-scharf gegen die Sozialdemokraten, die sich nicht gescheut hätten, heute während des Hochamts Flugblätter in der Kirche zu verteilen. (Pfuirufe.) Er hoffe, daß kein Katholik aus der heutigen Versammlung gehe ohne den festen Vorsatz: Den Kerlen wollen wir zeigen, wo Bartel den Most holt! (Langanhaltender stürmischer Beifall.) Redner schließt : Wir wollen auch fernerhin einig zusammen auf eigenem Gewicht und eigenen Füßen stehen. Niemals darf im katholischen Volke der Gedanke erlöschen, -aß wir in der Einigkeit mächtig, in der Entfremdung ohnmächtig sind. Vereint stehen, getrennt fallen mir! Und wie wir auf dem Eigengewicht des katholischen Volkes stehen, so wollen wir furchtlos den Feinden ins Angesicht schauen und niemals verzweifeln. (Donnernder, andauernder Beifall und Hochrufe auf den Redner.)
Deutsches Reich.
Berlin, 25. September. Vom Aufenthalt des Kaisers in Schweden. Aus Skabersjö wird uns vom Sonntag gemeldet: Heute früh nach dem Frühstück begab sich Kaiser Wilhelm mit dem Grafen Thott in den Schloßpark, um Bussarde zu schießen. Heue nachmittag fahren der Kaiser und der Kronprinz von Schweden und Norwegen mit den übrigen Herren der Jagdgesellschaft zur Rehbockjagd nach Torup. Für morgen ist ein Jagoausflug nach Boekebergsslaett geplant. — Die Abreise des Kaisers vom Skabersjö findet, wie uns ein Privattelegramm meldet, bereits heute nachmittag um 6 Uhr statt. Die „Hohen- zollern" geht, sobald der Kaiser an Bord ist, in See. Die Gesamtstrecke des Kaisers im Jagdrevier von Skabersjö beträgt bis jetzt 34 Rehböcke und 7 Bussarde. Das Wetter ist seit gestern abend sehr schön. Wie uns weiter gemeldet wird, hat der Kaiser an den Grafen Alfred Piper in Snoge- holm folgendes Telegramm gerichtet: „Besten Dank für Ihr freundliches Telegramm und die schönen Tage, die ich in Ihrem Hause verlebt habe. Mit großer Freude werde ich mich stets derselben erinnern. Bitte, auch Ihren Damen meine besten Grüße zu sagen." Der Kurier des Kaisers ist am Samstag infolge der aufgeregten See mit drei Stunden Verspätung in Skabersjö eingetroffen. — Der Kaiser hat dem Freiherrn Otto Thott den Königlichen Kronenorden 2. Klasse und dem Freiherrn Erik Thott, sowie dem Grafen Beck-Friis den Königlichen Kronenorden 3. Klasse verliehen.
— Die Kaiserin empfing heute den Oberpräsidenten Freiherrn v. d. Recke und seine Gemahlin in Audienz. Heute nachmittag traf die Kaiserin in Berlin ein und begab sich zum Besuche der Kaiserin-Augusta-Stiftung nach Char- lottenburg. Hierauf kehrte sie nach dem Neuen Palais zurück und empfing sodann den Besuch der Königin von Württemberg.
— Die Plenarsitzungen des Bundesrats sollen in der nächsten Woche wieder ausgenommen werden.
— Die Nationalsozialen halten ihren diesjährigen Vertretertag vom 1. bis 4. Oktober in Göttingen ab. Den politischen Jahresbericht erstattet Pfarrer Naumann. Geh. Hofrat Prof. Dr. Sohm- Leipzig spricht über die Entwicklung des Staatsgedankens, Geh. Rat Professor Lajo Brentano- München und Schriftsetzer Kahlmann-Hamburg sprechen über den Schutz des gewerblichen Arbeitsver- hältnisses. Außerdem stehen das nationalsoziale Kommunalprogramm (Damaschke-Berlin) und für die Spezialkonferenzen auch das Agrarprogramm und die Gewerkschaften auf der Tagesordnung.
