weites Blatt
M 100
■fl
A
tet
Itk Äutüu*dl
nehme« L«jeig« f*r bat «ritzen« Ä*|dyc
VnMMt*
8« VolbW
1 Kart 50 W vierteljLhrlrch
Äicttwn, Expedition nnb Druckerei:
-chnlßr.tze Ur. 7.
tensität, um die jum Eintritt des Schlafe- nötigen Ermüdung-- stosse in ausreichender Menge zu bilde». SS wäre nun ganz verfehlt, bei solchen Patienten den Schlaf durch Saltwasier- kure» oder Ueberwiudung großer Anstrengungen erzwing« zu wollen, denn der Leidende würde einfach znsammenbrech« wie ein abgehetzte- Pferd, welche« zugemutet wird, »ntar erbarmungslose» Peitschenhiebe» eine seine Kräfte ibev steigende Last einen steilen Berg hinanfzuziehe». Wenn «ff» derartige Patienten zn Sebirg-touren veranlaßt oder an d« Meeresstrand schickt oder einer Kaltwasserbehandlung nnter wirst, ist der Erfolg in der Regel anch ein höchst nachteiliger. Man mnß vielmehr dafür sorgen, daß der Leidende durch ein blntbereit«de» Regime erst wieder z» Kräften kommt. Sorgfältige Auswahl der Nahrung, ausgiebige passive Ruhe »nd der Genuß der Organische», bereit- köstlich verdaute» Sise»eiweißverbindu»ge«, wie sie au- de« Blute gesuuder Tiere seit eiuige» Jahren in vortrefflicher Qualität hergefielt werde», führe» »eisten- z» einem volle« Erfolge.
Neben zahlreich« Persauen, welche sich durch ihr ga»z-s Leben de- Schlafe« eine« Murmeltiere- erfveue», giebt ei leider auch eine garnicht unbedeutende Zahl, welche ohne erkennbare Ursache zn einem leise» Schlafe disponiert, dar dnrch die geringsten änßere» Reize gestürt wird. Daß ma« in diese» Falle bemüht sei» mnß, alle störende, Einflüsse, namentlich Licht nnd Geräusch, vom Schlafzimmer fam- znhalten, brascht kan» erst gesagt zn werd«.
Gänzlich „begründet ist ferner da« «ornrtnk, daß •*» jenige, der einen schlechten Nachtschlaf hat, der «twa wv
er,, aßenbi U
Mm mA
«nli »le r o« «egeiitw |u ba ea$erir.<N I* J** Tafl «lcheineube« Shuemer bis »»re. K) Mr.
würden. — Die Abg. Schmeel und Köhler-Darmstadt fraaeu die Regierung, au- welchem Grund der Firma 1 P S. er" < an k-- m».. hn. (Rnrn/fpil ne
erst in den 50er oder 60er Jahren des Lebens in Gestalt von Schlaflosigkeit bemerkbar machen. Geselle» sich zu letzterer Verdunkelungen des GesichtSseldes, so kann «au bei starkem Rauchen die Diagnose auf Nikotinvergiftung mit ziemlicher Sicherheit stelle», »nd e8 bedarf, da diese« Alkaloid der Tabakpflanze nur sehr langsam aus de« Körper auSgeschiede» wird, «eist «onatelanger Enthaltsamkeit, um normale Verhältnisse wieder herzustellen.
So lange wir unseren Geist rege beschäftigen, befindet sich „ser Gehirn gewissermaßen in einem Znstande von Blutüberfüllung, welche de» Eintritt deS Schlafe- unmöglich «acht. Diese Ueberlastnng des KopseS liegt aber auch bei allen kongestiven und fieberhaften Znständeu vor. Man «,ß daher in alle» diesen Fällen danach trachte», den Blut- audranq »ach dem Kopfe herabzusetze». Geeignete Lagerung de- Kopfe-, Schlafe» auf kühlen, mit Roßhaar gefüllten Lederkiffe», kalte Kompreffen auf Stirn und Nackengegend, ein beruhigende- Bransepulver in kaltem Wasser genommen, nnd andere allbekannte Hau-mittelcheu sind hier oft von überraschender Wirkung. Intensiver wirken »och kalte Fuß. bäder, Prießnitzsche Einpackungen, Auflegung von Senfteig ans die Fußsohle», »nd mancher unter Schlaflosigkeit leidende Fettleibige ist schon dnrch eine vorsichtig geleitete EntsettnugS» knr wieder in den Genuß eines regelmäßigen Schlafe- gekommen. , .
