Ausgabe 
26.3.1899 Erstes Blatt
 
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füglich zweifeln; heute traut niemand mehr Don Carlos die erforderliche Thatkraft für fein schwieriges Werk zu.

Die Meldungen von den Philippinen lauten sehr widersprechend, jedenfalls ist aber daraus zu ersehen, daß den Amerikanern der Sieg nicht leicht gemacht wird, da die Eingeborenen noch lange nicht daran denken, die Oberhoheit der Gereinigten Staaten anzuerkennen. (xx)

Deutsches Deich.

Berlin, 24. März. Die am 22. d. Mts. erwarteten erheblichen Veränderungen in den höheren Kom­mandostellen der Armee werden, wie einem militäri­schen Berichterstatter von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, »unmehr bestimmt am 27. ds. erscheinen.

Berlin, 24. März. Eine Anzahl Beförderungen in den höheren Kommandostellen der Marine hat der Kaiser am 22. März vollzogen; u. a. wurde Kontreadmiral Olde ko p zum Bice-Ädmiral, Kapitän zur See Diebe - richsen zum Kontre-Admiral und Kapitän zur See Fritze zum überzähligen Kontre-Admiral ernannt.

Berlin,24. März. Das Herrenhaus erledigte heute die Etatberatung und nahm den Etat im ganzen an, des­gleichen das Etatgesetz. Nächste Sitzung unbestimmt, voraussichtlich Anfang Mai.

Berlin, 24. März. DerNordd. Allg. Ztg." zufolge wird dem Landtage bald nach den Osterferien eine Vor­lage wegen Erweiterung des StaatseisenbahnnetzeS zugehen, sodaß dieselbe unmittelbar nach Erledigung der Kanal-Vor­lage das Abgeordnetenhaus beschäftigen wird.

Berlin, 24. März. Wie aus Kiel gemeldet wird, gelang es heute mittag, den PanzerOldenburg" ab- znbringen. Da- Schiff ist unbeschädigt.

Berlin, 24. März. Wie aus Brüssel gemeldet wird, reist der König der Belgier im Sommer nach Wies­baden, um dort Heilung seines Fußleidens zu suchen.

MP C. Berlin, 24. März. Die Abgrenzungslinie gegen die Sozialdemokratie. Die letzte Montags- fitzung des Reichstags war insofern von staatsrechtlicher Bedeutung, als vom Bundesratstisch in klarer und be­stimmter Form die Abgrenzungslinie gegen die Sozialdemo, kratie gezogen wurde. Graf Posadowsky führte aus, daß ein Sozialdemokrat weder Mitglied eines Krieger­vereins nochBeamter sein könne, denn das sta­tutenmäßige Ziel der Kriegervereine sei die Pflege treuer Gesinnung zum Kaiser, dem Lan- desfürsten und dem Reich, während einBeamter seinem Fürsten den Eid der Treue und des Ge­horsams leiste. Ein Sozialdemokrat, welcher Mitglied eines Kriegervereins oder Beamter sei, diene somit äußerlich einer Aufgabe, die er innerlich bekämpft, denn das ausge­sprochene Ziel der Sozialdemokratie sei die Herbeiführung antimonarchischer Zustände. Ein Mann, der hiernach in dieser Weise die Sache verrate, der er zu dienen vorgebe, sei ein Heuchler und mithin ein unehrlicher Mann. Es ist erfreulich, daß einmal in dieser festen Klarheit der Stand- punkt der verbündeten Regierungen betont worden ist, um alle die aufzuklären, welche aus Begriffsverwirrung oder aus Schwäche glauben, zwei Herren dienen zu können. Die moderne Staatsordnung und dieZiele der So­zialdemokratie sind innerlich unversöhnliche Gegensätze. Wer der einen Fahne folgt, bekämpft die andere. Es muß in der öffentlichen Meinung eine klare »nd erkennbare Scheidung folgen. Der Erhaltung der be­stehenden Staatsordnung wird gedient sein, wenn in jedem einzelnen Falle ohne Zögern aus den staatsrechtlichen Auf- faffungen, welche der Staatssekretär des Innern verkündete, auch die notwendigen thatsächlichen Folgerungen gezogen «erden. Wir haben schon zu lange gezögert, eine klare Sprache in dieser Beziehung zu führen und es hat vielleicht mancher sein Gewissen eingeschläfert, indem er glaubte, An­hänger der Sozialdemokratie sein zu können, wenn er nur äußerlich und mechanisch die Forderungen des Dienstes oder eines korporativen Verbandes erfüllte. Eine politische Richtung, welche die bestehende Staatsordnung verneint und gegebenenfalls beseitigen will, kann aber niemals als gleichberechtigt im öf­fentlichen Leben anerkannt werden und es darf sich keiner zu ihr bekennen oder ihr anhangen, der berufen ist, an den Aufgaben d er bestehenden Staatsordnung mitzuarbeiten.

