Ausgabe 
27.8.1899 Zweites Blatt
 
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beteiligen, gefeiert werden. Um allen Bewohnern die Teil- i nähme zu ermöglichen, wurde Sonntag, der 3. September, als Festtag gewählt. Da schon vom 1. September an unsere Stadt mit Einquartierung belegt ist, so ist anzunehmen, daß auch das Militär der patriotischen Gedenkfeier zahlreich beiwohnen und so zur Belebung derselben wesentlich bei­tragen wird.

Q Grünberg, 25. August. Wegen erhöhter Seuchen- | gefahr konnte der für gestern hier vorgesehene Viehmarkt mit Bullenschau nicht abgehalten werden. Aus diesem Um-- stände und der drängenden Erntearbeiten wegen hatten sich auch auf dem Krämermarkte nur wenige Marktbesucher ein­gefunden. Man hofft, daß zwischen dem gestrigen und dem nächsten Markte, demGallmarkt", noch ein außerordent­licher Viehmarkt eingeschoben wird.

Oueckboru, 24. August. In unserer Gemarkung ist man mit den Erntearbeiten soweit zu Ende, und zwei Dreschmaschinen sind Tag und Nacht in Thätigkeit, damit« die Arbeit rasch von statten geht. Viele Landwirte haben bereits mit dem Grummetmachen begonnen. Hält die Witterung an, so dürfte auch das Grummet bald eingebracht sein. Güte und Menge desselben lassen nichts zu wünschen übrig.

§§ Freiensteinau, 23. August. Gestern geriet aus bis­her unermittelter Ursache das Wohnhaus des Landwirt Schultheis in Brand und wurde trotz rascher Hilfe bis auf den untersten Stock zerstört. Das Mobiliar war nicht versichert.

§ Bermuthshain, 24. August. Ein Wald brand, der glücklicher Weise bald bewältigt wurde, fand in dem in I hiesiger Gemarkung gelegenen Distrikt Neuenwiesen statt. Urheber des Brandes sind junge 15jährige Bürschchen, welche

anwesenden medizinischen Sachverständigen darauf hinge­wiesen, daß als notwendige Ergänzung der Lungenheilstätten die Errichtung von Desinfektionsanstalten anzustreben sei.

* Heilbronn, 24. August. Infolge falscher Weichen­stellung ist in Gundelsheim ein ankommender Güter­zug auf einen in der Station haltenden Güterzug geraunt. Fünf Wagen wurden vollständig demoliert, die Lokomotive ist stark beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Der Personenzugsverkehr konnte vermittelst Umsteigens aufrecht erhalten werden. Heute Abend wird das Geleis wieder befahrbar sein.

* Jena, 22.August. Auf dem 10. deutschen Mechaniker­tag berichtete Blaschke-Berlin über die Ausfuhrverhältniffe der deutschen Präzisionsmechanik, deren Ergebnis befriedigend ist. W. Handke sprach über die Maßnahmen der deutschen Gesellschaft für Optik und Mechanik zur Hebung des Lehrlings- und Gesellenwesens. Der Vorsitzende vr. Krüß behandelte die Frage:Sind unsere Betriebe handwerks­mäßige oder industrielle, und welche Stellung folgt daraus gegenüber dem Handwerksgesetz?" Sodann wurden die Anträge des auf dem vorigen Mechanikertag eingesetzten Ausschusses für Durchführung der Be­stimmungen des neuen Handwerkergesetzes hinsichtlich des Lehrlingswesens in der vom Vorstand vorgeschlagenen Form angenommen. Den Vertretern der deutschen Mechaniker- gehilfen ist bei diesem Punkte beratende Stimme zuerkannt | worden, von welchem Rechte sie auch Gebrauch gemacht haben. Auf Anregung des Vorstandes wurde beschlossen, den Gehilfen auf allen späteren Mechanikertagen, auf denen über ihre Interessen verhandelt werden soll, eine Vertretung zuzubilligen. Nach Erledigung der verschiedenen geschäft­lichen Angelegenheiten wurde als Ort des nächsten, im August 1900 stattfindenden deutschen Mechanikertages Stutt­gart gewählt. K. Z.

