Ausgabe 
27.5.1899 Zweites Blatt
 
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Herzogin von Baden, die Königin von Württemberg, die Erb- großherzogin von Oldenburg, den Prinzregenten von Bayern, sowie an die Präsidenten der französischen Republik und der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Kaiser Wilhelm hat als Antwort folgende Depesche an den Herzog von Ratlbor geschickt:Potsdam, 25. Mai 1899. Aufs An­genehmste berührt durch den Huldigungsgruß des Kongresses zur Bekämpfung der Tuberkulose als Volkskrankheit, ersuche Ich Sie, dem Kongreß Meinen Dank und Meine besten Wünsche für einen glücklichen und erfolgreichen Verlauf zu übermitteln. Möge es der gemeinschaftlichen Arbeit ärzt­licher Wissenschaft und menschenfreundlicher Nächstenliebe ge­lingen, der verheerenden Volksseuche Einhalt zu gebieten und die schweren Schädigungen zu mildern, denen das deutsche Volk in seiner Gesamtheit wie in seinen einzelnen Familien und Gliedern durch die Tuberkulose ausgesetzt ist. Wilhelm I. R." Die oben genannten fremden Fürstlich­keiten dankten gleichfalls sämtlich telegraphisch. Aus An- des Kongresses finden natürlich viele Festlichkeiten statt.

Nachdem schon Dienstag abend der Direktor des Reichs­gesundheitsamtes Dr. Köhler die Reihe der festlichen Ver­anstaltungen mit einem größeren Mahl eröffnet hatte, waren zu Donnerstag abend zu einem großen Gartenfest beim Reichskanzler Einladungen ergangen. An demselben Abend speisten die französischen Delegierten mit einer Anzahl Herren des Organisationskomitees beim französischen Botschafter, Marquis Noailles. Zum heutigen Freitag abend haben Herr und Frau v. Leyden Einladungen ergehen lassen. Generalarzt Dr. v. Coler wird gleichfalls ein größeres Fest veranstalten. Mittwoch abend wurden in den Festräumen des Rathauses die Mitglieder des Kongresses von den Ver­tretern der Stadt Berlin empfangen. Unter den Gästen befanden sich Unterstaatssekretär Dr. v. Bartsch, Ministerial­direktor Kügler, Landesdirektor v. Levetzow, Landesrat Meyer, der Herzog v. Ratibor, Geh. Rat v. Leyden und die Mit­glieder des Damenkomitees mit der Prinzessin v. Hohenlohe an der Spitze. In kurzer Ansprache begrüßte Bürgermeister Kirschner die Erschienenen. Im Namen der Gäste erwiderte der Herzog von Ratibor mit einem Hoch auf Berlin. Dann entbot namens der Stadtverordneten der Vorsteher Dr.Langer- hans den Gästen herzlichen Gruß. Hieraus begab man sich an die Buffets. Erst gegen 10 Uhr leerten sich die gast­lichen Räume.

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* Auszeichnung. Auf der 2. Acetylen-Ausstellung u Stuttgart-Cannstatt erhielt die Acetylenapparat! Fabrik Gießen (R. Welkoborsky) die filbtni Medaille.

Aus der Zeit für dir Zett.

Vor 304 Jahren, am 27. Mai 1595, wurde zu öittd* berg Benedikt Carpzov (der Jüngere) geboren, eirr ber bedeutendsten Juristen des 17. Jahrhunderts, desi-r Schriften das Zivil-, Kriminal- und Kirchenrecht, sowie d« Prozeß umfassen und bis heute sich hohen Ansehens bei t« Gerichtshöfen erfreuen. Da in der damaligen Zeit u meisten Diebstähle mit dem Tode bestraft wurden, so ist erklärlich, daß Carpzov alsUrteilssprecher" ca. 30000 Tods- urteile gefällt haben soll. Er starb am 30. August 16(6 m Leipzig.

Vermischtes.

*D. Frankfurt a. M., 26. Mai. Wer den Zoolog­ischen Garten in Frankfurt zu Pfingsten besucht und nun wieder hingeht, der wird staunen über die

Ausland.

