Ausgabe 
29.6.1899 Erstes Blatt
 
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Aus der Zeit für die Zeit

licherweise keinen Schaden genommen.

Vor 68 Jahren, am 29. Juni 1831, starb auf Kappen­berg bei Dortmund Freiherr von und zum Stein. In und außer Dienst wirkte er rastlos, energisch und um­sichtig für das allgemeine Beste und für die Ehre und Einheit des deutschen Vaterlandes. Die Neugestaltung des inneren staatlichen Lebens in Preußen, wodurch die National­erhebung vorbereitet und erfolgreich gemacht wurde, ist hauptsächlich sein Werk. Er wurde am 26. Oktober 1757

Frankfurt a. M., 26. Juni. Gestern abend ent­gleisten von dem um 8 Uhr 33 Min. hier eingehenden Basel-Frankfurter Schnellzuge kurz vor der Mainbrücke auf der Frankfurter Seite an einer Kurve der Postwagen, der am Schlüsse des Zuges hing. Da sich an dieser Stelle der Zug noch in ziemlich starker Fahrgeschwindigkeit befand, rollte der entgleiste Postwagen etwa 400 Meter neben dem Schienengeleise her, bis der Zug gestellt werden konnte. Mehrere hundert Schienenschwellen sind dadurch beschädigt und das Geleise unfahrbar. Eine große Anzahl Arbeiter wurde zur Herstellung des beschädigten Fahrdammes auf­geboten. Während der Nacht und am heutigen Tage mußten die Züge von und nach Niederrad eingeleisig ge­fahren werden. Die Begleiter des Postwagens haben glück-

Bei dem Besuche der schönen Schützenhalle in ihrer beinahe fertigen Dekoration, ist uns ausgefallen, daß bet den vielfach ange- brachten Wappen der Staaten und Städte des Schützenoerbandes bet der Darstellung des kaiserlichen Wappens etn Versehen unter­laufen ist. DaS Wappen der Hohenzollern ist bekanntlich ein vier-

vorhanden seien, zu fördern. Landwirtschaftslehrer AndrL- Büdingen erklärte, die Zuchtanstalt des Gießener Vereins sei ohne Frage eine mustergiltige Einrichtung, ihr gebühre von den zur Verfügung stehenden 1000 Mk. der Löwen­anteil, er schlage vor, für diese Anstalt 300 Mk. zu geben. Der Wetterauer Verein habe zwar schon länger gewirkt und auch gutes geleistet, doch müsse er hinter Gießen zu- rückstehen und werde mit einer Unterstützung von 200 Mk. zufrieden sein. Für Lauterbach, Allendorf, Alsfeld, Schotten und Büdingen schlage er je 100 Mk. vor. Graf Solms- Laubach tritt für den gemachten Vorschlag ein. Geheimer Regierungsrat Dr. Braden-Friedberg ist der Ansicht, daß man zur Hebung und Förderung der Geflügelzucht die Be­lehrungen und Vorträge nicht entbehren könne. Richtig sei der Vorschlag des Zusummenschlusses aller Vereine, die die

Neueste Meldungen.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 28. Juni. Wie dasBerliner Tagebl." aus Madrid meldet, ist der spanische Botschafter in Berlin zum Bevollmächtigten für die Entgennahme des Kaufpreises für die Karolinen ernannt worden.

Berlin, 28. Juni. DerLokal-Anzeiger" meldet aus Tsintau: Infolge neuer ungünstiger Nachrichten aus dem Aufruhrgebiete sind weitere 120 Mann mit Geschützen nach Kaomi abgegangen.