— Die „Münch. Neue st. Nachr.", denen bekanntlich das Postdebit in Oesterreich entzogen ist, haben den Schutz des Auswärtigen Amtes angerufen, da sie meinen, daß diese Entziehung den internationalen Verträgen nicht entspreche.
Die Beamteuschiebrmgeu irr Preußen re.
Berlin, 25. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." veröffentlicht das Handschreiben, mit welchem der Kaiser das Abschiedsgesuch des bisherigen Kultusministers Dr. Bosse genehmigt hat. — lieber die Besetzung der beiden erledigten Oberpräsidien ist nunmehr Beschluß gefaßt. Der „National-Zeitung" zufolge ist der Negierungs-Präsident in Bromberg, v. Bethmann-Hollweg zum Oberpräsidenten von Bromberg und der Direktor im Ministerium des Innern, Dr. v. Bitter zum Oberpräsidenten von Posen bestimmt. Zu dem Nachfolger des Letzteren als Direktor im Ministerium des Innern soll der Regierungs Präsident v. Oertzen in Sigmaringen bestimmt sein. — Die Ernennung des Staatsministers Freiherrn v. d. Recke zum Oberpräsidenten der Provinz Westfalen wird heute im „Reichs-Anzeiger" amtlich bekannt gegeben. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Schon wiederholt sind über die Beratungen des Staatsministeriums phantasievolle Berichte in der Presse erschienen. So ist auch die den „Münch. Neuesten Nachr." zugegangene Mitteilung über in der letzten Sitzung des Staatsministeriums angeblich gefaßte Beschlüsse betreffend die Stellung der politischen Beamten zum Bunde der Landwirte, wie wir erfahren, völlig unzutreffend.
Breslau, 25. September. Die Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitik wurde heute vormittag im Landeshause unter zahlreicher Beteiligung mit einer längeren Rede des Prof. Schmoller-Berlin eröffnet. Oberpräsident Fürst Hatzfeldt begrüßte den Verein und betonte, daß die Staatsregierung den Verhandlungen Beachtung schenke. Auf Vorschlag des Staatsministers v. Berlepsch wurde Prof. Schmoller zum ersten Vorsitzenden gewählt.
Elbing, 25. September. Der internationale Geographentag besuchte am Sonntag das Besitztum des Kaisers Cadinen. Beim Mittagsmahl in Punklau teilte Professor Jentsch-Berlin mit, daß die ausländischen Gelehrten den Wunsch ausgesprochen hätten, dem deutschen Kaiser Dank und Gruß zu senden. Die Anregung wurde umso freudiger ausgenommen, als sie von den Ausländern kam. Nach einem begeistert aufgenommenen dreifachen Hoch auf Kaiser Wilhelm II. wurde folgendes Telegramm abgesandt: „Sr. Majestät dem deutschen Kaiser und König von
Preußen. Berlin, Kabinettspostamt: Die aus Belgien, Frankreich, Rußland, Schweden und Deutschland versammelten Teilnehmer an der ost- und westpreußischen Exkursion des internationalen Gevgraphenkongresses bitten Ew. Majestät ehrfurchtsvollst, bei dem Besuch des herrlichen Cadinen ihren Dank und ehrerbietigen Gruß entgegen nehmen zu wollen." Der Kaiser hat darauf der Vereinigung folgende telegraphische Antwort zugehen lassen: Den Teilnehmern der ost- und westpreußischen Exkursion des internationalen Geographenkongresses sende ich aufrichtigsten Dank für die freundliche Begrüßung und verbinde damit den Ausdruck meiner besonderen Freude und Genugthuung darüber, daß denselben mein westpreußischer Landbesitz so gut gefallen hat. Wilhelm R.____________________________________
Ausland.
Die eveut. Nachfolger des Grafen Thun.
