Ausgabe 
27.4.1899 Erstes Blatt
 
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frifcb im Rebstock.'

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Rupp.

Rau.

wird eben stets gefragt.

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Hamburg. 26. April. Der Kassirer des Hafenarbeiter- Verbandes, Steh«, ist mit 3000 Mk. Verbandslasseu- Geldern flüchtig geworden. Er hat sich vermutlich über

Gießener Wohnungs-Nachweis, Bahnhofstraße 41. Man ford. Anmeldebog.

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schüttel »nd dabei ein Knabe und ei» Mädchen im Älter von vier Jahre» sofort gelötet »nd das dritte Ki«d

Gingesandt.

Ullendorf <u d. Lda., 25. April 1899.

Di, Wiederwahl unseres allseits hochgeehrten und geachteten Herrn Lhrifttan Rein giebt unS Veranlassung, ui's«! 7'iieude darüber an dieser Stelle ganz besonders kund zu thun. k^ü i ein Beweis, welch großer Beliebtheit stch unserseitheriges, > urui otct«rgewählteS Stadtoberhaupt erfreut. Und mit Recht, denn In i||P| »llenborf eignet sich keiner so gut dazu, al« gerade er, was «euch in den neun langen Jahren seiner THLtigkett alS.dürger- u.et#r Dber zur Genüge bewiesen hat. Die Bürger Allendorf» haben den nniitch'leine stete Pflichttreue, seinen Fleiß, seine Tüchtigkeit und seine g^^Dbaftc Sorge um daS Wohl und Wehe unserer Stadt richtig eikcimlwnd zu würdigen gewußt, indem steHerrn Ehrtsttan.Rein i. -iU'trfyannng und zum Danke für sein redliches Mühen ^stimmig wiv^-vNIten. Wir wünschen von Herzen, Herrn Ehr. Rein noch . ii Klange Jahre, in segensreichem Wirken für unsere Stadt, als £)b<rtrjj t derselben begrüßen zu dürfen und gratulieren ihm hier burntih.-Jioig zur Wiederwahl.

Einige die sich von Herzen freuen.

Am 5. Mar d. I., vormittags 8 Uhr, kommen im Bahnhof Butzbach 650 ab« gängige hölzerne Bahnschwelle« zur Versteigerung.

Gießen, 25. April 1899. *-71. SX3544 Großh. BetriebSinspektionl.

Kieuev-Fütter- llvd Tlällk-Dorrichtullg Patentamt!. Schutz angemeldet.

Neueste Meldungen.

Depeschen deS Bureau .Herold".

Berlin, 26. April. Nach neun Verhandlungslagen wurde der Prozeß gegen den Schneider Hugo Guth mann gestern beendigt. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete, daß Guthmann des Mordes an der Prostituierten Bertha Singer unschuldig sei. Der Angeklagte wurde infolgedessen vom Gerichtshöfe freigesprochen und sofort aus der Haft entlassen.

Berlin, 26. April. Wie derLokal-Anzeiger" aus Rom meldet, hat der Kardinal Vaughan einen sechsmonatlichen Urlaub für Rom erhalten. Die Ernennung seines Stell­vertreters erfolgt sofort. Dies bedeutet die Berufung Vaughan's zur Curie, und es sei somit anzunehmen, daß der Prälat auf seinen Erzbischofssitz in Westminster nicht zurückkehrt. Vaughan wurde bereits vor einiger Zeit als Kandidat für die nächste Papstwahl genannt.

Berlin, 26. April Aus Budapest wird der Vossischen Zeitung telegraphiert: In der Ortschaft Guta bei Komorrn wütet seit gestern mittag ein heftiger Brand, welcher von einem starken Sturme angefacht wird. Bis zum Abend waren 300 Wohnhäuser eingeäschert. Ein Gendarm, vier Kinder und 7 Frauen kameu im Feuer um. Die Gesamt­zahl der Opfer ist noch nicht ermittelt. Die Rettungs­arbeiten waren sehr schwierig.

Berlin, 26. April. DemBerl. Tagebl." zufolge sind die Verhandlungen über das Ceremoniell der Eröffnung der Friedens-Konferenz abgeschlossen. Die Begrüßung durch die Königin fällt fort. Dieselbe wird durch den Minister des Aeußeren vertreten sein. Hierauf übernimmt Graf Münster Altersvorsitz. Als wirklicher Vorsitzender ist Baron Staal in Aussicht genommen.