Berlin, 24. März. Zur Samoa-Angelegenheit und der Eingabe der Deutschen auf Samoa ergreift die englische Presse nur mit Zögern das Wort, da sie offenbar weder die junge Freundschaft mit Deutschland trüben noch weniger aber den lieben Amerikanern einige unangenehme Worte sagen mag. Nur dieMorning Post" hat die Dreistigkeit, den Dr. Raffel als den augenscheinlichen Haupt­schuldigen zu bezeichnen. Wie wenig diese Beschuldigung zutrifft, werden wir morgen an der Hand eines neuen, uns soeben aus Samoa zugegangenen Briefes eines unverdäch- Ngen Augenzeugen Nachweisen. Im übrigen meint das eng- Usche Regierungsblatt, daß die Eingabe von Beschwerden gegen den Oberrichter alsbald zu allerhand Forderungen von administrativen Reformen abschweife, auch beeinträchtige der leidenschaftliche Ton der Beschwerden den Eindruck der Argumente auf den Unbefangenen.Bei dem riesigen An­wachsen des deutschen Elementes auf Samoa seit 1884 in Anbetracht des Umstandes, daß der deutsche Grundbesitz dort längst weit umfangreicher sei, als der britische und der »merikanische zusammen und auch der Handel ganz über- wiegend in deutschen Händen liege, also naturgemäß auch die Mehrzahl der zu entscheidenden Zivilprozesse sich um deutsche Intereffen drehe, sei es aber den Deutschen gar »icht zu verdenken, wenn sie keinen Amerikaner als obersten Richter haben wollten. Das Blatt befürwortet eine Revision des Berliner Vertrages, die den gegenwärtigen thatsächlichen Verhältniffen Rechnung trägt." In unserem Auswärtigen

Amte scheint man sich zu der Höhe dieser Anschauung noch nicht aufgeschwungen zu haben. Man begnügt sich, die Korrektheit des Vorgehens der deutschen Beamten anzu­erkennen und läßt alles beim alten.

Ausland.

Wien, 24. März. Die Prinzessin Louise von Ko bürg begiebt sich Anfang April zu ständigem Aufenthalt nach Brüssel. \\

Wien, 24. März. Die kaiserliche Verordnung, durch welche das Budget-Provisorium auf weitere drei Monate verlängert werden soll, wird Anfang nächster Woche erscheinen.

Arco,24. März. Das Befinden des Erzherzogs Ernst ist neuerdings besorgniserregend.

Paris, 24. März. DemJntransigeant" zufolge wird seit einigen Tagen hier von einer neuen Spionage- Aff ai re gesprochen. Der Zufall hat einen der französi­schen Agenten auf die Spur der Affaire geführt, welche eine gewisse Ähnlichkeit mit der Dreyfus-Affaire habe und be­deutend wichtiger sei, als die Affaire Boiffon. Wir müssen, so fügt das Blatt hinzu, für heute uns jedoch mit dieser Erklärung begnügen. Die in Frage stehende Persönlichkeit ist Gegenstand einer strengen Ueberwachung.

Paris, 24. März. Gestern haben die Arbeiten zur Befestigung der Häfen von Calais, Toulon und Dünkirchen begonnen.

London, 24. März. DieBulgarin" hat gestern Punta del Gata verlassen, begleitet von derHungaria". Die erlittenen Schäden sind inzwischen ausgebessert.

Petersburg, 24. März. Nach Meldungen aus Kabul nehmen die Kräfte des Emirs von Afghanistan schnell ab, weshalb er seinen ältesten Sohn zum Thronerben pro­klamieren und demselben zwei Drittel seines Privatvermögens überlassen wird.

Orau, 24. März. DasEcho von Oran" meldet aus Algier: An der marokkanischen Grenze seien ernste Streitigkeiten ausgebrochen. Auf marokkanischem Gebiete hätten Kämpfe stattgefunden. Einzelheiten sind bisher nicht bekannt geworden.

Belgrad, 24. März. Die Meldung mehrerer Blätter, daß Serbien Schnellfeuer-Kanonen in Frankreich bestellt habe, wird als unrichtig bezeichnet.

