Unteroffizier Gabriel als Leutnant, 5. Großh. Infanterieregiment Nr. 168: Kadett v. Meien als charakt. Fähnrich, Großh. Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (Großh. Artillerie- ksrps): Portepeeunteroffizier Wagner als Leutnant.
** Die Bahnsteigsperre auf den hessischen Strecken des Direktionsbezirks Mainz wird nicht am 1. Mai, sondern «m 1. Oktober d. I. eingeführt.
** Theater. Die Theatersaison hat mit der gestrigen Benefizvorstellung für Herrn Franz Merker, der sich zu seinem Ehrenabend das Ludwig Fuldasche Lustspiel „Jugendfreunde" ausgewählt hatte, ihren Abschluß gefunden. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir die verflossene Spielzeit als eine sowohl für das Publikum, für die rührige Direktion und das seinem Berufe sich freudig hingebende Personal höchst befriedigende und vielverheißend für die künftige Gestaltung unserer Theaterverhältnisse bezeichnen. Dem Wollen, daß die Direktion, der seine Aufgaben richtig erfassende Theaterverein und in gewohnter opferwilliger Weise der Stadtvorstand betätigten, entsprach das Können: eine stattliche Anzahl guter und bester Bühnendichtungen zu bieten. Die Darbietungen ergötzte das Publikum, das seinen Dank für das Gebotene in den durchschnittlich gut besuchten Vorstellungen durch Beifallskundgebungen abstattete. — Die gestrige Vorstellung war sehr gut besucht; die mannigfachen Ehrungen, die dem Benefizianten zuteil wurden, bewiesen, daß Herr ■ Merker sich während der verflossenen Spielzeit die Gunst des Publikums erworben. Die Besetzung der Rollen war (mit Ausnahme der Amalie Siebert, welche diesmal Frl. Antonie Rux an Stelle von Frl. Schloß übernommen) dieselbe wie bei der Theatervereinsvorstellung.
** Gießener Braunstein-Bergwerk. Mit dem 1. April 1899 geht das Gießener Braunsteinbergwerk wieder in den Besitz einer Gewerkschaft über, nachdem bereits seit 1. Ja- I Muar d. I. der Betrieb auf Rechnung derselben erfolgt. I Nachdem der Eigentümer Herr Fernie, in dessen Besitz I schließlich alle gewerkschaftlichen Anteile der früheren Ge- I werkschaft vereinigt waren, sich entschloffen hatte, einer Ver- I gesellschaftung zuzustimmen, wurde von einer Gruppe rhei- I nischer Industrieller zunächst die Form der Aktiengesellschaft I gewählt, nach deren Bildung indessen alsbald drei namhafte I Montanbesitzer des Rheinlandes, die Herren Dr. Heinrich I Pfahl in Bonn, Generaldirektor Roetzelin Engelskirchen I und Lorenz Wiebels in Düsseldorf mit der Absicht vor« I traten, in die Rechte und Pflichten der Aktiengesellschaft ein- I zutreten und in der dem Bergwesen kongenialeren Form der I Gewerkschaft die Gruben unter Beteiligung einiger Mit- I glieder der Aktiengesellschaft, zu übernehmen. Die bezüg- I lichen Umwandlungsakte haben nunmehr stattgefunden und I die neue Gewerkschaft „Gießener Braunsteinbergwerke vor- I «als Fernie in Gießen" wird in Kürze mit ihren Obligationen und Kuxen hervortreten. Die Finanzierung hat hinsichtlich der erstgenannten Werte das Bankhaus Salomon Oppenheim jun. u. Cie. in Köln übernommen, welches noch I bekannt geben wird, welches Bankhaus am hiesigen Platze mit Zahlung der Koupons und ausgelosten Stücke betraut «erden wird, das im Grubenvorstande durch Herrn Bergrat I Othberg in Eschweileraue vertreten ist. Im übrigen ge- I hören dem Grubenvorstande an die Herren Dr. Heinrich I Pfahl in Bonn a. Nh. und Rechtsanwalt W. Grünewald I in Gießen. Der Betrieb, die Stellung der Beamten, ins- I besondere des leitenden Direktors Herrn Pascoe, die Ver- I hältnisse der Belegschaft und das Kassenwesen bleiben auch I unter der neuen Eigentümerin bestehen; Neuerungen hin- I sichtlich der Art und des Umfangs der Förderung sollen I nur allmählich eingeführt werden. Im wesentlichen werden voraussichtlich neue Betriebe nach Klein Linden zu und Auf- I schlüsse im Leihgesterner Gemeindewalde stattfinden. Für »nsere Gegend ist es von Interesse, daß dieser weltbekannte, I wertvolle Besitz nunmehr in deutsche Hände übergegangen ist. Wünschen wir dem Werke gutes Gedeihen!