Berlin, 26. April. Gestern wurden auf einem Hofe drei Kinder beim Spielen von einem Bretterhaufen ver-

(Offene Stellen

Keine Verkühlung des Brutnestes, kein Anlocken der Raubbienen, keine Berührung mit den Bienen, daher keine Stiche. !Bei jedem Stocke ver­wendbar, auch bei kaltem Wetter.

Fig. 1 zeigt den Apparat zumNol- füttern in großen Portionen, l1/, Liter haltend. Der Zugang der Bie­nen ist im In­neren des durch Futtermafle an­gewärmten Appa­rates. Ein Er­trinkender Bienen ist ausgeschloffen. Figur 2 stellt den Apparat zumSpe- kulativfüttern in kleinenGabendar. Der Preis des kompletten Appa­rates beträgt:

1 Stück 1

Statt Schlachthaus.

Freibank. 3496 Heate und morgen: Odjfenfleifd) 45 M

Karl Butz, Wetzlar,

Soptzienstratze 14.

Kunst-Ausstellung. DXe*' im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, an Sonn- und Feiertagen voe 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werk­tagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.

Bekanntmachung.

Due Mitglieder des

Ansmnvereins Alten-Aufeck, t. G. m.«. H. wentta hiermit -u der Donnerstag den 4. Mai, abend» 8 Uhr, ir iw Wirtschaft de» KaSpar Rau stattfindenden

ordentlichen General-Versammlung

fr südlichst etngeladen. 1'5

Tage»-Ordnung: 1. 1898er RechnungSabhör.tzS

2. Verteilung des Reingewinnes.

3. Verschiedenes. -

A'^eichzeitig wird bemerkt, daß die Rechnung pro 1898 i« der Wohnung »e»M kirektors zur Einsicht der Mitglieder 8 Tage lang offen liegt.

8IlteN'Buseck, am 25. April 1899.

Der Vorstand:

Kiel «ach Kopenhagen gewendet.

toten, 26 April. Dem ,.Neuen Wiener Tageblatt" wird gemeldet, der deutsche Kaiser beabsichtige am Tage der Eröffnung der Friedens-Konferenz eine allgemeine Amnestie für politische Vergehen zu erlassen.

Prag, 26. April. Die Arbeiter der Slanyer Kohlen­bergwerke der Slaatsbahngesellschaft fordern eine Lohn­erhöhung, und drohen, in den Streik eintreten zu wollen, falls ihre Forderungen nicht bewilligt werden.

Brunn, 26. April. Der Gemeinderat beschloß, eine Petition wegen Errichtung einer deutschen Universität in Brünn an die Regierung zu richten.

BudweiS, 26. April. Infolge des Verbotes einer Ver­sammlung der streikenden Arbeiter kam es gestern nachmittag und abend zwischen Arbeitern und der Gendarmerie zu heftigen Zusammenstößen. Letztere schritt mit ge­fälltem Bajonnet ein, wobei mehrere Personen verwundet wurden. Schließlich mußte das Militär die Ruhe wieder Herstellen.

Brussel, 26. April. Im Abgeordnetenhause ist man der Ansicht, daß die Regierungsvorlage bezüglich de« Wahlrechtes mit 24 Stimmen Majorität angenommen werden wird.

Brussel, 26. April. Der Generalrat der Arbeiter ! richtet in dem Sozialisten-OrganPeuple" einen neuen Aufruf an die Bergleute in den vier Kohlenrevieren, worin die Ausständischen zum Widerstande aufgefordert werden. Es wird versichert, daß die Arbeitgeber in einigen Tagen nachgeben müssen. Das Manifest schließt nut den Worten: Seid einig, ruhig. Vereinigt Euch solidarisch und

I Ihr werdet siegen.

Brüffel, 26. April. Die ausständigen Ziegelbrenner I haben eine Genugthuung erhalten. Eine der bebeutenbfte« I Ziegelbrennereieu hat den Forderungen der Aus st an- I digen nachgegeben und man glaubt, daß auch die I übrigen Brennereien ebenfalls die Forderungen der Arbeiter I bewilligen werden, sodaß heute bereits die Arbeit überall I aufgenommen werden wird.