. 2ßitn, 25. Mai. Die in Oesterreich die Erörterung beherrschenden nationalpolitischen Forderungen der deutschen Opposition haben ans deutscher Seite nahezu einhellige Zustimmung gesunden. Daß das ..Vater- Sv-r-t6 mbaS Organ der Feudal-Klerikalen, mit der tschechischen Presse in ein Horn bläst, durfte nach den ver­schiedenen Verbrüderungen, die in der jüngsten Zeit zwischen den ^ungtschechen und Feudalen stattgefunden haben, Nie- manden überraschen. Di- tschechischen Blätter begrüßen di- Berofsentlichung mit einem wahren Wutgeschrei. Das tschechische Hauptorgan, die ..Narodni Listy», schlägt wahre Purzelbäume vor Wut. Es bezeichnet die Forderungen als eine -Frechheit deutscher Herrschsucht--, als ein Attentat auf die Geduld der Slaven. Dasfreche deutschnationale Pamphlet, die Brandschrist-- sei offenbar für die preußische Regierung geschrieben. Man könne neugierig sein, wie Graf Thun auf dieseunerhörten" Forderungenösterreichisch" antworten werde. Die alttschechischePolitik" aber findet geradezu:Was die Deutschen fordern, ist einfach revo- lutronär!" Durch diese Haltung beweisen die Tschechen neuerlich, daß mit ihnen eine vernünftige Verhandlung nicht i Möglich ist. Von den polnischen Blättern sucht namentlich derDziennik Polski" die tschechischen Kollegen im Schimpfen

^ Deutschen noch zu übertreffen: das Endziel der österreichischen Teutonen" sei einfach die Umgestaltung der österreichisch-ungarischen Monarchie in einLehen der deutschen Kaiserkrone". Recht unfreundlich äußert sich übrigens auch die ungarische Presse in ihrer Mehrheit. Indes werden die

-4?? r9Ll zEhun, sich über die deutschen Forderunqen Nicht zu sehr die Kopfe zu zerbrechen. Die Durchführung ihres Programms ist Sorge und Sache der Deutschen selber

Belgrad, 26. Mai. König Alexander reist in! Begleitung seines Vaters Mitte Juni zum Kurgebrauch nach Karsbad. Nach dem Ende der Kur wird derselbe eine I Auslandreffe antreten.

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Schwierigkeiten zu verkennen, halten wir diese doch nicht für unüberwindlich. Wir hoffen, daß die Heranziehung der Arbeiter zu praktischer Mitarbeit bei Beratung und Rege­lung ihrer Angelegenheiten ihnen das Gefühl der Verant­wortlichkeit stärken, die Einsicht in das Mögliche und Er­reichbare vermehren, das Bewußtsein der Zugehörigkeit zu emem größeren Ganzen befestigen und so auf die deutsche Arberterwelt eine verständige Mitarbeit und den politischen und nationalen Aufgaben unseres Volkes gewinnen würde." (Lebhafter Beifall.) Pfarrer Naumann-Berlin: Er halte den letzten Satz des Antrages vollständig für überflüssig. Zum mindesten müßte in dem Anträge betont werden, daß dre Arbeitskammern auch für die Unternehmer nach der pädagogischen Seite hin wirken würden. Es könnte sonst der Anschein der Einseitigkeit erweckt werden. Er habe gestern auf die anerkennenden Worte des Vorsitzenden be­züglich des Frhrn. v. Stumm nichts erwidert. Da dies aber in allen Zeitungsberichten hervorgehoben worden sei, so müsse er bemerken, daß das Klassenvorurteil des Herrn v. Stumm noch immer dasselbe sei, und daß daher die! Stellung der evangelischen Arbeitervereine zu Freiherrn v. Stumm noch keineswegs eine Aenderung erfahren habe. - Nach längerer Besprechung zog Dr. Hüpeden den letzten Satz seines Antrages zurück. Darnach gelangte der Antrag einstimmig zur Annahme. Es wurde hierauf vom Aus- I schuß folgender Antrag vorgelegt:Die Delegiertenversamm­lung erklärt, daß sie zwar jeden Terrorismus von Arbeit- I nehmern, wie von Arbeitgebern entschieden verurteilt, daß I fie aber die bestehenden Bestimmungen der Gewerbeordnung, | befonfcerS im § 153, sowie des Strafgesetzbuches für voll- I ständig genügend und bei gleichmäßiger Anwendung nach beiden Seiten angemessen hält, und in der Verschärfung derselben oder in einem eigens hierzu bestimmten neuen Gesetz eine bedenkliche Bedrohung der freiheitlichen Rechte der Arbeiter und eine Gefahr für unser Volksleben erblickt." Gegen diesen Antrag wandte sich ganz besonders Ab­geordneter Franken: Die Oeynhauser Rede Sr. Majestät sei vollständig mißverstanden worden. Der Kaiser habe, wre kem zweiter Monarch ein sehr warmes Herz für die Arbeiter. Der Antrag gelangte mit großer Mehrheit zur Zunahme. Pastor Günther (Breslau) sprach hierauf über dieMißstande bei der jetzigen Verwaltung der Ortskranken­kassen". Es gelangte darnach ein sehr langer Antrag des Pastors Weber-M.-Gladbach und Pastors Niemeyer-Eich- lingshofen betreffs der Wohnungsfrage zur Annahme. Es wird die Bildung von Wohnungs-Kommissionen verlangt, und der Anschluß an de« VereinReichs-Wohnungs-Gesetz" empfohlen. Den letzten Gegenstand bildete die kommunale Sozialpolitik. Auf Antrag des Pfarrers Weber wurde be­schlossen: LIm Interesse der Gesundheit ihrer Bürger sollten dre Städte und ländlichen Jndustrieorte auf Ver- i Mehrung und Vergrößerung von Anlagen, Promenaden und Kinderspielplätzen, soweit noch thunlich, in der Altstadt, jedenfalls aber auf rechtzeitige Erweiterung von Plätzen für

