Ausgabe 
27.1.1899 Erstes Blatt
 
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Deutscher Reichstag.

, 18. Sitzung vom 25. Januar. 1 Uhr.

Am Regierungstische: Niemand.

Tagesordnung: Antrag Hompesch und Genossen (Centr.) auf Aufhebung des Jesuitengesetzes.

Hierzu liegen vor die beiden ihrem Inhalte nach überein­stimmenden Anträge Rickert (frs. Vg.) und Graf Lim- burg-Stirum (kons.), welche nur die Aufhebung des §2 des Jesuitengesetzes verlangen, wonach Jesuiten und An­gehörige ähnlicher Orden oder ordensähnlicher Kongrega­tionen, wenn sie Ausländer sind, ausgewiesen, wenn sie Inländer sind, ihnen der Aufenthalt in bestimmten Bezirken und Orten versagt oder angewiesen werden können.

Abg. Graf Hompesch (Centr.) begründet seinen Antrag und erklärt, im Prinzip halte das Centrum an diesem An­träge fest, werde aber auch den beiden anderen Anträgen zustimmen und das darnach Gewährte als Abschlagszahlung annehmen.

Die Abgg. Rickert (frs. Vg.) und Graf Limburg- S t iru m (kons.) befürworten ihre Anträge. Letzterer betont ausdrücklich, daß er von der Annahme des Centrumsantrages eine Störung des religiösen Friedens fürchte. (Widerspruch).

Abg. Fürst Radziwill (Pole) empfiehlt dringend den Antrag Hompesch, während Abg. Dr. Hieber (nl.) sich gegen denselben wendet, weil die Thätigkeit der Jesuiten alle bürgerliche Freiheit vernichte und das sittliche Bewußt­sein vergifte. (Unruhe, Widerspruch im Centrum.) Der Bundesrat möge doch endlich einmal diesen Anträgen ein entschiedenesNiemals" entgegensetzen.

Abg. Dr. Stockmann (Rp.) lehnt sämtliche An­träge ab.

Abg. Delsor (Els.) erklärt sich für den Antrag Hompesch. In den Neichslanden sei das Verhalten des Bundesrates in dieser Frage ein Grund der öffentlichen Unzufriedenheit.

Abg. v. Roon (kons.) erklärt, daß ein Teil seiner Freunde gegen jede Aenderung des Gesetzes stimmen werde.

Abg. B los.(Soz.) hält die Anträge für berechtigt und stimmt deshalb für (dieselben. W M

Damit schließt j die Debatte.

Als SchlußreÄner ergreift noch Abg. Dr. Lieber (Centr.) das Wort. I Er bezeichnet den vom Abg. Hieber vorgebrachten Hinwais auf die Schweiz als einen Mißgriff; denn in einem Lanbke, wo Königs- und Frauenmörder frei herumreisten, könne ses nicht darauf ankommen, ob es die Jesuiten dulde obcjc nicht dulde. (Beifall im Centrum). Redner weist die Hegen die Jesuiten gerichteten Angriffe zurück und bemerkt schließlich, die Forderung des Centrums­antrages sei surr' das Centrum eine Frage des Rechts und der Gerechtigkeit. Kein Wort sei hart genug, um das Ver­halten d,^< Bundesrats er wendet sich gegen den leeren Tisch, ^es Bundesrats richtig zu bezeichnen. Es sei das einet Rücksichtslosigkeit, die ihresgleichen suche. (Beifall und ^Widerspruch. Ruf: Zur Ordnung!)

Damit ist die erste Lesung beendet. Es findet sofort die zweite Lesung statt.

Die drei Paragraphen des Antrages Hompesch stehen zugleich zur Debatte.

Bei der nach kurzer Beratung stattfindenden Abstimmung wird der Antrag Hompesch und der Antrag Graf Limburg-Rickert angenommen.

Hierauf wird die Beratung des Antrages Agster und Genossen betreffend die Errichtung obligatorischer Gewerbegerichte fortgesetzt.

