Ausgabe 
27.7.1899 Zweites Blatt
 
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Siegfried-Stimme, die an Ausdauer unglaubliches leistet, die die Schmiedelieder mit durchdringender Kraft heraus» bringt und daun noch im letzten Akt mit der höchsten Stärke der Leidenschaft ausbricht. Das Publikum war so begeistert, daß es nach jedem Akt bereits in die Schluß­musik hineinzuklatschen begann, was in Bayreuth ein un­erhörter Fall ist. Ellen Gulbraudson als Brünnhilde konnte diesem Partner nicht Schritt halten und mühte sich namentlich gegen Schluß vergeblich die Riesenaufgaben ihrer Nolle zu bewältigen. Das Orchester spielte nament­lich in den Liebesszenen des letzten Aktes mit entzückendem Wohllaut und hinreißendem Feuer. Van Roy sang den Wanderer schön und bedeutungsvoll. Der fein charakteri­sierte Mime des Herrn Breuer aus Berlin ist eine bekannte Bayreuther Musterleistung. Die Vorstellung bot wieder eine Reihe prächtiger szenischer Bilder. Der Lindwurm benahm sich sehr lebhaft, ließ sich mit vielem Anstand umbringen und wurde von Elmblad mit einem wahrhaft unheimlichen Baß gesungen.Frkf. Ztg."

* Nordlandfahrt. Die Passagie'e des auf der Nord­landfahrt befindlichen Hamburger SchnelldampfersAuguste Viktoria" sandten von Stahlheim aus folgende Depesche an Se. Majestät den Kaiser:Der so überaus huldvolle Besuch Ew. Majestät an Bord derAuguste Viktoria" und die gnädige Erlaubnis, Ew Majestät JachtHohenzollern" besichtigen zu dürfen, haben den heutigen Tag zu einem unvergeßlichen gemacht. Die Unterzeichneten erlauben sich daher, Ew. Majestät ergebenst zu bitten, im Namen aller Passagiere den allerunterthänigsten Dank darbringen zu dürfen." Um 5 Uhr nachmittags ging darauf folgende huldvolle Antwort ein:Es ist mir eine Freude gewesen, den Passagieren derAuguste Viktoria" die Besichtigung derHohenzollern" gewähren zu können, bitte denselben Meinen Dank für das freundliche Telegramm auszusprechen. Ich wünsche derAuguste Viktoria" glückliche Fahrt und Heimkehr. Wilhelm I. R."

* Unter der Überschrift:An die deutschen. Gesangvereine und deren Dirigenten, an die deutschen Männerchor-Kom­ponisten und deren Verleger!" veröffentlichen dieFliegen­den Blätter des evangelischen Kirchenmusikver­eins in Schlesien" folgendes: Der Kaiser und die Kaiserin hatten sich beim Kasseler Gesangwettstreit alsbald nach Beendigung des Festaktes der Preisverteilung zum Palais am Friedrichsplatz zurückgezogen, wo Galadiner stattfand. Sie unterhielten sich mit den einzelnen Gästen in liebenswürdigster Weise. Vor Beginn der Tafel fand Cerele statt, bei dem der Kaiser eine sehr bemerkenswerte Ansprache an die Preisrichter hielt. Er dankte ihnen für ihre hingebungsvolle Thätigkeit und gab seiner Genug- thuung über das schöne Gelingen der Veranstaltung Aus­druck. Der Kaiser erkannte die Thätigkeit der einzelnen Vereine an und betonte seine besondere Freude darüber, daß man zum Wettsingen so viele Gedichte patriotischen Inhalts gewählt habe. Er müsse aber gleichzeitig sein Bedauern aussprechen, daß die zu Worte gekommenen Kom­ponisten in Bezug auf die Schwierigkeiten des Satzes zu große Anforderungen an die Sänger stellten. Eine orchestrale Behandlung der vier Stimmen sei für den Männerchor nicht passend. Die gehörten schwierigen Gesänge hätten bewiesen, daß sich die Komponisten für Männerchöre in Bahnen bewegten, die für die Entwicklung dieser Kunst­gattung ungünstig seien. Man habe einander an musika­lischen Kunststücken überbieten wollen. Die ernste Natur des Männerchorgesanges sei aber auf den Ton des Volks­liedes und des volkstümlichen Liedes gestimmt. Er bitte die Preisrichter, dahin wirken zu wollen, daß die Kompo­nisten für Männerchöre wieder andere Bahnen einschlagen möchten.

