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Sistuiigi- Va9e" gegi» bit "$tanff«tttt unb dir tn" wegen öffeMIfc, MmiftemHdlSJnii« eralfiaatsanwalts findet 'Mag den 12. Oktober ,r der Strafkammer I Zwei Tage in Aussicht ’e Schwurgerichts- Unter bem Vorsitz des -u Anfang. Angeklagt > Körperverletzung und Ms hefch vvu Nm- 10. M d. abends er'M mit feinem Mesier hatte, baß durch die Tob des Hörr eintrat. 16jährigen Mädchen ein damit nicht weit, weil lissen Grosch zugewandt ollte. In seiner Eifer- Nebenbuhler oder das .es 10. Juli fah er, daß i ins Handgemenge kam, Vrusi packte unb Frieden in langes, feftfäenbei ßte bem Hörr ben tob erfelbe dem Grosch ge- n faWn. Die IttWW ädernder >e zu b Jahren Monaten UntersuchungS- That gebrauchte Messer e Thal zu bereuen^scheint, sieser Tage hatte sich vor -jqe Ladnerin wegen Das Mädchen war m (age md tomk H fffSSw*
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einem derartigen Hungerlohn, wenn es seine Sittenreinheit nicht zum Opfer bringen wollte, nichts anderes übrig blieb, als zu stehlen. Das Gericht verurteilte die Ladnerin wegen Diebstahls zu acht Tagen Gefängnis, sprach die Mutter wegen Hehlerei frei. Nach Verkündung des Urteils bemerkte der Amtsrichter, daß jedenfalls die Staatsanwaltschaft Veranlassung nehmen werde, hier eine bedingte Begnadigung eintreten zu lassen!
Arnstadt, 23. September. Das Schöffengericht erkannte gegen den Schauspieler Oskar Wocke, genannt Bauermann, zur Zeit in Salzbruun, auf 5 Wochen Gefängnis, weil er in Gemeinschaft mit einem Theaterarbeiter den Redakteur Rebhein wegen einer tadelnden Kritik hinterrücks überfallen und verletzt hatte. Der Theaterarbeiter erhielt einen Monat Gefängnis. Die Verurteilten haben die Kosten des Verfahrens zu tragen; Rebhein erhielt das Recht, das Erkenntnis in 3 Blättern auf Kosten der Verurteilten zu veröffentlichen. Der Vorsitzende des Gerichts bezeichnete die Handlungsweise des Bauermann als roh und rüpelhaft; sie sei durch nichts entschuldbar. Rebhein habe nur sein Recht als Kritiker gewahrt und sei in der Form noch milde gewesen, da er keinen Namen genannt habe.
Landwirtschaft.
-e. Friedberg, 24. September. Unsere Obfiausstellung erfreut sich fortgesetzt des lebhaftesten Besuches. Sie verdient diesen Zuspruch auch in vollem Maße, weil sie ein Bild abgibt von dem Obstbau unserer Gegend. Nicht Schaufrüchte, künstlich für eine Ausstellung herangezogen, finden wir hier in erster Linie. Die Ausstellungsleitung hatte sich vielmehr die Aufgabe gestellt, zu zeigen, was in den einzelnen Bezirken anbaufähig und anbauwürdig sei. Die Obstzüchter sollen hier selbst sehen, was sie in Zukunft zu pflanzen haben werden. Die Herren, in deren Händen die Leitung des Oberhessischen Obstbauvereins liegt, haben seit Gründung desselben mit eingehendster Sachkenntnis, großer Umsicht und unermüdlichem Eifer den Obstbau zu heben gesucht und dazu neben Verbreitung der richtigen Sortenkenntnis und Belehrung über Pflanzung und Obstbaumpflege, die Untersuchung darüber, was für die einzelnen Gegenden pafle und rentabel sei, für sehr richtig gehalten. Sie haben das richtige gefunden und sehen heute, daß ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt sind. Die Ausstellung zeigt deutlich, in welche Bahnen, dank der Führung, unser Obstbau eingelenkt ist und bietet ganz Hervorragendes. Von ganzem Herzen kann man darum heute die Herren zum Gelingen der Ausstellung beglückwünschen. — Betritt man bett Ausstellungssaal, so fällt einem zunächst auf hoher Estrade die Büste Sr. König!. Hoheit des Großherzogs in einer Blattgruppe in die Augen. Im Saale stehen dann rechts und links die Büsten des Kaisers und des Hochseligen Großherzogs Ludwig IV. von Blattpflanzen umgeben. Die ausgestellten Früchte finden wir im Aufbau auf drei langen Tischreihen nach den gestellten Aufgaben geordnet. Den breitesten Raum nehmen die Aepfel ein, weil sie in unserer Gegend dieses Jahr am besten geraten sind. Auf der mittleren Tischreihe sind Sammlungen,
