Ausgabe 
28.7.1899 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

17. Gedern

4,8

23. Homberg

- 15,0

18. Grünberg

5,1

24. Lißberg

16,1

19. Allendorf

6,7

25. Affenheim

34,3

20. Kirtorf

8,7

26. Wenings

37,1

21. Grebenau

9,1

27. Grüningen

44,5

22. Schlitz

14,9

Nur Gießen, Bad-Nauheim, Friedberg und Großen-Linden nahmen auf je 100 Köpfe mehr zu als das Deutsche Reich (98,9), Hungen, Butzbach, Als­feld, Büdingen, Laubach, Lich, Wölfersheim, Nidda, Schotten, Lauterbach und Staufenberg hatten prozentual ein geringeres Wachstum als das Groß­herzogtum (64,5), Ulrichstein, Gedern, Grünberg, Allendorf, Kirtorf, Grebenau, Schlitz, Hom­berg, Lißberg, Assen heim, Wenings und Grü- ningen zählten 1895 weniger Einwohner als 1820.

Am 1. Dezember 1900 wird die siebente öffentliche Volkszählung im Deutschen Reiche stattfinden. Dabei wird die Mitarbeit des Bürgertums von den Regierungen erwartet, denn ohne diese wäre das weitschichtige und schwierige Werk ein Ding der Unmöglichkeit. Mit den statistischen Erheb­ungen und Berechnungen sollte das Interesse der Leserwelt geweckt werden, denn ohne dasselbe findet sich nicht die richtige Teilnahme für die gewaltige Arbeit. Durch die Parallelen wollten wir die dürren Zahlenzusammenstellungen beleben und in den spröden Stoff Leben und Bewegung hineinbringen. Die nächste Zählung soll in möglichster Vielseitigkeit durchgeführt werden, die richtige Durchführung wird auch ein Maßstab für die Bildung der Nation sein.

Deutsches Keich.

Berlin, 26. Juli. Finanzminister Dr. Miquel hat in Ems am Abend vor seiner Abreise den Oberpräsidenten von Hessen-Nassau, Grafen Zedtlitz, zu sich als Gast geladen. Bei seiner Abreise erklärte Herr v. Miquel, dessen bisherige Kur nur 18 Tage gedauert hat, daß er im nächsten Jahre Ems wieder besuchen wolle.

Berlin, 26. Juli. Heute mittag fand in der Kapelle der russischen Botschaft ein Trauergottesdienst für den verstorbenen Großfürsten-Thronfolger statt. Anwesend waren Vertreter der Diplomatie, darunter Staatssekretär Posadowsky, die Generalität, Abordnungen des Alexander- Regiments und des zweiten Garde-Dragoner-Regiments.

Berlin, 26. Juli. Die Steinmetz-Innung hat in ihrer gestrigen Versammlung beschlossen, die Forderungen der Gesellen, betr. die achtstündige Arbeitszeit und 70 Pfg. Stundenlohn, abzulehnen.

M.P.C. In politischen Kreisen wird es bemerkt, daß das leitende Centrumsblatt, dieGermania" einen ziemlich pessimistischen Artikel über die Lage des Geldmarktes bringt: Die Lage an der Börse, schreibt das genannte Organ, habe sich nach und nach derartig ernst gestaltet, daß einKrach" auch nur bei einem leichten Anstoß mehr als wahrscheinlich sei. Zum Beweise daß sie mit ihrer Ansicht nicht vereinzelt dasteht, beruft sich dieGermania" auf eine Aeußerung der Breslauer Handelkskammer in deren letztem Jahresbericht.

