Ausgabe 
28.10.1899 Zweites Blatt
 
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cn 27. Oktober 1899.

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General White da- n-Kolonnen einzeln dazu Gelegenheit biete. 7 !>ch gebessert, seitdem ihre Truppen vereinigt vertrauen haben.

«er Meldung aus Aap- ' alle Streitkräfte )uren in zwei Kolonne« unkt dm Koumando von 12,000 Mann, die lt von ca. 12,000 Mann r Lorenzo Marquez wird bert neue Verstärk, n der Buren haben bereits 3 gehabt. Die englischen zurückgezogen.

Kimberley scheinen die eige zu gehen. Der Ler- und Pro Mann festgesetzt. )t hat die Admiralität ngderKeferve/la/le daß fit beschlossen hat, Geschwader zu Men, dessen Bchmvmr noch t detz KanaiMmderS tzen, dehufs Bereinigung dewäfzern kommenden acht hren dann gemeinsam nach [n Mail" kommt nochmals Referveflotte zurück stauben, daß dieselbe zur ntsandten TransportschO beabsichtigt. d»jmg» ugenblicklich gefähr- itzen ziehen wollen, :ben.

♦♦ Ein grefier Fehler unserer industriellen Kreise beruht darin, daß vielfach Warenzeichen zur Eintragung angemeldet werden, welche einen ganzen Wust von einzelnen Bild­elementen enthalten, sodaß sich der Gesamteindruck schlecht feststellen und natürlich auch schwer im Gedächtnis festhalten läßt. Der Zweck der Warenzeichen ist, zur Unterscheidung der Waren im Verkehr zu dienen, wobei man in den meisten Fällen auf das Gedächtnis angewiesen ist, sodaß also ein Warenzeichen umsomehr an Wert verliert, je kompliz-erter es ist. Natürlich giebt es Fälle, z.B. im Exportverkehr oder, wenn es sich um Packetpackuugen und bergt handelt, wo komplizierte Bildzeichen nicht zu vermeiden sind, jedoch soll man in der Regel möglichst einfache Zeichen wählen und zwar umso einfacher, je geringer das Auffassungsvermögen der in Betracht kommenden BerkehrSkreise ist. Tee Wortzeichen find gerade deshalb so beliebt, weil sie im Verkehr als Schlagwort für die Ware dienen. Ebenso kann man aber auch von Schlagbildern sprechen, wenn dieselben sich durch ein dem Verkehr geläufiges Wort zweifel­los identifizieren lassen. Trotz der großen Menge der bereits eingetragenen Zeichen stehen jedoch aus dem Haus­halt, der Berufsthäligkeit, der Tier- und Pflanzen­welt, sowie auch aus bereits eingetragenen Zeichen anderer Warenklassen genügend Motive für einfache Bild- zeichen zur Verfügung, sodaß an solchen so leicht kein Mangel entsteht. Das bekannte Patent- und Warenzeichen^ bureau F. A. Hoppen in Berlin, Charlottenstraße 3, hat sich bereit erklärt, den Lesern dieses Blattes bei der Aus­wahl solcher neuen Zeichen zur Seite zu stehen und über einschlägige Angelegenheiten kostenlos Rat zu erteilen. Wir erwähnen jedoch nochmals, daß Wortzeichen stets vorzuziehen sind, insofern nrcht durch die Eigenart des Geschäftsbetriebes, die Ausstattung der Ware oder dergleichen die Wahl von Bildzeichen bedingt wird.

