'svinMs.
25. September 1899.
ir kurzem sind zwei llni- ich die bet der Feier des btm zeitigen Mor Prof. .Stiftungen unb Aufgaben Dienste der Humanität", «rvstst des Mdchrm ' w^coV toUv . dnMbmn «Verzeichnis $, LandrSMiversitiit vom 899" entnehmen wir, daß ganzen 51 gelten rite an iett worden sind, und zwar i« 15 den „Dr. pbiL -
I
lät _ ginanimtf^et a.
- md eint «d« W io,hIchiIdi»TmzM «sSrMdilll-kftchP-r ta“Ä* kl® * i«
lugust. Neubauten zu Ä'SgS ft
.. (ät $»il' «erli**
8
*&>3*
. i.
: W’8n
* Di« ®a””Ww
«-'-7 SW’fi'ßt- ui«
S§£$» tofi"b"
V 8i«- httfiJ?" R'- “’M&n Br.tV*" "'»"ÄS; *ÄÄ* ?Ää >as klein^ betoQ^tte- «Sjä “ftSi“ 5yS«w Ä Ä,r i« ««, wir mM giau6t| n" $ te»be Bot d°, IW, de» atten. n »njeUagten entlaftenben «HWitfi Mietet »»«en), ttutbt hi« uitb 6tr «Safltoa« in Nrch. tjtetung oet^aftet, 'Wen ©eneraltonful btt 14. Twin bei tot btm «ngetlagten, gebraut unb wen. — Die neuesten ters Knesevic, welche 1 Versprechungen erreicht, nbung erklärt, umsomehr Georgewitsch als ein Die Fällung des Urteils it^lbane^tnau^anb "tonen an. Der Bali von pel weitere Truppensend-
** Militärdienstnachrichten. Kuckein, Major a. D., zuletzt Rittm. und Chef der damal. Großh. Hess. Train- Komp., die Erlaubnis zum Tragen der Armee-Uniform erteilt. Schreiner, Zahlmeister vom 1. Bat. 4. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Prinz Carl) Nr. 118, zum 11. Armeekorps versetzt. Schroeder, Rechnungsrat, Jntend.-Sekretär von der Großh. Hess. (25.) Div., an Stelle des Jntend.- Sekretärs Grethe zum 1. Oktober d. I. zu der Jntend. der 22. Div. versetzt. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 22. September den General der Kavallerie z. D. Wernher ä la suite des 2. Großh. Dragoner-Regiments (Leib-Dragoner-Regiments) Nr. 24 zum Generaladjutanten ä la suite zu ernennen, und dem Flügeladjutanten Major Freiherrn Röder v. Diersburg das Kommando der Großh. Garde-Unteroffiziers-Kompagnie zu übertragen geruht.
** Station Abendsterv. Wie der „Wetzl. Anz." berichtet, hat das preußische Ministerium die Einrichtung einer Personenhaltestelle am „Abendstern" genehmigt. Dadurch werden besonders für Gießen neue Verkehrsverbindungen geschaffen mit dem Anschluß der Bieberthalbahn an die Bahn Wetzlar-Lollar. Die Arbeiten sollen so gefördert werden, daß die Züge bereits vom 1. Mai nächsten Jahres ab halten.