bestehend in je 10 Stück von 16 A'pfelsorten, am Hochstamm gezogen, von Ortsgruppen ausgestellt. Es sind dies Sorten, die sich nach der Ansicht der Aussteller für ihre Gegend und ihre Zwecke am besten eignen. Die Anordnung ist nach der geographischen Lage der Ausstellungsorte erfolgt und fängt mit den südlichen Ortsgruppen an. An diese schließen sich die übrigen in folgender Ordnung an: mittlere, nördliche und östliche Wetterau, und dann die übrigen Orte des Kreises Gießen. Es sind im ganzen 32 Gruppen. Es folgen dann in derselben Anordnung und Ausstellungsmenge Sammlungen der Baumwärter von Bäumen, die sich unter ihrer Pflege befinden, solche von Gemeinden und Kreisstraßen. Nun kommen je sechs Birnsorten von Ortsgruppen, Gemeinden, Kreisstraßen. Hier ist, wie schon angedeutet, die Beteiligung geringer. Nun rechen sich an Sammlungen von Aepfelsorten, die auch in ungünstigen Obstjahren verhältnismäßig gute Ernten liefern. Es hat sich hierbei gezeigt, daß hierher gerade die Sorten gehören, welche auf dem Markt am meisten verlangt werden, und die vom Obstbauverein schon immer zum Anbau empfohlen wurden. Es sind hier auch einige Lokalsorten ohne hochtönende Namen von besonderer Güte und Fruchtbarkeit vertreten. Die nächsten Gruppen umfaffen Sammlungen von Zwergstämmen. Hier finden wir die edelsten Sorten mit vollkommensten Früchten. Dann folgen größere Sammlungen in beliebiger Sortenwahl von Hochstammfrüchten. Außergewöhnlich viele und gute, schöne Sorten sind da zu sehen, namentlich Reinetten. Auch die neuesten Sorten sind in einer Gruppe zu finden. Von Zwetschen sind nur drei Sorten vertreten. Weiter sehen wir folgende Obstsorten in je zehn der schönsten Früchte ausgestellt: Kanada-Reinetten, Wintergoldparmänen, Champagner-Reinetten, Große Kaffeler-Reinetten, Roter Eiserapfel, Boikenapfel, Schafnase. Hier konkurieren 13 Aussteller, die meistens folgende Sorten eingeschickt haben: Kanada-Reinetten, Goldparmänen, Schafnasen, Champagner-Reinetten, Große Kasieler-Reinetten. Weniger vertreten sind Boikenapfel und Roter Eiserapfel. Bei der Abteilung „Handelsobst" sind 21 Spankörbchen mit je 6 Kg. Tafelobst fein verpackt ausgestellt. Produkte der Obstverwertung und Geräte reihen sich hier an. lieber die ganze Ausstellung herrscht nur ein Urteil. Sie nimmt unter den seitherigen Ausstellungen durch wohlgebildete Früchte und edle Sorten die erste Stelle ein und ist in hohem Grade geeignet, ihre Aufgabe zu erfüllen, die nach den Worten, die Herr Geheimer Regierungsrat Dr. Braden bei der Eröffnung gesprochen hat, darin besteht, durch Belehrung befruchtend auf ben Obstbau zu wirken. Das hatte man schon im Auge, als man bie Aufgaben stellte unb danach ist man bei der Anordnung der Ausstellungsobjekte verfahren. Einzelnes herauszugreifen ist schwer und hier nicht am Platze. Der Fortschritt gegen die Ausstellung vor 10 Jahren ist in bie Augen springend. Die edlen vom Verein so warm empfohlenen Sorten haben sich bewährt und verbreitet. Sie kehren fast bei allen Sammlungen wieder. Hochbefriedigt verläßt darum auch jeder, der Interesse am Obstbau hat, die Ausstellung, welche am Dienstag geschlossen wird. (Berichtigend muß ich noch anfügen, daß die Ausstellung nur für Mitglieder aus den Kreisen Friedberg und Gießen bestimmt war, nicht auch für den Kreis Alsfeld. Der Irrtum war dadurch entstanden, daß von dort aus ausgestellt ist.)
