Ausfuhr beteiligt. In aller Interesse liegt es daher, das Mittel zu schaffen, das jene gewaltigen Interessen wirksam zu schützen vermag: eine starke Kriegsflotte!
„D. T. A."
Deutsches Keich.
Berlin, 24. Juli. Von der Kaiserin wird aus Berchtesgaden gemeldet, daß es ihr von den Aerzten gestattet wurde, den gestrigen Sonntagnachmittag längere Zeit in einem Sessel auf dem großen Balkon des Grand Hotels verweilen zu dürfen. Die Teilnahme der Bevölkerung an dem Unfall der Kaiserin ist fortdauernd eine ungemein große, wie schon aus den vielen Blumenspenden hervorgeht, welche von Hoch und Niedrig, Jung und Alt im Hotel abgegeben wurden.
— In Wilhelmsthal und Songea im Deutsch- Ostafrikanischen Schutzgebiet sind Postanstalten eingerichtet worden, deren Wirkungskreis sich auf die Annahme und Ausgabe von gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefen erstreckt.
— In Tsintau ist am 1. Juni eine Stadt-Fern- sprecheinrichtung mit 9 Teilnehmern und einer öffentlichen Fernsprechstelle in Betrieb genommen worden. Inzwischen werden weitere 10 Geschäfte angeschlossen sein. Es steht zu erwarten, daß die Teilnehmerzahl bald 30 erreicht haben wird; gewiß ein erfreuliches Bild von der raschen Entwicklung unserer Kolonie.
— Noch in dieser Woche soll der deutsche Kreuzer „Geier" noch einmal vor San Jose de Guatemala erscheinen, nachdem das Schiff zuletzt in dem Hafenort Corinto der Republik Nicaragua gewesen ist. Offenbar hängt das abermalige Anlaufen des „Geier" in San Jose mit der Erledigung von Zahlungen an Reichsdeutsche seitens der Regierung von Guatemala zusammen, da dieser Tage das in diesem Streitfall gestellte Ultimatum abgelaufen sein dürfte.
— Die Entwickelung von Kamerun. Der Abschluß des Vertrages zwischen der englischen Negierung und der Royal Niger-Gesellschaft, wonach das Charter- Gebiet der letzteren in die Verwaltung des Staates übergeht, ist auch von Einfluß auf deutsche Unternehmungen. Nachdem die Absendung einer Expedition zum Tschadsee, zunächst nach dem Benutz, beschlossen war, begann man deutscherseits Unterhandlungen mit der Royal Niger-Gesellschaft. Man brauchte ihre Hilfe, namentlich ihre Dampfer, zur Fortschaffung der Expedition auf dem Niger und Benutz. Die Gesellschaft machte aber große Schwierigkeiten, vor allem verlangte sie außerordentlich hohe Preise. Durch den erwähnten Vertrag änderte sich die Sachlage, mit der englischen Regierung wird man sich darüber leichter verständigen können. Wenn wir uns aber auf die Dauer dort festsetzen wollen und eine geregelte Verwaltung einzurichten beginnen, so ist es unerläßlich, daß wir uns von fremder Hilfe ganz unabhängig machen. Der Expeditionsleiter und Verwaltungschef muß jedenfalls einen Dampfer zur Verfügung haben, mit dem er sich beliebig stromauf und -ab bewegen kann. Vielleicht kann auch eine regelmäßige deutsche Schifffahrt auf dem Niger und Benutz eingerichtet werden. Für das Gebiet am Benutz und die nördlich davon gelegenen Länder sind schon deutsche Handelsgesellschaften in Aussicht genommen; die Landstriche südlich vom Benutz bis zum Sannaga hat schon die Schöllersche Gesellschaft ins Auge gefaßt. Für den großen Verkehr, den solche Unternehmungen mit sich bringen, würde sich die Einrichtung einer eigenen Dampferlinie mit ein paar kleinen Schiffen wohl lohnen. Die Süd-Kamerun-Gesellschaft wird bekanntlich im nächsten Winter auch eine solche deutsche Linie auf dem Kongo und dem Sanga einrichten. Hoffentlich wird die deutsche Flagge auch in naher Zeit auf dem Niger ständig zu sehen sein. Kamerun tritt jetzt in dieselbe Entwicklungsperiode ein, wie Ostafrika 1890 nach der Niederwerfung des Araberaufstandes.
