Ausgabe 
26.11.1899 Zweites Blatt
 
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so beit Schülern die aufgewanbte Mühe. Bon den musikalischen Darbietungen ist die vom Schülerorchester brav ausgcführte Mililärsymphonie von Haydn hervorzuheben, während von den Deklamationen namentlich die Leistungen der Oberprimaner mit Beifall ausgenommen wurden. Die Festrede des Direktors verbreitete sich einleitend über die Gesetze der germanischen Namengebung und verweilte dann bei der Bedeutung der Namen: Ernst, Ludwig und Viktoria, Melita; sie knüpfte an den Namen, Ludwig Er­innerungen au die ruhmreiche Kriegsgeschichte des Franken- und Hessenstamms. Auch die anwesenden Gäste fanden bei dem vom Direktor ausgebrachten Hoch und bei dem gemein­samen Schlußgesang (Heil unserm Fürsten, Heil!") Ge­legenheit, in die Huldigung des Gymnasiums mit einzu­stimmen.

** Eisenbahn Verein. Am Donnerstagabend fand in Steins Garten die wiederholt in unserem Blatte angekün­digte Versammlung der Beamten, Hilfsbeamten und Arbeiter der Staatseisenbahnverwaltung von Gießen und Umgegend zwecks desinitiver Gründung eines Eisenbahn­vereins statt. Herr Eisenbahndirektor Schoberth begrüßte die Versammlung und dankte derselben für ihr zahlreiches Erscheinen. Sodann erfolgte nach einem erklärenden Vor­träge über Zweck und Ziele des Vereins durch Eisenbahn­sekretär Blum die Beratung und Annahme der Satzungen, an welche sich die Wahl der Vorstandsmitglieder anschloß. Der gewählte Vorstand besteht hiernach aus den 4 Jn- spektions Vorständen, sowie aus weiteren 8 Beamten und 12 Arbeitern aus den verschiedenen Beamten- und Arbeiter­gruppen. Die Zahl der Anwesenden über 350 darf mit Recht als eine sehr große bezeichnet werden, wenn man berücksichtigt, daß ein großer Teil der Betriebs­beamten dienstlich verhindert ist und eine nicht unbedeutende Anzahl von Bediensteten außerhalb der Stadt Gießen wohnt. Dem neu gegründeten Verein sind bis jetzt schon 280 Mitglieder beigetreten; es steht aber zu erwarten, daß diese Zahl sich binnen kurzem ganz bedeutend erhöhen wird. Zum Schlüsse gedachte Herr Eisenbahndirektor Schoberth kurz der Preuß. Hess. Eisenbahn-Gemeinschaft, welche eigent­lich die Veranlassung zu der Vereinigung der gesamten hiesigen Eisenbahn-Beamten und -Arbeiterschaft sei, und brachte ein dreifaches Hoch auf Se. Majestät den deutschen Kaiser, und Se. König!. Hoheit den Großherzog von Hessen aus, in welches die Versammlung mit Begeisterung ein- stimmte.

