Ausgabe 
28.1.1899 Erstes Blatt
 
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<- ES ist wohl das letztemal, daß ich die Ehre haben werde, mit JQnen, hochverehrte Festgenossen, den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers in diesen schönen Räumen zu begehen.

arn, ^" unterdrückter Freude, gleichsam einem nassen, einem heiteren deutsche Volc diesseitS und jenseits der Meere, im Rückblick auf das oerfloffene Ledensjahr Er. M-jestät, den Aller- hÄnSUrt6ta^ J?a8 ^uge ist auf die allen Deutschen heilige Stätte im Sachsenwalde gerichtet, wo Fürst Otto von Bis- «err drei Paladine weiland Sr. Majestät Kaiser

?b"delms I.,ur ewigen Ruhe eingegangen. Das deutsche Volk, an

der Kaiser, hat in ehrenden Kundgebungen i aller Art seinem gerechten Gefühl des Schmerzes und der Trauer 1 um den treuen deutschen Diener Kaiser Wilhelm« I. Ausdruck ae= geben selbst die meisten politischen Gegner deS eisernen Kanzlers beugten sich vor der Allmacht deS Todes und erkannten rückhaltlos die unsterblichen Verdienste dieses hervorragenden GetsteS an.

rutschenHochschulen traten zusammen, und ihrem ein­mütigen Beschluß ist es zu danken, wenn die auS den in kurzer Zeit zu errichtenden Bisinarckfäulen berauslodernden Feuer aller Welt verkünden werden, wie Alldeutschland seinen größten Sohn ehrt, wie es seinen Geburtstag zu feiern gedenkt.

Aber all diese Zeichen der Verehrung für den Entschlafenen ^.vergänglich, nur das eine bleibt unvergänglich - die Geschichte, bie Geschichte des deutschen Volkes und mit ihr der in dieselbe mit ehernem Griffel verzeichnete Name .Fürst Bismarck", der Schöpfer und Begründer deS deutschen Reiches, der Einiger aller deutschen Stämme.

81 ud) auf ihn, den Gewaltigen im Kampf, paffen so recht die Worte Tveodor Körners, welche ich mir bereits einmal erlaubte an anderer Stelle anzuführen:

Die Stimme des Jahrhunderts wird verhallen Und das Geschlecht versinken, was Dich kennt. Die Enkel werden zu der Stätte wallen Wo dankbar Dich dann jede Lippe nennt. Wer so wie Du für deutsche Art gestritten, Der baut sich selbst ein ewig Monument Im treuen Herzen seiner Landesbrüder.

Und dies Gebäude reißt kein Sturmwind nieder.

So ruhe nun aus, Du der Deutschen Deutschester, von Deinem an Kampf und Siegen Überaus reichen, mühevollen, durch Gott sichtlich gesegneten L-ben. Ob Deine entseelte Hülle noch im ein­samen Sterbezimmer im Sachsenwalde ruht, ob dieselbe demnächst im Mausoleum daselbst zur letzten Ruhe beigesetzt wird, Dein Name m !JrOrl ln aIIm deutschen Herzen als heiligstes Vermächtnis, von Geschlecht zu Geschlecht forterbend es kann die Spur von Deinen Erdetagen nicht in Aeonen untergehn.

Und nun, meine Herren, welch' farbenreiches herrliches Bild stellt dem anderen dem heileren Auge sich dar. Da sehen wir, um- f geben von einem glänzenden Gefolge, von Prälaten, Kirchcnfürsten, rl^^orragenden Geistlichen und Theologen, inmitten der mubarnedani- I [eben Bevölkerung, Se Majestät den Kaiser an der Seite Nllerhöchst- dessen erlauchter Gemahlin Einzug halten in die heilige Stätte, wo I unter Heiland gelebt, gewirkt und gelitten. Wir sehen Se. Majestät in Demut bie Kniee beugen am Altar in der Erlöserkirche zu Jeru« | jalem, und vor Gott dem Allmächtigen und vor Aller Welt laut I siinen protestantischen Glauben bekennen.

1 n, ?urd) Gottes Gnade sichtlich bewahrt und behütet sind Se. Ma- I ÄaifeT und Ihre Majestät die Kaiserin wohlbehalten von I d"'rr Wallfahrt zum heiligen Grabe in unser deutsches Vaterland | zurückgekehrt, wie manch' bange Stunde hatte bis dahin unsere I Herzen bewegt.