Napoleon-Bilde, einem persönlichen Geschenk des Eroberers an den Herrn des Schlosses. Die klägliche Zeit des „Rheinbundes" war angebrochen, und der Korse trägt auf dem Bilde bereits die Insignien seiner jungen Kaiserwürde. Das Porträt selbst stammt aus dem Atelier Davids, des Malers der Revolutionszeit, der dem unglücklichen König Ludwig XVI. auf die Frage: wann er sein Bild anzufangen gedenke, die freche Antwort gab: Ich werde das Haupt eines Königs nur malen, wenn dieses vom Blutgerüst herabrollt. Als er einige Jahre später um Napoleons Schultern den Hermelin drapierte, scheint er anderen Sinnes geworden zu sein.
Der Kunstfreund wird noch Gefallen finden an einer guten Rubens-Kopie „Huldigung der Venus" und einer großen Leinwand von Snyders, die eine ganze Wand einnimmt. Stillleben von diesem Umfang werden heute kaum noch gemalt. Außerdem ist Snyders einer der ersten, welchen diese auf die liebevollste Beobachtung der Sachen und toten Gegenstände gerichtete Gattung zu europäischem Erfolge verhalf.
Die Wanderung durch die verschiedenen Säle, Zimmer, Vorzimmer und Kabinette nimmt, bei flüchtigstem Verweilen in jedem Raum, doch über eine Stunde in Anspruch, nach deren Ablauf wir dann in den durch Platanen in breite Alleen eingeteilten Schloßgarten hinaustreten. Er ist dem Publikum freigegeben. Alte Spitalfrauchen sonnen sich auf den Bänken, und um die verwitterten Steingötter und Brunnenfiguren tummelte sich eine fröhliche Kinderschar.
Die hohe Lage des Gartens läßt den Blick frei für einen Teil des Lahnthals und seine waldigen Behänge, die zu verschiedenen Aussichtspunkten (Kanapee, Hermanns- kopf 2C.) führen.
Der „Taunus - Klub" hat durch deutliche Farbenmarkierungen dafür gesorgt, daß man die gewünschte Richtung aus den besten und bequemsten Wegen einschlägt. M.
Wie in Ostafrika sich bis dahin unsere Thätigkeit fast nur auf das Küstengebiet beschränkt hatte und das Vorrücken nach dem Innern begann, so müssen wir jetzt auch im Hinterlande von Kamerun zum ersten Male unsere Kraft zeigen. In Ostafrika dauerte es noch ein halbes Jahrzehnt, ehe wir uns am Tanganjika festsetzen konnten. Auch nach dem Tschadsee wird man nur langsam vorrücken. In Kamerun ist ein Fortschritt dadurch vorhanden, daß zugleich mit der staatlichen Verwaltung auch wirtschaftliche Gesellschaften dort erscheinen, die uns den Eingeborenen näher bringen.
Ausland.
Paris, 24. Juli. Advokat Labori verlangt die Vorladung des seit Dezember 1894 im Gefängnisse zu Clairvaux festgehaltenen Maximilian von Schönebeck, eines angeblich früheren preußischen Offiziers. Auf diesen Schönebeck spielte Esterhazy in seinem jüngsten Jnterwiew an, als er von den Gewährsmännern der früheren Kriegsminister sprach.