* Patente- und Gebrauchsmuster-Eintragungen von im Großherzogtum Heften lebenden Erfindern. Patent-An­meldungen. Feinfilter, Filter- und Brautechnische Ma­schinenfabrik Akt.-Ges. vorm. L. A. Enzinger, Worms, 1. 2. 99. VentilauSklinksteuerung für Dampfmaschinen mit Excenterantrieb, M. F. Gutermuth, Darmstadt, 18. 8. 98. Verfahren zum Niederschlagen von Metallen auf Aluminium, Eduard Mies, Büdesheim, 15. 12. 98. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen durch Kondensation von An- thrachinon und Anthrachinonderioaten mit Resorcin, Christian Deichler, Nieder-Jngelheim, 5. 8. 97. Pflug mit sich drehendem Streichbrett, Friedrich Keller und Andreas Keil, Lampertheim, 11. 3. 99. Aufzwickmaschine, Mack u. Weber, Offenbach a. M., 15. 7. 98. Patent - Er­le i l u n n g e n. Pflug mit sich drehendem Kegel anstelle des Streichbrettes, G. Braun, Windhausen, vom 4.11.98. ab. Kantensetzmaschine für Schuhsohlen, A. Helm, Erbach, vom 6. 8. 98. ab. Steinspaltma chine, K. Kreuzer. Linden­fels, vom 20. 11. 98 ab. Vorrichtung zur Bestimmung des mittleren Feuchtigkeitsgehalts eines Dampfstromes, M. F. Gutermuth, Darmstadt, Kiesstr. 107, vom 20.1.99 ab. Hufbeschlag aus Ober- und Untereifen mit elastischem Belag, F. Umbreit, Groß - Tabarz i. Thüringen und F. Weber, Offenbach a. Main, vom 11. 10. 98. Wellen kuppelung mit Einrückung durch Schraubenspindel und geteilte Mutter, G. Dirnmler, Worms, vom 18. 5. 98 ab. Gebrauchsmuster - Eintragungen. Fein filter mit Drahtgewebe-Haube zwischen Gasestrumpf und gelochtem Blechzylinder, Filter- und Bautechnische Maschinen­fabrik Akt.-Ges. vorm. L. A. Enzinger, Worms, 1. 2. 99. Regulierkopf für durch Schieber einstellbare veränderliche Druckhöhen mit Ablauf, Ph. Straterneyer, Mainz, 9. 8. 99. Bügel für Geld-, Cigarren-, Cigaretten- und Biieftaschen, welche aus zwei durch einen oder mehrere Zwischenbügel verbundenen und nach innen zu öffnenden Taschenhälften bestehen, Hermann Lehmann, Offenbach a. M., 29. 7. 99. Kombinierte Portetresors, deren Teile durch Schienen wechsel­seitig verbunden sind, D. Heymann, Offenbach a. M., 12. 8. 99. Portemonnaie mit drehbarer Scheibe, zur Aufnahme von Gebrauchsgegenständen, Derselbe. An die Wand zu stellen­der Vorhang- und Gardinen-Träger, bestehend aus zwei Fußsäulen mit darin geführten und in beliebiger Höhe fest­stellbaren, den Vorhangträger mit Zierleiste stützenden Stäben, Wilhelm Heuß, Lengfeld, 5. 6. 99. In der Breite durch Schrauben verstellbarer, aus zwei Teilen bestehender und auf drei vertikalen Spiralfedern ruhender Fahrradsattel, Herrn. Kraft und Franz Senner, Gießen, 17. 8. 99. Vor­richtung zum Ein- und Ausschieben von Ansichten, Aufschriften u. s. w., für Portefeuilleartikel u. dgl., bestehend aus einer Kulisse mit Ausschnitt und seitlichem Einschiebeschlitz, Marcus Jaegy, Offenbach a.M. 8.8.99. Schlößchen für Geldtäschchen, Spiegel, Brieftaschen u. dgl., hergestellt aus offenem federnden Ring, welcher durch Einklappen in eine Oese den Verschluß bewirkt, und versehen mit einer Hebelade zum Oeffnen des Verschlusses, Markus Jaegy, Offenbach a. M., 30. 8. 99. Hufbeschlag mit Filzeinlage, Steinhäuser u. Kopp, Offen­bach a. M., 4. 9. 99. Trommel mit unter dem oberen Trommelfell ausgespannten Saiten, Hugo Conrad, Mainz, 2. 8. 99. Verlängerung der Schutzfrist. Käse- neffer u. s. w., Rudolf Backhaus, Lauterbach, 5. 9. 96., 4. 9. 99. Oscillierende Saug- und Druckpumpe u. s. w, Julius Kahling, Nieder-Jngelheim, 27. 8. 96., 23. 8. 99. Spanndraht für Kothschützer u. f. w., Peter Schlesinger, Offenbach a. M., 3. 9. 96., 1. 9. 99. Kettenkasten n. s. w., Peter Schlesinger, Offenbach a. M., 5. 9. 96., 2. 9. 99.