** General-Versammlung des Detaillisten-Vereins. lieber die am 23. d. Mts. abgehaltene Generalversammlung des Detaillisten-Vereins Gießen teilen wir nachstehend das Wesentliche mit. Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt der Vorsitzende die Versammlung und spricht sein Bedauern aus über die geringe Beteiligung bei einer so wichtigen Tagesordnung. In dem Mitgliederbestand haben sich gegen das Vorjahr nur unbedeutende Veränderungen ergeben. Ein sehr thätiges Mitglied im Vorstand hat der Verein in der Person des Herrn Kaan, zu dessen An­denken sich die Versammlung von ihren Sitzen erhoben, verloren, an seine Stelle wurde Herr Bernhard Oppen­heimer gewählt. Die bestimmungsgemäß ausscheidenden Herren Wilhelm Haas, August Noll II. und Robert Stuhl wurden wiedergewählt. Die Geschäfte des Vereins wurden in 11 Vorstandssitzungen, 1 außerordentlichen Vor­standssitzung, 12 Protokollen und 50 Briefen erledigt. Der Vorsitzende dankte den Vorstandsmitgliedern, speziell Herrn Herbert für die rege Beteiligung an den Sitzungen und Erledigung der Geschäfte. Durch Delegierte wurden beschickt: 1. Am 5. Februar eine Sitzung in Frankfurt a. M., betr. Besteuerung der Warenhäuser und unlauteren Wettbewerb. . 2. Am 23. März eine Versamm­lung in Frankfurt a. M., betr. gesetzlichen Ladenschluß und Warenhäuser. 3. Am 10. September eine Vorkonferenz und am 5. November eine Konferenz in Frankfurt a. M. ES wird eine Petition der an der Frankfurter Konferenz beteiligten Vereine verlesen, welche dahin zielte, einer Vorlage für einen gesetzlichen, im deutschen Reiche gleichen Ladenschluß die Zustimmung zu versagen. Trotzdem der Gießener Verein sich für den gesetzlichen Ladenschluß ausgesprochen und dem entsprechend gestimmt hatte, würde unser Verein als Unterzeichner der Petition beigefügt. Es wurde deshalb beschlossen, einen dementsprechenden Protest an die Konferenzleitung abgehen zu lassen. Obgleich die Mehrzahl der Vereine für gesetzlichen Ladenschluß eintraten, wurden dieselben durch die Stimmenzahl der größten Ver­eine Frankfurt a. M., Mainz re. überstimmt. Wegen Heber- tretungen, betr. unlauteren Wettbewerb kamen 4 Fälle vor, erledigt durch 3 Briefe und 1 Klage. 3 Fälle wurden als unbegründet auf den Rat des Herrn Dr. Gutfleisch hin nicht verfolgt. Vor den Beitritt zu dem Rabattsparverein wurden die Mitglieder durch Zirkular gewarnt. Der Ein­gabe, betr. Offenhaltung der Geschäfte an Sonntagen vor Ostern, Weihnachten und Schützenfest wurde stattgegeben. Es wurde beschlossen, ein Gesuch an Großh. Bürger­meisterei zu richten, eine amtliche Bekanntmachung dahin zu erlassen, daß trotz deS Ausfalles der Viehmärkte durch die Seuche, die Krämermärkte stattfinden. Außerdem soll an dieselbe Behörde das Ersuchen gerichtet werden, einem der int Monat Dezember jeden Jahres abzuhaltenden Krämermärkte die BezeichnungWeihnachtsmarkt" beizulegen. Die Redaktionen hiesiger Zeitungen haben bereitwilligst zugesagt, Reklamen für a uswärtige Ver­sandtgeschäfte in den redaktionellen Teil zu vermeiden. Wie üblich hatte sich der Verein an der Wahl der Großh. Handelskammer beteiligt. Der Vorsitzende weist darauf hin, daß infolge des neuen Vereinsgesetzes die Eintragung des Vereins ins Vereinsregister er­forderlich wird und eine Aenderung der Statuten dadurch bedingt würde. Infolgedessen wird auf Vorschlag von Berrn Herbert es dem Vorstand, in Gemeinschaft mit Herrn r Gutfleisch überlassen, die Umänderung der Statuten

