke hat die Versammlung nichts einzuwenden.
Der Verwertung des Grases von einer durch die Stadt angekauften Wiese des Heinrich Ockel II. Erben wird zugestimmt, desgl.
der Zulassung des Herrn vr. Mettenheimer als Mitpächter der Jagd in der zweiten Abteilung des Stadt Waldes.
14 Einwohner von Hochelheim, welchen das auf den städtischen Wiesen ersteigerte Heu teils weggeschwemmt, theils durch anhaltendes Regenwetter verdorben wurde, haben um Ermäßigung des Steigpreises nachgesucht. Das Gesuch wird abgelehnt auf Grund der Verfteigerungs- bedingungen, nach welchen am 12. Juni bereits die Genehmigung der Versteigerung erfolgte, die verspätete Ab- erntung der Wiesen, die bedingungsgemäß am 1. Juli beendet sein mußte, den Steigerern selbst zuzuschreiben ist.
lieber den folgenden Punkt der Tagesordnung: Abfuhr von Straßen- und Hauskehricht, wird in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt.
Punkt 8 der Tagesordnung: Anlage von Gossenpflast er auf dem Friedhöfe, konnte abgesetzt werden, da der Gegenstand durch die Baudeputation erledigt worden.
Zur Anlage erhöhten Asphalttrottoirs auf der Nordseite der Goethestraße, von der Ludwigsstraße bis zur Stephanstraße, sowie von Kiesbanket entlang des physikalischen Instituts in der Stephanstraße, werden 4400 Mk. zu Lasten des nächstjährigen Budgets bewilligt.
Die Kosten der Ausdehnung des Wasserrohrnetzes am Schissenbergerweg (100 Mk.) und des Gasrohrnetzes bafeI6ft. (85 Mk.) werden bewilligt.
Die Ausdehnung der Gas- und Wasserleitung auf die von Herrn Winn angelegte Privatstraße durch Löbers Hof in der Neustadt wird zugestimmt. Die auf 430 Mk. veranschlagten Kosten der Gasleitung und die auf 510 Mk. berechneten Kosten der Wasserleitung hat der Unternehmer bis zum Uebergang der Straße in das Eigentum der Stadt zu tragen; die Bedienung der Laternen erfolgt durch das städtische Personal zu dem für städtische Laternen geltenden ermäßigten Preis.
Der Abgabe von ca. 4000 Ctr. Cokes an die Eisenwerke Hirzenhein und Lollar zum Preise von 170 Mk. per Doppelwaggon stimmt die Versammlung zu.
Bei der Versteigerung von Bauplätzen vom Gelände des „Wiener Hofes" wurde für den 684 Quadratmeter umfassenden Platz neben demSchwesternhans an derJohannes- straße 30 Mk. pro Quadratmeter von der Spar- und Leihkasse, für den Eckplatz am Neuenweg (720 Quadratmeter) 29 Mk. pro Quadratmeter von Herrn Bäckermeister Faß geboten. Die Versammlung beschloß, die Versteigerung bezüglich des erstbezeichneten Bauplatzes zu genehmigen, den Eckplatz am Neuenwegerthor aber zum Preise von 40 Mk. dem Höchstbietenden zum freihändigem Kaufe anzubieten, von einer nochmaligen Versteigerung aber vorerst abzusehen. — Herr Huhn spricht sich für Verbreiterung des Trottoirs am „Wiener Hof" entlang des Neuenwegs und Entfernung der Mauer auch für den Fall aus, daß der Bauplatz noch nicht verkauft würde. — Herr Oberbürgermeister Gnauth glaubt, daß der Platz bald bebaut und dann die Verbreiterung des Trottoirs vorgenommen werden könne, und teilt hierauf der Versammlung das finanzielle Ergebnis der Erwerbung des „Wiener Hofes" mit. Das Anwesen kostete 62,000 Mk. Hiervon wurde abgegeben an Straßengelände und zur Arrondierung des ehemaligen Schüler'schen Gartens Gelände im Werte von 8052 Mk., der Bauplatz neben dem Schwesternhaus kostet 20,520 Mk., der Eckplatz am Neuenweg, sofern der veranschlagte Preis erreicht wird, 28,800 Mk., in Summa 57,372 Mk. Danach würde der „Wiener Hof" der Stadt noch 4628 M., ausschließlich der Zwischenzinsen zu stehen kommen, ein Preis, mit dem man wohl allgemein zufrieden sein könne.