Kirche und Schule.

Di- Zahl der einfache« Volksschule« im Groftherzogtum lelrug im Frühjahr dss. Jhs. 986, wovon 884 gemeinsame Schulen ->«ren. Außerdem bestanden noch 52 evangelische, 49 katholische und I israelitische Schulen. Nach Schulklaffen geordnet bestanden 503 ein- llÄfige, 24i zweiklassige, 105 dreiklassige 72 vierklassige und 65 mehr- massige Schulen; in 67* Schulen wurde kein Schulgeld, in 310 wurde

ein solches erhoben. An Lehrkräften waren vorhanden 2415 Lehrer und 188 Volksschullehrerinmn. Die Zahl der Schulkinder betrug im ganzen 1 9 68", wovon 79 408 Knaben und 8 272 Mädchen waren. Nach dem Bekenntnis verteilen sich bitfcI6tn auf 107459 evangelische, 49242 katholische, 2167 israelitische und 8'2 anderer Konfessionen An Fortbildungsschulen bestanden im Großherzogtum um die ange- geb-ne Zeit 735 einklassige, ilo zweiklassiqe und 6" mehrklassige. Die Zahl der Schüler betrug im ganzen 6857, wovon 3303 evangelische, 34 2 katholische, 38 israelitische und 104 anderen Brki nntnifsis waren. Die Zahl der Privatunterrichtsanstalten betrug im ganzen 52, woran 118 Lehrer und 130 Lehrerinnen thätig waren. D>e Zahl der Schüler betrug 41"8, nämlich 135 Knaben und 2757 Mädchen.

Gerichtssaat.

Braunschweig, 26. Oktober In dem Spielerprozeß nahm der Gerichtshof an, daß es sich nur um Unterhaltunaslpiele ge­handelt habe und sprach alle Ang. klagten von der Anklage des gewerbs­mäßigen Glücksspie s frei. Nur d--r Angeklagte Simon wurde wegen Buchmacherei zu 1 Monat Gefängws verurteilt.

An die Auren!

Nun zeig', Du tapfres Volk der Buren: Du bist das niederdeutsche Blut, Von dem die Spanier einst erfuhren, Daß es im Kampfe Wunder tbut! Das größte Räubervolk auf Erden, Noch immer ist's nicht ländersatt: Krieg wills, so mags ein Kampf denn werden, Wie David's gegen Goliath!

Der Riese trieb es niederträchtig Sein ekles Spiel der Heuchelei; Nun steht er da, gerüstet mächtig, Der Dir so lange blies Schalmei. Dich sollte Teufelsspiel bethören: Die Gunst der Stunde flog davon So spät läßt Du den Schlachtruf hören: Hie Schwert des Herrn und Gideon!"

O Burenvolk, nun gilt's zu fechten!

Verlassen gehst Du und allein, Verlassen von der Erde Mächten, Mit Gott in Not und Tod hinein. Dein ist das Recht, der Ruhm, die Ehre, Wenn Du das Räubervolk besiegst;

Dein ist das Recht, der Ruhm, die Ehre, Wenn Du ihm heldenhaft erliegst.

Will's Gott, so wird es anders kommen, Als schnöde Gier nach Gold es will! Und zu der Menschheit Heil und Frommen Erneue sich Majuba-Hill!

Der Anfang wär' es von dem Ende, Der schwarze Tag Britannias Steig' auf, an des Jahrhunderts Wende, Du Freiheitstag Südafrikas!

(Münchener Jugend.")

Kitteralur.