•• lieber Benoit Ahlers Affentheater, das demnächst auch I hier eine Reihe von Vorstellungen geben wird, berichtet ein Kasseler Blatt, wie folgt: Benoit Ahlers Affen- I theater eröffnete gestern im „Königstädter Theater" hier einen kurzen Cyklus von Vorstellungen mit zwei sehr gut I besetzten Eröffnungsvorstellungen, die einen großen Beifall errangen. Das gebotene Programm enthielt wirklich ganz brillante Nummern, die auch im einzelnen, wie im Ensemble I sich einen durchschlagenden Erfolg sicherten. „Das afrikanische Gastmahl" von 6 Affen; der schwarze Riesen-Drillaffe „Nelson" als Seilkünstler; der Seidenaffe „Jesko" als I Trapezkünstler und Parterre-Akrobat; die Promenade der Madame „Pompadour"; die verunglückte -Ausfahrt des Fräulein „Catalani" und des Herrn Schulze (4 Affen und 2 Hunde); „Ein Abendessen mit Hindernissen" oder „Katze, I Hund und Affe"; die „Ponny-Stute Bella" mit den beiden Naffe-Jagdhunden „Lady und Diana"; „Mimi", das reizende Chili-Apportierpferdchen; die großartige Hunde-Meute; die I -Hetzjagd" u. s. w., das alles waren Nummern, die ganz I vorzüglich wirkten. Ferner sei noch der auf der Bühne hierbei herrschenden peinlichen Akurateffe und der prompten Exaktheit gedacht, welches beides viel dazu beitrug, dem I Ganzen einen höchst gediegenen Anstrich zu verleihen. Der Besuch des Affentheaters kann deshalb nur empfohlen «erden.
Bieberthalbahu. Mit dem 1. April tritt der I Sommerfahrplan der Bieberthalbahn in Kraft. Wir werden denselben in einer der nächsten Nummern ver- I öffentlichen. Vorläufig teilen wir mit, daß für Schüler und Schülerinnen Zeitfahrkarten mit einmonatlicher Giltigkeit für die 3. Wagenklaffe, ferner wie bisher Arbeiter- I Wochenkarten, Kilometerhefte für 100, 500 und 1000 Kilometer mit bedeutender Fahrpreis-Ermäßigung, sowie zwischen ben Endstationen Gießen und Bieber Sonntagsfahrkarten ansgegeben werden.
*• Der starke Kälterückfall der letzte» Tage kommt, nachdem man den diesjährigen milden Winter schon gänzlich ab- gelhau glaubte, ganz überraschend. Die Temperatur, die I
Aus Ser Zeit für die Zett.
Vor 156 Jahren, am 26. März 1743, wurde zu Ober Sontheim in Schwaben der Dichter Christian Friede. Daniel Schubart geboren. Seinen Tyrannenhaß büßte er mit zehnjähriger Haft auf dem Hohenasperg. In einfachen und ergreifenden Worten schildert er sein traurig Los in dem Lied „Der Gefangene". Die glühendste Freiheitsliebe aber atmet sein Gedicht „Die Fürstengruft". Schubart machte seinerzeit durch seine Gedichte, wie durch sein Schicksal bei mächtigsten Eindruck auf das jugendliche Gemüt Schillers. Er starb am 10. Oktober 1791 in Stuttgart.
Vor 97 Jahren, am 27. März 1802, entschloß sich das englische Kabinett zu dem ungünstigen Frieden vonAmiens nachdem sich die Engländer überzeugt hatten, daß die bntiify Armee nicht imstande war, die kriegskundigen Franzosen im Nillande zu überwinden. In diesem Frieden verspräche» die Engländer, die den Franzosen entrissene Insel Mall« zurückzugeben, und willigten ein, daß Egypten und die Republik der ionischen Inseln wieder unter die Oberhen- schäft der Pforte zurückkehrte.
