Aus der Zeit für die Zeit.
schäftigt, aber einerseits fehlen nur zu oft die nötigen Mittel, und anderseits sind auch die zur Unterhaltung und „Ber- schöneruug" eingeschlagenen Wege bei weitem nicht immer die richtigen. Vielfach, und zwar selbst in Architektenkreisen,
Hurrahi !te Offiziere der ^nnschafte« des-
Der
J“ Öen stabt und de- Entliehen, sowie
4eit der Trotz- -■ Januar 1899 -Le-rer an der chen Reallehrei der Real- und rneunen.
ervrdnungs- e des Großen am 31. De. ™ 22. Dezember ichen Hoheit der Zustimmung dei chen zu Klein- - Steinheim ein- emeinbe, die im Bekanntmachung tatiftil für dar >urben: Pfarr. nrassistenten zu ettoalter Gödel i Wvls, Dekanat bach zum Pfarr- gen (unter Bn stellter Pfarrers i Pfarrverwalter andidatSörb.cl yjtnbafy a. M,
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wegen erwarten konnte und in Anbetracht der sorgfältigen Einstudierung wohl für unsere Direktion gewünscht hätte.
** Diplom Erteilung. Das Technikum Str e litz, höhere Anstalt für Maschinenbau und Elektrotechnik erteilte dem Ludwig Fischbach, Gießen, das Diplom als Elektroingenieur mit der Note „gut".
** Fahrrad Beförderung. Die am 1. September v. I. in Preußen in Kraft getretene Verordnung über die Beförderung von Fahrrädern auf der Eisenbahn war als ein Versuch gedacht. Es sind denn auch bereits vom 1. Januar d. I. ab einige Aenderungen daran getroffen. So ist die Beförderung unverpackter einsitziger Zweiräder als Expreßgut wieder zugelassen, es ist gestattet, daß der Radfahrer selbst im Schnellzuge fährt, und sein Rad in einem vorausgehenden oder nachfolgenden Personenzuge befördern läßt. Es schweben weiter noch Ermittelungen, ob die Anzahl der Schnellzüge, auf denen Räder befördert werden dürfen, vermehrt, und ein gleichmäßigeres Verfahren beim Ausschluß der Schnellzüge durchgeführt werden kann. Die Versuche der preußischen Staatsbahnen, einige Gepäckwagen so einzurichten, daß die Fahrräder besser und sicherer verladen werden können, sind nach der „Z. d. V. D. E. V." abgeschlossen. Es soll zunächst eine Anzahl von Gepäckwagen für die Verladung von Fahrrädern eingerichtet und probeweise in einzelne Züge eingestellt werden. Ebenso ist der Bau von Personenwagen sowohl in Preußen als in den Reichslanden in Vorbereitung, in die der Radfahrer sein Rad mitnehmen kann.
•• Wetterbericht. Der Kern des barometrischen Maximums hat seine Lage beibehalten, doch dabei noch weiter an Intensität gewonnen, sodaß in seinem Bereiche der Luftdruck bereits einen Stand von 780 Mm. übersteigt. Das flache Depressivnsgebiet im Süden ist zwar noch vorhanden, doch ist daselbst das Barometer etwas gestiegen, und haben sich daher die Unterschiede im Alpengebiete ausgeglichen. Die Schneefälle, welche gestern in großem Umfange und in ungiebiger Menge gefallen sind, haben dagegen zumeist aufgehört. — Voraussichtliche Witterung: Bei leichtem Frost noch aufklarend. Im Süden wolkiges Wetter.
