25.
24.
Londorf, ain! Der R Sä
*f Ausflüge von Frankfurt a. M. aus. GelegM. I der Wanderausstellung zu Frankfurt a. M. hat die DeoM I Landwirtschafts-Gesellschaft wiederum eine Reihe von y,:' I Mgen vorbereitet, um die landwirtschaftlichen und ye I landschaftlichen Besonderheiten des Ausstellungsgaues fr? | Mitgliedern vorzuführen. Dabei werden außer den I wirtschaftsbetrieben verschiedener Größe und Art in lTfr Linie Weinberge und Weinkeller, Obstanlagen, (Stätten ?, I landw.-theoretischen Lehre und Forschung, wie Versus I stationen und Lehr statten, sowie industrielle Großbeiri' zur Herstellung landwirtschaftlicher Hilfsstoffe besucht, r
I zwar in folgender Reihenfolge: Sonntag, den 11 V,j finden zwei Ausflüge statt: 1. Nach Rheinhessen
I Laubenheim, Nierstein und Oppenheim {30—120) (?,, Zahlen in Klammern bedeuten die zulässige Teilnehmers^ I zur Besichtigung einiger Güter, ausgedehnter ®einbcn( I Kellereien und einer Obst- und Weinbauschule, abschlichui I mit einer Weinprobe in Landeskrone bei Oppenheim. D-un I des Ausfluges 825 morgens bis 8»» abends. 2. NachRm- I Rh ein Hessen. (30—50.) Besichtigung zweier ßiitei: I des Mönchshofes von Station Raunheim und öes btti) I seine Gründüngung bekannten Weilerhofs von Statin I Groß-Gerau aus. Dann Wagenfahrt durch das Rird nc-h I Geinsheim und Ueberfahrt nach Nierstein und Oppenhn I zum Anschluß an den Ausflug 1. Dauer des Ausflugs toi I 640 morgens bis 8»3 abends. Am Montag, den 12 Frei I finden wiederum zwei Ausflüge statt: 3. Nach demRhe^ I gau: Geisenheim, Niederwald. (200—500.) DieserM I flug bringt di<Besucher, teils mit der Bahn, teils mit hi I Dampfboot nach Geisenheim zur Besichtigung der großartigen Königlichen Lehranstalt für Obst-, Wein- M Gartenbau, sowie des von Lade'schen Obstparkes; bau I wird von Rüdesheim aus das Nationaldenkmal auf bin Niederwald und das Jagdschloß besucht und der Tag U der Besichtigung der Kellereien von Joh. Bapt. Sturm uti der Schaumweinfabrik von Schultz beschlossen. Dauer dv Ausflugs von 7 Uhr morgens bis 10®° abends. 4. Naj Darmstadt-Kranichstein. (20—50.) Der Aussln; vereint mit dem Besuch der unter der Leitung von Hern Geheimrat Wagner stehenden Versuchsstation DarmM eine Besichtigung des Gutes Kranichstein und der Hofmeiern in Darmstadt. Dauer des Ausflugs: von l60 nachmittag« ' bis 8J/a oder 10y$ abends. Am Dienstag, den 13. Irin finden zwei Ausflüge nach der Wetterau und einer nctj Alzey statt. 5. Der Hauptausflug nach der Wettern» (20—50) bringt die Besucher vormittags nach Friedberg zur Besichtigung der Obstbauschule und der Kreisabdeckere. dann nach den Löw'schen Gütern und der Rosenzüchterri in Steinfurt und endlich zu einem Konzert und Festaberd im Kurpark zu Nauheim. Dauedv des Ausflugs von 8« morgens bis 1018 abends. 6. Ein kulturtechnischa Ausflug in die Wett er au (15—40) soll den Besuche« die Durchführung von Feldbereinigungen (Separationen) i etwa 12 Gemarkungen der Wetterau zeigen und schließt fit abends im Kurpark zu Nauheim an den Hauptausflug 5 er. Dauer des Ausflugs von 848 morgens bis IO18 abends 7. Ausflug Alzey (30—50), bringt zunächst die Besichtiguig der Haushaltungs- und Winterschule in Alzey, danach eirir Besuch des durch überraschende Erfolge einer intensiv« Vorratsdüngung bekannten Schniftenbergerhofes und fern des Schloßgutes Erbesbüdesheim. Dauer des Ausflugs di 640 morgens bis IO14 abends. 8. Der letzte Ausflug (0 bis 500), am Mittwoch, den 14. Juni ist der Besichtigung von Wiesbaden und Umgegend gewidmet und gibt « einem Nebenausflug Gelegenheit, die chemischen Werke n Biebrich kennen zu lernen. In Wiesbaden ist ein Gang durch die Stadt, Besuch des Neroberges, der griechische Kapelle, sowie Konzert, Beleuchtung und Feuerwerk im Kr park vorgesehen. Dauer des Ausflugs von 822 morgeZ bis IO20 bezw. 1213 abends. Außerdem ist die Besichtiguig dreier nahe Frankfurt gelegener Gutsbetriebe an allen Au« stellungstagen sowie in der Versuchsstation in Darmstol an den drei Tagen Sonnabend, Sonntag und Monti innerhalb gewisser Stunden gestattet. Es ist bereits eiie Anzahl Anmeldungen zu mehreren Ausflügen eingelauf^ und es steht zu erwarten, daß die sowohl landwirtschaftl» wie industriell und landwirtschaftlich sehr reichhaltige Ds gegend von Frankfurt a. M. eine starke Beteiligung ** diesen Ausflügen und einen reichen Ertrag derselben an & lehrungen und Anregungen sichern wird.