Der Stadterweiterungsfond soll bevorstehender Erwerbungen wegen um 50,000 Mk. verstärkt werden; der Zinsfuß des Anlehens wird auf 4 Prozent festgesetzt. 7
Nach den von Herrn Architekt Hof mann in Herborn vorgelegten Plänen über die Herstellung des alten Rathauses würden sich die Kosten auf 3500 Mk. berechnen. Das Stadtbauamt hat sich für Freilegung der Erdgeschoßhalle und Abschluß derselben durch ein erhöht anzulegendes Gitter ausgesprochen, wogegen nach dem Hosmannschen Plane der Gitierabschluß unmittelbar an den beiden Thorbogen erfolgen soll. Dys Stadtbauamt hat bei seinem Anträge ins Auge gefaßt die Anbringung von Votivtafeln in der Erdgeschoßhalle beg Rathauses, als Ergänzung des vor dem Rathause zur Aufstellung kommenden Kriegerdenkmals. Es wird beschlossen, den Gitterabschluß vorläufig wegzulassen und Herrn Hof
mann um Vorlage von Plänen über die Freilegung der Erdgeschoßhalle zu ersuchen. Im übrigen werden die Kosten (nach Abstrich von 500 Mk. für die Gitter) bewilligt. Herr Jughardt spricht sich für baldige Inangriffnahme der Arbeiten aus.
Herrn Val. Fießer soll gestattet werden, einen hinter seinem Besitztum an der Moltkestraße befindlichen Flutgraben durch einen Cementrohrkanal zu ersetzen. Dem Gesuch desselben um käufliche Ueberlafsung des dadurch freiwerdenden Geländes und des daneben liegenden Weges wurde nicht stattgegeben; das betr. Gelände soll dem Gesuchsteller pachtweise überlassen und ihm das Vorkaufsrecht für später ein- geräumt werden.
Die Versammlung beschloß, die Ferien der Stadtver- ordneten-Versammlung in diesem Jahre in die Zeit vom 15. August bis 15. September zu verlegen.
Zum Gesuch des Herrn Heinr. Antony um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Neuenweg 28 (Wirtschaft zum Löwen) sprach sich die Versammlung für Bejahung der Bedürfnisfrage aus.
Vermischtes.
• Die Feuersbrunst in Marienburg ist Mittwoch nachmittag eingedämmt, nachdem sie sich von der Ansbruchsstelle in der dicht an der Nogat gelegenen Speicherstraße nach den Hohenlauben am Markt nach rechts und links verbreitet und erst 300 Meter von dem Hochmeisterschloß entfernt Halt gemacht hatte. Das Schloß selbst war infolge des entgegengesetzten Windes niemals gefährdet. Fünfzig Wohngebäude und Stallungen, darunter das alte Gymnasium, die Töchterschule, die Leistikow-Apotheke, die Rathaus Apotheke und die Druckerei der „Nogat-Zeitung", wurden ein Raub der Flammen. Personen wurden nicht verletzt, nur ein Feuerwehrmann erlitt eine leichte Verletzung am Kopse. Der Schaden dürfte sich auf mehrere Millionen belaufen, jedoch zumeist durch Versicherung gedeckt sein. Die Marienburger Freiwillige Feuerwehr war, so wacker sie sich hielt, einem solchen Brande gegenüber ohnmächtig. Dank dem kräftigen Eingreifen der Danziger Feuerwehr, die mit einer Dampfspritze um 9 Uhr eintraf, gelang es in hartem Kampfe, dem Feuer Grenzen zu ziehen, und so glänzten jetzt in der Abenddämmerung, so schreibt man der Tägl. Rundsch., um die grotesken Ruinen nur noch scheinbar harmlose Jlluminationsflämmchen, die das Rauch überwogte Trümmerfeld schauerlich beleuchteten. Die mannigfaltigen allgemeinen Eindrücke solcher Stunden sofort in Worte zu formen, ist nicht leicht. Wunderlich ist es immer wieder, wie schnell der Mensch nach der ersten Verzweiflung sich mit der vollendeten Thatsache abfindet, und wie sich zwischen den Thränen derer, die auf ihrem einzigen geretteten Sofa auf der Straße sitzen, der Volks- Humor, von dem wir hier eine kräftige Marke führen, regt. Tüchtig hat sich unser Menschenschlag hier wieder erwiesen, alles hat bei den Rettungsarbeiten zugegriffen, ohne zunächst nach Vorteil zu fragen, und wenn sich bei den „Männern an den Spritzen" nach harter Arbeit im Lause des Tages eine durch ermunternde, gespendete