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Donnerstag den 26 October
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Grütisbeilages: Gießekcr FimMendlStter, Der hestlfche Landwirt, KlLtter für HMHe UslKskAnde._______
jeden Preis durch eine unangebrachte Uebereilung jeden Schein von Provokation zu vermeiden. Der Würfel ist nun gefallen, das kleine Transvaal hat gesagt, was es zu sagen hatte, und man kämpft. „Endlich!" schrieb der „Standard" frohlockend Uber seinen Leitartikel mit großen Lettern, als das Ultimatum Transvaals vorlag, Musikbanden spielten in den Straßen Londons „God save the queen“, und die zur Einschiffung abmarschirenden Truppen wurden frenetisch gefeiert. Aber dieser Jubel ist in England durchaus nicht allgemein, und bei manchem der verantwortlichen Machthaber bestehen Befürchtungen. Wir sprechen hierbei natürlich nicht von Mr. Chamberlain, deffen Vertrauen in seinen guten Stern bekanntlich unerschütterlich ist".
Das „Journal tbeS Döbats" sagt ähnlich: „Dieser Krieg ist Chamberlains Krieg und er rechnet zu siegen. Wir glauben an Chamberlains Sieg, aber dieser Sieg kann mehr oder weniger teuer, mehr oder weniger diskutabel, mehr oder weniger glücklich ausfallen, und dies hat Chamberlain schon an der Mobilisierung des Armeekorps für Afrika sehen können. Ein Angriff der Buren kann die peinlichsten Überraschungen bringen. Aber laffen wir einmal die Engländer Sieger sein, Sieger auf der ganzen Linie — werden damit alle Schwierigkeiten für Chamberlain behoben werden? Könnten nicht vielleicht erst dann die wirklichen Schwierigkeiten erscheinen? Nehmen wir Transvaal und den Freistaat als annektiert, und ein großes südafrikanisches, englisches Kolonialreich als geschaffen an - sollte dann nicht erst der Rassenkampf wirklich losbrechen, den England gegen die Holländer führte? England würde dann eine Occupatious- armee benötigen, die bei dem englischen Militärsystem, nach welchem sich Freiwillige für den ruhig zu Hause beim Geschäft bleibenden Bürger schlagen, garnicht existiert. Und Indien? Kein diplomatischer Fehler wird in London begangen, der nicht dort sofort reflektierte! Südafrika würde nun ein neuer, wunder Punkt für England werden, und England darf sich solche wunde Punkte nicht noch mehr schaffen. So denken viele Leute auch in England selbst, und Präsident Krüger hat das wohl gewußt. Allein es ist zu spät. Diejenigen, welche diesen Krieg entfesselt haben — man weiß ja, wer es ist — werden in den Augen Europas die schwer lastende Verantwortung dafür tragen, und vielleicht, in nicht allzu ferner Zeit, auch in denen ihrer Landsleute."
Abreffe für Depeschen: A«zei-er $kftta.
Fernsprecher Nr. 51.
treibt die Strenggläubigkeit auf eine Spitze, wo sie in den offenen Aberglauben umschlägt. „Der Arzt seiner Ehre", „Die Andacht zum Kreuze" müssen das sittliche und religiöse Gefühl jedes Menfchen verletzen. Während Lope noch den Geist des älteren Spaniens atmet, und die sittlichen Anschauungen der breiten Masse eines ritterlichen Volkes wiedergiebt, spiegelt Calderon schon viel mehr die Ansichten einer kleinen Kaste, des Hofadels wieder, der sich auf seinen ausgetüftelten Ehrbegriff etwas zu gute thut und um so mehr, je mehr dieser sich von jeder gesunden und natürlichen Denkweise entfernt. Wie ausgeklügelt sind nicht die Probleme aller Stücke, in denen irgendwie der Ehrenpunkt in Frage steht! Streift der Dichter auf der einen Seite wie im „Arzt seiner Ehre" und im „Maler seiner Schande" ost an das Gräßliche, so kommt er auf der andern dem Absurden und Lächerlichen oft bedenklich nahe. So wenn Vater und Sohn durchaus darauf bestehen, sich mit einander zu duellieren, weil sie zufällig bei zwei Parteien, waren, zwischen denen ein Streit ausbrach!
Nicht die Leidenschaft wirkt in „Don Gulierre" wie etwa im „Othello", der in furchtbarer Verblendung sein Weib seiner besudelten Mannesehre zum Opfer bringt, sondern mit kaltem Blute mordet der Spanier sein Weib, weil diese einst einen Andern liebte, und dieser als Prinz seinem Rachestahl entzogen ist. Die kalte Reflexion, die hier überall herrscht, stempelt diese That zu einem abscheulichen Verbrechen, das nur durch die gewaltigste Leidenschaft poetisch und sittlich erträglich werden könnte. Gerade aber die
saale aufgebahrt wurde. Es sind viele Kranzspenden eingelaufen. Der Kaiser und die Kaiserin sandten je eine große Palme. Die Beerdigung findet morgen nachmittag li/2 Uhr statt. Der Fürst wird mit der Bahn um i/,2 Uhr eintreffen und bereits 7 Uhr abends weiter fahren. Unter den Trauergästen befinden sich u. a. auch der Regierungspräsident von Hildesheim.