Liebknecht hat seinen bayerischen Genossen im Vorwärts" eine mehr heftige als liebenswürdige Stand­rede gehalten, die diesen schier den Atem benommen hat. Wie aus Bayern geschrieben wird, hat bis jetzt nur das Bruderorgan in München, dieMünchener Post", spärlich die Sprache wiedergewonnen, die Fassung noch nicht. Von Brüderlichkeit ist in der Abkanzelung, die Liebknecht da zu teil wird, nichts zu verspüren.Liebknecht", heißt es da einfach,versteht nichts von bayerischen Verhältnissen oder er faßt sie schief aus. Die Ueberweisheit, die nach voll­zogenen Thaten kommt, einem erstaunten Publiko ihre wunder­baren Lehren vorzutragen, verfehlt, wie immer, auch hier ihren Zweck. Wir ertragen, wie die Verantwortung für die geschaffene Lage, so auch den Tadel des Genossen Liebknecht geruhigen Sinnes. Und wir sind überzeugt, wenn die erste Session des neuen Landtags vorüber ist und er sich in­zwischen die Mühe genommen hat, den Verhältnissen etwas mehr sein Augenmerk zuzuwenden wie bisher, dann wird auch er seine Meinung zu Gunsten der bayerischen Wahl- takik revidieren müssen." Widerlegt ist damit die Kritik Liebknechts in keiner Weise. Es ist nur ein verlegenes Stammeln auf die nicht ganz unberechtigten Vorwürfe, die die norddeutschen Genossen den süddeutschen machen. Leute, die über die Verhältnisse in beiden Lagern gut unterrichtet sind, versichern übrigens, daß der Katzenjammer über das unnatürliche rot-schwarze Bündnis nicht blos bei den bayerischen Ultramontanen, sondern auch bei den Sozial­demokraten jetzt schon mit Macht ausgebrochen ist. Lieb­knechts öffentliche Standrede von den nicht veröffent­lichten Vorwürfen, die von der Berliner Zentralleitung an Herrn v. Vollmar gelangt sind, gar nicht zu reden hat wieder einmal eine gewisse Uneinigkeit im süddeutschen Lager hervorgerufen. Die einen wollenLos von Berlin" und auf eigene Faust Politik treiben. Das ist die Mehrzahl, an deren Spitze Herr v. Vollmar steht, der ja immer schon gerne seine eigenen Wege gegangen ist. Die anderen, meist eingewanderten Genossen neigen nach wie vorunentwegt" nach Berlin, der Hauptstadt des Zukunftsstaates. Es kann da über kurz oder lang noch Ueberraschungen verblüffender Natur geben. Und von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, ist der Ausfall der bayerischen Landtagswahlen keineswegs zu bedauern.

Elbing, 26. Juli. Die Stadt Marienburg steht in Flammen. Die altbekannten Lauben bilden ein Feuer­meer. Das Rathaus ist bereits eingeäschert. Die Danziger und Elbinger Feuerwehr leisten Hilfe. Das Hochmeister­schloß ist bedroht.

Geestemünde,26.Juli. Der französische Kreuzer Ibis" ist heute morgen nach England abgegangen.

Leipzig, 26. Juli. In Löbtau sind seit gestern weitere

30 Typhus-Erkrankungen vorgekommen. Gestern wurde mit dem Bau von Kranken-Baracken begonnen.

M P C. Aus London wird uns geschrieben: In hiesigen diplomatischen Kreisen beginnt man bereits stark mit der Möglichkeit zu rechnen, daß der langjährige deutsche Botschafter am englischen Hofe Graf Hatzfeld binnen nicht zu langer Frist sich ins Privatleben zurückziehen und zum Nachfolger den Fürsten Herbert Bismarck erhalten werde. Als der letztere unlängst einen Ausflug nach England unter­nommen hatte, beeilten sich übereifrige Freunde in Abrede zu stellen, daß diese Reise mit Wünschen des Fürsten in den aktiven Dienst zurückzukehren in Verbindung gebracht werden könne. Man möchte hier glauben, er habe das Terrain diplomatisch sondieren wollen. Eine Bestätigung dieser Auffassung scheint auch in der auf England bezüg­lichen Stelle der Rede zu liegen, die Fürst Herbert Bismarck im Zusammenhang mit der Beratung der Karolinenfrage im Reichstage hielt.

