Ausgabe 
24.5.1899 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

betreffend: die Altersvnficheni

I Kopenhagen, 20. Wlai. Auf der Generalversammlung I sämtlicher Arbeitgeber des Baufaches ist der Beschluß I gefaßt worden, von Mittwoch ab eine Riesenentlassung für I Dänemark, etwa 30000 Arbeiter umfassend, zu erklären, I wenn die Gesellen, speziell die Tischler, nicht von ihren un- I billigen Forderungen abstehen. Wahrscheinlich kommt aber I noch vorher ein Kompromiß zu stände.

Niederlande. Die Friedenskonferenz hat begonnen, die Bestimmungen über die Arbeiten festzusetzen. Freitag vormittag versammelten sich die Vorstände der einzelnen Vertretungen zu einer Besprechung beim Präsidenten v. Staal. I Hn derselben einigte man sich ohne Schwierigkeit über die I Niedersetzung der drei Ausschüsse. Es wird sich demnach I der erste Ausschuß mit der Einschränkung der Rüstungen, I der zweite mit der Festsetzung von Kriegsgesetzen, der dritte mit der Vermittlung und dem fakultativen Schiedsspruch zu beschäftigen haben. Wahrscheinlich am Dienstag oder Mitt­woch werden die Ausschüsse zusammentreten. Jede auf der Konferenz vertretene Nation wird auch in jedem Ausschuß vertreten sein. Bei den Verhandlungen über diese Fragen 1 hat sich angeblich auf allen Seiten der vollste Einklang be­kundet. Die Londoner Blätter besprechen fast sämtlich , die Friedenskonferenz mehr oder weniger skeptisch. Die i Times" meint, die Aufgabe sei offenbar unmöglich, der Standard", die Konferenz könne nicht schaden und möge vielleicht später Nutzen stiften. DieMorning Post" droht, alle Veränderungen des See- und Landkriegsrechts, welche in geheimen Sitzungen beschlossen würden, würden von dem englischen Volke fast sicher zurückgewiesen werden.

Am 24. Mai wird Königin Wilhelmina die! Chefs der Delegationen empfangen und Abends ihren Gästen | im Palais eine Galasoiree geben, zu der etwa 500 Ein- | ladungen ergehen sollen. Außerdem sind an festlichen Ver­anstaltungen für die nächste Zeit in Aussicht genommen: | em Blumenkorso in der Blumenstadt Haarlem und ein Besuch von Gouda, das durch seine altehrwürdige Johannes- | nrqje berühmt ist. In einer sozialistischen Versammlung | nannte der Sozialistenführer Niewenhuis die Konferenz | eme Farce. Karrikaturen auf den Zaren als Friedens- | apostel fanden reißenden Absatz.

Brüssel, 22, Mai. In einer Unterredung vor I semer Abreise nach Paris erklärte der Vorsitzende der fran- ^sischen Handelskammer, Rolland, über die mutmaßlichen Gründe befragt, aus welchen das Kriegsministerium den | Spion Montier in dem Vorstand der Handelskammer in Schutz genommen habe, dieser Skandal hänge mit den Ge­ständnissen Henrys eng zusammen. Montier war ein in- | ttmer Freund Henrys, und Henry hatte ihm Schriftstücke | anmtraut, welche bedeutende französische Persönlichkeiten | bloß stellen werden. Wenn das Kriegsministerium den Mon- | her nicht beschützen würde, so würde dieser jene Schriftstücke | ber Oeffentlichkeit übergeben. So mußte denn gern oder | ungern bcr Gesandte Gerard, auf Befehl seiner Regierung, | oiqen keineswegs als Ehrenmann bekannten Montier gegen | ole französische Handelskammer in Brüssel mit seiner Au- I torität decken. I ;

Verkehr, Land und V§tkswirtfthaft

@eMt*a,20 Mai. Frachtpreise. öriiaXO\00-On,(X Korn M 00,00-00,00, Gerste * 00,00-00,00, Hafers Erbsen! 00.00-00,00, Linsen X 00,00-00,00, Wicken .X 00X4 Lein * 00,00, Ätrhfftto * 450-6,42, S«ue» * 00,00-00,«>

Das vor einigen Monaten etvgelretene große Etseribay» Unglück in Forest unweit Brüssel, bei welchem 30 Personen 0 tötet und über 1Ö0 schwer verletzt wurden, beweist von neuem, wertvoll der Abschluß einer »eben-lLrrglich-rr «iserrbahrmmax Versicherung ist. Die VerstcherungSgesellschaft .Thurtngta Erfurt schließt solche Versicherungen gegen die geringe, nur ew malige Prämie von 3 Proz. Poltceformulare zum sofortigen schluß stehen jedermann zu Gebote, worauf die geehrt« Leser merksam gemacht werden.

