Schellengeläute der „Rennschlitten", untermischt mit dem fröhlichen Jubeln der Insassen. — Möchte sich der Wunsch des Landwirts, daß die schützende Schneehülle von längerer Dauer sein möge, erfüllen!
X Grünberg. 26. November. Nach altem Herkommen findet hier alljährlich am Tage vor Weihnachten ein Kram- markt statt, dessen Bedeutung jedoch mit jedem Jahr abnimmt. Auch am verflossenen Samstag war derselbe nur mit wenigen Verkaufsständen besetzt. Dagegen hatten die Geschäftsleute in den Läden vollauf zu thun, um die mancherlei Wünsche der Kauflustigen zu befriedigen. — Schon seit Jahren wird in unserer Stadt an Weihnachten eine Christbescherung für bedürftige Kinder der Stadt veranstaltet, wozu die Kosten durch freiwillige Beiträge aufgebracht werden. Auch diesmal waren die Gaben wieder so reichlich geflossen, daß sich etwa 60 Kinder heute nachmittag um den strahlenden Lichterbaum versammeln und die ihnen zugedachten Geschenke in Empfang nehmen konnten. Diese bestanden in Stoff zu Kleidern, Hemden, Garn zu Strümpfen und anderen nützlichen Gegenständen, Weihnachtsgebäck, Nüssen usw. Die Feier fand im Saale der Kleinkinderschule statt, woselbst tags vorher schon eine Christ bescherung für die Zöglinge dieser Anstalt veranstaltet worden war.
A Darmstadt, 26. Dezember. Dem vor einigen Wochen hier abgehaltenen Examen für Gerichtsschreiber- Aspiranten hatten sich 34 Prüflinge unterzogen. Nach dem jetzt bekannt gewordenen Prüsungsresultate haben nur 22 das Examen bestanden. Die übrigen 12 können erst nach einem Jahre zu einem weiteren Examen zugelassen werden.
n. Darmstadt, 25. Dezember. Wie mir soeben von eingeweihter Seite mitgeteilt wird, hat Seine Königliche Hoheit der Großherzog der von ihm hier gebildeten Künstler- Vereinigung unter Vorlage von ihm selbst verfertigter Skizzen den ehrenvollen Auftrag erteilt, Pläne anzufertigen und ihm vorzulegen, welche eine Umgestaltung des südlichen Teiles des Großh. alten Palaisgartens zu einer öffentlichen Anlage in Verbindung mit einem für Seine hohe verblichene Mutter, die Großherzogin Alice von Hessen daselbst zu errichtenden Denkmale zur Grundlage haben. — Ein geeigneterer Platz im Mittelpunkt der Stadt, um dem Andenken der allverehrten Verstorbenen eine bleibende ehrenvolle Heimstätte zu errichten, läßt sich allerdings kaum finden und wird dieses den Kunstsinn unseres Landesfürsten von neuem zeigende Projekt gewiß in allen Schichten der Bevölkerung größten Anklang finden.
Vermischtes.
* Heidelberg, 22. Dezember. Die Passiva der in Konkurs geratenen Bankfirma Wilh. Cuntz u. Co. belaufen sich nach vorläufiger Schätzung auf etwa 2 Millionen. Ueber das Ergebnis des Konkurses, der gestern abend beim Amtsgericht eröffnet wurde, läßt sich noch keine Ziffer angeben, da es wesentlich davon abhängt, wie hoch die Treuenbrietzer Papierfabrik verwendet werden kann. Die der Firma hier übergebenen Depositen sind vorhanden und werden den Eigentümern nächster Tage zugestellt. Weiter verpfändet sind nun die in Berlin, Frankfurt a. M., Mannheim und anderen Städten übergebenen Depots. Der Inhaber der Firma Wilh. Cuntz u. Co., Bankier Cuntz wurde gegen Mk. 90 000 Kaution aus der Haft entlassen.