* Sicherheitsmaßregeln gegen die Pestgefahr. Soviel bekannt geworden, werden diejenigen Postkolli, die mit der Orientpost über Deutschland transitieren, vor ihrer Verladung nach Europa erst einer Desinfektionsanstalt überwiesen. Es bezieht sich diese Vorschrift selbstverständlich I nur auf Postgegenstände, die aus pestverdächtigen Ländern stammen. Obwohl man darüber in Zweifel sein kann, ob derartige Krankheiten überhaupt durch Briefschaften über­tragbar sind, so ist eine solche Einrichtung zur Beruhigung I des Publikums immerhin von großem Vorteil. Am meisten I sind der Ansteckungsgefahr unsere Seehäfen ausgesetzt, deren Pflicht es ist, sich und das Hinterland möglichst vor solchen I ansteckenden Krankheiten zu sichern. Es wurden deshalb in Veranlassung des Ausbruchs der Pest in Oporto die schon I seit längerer Zeit in Hamburg bestehenden Schutzmaßregeln gegen die Pest auch auf den Verkehr mit Portugal aus- I gedehnt. Die von Oporto kommenden Schiffe werden in I Cuxhaven von den Lotsen zur gesundheitspolizeilichen Kon- I trolle gebracht. Die Untersuchung geschieht durch einen für I die Kontrollierung der Seeschiffe in Cuxhaven stationierten I Arzt unter Leitung des Hafenarztes. Alle von portugie- I sischen Häfen und von den Oporto benachbarten spanischen I Häfen in Hamburg ankommenden Schiffe sind in Bezug auf den Gesundheitszustand der Mannschaften einer besonders I sorgfältigen ärztlichen Ueberwachung unterworfen. Ferner I werden von Portugal Webstoffe aller Art, getragene Kleider, gebrauchtes Bettzeug und Leibwäsche nur nach vorheriger I Desinfektion zur Einfuhr zugelassen. Auf Veranlassung des Medizinalkollegiums in Hamburg wird weiter provisorisch I eine zweite Desinfektionsanstalt am neuen Hafen in Cux­haven eingerichtet. Aehnliche Schutzmaßregeln gegen die Pest wurden auch in den übrigen Seehäfen: Bremen, Lübeck usw. getroffen, sodaß man absolut keinen Grund hat, I die Übertragung der Pest nach deutschen Städten zu I befürchten.

Astrales und PrsomMrs.

Gießen, den 26. August 1899.

* Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armee-Korps. Hilchenbach, Bürgermeisteramt, Stadtsekretär, 750 bis 1200 Mk. Lorch (Rhein), Magistrat, Stadtsekretär, 600 Mk. (?) Wiesbaden, Stadtbauamt, Abteilung für Straßenbau, Aufseher, 135 Mk. pro Monat.

** Das Jahr 00. Das preußische Ministerium hat nunmehr endgiltig entschieden, daß in den verstellbaren D i e n st st e m p e l n (Fahrkartenverkauf, Güterannahme usw.) das Jahr 1900 abgekürzt mit 00 zu bezeichnen ist. Die folgenden Jahre tragen dann die Bezeichnung 01, 02 usw.

4- Grünberg, 25. August. Wie in früheren Jahren, so wird auch diesmal wieder in hiesiger Stadt das Sedan- jest als Jugendfeft, an dem sich auch sämtliche Vereine

-kündigte, nach Kayes gebracht, und solange dieser Brief I l nicht als eine Erfindung erkannt wird, kann über das tragische Ereignis kein Zweifel walten. Nach der Kabel- I Meldung, die dem Kolonialministerium zuging, ist der Sinn, wenn nicht der genaue Wortlaut, folgender:Was bedeutet I diese neue Infamie? Will man uns zum Vorteile eines andern die Frucht unserer Anstrengungen rauben? Sind wir denn die ersten, die auf eigene Faust handeln? Man I lasse uns unserer Wege gehen! Wehe dem, der es wagen I sollte, uns Hindernisse in den Weg zu legen! Denn wir I haben sechshundert Gewehre und werden uns Respekt zu I verschaffen wissen." Voulet ist 33 Jahre alt, Chanoine I acht Jahre jünger. Letzterer war Leutnant, als sein Vater im letzten Herbst Kriegsminister wurde. Eine der ersten Regierungshandlungen des Generals war die Unterzeichnung I des Erlasses, wodurch sein Sohn Hauptmannsrang erhielt. Die Leitung der Mission stand Voulet zu, aber nach der von dem Leutnant Peteau eingereichten Klage war Chanome bei allen blutigen und bestialischen Gewaltthaten der An­stifter, dessen Einfluß sein Vorgesetzter sich nicht zu ent­ziehen vermochte. Köln. Ztg.