4- Dauernheim, 26. Januar. Unser im Anfang der 40er Jahre stehende Mitbürger Hrch. Carl wird von seinen Angehörigen 'seit gestern vermißt. Die eingeleiteten Nachforschungen dürften in Bälde ergeben, ob dem Genannten etwa ein Unfall zugestoßen ist. — Unsere Kreisverwaltungs- behörde bringt die Befolgung der Vorschriften über Lagerung von Mineralölen nachdrücklichst in Erinnerung, da bei Aufbewahrung von Petroleum in letzter Zeit vielfach die nötigen Vorsichtsmaßregeln von den betr. Gewerbetreibenden außer acht gelassen worden seien.
ule. Dir Fein jtdt des Kaiserr rnis des Kaiser- rogramm ftaft: L 2. GediÄ - sehr sinnig' : (WüMe m x drei Mr Entlassung x. - Die M torm und dürste >erz sder Jugend in der Ansprache Wiesen, die wir und die W mntert, treu i[ .bösen Buben
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X tilgend vertreten, nur Herrn Merker war eine Auf- I gleiche Liebe und Sorgfalt fänden. §7 rugefaven, für d,e er durchaus nicht paßte. Die ' ' '
oamnrvllen sind von dem Dichter nur kurz skizziert, die 2 ^oßnen erfuhren durch die Damen Würdig, Schloß " lr eine verständige Wiedergabe. — Das Theater
n,(W so gut besucht, wie man es der Feier des Tages
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** Konzertvereiu. Wie schon früher mitgeteilt, wurde in der zu Ende des vorigen Jahres abgehaltenen Generalversammlung des Konzertvereins beschlossen, aus der evangelischen Gemeinde heraus eine nochmalige Eingabe an den Kirchenvorstand um künftige Überlassung der Kirche zu geistlichen Musikaufführungen zu richten. Diese Eingabe ist inzwischen bereits in verschiedenen Kreisen der evangelischen Gemeinde zirkuliert und hat zahlreiche Unterschriften gefunden. Es wäre wünschenswert, wenn alle evangelische Gemeindemitglieder, denen, sei es aus musikalischen, sei es aus kirchlichen Gründen daran liegt, daß auch künftighin bei uns Oratorien aufgeführt werden können, ihre Unterschrift unter jene Eingabe setzten. In der Frees'schen und Ricker'schen Buchhandlung sowie der Challier'schen Musikalienhandlung liegen Exemplare der Eingabe auf, sodaß jedem, der es bis jetzt versäumt hat, die Gelegenheit zum Unterzeichnen geboten ist.
•• Theaterverein. Die nächste Vorstellung findet ausnahmsweise nicht an einem Mittwoch, auch nicht am Donnerstag, wie auf dem Theaterzettel angekündigt war, statt. Sie ist nunmehr auf Freitag den i 0. Februar festgesetzt, nachdem Herr Bauer, der den Bartel Turaser in Langmanns berühmtem Drama spielen wird, für diesen Tag fest zugesagt hat.
•" Oberhesfischer Geschichtsverein. Seit durch die Arbeiten der Limeskommission von Tag zu Tag neues an Inschriften, Kastellen und dergleichen ans Licht gefördert wird, ändert sich das Bild, welches wir uns von dem römischen Germanien gemacht haben, zusehends. Die Aus- zrabuvgen in dem uns zunächst liegenden Teile des römischen Germaniens, der Wetterau, dürfen im großen und ganzen als abgeschlossen gelten. Es kommen hier neben größeren und kleineren Kastellen, darunter die Saalburg, die jetzt durch die Hochherzigkeit Sr. Majestät des Kaisers eine Wiederherstellung erfährt, noch die größeren römischen Niederlassungen zu Friedberg, Heddernheim usw. in Frage. Hier hat in den ersten Jahren unserer Zeitrechnung reges Kulturleben geblüht, dessen einzelne Zweige und Äußerungen durch die neueren Forschungen in ein helleres Licht getreten sind. Der Oberhessische Geschichtsverein hat diesem Forschungsgebiete von jeher ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet, wir erinnern nur an die auf seine Kosten erfolgte Ausgrabung des Kastells Altenburg bei Arnsburg, deren Fundstücke einen hervorragenden Teil seiner Sammlungen bilden. Um die Mitglieder und Freunde des Vereins über die neuesten Ergebnisse auf diesem Gebiete auf dem laufenden zu erhalten, hat der Verein den Vertreter für alte Geschichte an unserer Landesuniversität, Herrn Privatdozent Dr. Kornemann, zu einem Vortrag über das römische Germanien gewonnen, auf den wir die Leser unseres Blattes unter Verweis auf die Anzeige in der heutigen Nummer gebührend aufmerksam machen.