Pari», 26. April. Ein Redakteur vomEcho de Paris" I interviewte ein Mitglied des Kassationshofes welches erklärte, I der Kassationshof werde sich beeilen muffen, nm die große 1 Anzahl Angebote seitens vieler Personen, welche noch verhört I werden wollen, zu untersuchen. General Roget beharrt I darauf, Picquart gegenübergestellt zu werden. Eine geheime I Sitzung wird wahrscheinlich nächste Woche stattfinden.

Ein Wagenlackierer und ein Lackierer

gesucht. 3548

Earl L. Leib, Kirchstraße 2.

Diphtherili» Influenza Lungenschwindsucht Keuchhusten Lungen enlzüudmtg Herzleiden Dirrnkatarrh Dar metnklemmung Gehirnfchlagfluß Kreb» Zuckerruhr RhachttiS Rrdmpfen Lebensschwäche und Mißbildung

Verunglückung______________________

Summa: 18 (7) 9 (3) 6 (2) 3 (2)

Anm. Die in Klammern geschten Ziffern geben en, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Krank» kommen.

Verkehr, Land und Volkswirtschaft.

Nach den statistischen Ermittelungen deS Vereins deutscher Eisen- und Stahltndustrieller belief sich die Slotzetfenprodnttto« deS Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat Mär» 1899 auf 716 725 Tonnen, darunter Puddelrobeisen mid Sptegeleisen 146 343 Tonnen, Beffemerroheism 54 619 Tonnen, ThomaSroheisen 387323 Tonnen und Gießereiroheisen 128440 Tonnen. Die Produktion im Februar 1899 betrug 632 045 Tonnen, im Mär, 1898 625 130 Tonnen. Dom 1. Januar bi» 31. März 1893 wurden produziert 2 013 758 Tonnen gegen 1809 525 Tonnen im gleichen Zeiträume deS Vorjahres.

leit für dk" 21. April 1812, beliebte Dp*r, geboren. DliL. imburg 9* cha", ober.-' i 184' in A «JHPK'V

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Mt^t mehr um- tritt auch ein ir Brühlthaler ui unb Oldenburgist Eatin-Lübecker, S n, sowie im fr ländischen unbk

Die direktE. chen, württernbvs: hs'Eisenbahnm et ns zum 29. . sischen etreiiiL den Strikku k r Mitternacht bere­chnet, hinaus M such. DaS fei - ätSbuchhaMr!.. et Ihm. lersemeßer ' ich Znhakab AM und bürt sch W

Gießenn und Sllchss-mzfid m gnferd/enteik uw bie Eröffnung bitrJ

T 4. $ai flatt- ' fr bie anmelbungn Herren aus allen £ [ geboten, sich i! ndschnst nnzmigm: MMtz r nacht gegen 11 chrnoet Sommts b« in des Trottoirs er­st in die Slim! wh

Mondamin Wintergerichte.

Mondamin schätzt man meist nur alS Sommerspeise; jedoch befitzt eS ausgezeichnete Etgenschaftm gerade zum Bereiten warmer Spstsen. Mondamin erwärmt und krästigt den Körper, <8 tu ein willkommenes NahlungSmittel in (alten Tagen. Jeder wird daher erfreut fein, zu lesen, daß Brown &. Polson verschiedene neue Rezepte für heiße Speisen haben, rote: Eierkreme, SouffleS, Apfel- schnttten 2C. Um allen Gelegenheit zum G-brauch zu gebm, bietet die Firma die Rezepte tn einem Buche kostenlos, franko an. Wan braucht nur unter deutlicher Adrefsmangabe sofort an Brown L Polson Berlin C. 2, zu schreiben.