Spanien. Noch immer erfolgen öffentliche Kund­gebungen heimgekehrter Soldaten, so noch jüngst vor der Präfektur von Madrid, ohne daß es dabei jedoch zu Ruhestörungen käme. Man schreibt über diese Angelegenheit aus der spanischen Hauptstadt: Der Jubel, welcher unter den heimgekehrten Soldaten herrschte, als die Regierung beschloß, ihnen den rückständigen Sold sofort auszuzahlen, ist alsbald gedämpft worden. Sie sollen nämlich, wie jetzt bekannt wird, nur 5 Pesetas für jeden Monat des Feldzuges erhalten, und auch diese nur, wenn sie ausdrücklich auf jeden weiteren Anspruch verzichten. Es mag ja große Schwierigkeiten bieten, bei der heillosen Verwirrung, die in der spanischen Heeresverwaltung herrschte, die Forderungen jedes einzelnen genau festzustellen, es darf aber auch nicht wunder nehmen, daß die meisten Soldaten, wenn sie es nur irgend vermögen, vorziehen, weiter zu hungern, ehe sie ein so kärgliches Almosen annehmen.

Lokales und PrsmiyieUes.

M W. Aus der mittleren Wetterau, 24. März. Die Aussichten auf ein liebliches Frühjahr schwinden immer mehr. Nach den bei uns geltenden Witterungsregeln zeigen die Tage vom 18. bis 26. März den Charakter des Früh­jahrs bis Ende Mai an. Von diesen neun Tagen waren bis jetzt sieben winterlich kalt, stürmisch und sehr ungemütlich. Wir hoffen aber mit dem Dichter: Es muß doch Frühling werden!

H. Aus dem Horloffthal, 24. März. Ihre Mitteilung n. Büdingen über ältere Kriegsschulden bei ver­schiedenen Gemeinden unseres Kreises bedarf einer Ergänzung, und zwar dahin, daß verschiedene Schulden nicht aus dem Anfänge dieses Jahrhunderts stammen, wie irrtümlich an­gegeben wurde, sondern sogar aus dem Ende des vorigen. In den beiden Kriegsjahren 1796 und 1797 hatte die mittlere Wetterau besonders die Dörfer Fauer- bach bei Friedberg, Offenheim, Reichelsheim, Heuchelheim, Bingenheim, Gettenau und Echzell furchtbar zu leiden. Zwischen Heuchelheim und Gettenau war ein Lager ge­schlagen und von da aus die ganze Gegend ausfouragiert worden. Der Schultheiß von Gettenau brachte die Kleider nicht mehr vom Leibe (wie seine Aufzeichnungen besagen) von Mitte April bis Mitte Oktober 1796. Die Franzosen unt r Jourdan waren den Rhein und die Lahn herauf durch die Wetterau über Frankfurt bis Würzburg vorgedrungen, wo sie von Erzherzog Karl zum Stehen gebracht, geschlagen und auseinandergesprengt wurden. Die Kaiserlichen ver­folgten die Franzosen, die ihren Rückweg zum Teil wieder durch den Vogelsberg nahmen (wo sie am 10. September 1796 Lißberg niederbrannten), zum Teil durch die Wetterau flohen, wobei sie raubten und zerstörten, was sie gerade noch ergattern konnten. Die verfolgenden Kaiserlichen fanden ausgesaugte Landstriche. Viele Gemeinden mußten damals Schulden machen. Das kleine, kaum 600 Seelen zählende Bingenheim nahm in den Jahren 1796 und 1797 nach und nach 30,000 Gulden 51,300 Mk. auf. Da der Geld­wert damals mindestens dreimal größer als jetzt war, erhielt das kleine Dörfchen die ungeheure Schuldenlast von über 150,000 Mk., an der die Gemeinde noch heute, also nach mehr als 100 Jahren, zu tragen hat. Das verdankt sie den französischen Freiheitsaposteln. Wir haben den Franzosen in den Jahren 1870/71 nicht den zehnten Teil von dem zurückgezahlt, was sie uns seit 300 Jahren an- getha» haben.

A Mainz, 24. März. In einer gestern stattgchabtex Generalversammlung der Mainzer Verlagsanstalt und Druckerei, vormals I. Gottsleben und Fl. Kupferbero wurde das Aktienkapital der Gesellschaft durch Kaducierung nicht volleinbezahlter und Vernichtung von zur Ver­fügung stehenden Aktien auf Mk. 600,000 reduziert. In den Aufsichtsrat wurden neugewählt: Rechtsanwalt Dr. Schmitt, Mainz und Kaufmann Geßner-Bingen. Dem Aufsichtsrat gehören weiter an: Rechtsanwalt Dr. Braden-Mainz, Henry Klein-Mainz und Otto Rings-Königswinter.