Sorben erschien im Verlage von Karl Siegismund, HofbuchhäudUr Seimr stglich-n Hobst des Prinzen F iedrich August, H z. Sachten, Berlin S.-"W, D ssauersteaße 13, die neueste Ausgabe von Siechert'S Armee-Einteilung und Quartier» Liste des deutschen ReichsheereS und der Kaiserl. Marine, 330. AuSgab-, 40. Jahigang. Adg.schloss n 7. Oktober 1899. D«ese feit 4 Iah,en regelmäßig erscheinende Armre Liste enthält eine tabellarische und s hr übe> sichtliche Zusamm nstrllung aller Trippenteile der deuisch.n Armee nach amtlicher Angabe der Chefs (Inhaber), der Kommandeure und Standorte, sowie kurz? Uniform-B schre'bungen und Abbildungen der R-glm'nt8- Namenzüge, ferner die Personalien der Kriegsministerien und höheren Militär-Behörden, die Generalstäbe, Inspektionen. Gouvernements und Kommandanturen, Erziehungs- und Bilbungswesen, Verwaltungsbehörden; ferner die Landwehr- und Territorial-Bezirke; ein Verzeichnis sämtlicher Truppenteile und Waffengattung und Nummerfolge und den alphabetischen Quartierstand. Die Stechertsche Armee-Einteilung, welche gegen die letzte Ausgabe bedeutend erweitert und um einen ganzen Bogen vermehrt wurde, bringt in der neuen Ausgabe folgende neue Angaben: Die Kom­mandeure der Bez -Kommandos; die etatsmäß. Stabsoffiziere,Platzmajors, Adjutanten der Kgl. Prinzen und deutschen Fürsten, ferner Beschreibung der eingetretenen Uniform-Aenderungen, sow e als wichtigste Neuerung: eine Anciennitätsliste der Generalität, der Obersten und Oberstleutnants. Mit diesen Neuerungen ist die Stechert'sche Liste die vollständigste ge­worden und entspricht allen an sie zu stellenden Anforderungen, zumal die Neu-Formationen der Feld Artillerie zuverlässig berücksichtigt sind. Die AbteilungKaiserliche Marine" enthält die Personalien des Neichs- marineamts, die Ober-Kommandos und Injektionen, die Küsten-Bezirke, Verwaltungsbehörden, Schutztruppen für die Kolonien und eine genaue Liste S. M. Kriegsschiffenebst Deplacement, Pferdekrästen und Besatzungsetat. Für den praktischen Gebrauch aller Behörden, Landratsämter, Polizei- und Gemeinde-Verwaltungen, besonders für alle Beamten militärischer Bureaux ist dieses altbewährte Armee-Schema ein unentbehrliches Hülfs- mittel. Hinsichtlich der höheren Chargen bietet dasselbe einen sehr brauchbaren Ersatz der großen, sehr viel teureren Rangliste; es ergänzt dieselbe durch die Sächsischen und Bayerischen Truppenteile, welche die Rangliste nicht enthält. Ganz besonders aber dient es den Mannschaften des aktiven Dienstes wie der Reserve, der Landwehr und den Einjährig- Freiwilligen als praktisches Jnstruktions- und Nachschlagebuch, zumal der Preis von 75 Pfg. ein sehr geringer genannt werden muß.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 29. Oktober. 22. nach Trinitatis.

Gottesdienst.

I« der Stadtkirche.

Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Dr. Grein

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Dr. Grein.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Nächsten Sonntag, den 5. November, als am ReformaiionS- fest, findet im AbendgotteSdienst Beichte und heil. Abendniahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Donnerstag den 2. November, abends 8 Uhr: Vibelstttstde im Konfirmandensaal (Kirchstraße). 1. Brief Pelri, Kav. 1.

Pfarrer Dr. Grein.

Donnerstag den 2. November, abends 6 Ubr, im Schwesternhaus: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde, wozu auch die Neukonfirmierten ein- geladen werden.

Freitag den 3. November, abends 8 Ubr, wird Herr Missionar Bohner aus Kamerun in der Stadtkirche einen Mnsionsoonrag über Kamerun ballen.