** Die Herbstübuugen unserer hessischen Division fanden am Samstag nachmittag hier in der Umgebung des Güterbahnhofes einen feuchtfröhlichen Abschluß. Die gegen 1 Uhr dort anrückenden Regimenter fanden nicht nur ein vorzügliches Essen, sondern auch manch' Fäßchen Gießener Hofbräus. Natürlich entwickelte sich bald ein lustiges Lagerleben, dem zuzuschauen sich nur wenige der Gießener Einwohner entgehen ließen. Die Soldaten trieben, bis das Signal zum Sammeln und Einsteigen in die längst bereit gestellten Eisenbahnzüge gegeben wurde, allerlei Kurzweil; der dem Soldaten im Vorgefühl seines UebertrittS zur Reserve eigene Humor kam — wenn auch ab und zu in naturwüchsiger derber Weise — zum Durchbruch. Besonderes darin leisteten die 118er, die hessischen „Kanarienvögel", die schon am Tage vorher auf ihrem Marsche durch Wetzlar allenthalben Heiterkeit erregten. Sie mußten am Samstag nachmittag zuerst den Platz räumen, aber das Tücher- und Helmeschwenken aus dem vollbesetzten Zuge, der sie nach Worms entführte, bewies, daß ihnen das Scheiden doch nicht gar schwer wurde. Rasch nacheinander dampften dann die übrigen Regimenter aus dem Bahnhofe hinaus, und um 9 Uhr herrschte auf dem Lagerplatz wieder völlige Ruhe. Viel Vergnügen bereitete den Zuschauern das nach überliefertem Brauche der Reservisten vor sich gehende Löffelbegraben. Die dabei „geschwungenen" Reden bewiesen, daß auch in unserem Heere Leute sind, die nicht auf den Mund gefallen. Nicht nur Löffel wanderten in die Grube, auch Bürsten, Cigarrenspitzen, Tabakpfeifen, ja sogar Photographien der Dienstverhältnisse" wurden der Erde übergeben. Schließlich wollen wir nochmals wiederholen, daß reichlich und gut gekocht worden ist. Während und nach der Speisung hatte das Publikum von dem Anerbieten, die Speisen zu kosten, Gebrauch gemacht und über den Befund ein durchweg günstiges Urteil gefällt, und die zahlreich erschienenen bedürftigen Kinder und Erwachsenen trugen hocherfreut „ganze Dibbe voll" nach Hause. — Die Reservisten wurden heute vormittag entlassen, die Garnisonstadt stand im Zeichen der gerollten Achselklappe und des Reservestocks, bis gegen Mittag die Eisenbahn alle, „die treu gedient ihre Zeit", der Heimat oder dem Ort ihrer künftigen bürgerlichen Thätigkeit entgegengeführt. -e
** Stadttheater. Als Eröffnungsvorstellung wird am nächsten Sonntag, den 1. Oktober im hiesigen Stadttheater „Madame sans gene“, von V. Sardou, zur Aufführung gelangen. Die von der Stadtverwaltung angeschafften prächtigen neuen Dekorationen (gotische Saal und Rittersaal) sind von der Firma Baruch u. Co. in Berlin, Lieferantin der Berliner Hofbühnen, tadellos angefertigt worden und bereits hier eingetroffen. Dieselbe Firma liefert der Direktion Kruse und Helm auch die neuen Bühnenmöbel. Es ist also für eine würdige, hübsche Ausstattung der Bühne diesmal in ganz hervorragender Weise gesorgt worden. Nachdem das neue Personal gestern und heute bereits eingetroffen, werden morgen die Vorproben beginnen.
** Verbands- und Orlsgruppenstiftungsfest. Wie in 400 anderen Städten so feierte auch am Samstag in dem festlich geschmückten Saal des „Perkeo" die hiesige Ortsgruppe des Deutschnat. Handlungsgehilfen-Verbandes ihr Verbands- und Ortsgruppenstiftungsfest. Der Vorsitzende warf einen kurzen Rückblick über die Bewegung des Verbandes, wonach derselbe in den ersten 2 Jahren sich nur auf die Bekämpfung des sozialdemokratischen Handlungs- gehilfen-Vereins „Vorwärts" in Hamburg-Altona beschränkte und in den letzten 4 Jahren durch sein Vordringen in ganz Deutschland über 32 OOO Anhänger für seine ideale Sache gewann; er schloß seine Ansprache mit einem begeisterten Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und Se. König!. Hoheit den Großherzog, in das die Anwesenden begeistert einftimmten. Fröhliche Gesänge und Vorträge hielten die Teilnehmer bis früh am anderen Morgen zusammen.
Schwurgericht.