Offizierkorps und das Sanitätswesen nach deutschem Muster organisiert werden.

Budapest, 20. Mai. Auf der internationalen Acetylen- ausstellung fand bei der Demonstration des Adetylen- gases eine Explosion statt, wobei der Demonstrierende lebensgefährlich verwundet wurde; das Publikum flüchtete panikartig.

Rostow am Do«, 20. Mai. Der von Rostow nach Charkow fahrende Personenzug Nr. 7 ist zwischen den Stationen Matwiejew-Kurkau und Riaschennoje entgleist. Acht Personen und ein Heizer sind tot, fünf Personen schwer, 13 leicht verletzt. S.echs Waggons wurden zer­trümmert. Man vermuthet, daß die Entgleisung von ruch­loser Hand herbeigeführt wurde, da man auf den Schienen eine Schwelle fand.

Konstantinopel, 20. Mai. Das Gerücht von der Er­krankung des Sultans ist vollständig unbegründet.

Ostasien. Ueber den Fremdenhaß in Südchina, ber sich zur Zeit am stärksten in bem von ben Englänbern oifupierten Hinterlanb von Hongkong äußert, wirb ben "Tlmes" aus Honkong gemelbet, baß in Futschou heftige, gegen bie Auslänber gerichtete Plakate angeschlagen worben e2cn' ~!e'£Tn,ie selbst besagen, von ben Manbarinen unb aUen Klassen ber Bevölkerung ausgehen. Die Plakate ent­halten bie Aufforberung, bie Auslänber ohne Gnabe nieber- zumetzeln unb richten sich besonbers gegen bie Christen.

Bestimmungen bes Gesetzentwurfs beruhen. Was zunächst bie Höhe der Entschädigung betrifft, so ist diese nicht nur von ber großen Mehrheit ber Reichstagskommission, sondern auch in einem großen Teile ber Presse unb auch sonst in ber Oeffentlichkeit als sehr reichlich anerkannt worben. Wie richtig bie Vorschläge ber Reichsregierung ben bestehenben Verhältnissen angepaßt sinb, hat ber Staatssekretär bes Reichs-Postamts nach bem Bericht ber 14. Reichstagskom- miffion bei ber Vorberatung ber Postgesetznoveüe u. a. an bem Beispiele ber Berliner Packetfahrt-Aktiengesellschaft nach- gewiesen, bei ber (unter Anrechnung ber vorhandenen Re- fertten) mit dem achtfachen des durchschnittlichen Reinertrages ber volle Wert ber Aktien bezahlt werbe. Die Aktien bieser Gesellschaft sinb nach Annahme ber regierungsseitigen Ent- I^udigungsvorschläge sogar im Kurse noch gestiegen. Wenn bie Privatanstalten ferner behaupten, baß sieburch ein Ausnahmegesetz rechtlos gestellt, ber Willkür ber Postver­waltung überliefert werben sollen" unb begleichen mehr, i° verschweigen sie, baß es ihnen nach Artikel 5 ber Gesetz- Vorlage freisteht, gegen bie Entscheibung ber Postbehörbe I über bie Entschäbigungsansprüche Berufung bei einem aus Mitgliebern bes Reichsgerichts gebildeten Schiebsgericht zu erheben, bas boch zweifellos bie benkbar unparteiischste Ur­teilsfällung verbürgt. Hiernach erscheint ber Versuch ber Privat-Briefbeförberungsanstalten, für bie burch ben Gesetz­entwurf mit sehr ausgiebigen Entschäbigungskapitalien be- bachten.Unternehmer unb Aktionäre bas öffentliche Mitleib 1 aufzurufen, in ber Sache völlig verfehlt.