„ „ " Am Mittwoch bem 25 d. Mts abends I Vor 173 Jahren, am 28. Januar 1726, wurde zu Anne,
»m. g Uhr an, hielt Herr Kealgymnahallehrer Koob IM I bürg einer unserer beliebtesten und fruchtbarsten Dichter und Saufnuinmsch-n Veremshause vor einer zahlreichen Zuhörer- Schriftsteller Christian Felix Weiße geboren. Er weihte !$“eirr ®ortra8 "der ,,das Wesen jede Mußestunde der Litleratur und versorgte die Leipziger
der Planeten, besonders des Mars". Herr Koob erläuterte und andere Bühnen mit einer Menge gern gesehener Lust.
u"n‘,cfem «nil vielen Beobachtungen auf und Trauerspiele, in denen er zum Teil Shakesspeare nach,
ft ®*ltf Z°ugms ablegcnden Vortrag durch etwa ahmt. Zuletzt widmet- er sich btt Jugendlitteratur, auf Ä* T « ■? d^°leu'n^lühl'cht s-hr zu welchem Gebiet- -r den aurgebreitetsten und dauerndsten Ruhm
statten kam, in so klarer Weise, daß alle Zuhörer sehr be- erwarb. Weiße starb am 16. Dezember 1804 zu Leip,in fiiebigt waren, und reicher Applaus denselben belohnte. I " -« ■ ° —
P. Stadttheater. Auch unser Theater hat das ©einige Vermischtes.
Setyin, um das Wiegenfest des Kaisers, das heute in Stadt * G. Reustadl (Reg.-Bez. Kassel), 27. Januar. Ein junaer llb 9«feKrt tt)irö, festlich zu begehen, indem es am Mann von hier wollte ein Kalb auf den Wagen heben- do^End '.Die Qnitzows" von Ernst von Wildenbruch bei dieser ziemlich großen Anstrengung geriet er ins Fallen
Schauspiel gehört in die und stemmte sich dabei so auf feine Hand, daß der Daumen Reche der Hohenzollern - Dramen, die der vaterländische nach hinten gedrückt wurde. Er mußte ärztliche Hilfe in
Pit* mit bfnmt "Zonalen Aufschwung unserer großen Anspruch nehmen, doch erklärte der Arzt, daß er den Pro- 7 AeSj!eit mit geschaffen hat. Es schildert die I fessor hinzuziehen müsse, da er eine innere Verletzung davon-
L’rnf c?_iph^la"ben^r.? ln dem Augenblick, da der getragen habe. Am anderen Tage, bevor der Professor ein*
J-JLn schd^incherg als der erste seines zu traf, war der junge Mann feiner Verletzung, einer Blut- wßen Tha en berufenen Geschlechtes den märkischen Sand- Vergiftung, erlegen 9
aus dem Lande zu • KLnstlerpostkarten. Die bekannte Thee- Firma tiiier'batten erbarmMnnfifn^n^Ot ""b Elend Meßmer hat neuerdings wieder einige prächtig ausgestattete ! . I^^ungslosen^Zeit zu lindern. Die sonst Ansichtspostkarten: Abend am Rhein („Niederwalddenkmal")
si als den Holt ,llf,nh1iiY{npn ra^ht«. ....., I «vcnv Ulli Jiijcui (.„ifiieuerroaiuoenunar*)
erhalten bleiben' J Berlin vertreten, beugen sich und „Der Rhein bei Schaffhausen" herausgegeben, welche
L«ufffljrnnfl« ÄcnbeP schlokaesessene«^Ad?l “"Ä ^auft üon Sammlern sehr gesucht werden dürften. Die Karten
«Kalte», l'st siil >, A I i«ffene Adel, in Dietrich von Quitzow sind von einem hervorragenden Künstler entworfen und
^ranftalten wii % J durch Waffengewalt bezwungen werden, werden nicht verkauft, sondern stehen den Käufern von
f Xr dB-- dichterischer Freiheit dies Ritter- Meßrner-Thee gratis zur Verfügung.