W. Gießen, 25. September 1899.
Heute vormittag wurde die erste Verhandlung des diesmaligen Schwurgerichts durch den Präsidenten des Gerichtshofes und Gerichtsrat Prätorius eröffnet. Verhandelt wird in der Sache gegen den Anstreicher Joh. Zichau von Heinebach, zuletzt als Russenbrenner in Gießen thätig. Der Angeklagte ist 20 Jahre alt und noch nicht bestraft. Er ist beschuldigt des Verbrechens aus § 176 Absatz 3 und aus §. 177. Die Anklage vertritt Ober-Staatsanwalt Dr. Güngerich. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt Dr. Spohr. Es sind 6 Zeugen und als medizinischer Sach
verständiger Medizinalrat Dr. Haberkorn-Gießen zu hören. Die Verhandlung findet, wegen Gefährdung der Sittlichkeit, hinter verschlossenen Thüren statt. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten schuldig, billigten demselben aber mildernde Umstände zu. Das Urteil lautete dahin, daß der Angeklagte mit 1 Jahr Gefängnis zu bestrafen sei, daß ihm jedoch von der erkannten Strafe 2 Monate der erlittenen Untersuchungshaft in. Anrechnung kommen. Der Angeklagte erkannte die Rechtskraft des Urteils sofort an.
Vermischtes.
• Frankfurt a. M., 23. September. Der Besitzer der bekannten Buntweberei Münzesheim, I. Voerle, wurde unter dem Verdachte des betrügerischen Bankerotts verhaftet.
* Coblenz, 23. September. Eine ganze Bande von Fahrraddieben machte seit einigen Wochen der Polizei viel zu schaffen. Endlich wurden die Diebe gefaßt. Die gestohlenen Räder sind bis auf zwei herbeigeschafft.
• Cassel, 23. September. Der Königliche Provinzial- Steuerdirektor a. D. Wirkliche geheime Oberfinanzrat Albert Schmidt ist gestorben. — Auf der Kassel—Waldkappel—Eschweger Bahn ist gestern ein gemischter Personenzug bei Oberkaufungen entgleist. In der Mitte des Zuges ist ein Güterwagen umgefallen und die Böschung hinabgestürzt. Fünf weitere Waggons wurden aus den Schienen gerissen. Die Personenwagen sind stehen geblieben. Wunderbarerweise sind Personen nicht verletzt worden. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten.
• Montjoie, 23. September. Die Wahl des augenblicklich auf dem Landratsamte Düren beschäftigten Re- gierungs-Civil-Supernumerars Joseph Breuer aus Esch- weiler zum Bürgermeister der Stadt Montjoie, ist seitens der königlichen Regierung b e st ä t i g t worden. Einen jüngeren Stadtbürgermeister als Herrn Breuer, der erst 25 Jahre zählt, dürfte es wohl kaum geben.
* Naumburg, 23. September. Zwischen dem früheren Oberleutnant, jetzigen Betriebsassistenten von Fuchs aus Schönebeck und dem Oberleutnant Hänsch aus Bromberg hatte am 24. Januar ein Pistolenduell bei Weißenfels stattgefunden. Der Zweikampf ist unblutig verlaufen, nach dem zweiten Kugelwechsel fand Aussöhnung statt. Von der hiesigen Strafkammer wurde von Fuchs zu 4 Monaten Festung verurteilt. Die Verhandlung erfolgte unter Ausschluß der Oeffentlichkeit.
* Dresden, 23. September. Der durch seinen früheren Schatzmeister, denKommerzienratHopffe, Ritter hoher Orden, so arg hereingelegte „Albertverein" hat jetzt seinen Rechenschaftsbericht erstattet. Nach diesem hat Hopffe insgesamt 207199 Mk. veruntreut, ein Vertag, der nur bis auf 115411 Mk. durch das Vermögen Hopffes gedeckt ist. Diese letztere Summe verliert der Verein.
* Breslau, 23. September. Den Militärmusikern der Posener Garnison wurde das weitere Spielen im Posener polnischen Theater durch einen Korpsbefehl verboten.