Bingen, 25. Mai. Heute vormittag hielt der Ausschlk des landwirtschaftlichen Vereins für Rhett' Hessen hier eine Sitzung ab. Bei der Beratung des Voranschlags wurde von Herrn Oekonomierat Dettweiler hcc- vorgehoben, daß bei der Verteilung des Staatszuschuft^ von 150000 Mk. für Unterstützung der Landwirtschafl besonders der Viehzucht, die Provinz Rheinhessen zu kroz gekommen sei, und man beschloß, die Regierung zu ersuch!»- der Provinz Oberhessen 43 pCt., Starkenburg 20 pCt. un« Rheinhessen 27 pCt. des Staatszuschusies zuzuweisen.
Schotten, 25. Mai. Die gestrige Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen-Klubs in Nieder- Gemünden beschloß einstimmig zufolge einer von Herrn Korn- dörfer-Hirzenhain vorgetragenen Anregung des Herrn Geh. Kommerzienrats Buderus-Hirzenhain bezw. auf Antrag des Zweigvereins Lauterbach, auf dem Taufstein einen Bismarckturm zu errichten und beauftragte den Zentralausschuß, der für diesen Zweck durch weitere Mitglieder zu verstärken ist, wegen Aufbringung der nötigen Mittel, der Pläne und Voranschläge einer in Hirzenhain in diesem Jahre stattfindenden Herbstversammlung Vorlage zu machen, sowie alle verfügbaren Mittel der Zentralkasse dem Turmbaufonds zu überweisen. Den „Bismarckturm" dachte man sich als einen massiven steinernen Aussichtsturm, den eine Bismarcksäule krönt.
§§ «ug dem nordwestlichen Vogelsberg, 26. Mai. Obwohl die Mühlen unserer Gegend dem Fortschritt der Zeit Rechnung getragen und das Mühlenwerk verbessert, bestanden früher sogenannte Kunstmühlen hier nicht. Weizenmehl erster Sorte konnte deshalb in unseren Mühlen faum hergestellt werden. Deshalb verkauften die Landwirte lieber den Weizen und schafften sich feines Weizenmehl an. Wie stark die jährliche Nachfrage nach solchem Mehle ist, wissen am besten die Mehlhändler zu beurteilen. Den Müllern entging dadurch ein gewiß lohnender Zweig ihres Gewerbes und auch die Käufer dos Weißmehles, eben doch
I und haben nebenher noch etwas Acker und Garten, so daß I sie in gewisser Beziehung sicherer dastehen, als besser be- I soldete Arbeiter größerer Städte. Außerdem sind im all- I gemeinen die Betriebe des Bezirks mit Aufträgen im Be- I richtsjahre reichlich versorgt gewesen. Der Arbeitgeber hat I infolgedessen seine Arbeiter mehr zu halten gesucht und I ihnen weniger Gelegenheit zur'Klage gegeben. Es steht zu I hoffen, daß der Verkehr mit den Arbeitern, nachdem das I Vorhandensein der diesseitigen Gewerbeinspektion noch mehr bekannt geworden ist, mit der Zeit reger wird. Es ist unbedingt nötig, daß die Arbeiter zum Aufsichtsbeamten Vertrauen haben und in ihm nicht nur den Begünstiger des Unternehmerstandes sehen. Der Instruktion entsprechend, sollen die Gewerbeaufsichtsbeamten, Arbeitgebern und Arbeitern die gleiche Bereitwilligkeit zur Vertretung ihrer be-
I rechtsten Interessen entgegenbringen und dadurch, wie durch die ganze Art ihrer amtlichen Thätigkeit eine Vertrauensstellung zu gewinnen suchen, welche sie zur Erhaltung und Förderung guter Beziehungen zwischen beiden mitzuwirken in den Stand setzt. Betriebe, in welchen die Arbeiter wohlwollend und gut behandelt werden, können sich auf ihre Leute verlassen und besitzen in ihnen langjährige, treue und brauchbare Mitarbeiter. Oft wird nur Unwillen durch Uebergriffe von Unterbeamten ohne Wissen des Fabrikherrn hervorgerufen. Es kann vom diesseitigen Bezirk im allge- | meinen behauptet werden, daß die Arbeiter weniger zu Klagen Veranlassung haben.
