Standpunkt in dieser Frage demnächst in einer besonderen Bekanntmachung darlegen.
— Unser Handel nach Nordamerika. Auf Grund einer bei den Mitgliedern des Deutschen Handelstags vorgenommenen Erhebung hat das Präsidium des Deutschen Handelstages am 15. August dem Reichskanzler einen umfangreichen vertraulichen Bericht in Bezug auf die Erschwerung der Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika erstattet. Der Reichskanzler wird gebeten, den Bericht daraufhin zu prüfen, inwieweit von Reichs wegen auf Abstellung der Beschwerden und Erfüllung der Wünsche hingewirkt werden kann, und dem Präsidium über das Ergebnis Mitteilung zu machen.
— Unser Handel nach Dänemark. Als das maßlose Geschrei wegen der Ausweisungen aus dem nördlichen Schleswig angestimmt wurde, wurde auch behauptet, die deutsch-dänischen Handelsbeziehungen litten unter dem Vorgehen der preußischen Regierung. Namentlich ein Handelskammerpräsident und Abgeordneter der freisinnigen Volks- Partei zeichnete sich damals durch ein wenig stolzes Schreiben aus. Jetzt aber lautet ein Bericht des englischen Konsuls in Kopenhagen, der deutsche Handel nach Dänemark sei trotz des vielseitigen Unwillens über die schleswig-holsteinischen Ausweisungen nicht zurückgegangen, sondern in dauernder Ausdehnung. Der Bericht betont mit lebhaften Klagen, daß ein großer Teil der deutschen Exportwaren Konkurrenzartikel für Großbritannien seien, daß der Absatz aber den Deutschen zufiele, weil diese verständen, sich den besonderen Wünschen und Bedürfnissen des Landes besser anzupassen als die Engländer.
— Das schwierige Enteignungswerk der deutschen Niederlassung in Hankau ist, wie der „Ostas. Lloyd" vom 15. Juli berichtet, glücklich zu Ende geführt, soweit cs sich um chinesisches Land handelte. Der letzte Grundbrief war auf dem deutschen Konsulate abgeliefert worden. Schwierigkeit mache nur noch der Erwerb eines Grundstücks, das einer schwedischen Mission gehört.
Ausland.
Wien, 22. August. Die Vorfälle in Nordböhmen haben in hiesigen politischen Kreisen ernste Bedenken erregt. Man befürchtet, daß die Verhängung des Ausnahmezustandes über einzelne Gebiete Deutsch-Böhmens bevorsteht. Amtlich wird behauptet, die Ansammlungen wären durch fremde Agitatoren und Flugschriften gegen die Zuckersteuer und den § 14 hervorgerufen. — Den ganzen Tag haben in Graslitz wieder Ansammlungen stattgefunden. Die Bevölkerung ist in ungeheurer Aufregung über den Tod von vier Arbeitern.
Graslitz, 22. August. Die Unruhen haben sich nicht erneuert. Auf die Intervention der sozialistischen Abgeordneten Verkauf und Hoffer wurden die Verhafteten auf freien Fuß gesetzt. Der Amtsleiter Roth, welcher am Sonntag die Gendarmerie befehligte und dem die meiste Schuld an dem Blutbade beigemessen wird, hat Graslitz verlassen.
Eger, 22. August. Wegen der Vorgänge in Graslitz fanden gestern abend große Straßen-Demonstrationen gegen den § 14 statt. Gendarmerie und Polizei zerstreute die Demonstranten.
Livorno, 22. August. Fünf Matrosen des amerikanischen Kreuzers „Olympia" wurden gestern von italienischen Matrosen angegriffen und mißhandelt. Der Kapitän der „Olympia" hat hierüber bei der italienischen Botschaft eine Beschwerde eingereicht.
