dritte unveränderte Auflage zur Aufgabe gelangt. Das Buch verdient in der That die allgemeine Aufmerksamkeit, denn die Erlebnisse < - c i __-£ f.l. MavknltHAM (TI) n Aa»- (iaI A V A tt t W1P fl
LandorS, die er aus seinen verbotenen Wegen bet den grausamen Tibetanern hatte, find im höchsten Grade sensationell. Der billige Preis von 10 Mk. sür daS elegant gebundene eine Fülle von in- teressanten Abbildungen, unter anderm auch 8 künstlerische Chromo- taseln enthaltende Werk empfiehlt es für jedermann.
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Columbus ftarb, ein müder Greis, am 6. Mai 1506 zu Valladolid und wurde daselbst zum erstenmale im Franzis- kanerkloster betgesetzt. Schon 1509 überführte man seine Asche nach dem Karthäuserkloster Las Cuevas bei Sevilla, wo Ferdinand der Katholische ihm die Inschrift „A Castilla y a Leon nuevo mundo hallo Colon“ gesetzt haben soll. Aber auch hier fanden sie keine Ruhe; sein Wunsch war, in der von ihm entdeckten Neuen Welt zu ruhen, und so brachte man den Sarg im Jahre 1536 nach San Domingo auf Haiiti, wo er zu Seiten des Hochaltars in der Kathedrale seine dritte Ruhestätte fand. Als dann 1795 im Baseler Frieden der östliche Teil der Insel an Frankreich fiel, wollten die Spanier die Gebeine des großen Entdeckers nicht missen. Nach zweiundeinhalbjährtger Raft wurden sie nun unter großem weltlichen und geistlichen Prunke nach der Kathedrale von Havanna gebracht, wo sie, in ihrem vierten Grabe, ein Jahrhundert lang blieben, um nun nach der Alten Welt zurück zukehren. In dem ganzen Vorgänge liegt ein tief tragisches Moment. Das stolzeste Volk Europas, mit glänzender und großer Geschichte bringt als einziges, was ihm von dem gewaltigen Kolonialreiche in der Neuen Welt verblieben, die Asche des Mannes zurück, der dieses Reich begründete. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß die Mulatten von San Domingo, durch verschiedene Gründe unterstützt, behaupten, sie besäßen nsch die echten Gebeine des großen Entdeckers; der 1795 nach Havanna übergesührte Sarg habe uur die Leiche seines Sohnes Diego enthalten.
* Deutsche Tiefste-Expedition. Wie die „Hamburg- Amerikanische Packetsahrt-Aktiengesellschaft" mitteilt, hat sie von Kapitän Krech, dem Führer des auf der Tiefsee- Expedition befindlichen Dampfers „Valdivia", folgendes Telegramm aus Emmahaven auf Sumatra erhalten: „Bouvet- Jnsel gefunden; gelangte nahe Enderby, Kerguelen, über St. Paul, Neu-Amsterdam, Cocos nach Emmahaven. An Bord alles wohl".
* Aus alter Zeit. In dem „Privilegiertes Offenbacher Frag- u. Anzeige-Blatt Nr. 50 Freytags, den 9. Dezember 1808" steht wörtlich zu lesen: Nachrichten. Vermöge eines Dekretes des Französischen Kayser» Majestät, haben alle Bürger jene» Reiches, die sich zum Mosaischen Gesetz bekennen, ihre altväterliche Vornahmen am 27. Oktober d. I. ablegen und andere Nahmen dafür annehmen müffen, demzufolge habe ich
— LandorS Werk „Aus verbotenen Wegen" (Leipzig, A. BrockhauS) hat so großes Aufsehen erregt, daß soeben eine
am Ende dieses stehenden Vornahmen seit jenem Tage angenommen. Lazarus Löw Haas unterzeichnet sich nun Leon- Hard Leopold Haas.