* Der älteste Liebesbrief. Ein bekannter Archäologe teilt in einer Zeitschrift mit, wo sich der älteste Liebesbrief auf der Welt befindet. Er ist vorhanden in London im Britischen Museum. Der Brief enthält einen Heiratsantrag, und zwar die Werbung um die Hand einer egyptischen Prinzessin vor 3500 Jahren und ist auf einen Ziegelstein emgeritzt. Ob der Brautwerber diesen Stein an den Kopf geworfen bekam, war leider nicht zu erfahren.

* Ein Geschenk für Rettung aus Seenot. Das dänische Ministerium des Aeußeren hat durch die deutsche Gesandt­schaft in Kopenhagen einen Betrag von 780 Kronen erhalten. Diesen Betrag hat der deutsche Kaiser den Besatzungen der Rettungsboote in Skallerup und Lönstrop, sowie den Personen, welche die dortigen Raketenapparate bedienen, geschenkt als Belohnung für die Hilfe, welche im Dezember vor. Jahres der Besatzung auf dem an der Westküste Jüt­lands gestrandeten Kieler DampferHeinrich" geleistet worden ist. Die ganze Besatzung wurde, wie man sich er­innern wird, mit Lebensgefahr von den braven Weftküst- fischern gerettet. Der Betrag wurde dem Landesvoigt in Hjörring zugestellt, welcher den betr. Personen je 80 Kronen übermittelte.

* Prosaisches von einem Dichter. Professor Max Müller in Oxford hat kürzlich in der ZeitschriftKvs- mopolis" seine Erinnerungen von dem Dichter Alfred Tennyson veröffentlicht. Sie liefern aufs neue den Beweis, daß die alte Behauptung, das Genie gehe fast immer Hand in Hand mit Excentricität, eine richtige ist. Der verstorbene poet laureate hat über ebensoviel Egoismus und üble Laune wie sein berühmter Zeitgenosse Thomas Carlyle ver- fügt. So genierte er sich nicht im geringsten, bei Gesell­schaften das ihm vorgesetzte Essen zu tadeln eine Unge­zogenheit, die bei einem Schuljungen streng gerügt würde, ober er beklagte sich laut, daß die zum Lachs herumgereichte Sauce nicht die sei, die er liebe. Beim Frühstück hatte er fast jedes mal etwas auszusetzen und brummte ärgerlich: -Wieder Hammelkoteletts! Der Stapelartikel aller schlechten englischen Wirtshäuser-" Gleichwie Carlyle war er am gemütlichsten und zugänglichsten, wenn er seine unentbehr­liche Pfeife rauchte.

* Mit der Frage der Reform der Personentarife hat sich auch der bayerische Eisenbahnrat befaßt. Generaldirektor v. Ebermayer erklärte auf eine Anfrage, er könne wegen des vertraulichen Charakters der Verhandlungen Mitteilungen im einzelnen nicht machen. In Beziehung auf eine Ver­einfachung der Personentarife bestehe im allgemeinen grund­sätzliches Einverständnis unter den Regierungen. Dagegen werde sich eine Vereinheitlichung der Grundtaxe, da die Verhältnisse in dieser Richtung in Süd- und Norddeutschland zu verschieden lägen, kaum ermöglichen lassen.