Wien, 25. September. Fürst Alfred Liechtenstein wurde neuerdings vom Kaiser empfangen und hatte auch eine Unterredung mit dem Grafen Goluchowski. Man sagt, daß er seine Bemühungen, ein Ministerium der Rechten zu bilden, wieder aufnehmen werde. Beide Seiten des Parlaments machen Anstrengungen, die entscheidende Stimmung des Kaisers für sich zu gewinnen. Chlumecky ist aus Aussee hier eingetroffen und hat den verfassungstreuen Großgrundbesitz zu einer Besprechung eingeladen. Pergelt bemüht sich, eine engere Verbindung zwischen den deutschen Volksparteien herzustellen. Auf der Rechten wird unter tschechischer Führung heftig gegen ein etwaiges Beamtenministerium gewütet; auch die Polen Jaworski und Abrahamowitsch sind ^evt); rragend in dieser Richtung thätig. Auf der Linken wird von Der Auflösung des Reichsrats gesprochen, wodurch die deutschfeindlichen Teile des Polenklubs und der Klerikalen leicht zu bändigen wären. Mittags wurde Graf Thun, später Koloman v. Szell vom Kaiser empfangen. In dieser letzten Audienz handelte es sich um das Arbeitsprogramm des demnächst zusammentretenden ungarischen Reichstags.
Das „Bureau Herold" meldet:
Wien, 25. September. Der Stand der Ministerkrisis ist unverändert. Die Kombinationen sind bisher gescheitert. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Kaiser den Grafen Thun neuerdings mit der Bildung des Kabinetts betraut.
Das Urteil im Belgrader Attentatsprozeß.
Belgrad, 25. September. Das Urteil im Hochverrats-Prozeß ist heute früh gefällt worden. Der Attentäter Knesevic wurde zum Tode, acht Ange- klagte zu je 20jährigem schweren Kerker in schweren Ketten und zwar als Mitschuldige, welche wußten, daß an Hochverrat gearbeitet wurde, es aber der Behörde nicht au- zeigten, verurteilt. 9 Angeklagte, darunter Pasic, erhielten je 9 Jahre Gefängnis. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Nach der Publikation des Urteils rief der zu 20 Jahren Kerker verurteilte Zfivkovic: Es lebe König Alexander, dochGott schütze ihn vor solchen Freunden, wobei er mit der Hand auf die Richter deutele. Die Hinrichtung Knesevic sollte heute nach- mittag 4 Uhr bereits erfolgen. Der König begnadigte Pafic, welcher telegraphisch seinen Dank ausdrückte. — Die Begründung der Urteile stützt sich, wie der „Fft. Ztg." telegraphiert wird, auf die Thatsache, daß ein Hochverrat bestanden habe,.denn König Milan sei der berechtigte Thronfolger und das Attentat auf sein Leben sei Hochverrat. Die Urteile werden daher entsprechend der Anklage und auf Grund der vorhandenen Beweise gefällt. Die Anklage wegen Hochverrats gegen Paschitsch wurde fallen gelassen und die Schuld anders qualifiziert. Von den Angeklagten erschienen der Attentäter Kneschewitsch, Oberst Nikolaitsch, Dimitsch, Kowatschewitsch, Milenkowitsch, Pawitschewitsch, Skiwkowitsch, Prota Djuritsch und Kresowitsch in Ketten. Die Angeklagten wurden beim Urteilsspruche in besondere Gruppen gesondert.
Belgrad, 25. September. Infolge des außerordentlich strengen Urteils, das heute im Attentatsprozeß gefällt wurde, herrscht hier allenthalben große Erregung; die Truppen sind konsigniert.
Hnr Trausvaalkrisis
liegen folgende Meldungen vor:
Loudon, 25. September. Die liberalen Blätter kommentieren die gestern in Trafalgar Squar stattgefundene Friedenskundgebung und fordern, das Volk solle darüber abzustimmen haben, ob der Krieg stattfinden soll oder nicht. „Morning Leader" erklärt, daß außer den Friedenskundgebungen auch Gegenkundgebungen stattgefunden haben, wobei es zu Krawallen kam. Mehrere Personen wurden verwundet, 30 verhaftet. Ein Redner, der wegen seiner Buren freundlichen Haltung für einen solchen gehalten wurde, wurde arg mißhandelt.