» Ei« künstlicher Vulkan. Man wird den Eiffelturm überbieten. Die Pariser und ihre Gäste werden auf der Ausstellung im Jahre 1900 einen Vulkan vorgesetzt bekommen, einen beinahe wirklichen Vulkan mit einem Krater, aus dem Rauch und Flammen emporsteigen, von dem sich Ströme glühender Lava herabwälzen werden. Dieses staunenerregende Spielzeug wird sich in Granelle 100 Meter hoch vom Ausstellungsniveau erheben, wird einen Durchmesser von 150 Metern am Fuße und ebendort einen Umfang von 450 Metern haben. Das wird also einen ganz stattlichen Ausstellungsvulkan abgeben, und der Erfinder hat auch die niedliche Kostensumme des Unternehmens von sechs Millionen Franken bereits durch Zeichnungen gesammelt. Der Vesuv von Paris also, freilich ohne den blauen Golf und ohne die Landschaftszauber von Sorrent! — Dafür wird der Kunstberg mit den herrlichsten Gartenanlagen geschmückt, mit Wasserfällen, Terrassen, Cafe-Konzerts und Restaurants aus- gestattet sein, auch Bars werden in Grotten ihren Platz finden und ein „Palais du Steele" mit kinematographischen Darstellungen der wichtigsten Ereignisse des Jahrhunderts. Der Vulkan wird aber als „künstlicher" Vulkan auch ein praktikables Inneres haben, was bei wirklichen Vulkanen wegen der Temperaturverhältnisse sonst nicht der Fall ist. Man wird sich dort in den Dekorationen und zwischen den lebenden Bildern von Paradies und Hölle — frei nach Dante — befinden. Das Paradies, natürlich im Oberstock, wird eine transparente Decke haben, den Himmel mit Mond und Sternen darstellend; 40 Meter tiefer wird sich die Hölle befinden.
* „Neue Erfindung — Fester Spiritus". Nach langwierigen chemischen Verbuchen ist es unlängst gelungen, durch ein in allen Kuliurstaaten gesetzlich geschütztes chemisches Härteverfahren dem flüssigen Spiritus eine feste Form zu geben. Spiritus kommt in Blechdosen, die gleichzeitig innreicher Weise einen Koch- und Heizapparat sür alle möglichen Zwecke bilden, in den Handel. Ohne Zweifel ist dieser hochwichtigen Erfindung ein günstiges Prognostiken zu stellen und dem Artikel Spiritus eine ungeahnte Verbreitung gesichert, was vom national-ökonomischen Standpunkt au- freudig zu begrüßen ist. Der feste Spiritus sieht fast weiß aus, bei 93'/, Prozent Alkohol bleiben nur zirka 7 bis 8 Prozent Rückstände nach dem Verbrennen, und ein Haupt- Vorzug des Produktes ist, daß selbst bei längerer Erwärmung nur die obere Schicht flüssig wird. Unfälle durch Umfloß oder Explosion können nicht mehr vorkommen. Das Anhalten eines Streichhölzchen» genügt, um die Flamme zu erzeugen, die eben so leicht wieder zu löschen ist, — die Maffe erhärtet sich danach innerhalb einer Minute von selbst wieder. Der Taschenkochapparat kann seines geringen Umfanges wegen sogar in der Westentasche getragen werden, und der stets gebrauchsfertige Apparat ist zu jeder Zeit, an jedem Ort, bei jeder Witterung verwendbar. Jedermann ist also imstande, sich jeden Moment etwas warm zu machen oder zu kochen, und so dürfte sich fester Spiritus und Taschenkochapparat wohl bald in Haushalt, Küche, Schlaf- und Kinderzimmer, Apotheken, Laboratorien, Werkstätten, auf Toilettentisch, Reifen, Ausflügen, bei Jägern, Touristen, Arbeitern rc. und ganz besonders auch beim Militär, im Manöver, — im Krieg und Frieden — eingebürgert haben. Fabriziert wird dieser Artikel von Ed. Silbereisen in Gießen
* Die Orden des Fürsten Bismarck. Der K a i s e r hat I verschiedene Orden des Fürsten Bismarck dem Zeug hause I überwiesen. Es sind dies der Schwarze Adlerorden, der Wilhelmsorden, die Kriegs- und die Friedensklasse des Orden pour le merite, das Großkreuz und der Stern der I Großkomthure des Hohenzollern'schen Hausordens.