♦ Munster, 22. Oktober. Unter Entfaltung großer kirchlicher Pracht wurde heute die Mariensäule vom B i s ch o f e e i n g e w e i h t. Sie ist von einem hiesigen Bürger gestiftet und hat vor der Ludgertkirche an Stelle der alten Pastorat ihre Aufstellung gefunden. Das Denkmal ist im Spätrenaissancestil nach dem Muster der Säule auf dem Marienplatz in München aus schwedischem Granit gearbeitet und hat eine Gesamthöhe von 15 Meter, die Madonnenstatue allein mißt 2,50 Meter. Die Kosten belaufen sich auf etwa 75 000 Mark.
» Erfurt, 22. Oktober. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich auf der elektrischen Straßenbahn an der Johannesstraße. Die 6jährige Tochter des Zimmermann« Sturz ließ ihren 3jährigen Bruder von der Hand. Er lief direkt auf einen Motorwagen zu. Das Mädchen, das den Bruder retten wollte, wurde vom Wagen zur Seite gestoßen. Der Knabe geriet unter diesen und die Schutzvorrichtung drückte ihm den Kopf ein, sodaß der Tod sofort eintrat. (Das muß ja eine nette Schutzvorrichtung sein.)
* Weimar, 22. Oktober. Von dem Weimartschen K o n- s i st o r i u m werden augenblicklich Feststellungen vorgenommen, welche Geistliche dem Vergnügen der Jagd und Fischerei nachgehen, dabei Jagdkleidung tragen und sich des Fahrrades bedienen. (Die angestellten Erörterungen können nur den Zweck haben, die genannten Vergnügungen, wohl gar auch das Radfahren, den Geistlichen rundweg zu verbieten.)
* Plauen, 23. Oktober. In der Nacht zum Sonntag ist der vom Bahnhofspostamt abzuliefernde Geldbeutel, der die Samstagseinnahme auf dem Bahnhossamt mit 9000 Mk. enthielt, auf dem Hauptpostamt abhanden gekommen. Heute früh wurde das Geld in zwei Briefkasten der oberen Stadt bis auf einen geringen Betrag wiedergefunden.
* Berlin, 23. Oktober. Die Ziehung der fünften Serie der Berliner Pferdelotterie wurde vom Polizeipräsidenten für ungiltig erklärt.
* Potteudorf, 23. Oktober. Bei einem hier ausgebrochenen. Brande wurden durch eine einfallende Brandmauer drei Feuerwehrleute schwer verletzt und mehrere Personen leicht. Zwei Leute wurden verschüttet.
* Budapest, 23. Oktober. Das Juweliergeschäft von Gebr. Riemer in der Königstraße Hierselbst wurde in der Nacht vollständig ausgeraubt. Der Thäter ist unbekannt; der Schaden beträgt viele tausend Gulden.
ßtt. 252 Drittes Blatt
Französische Pretzstimmen über den Transvaalkrieg.
Wie tief die Verstimmung gegenüber Old-England und der perfiden Politik feines Staatssekretärs und Krieg- -entrepreneurS Mr. Chamberlain ist, die in den mit der Regierung in Fühlung stehenden Kreisen der französischen Hauptstadt besteht, erhellt recht drastisch aus der offenen, rückhaltlosen Art, mit welcher sich die maßgebende französische Presse über den Kriegsfall mit Transvaal äußert.
Der „Temps" schreibt: „Das Kabinett von St. James, oder wenigstens der verbrecherische Staatsmann, welcher sich dort befindet, braucht sich nun nicht mehr zu hüten, eine Antwort geben zu müssen, die noch in letzter Stunde einer Verständigung die Thür öffnen konnte. Mr. Chamberlain glaubt am Ziele zu sein, und beglückwünscht sich selbst nicht nur dazu, Transvaal in einen Krieg gestürzt zu haben, sondern auch dazu, daß es ihm gelungen ist, die Verantwortlichkeit für den Friedensbruch auf Transvaal zurückgewiesen zu haben. Es war stets die Methode der großen Feinde des Weltfriedens, die Dinge so einzurichten, daß ihre Widersacher, ihre Opfer, in die Enge getrieben wurden, bis dieselben aus eigener Initiative vorgingen und so scheinbar im Unrecht handelten. Der gesamte Gang der Verhandlungen zwischen England und Transvaal zeigt bei einem unparteiischen Studium der Blaubücher, daß England stets nur nach einem Vorwand zum Bruch gesucht hat, daß es beständig die Balls der Erörterungen wechselte und sich bemühte, seine in drohendem Tone gehaltenen Forderungen unannehmbar zu machen, daß im Augenblick, als Transvaal sogar die Forderungen MilnerS acceptieren wollte, Herr Chamberlain durch ein Gaukler stück, welches schwer zu verurteilen ist, den Kurs so zu wenden wußte, daß man die liberalen Anerbietungen vom 22. August abwies und die eigenen Vorschläge vom 8. September zurücknahm. Für den, welcher den moralischen Standpunkt hierbei ignorieren will, gibt es wohl kaum etwas Eleganteres, als dieses Manöver in letzter Stunde.