Welch' große politische Erfolge die Reise Sr. Majestät nach I Li?rJ?en ?ird, ist zur Zeit noch nicht zu Übersehen, aber das eine I nebt schon heut fest der deutsche Name ist in all den Gegenden, I in denen Se. Majestät geweilt, noch nie so hoch und angegeben ge- 1 meten mie jetzt und mit Stolz fühlen sich die deutschen Brüder als 1 Rutsche, da sie deS mächtigen Schutzes Sr. Majestät gewiß find. I

| Welch' neue Absatzgebiete dem deutschen Handel, der Industrie I infolge der Fahrt Sr. Majestät noch gefchrffen werden, sie zeugen I £Ui °?n ber nle rastenden Sorge Sr. Muj^stät für die friedliche I Entwickelung unseres schönen, treuen, durch Ströme Öiutefl geeinigten deutschen Vaterlandes.

vollster Gesundheit begeht Se. Majestät der Kaiser Aller- hüchstseinen Geburtstag, bie trüben Schalten beim Beginn dieses

I Wahres find durch Gottes Gnade geschwunden und in gewohnter i'che und Kratt, in angestammter, seit Jahrhunderten v rerb'.er ^ohenzollern-Pflichttreue waltet der hohe Herr seines schweren, ver­antwortlichen AmteS.

, _ So schütze Gott der Allmächtige auch im neuen L.'benSjahre Se Majestät den Kaiser und erhalle ihn in vollster Gesundheit und nicht versagender Kraft.

Nicht Ross', nicht Reisige, sichern die steile Höh', wo Fürsten steh n. Die Liebe, Treue, Hingebung deS deutschen Volkes zu seinem Kaiser, das sind die Grundpfeiler und Stützen deS ThroneS, so ge­stutzt steht er wie ein rocher de bronce in den Brandungen deS Mee' es. Diese Treue, L ebe, Hingebung gegen das erlauchte Oder- Haupt deS deutschen Reiches zu pflegen und jeder von uns in seinem Wirkungskreise zu fördern, daS sei heut unser Gelöbnis die Parole:

Mit Gott für Kaiser und Reich.

Sr. Majestät der Kaiser Hurrah! Hurrah! Hurrah!

Ein Festmahl im Kasino vereinigte die Offiziere des Regiments; für die Unteroffiziere und Mannschaften des­selben waren Festtafeln in den Kasernen hergerichtet. Der Abend wird die Angehörigen des Regiments zu den üblichen Festlichkeiten in den größeren Lokalen der Stadt und deren nächsten Umgebung vereinigen. Die öffentlichen, sowie viele Privatgebäude waren beflaggt.

I "* Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- I Herzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Januar 1899 I «E" Reallehrer a. D. Fritz Noack zum Lehrer an der Realschule zu Gernsheim, den provisorischen Reallehrer n Hermann Büttner zum Lehrer an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umstadt zu erneunen.

* Kirchliche Dienstnachrichten. Das Verordnungs­blatt für die evangelische Kirche des Groß­herzogtums Hessen Nr. 16, ausgegeben am 31. 3)e* äember 1898, enthält: 1. Bekanntmachung vom 22. Dezember 1898: Mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, und vorbehältlich der Zustimmung der Landessynode, bilden fortan die Evangelischen zu Klein- Steinheim, welche seither nach Groß-Steinheim ein- gepfarrt waren, eine selbständige Kirchengemeinde, die im Ftltalverhältnis zu Groß-Steinheim steht. 2. Bekanntmachung vom 22 Dezember 1898, die kirchliche Statistik für das va9r 1897 betreffend. Ernannt wurden: Pfarr­verwalter Breunlin zu Wolf zum Psarrassistenten zu Lampertheim, Dekanat Zwingenberg; Pfarrverwalter Göbel

Ober-Mockstadt zum Pfarrverwalter in Wolf, Dekanat Budmgeu; Pfarrer Naumann zu Heidelbach zum Pfarr­verwalter in Gelnhaar, Dekanat Büdingen (unter Bei­behaltung seiner Rechte als definitiv angestellter Pfarrer); Pfarrverwalter Schuldt zu Gelnhaar zum Pfarrverwalter in Heidelbach, Dekanat Alsfeld; Pfarramtskandidat Körbel zu Ege sbach zum Pfarrassistenten in Offenbach a. M., Dekanat Offenbach; Pfarramtskandidat Hotz zu Laubach zum Pfarrverwalter in Heppenheim a. d. W., Dekanat Worms.

material-, bester Ausbildung und höchstem Kostenaufwand ist es eine physische Unmöglichkeit, vor Ablauf einer gewissen Zeitdauer brauchbare Soldaten zu erziehen. Und, da moderne Kriege nur von kurzer Dauer sind, spricht leider jede Erwägung zu ungunsten des Ntch'berufsfoldaten. Es kann nicht dem leisesten Zweifel unterliegen, daß, wenn die amerikanischen Truppenteile, welche zur Exp-ditton nach Portoriko komman- diert waren, aus Freiwilligen bestanden hätten, das unver. weibliche Resultat eine Katastrophe gewesen sein würde.

