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— Berlin. Am 1. Mai beaeht der jetzt hier lebende ReichS- aerichtSprSfidmt e. D. Dr. p. Simfon l"n 70iahrigeS Doktor- jubtläum. Er promovierte in Königsberg i. P. am 1. Mat 1829 im Alter von 18 Jahren.
__ Berlin. D-r Dr. phü. Karl Brunner ist zum Dtrektorial- affistmten bei dm königlichen Museen ernannt wordm.
— Bonn. Der außerordentliche Profeffor an der hiesigen Universität Dr. Richard Schmitt ist in gleicher Eigenschaft in die philosophische Fakultät der UnioerfitSt Berlin versetzt wordm.
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' «in heitere« Erlebnis hatten PrinzundPrinzessin riitrnch während ihres Aufenthaltes in Shangai, wie der M117st.Tgl.Anz." einem Privatbriefe von dort entnimmt, d^L'uesischc-n Höflichkeit zu verdanken, als sie einen Besuch bdii r ^m vornehmen Mandarinen machten. Zu den m LWa bei Vorstellungsvisiten üblichen Höflichkeits-Formalitäten t gfri auch die Frage nach dem Alter des Besuchenden. rtz'fiuW erkundigte sich der Mandarin nach dem Alter des Ä wen Heinrich, worauf dessen Dolmetscher, Herr Voigt eil Lettin, berichtete, daß der Prinz das 36. LebenSiahr Lihmk überschritten habe. Hierzu hatte der Dolmetscher hfrrllTänKn wieder die schmeichelhafte Antwort des Chinesen ninBtwWn; ..Du bist wie 50 Jahre!" Natürlich ist d.tmit gemeint : an Weisheit und allen sonstigen Vorzügen. ?V1!UbaiTJ 1 richtete der Mandarin dieselbe Frage an die sisiiiUsim, und nachdem er die Auskunft „32 Jahre" erbiet» hatte, machte er auch hierzu, und zwar mit einer q^-,l)ifsonders respektvollen Geberde, eine Bemerkung. Doch m kämpfte der Dolmetscher einen Augenblick mit einer g.misim Verlegenheit, als er diese Aeußerung verdeutschen fnitit, > is Prinz Heinrich, der damals schon einige Kenntnis d!aiLhügesischen besaß und den Mandarinen sehr wohl Der« ft Ackr hatte, dem Dolmetscher mit vergnügtem Schmunzeln eTnint mb zurief: „Genieren Sie sich nicht, Herr Voigt!"
* Italienisches Beamleuelend. Der „ . ,
eine« Fall von italienischem Beamtenelend, den ma» fnr unglaublich halten müßte, hätten nicht die nach den Enthüllungen deS radikalen Blattes angestestten Ermittelungen ergeben, daß er buchstäblich wahr ist. Ein armer Teufel | von Briefkastenleerer mit monatlich 45 Lire Gehalt । wurde befördert. Aber seine neue Stelle war in Rom und ein Recht auf Reisegebühr stand ihm nicht zu. Wie die 70 Lire des Fahrkostenpreises für sich und seine Frau ausbringen? Nach unzähligen vergeblichen Schritten wandte er sich schließlich an die Polizei mit der Bitte, ihn und seine Familie mit einem Transport von Vagabunden oder entlasienen Strafgefangenen nach Rom zu befördern ! ! Die Bitte konnte nicht erfüllt werden, aber ein mitleidiger Polizeikommissar gab dem armen Postbeamten einen kostbaren Rat. „Nehmen Sie sich ein Billet bis Pisa nnd melden Sie sich dort auf der Polizei als mittellos. Da Pisa näher bei Rom als bei Mailand liegt, so wird man Sie dann sicherlich vollends nach Rom fpedieren." — Unb meine Frau und mein Kind?" — Die muffen sich hier »n Mailand beim Betteln abfassen lassen und erklären, daß sie in Mailand keine Wohnstätte mehr haben. Dann kann ich sie mit dem nächsten Vagabundentransport nach Rom schicken." Der schöne Plan wurde ausgeführt, und die gesamte Familie des beförderten Postbeamten kam auf diese Weise nach Rom, ohne mehr als die 16 Lire für eine Fahrkarte Mailand-Pisa auszugeben Diese 16 Lire hatten sie sich durch den Verkauf ihres bischen Hausgerätes verschafft.