* Ein StammtischAbenteuer. JrnBerl. Lok.-Anz." lesen wir: Es war in einem Städtchen auf der Insel Rügen. Um den Stammtisch desersten Hotels" saßen des Städtchens Honoratioren beim Abendtrnnke. Einiges Aufsehen erregte unter ihnen die Reisezeit war längst vorüber das Erscheinen eines fremden Gastes, der sich bescheiden an einen anderen Tisch setzte und einen Schoppen bestellte. Teils Neugierde, teils Mitleid mit dem Einsamen veranlaßten die Stammgäste, diesen aufzufordern, an ihrem Tisch Platz zu nehmen. Nicht lange darauf war eine sehr animierte Unter­haltung im Gange, da der Fremde sehr interessant zu er­zählen wußte. Als letzter Stammgast erschien dann noch der Oberförster, der in bezug auf Jägerlatein seines gleichen weit und breit suchte. Bald entströmten denn auch die haarsträubendsten Jagdgeschichten dem Munde des großen Nimrod, die den Stammgästen zwar schon häufig aufgetischt waren, den Fremden aber zu staunender Bewunderung hin­zureißen schienen. Als der Waidmann aber schier gar nicht aufhören wollte, da fiel ihm der Fremde bei einer Trink- pause in die Rede.Die Herren gestatten auch mir viel­leicht die Erzählung eines Jagdabenteuers, das ich vor vielen Jahren in Rußland erlebte. Es war auf einer Bärenjagd. Durch einen unglücklichen Zufall von meinen Gefährten getrennt, sah ich mich plötzlich einem Bären ge­genüber. Schnell lag ich im Anschlag, doch mußte mich wohl die nötige Ruhe etwas verlassen haben; statt den Bären tätlich zu treffen, streifte ich ihn nur leicht und stand meine Büchse war ein Vorderlader, und zwar ein ein­läufiger ihm nun wehr- und machtlos gegenüber. Ich floh der Bär dicht hinter mir. Plötzlich stand ich nun vor einer tiefen Schlucht. Schon glaubte ich mich ver­loren, da sah ich, daß ein umgewehter Baum die Schlucht überbrückte. Schnell betrat ich, mich in reitender Stellung darauf niederlassend, die rettende Brücke und rutschte über dieselbe dahin zum anderen Ufer. Doch o Schrecken auch dort stand ein Bär. Stunden voll Todesgrauen auf jeder Seite, und unter mir lauerte der Tod auf mich. Endlich die Bären wichen nicht von der Stelle und ich vermochte mich nicht mehr zu halten, rutschte ich weiter zum UferWie von der schrecklichen Erinnerung ge­bannt, verstummte der Erzähler.Und was wurde dann!" fragte der Oberförster.Ich wurde natürlich mit Haut und Haaren aufgefressen".Herr, das ist zu toll", fuhr der Oberförster auf,wie können Sie es wagen, wer sind Sie?" Und sich lächelnd vor den Stammgästen verbeugend, sagte der Fremde:Fritz Reuter". All­gemeine Bewunderung, allgemeine Freude. Und nun hob ein Zechen an! Das Beste holte der Wirt aus dem Keller zu Ehren seines berühmten Gastes. Erst beim Morgen­grauen wurde das Lager aufgesucht. Am anderen Tage der Wirt lehnte jede Zahlung ab bat der Wirt vor Abreise seines Gastes denselben, sich in seinem Fremdenbuche zu verewigen. Der Wagen des Wirtes brachte ihn zur Bahn. Triumphierend kehrte der Wirt in sein Haus zurück und entnahm dem Fremdenbuch das Blatt, um es unter Rahmen zum ewigen Gedächtnis zu bewahren. Da las er: Fritz Reuter, Weinreisender aus Mainz".

* Druckfehler im 16. Jahrhundert. Wie dieUmschau" nach der Papierzeitung berichtet, wurde im Jahre 1523 der Buchdrucker Wolfgang Stöckel, der bis dahin in Leipzig thätig gewesen, vom Herzog Georg von Sachsen nach seiner Residenz Dresden berufen, um die neue Kunst auch dorthin zu verpflanzen. Stöckel gab nun bereits im folgenden Jahre ein Buch heraus. Am Schluß enthielt dasselbe ein Druckfehler-Verzeichnis mit folgendem ergötzlichen Zusatz: Die anderen Buchstaben, so zuweilen verrückt oder gar ausgeblieben, muß ein verständiger Leser dem Sinn nach lesen, denn es ist im Winter bei dem schlechten Lichte, so die Stuben warm und die Drucker faul und schläfrig fein, bald was übersehen."