Paris, 22. August. In der hiesigen diplomatischen Welt verfolgt man mit größter Aufmerksamkeit die Ab. Wickelung des Prozesses in Rennes. Das am Montag
Thätigkeit setzt. Natürlich kann der Strom bei Anwendung eines jeden Systems unter Umständen auch dazu dienen, eine Feuerwache von der gefährlichen Temperatur oder dem Ausbruch des Brandes zu unterrichten, doch wird dies im allgemeinen wohl nur geschehen, soweit öffentliche Gebäude in Frage kommen.
Wenn derartige automatische Feuermelder bisher nur in beschränktem Maße Anwendung gefunden haben, so liegt das hauptsächlich daran, daß sie als sehr zuverlässig nicht bezeichnet werden können; unter Umständen vermag der Brand schon eine große Ausdehnung anzu- nchmen, ohne oaß die Temperatur den Stromschluß herbei- führt. Bei derartigen empfindlichen Apparaten sind natürlich schon die kleinsten, kaum sichtbaren Verletzungen geeignet, das Funktionieren des Mechanismus zu verhindern. Auch können leicht Luftströmungen oder sonstige atmosphärische Einflüsse bewirken, daß gerade der Apparat eine verhältnismäßig niedere Temperatur bewahrt, während in einer Entfernung von wenigen Metern bereits alles in Flammen steht. Andererseits darf man die kritische Temperatur, welcher die Apparate konstruktiv angepaßt werden, nicht zu niedrig wählen, da lokale, Temperaturerhöhungen nicht selten Vorkommen, ohne daß schon eine Feuersgefahr vorliegt. Aber selbst bei Beachtung dieses Punktes tritt sehr häufig durch irgend welche äußeren Einwirkungen, z. B. durch Er- schütterung oder Nachgeben eines Mechanismus, Stromschluß ein, so daß nicht selten blinder Feuerlürm entsteht.
Das sind die Bedenken, welche gegen Anwendung völlig automatischer Feuermelder noch geltend gemacht werden, doch liegt keine Veranlassung vor, dieselben überhaupt zu verwerfen. Sie haben in vielen Fällen die vortrefflichsten Dienste geleistet, und das gab den Mechanikern Veranlassung, immer wieder die Vervollkommnung derartiger Vorrichtungen anzustreben. Es ist dies ein Gebiet, auf welchem begabte Techniker noch reichlich Gelegenheit finden, ihren Witz und ihre Erfindungsgabe zu bekunden, und es ist nicht ausgeschlossen, daß eines TageS die Erfindung eines tadellosen automatischen Telegraphen gelingt, welcher 'gewaltige Umwälzungen im gesamten Rettungswesen herbeizuführen vermag.
erfolgte zweite Dementi betreffs den von dem österreichischen Obersten als fälschlich bezeichneten Brief wird als Beweis angesehen,, daß der französische Generalstab absichtlich diese Gefahr übergehen will, welche durch solche Erklärungen seiner Offiziere entstehen könnte. Die Diplomaten sind der Ansicht, daß der Generalstab heute mehr als je bereit wäre, die Ehre der Armee durch glänzende Waffenthaten zu retten.