Am 25. Mai geht bie Expebition bes Bergmeisters I Elchmeyer aus Zellerfelb nach Sübwest-Aafrika mit bem | btreften Woermann-Dampfer ab, um bas Gebiet von Reho- | voth fachmännisch nach Metallen zu untersuchen. Herr Eich- | metjer war noch vor kurzem in Siebenbürgen, um einen im | Golbbergbau kunbigen Fachmann anzuwerben. Im ganzen | gehen 16 Europäer mit ihm hinaus, baselbst sollen noch | etwa 60 Eingeborene angeworben werben. Der Bergmeister | will ganz grünblich vorgehen, es sollen Schachte abgeteuft I tuerben u. s. f., daher nimmt er ein ganz gewaltiges Material | mit, zum Beispiel Dynamit, Zünber zu Sprengungen u. s. f. I r%11.9 für bie bergmännischen Unternehmungen in Süd- | baß noch niemals eine gründliche Unter- | suchung auf das Vorkommen von Metallen angestellt worden | ?.azL Jcfet soll diese Frage endgiltig entschieden werden. Da | bic Regierung auch das kupferführende Gebiet von Otawi | durch ben Berginspektor Duft untersuchen läßt, so wirb | man m Sübwest-Asrika enblich zu klaren Verhältniffen | kommen. " I

Vermischtes.

Vo« dem großen NUreservoir, bas bei Assuan an­gelegt werben unb ben Genfer See mehr als zweimal an Große übertreffen soll, versprechen sich bie Englänber einen ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung Egyptens. Von ben 994000 Quabrat-Kilometern, bie Egypten nominell umfaßt, kommen augenblicklich nur 20000 für ben Anbau burd? baß neue Wasserbecken sollen weitere 7000 Quabrat-Kilometer ber Agrikultur erschlossen werben. Diese sollen besonbers für ben Anbau von Zuckerrohr in Betracht gezogen werben. Egypten probuziert nämlich ein Zuckerrohr von vorzüglicher Qualität, unb ba auf Cuba, baö bisher ber Hauptplatz ber Rohrzuckerprobuktion war, nach den letzten schweren Jahren wohl sobalb nicht bie frühere Blüthezett wieberkehren wirb, so hofft man engli cher- seits, baß es inzwischen Egypten gelingen wirb, sich ben Weltmarkt zu erobern. Die Herstellung bes Riesenwerkes wirb verhältnismäßig nicht sehr lange bauern: am 1. Juli 1903 sollen bie Wasser bes Nil zum erftenmale bas große Becken füllen, bas 250 Billionen Gallonen Wasser fassen wird. Die Kosten sind auf 108 Millionen Mark ver- anschlagt; die egyptische Regierung soll diese Summe in jährlichen Raten von 3 Millionen 600000 Mark abzahlen. Die erste Rate ist aber erst nach vollständiger Fertigstellung

Die iw Ließen vom hiesigen Geln° Gießen,

...T Ueber bie Polnischen Verhältnisse in Ober­sch le sie n gibt ber Bericht ber Sozialbemokratie über ihre polnischen Bevölkerung Fuß zu fassen, lehr­reiche Aufschlüsse. Auf bem Hamburger Parteitag würbe bekanntlich bie Frage erörtert, ob man nicht polnisch sprechenbe Agitatoren hinaus senben sollte. Die Antwort oberschlesischer ^uhrer war, bas sei nicht nötig, weil bie oberschlesischen Wen beutsch genug verstäuben, um sich bie sozialbemokratischen ^hren beibringen zu lassen. Die Generalkommission bcr sozialbemokratischen Gewerkschaften hat es barauf trotzbem mit ber polnischen Sprache versucht. Sie ist, wie soeben in pranffurt a. M. von bem Chef ber Generalkommission, bem sozialbemokratischen Reichstagsabgeorbneteu Legien, bem r^erkschaftskongreß mitgeteih worben ist, bamit aber nicht gefahren. Er erzählte: Wir versuchten es erst mit Zuschüssen für polnische Agitatoren, mußten aber bie Er- Ta^rixng ma^enz baß biese mehr bie großpolnische als bie gewerkschaftliche Organisation betrieben. So lehrreich diese Erfahrung für bie Sozialbemokratie ist, so interessant ist sie für ben nationalen Politiker insofern, als baraus hervorgeht, baß bie großpolnische Propaganba auch in ben tieferen sozialen Schichten festen Boben gefunben bat.