* Köln, 21. Dezember. Der Kohlenmangel macht sich außer im westfälischen auch in den größeren mittelrheinischen Industriezentren in empfindlicher Weise bemerkbar. Mehrere größere hiesige Werke mußten den Betrieb einschränken, die Kölner Eisenröhren-Bleiwalzwerke Aktien-Ge- sellschaft zu Köln-Ehrenfeld sogar den Betrieb vollständig e i n st e l l e n, wodurch über 300 Arbeiter vorläufig beschäftigungslos werden. — Weiter wird berichtet: Im rheinisch westfälischen Jndustriebezirk herrscht infolge des Wagenmangels auf diesen Werken ein ganz empfindlicher Kohlenmangel, sodaß der Betrieb auf einzelnen Werken nur mit Mühe in beschränktem Umfange aufrecht erhalten werden kann, während andere, wie z. B. die Duisburger Kupferhütte, zur zeitweiligen Einstellung des Betriebes gezwungen sind.
* Düffeldorf, 22. Dezember. Aus einem eigenartigen Umstand mußte gestern im Stadttheater die Vorstellung von „Hänsel und Gretel" ausfallen. Orchester, Sängerinnen und Sänger waren vollzählig erschienen, das Publikum hatte sich ebenfalls pünktlich eingefunden, nur — der eiserne Vorhang machte den Spielverderber und weigerte sich beharrlich, in die Höhe zu gehen. Oberregiffeur Fiedler teilte, nachdem das Publikum lange gewartet hatte, mit, daß die Vorstellung ausfallen müsse, da der Wasserdruck nicht ausreiche, um den Eisenvorhang in die Höhe zu heben.
* Berlin, 23. Dezember. (Prosper Prinz von Arenberg.) Die entsetzliche That, deren man den Prinzen Prosper von Arenberg beschuldigt, wird natürlich in den Kreisen, denen der Prinz angehörte, um so lebhafter besprochen, je mehr er als ein ruhiger, besonnener Offizier bekannt und geschätzt war. Prinz Karl Prosper, zu Höverla am 12. März 1875 geboren, wurde am 9. September 1896 Leutnant im 4. Kürassier-Regiment in Münster. Er ist ein Vetter des bekannten klerikalen Reichstags- und Landtagsabgeordneten Prinzen Franz von Arenberg, und als er am 1. Oktober 1898 in die Schutztruppe für Deutsch- Südwestafrika eintrat,wurde dies in kolonialen Kreisen lebhaft begrüßt, weil man annahm, Prinz Franz, der bekanntlich ein warmer Vertreter der kolonialen Bestrebungen ist, habe sein koloniales Interesse auch auf seine Verwandten übertragen und werde mit diesen und durch sie noch eifriger als bisher die kolonialen Angelegenheiten fördern. Auch seinetwegen beklagt man das angebliche Vorkommnis und giebt sich der Hoffnung hin, die Untersuchung werde die Schuld des Prinzen Prosper wenigstens im milderem Lichte erscheinen lassen, als die bis jetzt vorliegenden Berichte,
denen die zahlreichen Freunde des Beschuldigten den Glauben versagen. Daß die Berichte von kolonialseindlicher Seite als absolut zuverlässig hingestellt und ausgebeutet- werden, kann ebensowenig überraschen, wie der von derselben Seite ausgehende Versuch, für die That eines Einzelnen ein ganzes System verantwortlich zu machen. Wie die Dinge auch liegen mögen, jedenfalls beweist das amtliche Vorgehen gegen Dr. Peters, daß unsere maßgebenden Kreise schonungslos gegen alle Beamten vorgehen, die dem deutschen Namen in den Kolonien Unehre gemach: haben.
* Berlin, 23. Dezember. In der Villa des Reichstagspräsidenten Grafen Ballestrem zu Breslau ist heute früh Feuer ausgebrochen, welches den Dachstuhl teilweise zerstörte.
* Kolberg, 22. Dezember. Die großen Stürme der letzten Wochen haben am ganzen Ostseestrande ganz bedeutenden Schaden verursacht. Der hiesige Strand ist in nicht geringe Mitleidenschaft gezogen worden. An der Walden- felsschanze sind die Dämme ganz weggespült und die Wogen mehr als 20 Meter tief in das Land hineingegangen; bis zum Strandschloß hin ist der prächtige Dünengang zerstört, an einigen Stellen sogar ganz fortgerissen. Der Magistrat will, um weiteren Beschädigungen vorzubeugen, eine sichere Schutzwand errichten.