Abg. Jacobskötter (kons.) giebt zu, daß die Gewerbe- gerichte sehr gut wirkten. Ihm scheine es aber, als ob der Antrag der Sozialdemokraten seine Spitze gegen die Jnnungs- schiedsgerichte wende und deshalb lehne er den Antrag ab. Dagegen stimme er der Kommissionsberatung der die gleiche Materie behandelnden Anträge Hitze und Bass er­mann zu.

Abg. Fischbeck (frs. Vp.) bemerkt, seine Freunde könnten sich für die Verleihung des Wahlrechts an weibliche Arbeiterinnen und für die Herabsetzung des Alters für die Wählbarkeit auf das 20. Lebensjahr nicht erwärmen. Seine Freunde beantragen Vorberatung des Antrages durch eine besondere Kommission.

Abg. Bassermann (nl.) verteidigt die Ansicht, daß auch auf Anrufung nur eines Teiles die Gewerbegerichte als Schiedsgerichte in Funktion treten könnten; bei drohenden Streiks halte er die Gerichte für befugt, auch ohne Anrufung von einer Seite ihre Vermittelung anzubieten. Er beantrage, den von ihm in derselben Angelegenheit gestellten Antrag auf Einführung kaufmännischer Schiedsgerichte ohne Kom­missionsberatung anzunehmen.

Abg. Werner (Antis.) empfiehlt eine weitere Ausdeh­nung der Gewerbegerichte.

Abg. Zubeil (Soz.) wünscht Annahme des sozial­demokratischen Antrages.

Abg. Jacobsen (Hosp. d. frs. Vp.) plaidiert für die weitere Ausdehnung der Gewerbegerichte und empfiehlt den Antrag Bassermann zur Annahme.

Abg. Roesicke (wildlib.) hat gegen die Annahme des die kaufmännischen Schiedsgerichte betreffenden Absatzes des Antrages Bassermann ohne vorherige Kommissionsberatung nichts einzuwenden.

Damit schließt die Debatte.

In seinem Schlußwort empsiehlt Abg. Sing er (Soz.) den sozialdemokratischen Antrag zur Annahme, während Abg. Hitze (Centr.) den von seiner Partei als Unterantrag zu dem Anträge Agster gestellten Antrag befürwortet.

Hieraus wird der Antrag Bassermann, soweit er die kaufmännischen Schiedsgerichte betrifft, angenommen, ebenso der Antrag Hitze-Trimborn, soweit er denselben Gegenstand verlangt, der Rest der Anträge betr. die Erweiterung der Kompetenz der Schiedsgerichte gehj an eine 14 er Kommission.

Morgen 1 Uhr. Fortsetzung der zweiten Etats, beratung.

Schluß 5*/4 Uhr.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 25. Januar. Seine König!. Hoheit der Großherzog reisen morgen vormittag zusammen mit Seiner König!. Hoheit dem Herzog von Sachsen- Koburg und Gotha nach Berlin zur Anteilnahme an den Geburtstagsfeierlichkeiten für Seine Majestät den Kaiser. Seine Exzellenz Generalleutnant Wernher, welcher sich heute von hier nach Gotha begiebt, und Ordonnanzoffizier Leutnant v. Klipstein werden sich im Gefolge Seiner Königl. Hoheit befinden.

Berlin, 25. Januar. Der Kaiser traf Dienstag abend nach 9 Uhr aus Hannover wieder in Berlin ein und begab sich gestern morgen nach Potsdam. Dort traf er bald nach 9 Uhr am Langen Stall ein. Hier waren anwesend der kommandierende General des Garde-Korps von Bock und Polach, die Generale des kaiserlichen Hauptquartiers sowie das gesamte Ofsizierkorps des 1. Garde-Regiments und ferner die sremdherrlichen Offiziere. Nach einer Besichtigung der Rekruten der Leib-Kompagnie und der 7. Kompagnie des 1. Garde-Regiments z. F. fand zweimaliger Vorbeimarsch statt. Dann begab sich der Kaiser mit den Generalen und Offizieren nach dem Kasino des 1. Garde-Regiments, wo gefrühstückt wurde. Um 1 Uhr fuhr der Kaiser nach Berlin zurück.