* Kinderschuh in England. Aus London wird berichtet: Die hiesige Gesellschaft zur Vorbeugung von Grausamkeiten gegen Kinder darf sich zu den ausgezeichneten Resultaten ihrer Bemühungen im Laufe des letzten Jahres gratulieren, lieber 28 000 Fälle von ungehöriger Kinderbehandlung hat die Gesellschaft aufgedeckt. In den meisten Fällen waren die Kinder körperlich vernachlässigt oder dem Hunger preis- gegeben. Es sei bei dieser Gelegenheit daran erinnert, daß der Staat durch lange Zeit eine absolute Gleichgültigkeit den Leiden der Kinder gegenüber gezeigt hat und daß es Lord Herschell's Verdienst ist, daß hier eine gründliche Aenderung geschaffen wurde, der die Gesellschaft eine wesent­liche Erleichterung ihrer Arbeiten verdankt.

* Das jüngst geborene dritte Töchterchen des Zarenpaares ist am vorigen Sonntag getauft worden, lieber den feierlichen Akt teilen russische Blätter Folgendes mit: Die Feier fand in Peterhof statt. In einer reich vergoldeten, von sechs schneeweißen Pferden gezogenen Staatskarrosse machte die winzige Großfürstin die Fahrt von dem Palast in Peterhof zu demGroßen Palast". Die Taufprozession wurde von einer großen Anzahl von Hofbeamten in gold­gestickter Kleidung zur Privatkapelle geführt. Dicht hinter dem Zuge schritten der Zar und die Kaiserin-Witwe. Bei russischen Taufen ist die Mutter des Kindes niemals an­wesend, und selbst die Mutter des Kaisers mußte sich, nach­dem sie den Segen des Geistlichen empfangen hatte, für die Dauer des Taufaktes in ihre Privatgemächer zurück- ziehen. Der Erzbischof von Petersburg leitete den Gottes­

dienst am Altar, aber einer russischen Sitte gemäß, nach der die hohe Geistlichkeit davon ausgeschlossen ist, die Tauf- Handlung zu vollziehen, wurde das Zarenbaby von dem Privat- kaplan Ihrer Majestäten in den Schoß der griechisch- katholischen Kirche ausgenommen. In dem Augenblick, da dies geschehen war, donnerte eine aus hundert und einem Schuß bestehende Salve durch den Park des Schlosses. Darauf kehrte die Kaiserin-Mutter in die Kapelle zurück und dem kleinen Täufling, der die Namen Marie Nikolajewna erhalten hat, wurde das Ehrenabzeichen des heil. Katharinen- Ordens verliehen. Zu den Taufzeugen gehörten außer der Zarin-Witwe Prinz Georg von Griechenland und Prinz Heinrich von Hessen.

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Ist -er Mars eine bewohnte Welt? Diese Frage, die Gelehrte und Laten so vielfach beschäftigt, wird in dem ncuehm Heft (25) der illustrierten FamtltenzeitschrtftZur Guten Stunde" (Deutsches VerlagshauS Bong & Co., Berlin W. 57. Pre.s des Vterzehntagsheftes 40 Pfg.) von sachkundiger Feder in fesselnder Weise und eingehend erörtert. In einem Artikel von Bruno H. Bürgel wird an der Hand von Illustrationen von den sonder- baren Kanälen dieses Weltteils erzählt, von seinen Ueberschwemm ungm, grünen Wäldern und schneebed eckten Hochgebirgen. In Bild und Wort wird uns ferner in demselben Heft der gewaltige Kampf um die Malakoff Festung während des Krimkrteges geschildert, bet dem Rassen und Franzosen sich als erbitterte Feinde gegenüber­standen. Nicht minder erregt ein friedliches Werk, der Plan des Mittellandkanals, der eine Verbindung sämtlicher norddeutschen Ströme herbeiführen soll, unser Jntereffe. Der mit so großem Bei­fall aufgenommene RomanBaroneß Köchin" von Hann» Branden- fels nähert sich dem Abschluß, währendOhne Segen" von Philipp Wengerhoff stch zum packenden Konflikte zuspcht. Ja der Abteilung Für unsere Frauen" fallen außer dem Artikel etneS Arztes über Migräne" die zahlreichen illustrierten Beiträge über praktische Ein­richtungen in HauS und Garten auf, und in der Grattsbetlag'' Illustrierte Klafstkerbibliothek, Metsternovellen des 19. Jahrhunderts" beginnt ein neues Werk, die düstere aber höchst spannende Geschichte E. T. A. Hoffmanns,DaS Fräulein von Scudery".