A Mainz, 24. März. Der in Frankfurt ausgebroche,, Brauerausstand wirft hier bereits seine Schatten, indem in einer größeren Brauerei ein Teil der Brauburschen auch schon mit höheren Lohnansprüchen herangetreten sind. In der bis zum Ueberdruß besprochenen Simon Blaad'sche, Millionenerbschaftsangelegenheit, in welcher die mit Legate, bedachten Städte Berlin, Mainz und Bingen noch immer auf die Ueberweisung der ihnen zufallenden Beträge warte», hat die hiesige städtische Verwaltung jetzt eine Jvnnedkat. eingabe an den Kaiser gerichtet. Nämlich der Auszahlung des Vermächtnisses wurde bis jetzt die kaiserliche @rmäd)tignng verweigert, und zwar soll dies hauptsächlich aus dem Gmd, geschehen sein, weil der Stadt Berlin testamentarisch Vt Verpflichtung auferlegt worden ist, dem Verstorbenen ei, Monument zu errichten. In der Immediateingabe vir» nun dargelegt, daß die Denkmalsangelegenheit die Stadt Mainz und das ihr zugedachte Vermächtnis gar nicht berühre. Man trägt sich hier mit der Absicht, das städtische Pfand­haus vollständig aufzuheben. Obwohl nicht weniger vie 12 Procent Zinsen erhoben werden, ist die Verwaltung det Pfandhauses so kostspieltg, daß in den letzten Jahren di« Stadtkasse immer einen Zuschuß von mehreren tausend Mark zu leisten hatte. Es wird vielseitig befürchtet, daß mit Aufhebung des städtischen Pfandhauses eine starke Ausbeute, der geldbedürftigen Bewohner durch Privatpfandhäuser tr folgen werde.

Mteratur, Wissenschaft und Kunst.