w. Aus der Wetterau, 8. September. In Ihrer geschätzten Zeitung brachten Sie kürzlich die Nachricht, daß es wünschenswert erschiene, darüber Versuche anzustellen, ob es dem Geflügel, insbesondere den Hühnern zuträglich sei, Obst zu reichen. Einsender, der selbst fleißig Gänse (Italiener Riesengänse) und Hühner (rebhuhnfarbige Italiener, deutsche Landhühner und Spanier, Minorka) züchtet, mit Wetterauer Geflügelzüchtern und Gefiügelhändlern in Verbindung steht, und einige Erfahrungen gesammelt hat, legt folgendes ergebenst vor: Das Obst
wird von dem Geflügel, wenn es sich nach und nach daran gewöhnt, angenommen. Die Gänse freffen Aepfel, Birnen und Zwetschen mit großem Eifer; Aepfel werden schon angenommen, wenn sie lange noch nicht reif sind; Zwetschen und Birnen erst in reifem Zustande. Im vorigen Herbste, als Zwetschen und Pflaumen wegen überreicher Ernte nicht verwertet werden konnten, verzehrten meine Gänse dieses Steinobst in größeren Quantitäten, wodurch das Fleisch einen süßlichen, keineswegs unangenehmen Geschmack erhielt. Man füllt ja häufig Gänse mit Aepfeln oder süßen Kastanien. Auch die Hühner nehmen gerne Obst, aber im reiferen Zustande, an. Diesen gebe ich im Winter, wenn sonst nichts Grünes erreichbar ist, stets etwas rohe Dickwurzel. Anfangs wollen die Hühner nicht recht daran, sie picken erst aus Neugierde an ben Dickwurzeln, währenb bie Gänse tüchtig anbeißen. Nach einer Woche haben sich bie Hühner an die Wurzeln gewöhnt, bann freffen sie eifriger. Die Eier gewinnen baburch entschieben an Saft unb Wohlgeschmack, ich lege beshalb in der Zeit, wo bie Hühner nicht in ben Grasgarten laufen können, alltäglich einige grob geschnittene Dickwurzeln umher, bei Kälte in ben Hühnerschlag, unb habe gefunben, baß diese Zukost stets von bester Wirkung war.
0 Aus Oberhessen, 22. September. Vor einiger Zeit brachten Sie die Nachricht: es ist anzunehmen, daß die Preise für landwirtschaftliche Erzeugniffe steigen werden. Nun ist dieser Punkt auch von Herrn Direktor Dr. Lotze in Northeim eingehend untersucht worden und er hat die Frage: Wie werden sich voraussichtlich die Brodfrucht-, Weizen- und Roggenpreise in Zukunft gestalten? dahin beantwortet, daß ein Steigen zu erwarten ist. Die alten Vorräte sind noch gering, führt er aus; die Erträge in denjenigen Ländern, welche Getreide ausführen, blieben hinter den Erwartungen zurück, die kleineren Landwirte bei uns müssen verkaufen, weil sie Zahlungsmittel nötig haben. Infolge davon ist dar Angebot zur Jetztzeit sehr stark, wodurch der Preis gedrückt wird. Außerdem besitzen viele Landwirte auch die Räumlichkeiten nicht, um das Getreide aufbewahren zu können. In einigen Wochen würden diese Gründe nach und nach wegfallen und es wird eine deutliche Preissteigerung zu bemerken sein. — Schließlich sind wir der Ansicht, daß es zweckmäßig wäre, wenn die Gemeinden auf die Preisnotierungen abonnieren und sie öffentlich anschlagen lassen würden.
Schiffsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Ageutm Ctrl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 22. Septbr. (Per transatlantischen Telegraph.Z Der Doppelschrauben-Postdampscr Bremen, Capt. R. Nterich, oo« Norddeutsche« Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr mittags wohlbehalten in Newyork ««gekommen
Wetterbericht vom 26. September 1899.
Während im Südwesten des Erdteils die Barometerstände nur geringen Schwankungen unterworfen sind, ziehen im Norden fortgesetzt in rascher Aufeinanderfolge Depressionen vorüber, die den Witterungs- Charakter in Nord- und Central-Europa beeinflussen. Ein Centrum niederen Druckes liegt über der Nord- und Ostsee, ein zweites zwischen dem unteren Rhein und der Weser. Auch im Mittelmeergebiet sind mehrere kleine Unregelmäßigkeiten vorhanden. Das Wetter ist der Luftdruckverteilung entsprechend meist trüb und kühl. Im Alpenvorlande trat am Morgen vorübergehend Besserung ein. Voraussichtliche Witterung: Vorwiegend trübes, ziemlich kühles Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
lirlunnitmiidjiniitrn
Bekanntmachung.