vorzunehmen und alsdann der nächsten Generalversammlung vorzulegen. Es wird einstimmig beschlosien, eine Ein­gabe wegen Offenhaltung der Ladengeschäfte am 31. Dezember (Sylvester) bis abends 7 Uhr an Großh. Kreisamt zu richten. Desgl. auf Vorschlag verschiedener Firmen wegen Offenhaltung der Ladengeschäfte am Weihnachtsabend bis 9 Uhr an dieselbe Behörde. lieber die Erledigungen der Gießener Konf erenz- beschlüsse berichtet der Vorsitzende: In Frank­furt a. M. fand am 5. Februar Kommissionssitzung statt; und war außer dem Verein Herr Dr. Gutfleisch an­wesend. Es kamen zur Verhandlung: 1. Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. Es wurde beschlosien, daß anzustreben fei, für alle bürgerlichen Angelegenheiten in erster Instanz Laiengerichte einzufetzen, speziell für Vergehen gegen das Gesetz für Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. Ferner ist wünschenswert, daß die Vereine spezielle Fälle anführen sollen, in denen die ganzen Urteile nicht den Anschauungen des Handels­standes entsprechen und besonders Fälle, in denen das Ge­setz versagt. Die einzelnen Vereine sollen Material über solche Fälle sammeln und dem Vorort Gießen cinsenden. Es wird dann beschlossen, bei der nächsten Detaillisten- Konferenz zu beantragen, dieselbe möge beschließen, eine Aenderung des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs zu erlangen, dergestallt, daß in § 4 eingerügt wird, unter die darin angedrohten Strafen falle auch An- bieten und Verkauf von Waren und gewerblichen Leistungen zu einem Preise, bei welchem die Erzielung eines Gewinnes ausgeschlossen ist, wenn bie in § 4 zum Ausdruck gebrachte Absicht vorliegt. Ferner soll darauf hingewirkt werden, daß bei Ausverkäufen der Mitverkauf für fremde Rechnung verboten wird, daß der AusdruckAusverkauf" nur bei Geschäftsaufgabe, oder Ausgabe der betreffenden Waren­gattung gebraucht werden darf, daß die Dauer eines Aus­verkaufs begrenzt und gesetzlich festgelegt wird, wie viel Waren bei einem Ausverkauf hinzugekauft werden dürfen. Ferner ist anzustreben, daß der Kostenpunkt im Zweifel von dem Gericht nicht über 2000 Mk. festgesetzt werden soll. 2. Gemeinschaftliche Aufmachungen für Garne: betr. § 5 Abs. 1 des Gesetzes zur Bekämpfung des un­lauteren Wettbewerbs. Die Konferenz beschließt dahin zu wirken, daß alle Warenpackungen für den Verkauf mit der vollzähligen Stückzahl resp. Gewicht und Meterzahl ver­sehen werden, die sie bei der letzten Packung gehabt haben. Dezimaleinteilung: 1 Kg. 100 Geb. L 10 Gramm, 1 Kg. 50 Geb. L 20 Gramm, 1 Kg. 20 Geb. ä 50 Gramm. Nähgarne dürfen nur in bestimmten Maßen verkauft werden nach dem Dezimalsystem. 3. Schäden der großkapi­tal. Warenhäuser und -Lager für den Detail­handel. Es konnte ein Resultat nicht erzielt werden, da mehrere Mitglieder der Kommission fehlten. Die Materie wurde der Konferenz Frankfurt zur weiteren Be­arbeitung überwiesen. 4. Offenhalten der Schau­fenster an Sonntagen. Ein diesbezügliches Gesuch ist an die Großh. Hess. Regierung ergangen. Inzwischen äußerte ein Herr Negierungsvertreter, daß die Großh. Regierung die Absicht habe, den Gemeinden es zu über­lassen, darüber besondere Bestimmungen zu treffen. Ent­sprechende Verfügungen werden wohl in Kürze erlassen werden. 5. Erhebungen über die Lage des Kleinhandels. Wie uns bekannt, hat die Neichsregierung die Enquete über den Kleinhandel abgelehnt, während die Großh. Hessische Regierung sich zur Veranstaltung derselben bereit erklärt hatte. Neuerdings erfahren wir jedoch, daß auch die Großh. Hess. Regierung ihre Bereitwilligkeit zurückgezogen, da sie dem Reichsamt nicht vorgreifen wolle. Zum Schluffe bemerkt der Vorsitzende: Wenn auch nicht sehr viel erreicht werde, so haben die Konferenzen den Zweck, die Zusammen­gehörigkeit der Vereine zu pflegen und dienen zur gegen­seitigen Aussprache und Aufklärung. Außerdem finden die an die zustehenden Behörden geäußerten Wünsche zur Ver­besserung der Lage des Kleinhandels einen größeren Nach­druck. Der Kaffenbestand am 23. November ist Mk. 353,86 bestehend aus: a. Guthaben bei der Gewerbebank Mk. 260,41 b. bar Mk. 93,45. Zusammen: Mk. 353,86. Als Revi­soren zur Prüfung der Rechnung wurden gewählt die Herren H. E. Jughardt, Adolf Müller und Bernhard Oppenheimer. Herr Jughardt erstattet Bericht und spricht Herrn Noll für die gute Rechnungsführung im Namen der Versammlung seinen Dank ans und wurde alsdann dem Rechner Decharge erteilt, unter dem Vorsitz des Herrn Herbert. Die Versammlung beschließt einstimmig, bei der demnächstigen Handelskammerwahl für die Herren Ernst Balser, A. Katz und C. W. Nowack sen. einzutreten. Da die Erfahrung gelehrt, daß die Mittel zu den jeweiligen Ausgaben, event. Führung von Prozessen, nicht ausreichen, wird nach eingehender Beratung einstimmig beschlossen, den Mitgliederbeitrag von 4 auf 6 Mark festzusetzen. Dieser Antrag des Vorstandes wurde durch die gelegentlich eines Prozesses gemachten Erfahrungen begründet, da die Erhebung eines Zuschusses von einzelnen Branchen, für welche die Prozesse geführt werden, möglichst zu vermeiden ist. Es wird beschlossen, bei Großh. Handelskammer, vorstellig zu werden, gemeinschaftlich mit derselben handelswissenschaftliche Vorträge abzuhalten. Wegen Ausstellung der Berichte zum Jahresbericht Großh. Handelskammer, soll für das Jahr 1899 zur Aufstellung des Berichts des Detaillisten-Vereins für jede Branche eine Kommission ernannt werden. Herr Holterhoff regte die Gründung eines Verkehrsanzeigers zur Hebung des Fremdenverkehrs an. Aus der Mitte der Versammlung wurde mitgeteilt, daß bereits ein Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs in Gründung begriffen fei, was die Versammlung mit Freuden begrüßte. Zur Herbeiführung eines regelmäßigen Ladenschlusses sollen die Inhaber der neu gegründeten Geschäfte aufge­fordert werden, sich der bestehenden Vereinbarung anzu­schließen. Bon der Versammlung wurde dem Vorsitzenden