Madrid, 23. Juli. Beachtung verdienen gewisse Vorgänge in Barcelona. Ein französisches Geschwader von 21 Schiffen unter dem Befehle des Admirals Fournier ankert seit dem vorletzten Sonntag im Hafen von Barcelona und ist dort der Gegenstand begeisterter Kundgebungen von feiten der einheimischen Bevölkerung. Die Kundgebungen laufen ganz offen in Lostrennungsbestrebungen aus, zu denen die Elemente in Katalonien ohnehin schon längst vorhanden sind. Diese Bestrebungen werden verstärkt durch den in Barcelona von jeher heimischen Republikanismus, und daher die Kundgebungen, deren Gegenstand die französische Flotte ist. Ein republikanisches Blatt, „La Publicidad" brachte zur Feier der Ankunft der Franzosen ein Bild, das die Stadt Barcelona als weibliche Figur darstellt, wie sie nach einem die Trikolore tragenden und viel Rauch verbreitenden Schiffe sehnsüchtig die Arme ausstreckt; unten ist ein Text zu lesen, der im Deutschen lautet: „Mögen sie zu rechter Zeit kommen, um uns auszuräuchern! Dieser republikanische Rauch ist der beste Bazillentöter!" Was unter den Bazillen zu verstehen ist, das kann man sich schon denken. Was die spanische Regierung dazu sagt? Sie hat Befehl gegeben, die Franzosen nach Kräften zu feiern, aber sehr wohl wird es ihr dabei nicht sein, denn man empfängt so achtunggebietende Flottenbesuche mit Würde nur bann, wenn man sie in gleicher Weise zu erwidern im stände ist. Die spanische Regierung kann den Besuch nicht erwidern, und so muß sie es sich gefallen lassen, daß über die Anwesenheit der französischen Flotte Bemerkungen gemacht werden, die für den Stolz der Spanier nicht gerade schmeichelhaft sind. Die Anwesenheit des französischen Geschwaders scheint allerdings ein Zeichen dafür zu sein, daß nach Ansicht der Franzosen die Hilflosigkeit und Krankheit Spaniens bereits zu einem Grade gediehen ist, wo das Ende erwartet wird und die Erben sich anmelden oder wenigstens die Erbschaft in der Nähe sich betrachten. Nach einer anderen Meldung dagegen, sollen jene Lostrennungskundgebungen der Katalanen der französischen Regierung sehr unangenehm fein, und eine Verkürzung des Aufenthaltes des Geschwaders an der Nordostküste Spaniens zur Folge haben. — Der neueste Drahtbericht teilt mit, daß es vorgestern abend auf dem Paseo de Gracia zu Barcelona nach Beendigung der zu Ehren der französischen Marinemannschaften veranstalteten Festlichkeiten zu erheblichen Ruhestörungen kam. Die Manifestanten riefen: „Es lebe das freie Katalonien!" Die Polizei war genötigt, blank zu ziehen, stellte dann aber die Ordnung wieder her. — Am selben Tage hatte in der spanischen Kammer der Minister des Innern beschwichtigend versichert, die Berichte über die Kundgebungen in Barcelona seien übertrieben, die Schuldigen würden bestraft werden, die Mehrzahl der Einwohner von Barcelona billigten die Kundgebungen „einiger katalanischer Abgeordneten" nicht und äußerten, sie seien gewillt, Spanien treu zu bleiben. Gleichzeitig erklärte der Minister zu der karlistischen Kundgebung des Erzbischofs von Sevilla, dieser werde zur Rechenschaft gezogen werden, falls er es wage, sich in Verschwörungen einzulassen. T. R.