Bierfäßchen erweckte gute Laune entwickelte, wer will den Leuten verargen! — Was durch den Brand der Stadt an altertümlichem architektonischen Reiz verloren geht, wird sich ersetzen lassen; freilich ein Teil der alten gemütlichen Lauben ist, wenigstens in ihrer alten Form, verloren. „Lauben" nennt man hier holzgedielte Gänge, die durch ein Zurücktreten des Erdgeschosses der Häuser entstehen und auf die die Läden münden. Jenseits dieser regengeschützten Passage für das Publikum, rach der Strafte zu, hat der Hausbesitzer dann einen baumbeschatteten, glasgeschützten, gemütlichen Ruheplatz, in dem er mit seiner Familie sich viel aufhält und von wo aus er bequem feinen Laden Überwachen kann. Einige dieser seltenen altväterisch behaglichen Stätten und die schönen alten Häuser darin hat der Brand gekostet. Aber das Schloß steht und ist in feinen neu erbauten Teilen — da auch das allerärgste Unglück feinen kleinen Nutzen hat — den alten ähnlicher geworden, denn der beißende Rauch, der stundenweit zu spüren war, hat es nachgedunkelt.
* Der Mais als Anstifter zum Verbrechen. Jene sonderbare und höchst gefährliche Krankheit, die unter dem Namen Pellagra bekannt ist, wird ziemlich allgemein auf den Genuß von verdorbenem Mais zurückgeführt, der wohl irgendwelche dem Menschen verderbliche Keime enthalten müsse. Die Pellagra verläuft fast immer tötlich; das einzige Rettungsmittel ist die Fortschaffung des Erkrankten in ein von der Seuche völlig freies Land. Wird dies versäumt, so verläuft die Krankheit gewöhnlich in drei Stadien. Zunächst macht sich ein empfindlicher, juckender Ausschlag auf Hand- und Fußrücken bemerkbar, begleitet von Verdauungsstörungen und Niedergeschlagenheit. Diese milden Symptome können sich mehrere Jahre lang mit Unterbrechungen wiederholen, bis plötzlich in einem Frühjahr bedeutendere Geistesstörungen auftreten, die sich von Melancholie bis zu Wahnvorstellungen, Angstanfällen und dem gelegentlichen Eintritt völliger Unzurechnungsfähigkeit steigern, in der sich eine Neigung zu Verbrechen zeigt. Auch dieser Zustand kann mit Unterbrechungen jahrelang fortbauern, bis endlich nach längstens sieben Jahren ein völliger körperlicher und geistiger Verfall und danach der Tod eintritt. Sanitätsrat Mayer aus Czernowitz hat in dem letzen Hefte der „Vierteljahrsschrift für gerichtliche Medizin" einige bemerkenswerte Mitteilungen über den Geisteszustand von Personen gemacht, die im Verlauf einer Pellagra-Erkrankung schwere Verbrechen begangen hatten; sämtliche Fälle stammen aus der Bukowina, wo die Ausbreitung der Krankheit nicht besonders groß ist, aber doch regelmäßig ihre Opfer fordert. Die fraglichen Verbrechen bestanden meistens in Mordthaten, für deren Begehung gar kein eigentlicher Anlaß gefunden werden konnte. Auch die Verbrecher selbst äußerten, nach
dem sie wieder zu sich gekommen waren, gewöhnlich tiefei Schmerz über ihre That, für die sie selbst keine Erklärung zu geben vermochten. Dr. Mayer hält es für eine Pflicht der Aerzte, auf diese außergewöhnliche Form der Pellagra nachdrücklich hinzuweisen, damit Justizmorden vorgebeugt werde, da die an Maißerkrankung Leidenden nicht für zurechnungsfähig und darum im rechtlichen Sinne nicht als verantwortlich bezeichnet werden können. Der Arzt nennt zwei Fälle, in denen zunächst ein Mann seine Frau erschossen und dann ein anderer seine jüngste Tochter durch einen Schlag mit einer scharfen Hacke in den Hals geradezu enthauptet hatte. Bei beiden wurden die typischen Erscheinungen der Pellagra nachgewiesen, sowohl die körperlichen Merkmale als die in Melancholie und krampfhaftigen Wahnsinnsanfällen bestehenden Geistesstörungen. Es ist in der That zunächst unerklärlich, in welcher Weise der Genuß von verdorbenem Mais zu so weittragenden Folgen führen kann.