Anlagen in den neuen Vororten sorgen. Für die Schüler sollten Schulärzte und auch Augenärzte behufs vierteljährlicher ärztlicher Untersuchung angestellt werden. Ferner sollen Volksbrause- und Schwimmbäder, sowie un­entgeltliche Schulbäder eingerichtet werden. 2. Im Jntereffe des leichteren Verkehrs ihrer Bürger sollten die Städte und ländlichen Jndustrieorte auf Kommunalisierung der in ihrem Gebiet befindlichen Straßenbahnen, Erweiterung des Netzes derselben, Vermehrung der Haltestellen und Fahrgelegen­heiten hinwirken. Namentlich sollte diese Verbindung nach den in der Peripherie der Stadt gelegenen Arbeiterquar- tieren und nach den Vororten eine möglichst ausgiebige sein.

Köln, 25. Mai. Eine zahlreich besuchte Bürger- Versammlung beschloß sofortige Absendung einer Depu- tatwn an den Kaiser, um die Entscheidung über die Cntfestigung von Köln-Deutz herbeizuführen.

I Darmstadt, 25. Mai. Die am 22. und 23. Mai hier I stattgehabte 6. Generalversammlung des Katholische,! I ! Lehrervereins im Großherzogtum Hessen war sch! I zahlreich besucht. Schon der Vorversammlung wohnten ca.

100 Lehrer aus allen hessischen Gauen bei, um in ernster | und eingehender Beratung die Statuten der Sterbelche I festzustellen, sowie die übrigen Vereinsangelegenheiten |i I erledigen. Die Festversammlung am Abend im Konkordia- I faal des Katholikenvereins verlief in allen Teilen auss li-