Paris, 22. August. Die französische Republik wird vom Schicksal hart mitgenommen; es trifft alles zusammen, was nur irgend ihr Ansehen erschüttern kann. Zu der Fülle der Blamagen, die sic in RenneS schon auf sich gehäuft hat, ist jetzt der Zwischenfall mit dem österreichischen Obersten Schneider gekommen, der zu sehr unliebsamen Folgen führen kann. Ein französischer Offizier hält es vor dem Kriegsgericht aufrecht, daß ein Schriftstück eines auswärtigen Militärbevollmächtigten echt sei, das dieser selbst ausdrücklich für unecht erklärt hat, zeiht diesen also vor aller Oeffentlichkeit der bewußten Unwahrheit. Oberst Schneider ist, offenbar in Uebereinstimmung mit seiner Regierung, bereits in Paris eingetroffen, um Genugtuung zu fordern, und die österreichischen Blätter sind der Ansicht, daß diese Genugthuung nicht blos eine persönliche bleiben darf. Die französische Regierung wird Mühe haben, sich mit einigem Anstand aus dieser Patsche zu befreien. Inzwischen sinkt ihr Ansehen in Paris immer mehr. Der Operettenkrieg, den sie gegen Guärin zur Belustigung der ganzen Welt führt, mußte ihre radikalen Gegner übermütig machen und zu Widersetzlichkeiten herausfordern. Die Zusammenstöße, die am Sonntag in den Straßen von Paris stattfanden, find um so bedenklicher, als sie offenbar nur der Anfang von Revolten sind, zu deren Unterdrückung eine stärkere Hand gehört, als sie das Ministerium Waldeck Rouffeau bis jetzt gezeigt hat. Aber der schlimmste Schlag, der die Regierung in diesen schlimmen Tagen getroffen hat, ist doch die Meldung von dem Doppelmord der beiden Offiziere im Sudan. Zwei Offiziere haben sich im westlichen Sudan der Ermordung eines Vorgesetzten und eines Leutnants unter Umständen schuldig gemacht, die dem Verbrechen einen besonders gehässigen Stempel aufdrücken. Die beiden Hauptleute Voulet und Chanoine waren von Senegambien aus mit einer Anzahl senegalischer Schützen und Träger nach dem westlichen Sudan gesandt worden. Vor einigen Wochen verlautete, daß sie sich schwerer Vergehen gegen die Eingeborenen schuldig gemacht hatten. Oberstleutnant Klobb und Leutnant Meunier erhielten von dem Gouverneur den Befehl, von Kayes aus, einem wichtigen Posten an dem Punkte, wo die Schiffbarkeit des Senegalflusses aufhört, zu jener Expedition zu stoßen, den Befehl über letztere zu übernehmen, und die beiden Offiziere nach Kayes zur Aburteilung bringen zu lassen. Diese beiden Ehrenmänner aber führten die Soldaten zu offener Meuterei und ließen ihre beiden Kameraden, die auf höheren Befehl gegen sie einschreiten sollten, einfach niederknallen. Die Zustände in einem Heere, dessen Offiziere solcher Schuftereien fähig sind, müssen in der That traurig fein. „T. R."
Paris, 22. August. Dem „Figaro" zufolge werden die PlaidoyerS im Prozeß Dreyfus fünf Tage in Anspruch nehmen.
Paris, 22. August. Die „Patrie" meldet, ein Anhänger Dreyfus wurde gestern auf dem Boulevard des Italiens verhaftet, weil er die Rufe ausgestoßen hatte: Nieder mit der Armee, nieder mit dem Generalstabe.
Rennes, 22. August. Die Nachricht, daß der Attache Oberst Schneider den Major Cuignet wegen feiner beleidigenden Aussagen im Dreyfusprozeß fordern werde, scheint sich zu bestätigen. Wie von dort gemeldet wird, ist Schneider gestern abend von Reims in Paris eingetroffen.
Rennes, 22. August. Labori, der heute voraussichtlich den Verhandlungen des Kriegsgerichts beiwohnen wird, wird eine ganze Reihe hochinteressanter Fragen an Boisdeffre, Mercier, Gonse u. a. Zeugen stellen.
Rennes, 22. August. Hier zirkuliert das Gerücht, daß der Präsident der Sicherheits-Polizei, Vignier, gestern abend die Meldung erhalten habe, Esterhazy werde demnächst in Rennes eintreffen und Aussagen machen. Er wolle von seinem freien Geleitbriefe Gebrauch machen.
Rennes, 22. August. Labori wird in einem Automobil von der Villa Basch in das Lyceum kommen, ob morgen oder übermorgen, ist noch nicht bestimmt. — Sarah Bernhard gab ihre Absicht, am Sonntag hier zu gastieren, auf.
Rennes, 22. August. Labori erhielt gestern eine Sendung, in welcher Explosivstoffe enthalten waren. Bei der Oeffnung der Sendung im Laboratorium der Artillerie stellte sich heraus, daß die Sendung Schießbaumwolle enthielt.
Rennes, 22. August. Hier werden von neuem Haussuchungen vorgenommen, da man glaubt, daß der Attentäter wieder hier ist.