In der Johanneskirche.

Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Euler.

Vonnittags 11 Uhr: Kinderkrrche für die LukaSgemeinde. Pfarrer Euler.

Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche.

Montag den 30. Oktober, abendS 8 Uhr: vibelftunbe im Konfirmandensaal der JohanneSkirche. Text: Apostelgeschichte 6. Pfarrer Ealer. '

Dienstag den 31. Oktober, nachmittags 51/e Uhr: Kon- firmandenvereimgung der LukaSgemeinde im Schwesternhaus (Johannesfttaße). Pfarrer Euler.

Am Reforrnalionsfest, Sonntag den 5. November, wird von Herrn Prälat D. Habicht aus Darmstadt die regelmäßige fün'jähr ge Kirchenvifitation für die Lukas- und JohanneS- gemeinde in de- Johanneskirche abgehalten n erden. Herr Prälat wird im Vormittagsgottesdrenst eine Ansprache an die Gemeinde hallen und dann die RelrgionSprüfung der Neukonfirmierten vornehmen

Die Kirchenvisitation für die Matthäus- und Markusgemeinde findet in gleicher Weise am Sonntag, dem 12. November in der Stadtkirche statt.

Am Resormations^est, Sonntag den 5. November, findet Beichte und bell Abrndmabl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Abendgottesdienst statt. Anmeldungen werden zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Am Reforrnalionsfest wird nach allen Gottesdiensten eine Kollekte für die Gustav-Adolf-Stiftung erhoben.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 28. Oktober.

Nachmittags um 4«/» Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Sonntag den 29. Oktober. 23. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe;

vor und in derselben Austeilung der heil. Communion;

, um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe;

um 9>/, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2'/, Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranz­andacht mit Segen.

Montag und Dienstag Abend um 6'/, Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse vom 26. Oktober.

Wechsel auf New-York zu 4.191/2-201/?.

Prämien auf Kredit per ult. Oktober 0.707-, do. per ult. No7. 2.6u1/ , Diskonto Kommandit per ult. Okt. 0.507 , do. per ult. Nov. 2 15 /o, Lombarden per ult Okt. 0.00%, do. per ult. Nov. 0.80 /o, do. per ult Dez. 0 00. Staatsbahn per ult. Dez. 0.00%.

Notierungen: Kreditaktien 231.70-90-20-40, Diskonto- Kommandit 191.40-20,Staatsbahn 139.80. Gotthard 142.10-143, Lom­barden 32 UO-OO.OO, Ungar. Goldrente 97.60, Italiener 93 00, 6proz. Mexikaner., 3proz. Mexikaner 25.90, Gestern Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.1M/2, Privat-Diskont 55/ie /o G

l1 h bis 2% Uhr: Kredit 231.40-230 7u, Diskonto-Kommandit 191.20-190.90. Staatsbahn 139.80-60, Lombarden 32, 3proz Mexikaner 00.00 B., 00 G.

Gestern abend 6% Uhr sollten Kredit 232.40 bez. notiert sein.

Dividenden. Die Maschinenbau-Aktiengesellschaft in Barop wird auf ihre Vorzugs- ebenso wie ihre Stamm-Aktien 6proz., die Offenbach er Maschinen-Fabrik vormals Hartmann wird 7 Proz. und die Berliner Union-Brauerei eine Dividende von 4 Proz. für das abgelaufene Geschäftsjahr in Vorschlag bringen.

Mannheim, 25. Oktober. Obst. In der vergangenen Woche waren Zufuhren aus Baden, Bayern, Hessin, Rheinland, Oesterreich- Ungarn, Italien, Belgien, Holland und Frankreich vorhanden. Die Kauf­lust war eine sehr rege und fand die Ware allenthalben schlanken Absatz. Engros wurden Mk. 5 75 bis Mk. 6.10 bezahlt, im kleinen per Gentner Mk. 5.85 bis Mk. 6 30.