* München, 23. September. Einen Akt bodenloser Rohheit verübte heute Nachmittag der in der Ehlbeck'schen Menagerie angestellte Pferdemetzger Hemmerich. Dieser war im Jnnenraum mit Anstreichen beschäftigt, als er bemerkte, daß durch eine Ritze ein Mädchen hereinsah. Er zog sein Messer und stach hinaus, wobei er das Mädchen so unglücklich ins Auge traf, daß dieses verloren sein dürfte. Um das zusammengebrochene Mädchen sammelte sich sofort eine große Menschenmenge an, die in blinder Wut die Menagerie demolieren wollte, und die Leinwand der Länge nach durchschnitt, um den rohen Burschen herauszuholen. Die Direktion, die von dem Vorgang keine Kenntnis hatte, requirierte sofort die Schntzmannschaft. Diese führte den Burschen geschlossen ab, wobei es fast zu einer Lynchjustiz kam. Das Mädchen wurde von der Sanitätskolonne vom Platze geschafft. Da die erregte Menschenmenge drohte, die Menagerie zu demolieren, erbat sich die Direktion, die an dem Rohheitsakte vollständig unbeteiligt ist, eine Wache.
* Ludwigshafen, 23. September. Vor dem Schwurgericht in Zweibrücken stand gestern der wegen des Lustmords bei Mundenheim in Untersuchungshaft befindliche Dienstknecht JohannesBockwoldt aus Bujendorf, um sich wegen eines anderen bei Rheingönnheim verübten Verbrechens gegen die Sittlichkeit zu verantworten. Das Urteil lautete auf 14 Jahre Zuchthaus. Es brachte in dem Angeklagten nicht die geringste Bewegung hervor. Wie aus den Personalakten hervorgeht, hat Bockwoldt bereits in Altona eine 12 jährige Zuchthausstrafe wegen eines gleichen Verbrechens verbüßt.
* Zürich, 23. September. In Schwyz wurde der Buchhalter Päßner, der beschuldigt war, seine junge Frau in den Vierwaldstädter See gestoßen zu haben, vom Kriminalgericht auf Indizienbeweis zu 30 Iah r e n Z u ch t haus verurteilt, wogegen er Revision elnlegte.
Kür die vom Hochwasser Beschädigten flinflen weiter bei un8 ein: Von ß. ©p. 1.60 «4L, Prof. V. 3 Frl. A. G. 2 X, Ungenannt 5 X, R. Pr. 0.20 X, G. K. 5 X, M. Fst. zu SolmS-Ltch 30 X Summa 46.70 X Insgesamt 343 30 X
Weiten Gaben nimmt gerne entgegen
Die Expedition des „Gietzerrer Anzeiger^.
Gottnbitnst in btt Synagoge.
Dienstag den 26. und Mittwoch den 27. September 1899: Laubhüttenfest-Ende.
8. Tag. Borabend 6 Uhr, morgens Ö33 Uhr Predigt, nachmittags 4 Ubr, abends 7 Ubr.
S. Tag. Borabend 7 Uhr r
Jugendgottesdienst mit Predigt,
morgens 880 Uhr, nachmittags 4 Uhr, Festende 7 Uhr.
Bemerk. Während der Wintermonate beginnt der Morgengottesdienst am Sabbath um 9 Uhr.
Gottridirrrft der israelitischen KeligimngrseSschast.
Dienstag den 26. September 1899:
Abends 7 Uhr Predigt und Kinderfest.
Verkehr, Zand- und Volkswirtschaft.
Gsünbarg, 23. Srpt. Fruchtpreise. Wetzen ^14,86—15,50, »S7U X 15.80—16,00, Gerste^ 14,90-00.00, Hafers 12,00-12,50, Erbsen X 00,00-00,00. Lime», X 00,00—00,00, Wicken X 00,00, Lein * 00,00, Kartoffeln X 6,00-0,10, Same» X 19,50-00,00.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 25. September. Der Kongreß der Jmpf- g e gner ist gestern hier eröffnet worden. Aus allen Teilen Deutschlands und aus dem Auslande sind Delegierte eingetroffen, zusammen 241, darunter 38 Aerzte.
Budapest, 25. September. Wie verlautet, wird der Honvedminister Fejervary im Oktober im ungarischen Abgeordnetenhause eine Vorlage betreffend die Erhöhung des Rekruten-Kontingents unterbreiten.
Charkow, 25. September. Im Kohlenbergwerk Derewnaja fand eine Explosion schlagender Wetter statt. Bisher wurden 21 Leichen herausgebracht. 44 Bergleute werden noch vermißt und sind wahrscheinlich ebenfalls tot.