London, 22. August. Ein Telegramm des englischen Vertreters in Hongkong meldet, daß in der vorigen Woche 2 4 Pest fälle vorgckommen, von denen 22 rötlich verlaufen sind.
Belgrad, 22. August. Der ehemalige Justizminister Jlowanovc wurde wegen des in einem Wiener Blatte erschienenen Artikels: „Zwei Jahre Staatsstreich in Serbien" in den Anklagezustand versetzt.
New-York, 22. August. Der Führer der Aufstandsbewegung, Jimenez, ist entflohen und auf dem Wege nach Cienfuegos, von wo aus er sich nach Nord-Amerika begeben wird.
Newyork, 22. August. Die Hitze ist hier wieder unerträglich geworden. 17 Todesfälle an Hitzschlag wurden zur Anzeige gebracht._________________________________________
Vermischtes.
* Wetzlar, 22. August. Gestern nachmittag feierten die Maurer, welche an dem Neubau am Lahnberg beschäftigt
waren, Richtfest. Bei dieser Gelegenheit sprach der Maurerhanvlanger Georg Traser von hier tüchtig dem gespendeten Freibier zu und legte sich alsdann, um seinen Rausch auszuschlafen, im Freien ins Gras nieder. Nach einer Weile wollte sein Mitarbeiter, der Handlanger Johannes Watz von Volpertshausen austreten und ging an Traser vorbei als letzterer aufsprang und dem Ahnungslosen sein offenes Taschenmesser in die linke Seite stieß. Der Verletzte, der uns als ein fleißiger und nüchterner Mensch geschildert wird, mußte in das Krankenhaus verbracht werden, während der erst 15 Jahre alte Messerheld, heute morgen von Herrn Polizeisergeant Becker in Untersuchungshaft abgeführt wurde. Wie der „Wetzl. Anz." nachträglich erfahren hat, mußte der Verletzte in die Gießener Klinik überführt werden. Lebensgefahr soll vorhanden fein.
D. Frankfurt a. M, 22. August. Goethe-Feier im Zoologischen Garten. Nachdem bereits mehrere Vereinigungen im engeren Kreis ihre Fest-Feier abgehalten haben und das Theater schon dreie seiner Festvorstellungen hinter sich hat, beginnt Samstag abend die Reihe von Veranstaltungen im großen Styl mit einem Gartenfest im Zoologischen Garten, zu dem die auswärtigen Mitglieder der Goethe-Gesellschaft und die Spitzen der Behörden ein- geladen werden, während andere 1 Mk. und die Abonnenten des Gartens 50Pfg. Entree bezahlen. Außer dem Konzert, das auf der Terrasse mit verstärktem Orchester von Herrn Kapellmeister Iwan Schulz dirigiert wird, gibt es noch ein Promenade-Konzert am Weiher, das die Musik des 81. Infanterie-Regiments unter Kalkbrenners Leitung ausführt. Eine großartige Lampions-Beleuchtung wird das sogenannte Wäldchen zieren und sich um den großen Weiher herumziehen. Die Burg und die Baumgruppen werden zweimal bengalisch beleuchtet und ein transparentes Goethe- bildnis wird vom Turm auf die Besucher herabblicken.
• Goethefeier. In Frankfurt a. M. wurden die Festlichkeiten aus Anlaß der 150. Wiederkehr des Geburtstages von Goethe am Montag eingeleitet durch die Aufführung des dramatischen Bruchstücks „Prometheus" und des „Clavigo". Zu beiden Stücken hatte Professor Lütkemeyer die neuen Dekorationen gemalt. Das Publikum, daß sich in sichtlicher Feststimmung befand, zeichnete die Darsteller durch reichen Beifall aus.
* Heidelberg, 21. August. Der wegen eigentümlicher pädagogischer Mißgriffe jüngst erwähnte Gymnasialdirektor Professor Uhlig ist um seine Entlassung eingenommen.