Berlin, 25. Januar. Aus sicherer Quelle erfährt die D. W.": Bis jetzt ist der KreuzerCormorau" thatsächlich noch nicht nach Samoa beordert. Dus wird erst dann ge* scbehen, wenn.der neu erbauteIltis" zur Ablösung des Cormoran" in den ostasiatischen Gewäffern eingetroffen fein wird. Wahrscheinlich wird s. Z. derCormoran" den gegenwärtig vor Samoa befindlichenFalke" ablösen und also als einziges deutsches Schiff vor Samoa verbleiben. Demnach ist eine Flottendemonstration zur Zeit keineswegs in Aussicht genommen.

Berlin, 25. Januar. Die Ortsgruppe Bochum des Alldeutschen Verbandes" hat in der Samoafrage folgende dem Reichskanzler zu übermitielnde Resolution angenommen: Euer Durchlaucht beehrt sich der Alldeutsche Verband, Orts« gruppe Bochum, zu der anscheinend günstigen Wendung der Samoa-Angelegenheit seiner Freude Ausdruck zu verleihen; zugleich bitten wir Euer Durchlaucht, der begeisterten Zu­stimmung der unserem Verbände zugehörigen und nahestehen- den Kreise versichert zu fein, falls das Vorgehen des Ober­richters in Samoa und die Haltung der amerikanischen Regierung die Reichsbehörde zu einer schärferen Tonart nötigen sollte, um in der samoanischen Angelegenheit mit fester Hand den Vorteil des Deutschen Reiches zu wahren."

Deutschland und das Ausland. Anläßlich )er parlamentarischen Behandlung der schleswig'schen Aus­weisungen macht dieNatl. Korr." folgende Bemerkung, die der Zustimmung eines jeden um die nationale Würde Besorgten sicher sein dürften:In Rücksicht auf die Rück­wirkung aller dieser Fragen auf das Reich ist auch ihre Behandlung aus dem Forum des deutschen Volkes gegeben. Sie muß in derselben Weise erfolgen, wie Fürst Bismarck und in seiner Tradition die gegenwärtige Leitung der aus­wärtigen Politik unausgesetzt die Behandlung der aus­wärtigen Angelegenheiten gepredigt, die ja auch durch ireußische Minister für das Reich geführt wird. Nämlich: ) von vornherein in solchen Fragen jeder Deutsche, der die Sache des Reiches führen will, an die Seite der Re- gierung gehört, so lange nicht durch begründetes einwand­freies Beweismaterial der Widerspruch geboten ist; daß aber auch selbst in solchem Falle zu sorgen bleibt, daß der Reichsgedanke und das eigene nationale Interesse nicht zu kurz kommen. Die Schwierigkeiten, die allgemein- und wirtschaftspolitisch die kommende Zeit der Wahrung der Reichsinteressen, zumal auf dem Gebiete der auswärtigen Politik bringen wird, sind viel zu groß, als daß zugelasseu werden könnte, daß ein bleichsüchtiger Kosmopolitismus aus dem Fundament der nationalen Zusammengehörigkeit, dessen eine kräftige Führung der auswärtigen Politik nicht entraten kann, mit einer falschen Behandlung jener anscheinend rein preußischen Fragen leichtfertig einen Eckstein heraushobelt. Bon diesem Gesichtspunkte aus sehen wir dem genaueren Material entgegen, das die preußische Regierung behufs Rechtfertigung ihrer Politik in Nordschleswig dem Landtag in Aussicht gestellt hat.