I friedigendste. Der Hauptversammlung am 23. Mai ginj ein Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche vora.j, zelebriert von Herrn Stadtpfarrer Schäfer von Osfenb.4 unter Assistenz zweier Kapläne. Die tief ergreifende W Predigt hielt der als Kanzelredner berühmte Pater Beim Auracher. Der Kirchenchor unter der Leitung des Hem Lehrer Bernd sang eine lateinische Messe. Die HauMi sammlung war von ca. 400 Teilnehmern besucht. Dieses wurde eröffnet durch den vom Mainzer Lehrer-Sängercio: vorgetragenen ChorDu Herr, der alles wohl gemach.' Der Vorsitzende, Herr Schorn von Mainz, begrüßte alsdo« die Erschienenen und richtete im Anschluß an den Aussprist HildebrandsNicht sitzen, sondern suchen" ernste und trv dringliche Worte an die Versammlung. Herr Geist!. M und Dekan Dr. Elz begrüßte die Versammlung überall warm und herzlich. Herr Domkapitular Dr. Selbst übe brachte die Segenswünsche des am Erscheinen verhindern Herrn Bischofs Dr. Haffner und berührte in seiner eigen Begrüßungsansprache einige Fragen, die gegenwärtig H | katholischen Lehrer beschäftigten. Es folgten Vorträge ui Berichterstattungen, später ein Festessen mit einer Beteiligux von ca. 300 Personen. (Nach d. Mzr. Journ.)

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Astrales und Urovinstetles.

Gieße«, 26. Mai 189s

c« 7t. DrdenS-Verleihung. Seine Königliche

I Großherzog haben Allergnädigst geruht, bemtim ' I x!rettor der Provinz Starkenburg und Kreisrat des - Darmstadt, Geheimerat Gustav von Marquard ^ 5"laß der Feier seines 50jährigen Dienstjubiläum« 4 23. Mar l. Js. das Komturkreuz 1. Klasse des VerV-

I erdens Philipps des Großmütigen zu verleihen. 1 I ., _?ie Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie wäll ihrer Sitzung vom 24. dss. Mts für das 1 ®ierBc" 3um Sitzungsort und Professor Löhleii. Vorsitzenden. Letzterer nahm dankend an und saate

I lichen Empfang in Gießen zu.

| . ** treuer Verem. Dem Beispiele anderer Jndi^

I ß?dte folgend, hat sich nunmehr auch am hiesigen $- Verein der Maschinisten, Heizer,

! derufsgenossen Gießen und Umgebung I Die Hauptaufgabe, die sich der Verein gestellt hat, in der Belehrung und weiteren Ausbildung feinet V?

I Zeitschrift ^^gewerbliche Vorträge, gediegene

I « **. ^arljchulzAbend. Am Sonntag dem 28. L

I jbet in Steins Garten ein fein-humoristischer flk des Hofopernsängers Herrn F. Carlschulz statt, x! entnehmen derDanziger Zeitung" die folgende Sr.:/ Apollosaale wurde gestern abend viel gelacht. Lawl-i hatte seinen Nachfolger gefunden in Herrn Carlschulz, eirj stimmbegabten Sänger, Deklamator, einem Humoristen (; in Begleitung der Pianistin Fräulein Petrowska mit -i Spielmann die Städte durchwandert und allabendlich th von Zuhörern um sich versammelt, denen et U

1 Schnurren aller Art vorsingt oder erzählt. Auch in Dam 5® « das erste Mal erschienen, hat er ein dankbmi Publikum gefunden, das zeigte gestern abend der recht om besuchte Saal. Da kamen Humoresken, Parodien üfitr» und neueren Datums zum Vortrage; Reuter war vmrm Julius Wolff mit einer ernsten Dichtung, bajti^ wechselten Kouplets, musikalische Humoresken, wie bit Pofitton eines Theaterzettels desFreischütz", eine TiMM aus den Handschuh, eine längere Parodie auf Heine'sfti r^um ^eht einsam" nach berühmten Dichtern, iii geschichtlicher Vortrag über die heldenmütigen ©partout gehalten in der Sekunda des Seminars zu Mehlsaä ü anberc Humoresken mehr. Eine angenehme Abwechselyiiz brachte Fräulein Petrowska durch den Vortrag mehme recht sauber vorgetragener Klavierstücke in den Vortrag abend, auch begleitete sie die Rezitationen des Herrnarb fchulz auf dem Instrument. Wie wir hören, wird Hn Carlschulz, der alljährlich auch in Homburg im goldene Saale des Kurhauses seine Konzerte giebt, hier nur eins Abend veranstalten.