Auch das Gegenteil der eben geschilderte» Znstände, nämlich Blutmangel nnd allgemeine Schwäche, hat oft Schlaflosigkeit znr Folge. In diese» Fälle» voüziehen sich die Lebe»Svorgünge i« Körper nicht m genügender 9b»
»reffe für Depeschen: >*|d<er chtetz«.
Fernsprecher Rr. 5L
Hessischer Kandtag.
Zweite Kammer der Stände.
nn. Darmstadt, 27. April 1899.
tit Sitzung wird um 91/* Uhr eröffnet. Am Miuister- nstbiaatSminister Rothe, sowie die Herren vom Staats-
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde.
illige Ja :anmte rsamol chttti rage-'vüm' ißends V (Stadt Mardm;
Der k»
«t Msierulm.
ti( Generaldebatten über die Steuerreform .-«^Iheute fortgesetzt - Abg. Frenah ergreift da« W.4vsi. ökr wünscht ebenfalls, daß die kleinen und mittleren Gi mI-iim en, und insbesondere der Gewerbestand von den sie IricHben Steuern entlastet, und diese auf tragkräftigere iciÄita übertragen werden. Daß dieses aber durch Ein» einer Weinsteuer siattsinden sollte, dem könne er nicht zufMma». Der in dieser Frage von der Regierung em-
Ktckp
»ein MSb->O*
hofftrav
ortrag
61 and Tal» lQzial-Rabbinet D( x ,ril> 8*/i Uhri ,erk'o»e, ü,.;
len.
BaS’SSi?
geiMmnime ------r , -
Nuli-chitLenheit hervorgerufen, und er würde es bedauern, x'eam bir Regierung, einer beffercu Einsicht Folge gebend, die-ifs« Widerstand nicht aufgeben würde. Die Deckung des HuUjiDt einer Weinsteuer fei seiner Ansicht nach, ganz gut dmmh Mrkere Heranziehung des Großkapitals zu erreichen. Dt'mh Hie neue Steuerveranlagung fei dieses nicht der Fall. Ili a Sementeil würden nach den neuen Steuersätzen einige Glvtzinti ustrielle um 4 bis 6000 Mk. mit Stenern weniger leittofici Er freue sich, nnb habe die wohlthuende Em- und.i)uij|, daß die sozial-demokratische Partei in der Stener- reHim praktisch Mitarbeiten wolle. Die Vorschläge des Abg. Al büch iu Bezug der Durchführung der Progression möchten (ui i -Miiblick etwas hoch erscheinen. Wenn man jedoch in BeMch! ziehe, daß den große» Besitze« die Grundsteuer t* looapti1 roerbe, so müffe man eine schärfere Heranziehung Viech.: Sireise zur Einkommensteuer nur für gerecht halten. S^nRl aff enlottetic stellt sich Redner im allgemeinen ^ito'/tiiTiunere Berechtigung nicht abspr^echem Da jedoch I leistungsfähigere Schultern zur Steuer herangezogen werden, n*. ^a6mUt‘lSeit nicht »°rh°nd-7 find, fo »erbe > ™ann »nd Ulrich müsse er bei.
er: »r diese stimmen. Der Einführung einer Bein- stUuer trete er mit Entschiedenheit entgegen, und er be- zamss ldaß sich die Regierung in de» landwirtschaftlichen Rttao die Sympathien, welche sie befeffen, fast ganz und zaz-°(chcherzt habe. Durch die Weiusteuer werde, und das la'Ifiisich nicht ablengne», in erster Linie der Winzer ge- »riDchi, der mit Mühe und Arbeit sein Stückchen Land be- bakiai, nnb bann seinen Ertrag »och besteuern müffe. Schon »mitMem Grunbe sei die Deinstener nicht annehmbar. Der RMm mit der Weinsteuer werde er nicht zustimmen. Er tzoGeb.'er, daß sich »och ein Ersatz finde» werde, damit oal^zanze Reformwerk doch noch zu« Wohle de- Landes ■ukomme. — Abg. Weidner erklärt, daß, so lange dieäiüigiiernng keine genügenden und annehmbaren Ersatz- .li rMbnrbieten werde, er für die Weinsteuer eintreten werde.
UeM «in:I:«7ioh«e bei lootfagl.