»weck pafie* «nieten Brüder Diet^i^'V^K ma^t beiben verschieden * Nachgrabungen in den Trümmern deutscher Burgen. jLjufi Ju Gehör » Unb ^oniab Hanpthelden seiner Das „Centralblatt der Bauverwaltung" veröffentlicht folgende
W ck-nch Kurfürst erst irn Anregung: Umfassende Nachgrabungen in"den Trümmern
tdattLeisMi" Ieift Den älteren SFtolh deus. ex machma’ ^u- eines befestigten Schlosses in dem Dorfe Heschies bei ^flfiumi« ylstpielrolle £ 9 r® e,ncr feiten Tnrbise (Belgien), welches im Jahre 1320 von der Familie
^nln.°Lw htien Dur* «ne ft«««!1/® cä0” Hoftheater m Wies- Berlaunent erbaut war und seit 1571 der Familie des Grafen rr ‘ ' ."nche Erscheinung und em ausgiebiges Egmont gehörte, werden demnächst auf Ersuchen des belgischen
Mta? Ä w bie k-°stv°«°, »Ub°- Kunstmiuist-r- durch bi- Archäologisch-Gesellschaft inÄns
rirrittpra mit Jim dieses vaterlandslosen Steg- I auf Staatskosten angestellt. Die Nachgrabungen sollen den
iö' - ü, sich Unb TT. durch Umfang uub b-u Plau b-s, nach b-u -rhaltcu-n Bau,°il-u
L/ ... ® Ostkne Leistung wiederholt lebhaften und den aus der Erde hervorragenden Trümmern zu ur- »Jy ' Pi„- Bruder Konrad wurde durch Herrn teilen, bedeutenden Schlosses und seiner Sefeftigungen Har= Äaerecknet a^t daroe°K ^I.^^gung und Deklatyation stellen. Man hofft auf wichtige Aufschlüsse Über die mili- d-brirf, r L-LwSaaFi. ’ H^ Diktzsch löste als tärische Baukunst des Mittelalters und auf archäologische tränt aber in »USlf?«6'^e^enb' blc F-gur ver- Funde. Wie viele Burgen haben wir in Deuschland, die »i? esprron q ^uftreten und Sprache noch mehr Wucht, in gleichem Zustand sich befinden und bei denen Nach-
tanben sich mit grabungen und Forschungen am Platze wären! Da wäre
0in?rfirÄMfCn ^tucklikh ab. Herr Walter ist nur mit wohl zu wünschen, daß neben der lebhaften Förderung der «NN? an^n^ m *• lem Jammern nicht natürlich Erforschung und Wiederherstellung bürgerlicher, kirchlicher biki«dim'^b"Py^!P,, Herrenrollen waren im ganzen | und Schloßbauten jetzt auch die Burgbauten in Deutschland en pr re 0» ” 7' ‘ . Zwar sind schon an
vielen Orten Private und Vereine mit solchen Arbeiten be-
ist die Meinung verbreitet, daß Burgreste künstlerische Ausbeute überhaupt nicht oder nur in geringem Maße böten. Brächte diese falsche Ansicht dadurch beseitigt werden, daß gerade die Fachgenoffen sich durch den Anschein mehr davon überzeugen, daß außer den bekannten Bauten von Gelnhausen, Münzenberg, Wimpfen, Wartburg usw. noch eine große Zahl schöner und bedeutender Burganlagen, wenn auch nur in Trümmern, in deutschen Landen erhalten ist. Wendet erst ein großer Kreis der deutschen Architekten ihnen ähnliche Aufmerksamkeit zu, wie die Belgier jener Burg in Heschies, bann wird gewiß auch bei uns auf Hilfe der Staatsregierungen zu eingehenden Vermessungen, Aufnahmen und Grabungen zu rechnen sein.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag den 29. Januar. Septuagesimae.
Gottesdienst.
In der Stadttirche.
Vormittags 9*/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer vr. Grein.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Beichte und heil Abendmahl für die Matthüusgemeinde. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.
In der JohanneSkirche.
Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: KmdergotteSdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Montag den 30. Januar, abends 8 Uhr: Bidelstunve im Konfirmandensaal der JohanneSkirche. Colofferbrief Kap. 3, von Vers 12 an. Christliche Liebe untereinander, Festhalten am Worte Christi. Pfarrer Dr. Naumann.
Im Konfirmandensaal, Neustadt 61t
Donnerstag den 2. Februar, abends 8 Uhr: Bivelstnnde. Pfarrer Dr. Grein.
Nächsten Sonntag den 5. Februar findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Abendgottes« dienst statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Dienstag den 31. Januar muß die Konfirmandenvereinigung der Markusgemeinde ausfallen. Nächste Zusammenkunft Donnerstag den 9. Februar, abends 6 Uhr, im Schwesternhaus. Dr. Grein.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 28. Januar.
Nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 29. Januar. Septuagefima.
Vormittags von 6Vi Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;
vor und in derselben Austeilung der heil. Communion;
„ um 8 Uhr: die zweite heil Meffe;
, um 9Vi Uhr: Hochamt mit Predigt;
Nachmittags um 6Ve Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen.
Donnerstag den 2. Februar findet vor der heil. Mesie um 7*/i Uhr die Wachsweihe statt.
Freitag den 3. Februar wird um 7 /,, 8 und 11 Uhr vormittags und 5 Uhr nachmittags der St. Blasiussegen erteilt.
SchiffsnGchpichte«.
Der Postdampfer „Southwark" der „Sieb St« ßin<* in Antwerpen ist laut Telegramm am 25. Januar wohlbehalten in New- Bork angekomme».
Neueste Meldungen.
Depeschtn des Bureau „Herold".
Berlin, 27. Januar. Beim Kaiserpaar fand im königlichen Schlöffe gestern abend Familientafel statt.
Berlin, 27. Januar. In den höheren militärischen Kommandostellen der Armee werden heute am Geburtstage des Kaisers eine große Anzahl Veränderungen erfolgen. Meistens dürfte es sich um Beförderungen handeln.
Berlin, 27. Januar. König Albert von Sachsen empfing gestern den Staatssekretär v. Bülow in längerer Audienz. d
Berlin, 27. Januar. Wie der „Vorwärts" aus Magdeburg meldet, erschienen am letzten Sonntag und Mittwoch in dem Versammlungslokal der Anarchisten eine große Anzahl von Polizeibeamten unter Führung von Kommissaren, warteten das Ende der Versammlungen ab, und notierten alsdann die Personalien aller zu den Versammlungen erschienenen Personen.
Wien, 27. Januar. Die Protest-Versammlung der Deutsch-Nationalen gegen die Tschechen nahm einen ungestörten Verlauf, da ein starkes Polizei-Aufgebot das Eindringen von fremden Elementen unmöglich machte.
Budapest, 27. Januar. In einer Ortschaft in der Nähe von Sonbor meldeten 1200 Personen ihren Austritt ans der römisch-katholischen Kirche an.
Budapest, 27. Januar. Das Sozialistenblatt „Peuple" erläßt wiederum einen Aufruf an das Volk, worin es die ganze Arbeiterschaft auffordert, sich wie ein Mann zu erheben, um ihren Willen durchzusetzen. Männer, Frauen und Kinder werden aufgefordert, zum gemeinsamen Wohle der Sozialdemokraten zu arbeiten, indem die Männer sich zu Arbeiter-Syndikaten gruppieren, die Frauen Mitglieder der Körperschaften und Gesellschaften werden.
Paris, 27. Januar. Viel bemerkt wird ein Artikel des Admirals Reveilline über die deutsch-französischen Beziehungen. Der Admiral ist Anhänger des jetzigen status quo betreffend Elsaß-Lothringen mit" dem Vorbehalt, daß die Reichslande neutral bleiben, d. h., daß sie keinen militärischen Zweck zu erfüllen haben. Deutschland würde in Elsaß-Lothringen die Festungen besetzt halten. Die große Mehrheit der vernünftigen Personen wäre bereit, sich mit einer solchen Kombination abzufinden und so das deutsch- ftanzösische Bündniß zu ermöglichen.