Man mußte sich vor den Augen der Welt den verbindlichsten Ton geben, und gleichzeitig Transvaal sorgsam jedes reelle Mittel, hieraus Nutzen zu ziehen, aus der Hand winden. Die englische Presse hat sich auch tatsächlich das Eingeständnis dieses Machiavelismus entschlüpfen lassen, wenn die „Times" Harcourt vorwirft, er habe Transvaal durch eine Annahme der Vorschläge vom 8. September eine Handhabe gegeben. Sei dem, wie ihm wolle, diese skrupellose Politik hat ihren Zweck erreicht; Transvaal hat sich, wenn auch erst zum Aeußersten getrieben, zu einem Schritte entschlossen, den ihm seine Würde, wie auch die Sorge um die eigene Sicherheit vielleicht schon längst geboten hatten. Es hatte ein Interesse daran, die Engländer unvorbereitet zu fassen, um ihnen eine empfindliche Niederlage beizubringen, aber es hat dennoch gewartet, um um
Lobeshymnen einer kleinen Gruppe, die sich wegen der Gleichheit der religiösen Ansichten solidarisch mit dem Dichter fühlte, verhallten spurlos, und die Lorinser, Baumgartner und Günthner, fanden nicht einmal in katholischen und romanischen Ländern Unterstützung. Zwar fehlte es nicht an dithyrambischen Wendungen, die in Spanien nie allzuviel bedeuten. Aber durch sie hindurch klang vernehmlich so mancher Protest, und wenn man Shakespeare neben Calderon nannte, so stellte man jenen als den Vertreter einer wahren, diesem als dem Vertreter einer falschen Kunst gegenüber. Das geschah von Spaniern, von begeisterten Katholiken, die argwöhnisch auf den Ruhm ihres Landes und seiner großen Söhne sind. Das geschah ferner von einem solchen Kenner der spanischen Litteratur wie Morel-Fatio — Deutschland hat heute kaum noch solche — der darüber spottet, daß, Dank den Deutschen, Calderon „selbst in seiner Heimat" für einen großen Dichter gehalten wurde.
Statt daß, wie Friedrich Schlegel sagte, Calderon die Vollendung des spanischen Schauspiels bedeutete, steht er schon jenseits seiner Blüte und weist auf den Verfall hin. In Lope, dem zeitlich ersten der großen spanischen Dramatiker, überhaupt in der älteren Dramatiker-Generation, haben wir den Höhepunkt des spanischen Schauspiels zu erblicken, nicht in Calderon, bei dem überall das Raffinement sichtbar wird, durch das er seine Vorgänger überbieten will. Er kommt so zu jenem outrirten Ehrbegriff, der, wie uns ein spanischer Historiker zu beweisen sucht, auch nicht einmal in den zeitgenössischen Anschauungen seine Rechtfertigung findet, und
pirneljährlich 2 Mark 20 Pf«, menatlidj 75 Pf«, mit vringerlohm.
Bei Poftbrzu« 2 Mark 50 Pf» vierleltLhrlich.
Vermischtes.
* Hildesheim, 23. Oktober. Gestern nachmittag 1 Uhr traf die Leiche der Gräfin Marie von Münster, begleitet von der Gräfin Alexandra von Münster und Genera von Benickendorf auf Schloß Hindenburg in Derneburg ein. Um 5 Uhr wurde die Leiche unter großem Gefolge vom Bahnhofe zum Schloß überführt, wo sie im Ritter-
Meöer ßaweron.
Zu Matkowskis Gastspiel im „Leben ein Traum" als Eröffnungs-Vorstellung des Theaterverems.
Calderon gilt in Deutschland noch ziemlich allgemein uls der bedeutendste der spanischen Dramatiker. Diese Wertschätzung verdankt er den Romantikern und namentlich August Wilhelm Schlegel, die es liebten, ihn als den Höhepunkt des Dramas des katholischen Südens dem größten protestantischen Dramatiker des Nordens, Shakespeare, als gleich> bedeutend aegenüberzustellen. Aus Schlegels berühmten Vorlesungen über dramatische Kunst" übersetzte dann em um die ältere Litteratur seines Adoptivvaterlandes hochverdienter Deutscher, Böhl de Faber, der Vater der als Fernan Caballero berühmt gewordenenSchrfftstellerm, btt auf Calderon bezüglichen Abschnitte ins Spanische: so gewöhnten sich dann allmählich deffen -andsleute daran, 5 alderon für ihren bedeutendsten Dichter anzusehen, soweit si< nicht, wie der klassisch gebildete Moralin, der beste Kenner des spanischen Dramas, der damals lebte, sich gegen Schlegel alberhaupt ablehnend verhielten. Heute wird dies Urteil nuir noch von wenigen geteilt: bei der Gedächtnisfeier im zwn- humdertsten Todesjahre des Dichters, 1881, Zeigte sich recht deutlich, wie wenig doch dieser trotz vieler und trefflicher Ueber- fi tzungen in Deutschland Wurzel gefaßt hatte. Die lauten
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