!!' Hieffnier -»«pniltan-tätter »erxitc tym Auz-i-er wö«W'ch viermal liflekflt
eine Verminderung der Kunstweinfabrikalion herbeizuführ«, der täusche sich gewaltig. Denn diejenigen, welche d« Wein im Keller fabrizieren, werden, auch wenn die Kontrolle noch so scharf ist, die Sache weiter treiben. Er wert« gegen die Weinsteuer stimmen, weil er mcht wolle, daß die Provinzen ins Extreme geführt würden durch Agitator«, welche andere Tendenzen im Auge haben. Durch falsche Vorspiegelungen sei die Verführung dann um so leichter. Diese Thatsachen möge die Regierung sehr wohl erwäg« und sehen, ob e» nicht möglich sei, auch ohne Weinsteuer die Reformen durchzuführen.
Nach einer kurzen Pause macht der Präsident de» Hause Mitteilung von einer Interpellation des Abg. rotlut I Ulrich unbG-n°ss-n. Di-G-bahr-n-Srh-ihunge. sür dieselbe an dem Ort«gericht zn Ossenbach bctr. und aus
।
FellUletou.
KchlafkostgKeit und Schsafmittek.
Von Dr. Kurt Rudolf «reu-ner.
(Nachdruck verboten.) (Schluß.)
Vi wäre unsinnig, gegen den abendlichen Genuß eines WMi-l Vier oder Wein eifer» zu «ollen; i« Gegenteil hat »aWirich ein mäßige- Quantum bayerische- Bier, »ach lerni tibenb6rDbe getrunken, auf viele au Schlaflosigkeit (etiöibtteine besonber- schlaferzeugeube Wirkung. Die schwere» UMp^Ie, wie Süßweine, Schnäpse und Liköre hingegen stsiWeefge» ihres Gehalte- a» neroenanfregenben Substanzen DeMltiiiche Feinde eine- gesunden Schlafe-, nnb befördern tbi8K;»iS auch noch die Entstehung nervöser Herzkrankheiten iäiU IrrterienDertalf»ng.
noch höherem Grade gilt dies von übermäßigem
»nd Zigarrenrauche». Weitete Herren vv» so»st ge-iissvr Konstitutio» »nd in gesicherter Lebenslage, welche seW Mrzehnten starke Rancher find, wollen eft um keinen VVterj auch nur die Möglichkeit zugebe», daß chte immer u»M;rnehmer sich bemerkbar machende Schlaflosigkeit eine 'chres übermäßige» «a»che»s sei» könne. Und doch jtil Ku i so. Denn anch tausende, ohne an ihrer Gesund- l|dei Staben zu nehm«, bis i» ihr hohe- Alter große OiMäten Tabak und Zigarre» rauche» könne», sv giebt ebenso gewiß auf der anbeten Seite ta»fe»be, bei sich die Folgen der chronischen Nikotinvergiftung
Qur Steuer-Reform ergreift der Abg. Metz-Gieße» da- Wort. Er verkennt nicht die Wichtigkeit der Steuer- Reform, allein die Regierung hätte in de» einzelnen Steuer sätzen noch weiter gehen können. Mit ober ohne Steuer- Reform müßten die Ausgaben eingeschränkt werden. Er und seine Partei werde für die Reformen eintreten mit ober ohne Weinsteuer, falls Ersatzmittel da seien. Er schließt, daß da- Resultat der Verhandlungen dazu führen müge, daß die Beschlüffe zum wirtschaftlichen Besten des Lande« bienen werden. — Geh. Staatsrat Krug v. Nidda erklärt, daß die Regierung mit der neuen Steuer-Reform eine gerechte Veranlagung der Steuern des Lande« beabsichtige, und daher gehöre jedes Glied i» die Kette dieser Reform. Wenn Herr Ulrich gesagt habe, die Regierung möge in bie Kaffenschränke der reichen Leute etwa« «ehr hineingreif«, so wäre die- geschehen, wenn eS durchführbar wäre. Oder glaube er vielleicht, daß sich die Negierung davor fürchte? Dazu gehöre doch kein Mut. ES müffe aber i» den oberen Steuerklassen mit Vorsicht verfahren werden. Die Regierung sei dankbar für alle Belehrungen aus de« Hause und hofft, daß es doch noch gelingen werde, eine Einigung in ben Grundsätzen der vorliegenden Steuer-Resor« zu erziel«. — Abg. Schmeel begrüßt ebenfalls die Initiative der Regierung hinsichtlich der Steuer-Reformen. Er kann sich jedoch gegen eine Reihe von Bedenken nicht verschließen, welche bi- jetzt vorgebracht worden sind. Hauptsächlich ist er gegen bie Weiusteuer, weil er biefelbe in allen Teilen