M P.C. Man schreibt uns aus St. Petersburg: Je mehr die Konferenz im Haag sich ihrem Ende nähert, um so mehr beginnt sich bei einem Teil der Diplomatie ein gewisser Katzenjammer einzustellen. Dieser rührt nicht da­her, daß die Erwartungen nicht in Erfüllung gehen sollten, mit denen man den Arbeiten der Konferenz insoweit ent­gegengesehen hätte, als durch sie der menschenfreundliche Plan des Zaren als Ganzes in seiner Totalität eine Förderung finden sollte. Nein ein Teil der Diplomatie ging nach dem Haag mit dem Wunsch und der sicheren Hoffnung, es werde sich dort eine Verschiebung in dem Ver­hältnis der Mächte zu einander erreichen lassen. Ganz besonders wurde nicht nur von englischer sondern auch von anderer Seite dahin gestrebt, Deutschland mehr und mehr in einen Gegensatz zu Rußland zu drängen und mit letzterem zu verknurren. Gerade das Gegenteil ist erreicht worden. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland haben nicht nur keine Verschlechterung erfahren, sondern sind zu Ende der Konferenz womöglich besser als je. In hiesigen politischen Kreisen ist man einigermaßen gespannt, ob Mr. Stead sich auch weiterhin darauf wird berufen können, daß er, der am hartnäckigsten versucht hat, Mißstimmung zwischen Rußland und Deutschland hervorzurufen, der bevorzugte Vertrauensmann des Zaren sei.

Samoa. Ueber verschiedene Vorkommnisse auf Samoa wird derFrkf. Ztg." über Sidney gemeldet: Nachträglich wird noch bekannt, daß Admiral Kautz auf seinem KreuzerPhiladelphia" beim Vorüberfahren bei den englischen Kriegsschiffen die englische und darauf die ameri­kanische Nationalhymne anstimmen ließ, die von den eng­lischen Matrosen mit lauten Hurrahrufen begrüßt wurde. Nach dem internationalen Seezeremoniell hätte die Kapelle des amerikanischen Flaggschiffs beim Vorüberfahren an unseremFalke" auch die deutsche Nationalhymne spielen müssen; da dies unterblieb, trat auch die Besatzung des deutschen Kreuzers, welche bereits angetreten war, um die üblichen drei Hurrahs auszubringen, wieder ab. Aus Apia wird ferner gemeldet, daß die Engländer anfangszur Aufrechterhaltung der Ordnung" durchaus eine Abteilung aus englischen Matrosen und Tanuleuten von 800 Mann unter den Befehlen des Leutnants Gaunt aufgestellt wissen wollten. Das Vorhaben ist jedoch an dem Widerspruch der Kommission gescheitert, worauf man sich dahin geeinigt hat, daß eine Schutztruppe von 100 Mann aus beiden Parteien der Eingeborenen, und zwar je 50 Mann von jeder, gebildet und das Kommando derselben drei den letzten Vorgängen durchaus fernstehenden Offizieren aller drei beteiligten Nationen übertragen werden soll. Ein deutscher und ein englischer Leutnant erhalten je 50 Mann und den Oberbefehl über das ganze wird ein Hauptmann der ameri­kanischen Marineinfanterie führen. Der Vorsteher der Vailelepflanzung, Herr Hufnagel, sowie der ebenfalls bis dahin auf demFalke" einquartierte Herr Marquard sind von der Kommission verhört und, da sich die völlige Halt­losigkeit der gegen sie erhobenen Anschuldigungen heraus- stellte, alsbald freigesprochen worden. Beide Herren werden nun ihre Entschädigungsansprüche geltend machen, auf die sie, wie hinzugefügt werden muß, ein volles Recht haben.

Ausland.

Wien, 26. Juli. Das Gericht hat die Gerichts- Adjunkten Dr. Holaschka und Primatesi wegen ihrer deutsch-nationalen Agitation zur strafweisen Versetzung, so­wie ersteren zum Verlust eines Drittels, letzteren zum Ver­lust eines ganzen Jahresgehaltes verurteilt.

Wien, 26. Juli. Infolge eigener Unvorsichtigkeit wurde in der Zentrale der internationalen Elektrizitäts-Gesellschaft ein Monteur durch einen elektrischen Schlag in der Stärke von 2000 Volt getötet.

