Ausgabe 
28.4.1899 Zweites Blatt
 
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Lda., 26. April, "sonders lebhaft« und reger Nachfi Paar.

2v. April. Du. lcht veranstaltet c: 1 des Großh. Oray Sttaßenbahii) fe ägelausstellll,v Losung, wozu br. rrn Dr. Garth, r Ausstellung M tauben, SauW k und Sitrüögd, ta: cken stehen, ch K >. ProvinPl.-.^- r k. und weitchi M M Verfügung.r -M.e lpril. Ilu,MG' :d) am Fmlnz W )eSSettM fyi; ttben; btt 8btnb,- d Sonntag stattfiü» eeins, hatte ötn Jekann/machung tat tyitntntn trroätjntn' Sofy&itfrn, Mg Wt, und Hem ' mtglied des Statins. Sonstanz, Liestal r Man ötniyn^tt W ; tinti Frequenz J Ritgiitbttn und - X Mde des Vereint, erste SchchsW«' chnarzt **U und der $* i der Feier M rage M. ' ftäbtn Vereine und «J ins seit K ler-Darmst^- r durch biey,-.

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Die FrühliugSuummer der .Modernen Kunst- (Be^ lag von Rich. Bong, Berlin W. 57, Leipzig, Wim, Stuttgart) ist erschienen; fie übertrifft in Bezug auf Schönheit deS Bilderschmucke« und Reichhaltigkeit del Textes alle vorhergegangrnen Hefte. Be­glückende FrühlingSluft weht auS allen Artikeln und Bildern dies« Prachtnummer der vornehmen Zeitschrift entgegen. Sie bringt eine überraschende Fülle von bildnerischen und tätlichen Beitrügen erst« Autoren, wir nennen nur B. Ptalhein, D. EoommiS, A. Perez, A. Savtnt, O. I. Bierbaum, F. Gtotcmeyer, Frida Schanz, E. Ptepho und I. v. Brandt. Ein ganz besonderes Interesse erweckt da« Heft noch durch die Beigabe der neuesten prächtigen Komposition, einer musikalischen Skizze, von HanS Hermann, dem so schnell zu einer anpesehmm Stellung gelangten jungen Berliner 8Ubetrompo» nisten. DaS Heft wirb an Abonnenten zum Preise von 1 Mark, on Richtabonomtm für 2 Mark abgegebm.

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Berlin. Am 1. Mai beaeht der jetzt hier lebende ReichS- aerichtSprSfidmt e. D. Dr. p. Simfon l"n 70iahrigeS Doktor- jubtläum. Er promovierte in Königsberg i. P. am 1. Mat 1829 im Alter von 18 Jahren.

__ Berlin. D-r Dr. phü. Karl Brunner ist zum Dtrektorial- affistmten bei dm königlichen Museen ernannt wordm.

Bonn. Der außerordentliche Profeffor an der hiesigen Universität Dr. Richard Schmitt ist in gleicher Eigenschaft in die philosophische Fakultät der UnioerfitSt Berlin versetzt wordm.

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' «in heitere« Erlebnis hatten PrinzundPrinzessin riitrnch während ihres Aufenthaltes in Shangai, wie der M117st.Tgl.Anz." einem Privatbriefe von dort entnimmt, d^L'uesischc-n Höflichkeit zu verdanken, als sie einen Besuch bdii r ^m vornehmen Mandarinen machten. Zu den m LWa bei Vorstellungsvisiten üblichen Höflichkeits-Formalitäten t gfri auch die Frage nach dem Alter des Besuchenden. rtz'fiuW erkundigte sich der Mandarin nach dem Alter des Ä wen Heinrich, worauf dessen Dolmetscher, Herr Voigt eil Lettin, berichtete, daß der Prinz das 36. LebenSiahr Lihmk überschritten habe. Hierzu hatte der Dolmetscher hfrrllTänKn wieder die schmeichelhafte Antwort des Chinesen ninBtwWn; ..Du bist wie 50 Jahre!" Natürlich ist d.tmit gemeint : an Weisheit und allen sonstigen Vorzügen. ?V1!UbaiTJ 1 richtete der Mandarin dieselbe Frage an die sisiiiUsim, und nachdem er die Auskunft32 Jahre" er­biet» hatte, machte er auch hierzu, und zwar mit einer q^-,l)ifsonders respektvollen Geberde, eine Bemerkung. Doch m kämpfte der Dolmetscher einen Augenblick mit einer g.misim Verlegenheit, als er diese Aeußerung verdeutschen fnitit, > is Prinz Heinrich, der damals schon einige Kenntnis d!aiLhügesischen besaß und den Mandarinen sehr wohl Der« ft Ackr hatte, dem Dolmetscher mit vergnügtem Schmunzeln eTnint mb zurief:Genieren Sie sich nicht, Herr Voigt!"