Inanspruchnahme durch Behörden.
Der schriftliche Verkehr ist fortwährend im Steigen begriffen, was zum Teil seinen Grund in dem weiteren Aufblühen der Industrie hat, zum anderen Teil darin, daß das Arbeitsfeld der Aufsichtsbeamten immer ausgedehnter wird. Im Jahre 1897 stieg die Schreibarbeit für die beiden I jetzigen Bezirke Rheinhessen und Oberhessen auf zusammen I 650 Ausgänge, an welchen der Bezirk Oberhessen vielleicht I mit dem dritten Teil, also mit zirka 215 beteiligt war. Im I Berichtsjahre ist der schriftliche Verkehr allein bei dem dies- I fettigen Bezirk auf 424 Ausgänge gekommen und sind von I diesen Dienstschreiben als Berichte, Gutachten, Auskünfte I und Anfragen an Behörden allein 335 erstattet worden. I Dazu sei bemerkt, daß eine Schreibhilfe dem Gewerbe- I Inspektor zur Zeit nicht zur Verfügung steht. Nebst dem I schriftlichen Verkehr war der mündliche mit verschiedenen I Behörden gleichzeitig ziemlich rege.
(Fortsetzung folgt.)
Bezirkes macht im ganzen den Eindruck des stetigen Empor- blühens, und war der Geschäftsgang wohl im Ganzen gut zu nennen.
Verkehr mit den Arbeitern.
Bei dem so kurzen Bestand unserer Gewerbeinspektion Gießen läßt sich zur Zeit noch nicht viel über diesen Verkehr berichten. Die Sprechstunden im Bureau sind bisher nur von sehr wenig Arbeitern besucht worden. Dies hat wohl seinen Grund in der Hauptsache darin, daß die Gewerbeinspektion noch nicht lange besteht. Die privaten Verhältnisse der Arbeiter des Bezirkes sind im ganzen nicht ungünstig. Sie wohnen zum großen Teil in den Landorten
.Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 27. Mai 1899.
♦*P.-A. 24. Mittelrheiuisches Turnfest zu Wiesbaden. Am Mai hielt der geschäftsführende Ausschuß für das Mittelrheinische Turnfest im Vereinshaus der „Turngesellschaft" gemeinschaftlich mit den übrigen Aus
schüssen eine Sitzung ab, die ein erfreuliches Bild von einträchtigem Zusammenwirken gab. Die Arbeiten zur Herstellung des Festplatzes sind nahezu vollendet, sodaß in nächster Zeit die Festbauten in Angriff genommen werden können. Der Platz wird elektrisch beleuchtet. Der Vergnügungsausschuß wird, nachdem ihm ein Situationsplan des Festplatzes übergeben worden ist, sich über die Einrichtung des sogenannten Juxplatzes und die Auswahl der einzelnen Buden rc. schlüssig machen. Die Vergebung der Plätze soll im Wege des öffentlichen Ausgebots erfolgen. Der Finanzausschuß hat mit seinem Auftuf zur Zeichnung von Beiträgen zum Garantiesonds und von freiwilligen Beiträgen zu den Festkosten bei der Bürgerschaft ein erfreuliches Entgegenkommen gefunden. Von dem auf 110000 Mk. festgesetzten Garantiefonds, dem Betrage des Voranschlags der Festkosten, ist bereits die Hälfte gezeichnet, ein Beweis, daß sich das Fest lebhafter Sympathieen erfreut.
zu'LE''
Die .nnoe eto. -
jolIF
«E 3
in der SB’ M Ran
2. von nnld in der» GunttM
3. von naär in der 2
^rnnete?'-
* »äT ®
(#ur„
vrr i.