Berlin, 25. September. Die „Berliner Neuesten Nachrichten" melden aus London, daß das englische Kabinett am Freitag mittag zur Beratung der entscheidenden Note an die Transvaal-Republik zusammentritt.
* * *
Rom, 25. September. Der Papst ernannte den Kanonikus Freiherrn von Skobensky zum Erzbischof von Prag.
Rew-Aork, 25. September. Ein Telegramm aus Manila berichtet, daß die Stadt Alongola nach 10stündiger Beschießung eingenommen und zerstört worden ist. Die Amerikaner hatten nur einen Toten.
Paris, 25. September. Die Ueberführung der Leiche Scheurer-Kestners nach dem Ostbahnhofe hat heute vormittag stattgefunden. Mehrere Minister, zahlreiche Senatoren und andere hohe Persönlichkeiten befanden sich im Leichenzuge. Auf dem Bahnhofe wurden mehrere Reden gehalten. Unter den zahlreichen Kränzen erregte
derjenige des Fürsten von Monacco besonderes Aufsehen Derselbe trug die Inschrift: Dem Ehrenmanne, Fürst von Monacco. — Der „Figaro" meldet: Unter den zahlreichen Blumenspenden, welche der Familie Scheurer- Kestner zugegangen sind, befindet sich auch ein Kranz, der die Inschrift trägt: Innigsten Dank, Alfred Dreyfus.
Paris, 25. September. Die Untersuchung in der Komplotts-Affaire hat, wie verlautet, belastendes Beweismaterial gegen einen orleanistischen Senator und einen nationalistischen Abgeordneten zu Tage gefördert. Gewisse mit der Demission des Generals Chanoine zusammenhängende Thatsachen sind ebenfalls in Frage gezogen worden. — Kriegsminister Gallifet hat heute ein Zirkular an die Offiziere erlassen, worin er ihnen untersagt, sich ohne Erlaubnis der Behörde zum Manöver fremder Mächte zu begeben. Auch die fremden Offiziere, welche sich in Frankreich befinden, dürfen ohne schriftliche Ermächtigung den Manövern in Frankreich nicht beiwohnen. — Heute mittag erschien auf dem Nachrichten-Bureau ein Mann und gab daselbst eine Karte ab, welche den Namen Fleuvy trug. Der Mann verlangte den Leiter des Nachrichten-Bureaus zu sprechen. Derselbe war nicht anwesend. Nach einer Stunde erschien der Unbekannte nochmals. Als auch diesmal der Leiter des Nachrichten-Bureaus nicht anwesend war, stellte er sich vor dem Gebäude auf und wartete, bis derselbe kam. Als der Leiter des Bureaus gegen V23 Uhr erschien, feuerte der Unbekannte einen Revolverschuß auf ihn ab. Der Schuß ging fehl. Der Leiter des Bureaus Packte den Unbekannten an der Gurgel und fiel mit ihm zu Boden. Herbeigerufene Wachmannschaften nahmen den Attentäter fest. Derselbe wird als geisteskrank bezeichnet.
Loudon, 25. September. Wie die Blätter melden, habe auch (Dgl. unsere Meldung vom Samstag) die britische Regierung die offizielle Mitteilung von neuen Unruhen auf Samoa erhalten. Das neu eingeführte Verwaltungssystem habe sich als ein Mißerfolg herausgestellt, und die Kabinette in Berlin, London und Washington würden die ganze Angelegenheit von neuem erwägen.
Kskaies und Rrovimüües.
Gießen, den 26. September 1899.
** Aus der Justiz. (Telephonmeldung aus Darmstadt.) Gerichtsassessor Trapp wurde durch Entschließung des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz mit der Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters beim Amtsgericht Offenbach beauftragt.