«merkenswert ist die Berechnung eine» nordamerikanifchen Major« Beck in derJllinois-Staatszeitung". Dort werden bisherigen Budget«Ausgaben die Kosten der auf 100000 Mann Friedensstärke gebrachten nordamerikanischen Armee auf 600 Millionen Mark berechnet. Dies würde mit dem Pensionsfond» von 480 Millionen die nette Totalsumme vou 1800 Millionen Mark jährlichen Kriegsbudgets ergeben.

Ausland.

Wien, 26. Januar. Nachdem die Tschechen sich jeder Verständigungsaktion mit den Deutschen e n e r g'i s ch w i d e r-' xlr ^ben, dürfte das Abgeordnetenhaus bereits in der nächsten Woche geschlossen werden. Es wird alsdann die Aera des § 14 auf längere Zeit beginnen.

Meran, 26. Januar. Der Erbprinz Albrecht von Sachsen-Koburg-Gotha, der erkrankt ist, trifft heute hier ein und begiebt sich in das Sanatorium des Dr. Kaan.

Budapest, 26. Januar. Koloman Szell hat, nachdem er heute Vormittag mit Banffy konferierte, die Verhand­lungen mit den Vertrauensmännern der Opposition auf - j «Cri°m m C n' Wie verlautet, ist die National- und die Volks-Partei gesonnen, auf alle Bedingungen einzugehen. Nur die Unabhängigkeitspartei beharrt auf ihrem Stand-

baß erst Banffy gehen muß, bevor der Regierung sie Indemnität zugestanden werden kann.

Rom, 26. Januar. DerDon Chisciotte" widerspricht der Erklärung des Ministers von der Recke, wonach das I Domben-Attentat gegen Kaiser Wilhelm eine sehr ernfte Sache gewesen sei. Das Blatt behauptet, das Attentat habe niemals existiert. Die Bomben seien von einem I Polizei-Spitzel m das Cass des Mitangeklagten Parrini qe- I schleppt und dortselbst von der Polizei beschlagnahmt worden. I «ußer dem Parrini sei aber auch der Spitzel verhaftet I worden. Die Voruntersuchung habe ergeben, daß Parrini und seine Genossen Anarchisten waren, daß sie aber niemals I »omben angefertigt ober ein Attentat auf den deutschen Kaiser geplant haben. Von all diesen Dingen sei der I italienische Minister des Auswärtigen informiert worden. I

$arJ8' 20- Januar. Im heutigen Ministerrat wurde I errlart, daß die morgen im Prozeß Henry-Reinach als Zeugen erscheinenden Offiziere nicht von ihrem Dienst- I gehelmnis entbunden werden, weil es sich um einen Privatprozeß handelt.

* Kunstvereiu. In der Gemälde-Ausstellung aUVm-.?Janb diese Woche wieder ein Wechsel der Gemälde stattgefunden. Gleichzeitig sei noch darauf hingewiesen, daß ein Teil derselben nur kurze 3«it in der Ausstellung verbleiben und dann an deren Stelle ""der neue Bilder zur Ausstellung gelangen.

wert. Präsident Mac Kinley glaubt noch immer, daß er mit den Filipinos zu einem Abkommen gelangen kann Es verlautet jedoch aus Manila, daß der Mut der Filipinos durch kräftige Hilfe aus Japan und durch die vorteilhaften Stellungen ihrer Truppen sehr gehoben werde.

Males und Provinzielles.

Gießen, den 27. Januar 1899.