* Hamburg, 24. Dezember. Der wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftete Rechtsanwalt Dr. May machte heute einen Selbstmordversuch, indem er sich die linke Pulsader aufschnitt. Die That wurde vom Wächter bemerkt; der fast leblose Mann ist ins Eppendorfer Krankenhaus übergeführt worden.
* Hamburg, 23. Dezember. Erinnerungen an die Cholerazeit. Von der großen Teilnahme, die im Jahre 1892 der von der Cholera heimgesuchten Bevölkerung Hamburgs allerseits entgegengebracht wurde, zeugt eine Menge von Zuschriften, die in jener Zeit an die Behörden und Krankenhausdirektion gerichtet wurden. Einige köstliche Beispiele dieser Art, die mehr den guten Willen als das Verständnis der Absender beweisen, teilt Dr. Sieveking-Hamburg in der soeben erschienenen Nummer der „Deutschen mtd. Wochenschrift" mit. Alle möglichen Thees, Weine, Schnäpse (mit Namen wie „Dr. Eisenbart", „4 Räuber Essig") werden empfohlen. Siedend heiß ist ein „Aufguß gebrannten und dann gemahlenen Roggenmehls schüsselweise dem Kranken in den Mund zu schütten"; oder man soll ihm „Blauspünwässer, was die Färber haben", oder Senfspiritus, Terpentinöl, gemahlenen gelben Senf oder Paprika mit Kornbranntwein, rohen Schwefel, „so wie er aus Girgenti eingeführt wird", geben. Ein anderer meint, ein „halber Eßlöffel feinen Seesandes ist viel besser als Opium" oder „frisch bereiteter warmer Kuhdreckbrei drückt die Cholera unten heraus, weil er eben schon verdaut und schlammig ist", „morgens bei nüchternem Magen nehme man einen Eßlöffel voll Schießpulver und je nach Befinden zweistündlich eine weitere Gabe", ein wirksames Prophylaktikum wird aus einem Packet schwarzen Schießpulvers mit einer Flasche Rotwein bereitet, „man stößt viel danach auf und läßt den giftigen Stoff auf alle Fälle nicht zu sich." Echte Kinder ihrer Zeit empfehlen die Elektrizität. Nach N. N. beruht die Cholera auf örtlicher oder allgemeiner Störung der elektromagnetischen Kraft, „weshalb also werden nicht wenigstens Versuche gemacht zur Ermittelung etwaiger Wirkungen der Elektrizität auf mit Kranken belegte oder sonst infizierte, bezw. bedrohte Räume, Zimmer, Häuser, Straßen, Quartiere durch Leitung permanenter, starker elektrischer Ströme in, durch, über, unter, um die betreffenden Lokalitäten?" Ein Rheinländer will „im elektrischen Bade durch stark gespannte Elektrizität (100—150 Volt) 15—20 Minuten lang die Kommabacillen im Menschen total vernichten und unschädlich machen." Ein schlauer Berliner rät: „An Stelle flüssiger Klystiere, die nicht ausreichend tief in die Darmpartien gelangen, mache man solche aus Leuchtgas unter angemessenem Druck!" Leuchtgas rufe seines Wissens im Blute ähnliche Erscheinungen hervor wie die Cholera, man solle deshalb einen Feind mit dem anderen vertreiben. Zur Erläuterung ist eine köstliche Skizze beigefügt.
* Wien, 26. Dezember. In der Nacht zum Sonntag stieß der Triester Eilzug infolge dichten Nebels auf Station Karlsdorf unweit von Graz mit einem Lastzug zusammen. Infolgedessen explodierte der Ofen im Postambulanzwagen. Derselbe geriet in Brand, wobei der größte Teil der Postsendungen dem Feuer zum Opfer fielen. Der Lokomotivführer und der Postoberkondukteur des Eilzuges wurden schwer, viele Passagiere leichter verletzt.
* Budapest, 26. Dezember. Auf der Brücker Linie der ungarischen Staatsbahn fuhr bei der Station Bia Torbagy der nach Wien gehende Personenzug in der Nacht zum Sonntag in den nach Graz abgelassenen Personenzug. Zahlreiche Passagiere wurden mehr oder minder verletzt, vier Honvedsoldaten tötlich verwundet, ein Kondukteur getötet. Der Unfall wurde durch die plötzlich eingetretene Untauglichkeit der Lokomotive des Wiener Personenzuges herbeigeführt; mehrere Waggons sind total zertrümmert.
