Ausgabe 
24.12.1899 Drittes Blatt
 
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äuseranordnung jedes einzelne Gebäude als solches besser ur Geltung kommt. Die möglichst weit nach der Brau- Igasse vorgezogene rechte Gebäudeecke bezweckt, daß der ohne­hin schon sehr lang gestreckte Brandplatz einen Abschluß nach dieser Seite ei hält, eine Anordnung, die auch für die neue Straße überaus günstig wirken wird, weil auch die haran zu errichtenden Häuser aneinanderschließend aufgeführt werden sollen. (Die geschlossene Bauweise für die Straße ist ebenfalls von der Stadt bei Genehmigung derselben zur Bedingung gemacht.) Als Breite der Verbindungsstraße zwischen Ostanlage und Brandplatz sind an dem Ein- und Ausgang zwischen den Gebäuden 12 Mir. gedacht, während an der weitesten Stelle, also nach der Mitte zu, die Straße auf 15 Mir. sich erweitert. Eine bestimmte Stilrichtung für die Häuser längs der neuen Verbindung ist den Er­bauern derselben nicht vorgeschrieben, und können dieselben -ebenso wie die in Angriff genommenen Gebäude nach der Ostanlage hin im Charakter unserer modernen Villen er­richtet werden.

In der gesamten Disposition des vorliegenden Be­bauungsplanes für jenes Gelände liegt ein frischer Zug unseres modernen Städtebauwesens, um den sich der Leiter unseres Stadtbauamts besonders verdient gemacht hat; wissen wir doch aus den Verhandlungen der Stadtverord- ueten, daß es die Intentionen , des Stadtbaurats Schmandt gewesen sind, auf welchen die Ausarbeitung des ganzen Pro-

? jekts beruhte. Wir sind überzeugt, daß die nach den ge­troffenen Maßnahmen errichteten Gebäude nach ihrer Fertig­stellung mit zu den angenehmsten Wohnstätten Gießens zählen dürfen.

Einen Wunsch hätten wir noch, den wir hier gleich anssprechen, nämlich, daß unsere Stadtverwaltung mit Beginn des Frühjahrs an die Wiederherstellung des alten Schlosses des früheren Regierungsgebäudes energisch Herangehen möge, damit uns recht bald, mit all den anderen begonnenen und noch zu beginnenden Bauten am Brand, nach deren Vollendung ein ganzes B'ld des Brand- Platzes vor Augen treten kann. Wir müssen gestehen, ist das Ganze, was in der Ausführung begriffen und was noch geplant ist, fertig, es wird umerer Stadt nur zur Zierde und zum Vorteil gereichen.__

" Landwirtschaft.

Aus Oberhessen, 21. Dezember, lieber Obftbaum- pslege tft in den letzim Fuhren v elfach verhandelt worden, und dabet kam zur Sprache, dvtz o-e Baumscheren möglichst rasenretn sein sollten und das Pflanzen von jungen Bäumen in fiupinmfeibet ein Fehler wäre. Im Jchre 1894 gedachte ich eine Probe zu machen, die ich susführte und über die ich in nachstehender Weife berichte: Das schwarz Jahr 1893 b achte exzessiven Futtermangel, weshalb ich in 1894 einen Acker mit Luzeineklre einsäte, auf dem ein Birn­baum, etwa 20 bis 22 Jabre alt, steht. DeS Jabr 1894 war naß, dir Luzerne entwickelte sich recht schön, zeigte avcr selbstverständlich noch keinen E nfluß auf den B»r> bäum, der etwa einen Meter von

einem Graben, der häufig Wasser führt, seinen Standort hat. Das folgende Jabr 1895 war sehr trocken, ich bekam trotzdem eine treff­liche Luzermkleee,nle ui d freute mich darüber der Birnbaum trug aber nichts. Er trua auch in den Jahren 1896 und 1897 nichts, und im F ühjahre 1898 setzte er nur spärlich Wät-er an, während die Aeste an der Sp tze dürr wurden. Schleunigst ließ die Luzerne umbrechen, einen Graben um den Baum ziehen und in diesen zwei Fäss-r Jauche faly en. Nach Johanni, als der Saft zum zwetren- maie stieg, zeigte sich neues Leben in dem Baume, der sich endlich im Laufe des zu Ende gehenden Jahres wieder erholte. Er wäre sicher zu Grunde gegang-n, wenn ich in 1898 nicht energisch eins > egr'ffen hätte. J>.^ lieh auf dem Luzerneacker Einschläge machen und ft-nd noch in der Tiefe von 8 bis 10 Fuß Luze ncwurzeln von der Dicke einer starken Stricknadel. Man bedaupiet. sie d> äugen, wo der Bod.n tiefgründig- tet, bis 20 Fuß ein. Unser Beispiel aus der jüngsten Praxis beweist unwiderstehlich, daß die Luzerne ein Baummörder ist, weshalb wir es zu Nutz und F ommen unserer Kollegen hier Mitteilen.

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