* Der Fischrcichtum des Bodensees. Von der Ergiebigkeit des Fischfanges im „Schwäbischen Meer", wie der See ja zubenannt ist, erhält man, so wird der „Voss. Ztg." ge- I schrieben, ein Bild durch die Thatsache, daß in den letzten Monaten des abgelaufenen Herbstes von den sehr beliebten Blaufelchen — ein äußerst schmackhafter Fisch nut ziemlich weichem Fleische — allein im Obersee nach den I Berechnungen der Fischerverbände der dortigen Ortschaften I etwa 40,000 Stück gefangen wurden, von denen das Stück j durchschnittlich ein Pfund wiegt. Darnach würden nur dem einen Teil des Sees in der genannten kurzen Frist 400 I Zentner Blaufelchen entnommen sein. Im Untersee — das ist der Teil, der sich von Konstanz nach Nordwesten zieht, findet zur Zeit der alljährlich stattfindeude Massenfang der kleinen, wenig mehr als eine Spanne langen und höchstens 300 Gramm schweren Gaugfische statt; es ist dies eine besondere Art des Blaufelchens. Vom November bis in den Januar hinein sammeln sich diese Gangfische in ungeheuren Mengen im Untersee und zwar von Konstanz bis gegen Ermatingen hin, das schon Ekkehard kannte, da er bei seiner Wanderung nach dem Hohentwiel sich von diesem Fischerdorfe aus 'nach der Insel Reichenau übersetzen ließ; dort liegen sie dem Geschäft des Laichens ob. Von den Erma- ) tinger Fischern werden sie mit riesigen Zugnetzen der „Gangfischwatte" oder „Gangfischrack-Segi", das aus 10 bis 12 Einzelnetzen zusammengesetzt ist, gefangen. Die mit diesem Riesennetz herausgeholte Beute beläuft sich in der kurzen Fangzeit manchmal auf 70,000 bis 80,000 Stück, Die unter die beteiligten Fischer verteilt werden. An andern Teilen des Seeufers, wo die „Fachen" sich befinden, das sind die in den Ufersand eingerammten, mit eingeflochtenem Reisig verbundenen Pfähle, werden die Gangfische mit drei Meter langen Netzreusen gefangen, und hier beläuft sich das Ergebnis während einer Fangzeit zuweilen auf mehr als 100,000 Stück. Die Gangfische werden eingepökelt und in besonderen Räucherhütten geräuchert; in Ermatingen befinden sich zahlreiche derartige Hütten, von denen einige an den dafür bestimmten Eisenstangen für 13,000 Fische Platz bieten. Ein Teil der Beute kommt auch mariniert in den Handel.
wenigen Augenblicken war der Ofen infolge der Explosion von zwölf scharfen Patronin ein Trümmerhaufen; Rauch und Kohlengase, sowie Pulverdampf erfüllten die Luft, ohne daß die geängstigte Frau ungeschehen machen konnte, wa» sie in ihrer blinden Wut selbst heraufbeschworen. Mit Seelenruhe schaute der Gemahl diesem Vorgänge zu, und al» das Doppel- gerollter ausgetobt, griff er nochmals nach feiner Jagdmütze und trollte von dannen, seiner verblüfft dastehenden Frau znrufend: „So, nun gehe ich grad noch einmal zu meinen Jagdgenoffen, um zu erzählen, was Du angerichtet hast —* und wenige Augenblicke später saß er wieder an der kaum verlaffenen Tasilrunde.
♦ Karlsruhe, 27.Januar. Badener oder Badenser? In den Zeitungen ist seit einiger Zeit vielfach die Frage erörtert worden, ob man die Angehörigen de» Großherzogtums Baden als Badener ober als Badenser zu bezeichnen habe. Wiffenschastliche Autoritäten hoben sich ziemlich Übereinstimmend für die Form Badener ausgesprochen. Es wurde inbeffen von mancher Seite der Wunsch geäußert, e» solle die richtige Form des Wortes „in autoritativer Weise" festgestellt werden, um alle Zweifel zu beseitigen. Eine gleichsam amiliche Entscheidung diese» SprachftreiteS ist insofern nicht erforderlich, al- in der amtlichen Sprache der großherzoglichen Behörden von jeher ausnahmslos die korrekte Form Badener angewendet worden ist. Hierüber konnte schon deshalb niemals eine Meinungsverschiedenheit eintreten, weil die Form Badener durch die badische Verfaffung sanktioniert und festgestellt worden ist. Der Abschnitt II der Verfaffung handelt von den „staats- bürgerlichen und politischen Rechten der Badener", und das letztere Wort wiederholt sich in den §§ 7, 8 und 13 der Verfaffung. Auch alle späteren Gesetze und Verordnungen haben die badischen Staatsangehörigen stets als Badener bezeichnet, und in den für die Heimatscheine vorgeschriebenen Formularen wird dem Inhaber bescheinigt, daß er „die Eigenschaft als Badener besitzt". Es besteht also in dieser Frage völlige Uebereinstimmung zwischen Sprachwiffenschaft und Regierungspraxis.