Budapest, 25 Juli. In Zsadany fand zwischen Gendarmen und Bauern ein Zusammenstoß statt, bei welchem drei Bauern getötet wurden.

Paris, 26. Juli. Telegramme aus Rennes melden, Dreyfus leide an heftigem Fieber. Er habe zweimal den Besuch des Militärarztes erbeten und erhalten.

Petersburg, 26. Juli. Heute mittag fand in der Peter- Paul-Kathedrale die Beisetzung des Großfürsten- Thronfolgers statt. Anwesend waren der ganze Hof, die diplomatischen Vertreter, die Generalität und die Spitzen der Civilbehörden. Der Zar und die Großfürsten hoben den Sarg auf und trugen ihn unter Vorantritt der Geist­lichkeit zur Gruft.

Kiew, 26. Juli. Bei der Revision der hiesigen Reichs- bankstelle wurden drei gefälschte Checks über 160940 Rubel entdeckt. Der Fälscher ist ein flüchtiger Beamter der Kreis-Rentei in Berditschew.

Amerika. Als voraussichtlicher Nachfolger Algers an der Spitze der amerikanischen Kriegsverwaltung

wurde früher wohl der Oberst Roosevelt genannt. Es scheint jedoch, daß Mc. Kinley in diesem Manne einen ge­fährlichen Nebenbuhler für die nächsten Präsidentschafts- Wahlen erblickte. So erkor er denn Herrn Elihu Roor zum Kriegsminister. Root ist Rechtsanwalt in New-Iork. Seine Befähigung zu dem ihm jetzt zugefallenen Amte schreibt er nicht einmal von dem Bürgerkriege her, sondern von seiner parteipolitischen Thätigkeit, für die er seit langer Zeit in einem Botschafterposten oder sonst einem Amte einen gebührenden Lohn verlangt hatte. Den hat ihm jetzt sein Beschützer, der korumpierte Parteipapst der New Iorker Republikaner, Thomas Platt, zu verschaffen gewußt. Die Ernennung Roots zum Nachfolger Algers wird von der öffentlichen Meinung als skandalös betrachtet, weshalb sich die Demokraten freuen, denen an einer guten Heeresver­waltung weniger gelegen ist, als an einem Fehler des republikanischen Präsidenten.

Lokales und Provinzielles.

x Grünberg, 26. Juli. Unser heutiger Markt, der sog. Jakobimarkt, war der drängenden Feld- und Ernte­arbeiten wegen, aus den umliegenden Ortschaften nicht sehr stark besucht. Auf dem Viehmarkt waren eine große Menge von Schweinen, namentlich jüngeren Ferkeln, von Land­wirten und Händlern aufgetrieben. Da das Angebot die Nachfrage bei weitem übertraf, blieben die Preise hinter denjenigen des vorigen Marktes zurück. Das Paar sechs bis acht Wochen alte Ferkeln kostete durchschnittlich 30 bis 40 Mark; solche von einem Vierteljahr gingen zu 45 bis 52 Mark das Paar ab. In dieser Preislage wurden die meisten Verkäufe abgeschlossen. Ein großer Teil der zum Markt gebrachten Ferkeln konnte überhaupt nicht abgesetzt werden. Mit Rindvieh war der Markt nur schwach befahren; der Handel mit demselben ging bei mäßigen Preisen ziemlich flau. Auch der Krammarkt war mit Verkaufs­ständen nur spärlich besetzt, und schon um die Mittagszeit ging der Markt zu Ende. Der hiesige Schützenverein veranstaltet nächsten Sonntag und Montag sein diesjähriges Haupt-Preisschießen. Aus diesem Anlaß findet an beiden Tagen Konzert des hiesigen Musikvereins statt. Zu dem Feste werden sich voraussichtlich auch viele auswärtige Schützen einfinden.

+ Nidda, 27. Juli. Herr Bürgermeister Erk dahier ist von seinem Amte, nach einjähriger Bekleidung desselben, zurückgetreten. In einem hiesigen Gehöfte ist die Schweinerotlaufseuche ausgebrochen.