* Vom Harz, 20. August. Der gewiß seltene Fall, daß eine fertige und landespolizeilich abgenommene Eisenbahnstrecke nicht sofort dem Betrieb übergeben werden konnte, weil die Eisenbahnwagen fehlten, ist in diesen Tagen hier eingetreten, und zwar bei der Südharzbahn, die von Walkenried (an der Linie Nordhausen—Herzfeld) nach Braunlage führt. Der Zwischenfall ist recht ärgerlich in der jetzigen Hochflut des Reiseverkehrs. Mer eigentlich am letzten Ende die Schuld an dieser betriebsfähigen, aber nicht betriebenen Eisenbahn zu tragen hat, darüber sind verschiedene Auslegungen im Umlauf. Immerhin wird die überaus starke Beschäftigung wohl aller Wagenbauanstalten mitgewirkt haben, die es ihnen gegenwärtig geradezu unmöglich macht, kurze Lieferfristen zu gewähren oder säumigen Bestellern aus der Not zu helfen, indem sie bevorzugter Bedienung teilhaftig wurden. Unter diesem Gesichtswinkel betrachtet, bedeutet die Südharzbahnklemme auch wieder ein gutes Zeichen der Zeit, als ein Beweis für die anhaltend starke Beschäftigung vieler Industriezweige. Uebrigens wird jetzt die Betriebseröffnung der Südharzbahn als nahe bevorstehend angekündigt. K. Z.
* Allgemeine Deutsche Sport-Ausstellung München 1899. In kurzer Zeit wird die Ausstellung eine neue Gruppe in ihren Räumen aufnehmen, die eine Zierde des ganzen Unternehmens bilden wird, nämlich die in Crefeld verwaltete „Historische und Volkstrachten-Ausstellung". Die Idee, auf kleinen Modellfiguren (Puppen) die historischen und Volkstrachten aller Zeiten und Länder darzustellen, stammt von Ihrer Durchlaucht der Fürstin-Mutter zu Wied, welche damit dem unter ihrem segensreichen Protektorate stehenden Otto-Waisenhaus zu Neuwied, einer Erziehungsstätte für taubstumme Mädchen, neue Mittel zu schaffen trachtete. Der Plan, zunächst nur in bescheidenen Grenzen gedacht, nahm bald einen Niesenumfang an, dank dem hohen Interesse, welches er bei der königlichen Tochter der fürstlichen Mutter, der mit reicher Phantasie und schöpferischer Kraft begabten Königin von Rumänien, der Dichter-Fürstin Carmen Silva, fand. Mutter und Tochter wetteiferten nun, die gekrönten Häupter von fast ganz Europa für ihre Sache zu interessieren. Es befinden sich unter den Geschenkgebern die Namen der Kaiserin Friedrich, der Königin von England, der Königin von Holland, der Königin von Schweden und Norwegen, der Königin von Italien, der Königin von Serbien, der Kronprinzessinnen von Schweden und Griechenland, der Großherzogin von Baden, des Großherzogs und der Großherzogin von Luxemburg, der Erbgroßherzogin von Baden, der Prinzessin Pauline von Württemberg, sowie der Großfürstin Alexandra von Rußland, des Prinzen Nikolaus von Nassau und des Fürsten von Bulgarien. Neben diesen fürstlichen Gefchenkgebcrn entspann sich ein edler Wetteifer aller möglichen Kreise, Beiträge zu dieser eigenartigen Veranstaltung zu liefern. So ist denn eine Sammlung zu- fammengefommen, wie sie wohl noch nirgends bestanden hat, und welche die Trachten und Modeeigentümlichkeiten der verschiedensten Zeiten und Länder zeigt. Wenn jetzt München die schöne Sammlung eine Zeit lang beherbergen wird, so gebührt das Verdienst Ihrer königlichen Hoheit der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern, welche der guten Sache ihr gnädiges Interesse zuwandte, und die Uebcr- führung in die Sport-Ausstellung huldvollst vermittelte. An dem Reinerträgnis soll außer dem „Otto-WaisenhauS" in Neuwied auch eine Münchener Wohlthätigkeitsanstalt Teil haben.