** Die Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers wurde, wie üblich, gestern abend durch einen vom Musikkorps und sämtlichen Spielleuten des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm ausgeführten Zapfenstreich ein­geleitet. Heute früh folgte die Tagreveille. Um i/e10 Uhr I fand in der evangelischen Stadtkirche und in der katho­lischen Kirche Militäroottesdienst statt, dem um lli/9 Uhr auf dem Hofe der neuen Kaserne die Parade folgte. Vor I Abnahme derselben hielt der Kommandeur des Regiments Herr Oberst v. Madai, folgende Ansprache:

I » ic Äaswaben. Mit Stolz und innerster Befriedigung blickt das auf bie Erfolge des letzten Jahres zurück. Hat uns

I @r- SRaieflat bes Kaisers, unseres AllergÄbigsten

I Ktx 8'^deffen Geburtstag wir heute jubelnb mit allen beutidjen I Stämmen beg hen, so viele Ehrungm unb Auszeichnungen zu Teil werben lassen wie solche bas Regiment bis jetzt n7ch nicht erhalten | Unseren Dank für diese Allerhöchsten Gnabeobeweise konnten I keierttcherm Ausdruck geben, a:8 baß wir Sr. Majestät ,

I ?Aten, durch treueste Pflichterfüllung, burch vorzügliche Mannes I JJjJf ?nd Pflege aller Solbatentngenden uns ber Allerhöchsten Gnade Ä, nÖtt? 0/4u aae<l,en- Das hat bas Reaiment im vollsten MK Sethant Jein Gelöbnis treu gehalten und ich, Euer Kom-

I aiandeur unb ältester Kamerad, spreche Euch dafür meinen Dank I QUa k anam a^cr 4}t ist es aber dafür zu sorgen, daß wir .E^Äbchste Wohlwollen dauernd erhalten. Heut am Ge- manh/ihn^n <aöen ,roir aber neben dem Gelöbnis der un-

0C3<n Wlfnen Allerhöchsten Chef noch eine Bitte

I %te an unseren lieben Herrgott da droben, der die I

und Völker lenkt nach seinem unerforschlichen

Ratschluß. Wir bitten Gott, baß er unfern Allergnädigsten Kaiser I ihUn4h!hn^CfCm 3^re in seinen väterlichen Schutz nehmen mög7 unb 6k8 b<r aama*"9e ,n '°

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und unseres schönen treuen deutschen Vaterlandes

Sr. Majestät Hurrah! Hurrah! Hurrah!

Im Anschluß daran wurden folgende Beför- I derungen im Regiment Kaiser Wilhelm bekannt gegeben- Major Petzel zum Oberstleutnant, Fähnrich Cullmann zum Leutnant.

Nach Abschreiten der Front fand einmaliger Vorbei- statt. Bei dem üblichen Festmahle im Saale des Gesellschaftsvereins, bei welchem die Universität, die Staats- und Stadtbehörden, das Militär und die Bürger- I schäft zahlreich vertreten waren, hielt Herr Oberst v. Madai eine Ansprache, deren ungefähren Wortlaut wir hier mit- I teilen:

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, Paris, 26. Januar. Die Polizei hat umfassende Sicherheits-Maßregeln zum Schutze der morgen in em Prozeß Henry-Reinach geladenen Zeugen getroffen.

Petersburg, 26. Januar. Die Nachrichten von ver­stärkten Rüstungen in Südrußland und von der Bereit- yaltung einer großen Schwarzen Meerflotte werden offiziös kategorisch dementiert.

Paris, 26. Januar. Aus Esterhazy ist anscheinend nicht viel herauszuholen. Er will nur in Anwesenheit seines Verteidigers über das Bordereau aussagen, nicht mehr vor der Kriminalkammer erscheinen und wahrscheinlich morgen « übrigens befindet sich das zuwelthistorischer

Berühmtheit" gelangte Bordereau jetzt in einem höchst jämmer- lidjen Zustande. Es ist seit seiner Ankunft im Kriegsmini­sterium durch so viele Hände gegangen, daß es ganz zersetzt ist und in Stücke zu fallen droht. Man ist darüber natür- ttch in größter Besorgnis, da das Schriftstück für das Revisions-Verfahren von allerhöchster Wichtigkeit ist. Es ist bereits vorgeschlagen worden, es in zwei Glasstreifen tinzuspannen, um es vor völliger Vernichtung zu schützen. Daß es in einfacher Briefgröße auf einer Art Seidenpapier (pelure) geschrieben ist, das tariert ist, wurde schon mitgeteilt. Es i)t zuerst in der Mitte von oben nach unten und dann zweimal von rechts nach links durchgerissen worden, so daß es aus sechs zusammengeklebten Fetzen besteht.