Homburg v. d. H., 20. Mai. Nachbem bie hiesige ; Stabtverorbneten-Versammlung vorgestern 10000 Mk. als Beitrag zum Bau bes Prätoriums im Römerkastel ber Saa burg bewilligt hatte unb bieser Beschluß sofort bem Waifer mitgeteilt worben war, traf gestern abenb folqenbe ^^esche von Wiesbaven ein:Hocherfreut über bie Mel­dung von ber Bewilligung einer Summe von 10000 Mark ^-^^deraufbau ber Saalburg spreche ich ben stäbtischen Myoiden für biesen hochherzigen Beschluß meinen wärmsten Ich hoffe, baß bas Römerkastel nach seiner Wieberherstellung em interessanter unb kräftiger Anziehungs­punkt werben wirb unb baß dasselbe zur Hebung meiner Wilhelm ^R** Homburg v. b. Höhe beitragen werde. I

des Werkes fällig. Man hofft, daß dieser lährliche Einnahme von 9 Millionen Mark geaenüb^ ' wird, die die Regierung aus dem Verkauf vo^Mas^' der Verpachtung von Land erzielt, ganz abgesehen einnahmen ^^i^n Aufschwung wachsenden A'

Wir brint geber Dttpfliji einer ffiofy) bc tilgen Man testens am dr bei um anzuM eudiguug des 6benfo isi tretende, ba6 Vr Krankheit, zeitwei binnen 3 Ta, Zuwiderhai Reichsgesetze» voi geahndet.

Die Meldr öomulai, weid ^eau, fowie! Arbeitgeber w Wir mach« und Abmeld mcht genügt ist ^tmgenzurVe Me defonnular e Meldung, sofem n... Schließlich ^oeitsantritt bat

9 t * l«r Am sK -L

r -HDie @rl wdfi Ä'6

Kegen, bie y tta einzelner einen! anderen, werden. Die - erüägniße der

Sodann der Verordnun Beitrag zur B

1) von Betr

2) von Zink

3) von geleg

4) on f iche

*

hing t

Diejenigen der amtlichen Ke zesordttt, die B weicher dM Grv tragen.

Gießen

ÄS «! ß? «4 T' «ufe

«so sm

* Die N««ft',chk FreiluftGlühlampe. Der für i I April angekündigte Vortrag von Proseisor ®ah« st über die von ihm erfundene Glühlamp e wurde Xq,' im Konferenzzimmer der allgemeinen Elektrizitäts°e!-li: m Berlin vor einem größeren Publikum gehallen u b-sonderc Bedeutung erhielt der Vortrag dadmck . be, dieser Gelegenheit die N-rnst'sch- Lamp- Mal- vor der Oeffentlichkeit in Betrieb corgefüL X . 3nm Vergleich waren im Saal Edison'sche Glühl-n>' und solche des neuen Typus angebracht; letztere ' sich durch intensivere Helligkeit und reinweißes, ruhL 5 | vorteilhaft vor dem roten, unruhigeren Licht bcr ff»F

Simen aus Nach einer historischen U-b-rsich, ktzte Entwicklung der modernen BeleuchtungstechE ,

I Generaldirektor Rathenau, ergriff Professor Walt» ® * d°s Wort Er zeigte, daß bei der Anwendmg

I Origen elektrischen Lichtsysteme nur ein unverhältnisw^, Quantum elektrischer Energie in Licht umgenw- wahreub ber Löwenanteil berfelben zur Emission 5

I ganz zweckloser Wärme verwenbet wirb. Selbst bei I toenbung von Bogenlampen beträgt biese unnütze Veraeut. - bes Stromes 90 pCt., bei ben gewöhnlichen Glühla^.- fteigt ber Verlust aber gar auf 97 pCt. Diesen Uebelst!- | beseitigen, war schon lange bas Bestreben ber ffiifi -

Wßp.imb Mnit boch scheiterte bie Verbesserung V- seitherigen Systeme an nicht zu übertoinbenben (Sdjiuin feiten. Schon ber Russe Jablochkoff hatte einen Weg ( - geschlageu, bie metallischen Leiter burch bie feuerfeie

I Porzellanerbe, burch Kaolin zu ersetzen. Diese Kons!-' hon vermochte sich aber wegen ber mit ber hiebei erforber.

I uchen Anwenbung von elektrischen Strömen sehr hohen Spür ung nicht in bie Praxis einzubürgern, sie würbe kur; ihrem Auftauchen gegen bie Mitte ber siebziger Jahre r-i,, ^I^^^bssen. Auch Nernst, ber übrigens bie Lampe \a[ lochkosss erst kennen lernte, als er seine Konstruktion bm erjunben hatte, verwenbet, wie hier bereits aussühüi-,