Bochum, 28. Juni. Zur gestrigen Mittagsschicht waren auf den Zechen bei Herne nur sehr wenige Bergleute angefahren. Wegen der Tumulte beim Befahren der Zechen ist der Landrat um militärische Hilfe angegangen worden. Auch hat derselbe eine Bekanntmachung anschlagen lassen, in der er alle deutschen Familien-Häupter auffordert, die Polen nicht zu unterstützen und ihre Forderungen in ruhigster Form geltend zu machen. Die Wirtschaften müssen um 10 Uhr geschlossen werden. Bei dem Versuch, zwei verhaftete Genossen zu befreien, wurden mehrere Aus­ständige durch Schüsse verwundet. Wie weiter gemeldet wird, dauern die Tumulte in Herne an, und es wird nun­mehr von beiden Seiten mit Revolvern geschossen. Ein Wagen, in welchem Zechen-Direktoren saßen, wurde mit Steinen beworfen. Es kam dabei zu einem Zusammenstoß zwischen den Ausständigen und der Polizei, wobei einige Personen schwere Verwundungen davontrugen.

Gotha, 28. Juni. Die Mission des Staatsministers v. Strenge in England in Sachen der koburgischen Thronfolge ist erfolgreich gewesen. Die definitive Ent­scheidung wird morgen erwartet nach einer Konferenz des Herzogs Alfred mit dem morgen früh aus England zurück­kehrenden Minister in Koburg.

Briiffel, 28. Juni. Die Tumulte in der gestrigen Kammersitzung haben ihren Widerhall in der Provinz ge­funden. Die Gemüter sind in allen größeren Centren erregt. In Mons, Charleroi, Lüttich, Antwerpen und anderen Orten fanden Versammlungen und Protest-Kundgebungen statt.

Brüssel, 28. Juni. Gestern abend fanden in den Vor­orten Protestversammlungen gegen die Wahlvorlage statt. Ueberall war der Zudrang des Publikums ein sehr starker. Nach Beendigung der Versammlungen durchzogen die Kundgeber die Straßen unter den Rufen:Es lebe die Republik!" Eine Anzahl Kundgeber begaben sich zum Volks­hause, wo Vandervelde eine Ansprache hielt.

Paris, 28. Juni. Der Prozeß in Rennes dürfte in den letzten Julitagen beginnen, lieber die Zulassung der Zeugen werden der Präsident des Kriegsgerichts und I der Regierungs-Kommissar nach genauem Akten-Studium entscheiden. Ueberflüssige Aussagen, d. h. Wiederholungen der vor dem Kassationshofe abgegebenen Erklärungen sollen vermieden werden.

Paris, 28. Juni. Wie es heißt, beabsichtigt Gallifet seine Demission einzureichen, sobald die Dreyfus-Angelegen- heit erledigt ist.

Paris, 28. Juni. Die Verurteilung des italienischen Generals Giletta zu 5 Jahren Gefängnis wird von den meisten Blättern mit Befriedigung ausgenommen.

Paris, 28. Juni. Die Vertagung der Kammer erfolgt wahrscheinlich am Samstag. Die Nationalisten protestieren dagegen. Es ist eine Interpellation Millevoye angemeldet, wie Millerand das kollektivistische Programm durchzuführen gedenkt.

Paris, 28. Juni. Aus Brest, 2 Uhr morgens, wird gemeldet, daß der KreuzerS f ax" in Sicht ist. Wie ver­lautet, wird der Krruzer an der Küste kreuzen und erst in der Nacht von Donnerstag zum Freitag den an Bord be- I findlichen Dreyfus an Land setzen.

Madrid, 28. Juni. Die Meldungen aus den Provinzen lauten immer beunruhigender. Die blutigen Straßen- I Demonstrationen erneuerten sich in den verschiedensten Städten. Der Polizei-Präfekt von Sarragossa hat I demissioniert.

Saragossa, 28. Juni. Die Unruhen der letzten Tage wurden gestern neuerdings fortgesetzt. Die Truppen mußten I einschreiten und von der Waffe Gebrauch machen, wobei I eine Person getödtet und mehrere schwer verwundet wurden.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 28. Juni, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Wasier 15°, Luft 17'/»°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebracht« Krank« kommen.

Gingesandt.

Gießen, 28. Juni 1899.

zu Nassau geboren.

Vermischtes.