Brüffel, 25. September. Das Blatt „Peuple" erläßt einen Aufruf an die Bevölkerung gegen den Militarismus und fordert dieselbe auf, einer antimilitärischen Volksversammlung am 30. September beizuwohnen.
Der „Klub der Harmlosen."
Berlin, 25. September. Wie es heißt, sind in dem Prozesse gegen die Mitglieder des Klubs der Harmlosen über 100 Zeugen geladen. Unter denselben sind verschiedene Kavallerie-Regimenter durch zirka 20 Offiziere vertreten, hierunter auch Offiziere voü Dresdener und Leipziger Regimentern.
Die Miuisterkrifis in Oesterreich.
Wien, 25. September. Sowohl ein deutsch-klerikales Koalitions-Ministerium Alfred Liechtenstein als auch ein deutsch-liberales Beamten-Ministerium Körber sind gescheitert. Nunmehr versucht man ein aus Parlamentariern der Rechten und Beamten zusammengesetztes Kabinett zu bilden, welches die Sprachen-Verordnungen aufheben, die Ausgleichs-Indemnität und die Delegationswahlen durchsetzen und dann wahrscheinlich einem slawisch-klerikalem Partei-Kabinett weichen werde.
Wien, 25. September. Der Stand der Ministerkrisis ist unverändert. Man glaubt, daß erst Ende dieser Woche das neue Ministerium gebildet werden wird. Der Kaiser empfing gestern vier politische Persönlichkeiten. Der Reichsrat soll sofort nach Ernennung des neuen Ministeriums, voraussichtlich am 12. Oktober, einberufen werden.
Bruun, 25. September. Gestern wurde hier der Parteitag der österreichischen Sozialisten eröffnet, dem auch der deutsche Reichstags-Abgeordnete Frohme beiwohnte. In demselben referierte Dr. Adler über die innerpolitische Lage und erklärte kategorisch, gegen ein klerikales Ministerium werde die Sozialdemokratie in die schärfste Opposition treten.
Budapest, 25. September. Die gestrige sozialistische Volksversammlung zugunstendes allgemeinen Wahlrechts verlief unter Teilnahme von etwa 10,000 Personen trotz heftiger Angriffe gegen das Ministerium und das Parlament ohne Störung. Später fand ein Demonstrations-Spaziergang durch alle vornehmen Straßen statt, wobei wiederholt Zusammenstöße mit der Polizei vorkamen. 8 Demonstranten wurden verhaftet.
Dreyfus.
Carpentras, 25. September. Der Gesundheits- zu st and Dreyfus' hat sich infolge der letzten Aufregungen besonders durch das Wiedersehen seiner Kinder verschlimmert. Er muß das Bett hüten. Infolge seines ungünstigen Zustandes wurden die Besuche von Trarieux, Picquart sowie einiger Delegierten der Dreyfusionisten sofort abbestellt.
Paris, 25. September. Paty de Clam ist urplötzlich gesund geworden und hat Paris verlaffen. Aus offiziellen Kundgebungen geht hervor, daß die Solidarität der Minister mit dem Tagesbefehl Gallifets weitere Schritte zu Dreyfus' Rehabilitierung nicht hindern werde. — Meldungen aus Carpentras dementieren die Nachricht von Demonstrationen vor der Villa Dreyfus'.
Der Staatsstreich in Frankreich.
Paris, 25. September. Die Untersuchung in derKom- plotts-Affaire hat, wie verlautet, belastendes Beweismaterial gegen einen orleanistischen Senator und einen nationalistischen Abgeordneten zu Tage gefördert. Gewisse, mit der Demission des Generals Chanoine zusammenhängende Thatsachen sind ebenfalls in Frage gezogen worden.
England unb Transvaal.
Neapel, 25. September. Englische Offiziere kaufen augenblicklich hier Maulesel auf, welche nach Südafrika verschickt werden. ______________________________
In hohen und höchsten Kreisen wird Messmers Thee getrunken. Derselbe empfiehlt sich wegen seiner Güte und Billigkeit von Familie zu Familie weiter und gilt heute für die verbreitetste Marke. Zu Originalpreisen bei: den Niederlagen von Messmers Thee. 6645