Paris, 25. August. Guörin erfreut sich hervorragender Zuneigung bei der Damenwelt. Von der Gräfin Märtel, I die ihmZerstreuung" bringen wollte, haben wir bereits berichtet. Neuerdings verlautet, daß die Damen der Halle, 2000 an der Zahl beschlossen hätten, ihm Lebensrnittel zu­zuführen. Mit der Feuerwehr wird Guörin ganz gut fertig. Man hatte ihm bekanntlich die Feuerwehrleute auf sein Dach I gestellt, weil er es mit Petroleum getränkt hat. Da es Gusrin nicht paßte, daß man ihm auf das Dach flieg, erhob et Einspruch bei der Regierung, und die Leute wurden ab- I gerufen. Nun begann Guorin, in seinem Hofe Möbel auf­zuschichten und diese mit Petroleum zu tränken. Als nun die Feuerwehrleute diese gefahrdrohende Stelle umzingelten, sagte Guorin dem Führer ganz gemütlich, er verwahre sich I dagegen, daß man gegen ihn so lächerliche Waffen wie Feuer- I spritzen gebrauche. Üebrigens sei er ein gewandter Schütze und er würde sofort alle Schläuche durchschießen. Dem Feuerwehroffizier blieb nichts anderes übrig, als dem Manne I auf Ehrenwort zu versichern, daß kein Wasserrohr auf ihn I gerichtet werden würde. Daraufhin ließ Guorin seine Möbel I aus dem Hofe wieder zurückbringen. Große Hoffnungen j seht Guörin auf einen neuen Radau am nächsten Sonn- I tag. Er glaubt da entweder neuen Proviant zu erhalten oder flüchten zu können. Im Ausblick auf diese Mög­lichkeiten sind seine Leute jetzt auch mit geringeren Stationen zufrieden. Alle Kranken will Guorin von jetzt ab in seinem Hause selbst behandeln; wenn jemand stirbt, will er ihn auch im Hause begraben und schwarze Fahnen aushängen. Die Nachbarschaft macht ihre Spässe über die Feuerwehr, die auf den benachbarten Fenstern, Balkonen und Dächern aufgestellt ist, um beim ersten Zeichen die Festung unter Wasser zu setzen. Um mit der Damen­welt, mit der wir, so schreibt dieK. Z.", unfern Bericht begonnen, zu schließen, sei eine Bittschrift des Vereins fran­zösischer Frauen an Waldeck-Rousseau Erwähnung gethan, in der es heißt:Herr Minister, Sie können unmöglich zu- lassen, daß Franzosen andere Franzosen am Ende des 19 Jahrhunderts behandeln, wie die abscheulichen Preußen die Pariser im Jahre 1870/71 behandelten. Neber dem Gesetz steht die Menschlichkeit, und im Namen der Mensch­lichkeit werden Sie von allen französischen Frauen ersucht, Guorin und seine Genossen nicht Hungers sterben zu lassen." . . T- R.

Dorpat, 24. August. Die Regierung wird mit einem Kostenaufwande von 400000 Rubel an der hiesigen Univer­sität ein Studentenkonvict errichten, um dadurch russische Studenten in größerer Anzahl herbeizulocken und die Verrussung der Anstalt zu beschleunigen.K. Z."

Transvaal. Johannesburg, 24. August. In einer gestern abend abgehaltenen Versammlung von etwa zwei­hundert Deutschen wurde ein Ausschuß ernannt, welcher der Regierung Transvaals eine Bittschrift unterbreiten soll, worin versichert wird, daß die Deutschen im Falle eines Krieges bereit seien, Kriegsdienste zu thun, aber in Anbe­tracht der im Magoltseldzuge erlittenen Mühseligkeiten bitten, ein besonderes Korps bilden zu dürfen.K. Z."

Johannesburg, 24. August. Obgleich die Arbeit in den Bergwerken noch fortgesetzt wird, liegt das Geschäft in der Stadt völlig darnieder, nimmt die Not schnell zu und wird die Auswanderung aus der Stadt und den Grubenbezirken immer bedenklicher. Da auch zahl­reiche Leute der ärmeren Klassen, welche die Reisekosten nur schwer aufbringen können, jetzt anfangen fortzugehen, ist jeder abfahrende Zug gedrängt voll. In Kreisen, in denen man die Verhältnisse gut kennt, glaubt man, daß kaum ein Grund zu unmittelbarer Beunruhigung vorliege, doch hat die Unklarheit der Sachlage in den letzten Wochen den Neuigkeitskrämern freies Spiel gegeben und viel dazu bei­getragen, die allgemeine Spannung zu erhöhen. (Times.)