Mteratur, Wissenschaft und Kunst.
— Ein alter, treuer Freund des deutschen Bürgerhauses hat auf unferm Redaktionszimmer seine Besuchskarte hinterlegt — die Familienzeitschrift „Illustrierte Welt". Es ist das erste Heft des neuen (48.) Jahrgangs in farbenprächtigem Umschlag und in der bekannten reichen Ausstattung und gediegenen Redaktion. Wir finden darin den Anfang einer gemütvoll humoristischen Erzählung Karl Heinrich von Wilhelm Meyer-Förster, reizend illustriert von Adolf Wald; der Gegensatz von steifem Hofleben und Heidelberger Studententreiben ist hier glücklich erfaßt und charakterisiert, und wir freuen uns auf die Fortsetzung im nächsten Heft. Daraus folgt eine populär-medizinische Abhandlung, die gerade in der heißen Sommerzeit besonders gelegen kommt: Der kranke Magen von Dr. Kreutschmar. Eine kurze Erzählung aus dem kleinen Beamtenleben: Überraschungen von Maria Hellmuth bereitet den Lesern vielen Spaß. Weiters bringt das Heft den Anfang eines großen Kriminalromans : Der Fall Gembalsky von Friedr. Thieme. Ein interessanter illustrierter Artikel handelt von der Bernsteingewinnung an der ost- preußischen Küste, die bekanntlich tu Zukunft als Regal des preußischen Staates betrieben wird. Der Bilderschmuck ist außergewöhnlich reich: nicht weniger als drei große Farbenbilder zieren das Heft: „Das erste Geschenk" von L- Blume-Siebert, „Wüstensturm" (doppelseitig) von R- Fuchs und „Ein grünes Wunder" von M. Lebling. Weitere Illustrationen (mit Text in Prosa und Vers) sind „Unter dem Regendach", „Verlorne Liebesmüh'", „Der Forschungsreisende Lloyd bei den Zwergen in Afrika", „Eine lebende Brücke" (aus dem russisch- persischen Krieg von 1805 (zweiseitig)), „Verlornes Glück", „Der fliegende Holländer", „Einbruch in einen Juwelierladen", endlich eine humoristische Seite: „Ein Matrosenbrief". Wie alljährlich zu Beginn des Jahrgangs bringt die „Illustrierte Welt" auch diesmal ein höchst originelles Preisrätsel, eine zusammenzusetzende Silhouette. Die ausgesetzten 30 Preise sind Anreiz genug, sich den Kopf weidlich zu zerbrechen — also Glück auf! Die „Illustrierte Welt" erscheint in der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart in jährlich 28 Heften zu 30 Pfennig, ein Preis, der in keinem Verhältnis zur Menge und Güte des Gebotenen steht. Das erste Heft ist von jeder Sortimentsund Kolportage-Buckhandlung zur Ansicht zu erhalten.