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hätskrime werde« Psolge fiiner Mundwasser uni Htm ®ebitltbM im Gebrauch blll trfrif^enb unb n kaus ausdrücklich unbedingt zurück, fnmericn urb de mehrere Mnate

Berlin, 25. Mai. Wie ein heute eingegangenes Kabel- Telegramm aus Apia meldet, ist am 13. Mai daselbst die Samoa-Kommission eingetroffen. Der Waffenstillstand beider Eingeborenen-Parteien war bei der Ankunft der Kommission nicht gestört. Mit beiden Parteien werden Schreiben wegen endgültiger Auflösung der Streitkräfte gewechselt.

DieNrabstimmung der preußischen Aerzte ^.^ staatlichen Ehrengerichte ist abgeschloffen. Von 770o Aerzten, welche auf die an 14894 Aerzte ergangene Umfrage geantwortet haben, stimmten 3029 gegen staatliche Ehrengerichte überhaupt, während nur 750 für den unver­änderten ministeriellen Entwurf zu haben sind; die übrigen sind zwar für die Einführung von Ehrengerichten, aber in wesentlich anderer Form als es der Regierung beliebt.

Schiffbautechnische Gesellschaft. Auf die dem Kaiser telegraphisch übermittelte Anzeige von der er- folgten Begründung der Schiffbautechnischen Gesellschaft hat der Monarch seiner Genugthuung über diesen neuesten Jnttiativschritt auf dem Gebiete der deutschen Marinebe­strebungen in nachstehendem, an den geschäftsführenden Vor­sitzenden, Geh. Regierungsrat Busley in Berlin, gerichteten Telegramm Ausdruck verliehen:Es hat Mich mit lebhafter Freude erfüllt,daßdieSchiffbautechnischeGesellschast" nunmehr begründet worden ist. Sie wird berufen sein, nach dem Vorbilde derInstitution of Naval Architekts" deren Ehrenmitglied Ich seit einer Reihe von Jahren zu sein Mich erfreue, die große In­dustrie fördern zu helfen, welche auf das Gedeihen und die Ent­wicklung der Nation einen so weitreichenden Einfluß ausübt. Wünsche der Gesellschaft eine gute Förderung auf dem weiten Ge­biete ; sie wird sich Meines warmen Interesses dann immer versichert halten können. Wilhelm I. R."

Mit Bezug auf das deutsch-französische Abkommen wegen des Baues von Eisenbahnen in Klein­asien erführt dieFr. Z." von gut unterrichteter Seite, daß in dem Abkommen die Erbauung einer Bahn bis Bassorah (90 Kilometer oberhalb der Mündung des Schatt- el-Arab, Zusammenfluß des Euphrat und Tigris) oder bis Kuweit am Persischen Golfe vorgesehen ist. Jedenfalls wird die Konzession nur angenommen, wenn ein solcher Ausgang zum Meere gesichert ist. Die Anatolische Bahn gewährt der Smyrna-Kassababahn den Anschluß an ihr Netz bei Afium-Karahissar. Was die Bahn nach dem Persischen Golf betrifft, so sind freilich noch so viele Schwierigkeiten zu überwinden, daß die Ausführung des Projektes noch lange auf sich warten lassen dürfte.

Aus Peking wird gemeldet: Durch ein kaiserlich chinesisches Edikt ist dem zwischen den Vertretern des deutsch- englischen Syndikats und den chinesischen Direktoren ver- embarten Vertrage über Errichtung und Betrieb der Eisen- bahn von Tientsin nach Tschmkiang die kaiserliche Bestätigung amtn^ noSiert$aS *** """d- »-uLn R-gi-ru-ig G-sumLL ebr8

etnc Deutschlands bildete heute den ersten Gegenstand der Tagesordnung die ..Notwendigkeit der Errichtung von Arbeitskammern". Prosessor Dr. Hüpeden-Kaffel suchte" olgendem Antrag- zuzustimm-n i ..Die Delegiertenver amm- lung begrüßt die auf Einrichtung von Arbeitskammern ge­richteten Anträge der Abgeordneten Hitze und v. Heul als ox'v crnftcJ1. Versuch- die Frage einer gemeinsamen Ver- Mtidigung dienenden und nach Berufen gegliederten Oraani- satwn des Arbeitnehmer, und Arbeitgeberftandes der Lösuna näher zu bringen. Ohne die ii der Sache liegenden