P.ofiffor Marx follie stch nur dem UnterricktöMinister, mit welche» alles besprochen war, vorstellen. Al» der Piofeffor sich zu diese» Zweck« im Unterrichtsministerium - nsanb, wurde er vom Graf« Bylanbt nicht empfange». Der Gelehrte fühlte fich dadurch sa e;,,nfnN „räblt I o-rletzt, daß er die vakante Lehrkanzel in Leipzig «lSdald annah«. „öCCDio sI Zu den diesbezüglichen Verhandlungen fand sich aber der sächsische
UnterrtchtSmintster persönlich in Wien bet Profeffor Marx ein. Da» ist der Unterschied zwischen Oesterreich unb anderer, Ländern. Bisher haben alle für die Wiener Lehrkanzel in Aussicht genommen« beu (eben Äanbibaten, insbesondere Profeffor CrustuS in Hetdelber» eine Berufung abgelehot. _______________________________________
ISetrül de» Tages eingegangen. — DaS Programm für ©rforäag lautete: vormittags von 9 Uhr ab im Hotel „^.T.itabter Hof" : Borträge und Demonftrattonen.
1 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen. Nach- «iM3 war ein Ausflug in die Bergstraße (nach Au^bach)
Spaziergang durch daS ftutftenlager Sch n- be-.ii.'.ti Thal nach Bensheim. H S‘
Hin bet »etjjBtaSe, 26. «pr>l. Da- Gebirge k «det mählich ie sem grünes Gewand. An allen Stellen IciuM das jungfräuliche Grün der Lärchen und Buchen W;.- Gegenwärtig stehen 3wc^ew' u^f bciiine in reicher Blüte. Die Blüte der Apfelbäume 1-1 fsch infolge der seitherigen rauhen Witterung bis tn de nNai hinein; ebenso steht es mit den Weinreben D m- frucht, sowohl Winter, als Sommer-Frucht, steht selm'ck.ön auf dem Felde. Auch der Futter ansatz auf Adlern und Wiesen ist ein guter zu nennen. Dem mt si-attgehabten Frostwetter, welches vieles fruhblühende Ollst in der Blüte zerstört hat, find eine große Anzahl AibMkmbäume zum Opfer gefallen und in vielen Gärten sichp üchte Stellen zutage getreten. Mit dem Legen der .itlinloffeln ist man gegenwärtig eifrig beschäftigt.
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Jahre!" Mtt heiterem Lachen äußerte Prinz ^etnriü) et8ffwcL
scherzend zu seiner Gemahlin: »Für so alt hatte ich Dich _ Wien. Die Wiener MontagSrevue lchreidt: Pros. Marr, dock nod) nicht achalten'“ Auch die Prinzessin war über I der berühmte Philologe, verläßt seine Lehrkanael an der D^eo» doch nocy mctzl geyatten. ? . £ xu6crft beluftiat Universität, die er erst seit wentaen Jahren bekleidet. Zur Geschichte
die eigenartige Schmeichelei des Chinesen äntzerst 19 dieses schweren Verlustes der W.ener Hochschule wttd un» erzählt, nnd stimmte lebhaft in ine Heiterkeit ihres isemayls e , I Piofeffor Marx eine mäßige Aufbesserung seiner Bezüge vermährend der Mandarin, der natürlich von dem nach unseren I laugu, die ihm auch vom SekuonSchef v. Härtel zugesagt wurde. Begriffen etwas zweifelhaften Sinn seines Kompliments lerne > m mtt welche«
Ahnung hatte, über die freudige Aufnahme seiner Worte ganz stolz war und eine äußerst glückliche Miene zeigte.
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