'M’ iu der
iäöne große Wo, L(r ’■ Zuli zu vi
2853] LiebiM 6 oimmer, i M enteil ic, per i q -Ssowfo 3n meinem S»
-SsS
Aus dem Jahresbericht des Grotzh. Hessischen Gewerbe-Inspektors der Gewerbe-Inspektion Gießen sür 1898
(die Provinz Oberhessen umfassend) (Fortsetzung).
Stellung zu den Ortsbehörden.
Gelegentlich der Revisionen wurde möglichste Fühlung mit den Ortspolizeibehörden genommen, dieselben bezüglich der im Orte befindlichen Betriebe befragt, Erklärungen über die bei den Jahreserhebungen aufzunehmenden gewerblichen Anlagen gegeben u. s. w. Die Behörden der Landorte können sich meist immer noch nicht von dem Gedanken losreißen, daß den Gewerbeinspektionen nicht nur eigentliche Fabriken unterstehen. So werden häufig die in § 154, Absatz 2 der Gew.-Ord. aufgezählten Betriebe ganz außer acht gelassen, und erklärt sich einzig und allein aus diesem Grunde die weit größere Zahl der jetzt im Bezirk bekannten Betriebe gegen früher. Allein vom 1. Juli bis Ende Dezember hat der Gewerbeinspektor etwa 150 Betriebe gefunden, welche in früheren Jahren nicht gemeldet waren. In der Hauptsache sind dies Steinbrüche, Steinhauereien und Zimmerplätze, sowie auch einige Holzschneidereien.
Stellung zu den Berufsgenossenschaften.
Die Berufsgenossenschaften haben verschiedentlich !den Gewerbeinspektor von Inspektionsreisen ihrer Beauftragten unterrichtet, so daß derselbe mehrere Revisionen in größeren Betrieben mit diesen Beamten gemeinsam vornehmen konnte. Auch bei Unfalluntersuchungen ist der Berichterstatter mit Vertretern der Berufsgenossenschaften zu gemeinsamem Ideenaustausch mehrfach zusammengetroffen. Auf besonderes Verlangen haben verschiedene Berufsgenossenschaften Einblick in ihre Akten bereitwilligst gestattet und auch Auskunft über das Bestehen von Betrieben gegeben, welche der Gewerbeinspektion bis dahin nicht gemeldet waren.
Stellung zu den Arbeitgebern.
Im allgemeinen nehmen die Arbeitgeber dem Beamten gegenüber eine entgegenkommende Stellung ein. Unter* neunter größerer Betriebe zeigen sich verschiedentlich sogar erfreut darüber, daß ihr Betrieb wieder revidiert wird und sie aus unparteiischem Munde eventuelle Mängel erfahren. Kleineren Unternehmern sieht der Beamte es allerdings vielfach an, daß er ungelegen kommt, so namentlich den Bäckermeistern oder den Besitzern von einfachen Motor- 1 betrieben.
Mit Bedauern muß es immer wieder empfunden wer- den, daß die Unternehmer bei Errichtung von Neuanlaaen, ^^großerungen, Umbauten rc. sich nicht vorher mit dem ! zuständigen Gewerbeinspektor in Verbinduna setzen. Nur | in seltensten Fällen wird hiervon Gebrauch gemacht. Nicht nur sparen die Unternehmer hierdurch viel Zeit, indem sie ihre Eingabe von vornherein im Sinne der Behörde ab- fassen, die notigen Emnchlungen voesehen u. s, w, sondern
G°ld dadurch daß der Aufsichtsbeamte spater nicht noch manche Einrichtung zum Wohle der Arbeiter verlangen muß. Denn Anlagen, welche einer Genehmigung nach den §§ 16 und 24 b. Gew,-Ord, nicht be, dürfen, gelangen als Entwürfe nicht immer zur Begutachtuna an den Gewerbeaufsichtsbeamten. 9
Verschiedentlich mußte wahrgenommen werden, daß Gewerbetreibende noch mehr Arbeiter einstellen würden, wenn solche nur zu bekommen gewesen wären. Die Industrie des
42091 LttMa €tott tmlb&votn ©atltnanlül yn 1 Mn, VI Detmieit
Andr. tzuln
3684] ffiegenS Stock, 4 Zimmer1 I. Juli zu vmn.