* „Sic transit . . Unter diesem Titel bringt die letzte Nummer der „Jugend" folgendes stimmungsvolle G.dicht unter einer Zeichnung, auf der man ein heimkehren- des modernes Kriegsschiff und in den Lüsten als Vision die E^kadre von Columbus sieht:
Wo dereinst Hispaniens Flotte kühn durchflog die weite Flut,
Sieggekrönt vom Schlachtengotte, reich an Ehre, reich an Gut,
Bis zum Sinken fast beladen mit dem Golde von Peru Steuert heut auf blauen Pfaden auch ein Schiff der Heimat zu.
Keine Siegeslieder klingen, keine Freudenfchüffe draus: De» Columbus Asche bringen seine Enkel jetzt nach Haus.
Staub und Moder aus dem Grabe de» Verbannten kommt zurück
Als der Rest von Spaniens Habe, als der Rest von Spaniens Glück!
* Mit dem Sarge des Christoph Columbus an Bord, ist der Aviso „Giralna" in Sevilla eingetroffen. Das Schiff wechselte Begrüßungssalven mit den Batterien am Lande. Die Behörden empfingen den Sarg feierlich. In der Käthe- drale, welche den Sarg bi» zur Erbauung des Denkmals aufmhmen wird, wurde ein Trauergottesdienst abgehalten. Die Beteiligung seitens der Bevölkerung war außerordentlich groß. Der „Globus" erinnert daran, daß die Gebeine des Columbus jetzt zum fünftenmal eine neue Grabstätte erhalten.
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Die während der Sommermonate außerhalb der großen Fischzeit, dem Bodensee entnommenen Gangfische kommen ohne weiteres in den Handel, der sich über einen großen Teil des südlichen Deutschland und andererseits bte weit in die Schweiz hinein erstreckt.
* Antike Funde in Baden-Baden. Man schreibt der „Franks. Ztg." aus Baden-Baden: Die Kanalisation, durch die der vorzügliche Gesundheitszustand in unserer Bäderstadt auch für die Zukunft gesichert werden soll, fördert mancherlei interessante Zeugen altrömischer Kultur im Oos- thale zu Tage. Die letzten Tage sind besonders ergiebig an bemerkenswerten Funden aus der ersten Glanzzeit Baden- Badens gewesen. Zunächst wurde zwischen dem Friedrichs- und Augusta-Bad in der Tiefe von zwei Metern ein römischer Votiv-Altar aus grau-grünem Kohlensandstein gefunden, dessen sechszeilige Inschrift uns davon Kunde giebt, daß ein Centurio ihn seinem göttlichen Kaiserhause geweiht hat. Der Altar, der eine Höhe von 60 Ctm. besitzt, ist in den städtischen Sammlungen hier ausgestellt worden. Ferner wurden heute auf dem Römerplatz (vor dem Friedrichsbad) Reste altrömischer Baderäume, zum Heizen eingerichtete Fußböden und Wände gefunden, und unter einem benachbarten Gebäude stieß man auf den römischen Hauptkanal, der die großen Badeanlagen entwässerte. Mächtige Platten aus rotem Findlings-Sandstein, etwa anderthalb Meter unter der heutigen Straßenebene liegend, bildeten die Sohle, während die Wände aus Quadern und die Abdeckung aus ähnlichen Sandsteinplatten bestehen. Wie man weiß, befanden sich die alten römischen Thermen ungefähr an derselben Stelle wie die heutigen Badeanstalten, und ihre ganze Einrichtung ist, was Zweckmäßigkeit und Komfort betrifft, bewunderungswert gewesen. , rr
* Der philosophische Briefträger. Ein Posibeftell- vermerk origineller Art findet sich auf der Rückseite eines Briefes, der dieser Tage als unbestellbar an die Administration des „Neuen Wiener Tagbl." zurückkam. Der Vermerk lautete:
„Abgereist durch den Tod wohin unbekannt." Unterschrift des Briefträgers.