— Der Arzt als Hausfreund. Ein treuer und zuverlässiger Ratgeber bet den Krankheiten eines jeden Alters und Geschlechtes von Dr. S. Rupprtcht. Elfte nach den neuesten Fortschritten der Wissenschaft umgearbettete Auflage. Preis geb. 3,50 Mk. Glogau, Karl Flemming, Verlag, Buch- und Kunstdruckeret A. G. — Auf keinem Wissensgebiet ist in den letzten Jah>en das Bedürfnis nach Populatisterung so gestiegen, wie auf dem weiten Gebiet der Gesundheitspflege, und wenn man nicht immer sagen kann, daß mit b?m Bedürfnis auch das Verständnis in gleichem Maße gewachsen ist, so liegt das nicht zum geringsten Teil daran, daß die berufensten Träger dieser Aufklärungsarbeit, die Aerzte, sie leider fast ganz Laienhänden überlasten haben. Wie tief und unausrottbar dteS neuerwachte Bildungsbedürfnis ist, kann man nicht nur an dem beispiellosen Erfolge der Agitationsschriften des Pfarrers Kneipp, sondern auch an den allerorts emporschießenden Naturbeiloereinen sehen, deren an sich berechtigtes und sogar segensreiches Bestreben doch häufig in einseitigen, verbohrten Fanatismus ausartet und der wirklichen, vorurteilsfreien Belehrung Hemmnisse bereitet, ja oft den dankbarsten Nährboden für jede Art von gewistenloser Kurpfuscherei bietet. War demgegenüber die Reserve der wistenschaftlichen Vertreter der Heilkunde, wenn nicht unbegreiflich, so doch in hohem Grade bedauerlich, so ist eS um so dankbarer zu begrüßen, daß von dem Flemming'schen Verlage in Glogau in einer Neubearbeitung des allbekannten Ruppricht'ichen Buches „Der Arzt alS Hausfreund" ein Ratgeber geboten wird, der auch seitens der Aerzte mit Freuden begrüßt werden kann und geeignet erscheint, wie kein zweites zur Klärung der Anschauungen über Körperpflege, Ernährung und Krank- heitSerscheinungen beim La enpublikum beizutragen. Dabei liegt unzweifelhaft der Vorzug dieses BucheS zum großen Teil in der weisen und wohlmeinenden Beschränkung. Es will nicht, wie fast alle der bis dahin gebräuchlichen ärztlichen Ratgeber den Arzt ersetzen und gefällt sich überhaupt nicht in ber leider üblichen Unterschätzung der ärztlichen Kunst; es will vielmehr durch Erweckung und Belebung deS Verständnistes für die Bedürfnisse und Funktionen beS menschlichen Organismus und für eine ruhige Beobachtung der Krankheitserscheinungen einen Boden bereiten, auf dem ein idealere- und auch praktisch segensreicheres Verhältnis zwischen Arzt und Patienten erwachsen soll, als eS bis jetzt zum größten Teile herrscht. Darum legt ber Verfasser das Hauptgewicht auf die Belehrungen über allgemeine hygietnische Erfordernisse unter eingehender Berücksichtigung des AlterS und ber einzelnen Berufe, und beschränkt sich sonst auf eine genaue und leicht faßliche Wiedergabe der einzelnen Krankheitsbilder, ohne jedoch in den Fehler zu verfallen, durch inS einzelne spezialtfierte Heilvorschriftrn eine Anreizung zum Selbstkurieren und Herumpfuschen zu geben. Dadurch, wie auch durch die klare, kernige, durchaus gesunde Sprache des BucheS wird allem Hypochondertum und der ängstlichen Selbstbeobachtung sowie dem krankhaften Suchen nach drohenden Symptomen von vornherein gründlich oorgebeugt. Wer also wirklich Belehrung sucht und nicht vom M ßtrauen gegen die Aerzte getrieben, vermeint, nun mal selbst seine Heilung in die Hand nehmen zu müssen, dem sei das Rupp- richt'sche Buch in seiner vollständigen Neubearbeitung warm empfohlen; er wird erstaunt sein über den reichen Zuwachs an W sten und Aufklärung, den er daraus geschöpft hat, und wird mit oet tieft-m, verständnisvollem Vertrauen der oft so opferreichen Thättgkeik des Arztes begegnen und durch williges Eingehen auf desten Intentionen nicht unerheblich zum günstigen Verlauf von Elkrankungen beitragen könnm.
Milch leichter verdaulich.
Oft können Kinder und Kranke die nahrhafte Milch nicht vertragen, weil fie im Magen gerinnt. Diese werden es mit Freuden erfahren, daß, wenn Milch mit ein wenig Mondamin gekocht wird, dieselbe bedeutend leichter verdaulich und selbst schwachen Magen zuträglich wird. Säuglingen ist nur Milch zu geben, aber nach Durchbruch der Zähne, wenn Zusatz zur Milch erwünscht wird, ist Mondamin in hohem Grade dazu geeignet. Mit Milch gekocht, bietet Mondamin eine wirklich nahrhafte Kost, welche alle Bestandteile zum Aufbau des Körpers besitzt. Die alleinigen Fabrikanten für Mondamin sind Brown & Polson, welche einen mehr denn 40jährigen Weltruf besitzen. Es ist erhältlich in Paketen ä 60, 30 u. 15 Pfg.