* Italienisches Beamleuelend. Der . ,

eine« Fall von italienischem Beamtenelend, den ma» fnr unglaublich halten müßte, hätten nicht die nach den Ent­hüllungen deS radikalen Blattes angestestten Ermittelungen ergeben, daß er buchstäblich wahr ist. Ein armer Teufel | von Briefkastenleerer mit monatlich 45 Lire Gehalt wurde befördert. Aber seine neue Stelle war in Rom und ein Recht auf Reisegebühr stand ihm nicht zu. Wie die 70 Lire des Fahrkostenpreises für sich und seine Frau aus­bringen? Nach unzähligen vergeblichen Schritten wandte er sich schließlich an die Polizei mit der Bitte, ihn und seine Familie mit einem Transport von Vagabunden oder entlasienen Strafgefangenen nach Rom zu befördern ! ! Die Bitte konnte nicht erfüllt werden, aber ein mitleidiger Polizeikommissar gab dem armen Postbeamten einen kost­baren Rat.Nehmen Sie sich ein Billet bis Pisa nnd melden Sie sich dort auf der Polizei als mittellos. Da Pisa näher bei Rom als bei Mailand liegt, so wird man Sie dann sicherlich vollends nach Rom fpedieren." Unb meine Frau und mein Kind?" Die muffen sich hier »n Mailand beim Betteln abfassen lassen und erklären, daß sie in Mailand keine Wohnstätte mehr haben. Dann kann ich sie mit dem nächsten Vagabundentransport nach Rom schicken." Der schöne Plan wurde ausgeführt, und die ge­samte Familie des beförderten Postbeamten kam auf diese Weise nach Rom, ohne mehr als die 16 Lire für eine Fahr­karte Mailand-Pisa auszugeben Diese 16 Lire hatten sie sich durch den Verkauf ihres bischen Hausgerätes verschafft.

P.ofiffor Marx follie stch nur dem UnterricktöMinister, mit welche» alles besprochen war, vorstellen. Al» der Piofeffor sich zu diese» Zweck« im Unterrichtsministerium - nsanb, wurde er vom Graf« Bylanbt nicht empfange». Der Gelehrte fühlte fich dadurch sa e;,,nfnNräblt I o-rletzt, daß er die vakante Lehrkanzel in Leipzig «lSdald annah«. öCCDio sI Zu den diesbezüglichen Verhandlungen fand sich aber der sächsische

UnterrtchtSmintster persönlich in Wien bet Profeffor Marx ein. Da» ist der Unterschied zwischen Oesterreich unb anderer, Ländern. Bis­her haben alle für die Wiener Lehrkanzel in Aussicht genommen« beu (eben Äanbibaten, insbesondere Profeffor CrustuS in Hetdelber» eine Berufung abgelehot. _______________________________________

ISetrül de» Tages eingegangen. DaS Programm für ©rforäag lautete: vormittags von 9 Uhr ab im Hotel ^.T.itabter Hof" : Borträge und Demonftrattonen.

1 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen. Nach- «iM3 war ein Ausflug in die Bergstraße (nach Au^bach)

Spaziergang durch daS ftutftenlager Sch n- be-.ii.'.ti Thal nach Bensheim. H S

Hin bet »etjjBtaSe, 26. «pr>l. Da- Gebirge k «det mählich ie sem grünes Gewand. An allen Stellen IciuM das jungfräuliche Grün der Lärchen und Buchen W;.- Gegenwärtig stehen 3wc^ew' u^f bciiine in reicher Blüte. Die Blüte der Apfelbäume 1-1 fsch infolge der seitherigen rauhen Witterung bis tn de nNai hinein; ebenso steht es mit den Weinreben D m- frucht, sowohl Winter, als Sommer-Frucht, steht selm'ck.ön auf dem Felde. Auch der Futter ansatz auf Adlern und Wiesen ist ein guter zu nennen. Dem mt si-attgehabten Frostwetter, welches vieles fruhblühende Ollst in der Blüte zerstört hat, find eine große Anzahl AibMkmbäume zum Opfer gefallen und in vielen Gärten sichp üchte Stellen zutage getreten. Mit dem Legen der .itlinloffeln ist man gegenwärtig eifrig beschäftigt.

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Nun übersetzte dieser "ortgetreu:Du bch wie , v,t,st»-»ugenklin,t durch eme Neve »prev ^rruior.e>v<n

Jahre!" Mtt heiterem Lachen äußerte Prinz ^etnriü) et8ffwcL

scherzend zu seiner Gemahlin: »Für so alt hatte ich Dich _ Wien. Die Wiener MontagSrevue lchreidt: Pros. Marr, dock nod) nicht achalten' Auch die Prinzessin war über I der berühmte Philologe, verläßt seine Lehrkanael an der D^eo» doch nocy mctzl geyatten. ? . £ xu6crft beluftiat Universität, die er erst seit wentaen Jahren bekleidet. Zur Geschichte

die eigenartige Schmeichelei des Chinesen äntzerst 19 dieses schweren Verlustes der W.ener Hochschule wttd un» erzählt, nnd stimmte lebhaft in ine Heiterkeit ihres isemayls e , I Piofeffor Marx eine mäßige Aufbesserung seiner Bezüge ver­mährend der Mandarin, der natürlich von dem nach unseren I laugu, die ihm auch vom SekuonSchef v. Härtel zugesagt wurde. Begriffen etwas zweifelhaften Sinn seines Kompliments lerne > m mtt welche«

Ahnung hatte, über die freudige Aufnahme seiner Worte ganz stolz war und eine äußerst glückliche Miene zeigte.

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