Loudon, 26. Januar. Eine gemeindliche Zerstücke­lung der Riesenstadt London wird geplant. Nach einem Gesetzentwurf, den die Negierung dem Parlamente Sex London in dreißig Städte mit durch-

fchnittlich zweihunderttausend Einwohner zerlegt werden, i Äfxrcr derzeitigen Bezirksobmannes und der Bezirks- usfchuffe erhält jede der neuen Städte einen eigenen Bürqer- meifter und Gemeinderat. Die City mit ihrem Lordmayor wird von der Neueinteilung nicht berührt; auch bleibt der VZirlungskreis der neuen Stadtverwaltungen beinahe der gleiche wie der der früheren Bezirksverwaltungen. Gemein- jame Angelegenheiten dieser Städtemasse, wie z. B. die Feuerwehr, ordnet unverändert der Londoner Grafschaftsrat, unmiHp^bad dolizeiwesen außerhalb der City dem Ministerium untergeordnet bleibt. Der hauptsächlichste Grund Leerung ist der Wunsch, zur Stadtverwaltung Groß- ^rüorragenbe Bürger heranzuziehen, welche die Wurde eines Bürgermeisters anlocken soll.

i schicksalsschwere Frage in der Geschichte

V^littk^^^u Staaten, nämlich, ob diese in der That zur Politik des Imperialismus übergehen sollen, wird am wer^n @cnat öu Washington enschieden

J T \ ^us jenen Tag ist nämlich die Abstimmung keim-,- Friedensvertrag mit Spanien in g^ Renner Sitzung angesetzt. Um die Stimmung jener qesetz- ,-bendcn Körperhaft betreffs der Philippinen Angelegknheü nicht zu verschlechtern, hat General Otis di- Weisunq einen Zn ammenstoß zu vermeiden. Aber jeder Hitzkvps kann den häll°man^eldn ndseltgkeiten herbeisühren. In Washington hält man selbst eine siegreiche Schlacht nicht für wünschens- |

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. s Kaisers Geburtstag in der Volksschule. Die Feier de^S Allerhöchsten Geburtstags Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm fand heute in der mit dem Bildnis des Kaisers I geschmückten Turnhalle mit folgendem Programm statt:

Lied der Chorschule (Lobet den Herren). 2. Gedicht (Dem Kaiser einen Kranz zum Geburtstag sehr sinnia). 3. Ansprache. 4. Kaiserhymne. 5. Gedicht (Wünsche für beii Kaiser). 6. Historisches Festspiel (von drei Knaben vorgetragen. 7. Nun danket alle Gott. 8. Entlassuna ber Schw er unb Verteilung ber Üblichen Teigscher. - Die ganze i Feierlichkeit verlies in gemütansprechenber Form unb bürste chrer fegenbringenben Wirkung auf bas Herz »ber Jugend ni$t ermangeln. In diesem Sinne wurde in ber Ansprache auf die Liebe, Treue und den Dank hingewiesen, die wir Deutsche dem Hohenzollern-Hause schulden, und die junge Schar, namentlich die Konfirmanden, ermuntert, treu zu Äaifer und Reich zu stehen, und sich vonbösen Buben" nicht zur Untreue verlocken zu lassen. Das Festspiel greift zuruck in Brandenburgs Vorgeschichte bis zu seiner heutigen Entwickelung unb bezeichnet Kaiser Wilhelm als ben Hort oeS Friedens. Möge uns ber Friebe stets erhalten bleiben!

Schulfeiern burch größere musikalische Aufführungen seitens der Gesangsklassen festlicher zu gestalten, ist seit einigen Jahren in ben hiesigen höheren Lehranstalten mit ©lucf eingefuhrt worben. Wählend man sich früher damit begnügte, einen mehr oder weniger zum Zweck passenden mehrstimmigen Satz aus dem Schulliederbuch zu Gehör ..urlngen, so haben diese Darbietungen jetzt ein mehr ü!,lltWC8Ärä3e ,Httcn- Recht achtbare Leistungen nach dieser Richtung hm hat das Realgymnasium zu verzeichnen, an welchem seit einigen Jahren der Gesanqs- unterricht m den Händen des Herrn Kapellmeister Polster i-gt. Dieser ungemein strebsame und fleißige Musiker hat hC,lrnn ,^\hn,0CVri:is!llcn @c^ÜIcr itt 9an8 respektablen Sangern herangebildet, so daß er ihnen schon größere Aufgaben zu- 2 n,^tncn Sängerchor allein wollte

uns Herr Polster vorfuhren, cs war ihm auch gelungen, Schulern e,n Orchester zusammenzustellen:

h f sr cmJ9e- nicht mehr im schulpflichtigen SHtet stehende Herren, das die Begleitung der Gesänge übernommen hatte. Es war eine Freude zu sehen, wie ^'I^^inen und großen konzertierenden Herrschaften der re F^rlLn8 Dirigenten folgten, der mit Geschick hatte ^löstc^ e,*e Aufgabe, die er sich gestellt