I mttgetdlt würbe, elektrolytische Substanzen. Sein Bestrcd' darauf gerichtet, solche zu finben, bei benen sich mk, viel ber elektrischen Energie in Licht verwand bcn-!L mit1^eta^cn toar dieses Ziel schon aus rein tlj; puschen Untersuchungen nicht zu erreichen. Aus Grum läge ber von t'Hoff'schen Theorie ber festen Lösunz- gelang es Professor Nernst burch eine Reihe praktische Voruntersuchungen festzustellen, baß Mischungen von Oxid-: bei starker Erwärmung ihren elektrischen Wiberftanb vexlie- ren unb bie Elektrizität sehr gut leiten. Ursprünglich to menbete ber Ersinber Wechselströme, ba er befürchtete, tij em so hoher Gleichstrom, wie er zur Erzeugung ber Wcij- glut nötig ist, ben Leuchtkörper alsbalb zerstören wück Doch zeigte sich balb, baß ber Sauerstoff ber Luft bur$ Depolarisierung ber zersetzenben Thätigkcit auch bes Gleich stroms biesem Hinbernis vorbeugt. Mit biesem letz!» Schritt war bie neue Lampe für bie Praxis gegebtr. Professor Nernst zeigte bann bie an bieser Stelle bereit! im Vormonate ausführlich geschilbertcn verschiedenen Sen struktionen feiner Lampe unb erwähnte, baß ber Augenblö des Aufleuchtens je nach ber Konstruktion unb Größe bu Lampe je nach zehn bis breißig Sekunben erfolgt. Dc Ersinber ber automatischen Konstruktion ber Voremärmrm- des Leuchtkörpers ist Dr. Ochs. Nach verschiedenen prab üschen Demonstrationen mit ber neuen Lampe schloß Prof. Nernst seinen Vortrag, inbem er nochmals auf den lange: Weg zurückwies, ber bie Erfinbung aus bem Laboratorinr [ in bie Praxis hinausführte. Den praktischen Vorzügen de : neuen Lampe ben bisherigen Systemen gegenüber war d-c anschließenbe Vortrag bes Oberingenieurs der Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, Bußmann, gewidmet. Dieser führt unter anderem aus, baß bie Nernst'sche Lampe bei eine Pferbekraft schon 480 Kerzenstärken liefert, während di gewöhnlichen Glühlampen bei Verwendung ber gleiche Kraft bereu nur bie Hälfte bieten. Die Lebensdauer b«c neuen Lampe beträgt heute schon mindestens 300 Stunde unb ber Energieverbrauch pro Normalkerze IV, bis l*, Watt. Die Fabrikation ber neuen Lampe wird int Som mer in einem neuen Fabrikgebäude der Gesellschaft vorg. nommen und zunächst Lampen von 25, 50 unb 100 No: malkerzen für Spannungen von HO und 220 Volt erzem werden. Zum Ersatz der Bogenlampen werden jedoch au»c Lampen bis zu 480 Kerzen hergestellt werden. Der Pre i der neuen Lampe wird ein sehr bescheidener fein, namen. lief) für jene Lampen, bei welchen die Vorerwärmung nicR automatisch erfolgt. Minister Herrfurt sprach Professe Nernst den Dank der Versammlung für seine Erfindum aus und zum Schluffe bemerkte Generaldirektor Rathen« noch, daß die Gesellschaft mit Hilfe der neuen Lamp' jenes Terrain wieder zu erobern hoffe, das sie bisher « bie Auer-Lampe verloren habe, von Wichtigkeit sei ade ber Umstanb, baß am Vortragstage bas Patentamt all Einsprüche gegen bas Patent bes Ersinbers abgewiesen

Anstand.

. ®en' .2'- Mai. DieNeue freie Presse" erhielt von

der Baronin Suttner folgendes Telegramm aus dem d» Erleuchtung wollte ich meinen Lands- üon bet Konferenz senden. Das mittelbar mü6te wvhl sein, was so um

M k ?dgl'ch von dem Einberuser selber kommt.

b cbcnu8 Petersburg hier eingetroffen. ,/Sogen Sie mir," wendete ich mich an ihn,mit welchen Itunb mit" Sie wieberurn eine

\b m §aren gesprochen haben, ber Friebens- konferenz entgegen?" -Diese Konferenz," entqeqnete ^nnb'fipmwf "^mals aufgelöst, fonbefn nur vertagt werben, bEUN sie soll ber Keim eines Weltparlamentes sein" C ober bie bes Kaisers? Sprechen S/ebestimmter, bitte" -Ich kann nichts von bem mit teiten, was ber Kaiser sprach ober that. Nur eins kann ich sagen: Das Beste, was bie Friebensfreunbe in ihren dar»^'U"den erhofften, wird mehr als verwirkttch" Niklaus" die Wünsch- und di- Entschloss-nh/j.

. ^0- Mai, Wie in militärischen Kreisen ver-

lautet, soll das gesamte österreichisch-ungarische ärztliche