Uermischtes.

* Wetzlar, 25. August. Im Anschluß an den Verband für den Regierungsbezirk Coblenz wurde hier ein Verein zur Förderung der Errichtung von Lnngen- Heilstätten errichtet. Vorsitzender ist Landrat vr. Goedicke, Stellvertreter Sanitätsrat vr. Höchst, Schriftführer Kreis­sekretär Magnino. In der Versammlung wurde von den

Mteraiur, Wissenschaft und Kunst.

Seit kurzem sind in Berlin Fernsprechautomaten an­gebracht, die man beim Einwurf eines 10 Pfg.-Slücke benutzen kann. Es ist dadurch jeder in die Lage versetzt, auch wenn er selbst kein Telephon besitzt, oder stch unterwegs befindet, die Firnsprechetnricht» ungen zu benutzen, die in Post- und Telegraphenämtern, Gaftwtrt- schasten, Konditoreien und Zigarrenhandlungen zur Benutzung offen stehen. Die letzte Nummer derUmschau" (Frankfurt a. M.) veröffentlicht eine Beschreibung dieser intercssanten Apparate, die durch Abbildungen verdeutlicht wird. In der gleichen Nummer finden wir zwei vorzügliche Photographien des kürzlich verstorbenen berühmten Professors Bunsen. Eine davon ist durch einen Amateur- Photographen ausgenommen in dem Augenblick, als Bunsen sich eine «tgarre angezündet hat und in Begleitung eines bekannten ameri­kanischen Chemikers aus dem Grand-Hotel in Heidelberg herauS- kommt. Selbstverständlich läht dieUmschau" das Goethe-Jubiläum nicht vorübergehen, ohne einen glänzenden Artikel (aus der Feder von Professor Bruinier), der unS die Bedeutung Goethe« für den modernen Menschen schildert, w veröffentlichen. Es befinden sich auch in dieser Nummer Abbildungen de« Goethehauses nach einer Radierung von Mannfeld Cosomalt und die erste authentische Ab­bildung des Goethehauses. Beide Bilder sind bisher noch in keiner anderen Zeitschrift veröffentlicht worden.

Verkehr, Land und Volkswirtschaft.

SS Gedern, 24. August. Der erste diesjährige Herbst-Vieh- markt war in Rindvieh sehr gut befahren. Einjährige Rinder kosteten das Stück 120 biS 140 Mk., zweijährige 170 bis 220 Mk., dreijährige 250 bis 300 Mk. Stiere kosteten das Paar 250 bis 300 Mk., zweijährige 350 bis 450 Mk., dreijährige das Paar oOO bi« 600 Mk. Gesucht wurden frischmilchende Kühe, wovon das Stück mit 270 bis 320 Mk. bezahlt wurde. Auch fette« Dieb war auf- getrieben und kostete der Centner Schlachtgewicht je nach Güte 55 bis 62 Mk. Saugkälber wurden verkauft das Stück zu 35 bis 45 Mk., 3 bi« 4 Wochen alte für 45 bis 60 Mk. Mit Schweinen war der Markt ebenfalls gut befahren, eS blieb indes vieles unverkauft. Frühjahrsferkel (log. Einlegeschweine) kostetm das Paar 70 bis 90 Mk., 90 bis 100 Mk. und 100 bis 11G> SWt Kmge Sommcr- ferkel wurden verk.ust das Paar zu 30 bis 35 Mk. und 36 bis ! 45 Mk. je nach Alter. Fette Schweine kosteten 48 biS 50 Mk. der Centner Schlachtgewicht.