für feine wirksame Thätigkeik, sowie das Jntereffe, welche- derselbe dem Verein entgegenbringt, gedankt. Zum Schluffe weift der Vorsitzende auf bie Notwendigkeit des Bestehens einer Vereinigung der Detaillisten hin, da eine Vertretung

Interessen dem einzelnen nicht möglich fei, und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß auch die heutigen Verhandlungen zum Gedeihen des Detaillistenstandes gereichen mögen und chließt die Versammlung.

* Ein mächtiger Feuerschein wurde gestern abend nach 6 Uhr in der Richtung nach Süden sichtbar. Die Be­fürchtung, daß das Feuer in einer der benachbarten Ort­schaften wüte, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Wie wir erfahren, brannten zwischen Lützellinden und Groß- Nechtenbach acht große Strohhaufen nieder. Von dem verbrannten Stroh (ca. 2500 Zentner) war der dritte Teil versichert.

** Wasserleitung betr. Während der nächsten Tage mutz infolge eines hente stattgesundenen Rohrbruches das ganze Wasserrohrnetz unter Hochdruck versetzt werden, und wird den Hauseigentümern des Niederdruckgebietes (alle zwischen dem rechten Wieseckufer und der Lahnseite liegenden Stratzen) deshalb empfohlen, in den nächsten Tagen ihren Hauswasser­leitungen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Eine amtliche Bekanntmachnng erfolgt nächsten Montag. 8288

Universität und Hochschule.

Berlin, 24. November. Wie dieBert. Ztg." aus zuverlässiger Quelle erfährt, bestätigt es sich, daß der Oberhofmeister Frhr. von Mirbach im Auftrage der Kaiserin auch an die Berliner Universität ein Schreiben gerichtet hat, in welchem das Auf­treten des Privatdozenten Dr. Preuß in der Stadtverordneten­versammlung zum Gegenstände einer tadelnden Kritik gemacht wird. Daß in demselben Schreiben auch der Fall Arons erwähnt wird, wie dieKöln. Bolks-Ztg." meldet, bestätige sich nicht. Auch sei noch zu berichtigen, daß das Schreiben nicht an den Senat der Universität, sondern an die juristische Fakultät gerichtet war, die in erster Instanz als Disziplinarbehörde für den Fall Preuß in Betracht kam.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Gtetze«, 25. November. Marktbericht. Arck dem heuttqen Wochenmarkt kosteten: Butter vsr Pfd. X 1. 01.20 Hübnereier per Si 79 H, 2 St. 0000 H, Enteneier 1 St. 00 Eänie- eter ver St.'00 Käse 1 St. 58 H Käsematte 2 St. 56 Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter ß-) Tauben ver Paar