Summa: 11 (7) 6

Ml)

** Hundeausstellung. Vergangene Woche konstituierte sich ^8 Ehrenkomitee für die am 15. und 16. Juli da- Üti stattfindende große Ausstellung von Jagd- und Lu s-ushunden. Demselben gehören an die Herren: Pro- fipr Dr. Löhlein, Rektor der Universität Gießen; Pro- uuzialdirektor v. Bechtold, Gießen; Oberst und Regi- r rtskommanbeur v. Dewitz, Gießen; Oberbürgermeister Snauth, Gießen; Landgerichts-Präsident Freiherr 1. 91tcou , Gießen; Landrat Goedecke, Wetzlar; Rechts- Malt Grünewald, Gießen; Landrat v. Heim bürg, Hieioenkopf; Oberamtmann Hoffmann, Hof Gill; Stadt- merdneter I. Kirch, Gießen; Landrat Na eg klein, teburg; Direktor S. Pascoe, Gießen. Welches Mresse für die im großen Stil angelegte Ausstellung in kieiliaten Kreisen herrscht, möge die Thatsache illustrieren, , w«. ---- - " >

» bereits 120, zum Teil sehr wertvolle Ehrenpreise dem Hebung und Forderung der Geflügelzucht bezwecken, und Lluchstellungsleiter zur Verfügung gestellt wurden. Der daß Gießen dabet an der Spitze marschiere, fei ihm ganz Meldeschluß ist auf den 4. Juli festgesetzt. recht. Pfarrer W e b e r-Londorf erklärt, er gehöre als Mtt-

Neue Postkarten. Herr Adolf Arnold hier hat glied dem Gießener, dem Wetterauer und dem Londorfer Don der bekannten Kunstanstalt Obernetter-München Geflügelzuchtverein an. Ihm set bekannt, der Gießener neu e Postkarten in vier Sujets und je drei Farben - Verem habe reiche Mittel, er fet al« großer .^rem m Mai qrün und sepiablau in Heliogravüren anfertigen glücklichen Lage, über erheblichere Mckg ieberbeckrage für feine Mfan. Dieselben haben bei den hiesigen Kunsthändlern Zwecke verfügen zu können, als em kleiner Verein, er bitte ffken Anklang gefunden, sodaß vorerst nicht alle Be- doch dem Londorfer Verein die vorgeschlagenen 100 Mk Huingen erledigt werden konnten. Die Karten stellen dar: zu bewilligen. Der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins das Justizgebäude mit dem Weiher an der Ostanlage, das Gießen, Aug. Schwan machte die Mitteilung, daß es falsch I Icuichaus die Johanneskirche mit der Südanlage und den sei, wenn behauptet würde, der Gießener Verem sei reich, voit der Brücke aus sichtbaren Teil der Lahn mit dem er habe im Gegenteil Schulden machen müssen, um die Ode. mühlwehr. Die hübschen Karten sind in den hiesigen Zuchtstation ins Leben rufen zu können. M°n habe bisher Scheibwaren- und Kunsthandlungen käuflich zu haben. 1620 Bruteier von beiden Rassen, die gehalten würden,

J ______I_ abgegeben und hätte noch 1000 Bruteier mehr abgeben

*+ Die Hebung der Nuhgefiugelzucht auf dem Lande, können, wenn man dieselben gehabt hätte. Er wolle nur Der Präsident des landwirtschaftlichen Provinzialvereins für sagen, daß reges Interesse der Landwirte im weiten Kreise Obwbefien, Herr Graf zu Solrns-Laubach hatte auf für die Zuchtstation des Vereins vorhanden sei. Der Ver- Mckaq nachmittag 3 Uhr in das Hotel Prinz Karl eine ein beabsichtige zum Herbst kräftige junge Hahne aus seiner Soff erenz einberufen, um über die Hebung der Nutzgeflügel- Station zum billigen Preise aufs Land zu geben, um so ich in unserer Provinz eine Aussprache der interessierten frisches Blut nach dem Lande hinaus zu schaffen. Pachter and berufenen Kreise herbeizuführen. Hierzu waren Ver- Halm-Wemngs will die Geflugelseklwnen der landwirtschaft- iretnc der bestehenden Geflügelzuchtvereine in Oberhesfen lichen Vereine für die Zukunft erhalten und nicht verdrängt ralaben. Am Vormittag wurde die Hühnerzuchtstation sehen, da auf diese eine Organisation Wecker zu bilden fei, aus!der Bichler'schen Hardt eingehend besichtigt, wo der ge- die der Geflügelzucht von Nutzen sei. Oekonomierat Lei- iQnne Vorstand des Geflügelzuchtvereins Gießen und Um- thiger ist der Ansicht, daß die Spezialvereine besser und gtßttnb anwesenb war, worauf sich bie Herren nach Heuchel- rationeller arbeiten unb bie Angelegenheit von b^senE^ htinn begaben, um ben beim Posthalter Krailing vom erfaßt werben kann, als von ben lanbwirtschaftl chenBezirks- laabivirtschaftlichen Bezirksverein Gießen untergebrachten vereinen. Der Antrag Anbrs, betreffs Verteilung ber zur judüftammMinorka" in Augenschein zu nehmen. Herr Verfügung gestellten 1000 Mk. wirb angenommen. Ebenso @rcn Solms-Laubach eröffnete am Nachmittag bie Versamm- wirb ber Bilbung eines Verbanbes zugestimmt unb zu dessen liinc und betonte, daß die Geflügelzucht bei uns in Ober- Vorsitzenden Lehrer Knaup-Heldenbergen gewählt.