[ oft schon ganz ftühlingsmäßig «ar, sinkt infolge der durch I die Schneedecke begünstigten Ausstrahlung auf einen für I diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Punkt hinab. Man I ist rasch bei der Hand, dergleichen absonderliche Witterungs- I Verhältnisse als noch nie dagewesen hinzustellen, doch be- I merken wir, daß solche Kälterückfälle und starken Schneefälle, I wie sie in diesen Tagen eingetreten find, in der zweiten I Hälfte des März nicht gerade zu den Seltenheiten gehören. I Im Jahre 1891 hatten wir eine vom 20. März bis I 5. April dauernde Periode kalten, schnecreichen Wetters, I und im Jahre 1888 sank das Thermometer am 16. Mürz I noch bis —12,4 Grad, und die Schneedecke erreichte in den I Tagen vom 20. bis 22 März die Höhe von 25 Centi- I meter. Im scharfen Gegensatz hierzu stand der März 1896, I wo in der Zeit vom 19. bis 26. das Thermometer mittags I fast stets auf 19 bis 20 Grad stieg, so daß die Temperatur I oft 13 bis 14 Grad über der normalen lag. Es sei be- j merkt, daß Falb, auf den so viele schwören, für die Zeit I vom 19. bis 23. März steigende Temperatur mit zu- I nehmendem Regen, der bann in ausgebreitete Schneefälle I übergeht, vvrausgesagt hat, während darauf die Temperatur I sehr stark steigen soll.
•* Zur Weiusteuer. Man schreibt uns: Eine Reihe I von Zeitungen, darunter auch der „Gießener Anzeiger" haben in den letzten Tagen einen gleichlautenden Artikel mit der Ueberschrift „Neue Apfel- und Beerenweinsteuer in Heffen" gebracht, in dem darauf hingewiesen wird, im Finanzausschuß der 2. Kammer sei der Antrag gestellt worden, daß auch der Apfel- und Beerenwein derselben Steuer unterliegen solle, wie der Wein. Im Anschluß hieran wird bereits der Schaden berechnet, den eine derartige Steuer unserer obstbautreibenden Landwirtschaft und ! den vielen ärmeren Familien, die sich mit der Zucht und Ernte von Erd-, Stachel-, Johannes- und Heidelbeeren abgeben, zufügen müffe. Vollständig verschwiegen aber wird in d em ganzen Artikel, daß sich die Regierung im Ausschuß von vornherein gegen jede Besteuerung von Apfel- und Beerenwein ausgesprochen hat. Warum man diesen zur Beurteilung der ganzen Angelegenheit doch recht wichtigen Um- I stand in dem sonst recht ausführlichen Aufsatz nicht mit I einem Worte erwähnt hat, wollen wir nicht näher unter- I suchen; es genügt uns, die Thatsache festgestellt und damit I zur Vervollständigung jenes Artikels beigetragen zu haben. I
** Wetterbericht. Die Luftdruckverteilung ist sehr un- I regelmäßig. Der Westen des Erdteils ist von hohem Druck I bedeckt, während über der größeren Osthälfte niederer I Barometerstand herrscht. Daselbst sind drei Depressions- I Zentren vorhanden. Ein ziemlich tiefes liegt über dem I Mittelmeerbecken, ein zweites gleich tiefes an der unteren I Donau, endlich lagert ein drittes über der Ostsee. Auch I sonst sind zahlreiche Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Bei I dieser Luftdruckverteilung wird die Wetterlage zunächst noch I keinen beständigen Charakter annehmen. — Voraussicht- I liche Witterung: Wechselnde Bewölkung mit stellen- I weisen Niederschlägen. Allgemein kühl.
** Drucksehler-Berichtigung. In dem gestrigen Bericht I über die Stadtverordneten-Versammlung ist zu berichtigen, I daß für einen Ehrenpreis zu dem hier stattfindenden Gautag I des Gaues 9 des Deutschen Radfahrerbundes fünfzig Mark I und nicht 250 Mk. bewilligt wurden.