EiSler» Wörterbuch der philosophischerr Begriff, *#> Ausdrücke in quellenmäßiger Darstellung, süeiiag oon i-nR '»»egtrub Mtit.er und Sohn, Berlin. Unicter Z«u betf wahrlich nicht mehr vorgeworfen werden, daß sie philosophischen Betrachtim-e» abhold sei; je mehr die Fortschritte der verschtldenften W flenschaslr» unsere Kenntnisse nach allen Seiten erweitern und MS einzelne \w teilen, desto stärker wird unweigerlich daS Verlangen, ihren Zusamwem bang zu erkennen, ihre Einheit zu behaupten. 6in wesentliche- Hindernis, eine lästige Erschwerung stellt sich aber dieser Netguag entgegen: die Ausdrucks weise der Philosophie, ihre Teiminologte. Zwar die Begriff,, die sie untersucht und erläutert, sind so irhr GkMetngut der Gebildeten, daß wir sie in dcr gesellschastlicheu Unterhaltung, im Schriftfttl des Verkehr-, in den politischen ver. Handlungen wie in der Prrffe unbefangen anwendm und daher all allgemein v-rständlich vorauss.tzen dürfen: um so wichtiger wird «ß nun eben darum, ihren wahrcn Smn, ihre scharfe Begr ff deftimman, f.stgestellt zu sehen. Wie viel mehr vollend«', wvard mit ihnen operiert, fovald Schlüffe aus ihnen gezogen, Erkennlnifft otfoktrt werden sollen, sobald also die philosoph.fche D.nkwersc sich ihrer fachwiff-nschaftlich bedient. Nichts kann daher für eine philosophisch« EikenntntS so notwendig und förderlich sein, fli8 eine einheitlich«, über daS Gesamtgebiet der Philosophie sich erstreckende, übeistchiliche Erläuterung der verschiedenen B.g"ffe. Diese Handle'stung EtSlers Wörterbuch seinen Lesern, seinen Besitzern bieten. 3cM Woit von philosophisch-»» Weite wird darin in seiner w-senilicha Bearifföbesttmmung erk ä't und diese Bedeutung mit den w'chligßa Beweisstellen philosophischer Forscher belegt. Indem d,r Verfasser hiermit den Wünschen weitester Kreise, aller derer, welche die auch oon ihnen gebrauchten Beanffiworte au« dem Grunde zu erlaßen wünschen, gerecht wird, erhält sein Werk zugleich einen wesentlich« Wert für die philosophische Wrffenschast selbst. Die wichiiM philosophischen Begriffe Rnb abwanbtungSsähtg, veränderlicher beutung, je nach der Äe-ffaffung, dem Stand und Zielpunkte rintl Forschers. Es herrschen geradezu G gnsütze in Dem Sinne W nämlich.n Bezeichnuna zwischen e nzelnen Forschern unb genjci Zettpertoden. Es ist daraus ersichtlich, wie wichtig fein mefc, unter einem Sammelwolle die verschiedenen Begriffsbestimmungen miede'zugebrn, die eben dieses Begriff wort in verschiedenen yh'la- sophtschen Systemen erhalt-n har. Eist solche 3ufimmaft<Uun| bringt Klarheit und Sicherheit in da» Verständnis der philosophltbe» Lehren. Und mehr al» das: Weil sich die philosophischen L dr« ausprägen, gleichsam krystaUtsteien in den Fremdworten, mit b<ai die Begriff- bezeichnet werden, so eiöff iel ein Lexikon uner bee Stichworie dieser Begriffe zugleich den unmittelbaren, voll n Emdlm in die L-bre, die Sonder anschauung j des einzelnen Hhilmoph« E>n L-xikon, welches bet jedem philosophischen Begriffe di« ver- ichted ne Bedeutung nachweist, den die einzelnen Philosophen diese» Begriffe gegeben haben, unter Einfügung der wichtigsten veleß- stellcn im Ortgt-alwortlaut giedt daher in se ner Eigen'ß'» gleichzeitig ct^e Uebe,sicht der einzelnen philosophischen Rubiunse», kennze-chnet die Lehrgebäude der wichtigsten Philosophen, 1», stiert d rrch die Verschiedenheit, die Übei die B-fttwmung und Sowenduaß des Begriffs bei den einzelnen Philosophen herrscht, btn21« geiahi* auf, leibst ein Urteil zu fällen, welcher btefer Bestimmungen er den stimmen, welche als Kernpunkte er selbst daraus noch folgern All diesen Nutzen hofft daS philosophische Lexikon zu stiften. H rausgeber ist bestrebt gew s n, durch zw ckmähtge Anordnung u» Gruppt-rung, wie durch das Hervorheben d«S Wichtigeren auch de« inneren Zusammenhang zu eireichen. Berücksichtigt sind die meinte erkenntnrsth orettschen, metephystschen, log schen, psycholog fidee, ethischen, ästhetischen Begriffe und Te-mini wie sie in der aal"«*, scho asttschen, neueren unb neuesten Philosophie in Gebrauch Bet j dem bet dargestellten Begriff wird auf bte oerwanblen v«' gr ffe verwi.sen. ES kann richi fehlen, bat etn sotcheS Luch einem Handduch, zu einem Sammelpunkte drS Jnte'effeS> wiid, der sich seiner bedient, daß sein Besitzer neue B legst'Üena es seinen iigenen Studien, feiner Lektüre darin vermerkt, den l'I> durq ferne eigenen Wahrnehmungen, seine L sefrüchle und Studtenerß«»' mffe bereichert unb erweitert. Möchte daher da» Werk barer«, daß der B sitz r Zutha'en tn 'hm etnuügt, nicht nur ihm, fall» er sie dem B rsaffer mttl.tit, auch der Fortentwickelung » WeikeS selbst nütz ich weiden. Eine so weitgrelsende Aufgabe, ta daS L x kon zu dienen wünfcht, so dert zugl.tch, daß seine Beschaffv^ namentlich fett ns der Studierenb,n, möglichst erleichtert wtrbc. I wird daher in 8 Lirfeiungen L Mk. 2. herauSgegeben, deren l V e'n Ll relleno-rzetchni- und Namenregister enthalten wirb, welche o G-d auch deS We kel noch erleichtern we d n. Wir Empfehlen forgfetn vorbereitete und gut auSgeftattete Werk, daS binnen fr'ft vollendet Vorlieben wird, angelegentlich. ____

Universitäts Nachrichten.

- Göttingen. Da' «orle'ungS Verzeichnis für semester 1899 ist erschienen und vom S kretartat kostenlo I beziehen.

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Die Spar- unb Dar Vit, eiwetragtne Genoss «nbelchränüer Haftpsl^ if-rer Gmeral-Beisam S . Januar 1899 besch tzn iortab auf b slrlM soll.

Äl wtiltxt Doch« wnb.n arwM'.

1. Friedrich § Kämmerer

2. Heinrich Ti von da.

Eintrag im Genossen »st erfolgt.

Lich, am 23. Mz SroßH. ärnteg (Silier.