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Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Die soeben erschienene Lieferung 21 des kulturhistorischen Werkes: „DaS n-rrnz-hnt- Jahrhundert in Bildniffen" herauS- gegeben von Karl Werkmeifte,, Berlin, Photographische Gesellschaft, bietet wieder eine Reihe fesselnder und interrssanter Porträts; so dm lebensvollen Kopf Conrad Ferdinand Meyers, gezeichnet 1885 von ,einem Landsmanne Stauffer, die vornehme Erscheinung Turgenjews, gemalt von Repin. Weiter finden wir vertreten von Gelehrten den Philologen Goitfried Hermann, gemalt von Vogel, den Chemiker August Wilhelm Hofmann, gemalt von Angely, den Entdecker der Schutzpockenimpfung Edward Jenner, gemalt von James Rortbcote und von Künstlern GLricault und Matejko in ihren Selbstbildniffen, sowie den Komponisten Auber. Von neu hinzugetretenen Biographen erwähnen wir besonders Otto R. Witt mit einem schönen Aussatze über A. W. Hoffmann und Theodor Chalybäus, der über Jenner schreibt.
— „Deutscher Soldaterrhort", Jllustrirte Zeitschrift für da» deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant ,. D. H. o. Below. Preis pro Quartal Mk. 1.80. Verlag von Karl Siegismund, Berlin 8^., Dessauerstraße 13. 10. Jahrgang. Rr. 12, erschien soeben und enthält: Geburtstag Sr. Maj ftät dr« Kaisers und König« Wilhelm II. — Nach dem Dienst Bon General der Inf. z. D. Kretschmann. - Friedrich der Große in SanSsouci. (Bildertext.) — Haß und Liebe. Novelle von Antonie Heidfieck. — Tot auf Kommando. Militärhumoreske von Josef Ma-rtl. — Die Kalser Wilhelm Brücke. (Thalbrücke bei Müngsten.) (Mit Abbildung.) — Das Iltis Denkmal für Shanghai. (Mit Abbildung). — Feldtelegraphie in der russischen Armee. Drahtlegung im Galopp. (Bilde,text.) — Sprüche. — Kaisers Geburtstag. Skizze von C. Schullis. — Ein Held deS Krieges und des Humor«. Von E. I. — E>ne Erinnnernng an meinen alten braven Feldwebel. Von einem Unteroffizier. — Vaterländische Gedenktage. — Neue Bücher. — Splitter und Funken. — Briefkasten. — Inserate.
— Luftige Stücklet«, besonders zum Vortrag geeignet, ebenso einstimmige und Gtsellschaftslieder enthält die eben erschienene 7. Lieferung von Joseph Kürschners „Frau Musika" (Berlin, I Hermann Htllg r Verlag, Lieferungsausgabe, 20 Hefte i 60 Pfg., nebst 2 prächtigen Einbanddecken gratis) die in keiner Gesellschaft ihre Wirkung verfehlen werden. — Die Vielseitigkeit und Reichhalligkeit dieses Werkes zeigt sich von Lieferung zu Lieferung mehr und man kann wohl sagen, daß Kürschners „Frau Mustka" eine liebenswerte Dame ist, der die schöne Kunst nachgerühmt werden muß, sich mit den Frohen zu freuen und die Traurigen zu trösten. In glücklicher und trüber Stunde wild sie jeder, der sie in sein HauS genommen bat, als wahrhafte Freundin immer lieber gewinnen lernen. Dabei ist der Preis für dieses unentbehrliche Familienbuch ein so geringer, daß er auch den mit bescheidenen Mitteln Rechnenden leicht erschwinglich ist.
(auch in Umtausch gegen altert Werse) sowie aue anaero d' liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H, o. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VH»