§§ Kaulstoß (Kreis Schotten), 22. März. Ein be- I bäuerliches Unglück ereignete sich hier gestern nachmittag. I Der Landwirt und Gastwirt (auch Beigeordneter) Johann I Hergert fuhr in den Walddistrikt Mühlberg zwischen I Breungeshain und Sichenhausen, um Holz zu holen. Auf I dem Heimweg wollte derselbe den Wagen verlassen, um zu I bremsen, wobei er wahrscheinlich in den Zügeln oder sonst I etwas hängen blieb, und deshalb nicht zum Bremsen kam; I die Pferde gingen durch und schleiften den Mann eine I lange Strecke mit. Er wurde mit gebrochenen Armen auf- I gefunden, das linke Ohr und Kinnbacken waren durch das Schleifen fast abgerissen. Der schwer Verletzte steht am I Ende der 40er Jahre und ist Familienvater. Die Pferde I wurden in unserem Orte aufgegriffen, der Wagen war I vollständig zerbrochen.
§§ Vom oberen Vogelsberg, 23. März. Zur weiteren Förderung der Gründung einer Molkerei-Genossen- I schäft für die Orte Grebenhain, Crainfeld, Bermuthshain, I Altenschlirf, Nieder-Moos, Ober-Moos, Gunzenau, Schlechten- I wegen, Steinfurt, Bürgermeisterei Zahmen, Bannerod und I Metzlos sind von dem Verbandsdirektor der hessischen land- I wirtschaftlichen Genossenschaften, Herrn Kreisrat Haas zu Offenbach am Main auf Wunsch einiger Bürgermeister in I jedem der genannten Orte Listen aufgelegt worden, worin I diejenigen Landwirte sich einzeichnen sollen, welche die Gründung wünschen und der Genossenschaft als Mitglieder I beizutreten gedenken. Weiter ist beabsichtigt, die Landwirte, I welche in dieser Form vorläufig ihre Zustimmung erklärt I haben, zu einer Versammlung einzuladen, um nach Be- I sprechung über das geplante Unternehmen zur Gründung I einer Molkereigenoffenschaft, Beratung und Festsetzung der I Statuten zu schreiten.
§§ Grebenhain, 23. März, lieber den kürzlich in den I Zeitungen mitgeteilten Einbruchsdiebstahl-Versuch in dem I Bureau der Postagentur zu Freiensteinau ist folgendes I nachzutragen: die von der hiesigen Gendarmerie als der I That dringend verdächtig bei Crainfeld verhaftete Persönlich- I feit ist aus Ilbeshausen gebürtig und seither als Schneider I in Frankfurt a. M. thätig gewesen. Der Verhaftete soll I vor einigen Jahren an dem Einbruch im Bahnhof zu Gedern und an einem Uhrendiebstahl in Schotten beteiligt I gewesen sein und infolgedessen eine Zuchthausstrafe von I etwa 5 Jahren verbüßt haben.
Friedberg, 23. März. Das hiesige Schullehrer- I Seminar war im verflossenen Schuljahre von 96 Zög« I lingen besucht, wovon 90 der evangelischen und 6 der |
Vermischtes.
• Die dem Reichstage zugegangene Novelle M Gewerbeordnung enthält auch verschiedene Bestimmungen üb« die Handlungsgehilfen und -Lehrlinge. In keinem andere» Berufszweige findet man allerdings noch so erhebliche Uebeb stände, als bei den angestellten Kaufleuten. Die oftmal» übermäßig lange Arbeitszeit muß die Gesundheit schädigen, die so notwendige Fortbildung der jungen Kaufleute wir» nicht selten unmöglich gemacht, und von einem Familie»' leben kann in vielen Fällen nicht die Rede sein, weil ba» Familienhaupt abends nach 10 Uhr erst aus dem Gesches kommt. Die größten Mißstände herrschen jedoch im faul' männischen Lehrlingswesen. Die Anforderungen an de jungen Kaufmann werden immer größer, und trotzde widmen sich jährlich eine große Anzahl junger Leute nn ungenügender Vorbildung dem kaufmännischen Beruf. Ujw wird zuweilen auch kaufmännischer Ausbildung im GeMN nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet. Welche V ' fahr liegt aber bei dem harten Konkurrenzkampf besonder-