Aut, i Kipfehlllugen über feine Tüchtigkeit unb Zuverlässig- I teit |i Er wünscht eine Stelle, bei der er in frischer

Lufiii Ine schwere Anstrengung zu arbeite« hat, vielleicht I als iSteer einer Behörde, von Vereinen ober Private«. I MöM sich doch solche, die bereit sind, an dem soziale« I ÖewS mitzuhelfen, und eine Stelle frei habe«, an die I ExpMliou dieses Blattes wende«. |

1 fl«8 Daudet» literarischem Nachlaß feien "nige be= mcritcc:inerte Proben mitgeteilt. Interessant ist der kleine I schr,ist! llerifche Wink, den der verstorbene Romancier fernen I Stottiagm von der Feder erteilt. Er schreibt:Welche un- sägl Ek Langeweile verursachen manche Beiworte und Sub- I ftauntra, die seit Jahrhunderten bereits nebeueinanderstchen. D« ihlichten Schriftsteller haben gar kein Auge und Ohr ö m i sie meinen eben, daß derEhebruch" zwlschen den Wi>ztri liicht erlaubt sei. Es giebt Leute, die, ohne zu er- rutexn schreiben tonnen:Hundertjährige Bäume", Ml «lob ifcher Tonfall".Hundertjährig" klingt ja inchslsltilacht, gebt ihm nur ein anderes Hauptwort; schreibt: .vylldk^! jähriges Laub",Hundertjährige Gärten" u. s. w.; sehttz Zhr, das klingt schon ganz anders. Kurzum, das Bei- Mvritt vaif wohl die Geliebte des Hauptwortes sein, niemals abeckiim rechtmäßige Gattin. Zwischen den einzelnen Worten statt slachtige Liebschaften, niemals aber dauernde Ehen I geMlltrt. Dieses hier unterscheidet eben den Schriftsteller ,> )U«iSchreiber" . . , " Von poetischem Reiz ist fol- gemöt Auslaffung:Nach Beobachtungen, die meine Frau übe«l!ilhtteffekte gemacht hat und nach meinen eigenen Auf- z» ic ivk^Nen über den Wald von Fontainebleau : . . . . Licht- ytuEt k über die Blumen in meinem Gärtchen: Ein Rofenantlitz, oaci ntlsicht ober aufleuchtet, je nach der Beleuchtung des HiiMk!«.. Wenn es bei Abenddämmerung finster wird, so ninth ba5 Pfriemkraut heller und beleuchtet den ganzen GaMii mau konnte lesen bei seinem Lichte. Das weiße Vimtatn des TäschelkrautS leuchtet funkelnd auf, der Garten spe mbtt sich selber Licht, er flammt in all' seinen Farben auf, et ö(bt ?«on seinem eigenen Lichte." Zur Beherzigung: £3®k Traurigkeit, diese Bestürzung auf Seiten meines ero.iitii Zungen, da er Phihlosophie zu treiben, da er ScktMichauer, v. Hartmann, Stuart, Mill und Spencer tj ifidtn beginnt. Abscheu und Schrecken vor dem Leben!

ts Ämfreudigkeit ist hin, der Lehrer verzweifelt, die Un- lei Hilsuug mit ihm trostlos. Der Gedanke, daß alles nichtig ist I hin auf Erden, hat den jungen Menschen gepackt und solittrtt ipn. Den ganzen Abend brachte ich damit zu, ihn ivHübir c ufzurichten, und ohne es zu wollen, bin ich selbst toioiitt in Eifer geraten. Die ganze Nacht sann ich dann öariber nach. Thut man den jungen Leuten wirklich ein öi*.1t? bwmit, sie so plötzlich wissend zu machen? Wäre es aicitz:bHer, man führe fort, ihnen die Wahrheit zu ver- Nciialiduiii und überließe es dem Leben, sie aus ihren AiÜ-jihom n zu wecken, Stück für Stück den Schleier vor I)IMl tti.geil zu zerreißen? . . ."

»S stirb«, en: Zusammen: Erwachsen«:

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WSchruüich« Mberficht der Todesfälle Im Gießm.

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cion 0,30 biS 0,60 Meter lichter ui: die Neubaulinie Friedrichsdorf -isiürdberg, eingeteilt in 2 Lose.

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3 #at-4umgcn und Bedingungen können dase»iK kiingesehen und die Berdingungs- lintnrt:e gegen kostenfreie Einsendung von« ^M'ennig für beide Lose von daher ßezad irrerden.

3 frist 14 Tage. 8533

3 irolitwg, den 22. April 1899.

Gr-vßf^»,«gliche Eisenbahn-Bauabteilung.

Wohnung gesucht per 1. August, 5 bis 6 Zimmer mit Zubehör (auch Bleichplatz) in der Nähe des Bahnhofes. Offerten an die Expedition dieses Blattes unter 8. 01558 erbeten._________________

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