4198] Bessere Mädchenstube uri beziehbar. Hehl
01935] 3-ZiM halber ju vermiet
3866] (£m th Wasserleitung at mieten.
J657] BtSme
5 Zimmer mit
1 Juli zu vermi
Mittwoch W mittags 2 ul)t, Barzahlung im PA
1 Kuh, 2 M mMnen, 1 1 Kommode, w tzMor unb 1 Men, am 21.
4211 Mich, - rcn 14. IMil, l> r Uhr, sollen im Eeltersweg 11, ( KeigeN werden:
Sofa, Komm sekretär, Kle sckrank und s wie 2 Wagen Buchen- und
4218 Ritt
«eist die Landwirte, gewannen nichts durch die Unmii' kett, aus selbstgezogenem Weizen erstklassiges Mehl »st ' halten. Der Mangel an Kunstmühlen ward demnach ä ii nach zwei Seiten. Diesem Mangel wird aber nun -! hoffen werden durch Einrichtung solcher Kunstmühle' \ hiesiger Gegend. Die erste derartiger Kunstmühlen zur Zeit in Merlau durch Herrn Heister, den . alten Herrnmühle, gebaut. Mit der neuen Anlage hat t heute begonnen. Die zweite Kunstmühle richtet der Beü der Steinmühle zu Grünberg, Herr Zimmer, ein wie dort werden die neuen Mühlen mit allen techni^ Vollkommenheiten der Feinmüllerei ausgestattet. Als d? Kunstmühle folgt im Laufe dieses Jahres die Mühle Herrn Nahrgang zu Ruppertenrod. Die Anlage fowJ Mühlen in unserer Gegend, die nun den Anforderu^ gerecht zu werden vermögen, die man heute auch aus b» Lande an das Mehl stellt, ist gewiß ein Zeichen des V schritts. w
Beier den glücklichen Einfall hatte, den Volksgesang in Wagners Kaisermarsch von sämtlichen Anwesenden mitsingen zu lassen. Hier wie bei der Nationalhymne erhob sich das ganze Publikum und das Kaiserpaar.
Wiesbaden, 26. Mai. Freiherr von Stumm- Halb er g, welcher zurzeit auf seiner Besitzung Eltviller Aue bei Eltville weilt, erlitt gestern einen Unfall, indem er auf einer Spazierfahrt, als die Pferde seines Wagens scheu zu werden drohten, beim Herausspringen aus dem Wagen stürzte und sich den Oberarm ausrenkte. Aus Wiesbaden wurde der Chirurg Sanitätsrat Dr. Cramer telegraphisch herbeigerufen.
Dresden, 26. Mai. Bereits seit mehreren Wochen sind Gerüchte im Umlauf, nach welchen bei der Kassen-Ver- waltung des Albert-Vereins namhafte Fehlbeträge festgestellt worden sind. Den „Dresdener Neuesten Nachrichten" wird von berufener Seite mitgeteilt, daß sich die Fehlbeträge auf etwa 200,000 Mk. belaufen und auf Veruntreuungen des bisherigen Schatzmeisters zurückzuführen sind. Der Schatzmeister des Albert-Vereins ist der Kom- merzienrat Hopffe. — Wie weiter gemeldet wird, wurde I heute vormittag gegen 11 Uhr der Kommerzienrat Hopffe in seiner in der Lindenstraße 3 belegenen Wohnung verhaftet. Zu gleicher Zeit wurde gerichtlicher Beschlag auf fein ganzes Besitztum gelegt. Um demselben eine Flucht unmöglich zu machen, war seine Wohnung bereits von den frühesten Morgenstunden in unauffälliger Weise polizeilich überwacht worden.____________
Ausland.
Wien, 26. Mai. Der Stand der Ansgleichssrage I ist unverändert. Die ungarischen Minister sind nach Budapest I abgereist und kehren am Sonntag hierher zurück, um die I Verhandlungen fortzusetzen.
Wien, 26. Mai. Infolge des fortdauernden Regen- I Wetters und der niedergegangenen Wolkenbrüche sind die I Donau und die March aus den Ufern getreten I und haben weite Strecken überschwemmt.
Triest, 26. Mai. Infolge der Unvorsichtigkeit eines I Matrosen ist der Dampfer „Gottfried Scheuber" I in Brand geraten. Durch die Geistesgegenwart des I Maschinisten, welcher sich in die Flammen stürzte und den I offenen Hahn des Petroleumbehälters pbsperrte, wurde eine I Explosion verhütet und das Feuer gelöscht.