Afrika. In dem Wirrwarr der Tagesnachrichten ist es oft recht schwierig, sich über den thatsächlichen Gang der Ereignisse zu unterrichten. Recht fühlbar macht sich diese Beobachtung jetzt in Bezug auf die Transvaalfrage. Deshalb empfiehlt es sich, dieselbe einmal von einem anderen Standpunkt zu betrachten. Auffallen muß es, daß der Präsident Krüger, der Jahre lang mit großer Zähigkeit jede Aenderung der gesetzlichen Bestimmungen über Erlangung des Bürgerrechts in der Republik zurückgewiesen hat, jetzt mit einem Male außerordentlich weitgehende Zugeständnisse gemacht hat. Diese scheinbare Meinungsänderung ist aber in den vollständig umgewandelten Verhältnissen Südafrikas begründet. C. Rhodes hatte es bekanntlich verstanden, den Afrikanerbond ganz für sich zu gewinnen; Rhodes ließ überall durchblicken, daß er uiit den Zielen des Bundes einverstanden sei. Im März 1891 hielt er nach seiner Rückkehr von London zu Kimberley eine Rede, die ihn im Lichte eines völligen Afrikaners erscheinen ließ. Er sagte u. a.: In der Bundesorganisation erblicke er eine Willensäußerung des Volkes, das an der Verwaltung des Landes teilzunehmen verlange, und er als erster Minister betrachte bei Verhandlungen mit Bundesmitgliedern dieselben als Volksvertreter. Auch sei er überzeugt, daß die Politik des Bundes die einzig richtige für ein Kap Parlament sei. Ferner fragte Rhodes den Leiter des Bundes, I. H. Hosmeyr, in fast allen Dingen um Rat. Damit hatte er den Bund und fast alle Afrikaner für sich gewonnen. Man vertraute ihm nicht nur, sondern es machte sich eine ausgesprochene Mißstimmung gegen den Präsidenten Krüger fühlbar, die sich bis nach Transvaal hinein erstreckte. Dieser hatte aber Rhodes sehr bald erkannt; er setzte dessen Zollvereins- und Eisenbahn-Plänen
zähen Widerstand entgegen und schützte die Republik entschlossen vor dem Eindringen feindlicher Elemente unter die Burghers. Der Einfall Jamesons nach Transvaal öffnete den Afrikanern die Augen über die wahre Natur der Rhodes- schen Pläne und brachte sie wieder auf die Seite des Präsidenten Krüger. Die englischen Ränke und Beunruhigungen während der letzten Jahre haben es nun dahin gebracht, daß die sämtlichen Afrikaner über ganz Südafrika zu einem ganzen zusammengeschmolzen sind. Dadurch hat die Republik eine innere Festigkeit erhalten, die so leicht nicht wieder erschüttert werden kann. Unter den britischen Uitlanders in Johannesburg befanden sich im Jahre 1896 deren 15162 ans der Kapkolonie, die fast durchaus sich jetzt als Afrikaner fühlen. Somit ist die Gefahr, daß die Republik bei einer weitgehenden Bürgerrechts-Verleihung von Fremden bemeiftert werden konnte, fast ganz verschwunden. Ohne Besorgnis für die Unabhängigkeit der Republik kann man jetzt große Zugeständnisse machen. Zugleich wird damit auch England der letzte Rest eines Scheins zu einem berechtigten Einspruch in die Angelegenheiten der Republik genommen.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 25. Juli 1899.
*• Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 15. Juli den ordentlichen Professor Dr. Netto zum Rektor der Landes-Universität für die Zeit vom 1. Oktober 1899 bis 30. September 1900 zu ernennen.
** Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 6. Juli dem Lithographen Johannes Rupp, Georg Fischer und Philipp Kohl zu Offenbach a. M., in Diensten der lithographischen Kunst- und Luxuswarenanstalt von Kramp u. Comp. daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Arbeit" zu verleihen.