Kraftfuttermiltel. Die Futterartikel verfolgten weiter eine steigende Richtung, insbesondere sind Weizen- und Roggenkleien sehr ge­fragt und die Mühlen darin auf lange Zeit ausverkauft. Die heutigen Niederungen sind für Weizenkleie Mk. 9.50, für Roggenkleie Mk. 10 50 Parität Mannheim Auch für Treber, Malzkeime, Futtergerste und Oel- kuchen ist fortwährend stärkere Nachfrage, die sich beim Eintritt kälterer Witterung steigern dürste.

Dtehrnarkt. Momentan herrscht auf allen bedeutenden Vieh- märkten Süddeutschlands reges Leben und war hauptsächlich der Groß­viehhandel im allgemeinen sehr lebh ft. Prima Ochsen und erstklassige Rinder waren allenthalben sehr gefragt und erzielten gute Preise. Der Zutrieb war überall ein angemessener, aber auch der Absatz ziemlich be­langreich. $auptfädjlidi auch Kälber waren rasch verkauft, mußten jedoch im Preise etwas nachgeben. Die Beschickung der einzelnen Märkte mit Rindern war in der Qualität eine besonders gute, und konnten deshalb im Preise auch etwas anziehen. Auch der Kleinviehhandel zeigte im allgemeinen regeres Leben. Von Oesterreich-Ungarn waren einige größere Ochsen und Kühe angettieben.

Stand der Herbstsaaten. DerReichsanz." meldet: Stand der Herbstsaaten im Deutschen Reich für Oktobermitte: Weizen 2,3, Winteispelz 2,1, Roggen 2,4, junger Klee 2,7, wobei 2 gut, 3 mittelgut und 4 schlecht bedeutet. In der ersten Hälfte der Berichtsperiode an­haltend gefallener R gen verzögerte die Herbstbestellung; seit Oktober­anfang hat die Aussaat unter meist günstigen Verhältnissen begonnen. Trotz der Näffe hat sich in den meisten Teilen des Reichs Mäusiplage eingestellt.

Wetterbericht vorn 26. Oktober 1899.

Im Noidosten des Erdteils ist nocQ de> rückwärtige Rand der nunmehr in das Innere von Rußland abztthenden Depre sion zu erkennen, die gestern die OsthälsteEuropas bedeckte. Im Nordwesten aber ist ein neues, ziemlich tiefes Min'mum erschienen, dessen Zmtrum nördlich von den Sbetland Inseln lügt. Im hohen Norden sowie über dem Kontinent Europas lagern Gebiete ho en Druckes. Die­selben stehen durch eine sattelartigr Verltefung, die sich zwischen deu beiden Depressionen du'chz'eht, mti einander in Verbindung. D e kontinentale Zone hohen Druck-8 hat unserer Gegend Aufklärung, damit ab r auch leichte Nachtfröste gebracht. Für die Hochsta tonen besteht wt.d-rum Temperatur Umkehr.

Voraussichtliche Witterung: Im Norden zunehmende Bewölkung, im Süden zurüchst noch meist heiter.

Eine Frage für die Küche.

Fragt man irgend eine geschickte Köchin, womit sie Suppen, Saucen rc. verdickt, wirb meist die Antwort: ,M1t Brown & Polson's Mdndamin", da es hierfür das beste Mittel ,st. Ferner frage man, ob fie auch schon die neuen Rezepte für die wa> men Mondamin- Gerichte versucht hat. Wenn nicht, kann man diese Rezepte in einem Buche kostenlos und franko von Brown & Polson erhalten. Man braucht nur unter deutlicher Adresse^angabe an Brown & Polson, Berlin C. 2, sofort zu schreiben. Geschickte Köche schätzen datz Ver­dienst und die leichte wie schnelle Anwendung des Mondamins bet warmen Spstlen. In den kalten Wtntertagen sind diese neuen Rezepte der Familie sowohl wie der Köchin gern willkommen. Mondamin Brown 4 Polson ist überall in Paketen A 60, 30 u. 15 Pfg. erhältlich.