I katholischen Konfession angehörten. Darunter waren Svk» I von Landwirten 43, von Lehrern 16, von Handel- und G I «erbetreibenden 33, von Beamten 4; aus Städten mit üb' I 10,000 Einwohner 8, aus Städten mit 2000—10,000 K? wohnern 18, aus Orten mit weniger als 2000 Einwohner | 70; vorbereitet in Präparanden Anstalten 68, von Lehrern 5 I in Realschulen 19, in Gymnasien 2, in anderen Sebra»' I stalten 2. Aus der Provinz Oberhessen sind 77, Starke,' I bürg 12, Rheinhessen 2, dem Königreich Preußen 5-
Anfang des Schuljahres standen int 16. Lebensjahre 4 j» I 17. 27, im 18. 35, im 19. 20, im 20. 6, über 20 I alt 4. Die Aufnahmeprüfung beginnt Montag, 27. Mn
** Die Mainkanalifiernug. Die „Franks. Ztg." kah( I gemeldet, daß der Fortsetzung der Mainkanalisierunz I von Preußen Schwierigkeiten bereitet toürbtn Preußischerseits wolle man die Einrichtung versagen, die ci ermöglichen würde, daß Schiffe von gleicher äußerster Größt mainaufwärts gelangen, wie sie auf der bereits kanalisierten Mainstrecke von Mainz bis Frankfurt verkehren. Cb a sich um eine ernstliche Weigerung oder um ein bloße Maß regel zur Erreichung größerer bayerischer ZugrsAdE handle, bleibe abzuwarten. Auf jeden Fall bedeute b. Haltung Preußens eine erhebliche Verzögerung für btt I<. ordnung der Projektierungsarbeiten. Dieser Meldung tritt I die amtliche „Berl. Korr." entgegen. „Diese Nachricht i* nach jeder Richtung hin unzutreffend. Preußen hat sich aui bundesfreundlichen Rücksichten grundsätzlich bereit erklär!, die Fortsetzung der Mainkanalisierung nach Bayern z» fördern. Auf den Gedanken, die Maße der auf der Strebe Offenbach-Aschaffenburg anzulegenden Schleusen kleiner zi greifen als die der bereits vorhandenen Schleusen, ist nie mand eingefallen. Es erhellt dies am besten daraus, datz in den allgemeinen Vorarbeiten, die preußischerseits für d>? Strecke Offenbach-Hanau bereits ausgeführt sind, für die Schleusen die gleichen Dimensionen zu Grunde gelegt Word» sind, wie für die fünf Schleusen auf der Strecke von ber Rheinmündung bis Frankfurt a. M."
L. Mainz, 24. März. Richard Wagners „Tristau und Isolde" ging gestern nach längerer Pause über unsere Bühne. Als Tristan gastierte Herr Kammersänger Heinrich Gudehus vom Dresdener Hoftheater, der durch schone Erscheinung und künstlerisches Spiel ersetzte, was er mit der Zeit an Stimme verloren hat. Die Isolde fang Frl Heb feig Materna und bewältigte diese schwierige Partie in bewunderungswürdiger Weise. Ihr kraftvolles Organ hielt bis zum letzten Augenblicke stand. Schöne Leistungen boten weiter Frl. Hesse (Brangäne), Herr Rünger (Kurnewalll Klaub (König Marke), Seim (Melot). Das Orchester spielte unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Pfeiffer vortrefflich. Herr Direktor Simons als Regisseur, Herr Kapellmeister Pfeiffer, sowie die Solisten mußten wiederholt erscheinen, nnb auch an Lorbeerkränzen fehlte es nicht. — Für nach Ostern, ist wie im vergangenen Jahre, eine Aufführung des Nibelungen rings mit nur hiesigen Kräften in Aussicht genommen.
Worms, 24. März. Eine Erfindung' von btttutea- der Tragweite hat Herr Adam Hoch dahier gemacht. Der selbe ist in der Lage, einen Lack in allen Farben her zustellen, der auf Holz, Eisen, Steine, Ziegel, Leder u. s. w aufgetragen werden kann. Selbiger trocknet in jeder Temperatur äußerst rasch, und wurde dem Lack von erste» Fachleuten der Welt eine große Zukunft vorausgesagt, da der Lack weder bet der größten Kälte oder Hitze bricht, noch reißt. Ein jeder Gegenstand, damit angestrichen, wird selbst von kochender Säure nicht angegriffen, und wird damit be« strichenes Holz so hart wie Erz und kann niemals foulen.
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