** Oeffentliche Lesehalle. (Siehe Inserat!) Da infolge des engen Raumes, der uns in der Lesehalle zur Verfügung steht, zuweilen Verstimmungen zwischen älteren und jüngere» Lesern vorgekommen sind, so haben wir beschlossen, um beide Teile nach Möglichkeit zu befriedigen, unsere junge« Leser von den älteren zu trennen, und zwar in der Weise, daß in jeder Woche der Freitag (6—8 Uhr) als Ausleihetag nur für die Jugend (unter 16 Jahren) festgesetzt wird, hingegen an den übrigen drei Ausleihetage» (Montag, Mittwoch und Samstag) nur an Erwachsene Bücher ausgegeben werden. Diese Neuerung soll schon in dieser Woche anfangen. Wir bitten also bie geehrten erwachsenen Leser höflichst, die Freitage der Jugend zu überlassen, auch an den anderen Ausleihetagen keine Kinder zur Bücherbesorgung in die Lesehalle zu schicken, vielmehr, wenn sie Kinder zur Besorgung von Bücher« schicken müssen, dies auch nur Freitags zu thun, und wir bitten andererseits alle jungen Leser unter 16 Jahre« (Schüler, Schülerinnen, Lehrlinge), von jetzt ab nur noch Freitags in die Lesehalle zu kommen. Wir erlaube» uns, darauf aufmerksam zu machen, daß wir von nächster Woche ab junge Leser, die Montags, Mittwochs oder Samstags kommen, sowie Erwachsene, die Freitags kommen, um Bücher zu entleihen, abweisen und sie auf die ihnen zu- stehenden Ausleihetage Hinweisen müssen. Wir hoffen, aus diese Weise größere Ruhe und Ordnung in die Ausleihe» zu bringen, und dadurch dem Besten der Leser zu dienen. Der Denkende wird verstehen, daß es uns als einem ethische» Institute nicht mehr einfallen kann, den einen Leserkreis um des anderen willen von der Lesehalle auszuschließen. Nach wie vor schließt sich selber nur derjenige von unserer Gemeinschaft aus, der die Benutzungsbestimmungen der Bibliothek hartnäckig übertritt, sein entliehenes Buch nicht zurückbringt, und der sich durch anmaßendes, unbescheidenes Gebühren oder durch übermäßige Inanspruchnahme des Bibliothekars lästig macht. A. W.
*♦ Polizeibericht. Heute nacht 12 Uhr wurde von böswilliger Hand der Ansichtskarten-Automat bes Buchhändlers Krebs in der Schulstraße abgehängt und demoliert. Dem Thäter ist man auf der Spur.
Darmstadt, 26. September. Das russische Kaiser- Paar wird, einer Petersburger Meldung zufolge, von seiner Auslandsreise Anfangs November direkt nach der Hauptstadt zurückkehren, da ein Aufenthalt in der Krim in diesem Jahre nicht in Aussicht genommen sei._____________
Schwurgericht.
W. Gießen, 26. September 1899.
Landgerichtsrat Prätorius eröffnete heute vormittag 9 Uhr die Verhandlung gegen August Emil Lukat von Ober-Eiffeln, Ernst Arnemann von Northeim und Albert Schmenger von Pirmasens, sämtlich angeklagt wegen Raubes. Staatsanwalt Zimmermann ver- tritt die Anklage. Als Verteidiger sind die Rechtsanwälte Engisch, Hoos und Rosenberg II. zur Stelle. Es sind neun Zeugen zu vernehmen, Lukat erklärt, Kellner, am 22. Mai 1874 geboren und wegen Betrug vorbestraft zu sein. — Arnemann ist 17 Jahre alt, hat zuletzt als Bauarbeiter gearbeitet, und ist wegen Landstreicherei vorbestraft. — Schmenger( am 9. Dezember 1880 geboren, ist Eisendrrher und noch unbestraft. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, in der Nacht vom 10. zum 11. September den Land mann Heinrich Krai- l i n g XI. von Wieseck auf der Landstraße zwischen Lollar und Gießen
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