Milan durch die Thätigkeit der Geflügelzuchtvereine in den I -1- Beuern, 27. Ium. Sonntag den 2. Juli b. Am Jahren ganz hübsch vorwärts gekommen sei, doch sei wird Hierselbst ein größeres Misslonsfest gestiert werden t!< ullem guten Willen eine Einheitlichkeit der Bestrebungen, Im Vormittaggottesdienste wird Herr Psarrer Hohagen aus »itlbie« auf anderen Gebieten der Viehzucht der Fall sei, Barmen, im NachmittagsgotteSd,-nste Herr Pfarrer Walz ii varmissen. Dies sei der Grund, weshalb der Provinzial- aus LanggonS und Herr Missionar Flad aus Ujina pre» man die heutige Besprechung herbeigesührt habe, um die bigen. Die Gottesdienste beginnen um IVUHr vormittags, le sichten der berufenen Vertreter der Geflügelzuchtvercine bezw. 2 Uhr nachmittags. In einer Nachversammlung, die u wernebmen über die Fragen, welche Maßnahmen zu um >/-S Uhr beginnen soll, werden außerdem noch ver- fttfen seien, um die Geflügelzucht aus dem Lande zu heben, schieden- Ansprachen gehalten werden. Mehrere P°saunen-

wie die .Zuschüsse des Staates zur Hebung der Ge- chöre haben ihre Mitwirkung bei dem Feste zugesagt. Alle fteUudjt in unserer Provinz am zweckmäßigsten zu ver- I Missionsfreunbe sinb herzlichst emgelaben.

Sen feien. Oekonomierat Leithiger-AlSfeld weist Schotten, 24. Juni. Gestern und heute unternahm die daromf hin, baß bern Prvvinzialverein vorn Staate 1000Mk. I Forstakabernie Aschaffenburg einen Ausl ug in für Iben genannten Zweck zur Verfügung gestellt seien, unb ben Vogelsberg zur Besichtigung ber Wölber. Arn Iür im Sanbtage sich bie Stimmen mehren, für Ziegen- unb ersten Tage würbe ber Oberwalb Mer Führung der M üqelziicht für bie Folge erheblichere Mittel bewilligen zu Herren Oberförster Diefenbach, Eulefelb unb Weber, unb An, als bies bisher ber Fall war. Die Geflügelzucht I heute bie Oberförsterei Eichelsborf unter Führung bes dab! unstreitig eine große volkswirtschaftliche Bebeutung unb Herrn Oberförsters Trautwein besichtigt. Der gestrige ta, barüber sei man sich wohl einig, zu bereu Hebung Abenb vereinigte bie Teilnehmer, 50 an ber Zahl, in fn!) Forberung auch mehr geschehen. Es sei in erster Linie Schotten, auf ber SommerfrischePosthäuschen - wobei nötioa? für biefe Bestrebungen eine Organisation zu schaffen, ber hiesige Musikverein konzertierte. Musik unb vor- un eine Verletzung ber Bestrebungen unb um gegenseitige I treffliche Bewirtung ließen halb eine animierte Stimmung Äreien unter ben Vereinen, wie sie Vorkommen können, | Platz greifen.