X 0.700.90, Hühner per St. 0 90l.> 0, Hahnen ver Stück

0 60-0 9Enten per St. X 1.802.20, Gänse per Ptund X 0 480.56, Ochsenfieisch per Pfd. 6874 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 6264 H, Schweinefleisch per Pfd. 6674 H, Schweine­fleisch. gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd. 6466 Hammelfleisch per Pfd. 5060 H, Kartoffeln per 100 Kilo 3.10 bi- 4 50 X, Weißkraut per St. 0000, Zwiebeln per Etr. X 5.005 50, Milch per Liter 16 H.

Frankfurter Börse vom 24. November.

Wechsel auf New-York zu 4.201/2-2 B/g.

Prämien auf Kredit per ult. November O,75e/o, do. per ult Dez. 2.20%, Diskonto Kommandit per ult. Nov. 0.60 / , do. per ult. Dez. 1.75%, per ult. Jan. 0 00, Lombarden per ult Nov. 0.40%, do. per ult. Dez 0.75 /q, Staatsbahn per ult. Dez.%.

Notierungen : Kreditaktien 231.50-90, Diskonto - Kom­mandit 191.30-191.70, Staatsbahn 140.20, Gotthard 142.80-143 20, Lom­barden 31.80, Ungar. Goldrente 97.70, Italiener 93 70-00, 6prozentige Mexikaner., 3proz. Mexikaner 25.80-00, Gestern Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 5%% G.

1% bis 2% Uhr: Kredit 281.90-231.70, Diskonto Kommandit 191.70-40, Staatsbahn 140.20-30, Lombarden 31 80, Türken C 00 00.

Aeuefte MMungen.

Depeschen des Bureau ,£>etolb*.

Berlin, 25. November. Der Empfang des Kolo­nialministers Chamberlain und des Stellvertreters des britischen Auswärtigen Amtes, Lord Balfour, durch Kaiser Wilhelm, sowie die vorangegangenen Besprech, ungen Chamberlains mit dem Staatssekretär Grafen Bülow und dem deutschen Botschafter Grafen Hatzfeldt werden in allen englischen Blättern zu Ereignissen hoch­politischen Charakters aufgebauscht. DieBerl. Neuesten Nachrichten" glauben nicht, daß begründeter Anlaß vorliegt, der englischen Presse auf diesem Gebiete zu folgen. Vom englischen Zeitungs Standpunkte aus sind jene Aus. bauschungen leicht begreiflich. Es bleiben aber Auf­bauschungen von Vorgängen, die sich durchaus in dem vorhergesehenen Rahmen bewegen. Auch dieNational- Zeitung" hört von unterrichteter Seite, wenn der deutsche Staatssekretär des Auswärtigen wieder in Berlin einge­troffen sein wird, kaum etwas wesentliches an den bis­herigen deutsch englischen Beziehungen geändert fein werde.

Thorn,25. November. Zum ersten Bürgermeister an Stelle des in den Ruhestand getretenen Dr. Kohli ist heute der zur Verfügung gestellte Landrat des Kreise» Schlochau, Dr. Kersten, mit 29 von 34 Stimmen gewählt worden.

Petersburg, 25. November. Wie von unterrichteter Seite verlautet, äußerte der Zar wiederholt seine größte Befriedigung über die Ergebnisse der Potsdamer Kaiser- Zusammenkunft und konstatierte das beste Einverehmen Deutschlands und Rußlands in allen politischen Fragen.

Algier, 25. November. Hier eingelaufenen Gerüchte» aus Tripolis zufolge sind Anzeichen eines bevorstehenden Krieges vorhanden, an dem sämtliche mittelafrikanischen muhamedanischen Stämme beteiligt sind. Die Aufreizung hierzu soll vom Sultan ausgehen und gegen Frankreich ins Werk gesetzt werden zu dem Zweck, die Besetzung der Karawanen Straße durch Frankreich, welche dem Sultan durch den jüngst mit Enaland abgeschlossenen Vertrag zu- gestanden wurde, zu verhindern.