Erstell ttheater
i Theater-Vd
1 Donnerstas
8 Uhr.
, Operette in 1 Ü Lustspiel in 1 Kt ’ang in I Akt vw' durch Mitglieder d«; es Herrn Kapellmeister Ernst Challler ?: Loge Mk. 2,25, k ikarten Mk. 1.-, Oft
Den Ansichten ber Abg. Osann und Ulrich müffe er bei- treten, da e- von eminenter Wichtigkeit fei, baß bie Einkommensteuer in bester Form zur Veranlagung komme. Die vom Ausschuß beantragten Steuersätze seien seiner Ansicht nach sehr reparaturbebürftig, nnb baher fei ber Antrag Schröber-Schmitt eingebracht worden. Für eine Erhöhung der Hundesteuer sei er and dem Grund, weil dadurch dem Hundeunfug einigermaßen gesteuert werde. Gegen bie Einführung einer Llaffenlotterie müffe er sich entschieden aussprechen, da er einen mühelosen Erwerb jederzeit verwerfe. „93cte und arbeite“ sei für ihn das Losungswort in unserer heutigen lockeren Zeit. Der Weinsteuer werde er nickt rustimmen, da sie eine ungerechte Belastung einer , — a-a-* — — -rn - - . „<
eiuiiqen Erwerbsgruppe sei. Er müffe dieselbe sogar als I für ungerecht hält. Er ift für eine Erhöhung der Erb- ein^ Attentat auf ^die^ Freiheit des Verkehr- in Rheinhessen schastSsteuer und dafür, daß bei der Einkommensteuer die bezeichnen. Wer da glaube, mit dem Weinsteuer-Gesetz Steuersätze erhöht werde». Auch einer Erhöhu»g der Der-
Er halte die Weinsteuer für gerecht, da sie ein Glied in der Steuer-Reform bilde. Den einzelnen Steuervorschlägen die gemacht seien, lege er kein Gewicht bei. Bezüglich ber Hunbesteuer wünsche er, baß man Preußen folge und biefelbe aus be« Staatsbubget streiche. Bei ber «rb- fchaft-steuer halte er eine Erhöhung für gerecht. Die Vermögenssteuer möge man bei 3000 bi- 5000 Mk. mit 55 Pfg. festfetzen und bann bie Progression eintreten lassen. Bezüglich ber Sink o mm en st euer habe er gegen bie vorgeschlagenen Steuersätze nicht- einzuwenben, nur dem Antrag Schröder-Schmitt könne er nicht zustimmen. Er habe noch ben einen Wunsch, daß ma» die Konsum-Vereine nicht steuerfrei laffe, weil dieselben die Schädlinge der Heinen Handels- [eite auf dem Lande seien. Für bie Landeslotterie werde .................................FSWäSmssssI
•ssssss sefe äs-sä dem Hunde auf den Schwanz schütte, so laufe er nach allen BimmerleiUe - - -
Richtungen davon. (!) Da sei ihm doch immer noch em reiner ■ ™
Schnaps lieber als ein solches Produkt ber Natur. Die stattgefundene Agitation kann er nur bedauern, da durch dieselbe die Gegensätze nur verschärft worden feien. —■ Abg. Schröder bemerkt, daß eS erfreulich fei, daß die Regierung an eine Steuer-Reform herangetreten fct. Er wünsche nur, daß man die größte Rücksicht auf alle die BevölkeruugSklaffe» mit der Steuerverteilung nehmen möge, welche seither von derselben schwer getroffen wurden. Dem Einkommensteuer-Gesetz mit den neuen Steuersätzen kann er nicht zusiimmen und Preußen solle man nicht folgen, da in Hessen die verhältniffe ganz anders hegen. Eine gerechtere Verteilung der Lasten müffe eintreten, und . ö V- « . O- , . ... f - — . Im Awk AW
Gichwer Anzeiger
Heneral-^Unzeiger
Aittts- und Anzeigeblatt für den TLnei- Gieszen.