Katechismus der Buchbinderei von HanS Bauer. Mit 97 Abbildungen. In Originalleinenband 4 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Der Verfasser, Inhaber und Leiter der Fachschule für Buchbinder zu Gera, hat stch von dem Grundsatz leiten lasten, die Beschreibung aller Techniken der Buchbinderei in einfacher, leicht verständlicher Weise zu geben. Die Einleitung be­handelt Werkzeuge, Maschinen und Materialien; dann folgen kapitel- weise die Anfertigung des Buchblockes, die Verzierung des Buch­schnittes, die verschiedenen Arten der Einbände, die äußere Verzierung der Buchdecke, daS Preßoergolden und der künstlerische Bucheinband und seine Ausstattung. Die Schlußkapitel betreffen das Kontobuch und das Binden der Atlanten; der Anhang gtebt Fingerzeige für die Ausführung der Adreßmappe, der Attrappe, deS PostkartenalbumS und das Aufziehen von Karten, Zeichnungen und .Photographien. Unter den Abbildungen zeichnen stch besonders die Motive für künstlerische Bucheinbände aus.

Die im Verlage von Karl Grüninger in Stuttgart er­scheinende illustrierte FamilienzeitschriftEcho vom Gebirge* wird mit Recht das Lteblingsblatt der Zitherspieler genannt. DaS Blatt, das die Jnteresten deS Zttherspiels vertritt, ist sehr hübsch auSgestattet und bringt neben belehrenden musikgeschichtlichen und mufikpädagogischen Artikeln, Beurteilungen neuerschienener Z'therstücke, auch Unterhaltendes in Form von spannenden Erzählungen und Humoresken, Rätsel rc., ferner Konzertberichte und Konzertprogramme, welche über die Thätigkeit in Kreisen von Zitherspielern orientieren. Jede Nummer enthält wertvolle Musikbeilagen in Münchener Stimmung. (Preis Mk. 1,20 vierteljährlich.) Probenummern ver­sendet die Verlagsbuchhandlung Karl Grüninger in Stuttgart ge­bührenfrei.

Von dem Grundsätze ausgehend, ein jedermann zugängliches Buch zu schaffen, welches in kurzen Zügen, ohne sich dabei in fach- technischen Ausdrücken zu verlieren, das Wissenswerte über Blumen­pflege und Zucht behandelt, hat der Verlag des Praktischen Weg­weisers, Würzburg, eine Schrift herausgegeben, welche von Herrn Ph. Held, kgl. mürtt. Garteninspektor und Vorstand der Gartenbau­schule zu Hohenheim, bearbeitet worden ist. Dies unter dem Titel: »Praktische Winke zur Pflege der Zimmerpflanzen" erschienene Buch ist reich illustriert und erklärt das Einpflanzen der Zimmer- gewächse, die Behandlung und V-rmehrung derselben, die Pflanzen­krankheiten, tierische Schädlinge der Pflanzm u. f. w. Den Schluß bildet ein Kalender, welcher die in jedem Monat für die Zunmer- gärtnerei vorzunehmenden Arbeiten behandelt. Der niedrige Preis von 50 Pfg. ermöglicht jedermann die Anschaffung.

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