Im Konkursverfahren über das Vermögen des Gastwirts Leopold Schütz von Gießen findet die auf den 11. Oktober 1899 anberaumte Zwangsversteigerung nicht statt. Dagegen mache ich auf die den 28. September 1899, nachmittags 2 Uhr, vor Großh. Orlegertcht Gießen anstehende freiwillige Versteigerung der Hofraite des Leopold Schütz, Bahnhofstraße 15, mit dem Bemerken aufmerksam, daß diese Versteigerung voraussichtlich die letzte sein wird. 6897
Gießen, den 25. Sept. 1899.
I. Boeck, Konkursverwalter.
WWMWWl
In bem Konkurs über das Vermögen des Gastwirts Leopold Schütz sollen aus Antrag der Konkursverwaltung
Domkrst-i, d. 28. September 1899
nachmittags 2 Uhr
auf dem hiesigen Ortsgerichte die den Leopold Schütz Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 1 Nr. 2367p — 169 qm Hofraite auf dem Reichensand,
Flur 1 Nr. 236»/io — 94 qm Grabgarten daselbst
freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. September 1899.
Großh. Ortsgericht Gießen.
6782________I. A-: Vogt.____________
Donnerstag, den 28. September
nachmittags 27s Uhr,
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Wittwe und Erben der Konrad Schmidt Eheleute in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 2 Nr. 13O«/io — 600 qm Hofraite in den vordersten Schießgärten,
Flur 2 Nr. 131M/10O — 1588 qm Grab- garten daselbst,
Flur 3 Nr. 16 — 62 qm Acker, Gewannlappen am Wismarer Weg,
Flur 3 Nr. 38 — 1338 qm Acker an der alten Leimenkaute am Wismarer Weg, Flur 3 Nr. 39 — 1344 qm Acker daselbst, Flur 3 Nr. 40 — 1344 qm Acker daselbst, Flur 3 Nr. 87 - 1338 qm Acker daselbst, Flur 8 Nr. 7 — 950 qm Wiese unter der Harth am Gleiberger Weg
Erbverteilung halber freiwillig meist- vretend verstetgert werden.
Gießen, 19. September 1899.
Großh. Ortsgerickt Gießen.
6783 I. A.: Vogt.
Mittwoch denlt.Mtoöer,
nachmittags 2V» Uhr,
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Gastwirt Leopold Schütz Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 1 Nr. 236y10 — 169 qm Hofraite auf dem Reichensaiid,
Flur 1 Nr. 2368/io — 94 qm Grabgarten daselbst
öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 29. August 1899.
Großh. Ortsgericht Gießen.
____________I. A.: Bogt.________6320
Mittwoch dcu 27. September I.I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale: Möbel all. Arten, mehr. Fahrräder, 1 Pferd u. a. m. 03343 Geißler, Gerichtsvollzieher.
Göstversteigerung.
Donnerstag den 28. Sept, soll das der Gemeinde Annerod zustehende
Obst
(große Quantität Aepfel, Birnm ica versteigert weiden. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr bei der Kirche. Annerod, den 23. Sept. 1899. Großh. Bürgermeisterei Annerod.
Horn. 6863
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Prospekte durch J. Dämm, Rektor.
Grossh. Technische Hochschule zu Darmstadt.
Abteilungen für Architektur, Ingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie (Elektochemie und Pharmacie), Allgemeine Abteilung (insbesondere für Mathematik und Naturwissenschaften), Kursus für Geometer 1. Klasse. Diplomprüfung, besondere Prüfung für Ausländer, Reichsprüfung für Pharmaceuten und Nahrungsmittel-Chemiker. Staatsprüfung im Baufache (Gegenseitige Anerkennung der Vor- und ersten Hauptprüfung in Hessen und Preussen). Zulassung der Studierenden zu den Staatsprüfungen im Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbaufache in Baden, Bayern, Braunschweig, Preussen, Sachsen, "Württemberg. Beginn des Studiums im Herbste oder zu Ostern. Aufnahmen vom 3. Oktober an. Beginn dos Unterrichts 17. Oktober. Programme gegen Einsendung von 20 Pfg, in Briefmarken. [6882] Das Rektorat.
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