*♦ Militärdienstuachricht. v. Plönnies, Hauptmann^ bisher in der Marine-Infanterie und kommandiert zur Dienstleistung bei dem Matrosen - Artillerie - Detachement Kiautschou, mit seinem Patent als Batteriechef im Feldart.- Regt. v. Holtzendorff (L Rhein.) Nr. 8 wieder angefteüt
** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten' Versammlung Donnerstag den 2 7. Juli 1899, nachmittags 3'/, Uhr pünktlich: 1. Gesuch des Vereins zur Züchtung reiner Hunderassen wegen Anbringung eines Reklameschildes und Abgabe von Fahnen und Wasser. 2. Gesuch der H. Leib Witwe um Erlaubnis zur Legung einer Acetylengasleitung zur Beleuchtung der Wirtschasts- räume im Philosophenwald. 3. Gesuch des landwirtschaftlichen Instituts um Erlaubnis zur Einfriedigung des von der Stadt als Versuchsfeld überlassenen Geländes. 4. Verwertung des Grases von einer durch die Stadt angekauften Wiese der Heinrich Ockel II. Erben an der Rodheimer- straße. 5. Verpachtung der Gemeindejagd; hier: Gesuch um Eintritt eines Mitpächters für den Jagbezirk 7. 6. Gesuch verschiedener Einwohner von Hochelheim um Preisermäßigung für auf den städtischen Wiesen ersteigertes Heugras. 7. Die Abfuhr von Straßen- und Hauskehricht. 8. Anlage von Gofsenpflaster auf dem Friedhöfe. 9. Eröffnung der Stephanstraße; hier: Trottoiranlage. 10. Ausdehnung des Straßenrohrnetzes am Schiffenbergerweg. 11. Ausdehnung des Straßenrohrnetzes in der Winn'schen Privatstraße durch 'den vormals Löber'schen Hof. 12. Abgabe verfügbaren Cokes. 13. Ankauf des „Wiener Hofes"; hier: Verwertung von Bauplätzen. 14. Bildung und Verwaltung des Stadterweiterungsfonds. 15. Herstellung des alten Rathauses. 16. Den Flutgraben in den Eichgärten; hier: Gesuch des Valentin Fießer um Geländeabtretung. 17. Die Ferien der Stadtverordneten-Versammlung. 18. Gesuch des Heinrich Antony dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Neuenwcg 28.
** Konzert. Auch das gestern abend in „Steins Garten" veranstaltete Konzert des Trompeter-Korps der Mag de < burger Dragoner zeigte, trotzdem die vorzüglichen Leistungen dieser Kapelle noch aus vorigem Jahre bekannt waren, einen nur mäßigen Besuch. Sehr reichhaltig und abwechselnd war das diesmalige Programm zu- sammengestellt, und wurde die Kapelle den gestellten Aufgaben durchaus gerecht, sodaß ein schier endloser Beifall, der den Künstlern verschiedentlich Einlagen abnötigte, nicht ausblieb.
** Jubiläum. Am l.Juli feierte der Maschinenmeister der Main-Weser-Hütte, Ph. Schroder, sein 50jährigeS Dienstjubiläum. Vor 50 Jahren, am 1. Juli 1849, trat der Jubilar als Schlosserlehrling in die Dienste der Firma I. W. Buderus Sohne auf Audenschmiede bei Weilburg, kam nach beendeter Lehrzeit als Schlosser in die Maschinenfabrik genannter Firma nach Hirzenhain, und im Jahre 1863 als Maschinenmeister nach Main-Weser-Hütte bei Lollar, welchen Posten der Jubilar noch heute zur größten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten bekleidet. Von der Firma Eisenwerke Hirzenhain und Lollar wurde ihm aus diesem Anlasse an genanntem Tage eine wertvolle goldene Uhr mit der Inschrift: „Für 50jährige treue Arbeit" überreicht; auch von Beamten des Werkes empfing der Jubilar passende Geschenke. Von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog wurde Herrn Schroder das Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für geleistete Dienste" verliehen und dasselbe durch Herrn Provinzialdirektor v. Bechtold im Beisein des Herrn Bürgermeisters Geißler von Lollar nachträglich überreicht. Dem Jubilar wünschen wir, daß eß ihm vergönnt sein möge, an der Seite seiner Gemahlin noch viele Jahre in bester Gesundheit wirken zu können!
** Amtliche Milch Verkaufs Ordnungen. In Nr. 29 der „Zeitschrift für die landw. Vereine im Großherzogtum Hessen" wird eine auf die Milch-Verkaufs-Ordnung bezügliche Frage beantwortet, die auch weitere Kreise interessieren dürfte. Milch-Verkaufs-Ordnungen, welche einem