ton vornherein zu verhinbern. Es fehle an einer Organi- jjtimn unb empfehle sich bie Grünbung eines Verbanbes. zz mäbe in ber Provinz in Lauterbach, Friebberg, Allenborf tnb Gießen Vereine, sowie in Alsfelb, Bübingen unb Rotten Sektionen für Geflügelzucht ber betreffend lanb- Mrilschaftlichen Vereine. Die Frage fei, soll man biefe Mionen neben ben bestehenben Geflügelzuchtvereinen unter» tetn, eine Einigung müsse bann wegen ber Grunb- jk<., nach benen ber Staatszuschuß verteilt werben soll, itjialt werben. Lehrer Knaup-Helbenbergen hält bie Er- chnung von Zuchtstationen, über bie Art berselben könne verschobener Ansicht sein, für sehr geeignet, bie Ge- Mzucht im Lanbe zu heben. Am rationellsten sei eine He Zentralzuchtanstalt für bie Provinz oerbunben mit jaucht von Junggeflügel. Ein wichtiger Moment, bie Wügelzucht zu förbern, seien belehrenbe Vorträge mit Mischen Demonstrationen, Lehrkurse. Rebner ist weiter h Ansicht, bie Mittel, bie bem Provinzialverein vom Staate fit bie Geflügelzucht zur Verfügung gestellt seien, sollten imi Teil auch für Belehrung unb für Vorträge auf biefem Miete verwenbet werben. Graf Solms-Laubach hält es ßt richtig, ba wo praktisch bereits bie Hebung ber Geflügel- lifrlt in Angriff genommen sei, bie Mittel zu verwenben, Mr.nit um so kräftiger bort weiter gearbeitet werben könne. Mbnomierat Leithiger ist ber Ansicht, baß in erster Wiiie bie Zuchtstation bes Geflügelzuchtvereins Gießen bes WSbaues unb ber Forberung bebarf. Dieses Institut muß iillcirstützt werben. Die Anstalt steht in ber Provinz einzig Ii -j-mb hat unstreitig währenb ber kurzen Zeit ihres Be­nins praktisch unb nutzbringenb gewirkt, ebenso müsse bie Mtstammhaltung unterstützt werben, unb babei brauche bie Mrung nicht vernachlässigt zu werben. Herr Kulm- limerbach legt bar, wie bie Zuchtstammhaltung im bortigen tzlMke sehr segensreich wirke. Die Geflügelzucht im Vogels- Hege sehr barnieber, unb baß biefe gehoben werben hum unb gehoben werben müsse, stehe außer allem Zweifel, ir | bitte auch, bie Zuchtstammhaltungen, ba wo biefelben

fach geteilter Schild, drffen erstes und vierte« Feld weiß, da« zweite und dritte dagegen fchwarz ist. Das Wappen in der Schützenhalle zeigt gerade die umgekehrten Farben. Wenn auch vielleicht ntemano In Gießen dieses auffallen möchte, fo könnte doch leicht ein aus­wärtiger Frstgast dieses bemerken, da jede« Fünf'Markstück ihn von diesem Fehler überzeugen kann. _____________________________

Wöchentliche Nebers,cht der Todesfälle in Gießen.

25. Woche. Vom 18. Juni bis 24. Juni 1899.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffer: 23,53, nach Abzug der Ortsfremden 8,48°/«.

Kinder

vom

2.15. Jahn

1

ES starben an: Zusammen:

Erwachsene: im

1. Lebensjahr: 2_(2)

Lebensschwäche Rhachtti«

2 (2) 1

Lungentuberkulose

1 (1)

1 (1)

Tuberkulose anderer

Organe

2

1

Lungenentzündung

1

1

Lungenkatarrh

1

(1)

1 (1)

Herzleiden

1

(1)

1 (1)

Gehirnentzündung

1

CD

Kreb«

1

(1)

1 (1)