DerHamburger Korresp." schreibt heute:In der Berliner Mitteilung über Samoa ist die thatsächliche Lage einigermaßen durch eine Verwechselung des englischen Konsuls mit dem Oberrichter von Samoa, Mr. Chambers, der gleichfalls Engländer (?) ist, verschoben. Der Oberrichter, nicht der englische Konsul, hat die Wahl Mataafas beanstandet und das Obergericht geschlossen, was um so rätselhafter erscheinen muß, als er sich damit in Gegensatz auch zu dem englischen Konsul setzte, der ebenso wenig wie der amerika­nische Konsul gegen die Wahl Mataafas Einspruch erhoben hatte. Für dieses Verhalten des Oberrichters fehlt bisher jede Erklärung." Damit ist die eine von uns be­sprochene Dunkelheit aus der Welt geschafft. Wahrscheinlich beruht auch die zweite Angabe, daß der Oberrichter selbst das Obergericht geschlossen haben soll, auf Verwechselung. Dies kann wohl der ganzen Sachlage nach nur der Munizipal­präsident gethan haben. Da die Berliner Meldung des Hamburger Blattes augenscheinlich auf offiziöser Infor­mation beruht, so wäre es erwünscht, wenn auch dieser Punkt klargestellt würde. Eine weitere Berichtigung ist ohnehin in dem Punkte notwendig, daß Chambers nicht Engländer, sondern Amerikaner ist.

Samoa betreffend, bringt dieDeutsche Warte" folgende verbürgte Nachrichten: Entsprechend den den Samoanern ausdrücklich gemachten Zugeständnissen hat fich der deutsche

Konsul in Apia, der Hauptstadt von Upolu, der Hauptinsel >er Samoaner, sider Einwirkung auf die durch die Majorität der Samoaner erfolgte Wahl des Gegenkönigs enihalten. Nach der erfolgten Wahl des Gegenkönig- Mataafa haben )te Konsuln der drei interessierten Mächte, der deutsche, der en.ilische und der amerikanische Konsul diese Wahl anerkannt. Ob die drei Mächte den bisherigen Zustand fortdauern taffen wollen, oder ob man eine Auftellung der Samoa-Inseln eitens der drei Mächte beabsichtigt, darüber verlautet zur Zet noch nichts, da man betreffs der j tzt herrschenden Zu- tände auf den samoanischen Inseln noch nicht genügend orientiert ist; auch ist die Ursache und die Act der Differenzen zwischen dem obersten Richter, dem Amerikaner Ch-mber-, und dem Vorsitzenden des Gemeinderates, dem Deutschen Dr. Raffel, noch nicht geklärt. Die Erledigung der samoanischen Frage ist dadurch ichwierig, daß es sich um drei interessierte Mächte handelt, und baß von drei Punkten aus, von Berlin, London und Washington, die Verhandlungen geführt werden MÜffkN. ______________________________

Ausland.

Wien, 25. Januar. Der Zweisprachigkeit der Verhand. ungen bet den Gerichten in Deutschböhmm dürfte nunmehr auch die Zweisprachigkeit der Aufschriften bei ben Gerichtsgebäuden DeMschböhmens folgen. Wie derT.R." von dort mitgeteilt wird, ist soeben seitens des Oberlandes- gerechte» in Prag an die Bezirksgerichte in Deutschböhmen !)ie Aufforderung ergangen, innerhalb 48 Stunden (!) bekannt ; u geben, in welcher Sprache die Aufschriften bei den Bezirks­gerichten abgefaßt sind. Dieselbe Aufforderung soll auch an )ie Kceisgerrchte ergangen sein. Zum Präsidenten des Ober* landeSgerichts in Prag wurde vor wenigen Tagen Pally, ein entschiedener Tscheche, ernannt; seine erste That nun dürste die Einführung der zweisprachigen Aufschriften bei den k. k Behörden in Deutschböhmen fein. So wird Stein auf Stein gesetzt zum Aufbau des Sankt Wenzelsstaates!

Paris, 25. Januar. Ganz ohne Grund scheint der Feldzug BeaurepaireS gegen den Kassationshof doch nicht gewesen zu sein. Die dem Generalstabe nahestehenden Blätter behaupten wenigstens, die Regierung wäre infolge res Ermittelungsverfahrens über die von Beaurkpaire gegen Loew und Bard erhobenen Beschuldigungen thatlächlich ent» schlossen, der Kriminalkammer die Wtederaufnahme de» Prozesses DreyfuS zu entziehen. Andererseits erklärte der Justizminister einem Berichterstatter, die Ermittelung sei noch nicht beendet.