F. Von der Bahnlinie Nidda-Friedberg, 26. Juli. Auf unserer Linie macht sich in neuerer Zeit ein Mißstand bemerkbar, dessen Abstellung sehr erwünscht wäre, nämlich: Manche Reisende, besonders junge, machen keinen Unterschied mehr zwischen Raucher- und Nichtraucherabteilungen. Die Herrchen kommen herein und lassen sich mit ihren Cigarren oder Pfeifen, die sie vielleicht erst vor kurzem behandeln lernten, da nieder, wo es ihnen paßt. Wenn dagegen pro­testiert wird, nehmen sie keine Notiz davon, oder lachen dazu und kümmern sich auch nicht sonderlich um die Weisungen des Zugpersonals, das sich sehr anständig benimmt, aber energischer auftreten müßte. Besonders lästig wird die Sache auf den Samstagnachmittag- und Abendzügen, die in der Regel stark besetzt sind. Die verehrliche Direktion würde sich den Dank älterer Frauen und Männer verdienen, wenn sie die Gewogenheit haben wollte, hier Abhilfe zu schaffen.

Friedberg, 22. Juli. Die Restauration unsrer Stadt­kirche ist nunmehr soweit vorgeschritten, daß auf das wiederaufgebaute Chor das Dach aufgesetzt wurde; auch schon einige der kunstvoll gearbeiteten steinernen Kreuz­blumen sind aufgesetzt. Aus diesem Anlaß war das Dach­werk mit Wimpeln, Kränzen und Werksprüchen geschmückt. Gegenwärtig werden die gleichfalls gotisch gehaltenen steinernen Galerien um das Dachwerk aufgesetzt. Die nächste Arbeit wird nun die Herstellung, bezw. Ausbesserung des Dachwerks über dem Schiff der Kirche sein, das zur Er­haltung des ganzen gründlich hergestellt werden muß.

§§ Vom oberen Vogelsberg, 25. Juli. Gestern nach­mittag gingen mehrere schwere Gewitter über unsere Gegend. In Re ich los schlug der Blitz gegen 3 Uhr in die Hofraite des Gastwirt und Kaufmann Caspar Hofmann. Die Hofraite brannte nieder. Es konnte indes das Mobiliar gerettet werden, mehrere Schweine verbrannten. Der Ab­gebrannte war versichert. Kurz darnach schlug der Blitz in dem eine Viertelstunde entfernten Gunzenau in die Scheune des Georg Schwarz, welche nebst Stall auch total nieder­brannte; das Wohnhaus, welches etwa 2 Meter davon entfernt steht, wurde dank der raschen Hilfe gerettet. Auf der Höhe von Reichlos sah man in der Richtung in einzelnen Orten des Kreises Fulda noch drei Feuer, die jedenfalls auch durch Blitzschlag entstanden waren.

+ Eichelsdorf, 26. Juli. In der Beigeordneten-Stich- wahl siegte Christian Würz dahier über den Gegen­kandidaten Heinrich Alt.

P.C. Groß-Umstadt, 26. Juli. Indem wir auf die Annonce derJubiläums-Provinzial-Gewerbeaus- stellungzuGroß-Umstadtim Inseratenteil der heutigen Nummer aufmerksam machen, weisen wir darauf hin, daß während der Dauer der Ausstellung (30. Juli bis 17. Sep­tember) auf allen Bahnstrecken der Eisenbahn-Direktion Mainz, sowie auf der Main-Neckarbahn und den unter ihrer Verwaltung stehenden Bahnstrecken, und auf den Bahnen der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft auf einfache Fahr- karte (1. bis 3. Klasse) freie Rückfahrt gewährt wird, wenn die Rückreise an demselben Tage geschieht, und die Fahrkarte den Stempel des Ausstellungskomitees trägt.

§§ Vom Oberwald, 24. Juli. Der Pächter der Ober­waldsjagd in der Oberförsterei Grebenhain, Herr Ernst Dillmuth aus London, erlegte in der Nähe dersieben Ahorn" zwei Hirsche im Gewicht von je zwei Gentnern.