* Rom, 23. Dezember. Die Zahl der Opfer bei dem Felssturz in Amalfi ist noch nicht festgestellt. Bisher wurden sieben Leichen und zehn Verwundete aus den Trümmern gezogen. Die Rettungsarbeiten sind überaus schwierig, da noch beständig Felsstücke niederfallen und eine neue Katastrophe nicht ausgeschlossen ist. Die Zahl der Verschütteten, die noch am Leben sind, scheint nicht gering zu sein. Die Verheerungen, die der Bergsturz im Hafen anrichtete, sind bedeutend. Zwei Segelschiffe und mehrere Fischerbarken sind mit Mann und Maus untergegangen, ebenso eine ganze Fischerfamilie. Später wurden wieder sechs gräßlich verstümmelte Leichen aus dem Meere hervorgezogen. Aus den Trümmern ist noch niemand gerettet. Die abgestürzte Felsmasse beträgt 45 000 Kubikmeter. Der Schrecken der Bevölkerung ist noch immer
grenzenlos. Es scheint, daß infolge der enormen Regengüsse der letzten Tage thatjächlich noch andere Felshänge unterwaschen worden sind.
* New-York, 23. Dezember. Stundenweise Dienst- mädchen ist die neueste hiesige Erfindung. Sehr viele Familien können es sich der Kostspieligkeit oder auch der räumlichen Verhältnisse ihrer Wohnung wegen nicht leisten, ein Dienstmädchen zu halten, bedürfen aber doch häufig weiblicher Hilfe, wenn die Hausfrau durch Kränklichkeit oder andere alltägliche Gründe zu arbeiten verhindert ist. Um hier Abhilfe zn schaffen, ist ein Institut begründet worden, das Dienstmädchen für jede gewünschte Zahl von Stunden des Tages für 20 Cents die Stunde zuweist. Die Nachfrage nach stundenweisen Dienstmädchen hat sich sofort als sehr stark erwiesen.
* New York, 26. Dezember. Der Dampfer „Ariston" ist an der Küste von Nord-Karolina gescheitert. 21 Personen sind ertrunken, 9 konnten gerettet werden, darunter der Kapitän, welcher als letzter das Schiff verließ.
Gerichlssaal.
* Leipzig, 21. Dezember. Wegen Bestechung war am 23. September vom Landgerichte Weimar der Registrator Max Fischer in Jena zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt worden. Zugleich war dahin erkannt worden, daß die eine Mark, welche er erhalten hat, dem Fiskus verfallen ist. F. war als Gerichtsschreibergehilfe in der Strafabteilung beschäftigt und hatte insbesondere die Strafvollstreckungen zu überwachen. Als eines Tages ein zu Gefängnisstrafe verurteilter Mann zu ihm kam und den Wunsch äußerte, die Strafe erst nach Ablauf einer bestimmten Frist antreten zu dürfen, veranlaßte er diesen, ihn in seiner Wohnung aufzusuchen. Er setzte ihm dann ein Strasaufschubsgesuch auf und nahm die ihm für diese Arbeit angebotene eine Mark an. Das Gesuch hatte den gewünschten Erfolg. Auf die Revision des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache an daS Landgericht zurück, da nicht hinreichend festgestellt sei, daß der Angeklagte für eine in sein Amt einschlagende, an sich nicht pflichtwidrige Handlung ein Entgelt angenommen habe._______________________________________
Universität und Hochschule.
— Verschiedenes r Die Marburger theologische Fakultät hat dem Pfarrer Dr. theol. Rade, früher in Frankfurt a. M., bie Venia legendi erteilt. Er wird seine Antrittsvorlesung am 13. Januar halten. — Das erste Oberlehre rinnen-Examen ist in Göttingen am 20. d. M. von sechs Damen mit glänzendem Erfolg abgelegt worden. Die Damen hatten ihre Studien an der dortigen Universität gemacht.
Arbeiterbewegung.
— St. Etienne, 26. Dezember. Gestern versammelten sich 2500 Arbeiter und beschlossen, falls sie nicht eine Lohnerhöhung von Ve Franks und die Anerkennung ihres Syndikats erhielten, in den allgemeinen Ausstand einzutreten.