daselbst Vieh hüteten. |

n. Friedberg, 24. August. Es ist in letzter Zeit oft darauf hingewiesen worden, daß in diesem Jahre, wie auch I früher, von allen Aepfelsorten die geschmähte Schafnase, I die in den letzten Jahren den feineren Obstsorten weichen mußte, hübsche Erträge liefert. Dazu sei bemerkt, daß eine Autorität auf dem Gebiel der Pomologie, der Leiter der hiesigen pomologischen Gärten und Lehrer an der Ackerbau­schule, Herr Reiche», wiederholt daraus hingewiesen hat, daß die Schafnase, für die, wie die Erträge zeigen, die Boden- und klimatischen Verhältnisse unserer Provinz so günstige seien, beim Anbau durchaus nicht beiseite ge­schoben werden dürfe. Bei den Anbauversnchen mit Obst, die nächstens im Vogelsberg gemacht werden sollen, wird sicher die Schafnase nicht übergangen werden. Man pflanzte früher zu viel ohne Wahl. Es wurden eben Apfelbäume gekauft, ohne nach der Sorte zu fragen. Erst durch den Oberhessischen Obstbauverein wurden genaue Untersuchungen darüber angestellt, welche Sorten anbauwürdig seien. Diese Sorten wurden dann bekannt gegeben, und jedes Mitglied des Vereins kann alljährlich Edelreiser von diesen unent- | zeitlich vom pomologischen Garten beziehen. Es kann darum auch die Beteiligung an den Obstausstellungen und der Be- ! such derselben nicht dringend genug angeraten werden, weil die Leiter des Oberhessischen Obstbauvereins durch diese weniger Schaustellungen veranstalten, als vielmehr die Kenntnis von den empfehlenswerten Obstsorten verbreiten wollen.

Frankfurt a. M., 21. August. Centralstelle für Obstverwertung und Obst-Markt-Komitee Frankfurt a. M. Nachfragen. I. Gabel, Wall­straße 26, Frankfurt a. M., kauft Mirabellen, Reineklauden, Pfirsiche, Pflaumen,- und Kochäpfel und- und Koch­birnen. Ludwig Engelter, Eier- und Südfrüchtehandlung, Ludwigshafen a. Rh., kauft einige Waggon Tafeläpfel. I Joh. Weeber, Eßlingen a. Neckar, Unter Beutau 6, kauft Most- und Tafeläpfel. Oskar Völkel, Frankfurt a. M., Fichardstraße 30, kauft Preisselbeeren, Reineklauden. Friedrich Müller, Langensoulzbach, Post Werth a. Sauer, Elsaß, kauft 200 Centner Zwetschen. Frau Schmidt, Eschersheimer Landstraße 9, Frankfurt a. M., kauft Heidel­beeren. Albert Rosenthal, Elbestraße 46, Frankfurt a. M., kauft Mirabellen. Edmund Parish, Wasserlos, Post Alzenau Unterfranken, Bayern, kauft größere Posten Zwetschen. K. Märklen, zum grünen Baum, Aspery, Württemberg, kauft 20 Waggon Mostäpfel. Oberamtsrichter Schindler, Offenburg, Baden, kauft 1 Centner Heidelbeeren, einige Centner Wintertafeläpfel. Westerwälder Obstverwertungs- Genossenschaft e. G. in Neuwied a. Rh., kauft Brombeer­wein und Stachelbeerwein. G. A. Kraus, Weisenheim a. Sand, kauft 2000 Centner Zwetschen. Jean Hecker, Restaurateur und Geschäftsagent, Münster t. Elsaß, kauft einige Waggon Tafeläpfel. Adolf Kranzbühler, Konserven­fabrik, Neustadt a. Haardt, kauft Mirabellen und Reine­klauden. Joh. Kollmar, Bäckermeister, Zweibrücken, I Pfalz, kauft 200 Centner schöne, haltbare, gebrochene Aepfel. I Ang. Hanke, Grünberg, Schlesien, kauft mehrere Waggon Mostäpfel. Franz Hohm, Baumschulenbesitzer, Gelnhausen, I kauft 2 Centner Sveierling. C. Telschow, Konditor, I Berlin W. Königsgrätzerstraße Nr. 126, kauft Mirabellen, I Pflaumen, Zwetschen, Ananas Beurr6 rouge et blaue saure qeleeträftige Aepfel. Obstdurchschnittspreise den I 21 August 1899. (Die Preise verstehen sich bei sofortiger Lieferung). Himbeeren der Centner Mk. 24, Aprikosen 60, Mirabellen 40, Pfirsiche 50,50, Reineklauden 27, Fruh- I birnen je nach Sorte 12 bis 18, Frühäpfel je nach Sorte I 12 bis 20, Frühzwetschen 25, Brombeeren 16.