Lokales und ProvilyieUes.

Gießen, den 26. Januar 1899.

Vorfeiern von Kaisers Geburtstag wurden, wie her­kömmlich, heute in den hiesigen Schulen abgehalten. Im Großherzoglichen Realgymnasium und der Realschule nach olgendem Programm: 1.Die Ehre Gottes aus der Natur", Motette für gemischten Chor von Beethovcir. 2.Du Hirte Israels", Motette für gemischten Chor von Bortniansky. 3. Serenade für Streichorchester von Haydn. 4. Halleluja. Gemischter Chor mit Orchesterbegleitung aus dem OratoriumDer Messias" von Händel. 5. Rene de lhomme de CourbiAre von Nordeck (vorgetragen von einem Unterprimaner). 6. Ansprache (Dr. Collin). 7.Gesang der Deutschen", Lied für vierstimmigen Männer­chor von Thiele.

* Von der Universität. Herr Professor Dr. Wiener hat einen Ruf nach Leipzig als Nachfolger des Herrn Professors Wiedemann erhalten. Wie verlautet, wird Herr Professor Wiener dem Rufe Folge leisten.

* *cf Theaterverein. Als fünfte Vorstellung des Theater­vereins ging gestern Gustav Freytags Graf Waldemar über die Bühne. Das Stück bewies auch diesmal wieder seine Zugkraft, die es seit über fünfzig Jahren auf dem Repertoire hält. Freytag zeigt sich uns darin in einer uns fremdartig berührenden Rolle, in der eines Dramatikers, der die Stoffe des französischen Sittenstücks aufgreift. Der Held trägt deutlich das Gepräge seiner Zeit, und in feiner Blasiertheit ist ein Element Byronschen Weltüberdrusses wie in der eines Mueset'schen oder einer andern französischen Roman- oder Schauspielfigur jener Zeit. Neu ist nur bei Freytag, wie er seinen Helden zu bessern unternimmt. Die Gestalten der Hauptpersonen muteten uns sehr vertraut an; wir müßten uns sehr täuschen, wenn die Marwood der Sara Sampson und ihre Drohung, sich an Mellefont dadurch zu rächen, daß sie an ihrer beider Kinde zur Medca werden wolle, nicht die Gestalt der Georgine in unserm Stück inspiriert hätte. Mellefont ist, wie auch der Graf Waldemar des ersten Aktes, ein verblaßter Lovelace, an den wir nicht umsonst erinnert werden. Freilich ist unser Wal­demar ein Lovelace, der Werther und Faust und Childe Harold gelesen, die Eitelkeit jedes Genusses, jeder Thätigkeit eingesehen, und nun sein Leben kümmerlich damit ausfüllt, daß er sich bei leidenschaftlichen Weibern, wilden Pferden und ähnlichem Sport die eine und andere aufregende Sen­sation verschafft. Hebbel, der in seiner Julia einen Grafen Waldemar in einem späteren Stadium darstellt, scheint uns konsequenter als unser Dichter, wenn er eine Rettung seines Helden nicht für möglich hält. Auch der Rezensent will ge­stehen, daß hier die Umkehr des Grafen nicht überzeugend schien. Eine in der Leidenschaft begangene Verirrung zeugt weniger gegen den sittlichen Kern eines Menschen, und mag darum eher gesühnt werden, während' die von Genußsucht und Skeptizismus angefressene Seele eines frivolen Lebe­mannes, eine völlige Gesundung kaum zuläßt. Zum mindesten müßte ein solcher Mann durch das Läuterungsfeuer schwell Schicksalsschläge und tiefer Seelenpein hindurchgehen, nicht aber die ganze Umkehr auf ein bischen gebemütigte Eigen' liebe, ein bischen moralischen Katzenjammer unb ein bische* Liebe begrünbet fein. Freytag schreibt in biefer Gattunz von Stücken von unfern Dramatikern vielleicht ben geistreichst^

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