— Havre, 26. Dezember. Sämtliche Straßenbahn Bedienstete sind wegen Lohndifferenzen in den Ausstand eingetreten. Es konnten gestern nur 13 Wagen in Betrieb gesetzt werden.
Spitlplra der etrtinigftn Frankfurter AtMtzeatn.
Opernhaus.
Donnerstag den 28. Dezember, nachmittags 31/, Uhr! Vorstellung bet ermäßigten Preisen: „Prinzessin Goldhaar". Außer Abonnement. Abends 7 Uhr: „Figaros Hochzeit". Im Abon. Gew. Preise. Freitag den 29. Dezember: „Götz von Berltchingen". Vorstellung bet ermäß. Preisen. Außer Abonn. Samstaa den 30. Dezember, nachmittags 3'/, Uhr: Vorstellung bet ermäßigten Preisen: „Prinzessin Goldhaar". Außer Abonn. Abends 7 Uhr: „Verkaufte Braut". Im Abonn. Gewöhn!. Pcetse. Sonntag den 31. Dezember, nachmittags 3% Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Prinzessin Goldhaar". Außer Abonn. Abends 7 Uhr: „Bajazzo". Hierauf: „Nürnberger Puppe". Im Abonn. Gewöhn!. Preise. Montag den 1. Januar 1900, nachmittags 3% Uhr: Vorstellung bet ermäßigten Preisen: „Prinzessin Goldhaar". AußerAbonn. Abends 7Uhr: „Hugenotten". Außer Abonn. Gr. Preise.
Schauspielhaus.
Donnerstag den 28. Dezember: Vorstellung bei kleinen Preisen: „Don Carlos". Außer Abonnement. Freitag den 29. Dezember geschlossen. Samstag den 30. Dezember: „Othello." Im Abonn. Gewöhnl. Preise. Sonntag den 31. Dezember, nachmittags 3'/, Uhr: Vorstellung bet kleinen Preisen: „HanS Hucke dein". Außer Abonnement. Abends 7 Uhr! „Madame Sans Göne". Im Abonn. Gr. Preise. Montag den 1. Januar 1900, nachmittags 3% Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen: „Jugend." Außer Ab. Abends 7 Uhr: „Der Herr im Hause". Im Abonn. Gewöhnl. Preise.
Handel und Urrlrchr. Volkswirtschaft
Frankfurter Börse vom 23. Dezember.
Wechsel auf New-York zu 4.21-22.
Prämien auf Kredit per ult. Dezember 0.80%, do. per ult. Januar 3.20%, Diskonto Kommandit per ult. Dez. 0.70%, do. per. ult. Jan. 2.60, Lombarden per ult. Dez. 0.35%, do. per ult. Jan. 0,85%.
Notierungen: Kreditaktien 233.40-60, Diskonto-Kommandit 191.60-20, Staatsbahn 136.30, Gotthard 141.70, Lombarden 29.90, Ungar. Goldrente 96.70, Italiener 92 50, 3proz. Mexikaner 24.30, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 6%%.
D/1 bis 2% Uhr: Kredit 233.60-234.60, Diskonto 191.40, Staatsbahn 196.20, Lombarden 30.
Stuttgart, 23. Dezember. (Allgemeiner Deutscher Versiche- rungS-Veretn.) Im Monat November 1899 wurden 1164Schoden- fälle reguliert. Davon entfielen auf die Betriebs-Haftpfltchtvrr- ficherung 574 Fälle und zwar 324 wegen Körperverletzung und 250 wegen Sachbeschädigung; auf die Haus-Haftpflichtversicherung 17 Fälle und zwar 8 wegen Körperverletzung und 9 wegen Sachbeschädigung; auf die Unfallversicherung 513 Fälle, von denen 2 den sofortigen Tod und 8 eine gänzliche oder teilweise Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Von den Mttgliedern der Kapitalver sicherung für den Todesfall sind 60 in diesem Monat gestorben. Neu abgeschlossen wurden im Monat November 6474 Versicherungen. Von den vor dem 1. September 1899 angemeldeten Schäden der Unfall- Versicherung (incl. der Todes- und Invaliditäts-Fälle) sind nur 187 noch in Behandlung.__
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